Bernd Simon setzt ab sofort auf Norma M20 FC V8

14. November 2021

Wie bereits vergangene Woche von BiD angekündigt, wird in der kommenden Saison 2022 ein weiterer Top-Bolide aus der 3-Liter V8-Rennsportwagen-Kategorie die Bergszene Deutschlands aufwerten. Die Marke Norma und der europaweit gebräuchliche Typ M20 FC fehlte hierzulande bislang noch. Nun hat der Dillenburger Bernd Simon die Katze aus dem Sack gelassen. Der Transportunternehmer und Classic-Car Händler aus Mittelhessen hat am vergangen Samstag den Wagen aus den Händen des Vorbesitzers Bernhard Gradschnig aus Österreich in Empfang genommen und konnte seinen Ex-Hin und Allais Reynard F3000 in Zahlung geben. Der Kärntner, der nach einem Motorradunfall in 1990er Jahren mit einer Prothese am linken Bein in den Rennsport eingestiegen war, kaufte den Norma erst Anfang 2020 vom vierfachen Berg-Europameister Andres Vilarino aus Spanien und erreichte im Frühherbst diesen Jahres beim Bergrennen St. Agtaha einen viel beachteten dritten Platz in der Tageswertung hinter Christian Merli und Alexander Hin. Durch Corona konnte das Fahrzeug in letzter Zeit nur wenig eingesetzt werden. Simon, der sich schon viele Jahre mit Kraftsport fit hält, sich mit seiner gestandenen Körpergröße im engen Cockpit des Formel 3000 nicht so recht wohl fühlte, setzt nun große Hoffnungen auf den potenten französischen Sportwagen, der von einem 3 Liter Synergy V8-Motor befeuert wird. Jedenfalls verfügt Bernd Simon nun über ein hervorragendes Fahrzeug auf einem sehr guten technischen Stand. Knapp über 500 PS gilt es nun zu bändigen. Aber wer Bernd Simon kennt, der weiß dass zukünftig mit dem früheren Formel 3 und CN-Piloten zu rechnen ist. „Ich bin noch keinen Meter damit gefahren“, verrät Simon. „Sobald es die Möglichkeit gibt, werde ich ein Rollout fahren. Zuvor muss ich jedoch eine neue Auspuffanlage mit Kat einbauen und mich auf jeden Fall um die Sitzposition kümmern. Zwischendurch wird sich Uwe Lang der Fahrwerksabstimmung annehmen. Dann bleibt nur zu hoffen, dass im kommenden Jahr so viele Bergrennen wie möglich regulär stattfinden können“.

Weißes F3000-Osterei für Bernd Simon

14. April 2019

Wir werden in diesem Jahr Zeugen nicht nur eines Comebacks in der Deutschen Bergmeisterschaft. Wie „Bergrennen in Deutschland“ bereits berichtete, wird der Alzeyer Gerd Kauff nach 28 Jahren wieder mit einem 3 Liter-Formelrennwagen zurück an den Berg kommen. Nicht ganz so lang Abstinent war der Dillenburger Bernd Simon. Der seit dem Jahr 2008 aus dem Bergrennsport abgetauchte Mittelhesse ist wieder da! Binnen Monaten hat der Transportunternehmer und Klassik-Car Händler wieder von Null angefangen und sich das entsprechende Equipment angeschafft. An diesem Samstag wurde die vorgezogene Osterüberraschung in Form eines Reynard Formel 3000-Rennwagens angeliefert, was die Euphorie im Hause Simon erst recht anfachte. Und  nicht nur dass, fast die komplette Helfer- und Mechanikertruppe von vor 11 Jahren ist im Team Simon wieder an Bord. Eine wichtige Rolle bei Simons Wiedereinstieg, spielte der Schwarzwälder „Häuslebauer“ Alexander Hin. Schon ende letzten Jahres gab Hin den gekauften „Rennsportbus“ aus den Beständen des verstorbenen Österreichers Hermann Waldy an Bernd Simon weiter. Unterdessen ging die Suche nach einem potenten Rennfahrzeug weiter. „Einen bezahlbaren 3-Liter Sportwagen oder Formel-Rennwagen für den Einsatz am Deutschen Berg zu finden, ist extrem schwierig. Mir haben da auch die entsprechenden Kontakte gefehlt. Darum habe ich Alex kontaktiert, der ja immer gut mit Fahrzeugen bestückt ist“, erzählte Simon. „Angesprochen habe ich ihn dann auf seinen Formel 3000“. Nach einigem hin und her, Wochen der Bedenkzeit, gab sich der Elzacher einen Ruck und Schlug ein. Der frisch von Lang Motorsport und HTR Development revidierte ex-Daniel Allais Rennwagen ist sofort einsatzbereit und auch der Pilot Bernd Simon hat sich bereits fit gemacht und einige Kilos abgenommen um optimal im engen Cockpit agieren zu können. Ein erster Test vor drei Wochen auf der elsässischen Rundstrecke Anneau du Rhin verlief sehr zufriedenstellend für den 52-jährigen aus Oberscheld, dem Startort des ehemaligen Handstein-Bergpreis Dillenburg. „Bei aller Euphorie, ich werde jedoch erst gegen Mitte der Saison erstmals an den Start gehen“, verriet Bernd Simon. „Wir wollen nichts überstürzen. Ich möchte zuerst den Renntransporter etwas herrichten und mich in der kürzlich angemietete Halle einrichten“. Bernd Simon begann mit dem Bergrennsport Ende der 1990er Jahre. Erst in der Formel 3-Klasse mit verschieden Modellen, von Reynard bis Dallara. Ab dem Jahr 2004 kam dann ein Osella PA 20S BMW Sportwagen der Gruppe CN zum Einsatz, damals gegen so klangvolle Namen wie Herbert Stenger, Marcel Steiner, Uwe Lang oder Jörg Weidinger. Zahlreiche Top-5 Platzierungen in Tageswertungen sowie Top-Platzierungen in der Bergmeisterschaft für Rennsportfahrzeuge […]