Corona nimmt Einfluss – Merli siegt in Spanien

17. Mai 2021

Der zweite Lauf zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft ging in Nord-Spanien mit dem Klassiker Subida al Fito über die Bühne. In Arriondas spielte das Wetter mit Regen in unterschiedlicher Stärke am gesamten Rennwochenende leider nicht mit. Damit wurde die ohnehin schon anspruchsvolle Strecke noch herausfordernder für die Fahrer. Die besten Bedingungen herrschten dann noch im 3. und letzten Rennlauf am Sonntag, wo auch die schnellsten Zeiten des Wochenendes gefahren wurden. Zudem sorgte leider „Corona“ in Spanien für zusätzliches Kopfzerbrechen, denn im italienischen Faggioli Team wurde ein positiver Test ausgewertet. So mussten Simone Faggioli und sein Team-Kollege Diego Degasperi, als auch Fausto Bormolini und Renzo Napione, als Kontaktpersonen, auf ein Antreten am Sonntag verzichten. Den Gesamtsieg sicherte sich quasi im Alleingang dennoch ein Italiener, mit Christian Merli. Mit dem Osella FA30 Zytek LRM trotzte er den schwierigen Bedingungen im Baskenland, was am Ende des Wochenendes mit einem vollen Erfolg belohnt wurde. Dabei musste er nicht all seine Künste aufbieten, um die restliche Konkurrenz klar auf Distanz halten. Diese wurde vom jungen Spanier und ehemaligen Formel 1-Testfaher Javier Villa Garcia angeführt, der im Training noch mit technischen Problemen an seinem BRC BR53 Turbo haderte. Am Renntag konnte sich der bekannt beherzt agierende Pilot hervorragend in Szene setzen und mit famosen Zeiten bei schwierigen Verhältnissen glänzen, womit er auch den Sieg in der Gruppe E2-SC für sich verbuchen konnte. Das Podium komplettierte der Franzose Sebastien Petit mit dem Nova NP 01-2 Judd GAS39 EMAP, der eine ebenfalls tolle Performance in Spanien ablieferte. Vor allem im 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und die zweitschnellste Gesamtzeit realisieren, womit der Rückstand auf den Spanier mit 2sec. sehr gering ausfiel. Rang Vier im Gesamtklassement ging wieder nach Italien, und zwar an Federico Liber im Gloria C8P Evo. Dieser konnte auf der anspruchsvollen Strecke mit einer famosen Leistung, gerade auf feuchter Piste überzeugen und aktuell den 4. Rang in der EM-Tabelle einfahren. Die Top5 komplettierte der junge Raul Ferre Matas aus Andorra, der erstmals den neuen Silver Car CS Turbo-Sportwagen an den Start brachte und mit diesem neuen Boliden eine Topperformance ablieferte. Dabei konnte er sich im Laufe des Wochenendes immer weiter steigern und schlussendlich noch den letzten Platz am Podium in der Gruppe E2-SC mit dem 2l Boliden fixieren. Rang Sechs Gesamt sicherte sich der Italiener Mirko Venturato, der im Gloria C8P Evo auch in Spanien aufhorchen ließ. Bei seinem ersten Antreten bei der Subida al […]

Extrem spannender EBM-Auftakt – Faggioli schlägt Merli um 0,032 Sekunden

10. Mai 2021

Die Kleinstadt Boticas im nördlichen Portugal eröffnet vergangenes Wochenende die Saison 2021 der FIA Berg-Europameisterschaft. Obwohl durch die strengen Hygienevorschriften keine Zuschauer an der Strecke und im Fahrerlager zugelassen waren, freuten sich die Fahrer dennoch, insbesondere auf dem anspruchsvollen Boticas-Kurs, endlich wieder hinter dem Steuer sitzen zu können. Der Samstag sollte eigentlich nur ein Trainingstag, mit drei Läufen sein. Diese fanden ohne größere Zwischenfälle unter strahlender Sonne statt. Die Regenprognose für den gesamten Sonntagmorgen veranlasste den Rennleiter jedoch in Absprache mit den FiA-Stewards, darunter auch der Heiligenstädter Kevin Ferner, den ersten Rennlauf um einen Tag vorzuziehen, was im Nachhinein gesehen die goldrichtige Entscheidung war. Auf diese Weise verwandelt der Veranstalter den ersten von drei Rennen am Sonntag in ein Warm-up, damit sich die Teilnehmer, von denen viele zum ersten Mal in Boticas fuhren, mit der regennasse Strecke vertraut machen konnten. Laut den lokalen Experten versprach der Asphalt rutschiger und kniffliger zu werden, da es in der Region seit mehreren Wochen nicht mehr geregnet hat. Die Entscheidung war daher klug und wurde von den Fahrern begrüßt. Christian Merli (Osella FA30 Zytek), der bereits die besten Zeiten während der drei Trainingsläufe fuhr, erwies sich als der Schnellsten vor seiner ewigen Rivalen Simone Faggioli (Norma M20FC Zytek), um eine Sekunde und acht Zehntel. Diego Degasperi (Osella FA30 Zytek) komplettiert das vorläufige Podium und hat vor den sonntäglichen Läufen einen Vorsprung von 3 Sekunden vor Sébastien Petit (Nova NP01-2). Das Gesamtklassement wurde ermittelt, indem die beiden besten Rennläufe jedes Fahrers addiert wurden. Bei den geschlossenen Fahrzeugen der Klasse 1 landete der Spanier Jose Lopez-Fombona (Lamborghini Huracan) vor dem Schweizer Ronnie Bratschi (Mitsubishi Lancer). Der zweite Tag der Veranstaltung war eine Wende: Simone Faggioli setzte seine ganze Kraft in den Kampf ein und konnte das Defizit des Vortages ausgleichen, um am Ende mit einem kleinen Vorsprung von 0,032 Sekunden gegen Christian Merli zu gewinnen. Alle Fahrer hatten während ihres ersten Sonntagslaufs zwar mit einer sehr nassen Straße zu kämpfen, das Wetter verbesserte sich jedoch allmählich, bis der Asphalt beim letzten Lauf wieder trocken war. Simone Faggioli, der am Samstag 1,785 Sekunden langsamer gewesen war, setzte alles auf eine Karte und seine Norma M20FC Zytek für den letzten Anstieg auf vier neuen Ultrasoft-Reifen, während Christian Merli (Osella FA30) konservativer war und es vorzog, die gleichen Reifen wie zuvor zu fahren. Faggioli stellte nicht nur einen neuen Streckenrekord auf, sondern schaffte es auch, Merli um 1,817 Sekunden […]

Corona zum Trotz – EBM-Aufgalopp in Portugal – Livestream für alle Fans

6. Mai 2021

Der Moment, der seit mehr als 21 Monaten erwartet wird, ist jetzt in greifbarer Nähe und kann in Stunden gezählt werden: An diesem Samstag, dem 8. Mai, um 9 Uhr, wird grünes Licht für die Wiederaufnahme der FIA Berg-Europameisterschaft gegeben. Am Fuße des 5.110 Meter langen Boticas-Kurses im Nordosten Portugals, werden sich insgesamt 64 Fahrerinnen und Fahrer, davon 24 in der EM-Wertung, versammeln. Seit dem Finale der EBM-Saison im September 2019 in Kroatien wurde die Europameisterschaft aufgrund der COVID-19-Pandemie ausgesetzt. Ohne genügend Veranstaltungen wurde die traditionsreiche Meisterschaft im Jahr 2020 vollständig abgesagt. Auch wenn die Runde 2021 nach den Absagen der französischen, österreichischen und zuletzt deutschen Läufen, nicht so vollständig wie erwartet sein wird, wird die Meisterschaft bereits an diesem Wochenende vom 8. bis 9. Mai mit dem Boticas-Event in Portugal aufgenommen. Boticas liegt etwa 150 km nordöstlich von Porto und nicht weit von der spanischen Grenze entfernt im Herzen einer Region, die an große Motorsportveranstaltungen gewöhnt ist. Vila Real (Gastgeber des WTCR) befindet sich im Süden und Montalegre (Rallycross) im Norden. Die Startlinie der idealen Strecke für einen EM-Lauf beginnt fast im Zentrum von Boticas. Die EM-Könige Christian Merli (Osella FA30 Zytek) und Simone Faggioli (Norma M20FC Zytek) freuen sich das es wieder Ernst wird. Auf einem für jeden von ihnen neuen Kurs und daher mit der gleichen Voraussetzungen, wird es interessant sein, inwieweit der Franzose Sébastien Petit (Nova NP01-2 Zytek) und der Italiener Diego Degasperi (Osella FA30 Zytek) in der Lage sind, die beiden italienischen „Tenöre“ herauszufordern. Der Rest des Feldes der Kategorie 2 wird wie üblich ziemlich gemischt sein mit den 3.0 V8-Boliden von Fausto Bormolini (Reynard 2KL Mugen) und Renzo Napione (Reynard K01 Cosworth), der Formel Renault 2. 0 von Kevin Petit (Tatuus) und den „Motorrad-Einsitzern“ von Federico Liber und Mirko Venturato (beide auf Gloria C8P Evo Suzuki). In Kategorie 1 ist es die Einführung des „Performance Factor“ von besonderem Interesse. In Gruppe 1 der Kategorie 1 tritt der äußerst starke Mitsubishi Lancer Evo VII des Schweizer Fahrers Ronnie Bratschi gegen den Porsche 997 GT2 des französischen Fahrers Nicolas Werver und den Lamborghini Huracan des Spaniers Jose Antonio Fombona an. In Gruppe 2 werden sich der speziell für Bergrennen umgebauten Skoda Fabia des Slowaken Jan Milon, der Porsche 991 GT3 Cup von Pedro Marques und der Kia Ceed TCR von Luis Delgado eine Dreikampf liefern. In Gruppe 3 treffen die Cupra-TCRs von Joaquim Teixeira und Manuel Sousa […]

Luzzi-Sambucina abgesagt – Faggioli Meister in Italien

3. Dezember 2020

Das 25. Bergrennen von  Luzzi – Sambucina wird 2020 nicht stattfinden. Aufgrund der wieder aufflammenden Coronapandemie im südlichen Italien, verbieten die Behörden die Durchführung des Rennens am 12./13. Dezember. Das Rennen in der Provinz Cosenza in Kalabrien sollte der siebte und letzte Lauf der italienischen Berg-Meisterschaft (CIVM) 2020 sein, der bereits vom 15. November auf Mitte Dezember verschoben wurde. Somit gilt die offizielle Rangliste der italienischen Meisterschaft nach dem 62. Bergrennen von Monte Erice. Da das Rennen Luzzi – Sambucina nicht mehr zur italienischen Berg-Trophäe zählen sollte, sind auch die TIVM-Nord- und Süd- Ranglisten nach der verkürzten Saison vollständig. In der Meisterschaft hatte Christian Merli gehofft seinen Rückstand von 12,5 Punkten auf seinen Erzrivalen Simone Faggioli in Luzzi – Sambucina noch wettmachen zu können, was nun nicht mehr möglich ist. Nach der Absage der Berg-Europameisterschaft gewinnt also Simone Faggioli in seinem Norma M20 FC den bedeutendsten Berg-Titel des Jahres 2020 mit 105 Punkten vor den Osella-Piloten Christian Merli (92,5), Diego Degasperi (53), Vinzenco Coticello (35) und dem zuletzt erkrankten Domenico Cubeda (34). In Italien werden auch Titel in den Gruppen vergeben. Hier die entsprechenden Titelträger 2020: “Bicilindriche”: 1. Currenti RS: 1. Scappa RSTB: 1. Marino RS Cup: 1. Cioffi RS+: 1 Tagliente N: 1. Migliuolo A: 1. Bicciato E1: 1. Aragona GT: 1. Peruggini E2SH: 1. Gramenzi CN: 1. Iaquinta E2SC: 1. Faggioli E2SS: 1. Merli CM: 1. Lombardi U25: 1. Palazzo Trofeo Teams: 1. Best Lap Damenpokal: 1. Broccolini

Boxengeflüster 09/2020: Wussten Sie schon dass…?

14. November 2020

DASS KW Berg-Cup Mitglied Marcel Hellberg der „Abräumer des Jahres“ in der Deutschen Slalom-Meisterschaft 2020 ist. Mangels Bergrennen konzentrierte sich der junge Lipper auf die Slalommeisterschaft, die „dank“ Corona geballt im September und Oktober noch stattfand. Hellberg gewann nicht nur den Einzeltitel, auch mit der Mannschaft des ADAC Ostwestfalen-Lippe war er in der Team-Wertung erfolgreich. Für den ADAC Mittelrhein fuhr das bergerfahrene Team mit Michelle Bläsius, Vater Manfred Bläsius vom MSV Osann-Monzel in ihrem BMW 316i in der Klasse G5, Lars Bröker in der Klasse G1 mit einem BMW M2, Jürgen Plumm in der Kasse F11 mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9 und Mario Fuchs in der Klasse H15 ebenfalls mit einem Mitsubishi Lancer EVO 9, zur Vize-Team Meisterschaft. Von den fünf Fahrern jedes Teams wurden bei den immerhin noch 13 Veranstaltungen jeweils die drei besten gewertet. In der Einzelwertung wurde Manfred Bläsius Siebter. DASS Keith Camilleri aus dem motorsportverrückten Camilleri-Clan, der neue Meister der National Hillclimb Championship von Malta ist, nachdem er am vergangenen Wochenende in Gnejna die fünfte und letzte Runde der Meisterschaft der Mittelmeerinsel gewonnen hatte. Camilleri gewann in seinem Radical ProSport Suzuki-Sportwagen vier Runden dieser Meisterschaft 2020 und verlor nur das vierte Bergrennen bei Miżieb gegen Darren Camilleri. Die Meisterschaft der englischsprachigen Insel zog in dieser besonders schwierigen Saison 89 verschiedene Fahrer an, darunter vier neue Fahrer beim letzten Rennen. DASS mit einem komplett neuen Konzept der Kartenverkauf für das 53. Int. Osnabrücker Bergrennen am 21./22. August 2021 durchgeführt wird. Dafür ist es dem veranstaltenden MSC Osnabrück e.V. im ADAC gelungen, einen professionellen Partner zu gewinnen, der den Kartenverkauf in allen Kategorien abbilden wird, die Michel development & consulting aus Andernach. Um in den Zeiten der Corona-Pandemie jederzeit gut aufgestellt zu sein und um die grundsätzlichen Aspekte der Kontaktminimierung, Kontaktnachverfolgungen sowie der bargeldlosen Abwicklung des Zahlungsverkehrs sicherstellen zu können, wird der Kartenverkauf zukunftsfähig neu aufgestellt, mit einem Höchstmaß an Flexibilität in Bezug auf gerade im kommenden Jahr bestehende aktuelle rechtliche Vorgaben wegen der andauernden Pandemie. Geschäftsführer Christian Michel stellte bei einem Kennenlerngespräch mit den Verantwortlichen des Bergrennens sein professionelles Online-System Bäder Suite vor, das bundesweit bereits bei rund 280 Frei- und Hallenbädern erfolgreich zum Einsatz kommt. Auf dieser Basis werden die Partner in den kommenden Monaten auch sämtliche Details zum Kartenverkauf des Int. Osnabrücker Bergrennens 2021 vorbereiten. So erhalten die Besucher den Zugang zur nächstjährigen Veranstaltung über einen QR-Code. Als Partner für die erforderliche Hardware und […]

Finale zur italienischen Bergmeisterschaft in den Dezember verschoben

9. November 2020

Am kommenden Wochenende des 14./15. November hätte in Italien das Finale zur Campionato Italiano Velocita Montagna, kurz CIVM, in Luzzi stattfinden sollen. Das Rennen in der Region Kalabrien sollte die aufgrund der „Corona-Pandemie“ verkürzte, aber äußerst spannend verlaufende Saison 2020, beenden. Am 3. November wurde aber eine neue Beschränkung erlassen und die gesamte Region auf „Rot“ geschaltet. Damit musste das Veranstalterteam leider zur Kenntnis nehmen, dass kein Rennen im November möglich ist. Die Organisatoren mit ihren freiwilligen Helfern hoffen nun, dass sie am 12.-13. Dezember 2020 doch noch das Finale zur CIVM austragen können. Abgesehen von der „Corona-Pandemie“ und den damit ständig abgeänderten Verordnungen muss man auch das Wetter im Auge behalten. Zwar ist die Region Kalabrien für mildes Klima bekannt, jedoch kann in den Wintermonaten im Gebirge durchaus Schnee bis auf 1200m fallen. Das wäre natürlich für ein Bergrennen nicht gerade dienlich. Für Christian Merli wäre die Absage natürlich sehr bitter, hätte er durchaus noch die Chance auf die große Trophäe der CIVM, nach seinen zwei Siegen in Belluno sowie in Gubbio. Zumal er auch der aktuelle Streckenrekordhalter beim Rennen Luzzi Sambucina ist. Simone Faggioli liegt nach seiner Siegesserie mit Beginn in Popoli, danach auf Sardinien mit dem Rennen in Alghero und im Norden des Landes in Cividale sowie zuletzt am Monte Erice in Front, womit er natürlich vorzeitig der CIVM Champion 2020 wäre. Text: hillclimbfans.com

Faggioli wieder der Alte mit Rekord am Monte Erice

26. Oktober 2020

Der vorletzte Lauf zur italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) 2020 führte die Piloten in den äußersten Südwesten, auf die Insel Sizilien. Dort stand bereits zum 62. Mal der Bergklassiker am Monte Erice auf dem Programm, eine knapp 6 km lange Strecke. Nachdem sich der Samstag nicht von seiner schönsten Seite präsentierte, Nebel und Nieselregen forderten die Piloten, stellte sich für den Rennsonntag besseres Wetter ein. Zwar waren die Temperaturen niedrig, jedoch blieb es den ganzen Tag über trocken. Zuschauer waren wegen Corona nicht vor Ort zugelassen, konnte sich jedoch an der Liveübertragung in TV in Internet erfreuen. Mit einer beeindruckenden Performance konnte erneut Simone Faggioli überzeugen. Am Steuer seines Norma M20FC Zytek konnte er sich eindrucksvoll vor seinen Erzrivalen Christian Merli setzen und dabei in Rennlauf 1 gleich einen neuen Streckenrekord am Monte Erice fixieren. Dabei konnte er seine Bestzeit aus dem Vorjahr um 0,7sec. unterbieten und damit als erster Fahrer die 2:50min. Schallmauer durchbrechen. Auch im 2. Rennheat blieb er erneut unter dieser Marke, womit er seinen bereits vierten vollen Erfolg in diesem Jahr im Zuge der CIVM absichern konnte. Damit machte er einen großen Schritt Richtung nationalem Titel, wobei er die Gruppewertung E2-SC bereits vorzeitig für sich entscheiden konnte. Auf dem zweiten Platz folgte der Trentiner Christian Merli mit dem Osella FA30 Zytek LRM, der im 1. Rennlauf noch bis auf 1,7sec. an die Rekordzeit herankam. Im 2. Rennlauf lief es für ihn dann nicht ganz nach Wunsch und so blieb es beim zweiten Gesamtrang. Zwar konnte er seine eigene Bestzeit aus dem Vorjahr deutlich unterbieten, jedoch musste man im Kampf um den Titel einen weiteren kleineren Rückschlag hinnehmen. Die Gruppe D, E2-SS konnte man aber bereits erfolgreich fixieren und damit den ersten Titel an Land ziehen. Das Podium komplettierte nach einem äußerst spannenden Duell der sizilianische Lokalmatador Luca Caruso, der nach einer kurzen Pause wieder am Steuer seines Osella PA2000 Evo Platz nahm. Und dabei begeisterte er mit einer spektakulären Fahrweise und einer eindrucksvollen Performance, konnte er doch weitaus stärkere Boliden hinter sich lassen. Der Lohn war einer der größten Erfolge im Bergrennsport des noch jungen Piloten, und das ausgerechnet beim Heimrennen am Monte Erice. Mit einem Rückstand von lediglich 0,4sec. ging der vierte Gesamtplatz an einen weiteren Lokalmatador. Francesco Conticelli konnte mit seinem Osella FA30 Zytek eine beeindruckende Vorstellung abliefern und sich herausragend in Szene setzen. Damit stand für ihn am Ende auch der zweite Platz in der […]

Top-Starterfeld beim 62. Monte Erice auf Sizilien – Zwei Tage live in TV und Web

22. Oktober 2020

Die Italienische Bergmeisterschaft (CIVM) geht an diesem Wochenende, vom 23. bis 25. Oktober, in seinen vorletzten Wettbewerb  beim 62. Bergrennen „Monte Erice“ auf Sizilien. Dazu zählt das traditionsreiche Rennen als letzte Runde der historischen Berg-Meisterschaft Italiens, unter anderem mit dem legendären Stenger C3 mit dem Piloten Toto Riolo (Foto Mitte). Das vom Automobile Club Trapani organisierte Rennen ist das sechste von sieben im von Corona gebeutelten Kalender 2020 und das erste der beiden Finals mit dem Koeffizienten 1,5. Über 220 Nennungen umfasst die vom ACI-Sport bestätigte Liste. Aufgrund staatlicher Bestimmungen sind keine Zuschauer an der 5.730 Meter langen Strecke zugelassen. Die Organisatoren haben jedoch Möglichkeiten geschaffen die Rennsportfans live mit Bildern und Informationen zu versorgen. Über das Internet und im Fernsehen wird eine Live-Berichterstattung über MS Chanel (Sky 814), Motorsport TV (Sky 228) und Tele Sud (SD 118 und 518 HD) geboten. Auch über die Facebook-Seite des Automobile Club Trapani (https://www.facebook.com/acitrapani) kann man den Livestream erreichen. Am Samstag, den 24. Oktober beginnen die beiden Trainingssläufe um 8 Uhr genauso wie am Sonntag das Renngeschehen. Es beginnen jeweils die historischen Klassen. Unter den Protagonisten der CIVM wird das beinharte Duell der beiden Europameister Simone Faggioli und Christian Merli erwartet. Auf Norma M20 FC Zytek führt Faggioli nach seinem Erfolg in Cividale del Friuli die Gesamt- und Gruppenwertung E2SC an, während Merli auf Osella FA 30 Zytek ihm nur knapp hinterherjagt. Bei der Herausforderung um den 3. Platz sticht der Trentino Diego Degasperi auf Osella FA 30 Zytek hervor. Aber der „Kämpfer von Catania“ Domenico Cubeda ist bereit, sich nach den hervorragenden Leistungen in Gubbio und Popoli und dem Rückschlag mit einem Dreher in Cividale wieder zu behaupten. Aber es gibt auch weitere Top-Autos, beginnend mit dem Osella FA 30 Zytek des Gastgebers Francesco Conticelli und der Zweisitzer-Version PA 30 mit Vater Vincenzo. Der Ragusano Franco Caruso spielt sicherlich auch zu Hause auf dem neuen Nova Proto NP 01-2 Zytek eine Rolle. Die GT-Gruppe wird ebenfalls mit Spannung erwartet, in der der amtierende Meister Lucio Peruggini die Führung in der Meisterschaft auf dem leistungsstarken Lamborghini Huracan GT3 innehat. Unter den Superautos in der Super Cup-Single-Maken-Version, die für den Angriff bereit sind, sind die Ferrari 488 des Römers Maurizio Pitorri und Roberto Ragazzi, während im GT Cup Gabriele Mauro auf dem Porsche 997 die Führung verteidigen möchte. Dazu kommen Stefano Artuso aus Padua auf Ferrari 458 EVO und Giovanni Vecchio aus Catania, zum […]

Faggiolis Rekord und Sieg lange unter Vorbehalt – Buck früh im Aus

5. Oktober 2020

Bis am Montagmorgen um vier Uhr dauerte es bis beim fünften italienischen Berg-Meisterschaftslauf 2020 von Cividale-Castellmonte das Endklassement definitiv feststand. Ein Protest von Christian Merli gegen Simone Faggioli bescherte den Kommissaren des italienischen Verband ACI eine lange Nacht. Auf der 6.395 Meter langen, rallyeartigen Bergpiste im Friaul hatte am Renntag Faggioli überraschend deutlich Sieg und Streckenrekord davongetragen. Der Florentiner drehte mächtig an der Rekordschraube, im Rennen 1 mit der Zeit von 3’04″40, im zweiten Lauf noch einmal massiv gesteigert auf 2’55″18. Die zweite Position in der Gesamtwertung für Christian Merli auf Osella FA 30 EVO Zytek LRM mit einer Lücke auf Faggioli von 6, 69 Sekunden war schon erstaunlich. Rang drei auf seiner Lieblingsstrecke, ging an Federico Liber im kleinen Gloria vor Diego Degasperi, der 2011 in Cividale gewonnen hatte und dieses Jahr am berüchtigten Sprunghügel mächtig Glück hatte dass er den Osella FA30 noch einigermaßen heil ins Ziel brachte. Lucio Peruggini, zweifacher Masters-Gold Gewinner, fuhr mit seinem Lamborghini Huracan GT3 bei unsicherem Wetter mit Regenschauer, den Tourenwagen und GT-Sieg ein. Nach dem Rennen legt Christian Merli Protest gegen Simone Faggioli ein, und das Klassement von Cividale – Castelmonte bleibt zunächst unter Vorbehalt. Am Montagmorgen um 4 Uhr haben die technischen Kommissare ihre sorgfältige Überprüfung von Faggiolis Norma M20 FC Zytek und Merlis Osella FA 30 Zytek LRM abgeschlossen und es wird bestätigt, dass beide Motoren dem Reglement entsprechen. Christian Merli erklärt: “Es war ein langes Rennen, und es ging bis tief in die Nacht. Im ersten Rennlauf haben wir leicht geschnittene Slicks aufgezogen, aber kurz nach dem Start fing es an zu nieseln. Im zweiten Rennlauf habe ich alles gegeben und mich um 10 Sekunden verbessert. Mein Gegner war trotzdem 2”45 schneller. Im Ziel habe ich Protest eingelegt, weil wir Zweifel an Simones Motor hatten. So etwas ist natürlich sehr schwierig, und ich finde es schade, dass solche Kontrollen nicht automatisch durchgeführt werden. Ich kann mich in meiner ganzen Karriere nicht erinnern, dass die zuständigen Stellen von selbst den Motor von Rennsportfahrzeugen im Ziel überprüft hätten, ohne dass jemand Protest eingelegt hätte. Leider musste ich diesen Schritt tun, um die berechtigten Zweifel zu zerstreuen, aber in der Bergszene kursierten schon seit einiger Zeit Gerüchte um den Motor des Norma. Am Montagmorgen um 4 Uhr kam die offizielle Bestätigung: Sowohl Simones Motor als auch meiner entsprechen voll dem Reglement. Herzlichen Glückwunsch also an meinen Gegner, und ich bedanke mich bei […]

Sieg und Rekord für Merli beim 46. Alpe del Nevegal

10. August 2020

Die italienische Bergmeisterschaft 2020 begann mit dem 46. Alpe del Nevegal-Bergrennen, das von zeitweise mehr als 1.500 Fans online und live verfolgt wurde. Christian Merli gewann auf Osella FA 30 EVO Zytek LRM aus der Gruppe-E2SS das enge Duell mit Erzrivale Simone Faggioli auf Norma M20 FC Zytek aus der E2SC-Gruppe. Vom Trentiner Merli, dem der bis dato gültige Streckenrekord gehörte, und vom Florentiner Faggioli, der erstmals überhaupt in Nevegal antrat, erwartete Jedermann nicht weniger als neue Rekordzeiten. Faggioli startete mit einer neuen Rekordmarke im ersten Lauf,  in den wie sich erst später herausstellen sollte, langen Tag.  Merli, der Fahrer des Blue City Teams reagierte mit 2’23”01 prompt und verkürzte die Bestmarke um weitere 47 Hundertstelsekunden. Im zweiten Lauf, der sich durch zwei länge Zwischenfälle bis knapp 19 Uhr hinzog, stellte Merli mit einer Zeit von 2’22″66 einen neuen und mindestens ein Jahr gültigen Rekord für die 5,5 km lange Strecke auf. Ein weiterer Osella FA 30 Zytek, aber aus der Mannschaft von Simone Faggioli, schaffte es aufs Podium. Dass Diego Degasperi aktuell die unbestrittene Nummer 3 in Italien ist, bestätigte der Trentiner in seinem einsitzigen Prototyp. “Es war nicht einfach“, sagt Christian Merli in seiner Pressemittteilung. „Faggioli hatte die Startnummer 19, und nachdem wir im ersten Rennen seine Zeit gesehen hatten, war es schwer, konzentriert zu bleiben, bis wir mit der Nummer 1 als letzter an der Reihe waren. Ich konnte es kaum glauben, dass ich diese Zeit geschafft hatte. Streckenrekord und Sieg. Im zweiten Rennen lief alles bestens, und wir haben den Rekord noch einmal verbessert. Ich freue mich sehr und bedanke mich bei meinem Mechaniker Giuliano, meiner Partnerin Cinzia und den Freunden, die mir in den letzten drei Wochen geholfen haben. Nicht zu vergessen auch die Arbeit der Petriglieri-Brüder am Motor, Avon für die Reifen und Osella. Ein toller Team-Erfolg“. „Mit den im Training gesammelten Daten konnten wir gut arbeiten und schnell Fortschritte machen“, kommentierte Faggioli. „Ich freue mich sehr, bei meinem Debüt hier in Nevegal direkt mit Christian kämpfen zu können. Ein Grund dafür war auch die Auswahl von Pirelli, die mir die am besten geeignete Reifenmischung gaben“. In Podiumsnähe gelangte der junge Francesco Conticelli, der aus dem über 1.600 km entfernten Trapani auf Sizilien anreiste. Conticelli wird zusehends mit dem leistungsstarken Osella FA 30 Zytek vertraut und macht deutliche Fortschritte. Hervorragender fünfter Platz für den nächsten Sizilianer Franco Caruso, der erstmals seinen brandneuen Nova Proto […]

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