Endphasenaufgalopp des KW Berg-Cup in Unterfranken

14. September 2017

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel. Und schon sind wir bei den Wassergekühlten angelangt, widmen uns hier zuerst der Klasse bis 1150 Kubik der nach Gruppe H, FS und E1 Technik-Regeln vorbereiteten Fahrzeuge. Die Ränge eins bis fünf dieser […]

Wachablösung mit Meisterkrönung in Unterfranken

11. September 2017

Mit dem 50. Jubiläums-Bergrennen Unterfranken schließt sich der Kreis beim GAMSC Würzburg. Seit 1966 hatte der Deutsch-Amerikanische Motorsport Club alljährlich das Bergrennen in Eichenbühl bei Miltenberg veranstaltet. Nur im Jahr 1978 war die Strecke hinauf nach Umpfenbach nach einem Unwetter nicht befahrbar und das Rennen musste abgesagt werden. Fünf Jahre später übernahm Peter Thumbeck als bislang dritter Rennleiter das Regiment. Seit 2008 zusätzlich auch aus GAMSC-Präsident, führte der Nürnberger den Club und das Rennen in seiner konsequenten Art und Weise zu vielen Erfolgen. Jetzt soll also Schluss sein für die GAMSC´ler und mit dem Bergrennen vom vergangenen zweiten September-Wochenende ging eine Ära wie am Schnürchen zu Ende. Das Feuer der Begeisterung wird in den nächsten Wochen und Monaten an den vor gut einem Jahr neu gegründeten MSC Erftal übergeben. Noch gilt es einige letzte Hürden, wie die Übergabe des gesamten Aufbaumaterials aus dem Weg zu räumen, doch ab 2018 soll und wird MSC-Präsiden Steffen Hofer und die schon über 150 Mitglieder des MSC Erftal die Fäden der Organisation vollends in die Hände nehmen. Zahlreiche GAMSC´ler wollen ihren Nachfolgeclub dabei tatkräftig unterstützen und so dafür sorgen, dass ihr „Lebenswerk“ weiter besteht. Bodenständig wurde das 50er Jubiläum gefeiert und Zuschauer wie auch die Aktiven eine nahezu perfekte Rennveranstaltung geboten. Am Samstagabend präsentierten MSC-Pilot Nils Abb zusammen mit der örtlichen Feuerwehr eine stimmungsvolle Foto und  Video-Show aus den letzten Jahrzehnten im randvoll besetzten Festzelt. Die 51. Rennveranstaltung auf der Kreisstraße St 507 wird dann am 08. und 09. September 2018 unter dem neuen Namen „Bergrennen Eichenbühl“ laufen. Der Trainingstag begann ungemütlich bei herbstlich, kühlem Nieselregen. Ab dem Mittag trocknete es jedoch ab und der Renntag am Sonntag verlief sonnig aufgelockert und trocken. Packendem Bergrennsport stand somit nichts im Wege. Die Frage nach dem Gesamtsieger 2017 war wie erwartet schnell zu Gunsten von Uwe Lang geklärt. Der Mann vom MSC Sennfeld fuhr mit seinem Osella BMW vorne weg und siegte klar vor Frank Debruyne im AST-Dallara F303. Rang drei hatte der Vorarlberger Peter Amann in seinem ex-Merli Osella PA 2000 Honda im Visier. Der Kaffee-Importeur rangierte nach Lauf 1 an der Spitze der 2-Liter Klasse und zugleich auf Gesamtrang drei, bevor anschließen 200 Meter vor dem Ziel, wegen einer Kleinigkeit das technische Aus kam. Seine Position übernahm Thomas Conrad, dessen Renault-Motor im CRS-Eigenbau-Sportwagen nach Motorschaden nun wieder lief. Der Schwabe kappelte sich lange mit dem Badener Dino Gebhard (Osella BMW), mit dem besseren Ende […]

Björn Wiebe streckt Hand auch nach DM-Titel aus

5. September 2017

Unsere keine Serie zum aktuellen Stand in den DMSB Berg-Prädikaten wollen wir mit der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft abschließen. Vor den beiden letzten Bergrennen in Unterfranken und Mickhausen vermochten sich Tourenwagenpilot Björn Wiebe und Formelfahrer Frank Debruyne vom übrigen Feld abzusetzen. Wiebe liegt derzeit mit 164,8 Punkten an der Tabellenspitze, vor Debruyne mit 151,6 Zählern. Zum jetzigen Zeitpunkt streichen beide, mit 21 beziehungsweise 19,8 Punkten, nahezu das Gleiche. Nach verschiedenen Rechenexempeln ist klar, dass Björn Wiebe beim Bergrennen Unterfranken den nationalen Meistertitel noch nicht unter Dach und Fach bringen kann, auch nicht im Falle eines Ausfalls von Frank Debruyne, denn dann würde das Unterfranken-Rennen zum Streicher und die 19,8 Punkte vom Iberg müssten wieder mit eingerechnet werden. Auf jeden Fall täte ein Klassensieg am Umpfenbacher Berg und somit rund 23 Punkte mehr auf dem Konto, dem Badener Formel 3-Pilot vom CR Racingteam richtig gut. Dem im Wege steht jedoch Peter Behnke, der mit seinem Tatuus Formula Master auf dieser ultraschnellen Strecke in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm leicht favorisiert ist, aber auch schon so manchen technischen Ausfall mit diesem Fahrzeug hinnehmen musste. Gänzlich unkompliziert ist die Situation im Augenblick für Björn Wiebe aber auch nicht. Beim KW Berg-Cup Lauf im schweizerischen Oberhallau demolierte der Hunsrücker seinen Renault Laguna BTCC, bei einem Ausritt. Die Frontpartie wurde dabei arg in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Wiebes einige Werkstattstunden in die Reparatur des letztjährigen Meisterfahrzeugs unter André Wiebe investieren mussten. An Ersatzteilen und gleichwertigem Fahrzeugersatz mangelt es beim Familienteam nicht, falls in der Vorbereitung des blauen Laguna etwas schief gehen sollte. Eine gewisse Unsicherheit, ob denn auch alles wieder einwandfrei funktioniert, muss Björn Wiebe aber schon aushalten, was für eine gewisse Extraspannung sorgt. Geht alles seinen gewohnten Gang, sollte sich Björn Wiebe in der Endphase der Meisterschaft nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber auch hier gilt, abgerechnet wird zum Schluss! Eher theoretischer Natur sind die Titelchancen für VW-Pilot Hans-Peter Eller, mit aktuell 139,8 Punkten auf dem Konto und für ex-Europameister Roland Wanek, der mit seinem Mitsubishi Lancer bislang 133,3 Punkte sammelte. Außen vor, sind sicherlich Georg Lang (Formel Renault), der mit 124,2 Punkten auf Rang fünf liegt, gefolgt von Berg-Cup Urgestein Franz Weissdorn im VW Polo mit 120,4 Punkten. Nach seinen zwei Ausfällen infolge eines Getriebeschadens vom Glasbach und Osnabrück, ist der Homburger Kai Neu im Ford Fokus ST aus der Gruppe F bis 2 Liter, aus dem Titelrennen definitiv ausgeschieden.

Uwe Lang steht vor der Titelverteidigung

31. August 2017

In gut einer Woche steht der Deutschen „Berggemeinde“ wieder Großes bevor. Beim 50. AvD Bergrennen Unterfranken wird nicht nur das eindrucksvolle Jubiläum gefeiert, sondern auch der spannende Endspurt in Sachen DMSB Berg-Prädikate eingeläutet. Zum zweiten Mal in der Geschichte wird der Titelgewinner des DMSB Berg-Cup für Sportwagen gesucht und zum zweiten Mal  könnte der Champion Uwe Lang heißen. Über den nahezu kompletten Saisonverlauf belauerten sich die beiden früheren Deutschen Bergmeister Uwe Lang im Dreiliter Osella BMW und Frank Debruyne im Dallara Formel 3 an der Tabellenspitze. Die Verfolgerrolle übernahm mit Ehrgeiz Georg Lang, der Junior aus dem Hause Lang Motorsport im Tatuus Formel Renault. Eine markellose Bilanz kann bis zu jetzigen Zeitpunkt der Schweinfurter Osella-Pilot vorweisen. Außer beim Saisonstart in Eschdorf, wo er seinen weißen Sportwagen an den Luxemburger Frank Maas vermietet hatte und die Veranstaltung aus Streichresltat in Kauf nahm, sackte Uwe Lang anschließend die maximal mögliche Punktzahl von je 20 ein. Jeweils drei Zusatzpunkte für die schnellste Laufzeit am Renntag wurden dazu gutgeschrieben, sodass Lang Senior im Augenblick 138 Zähler auf seinem Konto vorweisen kann. Frank Debruyne im AST-Dallara F303 Opel gab alles um den Titelkampf so lange wie möglich spannend zu halten, doch beim Ibergrennen Ende Juni war auch er Machtlos. Als einziger der Spitzenleute kam der Badener in den Regen und verlor viele wertvolle Zähler mit Rang vier. Rechnet man dieses Resultat als Streicher ab, kommt der Mann vom CR-Racingteam auf 108 Zähler. Echte 20 Zähler zurück rangiert Georg Lang auf Position drei. Aussichtslos liegen derweil E2-SH Vertreter Holger Hovemann auf der Vier, vor Sportwagen-Pilot Dino Gebhard und Debruynes Formel 3-Kumpel Sascha Herz zurück. Vor den beiden Abschlussrennen in Eichenbühl und Mickhausen ergibt sich folgendes Szenario: Uwe Lang kann bereits am zweiten Septemberwochenende den Sack zumachen und seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Dem Industriemeister bei SACHS genügt ein zweiter Platz in der Rennwagen-Division und er kann sich in Mickhausen sogar eine Nullnummer leisten. Frank Debruyne könnte dennoch bei beiden Rennen die Divisionswertung für sich entscheiden und würde am Ende einen Punkt hinter Lang liegen. Einen Doppelsieg für die Langs ist zwar noch nicht ausgeschlossen, doch da müsse Georg Lang schon auf ein Missgeschick von Debruyne hoffen. Aller Voraussicht nach werden sich die aktuellen Meisterschaftspositionen auf dem DMSB Berg-Cup-Podium nicht mehr ändern.

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