Bergrennen Abreschviller in unruhigem Fahrwasser

28. Dezember 2022

Fünf Tage vor Weihnachten kam es quasi zu einem Erdrutsch in Abreschviller, im zu Deutschland grenznahen Osten Frankreichs. Der regionale Automobilclub ASAC Moselle suspendierte den örtlichen Ausrichterverein COCCA und plant das traditionsreichste Bergrennen Lothringens in Eigenregie durchzuführen. Damit stehen dem Französische und Luxemburger Berg-Meisterschaftslauf in den nördlichen Vogesen aktuell ein paar stürmische Wochen ins Haus, den der Unmut der Helfer und Organisatoren aus den Reihen der COCCA, die nun außen vor sind, ist groß. Damit haben auch die Bemühungen einiger Mitglieder der Deutschen AG Berg, am 29./30. April 2023 erstmals einen Lauf zum DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge nach Frankreich zu vergeben, einen herben Rückschlag erhalten. Die Ankündigung des ASAC Moselle (in Deutschland nur bedingt vergleichbar mit den Sportabteilungen der ADAC Gaue) mit ihrem Präsident Bernard Vogel, dem örtlichen Organisationskomitee (COCCA) die technische Organisation des Course de Côte d’Abreschviller zu entziehen, sorgte in der 1400 Seelen Gemeinde  für Bestürzung. Mit großer Traurigkeit und einem unerklärlichen Gefühl erfuhr der Verein diese Nachricht durch eine einfache Mail. „In der Tat wird die ASAC Moselle 2023 das Bergrennen Course de Côte d’Abreschviller-Saint Quirin ohne technischen Organisator, aber mit Hilfe aller guten Willens veranstalten“, so Bernhard Vogel, der bis zum Sommer 2020 auch COCCA-Vorsitzender war. „Es ist nicht die Entscheidung eines einzigen Mannes, sondern die Entscheidung des Komitees vom 7. Dezember 2022. In den letzten Jahren gab es Unstimmigkeiten zwischen der regionalen Motorsportföderation  und den lokalen Helfern. Nach dem Rücktritt von Vogel, war die Nachfolge lange ungewiss. Das Jahr 2021 war ein COVID-Jahr, und das Rennen wurde erst in den September verschoben und dann doch abgesagt. Die COCCA wollte diese Verschiebung nicht, gegen den Willen des ASAC, und das Rennen fand nicht statt. Danach konzentrierte man sich auf 2022. Das 50. Jubiläumsrennen war laut Vogel „eine schmerzhafte Geburt aber schlussendlich ein Erfolg. Aber aktuell klaffen Lücken im COCCA-Präsidium und wir befinden uns bereits in der aktiven Startphase der Ausgabe 2023 (FFFSA-Verordnung und Präfektur-Dossier), es muss gehandelt werden“. Bleibt abzuwarten und zu hoffen das die treuen und leidenschaftlichen Helfer des Vereins COCCA, die seit Jahrzehnten dieses Bergrennen geprägt und es zusammen mit dem ASAC Moselle zu einem französischen Meisterschafts-Event geführt haben, auch unter diesen Umständen am Fortbestand dieses Bergrennens mitarbeiten werden, denn auch in Frankreich werden die Freiwilligen knapp.

Provisorische Termine 2023: Deutsche Bergmeisterschaft / DMSB Berg-Cups

21. November 2022

Seit wenigen Tagen gibt es Neuigkeiten im Terminkalender der Berg DM und zu den beiden DMSB Berg-Cups 2023. Nachdem der anvisierte Tausch der Termine von Glasbach und Homburg nicht zustande kam, werden am Rennsteig in Thüringen erst 2024 wieder die Rennmotoren zu hören sein. Der Homburger Automobilclub verbleibt somit auf seinem Datum Anfang Juli (08./09.07. 2023). Für die wachsende Belegschaft im Lager der Rennsportfahrzeuge könnte es positives zu vermelden geben. Die AG Berg und „BiD“ sind mit den Organisatoren des Französischen Meisterschaftslauf in Abreschviller im Gespräch, um Ende April kommenden Jahres den Saisonauftakt für die deutschen Formel- und Sportwagen-Teams, im Rahmen einer Wertung zum DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge im grenznahen Lothringen (zwischen Saarbrücken und Strasbourg) zu ermöglichen. Wenn dies zustande käme, könnten die Aktiven gut vier Wochen früher ins Geschehen eingreifen, als die Jahre zuvor. 21.04.2023 – Test und Einstellfahrten Schotten (nur TW) 22.-23.04.2023 – Bergpreis Schottenring (nur TW) 28.-29.05.2023 – Wolsfelder Bergrennen 24.-25.06.2023 – Ibergrennen-Heiligenstadt 08.-09.07.2023 – Homburger Bergrennen 29.-30.07.2023 – Hauenstein Bergrennen 05.-06.08.2023 – Osnabrücker Bergrennen (FiA) 09.-10.09.2023 – Bergrennen Eichenbühl 23.-24.09.2023 – Auto Bergrennen St. Agatha (A) 29.-01.10.2023 – Bergrennen Mickhausen 29.-30.04.2023 – Course de Côte Abreschviller (F/ nur DBC RS) ?

Lang Rennsport setzt Ausrufezeichen in Frankreich

4. Mai 2022

Das Niveau in der Französischen Bergmeisterschaft hat durch die Corona-Pandemie absolut nicht gelitten, ganz im Gegenteil. Am vergangen Wochenende präsentierte sich ein erlesenen Feld in allen Gruppen und Klassen beim 50. Jubiläums-Bergrennen von Abreschviller in Ostfrankreich, nahe der deutschen Grenze zu Kehl oder Saarbrücken. Präsent im Fahrlager war sehr kurzfristig Georg Lang von Lang-Rennsporttechnink, der das Fahrzeug von TracKing-Erfinder Fabien Bourgeon betreute. Der Osella PA 30 V8 wurde vom Eigner Alexander Hin ebenso kurzfristig zur Verfügung gestellt. Da sich die Entwicklung des neuen Turbo-Motors für Bourgeons Revolt-Eigenbau etwas verzögert, er aber endlich Meisterschaftspunkte sammeln muss, kam das großzügige Angebot von Alexander Hin gerade recht. Der Französische Spitzenfahrer kam im Training auf Anhieb sehr gut bei seiner Premiere mit dem potenten Osella zurecht, sodass Georg Lang (ab Wolsfeld wieder hinterm Steuer seines Tatuus Renault) etwas Extraleistung und Endgeschwindigkeit zugeben konnte. Nachdem ersten von drei Durchgängen war dann die Überraschung perfekt. „Fab“ Bourgeon führte mit 47,668 Sekunden das Gesamtklassement an, vor der versammelten Französischen Elite. Nur Geoffrey Schatz wartet weiter auf seinen neuen Motor. Im zweiten Lauf rollte der italienische Bolide beim Versuch des herausbeschleunigen aus der engen Spitzkehre, mit gebrochener Antriebswelle aus. Aber, noch war nichts verloren, denn in Frankreich zählen nur die beiden schnellsten Läufe am Ende für das Resultat. Wohlweislich hatte Alexander Hin am Freitag noch eine Ersatzwelle verbeigebracht, die dann auch rechtzeitig vor dem alles entscheidenden dritten Lauf eingebaut war. Zum Abschluss verbesserte sich Bougeon marginal zur seiner Zeit am Morgen, musste aber Damien Chamberod im Norma M20 FC Turbo, den Tagessieg überlassen. Hinter dem zweitplatzpierten Bourgeon folgten Cyrille Frantz (Osella PA 30 Turbo), Billy Ritchen (Nova Proto NP01 V8) und Sebastien Petit im brandneuen Nova Proto NP01 Turbo. Rang sechs ging an den jungen Belgier Corentin Starck im Nova Proto NP01 Turbo aus der 2-Literklasse. Erstmals in diesem Jahr saß der Freiburger Patrik Zajelsnik in seinem Norma M20 FC V8 um Kilometer zu sammeln. Er belegte Gesamtrang acht. Fotos: Nicolas Millet

Rekord-Anmeldungen für das 50. Jubiläum von Abreschviller

29. April 2022

Nach zwei aufeinander folgenden Absagen aufgrund der Covid-Gesundheitskrise steht das Bergrennen Abreschviller – Saint Quirin im Kalender der französischen Bergmeisterschaften. Die Veranstaltung in Lothringen (zwischen Strasbourg und Saarbrücken) feiert dieses Jahr das 50. Jubiläum und stellt einen Rekord bei der Zahl der Anmeldungen auf. Das Lothringer-Treffen der Französischen Bergmeisterschaft hat die Besonderheit, eine der kürzesten Strecken der Saison anzubieten und gleichzeitig eine der intensivsten zu sein. Die erreichten Geschwindigkeiten lassen nicht die geringste Unachtsamkeit zu, und die geringste Abweichung von der Idealline kann dazu führen, dass die Position eines Fahrers in der Wertung erheblich absinkt. Eine weitere Besonderheit ist, dass sich die „Cocca“, die Organisationsstruktur vor Ort, seit vielen Jahren dafür einsetzt, besonderen Wert auf den besonderen Empfang von allen Wettbewerbern zu legen. Und natürlich werden anlässlich der 50. Ausgabe an diesem Wochenende von Samstag, dem 30. April und Sonntag, dem 1. Mai, viele Aktivitäten zur Zufriedenheit von Fahrern und Zuschauern stattfinden. Seitens der Teilnehmer haben wiederum die Organisatoren Grund zur Begeisterung. Mit 186 Teilnehmern auf der Meldeliste stellte die Veranstaltung im Departement Mosel einen Rekord auf. Zumal sich bei dieser 50. Ausgabe Quantität mit Qualität reimt. Unter den Anwärtern auf den Sieg finden wir den Gewinner der ersten beiden Rennen der Saison, Billy Richchen. Der Elsässer, der seinen Nova Proto NP-01 in Bagnols-Sabran und auf den Hängen des Col Saint-Pierre eingesetzt hat, wird versuchen, dasselbe auf der kurzen Strecke von Abreschviller zu tun. Die ersten beiden Begegnungen der Saison boten den Fans großartige Aufeinandertreffen, und wenn Billy Ritchen das letzte Wort hatte, sah er sich zweimal der Bedrohung durch Damien Chamberod gegenüber, der seinen Norma M20 FC hinter dem Sieger platzierte. Es besteht kein Zweifel, dass die Isérois daran interessiert sein wird, noch einen Schritt weiter zu gehen, um die oberste Stufe des Podiums zu erreichen. Es wird auch notwendig sein, denjenigen zu berücksichtigen, der in Sabran und Saint-Jean-du-Gard Dritter wurde, Sébastien Petit. Der zweifache französische Meister wird einen brandneuen Nova-Proto einsetzen, der über einen neuen Turbomotor verfügen wird. Immer noch auf der Seite der E2-SC/3-Klasse werden dürfen die Fans die Leistung von Cyrille Frantz verfolgen. Der Franc-Comtois entwickelt seinen Osella PA 30 weiter und verbessert gleichzeitig seine Zeiten. Ungeduldig warten die Insider auf den Start von Fabien Bourgeons Revolt 3P0, der in dieser Saison von einem neuen 1750-cm3-Turbomotor angetrieben wird. Leider ist der TracKing-Erfinder noch nicht soweit, hat sich aber für das Wochenende den Osella PA 30 des […]

Boxengeflüster 04/2022: Wussten Sie schon dass…?

28. April 2022

DASS der Schweizer Bergpilot Marcel Steiner in den vergangenen Jahren mit dem spektakulären Sportwagen LobArt LA01 Mugen häufiger vom Pech verfolgt war. Nach dem kapitalen Motorschaden in Osnabrück 2021 bereits im 1. Trainingslauf soll in diesem Jahr ein neuer Anlauf für eine erfolgreiche Saison unternommen werden. Marcel Steiner hat jetzt auf seiner Homepage die vorgesehene Saisonplanung 2022 bekanntgegeben. Dabei möchte er auch beim 54. Int. Osnabrücker Bergrennen am 6./7. August wieder dabei sein und um einen absoluten Spitzenrang fighten. Übrigens Steiners einziger Start in Deutschland in diesem Jahr. Erstmals wird der mehrfache Schweizer Champion bereits am kommenden 1. Mai-Wochenende beim französischen Bergrennen von Abreschviller in Lothringen dabei sein. DASS an diesem 1. Mai-Wochenende der Osella PA 30 von Alexander Hin beim französischen Bergrennen von Abreschviller in Aktion zu sehen ist. Der Besitzer aus Schwarzwald wird aber nicht darin Patzt nehmen. Fabien Bourgeon, der TracKing-Erfinder aus Frankreich, hat den E2-SC-Rennwagen für das Wochenende gemietet, da sein neuer Revolt-Sportwagen noch nicht ganz einsatzbereit ist und der der deutschen Sprache mächtige Pilot, keine Meisterschaftspunkte mehr verpassen möchte. Dass die Zender Gruppe als namhaftes und global agierendes Unternehmen neu im Netzwerk des Int. Osnabrücker Bergrennens als Partner dabei ist.  Es entwickelt und produziert Textilprodukte, Kunststoff- und Faserverbundbauteile aus Carbon sowie Medizinprodukte. Damit werden zahlreiche Kunden aus den Bereichen Medizin, Automobil, Freizeit, Hochwasserschutz und Bekleidung beliefert. Seit Beginn der Corona-Krise werden von Zender auch dringend am Markt benötigten medizinischen Masken und FFP2 Masken produziert. DASS Titus Dittmann, als großer Fan des Int. Osnabrücker Bergrennens in diesem Jahr für seine Herzensangelegenheit, nämlich seine Stiftung „skate aid“, wieder am 6. und 7. August dabei sein wird. Der sich selbst bezeichnende Skateboard-Pionier, Unternehmer, Seriengründer, Rennfahrer, Jugendlobbyist, Uni-Dozent, Medienliebling und vor allem Social Entrepreneur und Anstifter genießt durch seine mehrjährigen Auftritte am „Uphöfener Berg“ hohes Ansehen und hat dort eine nicht zu unterschätzende Fangemeinde. Bekannt aus zahlreichen TV-Auftritten, Interviews in Presse und Rundfunk ist Titus inzwischen vollends in der digitalen Welt angekommen, um seine Projekte immer größeren Kreisen bekannt zu machen. Für seine unzähligen Verdienste hat er im Jahr 2021 vom Bundespräsidenten das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Im Rahmen seiner Aktivitäten dreht sich seit mehr als 40 Jahren alles um das Skateboarden und dessen pädagogisches Potenzial. Mit der im Jahr 2009 gegründeten Stiftung „skate aid“ entstand die Idee, mit dem Rollbrett im Rahmen der Jugendhilfe etwas Gutes für Kids zu tun. Afrika, aber auch Teile Asiens wurden in der Folgezeit […]

Zajelsnik wie im Vorjahr in Frankreich auf dem Podium

29. April 2019

Beim französischen Berg-Meisterschaftslauf in Abreschviller, im zu Deutschland grenznahen Lothringen, der zeitgleich mit den Bergrennen in Schotten und am Rechberg stattfand, übernimmt Cyrille Frantz (Osella PA 30 Cosworth) mit dem zweiten Gesamtrang hinter dem überragenden Tagesieger Geoffry Schatz im Norma M20 Oreca-Turbo, die Meisterschaftsspitze. Der Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma-Mugen V8 wird auf durchweg gleichbleibend feuchter Piste, guter Dritter vor „Jungstar“ Kevin Durot im Norma-Honda 2L, während Nicolas Werver im Porsche 997 GT2 Gesamtsechster wird und die Tourenwagen und GT-Wertung vor McLaren-Pilot Pierre Courroye gewinnt. Die separate Wertung für Fahrzeuge außerhalb der französischen Meisterschaft, wo auch Punkte zur Luxemburger Bergmeisterschaft ausgefahren wurden, gewinnt der Schweizer Joël Volluz im Osella FA30 Judd mit der viertschnellsten Zeit aller Teilnehmer,  vor Landsmann Ronnie Bratschi im jetzt noch breiteren Mitsubishi Lancer Evo VIII, Charles Valentiny im Schilling-Subaru Impreza und Canio Marchione im BMW 320 STW. Der Deutsche Manfred Schulte im Citroen AX Kit Car gewinnt die E1-Klasse bis 1600 ccm vor zahlreichen 2-Liter Fahrzeugen. von Patrick Weber und Thomas Bubel

Patrik Zajelsnik mit Podiumsplatz in Frankreich

30. April 2018

Nach den ersten beiden Läufen zur Französischen Bergmeisterschaft ganz im Süden Frankreichs, gastierte das Championnat de la Montage in Abeschviller im Osten der Republik und damit in der Nähe der grünen Grenze zu Deutschland und Luxemburg. Mit dabei waren, neben wenigen Deutschen Startern auch die Fahrerinnen und Fahrer der Luxemburger Berg-Meisterschaft, die in ihrer eigenen Wertung unterwegs waren. Die drei Durchgänge, von denen wie in Frankreich üblich, nur der schnellste Lauf für die Endplatzierung ausschlaggebend ist, stand im Zeichen der beiden Rivalen Geoffrey Schatz und Sebastien Petit. Mit zwar relativ gleichen Fahrzeugen aus dem Hause Norma, aber unterschiedlichen Motorkonzepten, lieferten sich die Beiden einen exzellenten Zweikampf, im Verlaufe dessen der Streckenrekord von beiden Piloten unterboten wurde und schlussendlich Schatz die Nase seines Norma BMW 4-Liter V8 vorne hatte. Nur um 31/1000 Sekunden verpasste Petit, der auf 3-Liter V8-Power von Zytek vertraut und so auch in der Berg EM starten kann, die Wiederholung seines Vorjahressieges. Bereits bestens in Frühform zeigte sich der Freiburger Patrik Zajelsnik in seinem V8-Norma. Für seine  schnellen Fahrten, die am Ende Gesamtrang 3 bedeuteten, erntet der junge Tankstellenunternehmer Lob und Anerkennung von der Französischen Elite. Alexander Zajelsnik steuerte das von Bruder Patrik übernommen Norma Vorgängermodell, jetzt ebenfalls mit V8-Pover, auf Gesamtrang 12. Auch der Badener Dino Gebhard, kam mit seinem neu angeschafften Norma M20 Honda 2-Liter den kurzen Weg herüber um den weißen Sportwagen erstmals unter Rennbedingungen zu bewegen. Unter allen fast 50 Rennsportfahrzeugen die das Ziel sahen wurde Dino 37. Bei den Tourenwagen und GT siegte der junge Pierre Courroye im Mc Laren MP4 12C unangefochten vor Nicolas Werver (Porsche 997 GT2) und Philippe Schmitter im Renault RS 01. Der schnellste Tourenwagenpilot des Tages kam jedoch aus der Schweiz und startete in der Luxemburger Extrawertung. Ronnie Bratschi debütierte im neu aufgebauten E1-Mitsubishi Lancer Evo 8 (BiD berichtete bereits) und kann sicherlich für den Anfang mit dem aktuellen Stand seines spektakulären Fahrzeuges zufrieden sein und mit Optimismus im Gepäck am kommenden Wochenende nach Eschdorf reisen. Als „rollout in den Frühling“ nahm Frank Debruyne im bewährten Dallara F303 Formel 3, den ebenfalls kurzen Sprung von Baden herüber. Ohne großartig zu puschen langte es für den 47jährigen zweifachen Deutschen Bergmeister, der auch in dieser Saison wieder für das pfälzische CR-Racingteam in AST-Farben fahren wird, zu Gesamtrang 2 vor dem besten Luxemburger Daniel Donkels im Tatuus Formel Renault. Aus rein Deutscher Sichtweise gelang Manfred Schulte im Luxemburger Feld der Sieg […]

Ronnie Bratschi kehrt mit neuem Mitsubishi zurück

26. April 2018

Darauf haben Fans von Bergrennen lange gewartet. Knapp zehn Monate nach dem Unfall in Hemberg kehrt der Schweizer Ronnie Bratschi mit einem neuen Mitsubishi Evo RS in dies Szene zurück. Das erste Testrennen ist an diesem Sonntag in Abdreschviller (Frankreich), unweit der Grenze zu Deutschland. Alles ging sehr schnell am 10. Juni 2017 beim Schweizer Meisterschaftslauf in Hemberg: Kurz nach dem Start zu seinem ersten Trainingslauf brach der Kardan am Mitsubishi Evo VIII. Ronnie Bratschi war nur noch Passagier und prallte heftig in einen zur Streckensicherung abgelegten Baumstamm. Diesen traf er so unglücklich am unteren Ende dass der Wagen dabei irreparabel beschädigt wurde. Zum Glück blieb Bratschi beim seitlichen Aufprall bis auf ein paar Prellungen unverletzt. Die Saison 2017 war für den Urner somit gelaufen, bevor sie richtig begonnen hatte. Motor, Getriebe und Differenzial waren noch zu gebrauchen, sodass sich der 31-jährige Urner bald an den Wiederaufbau eines komplett neuen und in allen Details optimierten Wagens machte. Als gelernter Polymechaniker verrichtete der Sieger des FIA Hill Climb Cups von 2015 und 2016 die meiste Arbeit selbst. Ronnie Bratschi: „So ein Auto kann man nicht mehr kaufen. Ich liess viele Ideen einfliessen und ging dabei an die Grenzen des Gruppe-E1-Reglements, ohne diese zu überschreiten. Gewisse Dinge habe ich verstärkt, andere erleichtert. Die Basis hatte ja funktioniert, daher sind es keine Riesensprünge. Es ist einfach alles etwas besser als bisher.“ Tiefer Schwerpunkt, sichere und steife Rallyezelle: Beim Chassis legte Bratschi Wert auf einen möglichst tiefen Schwerpunkt. Weil sich die Rallyezelle von OMP beim Unfall bewährte und diese günstig zu kaufen ist, baute er wieder eine solche ein. Alles, was der Sicherheit und der Steifigkeit dient, hat der Selfmademan verstärkt. Aerodynamische Details hat Bratschi ebenfalls selbst entworfen und mithilfe eines Karossiers auch gleich die Formen dazu hergestellt. So ist stets rascher Ersatz vorhanden. In Zusammenarbeit mit KW hat der Schweizer Slalom-Meister und Vize-Bergmeister von 2013 auch das Fahrwerk modifiziert, das beim Unfall ohnehin beschädigt worden war. Das Gewicht dürfte wie bisher um die 1080 kg betragen. Den genauen Wert wird der erste Gang auf die Waage ergeben. Motor mit mehr als 700 PS: Unter der Fronthaube steckt weiterhin der von Egmo (Eggenberger Motorsport) in Lyss optimierte 2,1-Liter-Turbomotor. Über dessen Leistung äußerst sich Bratschi etwas kryptisch. Ronnie Bratschi: „Bei der PS-Zahl steht vorne eine Sieben… Drehmoment hätte ich satt, aber wir nehmen wegen der Standfestigkeit etwas raus. Die volle Leistung rufe ich nur ab, wenn […]

Gino Kruhs erstmals hinterm Steuer des Citroen DS3 R3T

26. April 2017

Am kommenden Wochenende wird der Saarländer Gino Kruhs, neben Sportwagenfahrer Dino Gebhard und Ford-Pilot Andreas Kokor, einer von sieben Deutschen Teilnehmern beim ostfranzösischen Bergrennen von Abreschviller sein. Der 31-Jährige vom Homburger Automobilclub bestreitet in diesem Jahr erneut die Deutsche Rallyemeisterschaft und das ADAC Rallye-Masters als Co-Pilot an der Seite von Torben Nebel. Die beiden haben für die neue Saison aufgerüstet und das R1-Modell des Citroen DS3 gegen die 215 PS starke R3T-Version eingetauscht, wobei das „T“ für einen 1600ccm-Turbo-Motor steht. „Es ist ein gemeinsames Projekt von Torben Nebel und mir“, erklärt Kruhs. „Torben wird die Läufe der Deutschen Rallyemeisterschaf (DRM) fahren, mit mir auf dem Beifahrersitz. Seit der Saarland-Pfalz-Rallye im März ist der R3T bei uns in Quierschied stationiert und mein Vater Volker und Matthieu Forthoffer haben die Betreuung übernommen. Mein Gruppe H-Renault Megane steht zwar fertig vorbereitet in der Garage, doch ich werde die Bergrennen Abreschviller, Wolsfeld, Homburg und La Broque mit unserem Citroen fahren. Ich möchte einfach mal die Herausforderung annehmen was Neues zu fahren, auch wenn mir klar ist dass ich auf Grund des Gewichtes von 1.050 kg nur eine kleine Chance am Berg habe. Gekauft habe ich mir extra AVON Slicks bei der Crew Knüttel, aber der Spaß und das heil ins Ziel bringen des DS3 R3T steht im Vordergrund, da die DRM für uns absolute Priorität genießt“. Die Technik des R3T wird zur Herausforderung für den Deutsch-Franzosen, denn solche Autos wurden für die Junioren-Rallye WM gebaut. Angefangen von der Startautomatik, der großen Sperre, den Schaltwippen am Lenkrad und mit den verschiedenen Modi zum Ansprechverhalten des Motors, zeichnen mit diesn Komponenten einen echten „Racer“ aus. Das Fahrzeug stammt vom Luxemburger Johny Blom und wurde zuletzt von ex-WM-Fahrer Bruno Thiry bei der Rallye Luxemburg gefahren.