Merli und Schagerl geben beim EBM-Auftakt den Ton an

13. April 2022

Gemessen an den 48 Fahrern, die für den internationalen Teil des Bergrennens St. Jean du Gard-Col St. Pierre gemeldet waren – ein Rekord für die Veranstaltung, seitdem sie Teil der Europameisterschaft ist – entwickelt sich die Saison 2022 sehr gut. Auch der in Kategorie 1 angewandte „Performance Factor“ erfreut sich zunehmender Beliebtheit und dürfte im Laufe des Jahres für noch stärkere Teilnehmerlisten sorgen, insbesondere in den Ländern, die diese Regelung bereits auf nationaler Ebene übernommen haben. In Frankreich ließ Christian Merli (Osella FA30) nie Zweifel an seiner Fähigkeit, die Veranstaltung zu dominieren. Vom ersten Trainingslauf an legte er eine Zeit vor, die für alle seine Konkurrenten eine kalte Dusche war. Und selbst wenn ihm in diesem Jahr die Rivalität mit seiner langjährigen Dauerkontrahentin Simone Faggioli (der 2022 sich lieber auf die italienische Landesmeisterschaft konzemtriert) beraubt wird, wird sich Merli mit nicht weniger als einem vierten FIA-Titel zufrieden geben. In St. Jean du Gard dominierte er nicht nur alle Trainingsläufe, auch im Rennen legte er Wert darauf, den absoluten Streckenrekord zu brechen – den er selbst seit 2019 hält! Der Franzose Billy Ritchen (Nova NP01) hat die französische Meisterschaft zu seiner Priorität erklärt, hat aber am Col St. Pierre bewiesen, dass er auch das Zeug dazu hat, im Rahmen der Europameisterschaft gut abzuschneiden. Er hat nicht nur die zweitbeste Leistung des Wochenendes erzielt, sondern auch die E2-SC-Gruppe gewonnen. Der Spanier Javier Villa (Foto oben) zeigte erneut sein Talent, nachdem er zuvor in GP2 und WTCC erfolgreich war. Mit einem BRC „made in Spain“, sicherlich leicht und agil, aber untermotorisiert (mit einem 1,3-t-Suzuki-Hayabusa-Motorradmotor), glänzte er auf der kurvenreichen „Corniche des Cevennen“ so sehr, dass er den Nova Norma mit V8-Motor von Sebastien Petit (4.) und Petr Trnka (5.) schlug, und den Osella FA 30 des deutschen Alexander Hin (7.). Ähnlich wie Villa schnitten auch die Pernot-Brüder Marc (6., Tatuus Master) und Etienne (8., Norma M20FC) mit kleineren Motoren gegen die EM-Stammgäste gut ab. Am Steuer des 1100 ccm Wolf Thunder mit Aprilia-Antrieb belegte der Italiener Michele Fattorini den 11. Platz in der Endwertung und den 5. Platz in der E2-SS-Gruppe. Aufgeben mussten im ersten Rennlauf, der Spanier Joseba Iraola (Nova NP01) und der Andorraner Raul Ferre (Silver Car CS Turbo) und erzielten in Frankreich keine EBM-Punkte und müssen auf den Start bei den Heimrennen der portugiesischen und/oder spanischen Läufe warten. KATEGORIE 1: Golf gegen Lamborghini Mit einer Leistung von rund 700 PS […]

Verheißungsvolle EBM-Wiederaufnahme in Südfrankreich

7. April 2022

Nach zwei Jahren Abwesenheit werden in den südfranzösischen Cevennen am kommenden Wochenende wieder die Motoren aufheulen. Das Bergrennen Saint-Jean-du-Gard – Col Saint-Pierre (09./10. April 2022), das in den letzten beiden Saisons von der Covid-Gesundheitskrise betroffen war, hat seinen Platz als Eröffnungslauf der europäischen Bergmeisterschaft zurückerobert. Es ergibt sich die Gelegenheit für die Protagonisten der nationalen französischen Meisterschaft, sich mit ihren europäischen Kollegen zu messen und einmal mehr zu demonstrieren, dass das Niveau dieser Disziplin in Frankreich sicherlich eines der besten der Welt ist. Wenn wir über die Berg-Europameisterschaft sprechen, richten sich natürlich alle Augen auf den Titelverteidiger Christian Merli. Am Steuer seines Osella FA 30 (Bild oben) wird der Südtiroler-Fahrer wie bei der letzten Ausgabe im Jahr 2019 auf der Suche nach dem Gesamtsieg in die Cevennen sein, indem er den Streckenrekord mit einer Zeit von 2’13“634 ins Visier nimmt. Ihm gegenüber steht Sébastien Petit, der damals den französischen Lauf gewonnen hatte und am Steuer seines Nova Proto NP-01 am vergangenen Wochenende beim Eröffnungslauf der Französischen Meisterschaft in Bagnols Sabran den dritten Platz belegte. Über 200 Piloten haben gemeldet. Neu in der EBM ist der Spanier Joseba Iraola, der beim FiA Hillclimb Master in Portugal positiv auffiel, genauso wie der Deutsche Alexander Hin im Osella FA30. Iraola plant mit seinem Nova NP 01-2 Honda Turbo die komplette Berg Europameisterschaft in Angriff nehmen wird. Einige italienische EM-Spezialisten, wie das gesamte Team Faggioli, fehlen jedoch und auch Geoffrey Schatz wird noch nicht am Start sein, da sich der dreifache amtierende französische Meister noch in der Finalisierungsphase eines neuen Motor-Projekts befindet. Ähnlich geht es Fabien Bourgeon, dessen Eigenbau-Prototyp Revolt 3P0 von einem neuen Motor angetrieben wird, aber erst am 1. Mai in Abreschviller auftauchen soll. Unter den Favoriten müssen wir natürlich den Sieger von Bagnols-Sabran, Billy Ritchen aus dem Elsass, berücksichtigen, dessen Zeiten sich mit seinem Nova Proto NP-01 (Bild Mitte) ständig verbessern. Beim ersten Aufeinandertreffen der Meisterschaft, trennten 36 Tausendstel den Sieger Billy Ritchen von seinem ersten Verfolger Damien Chamberod. Der Isérois wird sich daher auf Gard-Strecke revanchieren wollen, war aber am Col mit seinem Norma in der E2-SC-Version noch nie am Start. In Bagnols-Sabran war es der junge Belgier Corentin Starck, der seinen Nova Proto an die Spitze der E2-SC/2-Klasse setzte, vor Cindy Gudet im Revolt 3P0. Er wird am Col St. Pierre sein brandneues Fahrzeug zum zweiten Mal pilotieren. Die Berg Europameisterschaft bei den Tourenwagen verspricht ebenfalls sehr spannend zu […]

Mammutprogramm für Alexander Hin – EBM und DBM geplant

2. April 2022

Am kommenden Wochenende startet die Europa-Bergmeisterschaft im südfranzösischen Departement Gard, am Col St. Pierre in die neue Saison. Nach einigen Unwägbarkeiten bleiben neun von ursprünglich einmal zwölf EM-Veranstaltungen in Frankreich, Portugal, Spanien, Tschechien, Italien, Polen, Schweiz, Slowenien und Kroatien zum jetzigen Zeitpunkt übrig. Nach zwölf Jahren der Abstinenz wird erstmals, mit Alexander Hin, ein Deutscher wieder zum Fahrerfeld der EBM zählen – das mit einem Rennsportfahrzeug. Zuletzt 2010 belegten die Tourenwagen-Piloten Roland Wanek und Achim Kreim die Plätze eins und zwei in der EBM-Kategorie 1 und Jörg Weidinger holte sich den Titel in den Jahren 2005 und 2006. Mit einem Rennsportfahrzeug vertrat in den 1990er Jahren, mit Rüdiger Faustmann, letztmals ein Pilot aus der Bundesrepublik die Deutschen Farben in der EBM-Kategorie II. Am kommenden Mittwoch macht sich der Elzacher Alexander Hin aus dem südlichen Schwarzwald auf die rund 750 km lange Reise nach St. Jean du Gard zum Auftakt der diesjährigen Runde der FiA Berg-Europameisterschaft (09./10. April 2022). Mit seinem Osella FA 30 V8 wird der „Häuslebauer“ bei seinen diesjährigen Einsätzen sechs Mal von keinem geringeren als EM-Ikone Christian Merli und seinem Team betreut. Bei den restlichen EM-Läufen und im Rahmen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft kann Hin auf das bewährte Knowhow des Teams von Uwe und Georg Lang bauen. „Ja, da habe ich mir dieses Jahr ein ganz straffes Programm auferlegt“, freut sich Alexander Hin und schmunzelt dabei. Dabei gilt es für Hin, sich auf die vielen, bislang gänzlich unbekannten Strecken einzustellen. „Am Col St. Pierre ist es ohne große Streckenkenntnis ganz schön schwierig sich zu orientieren, da sieht irgendwie alles gleich aus“. Aber beim FiA-Hillclimb Masters letzten Oktober in Portugal konnte er sich doch zügig auf die unbekannte Streckenführung einstellen. Das macht Hoffnung. Zusammen mit den bekannt schnellen französischen Berg-Assen, bahnt sich ein exzellentes Teilnehmerfeld im schon mediterranen Süden Frankreichs an. Die Starterlisten werden am 04. April – 20 Uhr auf der Webseite des Veranstalters https://www.asa-ales.fr/ veröffentlicht. Ein Livetiming produziert http://www.patricksoft.fr/ an beiden Tagen. Betreuung Team Christian Merli: 09./10.04. 2022 – St. Jean du Gard (F/EBM) 07./08.05. 2022 – Rampa Falperra (P/EBM) 14./15.05. 2022 – Subida al Fito (E/EBM) 02./03.07. 2022 – Trento-Bondone (I/EBM) 03./04.09. 2022 – Ilirska Bistrica (SLO/EBM) 17./18.09. 2022 – Buzetski Dani (KRO/EBM) Betreuung Lang Motorsport: 28./29.05. 2022 – Ecce Homo (CZ/EBM) 05./06.06. 2022 – Wolsfelder Bergrennen (D/DBM) 11./12.06. 2022 – Glasbachrennen (D/DBM) 25./26.06. 2022 – Ibergrennen (D/DBM) 09./10.07. 2022 – Homburger Bergrennen (D/DBM) 30./31.07. 2022 […]

Merli-Sieg mit neuem Rekord beim EM-Auftakt

15. April 2019

Bei der 47. Auflage des Col Saint Pierre-Bergrennens im südfranzösischen St. Jean du Gard, erster von zwölf Veranstaltung der diesjährigen Berg-Europameisterschaft, setzte Titelverteidiger Christian Merli genau dort wieder an, wo er im vergangen Oktober aufgehört hatte. Der Fahrer des Blue City Motorsport Teams, am Steuer des Osella FA30 Zytek LRM, stand sofort wieder auf der obersten Stufe des Podiums, nachdem er das ganze Wochenende immer einen Ticken schneller war als sein Dauerrivale und Landsmann Simone Faggioli im Norma M20 V8.  Für die Piloten aus der EBM gab es am Sonntag  zwei Rennenläufe mit einer Länge von 5.080 Kilometern, die addiert wurden.  Die Teilnehmer des Französischen Championats waren drei Mal gefordert, aber nur die besten zwei Auffahrten wurden gewertet. Daher hat die Tagesgesamtwertung eher einen inoffiziellen Charakter. In den Trainingsfahrten gesellte sich der Franzose Geoffrey Schatz, als Gesamtsieger des ersten Französischen Rennes der Saison von Bagnols-Sabran, zu den beiden Italienischen Top-Piloten. Mit seinem krachneuen Norma M20 FC mit Oreca-Turbo Motor konnte der jüngere Schatz-Bruder mit Merli und Faggioli auf Anhieb mithalten. Die erste Aufklärungsfahrt auf der französischen Strecke mit viel Sonne aber frischen 12 Grad, beendete Merli in 2’18“985 als Schnellster.  Dann folgte Geoffrey Schatz mit einem Rückstand von 0,252 und Faggioli auf Rang drei mit 2”450.  Im zweiten Qualifying fuhr Merli erneut an der Spitze in 2’16 “176.  Schatz ist wieder Zweiter bei 1 „074, Faggioli Dritter bei 1″496. Doch aus dem mit Spannung erwarten Dreikampf am Renntag wurde es nichts. Schatz musste am Sonntag, genauso wie der Vorarlberger Christoph Lampert (Osella FA 30 Zytek LRM) mit technischen Problemen passen. Zum Erstaunen der vielen Zuschauer vor Ort und Zuhause vor den Livezeiten war es für Merli, getrieben von Faggioli, erneut möglich den Streckenrekord bei einem EM-Lauf zu verbessern – diesmal sogar gesteigert in beiden Durchgängen. Bei der erste Besteigung des Cols  blieben die Uhren für Merli bei 2’14“069 stehen.  Der Trentiner baute seinen Streckenrekord somit um 0,058 Tausendstel aus.  Faggioli folgt mit einem Wimpernschlag von 0″461, während der französische Champion Sebastien Petit mit einem Rückstand von 2, 768 Sekunden Dritter ist. Anschließend triumphiert der Osella-Werksfahrer erneut und verbesserte den Streckenrekord in einer hemmungslosen Fahrt erneut, auf die mindestens bis 2020 gültige Marke von 2’13”634 min. Aber auch Faggioli unterbot zum Schluss noch den noch am Morgen gültigen Rekord. Im Finalresultat reichte es jedoch für Merli mit einem dünnen Polster von 0,7 Sekunden zum Tagessieg. „Der EM-Auftakt lief für mich gut, […]