Dicke Luft am Mont Dore – Eine Momentaufnahme der Berg EM

15. August 2017

Die Berg-Europameisterschaft entwickelt sich derzeit mehr und mehr zur Farce. Der sportliche Wert des einst so glorreichen Championats leidet. Dies wurde am vergangenen Wochenende beim neunten von zwölf Veranstaltungen am Mont Dore im französischen Zentralmassiv deutlich. Ein Grund dafür ist das Wirrwarr der nationalen Klassen und Gruppen, die nicht immer mit den FiA-Gruppen der EBM konform gehen. Dazu sinkt die Anzahl der Fahrer die permanent in der Berg-Europameisterschaft aktiv sind. Mit gutem Willen kann man aktuell 22 Aktive benennen die an der EM teilnehmen. Acht bei den Produktionswagen und GT sowie 14 bei den Renn- und Silhouettenfahrzeugen. Die einst vollbesetzten Produktionswagengruppen N und A, wo sich die Mitsubishis und Subarus tummelten sind verweist. Die Homologationen dieser Fahrzeuge laufen oder liefen aus und diejenigen die begonnen hatten, brechen nach und nach die Saison ab. Kurios ging es in diesen Gruppen am Mont Dore zu. Die beiden Tschechen Lukas Vojacek (Subaru Gruppe A) und Tomas Vavrinec (Mitsubishi Gruppe N) waren allein auf weiter Flur und kassierten als Gruppensieger halbe EM-Punkte. Vavrinec  landete mit seinem Lancer Evo 9 im zweiten Lauf in der Botanik und schleppte sich nach einer Notreperatur im letzten Lauf in über vier Minuten, fast eineinhalb Minuten länger als im ersten Durchgang  den Berg hoch, um wenigstens noch seine halben EM-Zähler zu retten. Vojacek „überführte“ drei Mal seinen Impreza STI WRX sichtlich unmotiviert ins Ziel – wen wundert´s. Ärger und Diskussionen gab es in der Gruppe der GT Fahrzeuge, die zusammen mit den Gruppen N und A einen eigenen Europameister der Kategorie 1 ausfahren. Die Ginetta G55 GT3 des Spaniers Sanchez wurde vorab noch wegen einer fehlenden GT3-Homologation noch in die Gruppe E2-SH umgestuft, in der danach Vladimir Vitver im Audi TT-R DTM nicht mehr als „Alleinunterhalter“ unterwegs war. EM-Leader „Tessitore“, der seit dem EM-Lauf in Polen seinen Porsche gegen einen Audi R8 LMS GT3 eingetauscht hat,  monierte jedoch zwei weitere GT-Renner als nicht dem GT3-Reglement entsprechend. „Die Brüder Philippe und Christian Schmitter aus Frankreich, fahren in ihren Lamborghini und Porsche kurze Getriebeeinheiten die nicht für die Berg EM homologiert sind und das ist allgemein bekannt. So wurden uns EM-Fahrern Punkte weggenommen“. Überhaupt finden sich nach dem sehr späten Rennende am Mont Dore, allein der erste Lauf hatte fünf Stunden gedauert, mindesten fünf Fahrer in der Resultatsliste der EBM, die zugleich in der separaten Ergebnisliste der französischen Meisterschaft auftauchen, jedoch mit abweichenden Gruppenbezeichnungen. Einmal in der EM geführt in der […]

Merli möchte Titel in Osnabrück verteidigen

16. Juni 2017

Ein ganz Großer, wenn nicht aktuell der „Größte“ im Bergrennsport überhaupt, hat seine Teilnahme beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen vom 4. – 6. August 2017 fest in der Planung. Christian Merli aus Italien, der in 2016 auf Anhieb das Rennen in neuer Rekordzeit gewann, möchte auch in diesem Jahr die sportlichen Akzente an der Spitze setzen und wird auf der 2,030 km langen Berg-Sprintstrecke seinen Sieg und Rekord von 51, 232 sec. verteidigen und nach Möglichkeit erneut verbessern wollen. Der derzeit in der Europa-Bergmeisterschaft führende Werksfahrer (punktgleich mit Simone Faggioli) hat seinen Osella FA 30 mit einem noch besseren Fortech-Motor ausgestattet und eilt derzeit von Sieg zu Sieg, so wie kürzlich beim Deutschen Berg-EM Lauf in Thüringen. Viele deutsche Automobilsport-Fans freuen sich darauf, den sehr beliebten und sympathischen Piloten aus der Nähe von Trento in Südtirol, wieder in Osnabrück mit seinem wunderschönen Rennwagen und dem spektakulären Fahrstil zu sehen.

Glasbach-Schallmauer vehement übersprungen

12. Juni 2017

Zwei gestandene Männer aus Italien stellten den Rest der 129 gemeldeten Teilnehmer aus 13 Nationen, beim 22. Int. ADAC Glasbachrennen bei Bad Liebenstein in Thüringen, regelrecht in den Schatten. Die entsprechende Bühne für den „Kampf der Giganten“ und die spannenden Rennen in den einzelnen Klassen und Gruppen boten die Mannen um den „Glasbach-Macher“ Marcus Malsch in hervorragender Weise. Dabei ist es für die RSG-Altensteiner-Oberland, anhand der Streckenlänge von 5,5 km und einem Veranstaltungsgelände das sich über gut und gern über acht Kilometer erstreckt, wesentlich schwieriger die benötigte „Man-Power“ zusammen zu trommeln, als es für die meisten anderen DM-Veranstalter ist – und die haben schon ihre Probleme. Vom Zielauslauf auf dem Rennsteig bis hinunter auf den idyllischen kleinen Marktplatz des Fahrerlagerorts Steinbach, wo unter Einbeziehung der Bevölkerung an zwei Abenden die „Race-Party“ für Stimmung sorgte und am frühen Sonntagabend mit einer urigen Siegerehrung die Rennteams verabschiedet wurden, war alles perfekt aufgebaut und vorbereitet. Hatte man mit dem Ablauf des Trainingstages mit vielen Zwischenfällen noch Mühe den Zeitplan einzuhalten, lief es am Renntag wie am Schnürchen und die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel mit den Organisatoren um die Wette. So aufgestellt gehört die RSG in diesem Jahr mit Sicherheit zu den Top-Veranstaltern in der Berg-Europameisterschaft. Die vom Veranstalter RSG Altensteiner-Oberland genannten 10.000 Zuschauer wurden schon am Samstag von den beiden Streckensprechern auf das mögliche fallen der „Zwei-Minuten-Schallmauer“ eingestimmt. Diese sollte dann auch im alles überragenden Zweikampf der derzeit wohl weltbesten Bergrennfahrern Christian Merli und Simone Faggioli fallen. In Lauf eins blieb zuerst Faggioli im Norma Zytek V8 und dann Christian Merli, als letzter Konkurrent des Feldes, im Osella FA30 unter der magischen 120 Sekunden-Grenze. Die Vorentscheidung im italienischen Duell fiel im zweiten Durchgang, aus dem Merli mit fast einer Sekunde Guthaben auf seinen Erzrivalen hervor ging. Unglaublich, das Merli zum Abschluss im Labyrinth der 35 Kurven nochmals zulegen konnte und mit der neuen absoluten Rekordzeit von 1:58,440 min Faggioli um ganze 2,7 Sekunden distanzierte. Diese Rekordmarke bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 167 km/h, entsprechend einer Fahrstrecke von fast 46,5 Metern pro Sekunde, dies bei stehendem Start und inklusive Bremsschikane! Merli war übrigens der einzige der Top-Fahrer der sich im letzten Lauf noch steigern konnte. Dennoch ging es in diesem Tagessiegduell nur ums Prestige. In der EM-Wertung haben die Beiden ihre Gruppen deutlich gewonnen, und rangieren in der Zwischenwertung weiter punktgleich an der Spitze. Nahezu genauso souverän wie die beiden Italo-Stars, verkaufte […]

Boxengeflüster 05/2017: Wussten Sie schon dass…?

12. Mai 2017

DASS der ehemalige Golf Diesel Berg-Cup Pilot und langjährige Mechaniker von Walter Struckmann, Manfred Pape bei den ersten beiden Bergrennen des Jahres mit seinem neuen Projekt auftauchte. Manfred erwarb vor ca. einem Jahr den original Castrol VW Scirocco 1 der Gruppe2, den er 1979 als Mitarbeiter der Firma Müller Tuning in Atteln selbst aufgebaut hatte. Schade war das Walter Struckmann den Scirocco 1779 im Rundstreckenpokal für nur die eine Saison laufen ließ. Anschließend stand das Fahrzeug fast 30 Jahre in der Nähe von Paderborn, bei Manfreds damaligem Chef von „Müller Tuning“ Heinz-Dieter Müller in der Garage, bis Manfred das Auto ohne Motor und Getriebe erwarb. Beim Berg-Cup Piloten Lutz Hesse wurde Manfred Pape dann fündig und konnte einen 1600 ccm 8V Motor erstehen, mit dem er dem Scirocco wieder Leben einhauchte und ein Herz einsetze. Selbst der Käfig musste erneuert werden, da früher Alu-Käfige gefahren wurden. Dieses tolle Auto soll nun komplett überholt auf in 2017 noch einige Male auf die Berg-Pisten gehen. Manfred in der 8V-Wertung des KW Berg-Cup oder in der CTC-Klasse einige Veranstaltungen fahren. DASS umfangreiche Bauarbeiten am riesigen Trinkwasserreservoir am Ortsrand von Eschdorf, viele von KW Berg-Cup-Teams angestammte Fahrerlagerplätze verschlangen. Die Bauarbeiten sind auf drei bis vier Jahre veranschlagt. Gleich neben dem Hochbehälter wird ein neues Wasserwerk zur Trinkwasseraufbereitung entstehen, wo Rohwasser aus der Sauertalsperre unterhalb von Eschdorf aufbereiten wird. Von Eschdorf aus wird das „Drenkwaasser“ über fast 50 km bis in die Stadt Luxemburg gepumpt und versorgt dort die Bevölkerung. DASS das Indoor-Autorennen auf der Hallenkartbahn „Race Inn“ im schweizerischen Roggwil, nach vierjähriger Pause, von einer Badewanne gewonnen wurde. Hannes Roth fuhr am 1. April mit seinem verlängerten Kartrahmen mit 1000-Kubik Suzuki-Motorradtriebwerk und skurriler Badewannen-Silhouette die schnellste Rundenzeit und schlug dabei einige Bergspezialisten. Auf dem engen Kurs ließ erneut auch Marcel Steiner seinen sonst stillgelegten Martini Mk77 BMW-Sportwagen fliegen. Mit Top-Speedwerten knapp unter 100 km/h wuchtete sich der Schweizer- und Deutsche Meister auf Rang zwei. Mit von der Partie waren auch Werner Rohr (Toyota Corolla) und Denis Wolf (Renault Clio Cup). DASS der Formel-3000 Debütant von Eschdorf, der erst 19jährige Schweizer Robin Faustini beim deutschen Berg-EM Lauf, dem ADAC Glasbachrennen vom 09. bis 11. Juni, vom aktuellen Vize-Europameister Christian Merli eine hoffentlich nicht nur einmalige Chance erhält. Der Sohn des Berg-SM Dritte von 2016 Simon Hugentobler, darf den Osella PA21 JRB aus Merlis Team, der von einem 1000-Kubik BMW-Motorradmotor flink angetrieben wird, pilotieren. Weitere Einsätze mit […]

Geheimnis um Merlis Motor gelüftet

16. April 2017

Am Wochenende nach Ostern ist „kick off“ der diesjährigen Berg-Europameisterschaft beim Rechberg-Rennen in Österreich. Einer der Titelfavoriten in der Rennwagengruppe ist erneut der Italiener Christian Merli. Vor einigen Wochen sorgte die Meldung von einem Wechsel des Motorkonzepts im Heck des Blue City-Osella FA 30 für Schlagzeilen. Details zum neuen Motor kamen erst jetzt an die Oberfläche. Der Fortech 3000 V8 stammt aus den Händen des venezianischen Unternehmens Fortech Race Technology und basiert auf dem Motorblock und den Zylinderköpfen von Zytek. Alle anderen Komponenten wurden von Fortech selbst entwickelt. Nach den Tests und dem ersten Rennen in Italien ist Christian Merli optimistisch. „Wir müssen noch am Feintuning arbeiten, doch der Ausgangspunkt ist sehr gut und der Motor sehr stark. Der große Unterschied zum bislang verwendeten englischen RPE-V8  ist ein besseres Ansprechverhalten bei niedrigeren Drehzahlen, das in langsamen und engen Passagen eine bessere Performance bieten wird“. Unterdessen wurden für die Beschickung des Osella FA 30 Fortech V8 in die Europameisterschaft ein neues Einsatzteam gegründet. Christian Merli konnte hierzu seinen Sponsor und Gönner Daniele Sontacchi, den Inhaber von Blue City gewinnen. Das neue Team hat seine Basis in Pietramurata in der Nähe von Trento, wo auch die Rennwagen vorbereitet werden. „Wir haben beschlossen die notwenigen Strukturen und das technische Niveau zu schaffen, um mein Auto in der EBM sowie einen Osella PA21 Jr B 1000, für Luc Splitaler zu betreuen. Er wird sechs Rennen in der Italienischen Bergmeisterschaft CIVM bestreiten“, so Merli weiter. Für 2018 planen wird weiter zu expandieren“. Werksunterstützung erfährt Merli und sein Team auch weiterhin von Chassis-Hersteller Osella. In den Hallen von Enzo Osella und der Firma Evotech wurde über den Winter das Heck des FA30 an den neuen Motor angepasst, aerodynamisch weiterentwickelt und die passende Telemetrie eingebaut.

Christian Merli mit neuen Motor im Rücken

6. Februar 2017

Seit ein paar Tagen ist es offiziell, der Osella FA 30 des amtierenden Vize-Europa-Bergmeisters der Kategorie II Christian Merli, wird einen neuen Motor für die Saison 2017 bekommen. Die Vorbereitungen hierzu haben im Hause Osella bereits begonnen. Somit wird wohl die Zusammenarbeit mit dem britischen Motorenbauer RPE, dessen Konzept aus zwei Motorradmotoren einen V8-Motor zu koppeln bestand, vorerst beendet sein. Zum Einsatz wird künftig wieder ein konventionelles 3-Liter-V8-Triebwerk kommen, verbunden mit der Hoffnung wieder auf Augenhöhe mit der Meisterkombination „Norma-Zytek-Faggioli“ zu sein. Welches V8-Aggregart genau nun im Heck des Werks-Osella seinen Platz finden wird, ist zurzeit noch nicht zu erfahren. Experten gehen jedoch von zukünftiger „Waffengleichheit“ aus, also einem Zytek V8-Block. „Mein Auto wird grundlegend verändert werden, insbesondere im Heck, mit einem neuen Achtzylinder 3-Liter Motor mit größerem Drehmoment und ein paar PS mehr Leistung“, freut sich Christian Merli. „Wir hoffen, es ist ein kluger Schachzug. Es ist meine Absicht, die Berg-Europameisterschaft erneut in Angriff zu nehmen und dazu bei ein paar Rennen der Italienischen Bergmeisterschaft am Start zu sein. Auf die Mechaniker von Osella wartet noch viel Arbeit. Das Gewicht und das Volumen der bei beiden Motoren ist sehr unterschiedlich. Damit verbunden sind Anpassungen an der Aerodynamik, der Gewichtsverteilung und der Übersetzung. Kurz gesagt, es beginnt alles wieder von neuem und jedes Rennen wird in seiner Art und Weise anders sein als die letzten Jahre. Das Wichtigste ist, den Fahrplan der Umbauarbeiten zu halten und möglichst vor den ersten Rennen zu testen. Das wird entscheidend sein, um beim ersten Rennen, das für den 23. April am Rechberg in Österreich geplant ist, schon konkurrenzfähig zu sein“.

Cividale: Stollnberger nun doch Ö-Meister der Rennwagen

3. Oktober 2016

Der Termin des Finales der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft 2016, dem italienischen „2. Liga-Bergrennen“ von Cividale-Castelmonte, stand lange Zeit nicht genau fest. Die Scuderia Red-Withe plante zuerst für das kommende zweite Oktoberwochenende, bis man bemerkte dadurch mit dem FiA Hill Climb Masters in Tschechien zu kollidieren. Spät entschloss man sich eine Woche eher zu fahren, was den ein oder anderen Piloten zwang, die Reise ins Friaul einer Reise nach Mickhausen vorzuziehen, um noch die letzten ÖM-Zähler der Saison einzustreichen. Für schwierige Bedingungen am Renntag sorgte das Wetter auch an der italienisch-slowenischen Grenze vor allem am Renntag – also nicht nur beim deutschen Bergfinale in Mickhausen. Die Verhältnisse auf der eher rallyeartigen Piste waren nicht gerade einladend. Nachdem der Trainingstag noch trocken und bei Sonnenschein über die Bühne ging kam die vom Wetterdienst vorhergesagte Kaltfront mit Regen, welcher den 1. Rennlauf für alle Teilnehmer zu einer äußerst schwierigen Angelegenheit machte. Dieser endete dann frühzeitig. Den Beginn des  zweiten und letzten Durchgangs zögerten die „Rot-Weißen“ etwas hinaus um der Strecke mehr Zeit zum abtrocknen zu geben. Dies gelang aber nur teilweise, denn die vielen Waldpassagen blieben feucht. Im Kampf um den Gesamtsieg kam es zu einem äußerst spannenden Duell, in dem sich am Ende hauchdünn der Italiener Christian Merli durchsetzen konnte. Dieser pilotierte nicht seinen gewohnten Osella FA 30, sondern erstmals einen Osella PA 21 JRB mit einem 1000ccm BMW Motorradmotor, der wohl vom Osella-Werk als Testauto geliefert wurde. Auch mit diesem kleinen und handlichen Sportwagen lieferte der neue Vize-Europameister ein großartiges Rennen ab. Mit einer beeindruckenden Performance vor allem im zweiten Rennlauf, konnte er einen Rückstand von fast vier Sekunden aus Lauf 1, noch in einen minimalen Vorsprung verwandeln. Am Ende konnte sich Merli um 0,26 Sekunden gegen seinen italienischen Landsmann Federico Liber durchsetzen, dessen Leistung am Renntag mit dem bekannten Gloria C8P-Evo jedoch sowieso nach einem eigenen Kapitel verlangt. Denn im Mittelteil des 1. Trainingslauf hatte er einen leichten Ausritt gegen die Böschung zu verzeichnen, wobei die Front seines Boliden doch erheblich beschädigt wurde. Über Nacht konnte das Team vom Gardasee den Schaden reparieren und der „Jung-Vater“ konnte am Rennen wieder starten, wo er mit einer gigantischen Vorstellung sich nur knapp dem Sieger geschlagen geben musste, aber mit Platz zwei unter diesen Umständen ein gigantisches Ergebnis herausholte. Das Podium komplettierte, völlig überraschend, bereits der genauso überraschende Tourenwagengesamtsieger, und der kam diesmal nicht aus den E1 Klassen sondern aus der Gruppe A! Der […]

Fito: Weiter Kopf an Kopf-Rennen in der EM

18. Mai 2016

Nach dem Abstecher auf die iberische Halbinsel liegen die beiden italienischen EM-Favoriten Simone Faggioli und Christian Merli nach jeweiligen Gruppensiegen weiter punktgleich an der Tabellenspitze. Faggioli im Norma Zytek V8 gelang im ersten Rennlauf am Samstag eine Verbesserung seines eigenen Streckenrekords, für die 5,3 km Strecke im Baskenland. Eine ¾ Sekunde war er schneller als im Vorjahr. In der Tageswertung folgten Merli im Werks-Osella FA 30 auf Rang zwei vor den Markenkollegen Paride Macario (I) und Milos Benes (CZ). Pech hatte dagegen E2-SH Lancia Delta-Pilot Fulvio Giuliani, der seinen dritten Rang in der EM-Tabelle mit einem Leitplankeneinschlag verlor. Auch bei den Produktionswagen gibt es ein Kopf an Kopf-Rennen um die EM-Krone. Der Serbe Nikola Miljkovic bleibt mit seinem Gruppe-N-Sieg in der Tabelle weiter knapp in Front vor dem Österreicher Christian Schweiger (beide Mitsubishi), der die Gruppe A gewann und schnellster Tourenwagen des knapp 100 Fahrzeuge starken Feldes war.

Col St. Pierre: Ein trockener Lauf brachte die Entscheidung

18. April 2016

Die erste Runde in der Berg Europameisterschaft 2016 liegt hinter uns und es wurde äußerst spannender Bergrennsport im Süden Frankreichs geboten. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit und machte das Rennen zu einem Reifenroulett, wobei sich schlussendlich doch die Favoriten durchsetzten. Jedoch zögerte sich der Renntag dadurch leider in die Länge und der 3. Rennlauf ging recht spät, erst gegen 18 Uhr 45 zu Ende. So startete der amtierende Berg-Europameister Simone Faggioli aus Italien mit einem vollen Erfolg in die neue Saison. Mit einer herausragenden Leistung am Steuer seines Norma M20 FC Zytek konnte er sich gegen die starke internationale und nationale Konkurrenz durchsetzen und sich zum Gesamtsieger am Col St. Pierre küren. Dabei konnte er sowohl die EBM-Wertung als auch die Tageswertung, wo nur der schnellste Lauf in die Wertung kam für sich entscheiden. In der Berg Europameisterschaft ging der zweite Platz an seinen italienischen Landsmann Christian Merli, der mit seinem weiter verbesserten Osella FA30 RPE Evo noch ein paar Probleme zu meistern hatte, jedoch trotzdem volle Punkte für die Berg-EM Endwertung mit dem Sieg in der Gruppe D, E2-SS einfahren konnte. Das Podium komplettierte der junge Italiener Paride Macario mit einem weiteren Osella FA30 Zytek (Foto oben), der sich bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft hervorragend in Szene setzen konnte und dabei eine fantastische Leistung ablieferte, was auch mit dem zweiten Rang in der Gruppe D, E2-SS belohnt wurde. Dahinter folgte der Franzose David Guillaumard mit einem 2l Dallara F307 Mercedes, der sich bei schwierigen Bedingungen beeindruckend in Szene setzen konnte und großartige Zeiten ablieferte, womit er sich auch gegen seinen französischen Landsmann Billy Ritchen im neuen Dallara Mercedes F311 durchsetzen konnte und diesen auf den sechsten Gesamtrang im Zuge der Berg-EM Wertung verdrängen konnte. Die Top 6 komplettierte der junge Italiener Andrea Bormolini, der mit seinem Osella PA 21 mit 2l Honda Motor ebenfalls fabelhafte Zeiten ablieferte und zudem die Gruppe CN für sich entscheiden konnte. Der Blick in die Gruppe E2-SH der Berg-EM Kategorie 2 brachte in Frankreich eine kleine Überraschung. Der bislang fast nur in Italien aktive Fulvio Giuliani konnte mit einer beeindruckenden Performance, bei seinem ersten Start in der Berg Europameisterschaft für Furore sorgen, was schlussendlich mit dem Klassensieg in der Gruppe E2-SH mit dem brachialen Lancia Delta Evo (Foto) belohnt wurde. Auf dem zweiten Platz folgte der Tscheche Vladimir Vitver mit seinem einmalig klingenden Audi WTTR-DTM mit einer ebenfalls starken […]

Christian Merli bestätigt Teilnahme an der Berg EM 2016

28. Februar 2016

Der Italiener Christian Merli wird sich an der diesjährigen FiA Europa-Bergmeisterschaft beteiligen. Der zurzeit knapp hinter Europameister Simone Faggioli schnellste Italiener am Berg wird sich der Herausforderung, mit dem aus der vergangenen Saison bekannten Werks-Osella FA30 mit dem speziellen RPE-Motor stellen. Den Kontakt zur Fahrbahn werden AVON-Reifen herstellen. „Eine neue Aufgabe für mich“ freut sich der Mann das dem Trentino. „Das Abenteuer macht mir keine Angst. Ich habe bereits in der Europa-Meisterschaft des Jahrs 2005, am Steuer eines Osella PA20 aus dem Team Tschager Motorsport viele europäische Bergrennstrecken kennenlernen dürfen und rangierte damals auf dem dritten Gesamtrang in der Abschlusstabelle. Ich werde auf jeden Fall mein Gedächtnis auffrischen müssen und die zwischenzeitlich neu hinzugekommenen Strecken schnell lernen müssen. Unser Bezugspunkt wird immer Simone Faggioli sein.“ Der FA30 Osella – Version 2016 wurde über den Winter im den heiligen Hallen von Enzo Osella in Verolengo bei Turin weiterentwickelt. Christian Merli: „Letztes Jahr war es alles neu für mich, Auto und Motor. Es hat während der Saison ein enormes Wachstum gegeben. In den letzten Wochen und Monaten wurde das Auto in vielen Punkten aktualisiert und ein aerodynamisches Upgrades gemacht. Der neue Motor wird gerade in Großbritannien fertiggestellt. Wir haben uns von unserem Motorenlieferant RPE mehr Drehmoment gewünscht. Die Leistung des verbesserten Treibwerks wir bei voraussichtlich 480 PS liegen“. Zwölf EM-Läufe stehen auf dem Programm, mit dem Beginn am 17. April am Col Saint-Pierre, nördlich von Montpellier in Südfrankreich. Außer der Reihe wird Merli beim Klassiker von Trento-Bondone an den Start rollen. „Ich kann das Rennen nicht verpassen, es ist mein Heimrennen und ich werde mein Bestes für die Sponsoren, Freunde und Fans geben“.