Endphasenaufgalopp des KW Berg-Cup in Unterfranken

14. September 2017

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel. Und schon sind wir bei den Wassergekühlten angelangt, widmen uns hier zuerst der Klasse bis 1150 Kubik der nach Gruppe H, FS und E1 Technik-Regeln vorbereiteten Fahrzeuge. Die Ränge eins bis fünf dieser […]

Wachablösung mit Meisterkrönung in Unterfranken

11. September 2017

Mit dem 50. Jubiläums-Bergrennen Unterfranken schließt sich der Kreis beim GAMSC Würzburg. Seit 1966 hatte der Deutsch-Amerikanische Motorsport Club alljährlich das Bergrennen in Eichenbühl bei Miltenberg veranstaltet. Nur im Jahr 1978 war die Strecke hinauf nach Umpfenbach nach einem Unwetter nicht befahrbar und das Rennen musste abgesagt werden. Fünf Jahre später übernahm Peter Thumbeck als bislang dritter Rennleiter das Regiment. Seit 2008 zusätzlich auch aus GAMSC-Präsident, führte der Nürnberger den Club und das Rennen in seiner konsequenten Art und Weise zu vielen Erfolgen. Jetzt soll also Schluss sein für die GAMSC´ler und mit dem Bergrennen vom vergangenen zweiten September-Wochenende ging eine Ära wie am Schnürchen zu Ende. Das Feuer der Begeisterung wird in den nächsten Wochen und Monaten an den vor gut einem Jahr neu gegründeten MSC Erftal übergeben. Noch gilt es einige letzte Hürden, wie die Übergabe des gesamten Aufbaumaterials aus dem Weg zu räumen, doch ab 2018 soll und wird MSC-Präsiden Steffen Hofer und die schon über 150 Mitglieder des MSC Erftal die Fäden der Organisation vollends in die Hände nehmen. Zahlreiche GAMSC´ler wollen ihren Nachfolgeclub dabei tatkräftig unterstützen und so dafür sorgen, dass ihr „Lebenswerk“ weiter besteht. Bodenständig wurde das 50er Jubiläum gefeiert und Zuschauer wie auch die Aktiven eine nahezu perfekte Rennveranstaltung geboten. Am Samstagabend präsentierten MSC-Pilot Nils Abb zusammen mit der örtlichen Feuerwehr eine stimmungsvolle Foto und  Video-Show aus den letzten Jahrzehnten im randvoll besetzten Festzelt. Die 51. Rennveranstaltung auf der Kreisstraße St 507 wird dann am 08. und 09. September 2018 unter dem neuen Namen „Bergrennen Eichenbühl“ laufen. Der Trainingstag begann ungemütlich bei herbstlich, kühlem Nieselregen. Ab dem Mittag trocknete es jedoch ab und der Renntag am Sonntag verlief sonnig aufgelockert und trocken. Packendem Bergrennsport stand somit nichts im Wege. Die Frage nach dem Gesamtsieger 2017 war wie erwartet schnell zu Gunsten von Uwe Lang geklärt. Der Mann vom MSC Sennfeld fuhr mit seinem Osella BMW vorne weg und siegte klar vor Frank Debruyne im AST-Dallara F303. Rang drei hatte der Vorarlberger Peter Amann in seinem ex-Merli Osella PA 2000 Honda im Visier. Der Kaffee-Importeur rangierte nach Lauf 1 an der Spitze der 2-Liter Klasse und zugleich auf Gesamtrang drei, bevor anschließen 200 Meter vor dem Ziel, wegen einer Kleinigkeit das technische Aus kam. Seine Position übernahm Thomas Conrad, dessen Renault-Motor im CRS-Eigenbau-Sportwagen nach Motorschaden nun wieder lief. Der Schwabe kappelte sich lange mit dem Badener Dino Gebhard (Osella BMW), mit dem besseren Ende […]

Björn Wiebe streckt Hand auch nach DM-Titel aus

5. September 2017

Unsere keine Serie zum aktuellen Stand in den DMSB Berg-Prädikaten wollen wir mit der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft abschließen. Vor den beiden letzten Bergrennen in Unterfranken und Mickhausen vermochten sich Tourenwagenpilot Björn Wiebe und Formelfahrer Frank Debruyne vom übrigen Feld abzusetzen. Wiebe liegt derzeit mit 164,8 Punkten an der Tabellenspitze, vor Debruyne mit 151,6 Zählern. Zum jetzigen Zeitpunkt streichen beide, mit 21 beziehungsweise 19,8 Punkten, nahezu das Gleiche. Nach verschiedenen Rechenexempeln ist klar, dass Björn Wiebe beim Bergrennen Unterfranken den nationalen Meistertitel noch nicht unter Dach und Fach bringen kann, auch nicht im Falle eines Ausfalls von Frank Debruyne, denn dann würde das Unterfranken-Rennen zum Streicher und die 19,8 Punkte vom Iberg müssten wieder mit eingerechnet werden. Auf jeden Fall täte ein Klassensieg am Umpfenbacher Berg und somit rund 23 Punkte mehr auf dem Konto, dem Badener Formel 3-Pilot vom CR Racingteam richtig gut. Dem im Wege steht jedoch Peter Behnke, der mit seinem Tatuus Formula Master auf dieser ultraschnellen Strecke in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm leicht favorisiert ist, aber auch schon so manchen technischen Ausfall mit diesem Fahrzeug hinnehmen musste. Gänzlich unkompliziert ist die Situation im Augenblick für Björn Wiebe aber auch nicht. Beim KW Berg-Cup Lauf im schweizerischen Oberhallau demolierte der Hunsrücker seinen Renault Laguna BTCC, bei einem Ausritt. Die Frontpartie wurde dabei arg in Mitleidenschaft gezogen, sodass die Wiebes einige Werkstattstunden in die Reparatur des letztjährigen Meisterfahrzeugs unter André Wiebe investieren mussten. An Ersatzteilen und gleichwertigem Fahrzeugersatz mangelt es beim Familienteam nicht, falls in der Vorbereitung des blauen Laguna etwas schief gehen sollte. Eine gewisse Unsicherheit, ob denn auch alles wieder einwandfrei funktioniert, muss Björn Wiebe aber schon aushalten, was für eine gewisse Extraspannung sorgt. Geht alles seinen gewohnten Gang, sollte sich Björn Wiebe in der Endphase der Meisterschaft nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen. Aber auch hier gilt, abgerechnet wird zum Schluss! Eher theoretischer Natur sind die Titelchancen für VW-Pilot Hans-Peter Eller, mit aktuell 139,8 Punkten auf dem Konto und für ex-Europameister Roland Wanek, der mit seinem Mitsubishi Lancer bislang 133,3 Punkte sammelte. Außen vor, sind sicherlich Georg Lang (Formel Renault), der mit 124,2 Punkten auf Rang fünf liegt, gefolgt von Berg-Cup Urgestein Franz Weissdorn im VW Polo mit 120,4 Punkten. Nach seinen zwei Ausfällen infolge eines Getriebeschadens vom Glasbach und Osnabrück, ist der Homburger Kai Neu im Ford Fokus ST aus der Gruppe F bis 2 Liter, aus dem Titelrennen definitiv ausgeschieden.

Uwe Lang steht vor der Titelverteidigung

31. August 2017

In gut einer Woche steht der Deutschen „Berggemeinde“ wieder Großes bevor. Beim 50. AvD Bergrennen Unterfranken wird nicht nur das eindrucksvolle Jubiläum gefeiert, sondern auch der spannende Endspurt in Sachen DMSB Berg-Prädikate eingeläutet. Zum zweiten Mal in der Geschichte wird der Titelgewinner des DMSB Berg-Cup für Sportwagen gesucht und zum zweiten Mal  könnte der Champion Uwe Lang heißen. Über den nahezu kompletten Saisonverlauf belauerten sich die beiden früheren Deutschen Bergmeister Uwe Lang im Dreiliter Osella BMW und Frank Debruyne im Dallara Formel 3 an der Tabellenspitze. Die Verfolgerrolle übernahm mit Ehrgeiz Georg Lang, der Junior aus dem Hause Lang Motorsport im Tatuus Formel Renault. Eine markellose Bilanz kann bis zu jetzigen Zeitpunkt der Schweinfurter Osella-Pilot vorweisen. Außer beim Saisonstart in Eschdorf, wo er seinen weißen Sportwagen an den Luxemburger Frank Maas vermietet hatte und die Veranstaltung aus Streichresltat in Kauf nahm, sackte Uwe Lang anschließend die maximal mögliche Punktzahl von je 20 ein. Jeweils drei Zusatzpunkte für die schnellste Laufzeit am Renntag wurden dazu gutgeschrieben, sodass Lang Senior im Augenblick 138 Zähler auf seinem Konto vorweisen kann. Frank Debruyne im AST-Dallara F303 Opel gab alles um den Titelkampf so lange wie möglich spannend zu halten, doch beim Ibergrennen Ende Juni war auch er Machtlos. Als einziger der Spitzenleute kam der Badener in den Regen und verlor viele wertvolle Zähler mit Rang vier. Rechnet man dieses Resultat als Streicher ab, kommt der Mann vom CR-Racingteam auf 108 Zähler. Echte 20 Zähler zurück rangiert Georg Lang auf Position drei. Aussichtslos liegen derweil E2-SH Vertreter Holger Hovemann auf der Vier, vor Sportwagen-Pilot Dino Gebhard und Debruynes Formel 3-Kumpel Sascha Herz zurück. Vor den beiden Abschlussrennen in Eichenbühl und Mickhausen ergibt sich folgendes Szenario: Uwe Lang kann bereits am zweiten Septemberwochenende den Sack zumachen und seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Dem Industriemeister bei SACHS genügt ein zweiter Platz in der Rennwagen-Division und er kann sich in Mickhausen sogar eine Nullnummer leisten. Frank Debruyne könnte dennoch bei beiden Rennen die Divisionswertung für sich entscheiden und würde am Ende einen Punkt hinter Lang liegen. Einen Doppelsieg für die Langs ist zwar noch nicht ausgeschlossen, doch da müsse Georg Lang schon auf ein Missgeschick von Debruyne hoffen. Aller Voraussicht nach werden sich die aktuellen Meisterschaftspositionen auf dem DMSB Berg-Cup-Podium nicht mehr ändern.

Boxengeflüster 11/2016: Wussten Sie schon dass…?

5. Dezember 2016

DASS bei der Motor-Show-Luxemburg am Wochenende des 18.,19. und 20. November auf dem Messegelände Kirchberg zahlreiche Bergrennfahrzeuge zu bewundern waren. Dies waren der NSU TT von Walter Voigt, der BMW E30 Hartge von Thomas Ostermann, der VW Scirocco von Canio Marchione, der Tatuus Formel Renault von Daniel Donkels, der Subaru Impreza WRX STI von Nico Schilling, der Tatuus Formula Master von Roland Tromp und der Renault Clio von Ivana Becker-Huber. DASS der Italo-Luxemburger Canio Marchione, seines Zeichens neue Luxemburger Bergmeister der Tourenwagen, mit seinem ex-Hans Paulitsch VW Scirocco 16V in der kommenden Saison 2017 in die Klasse bis 2000 ccm aufsteigen wird. Das 1600er Triebwerk wird über den Winter gegen einen 2-Liter Motor aus dem Hause Minichberger getauscht. DASS der neue Berg-Europameister der Kategorie I, der 22-jährige Serbe Nikola Miljkovic zur Saison 2017 auf die Rundstrecke wechseln wird und somit seinen Titel nicht verteidigt. DASS FIA-Langstreckenweltmeister Timo Bernhard als neuer DMSB-Athletenvertreter ab sofort die Interessen der Kader und Nationalmannschaften innerhalb des Verbandes sowie im DOSB (Deutscher Olympischer Sport Bund) vertritt. Der Profirennfahrer vom Homburger Automobilclub wurde von den Bundeskaderathleten Mitte November im Rahmen eines Kadertrainings der dmsj (deutsche motor sport jugend) in der Landessportschule Hessen in Frankfurt einstimmig gewählt. DASS der Homburger „Allrounder“ Christian Bächle, der mit seinem Citroen DS3 R1 in diesem Jahr bei den Bergrennen Wolsfeld, Homburg und Unterfranken startete, sich Ende November einen lang gehegten Traum erfüllte. Zusammen mit Co-Pilotin Isabelle Brack startete Bächle bei der Rallye du Var, dem Endlauf der Französischen Rallyemeisterschaft, die im Hinterland des weltberühmten südfranzösischen Badeorts St. Tropez ausgetragen wird. Unter den rund 200 Teilnehmern belegten die Saarländer den 112. Platz und Rang 11 in der Klasse.

Unterfranken: Bei Kaiserwetter wurde der KW Berg-Cup Sieger gekürt

13. September 2016

Pause für Intermediates und Regenreifen beim 49. Int. AvD/ GAMSC Bergrennen Unterfranken Eichenbühl. Bestes Spätsommerwetter verwöhnt, es ist warm, Slicks haben Hochkonjunktur. An beiden Tagen geht es superpünktlich los, und obwohl es einige Vorfälle abzuarbeiten gilt, können an beiden Tagen drei Läufe ausgetragen werden. Da ist sogar noch eine Mittagsrast drin, auch der Feierabend des aktiven Geschehens auf der Strecke liegt nicht zu spät. Am Samstag dauert das Training bis kurz vor 18 Uhr, am Sonntag erfolgt die letzte Zieldurchfahrt gegen 16:45 Uhr. Die hohen Temperaturen und die 3,05-Kilometer-Strecke mit ihren vielen Vollgasanteilen von Eichenbühl hinauf Richtung Umpfenbach fordern Material und Piloten zugleich. Leider überstehen nicht alle den Dauer-Hochdrehzahltest unbeschadet, aber mit einer einzigen Ausnahme, auf die wir später noch zu sprechen kommen, enden alle Vorfälle relativ glimpflich. Das knapp 130 Teilnehmer umfassende Rennfeld sowie die angegliederte GLP werden vom GAMSC Würzburg rund um Cheforganisator und Rennleiter Peter Thumbeck souverän abgewickelt. Dabei erhalten die Mitglieder des im Juli dieses Jahres in Eichenbühl neu gegründeten MSC Erftal Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken und sich zum Teil auch gleich selbst einzubringen. Das hat mit der Zukunftssicherung des Bergrennens Unterfranken Eichenbühl zu tun, denn nach der 50. Auflage in 2017 wollen Peter Thumbeck und der GAMSC Würzburg einen Gang zurückschalten, möchten nicht mehr die immense Hauptarbeit leisten. Aber beraten und helfen, dafür sind sie auf jeden Fall zu haben. Für das runde 50er-Jubiläum wurde am letzten Wochenende schon mal beste Werbung betrieben, denn Aktive und Fans zeigten sich vom Gipfelsturm-Geschehen in Unterfranken angetan, ja begeistert. Und so eingestimmt wollen wir uns nun dem NSU-Bergpokal und den Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung widmen. Für die „Luftgekühlten“ ist Unterfranken der vorletzte von 10 möglichen Saisonläufen. Jeder Fahrer und jedes Team kann maximal seine besten 8 Resultate in die 2016er Jahresendwertung einbringen. Siebenmal haben Jörg Davidovic/Steffen Hofmann vor Unterfranken hoch gepunktet, haben fünfmal die Klasse gewonnen, haben dazu zwei zweite Plätze auf dem Konto. Eigentlich sind sie damit bereits uneinholbar an der Spitze. Ungeachtet dessen gibt Steffen, der den TT mit der Startnummer 519 in Unterfranken bewegt, wie immer beherzt Vollgas, setzt die Übungsbestzeit, fährt unangefochten zum Sieg, sorgt so für Top-Ergebnis Nummer acht. Für Steffen ist es der elfte Gesamtsieg im NSU-Bergpokal. Neun davon hat er solo geholt, die beiden letzten im Team mit Jörg Davidovic. Spannend geht es hinter den Gewinnern zu. Thomas Krystofiak ist mit seiner NSU 1200C Reiselimousine Zweiter im Jahres-Ranking. […]

Foto-Galerie Unterfranken online!

12. September 2016

Eitler Sonnenschein an allen drei Veranstaltungstagen sorgte für bestes Fotowetter im Fahrerlager von Eichenbühl und am Umpfenbacher Berg. Wie immer zeigen wir eine bunte Auswahl der Rennaction und die immer gern gesehenen Impressionen. Zu finden im Menü unter Fotos – Fotos 2016 – Unterfranken 2016, oder unter dem Direktlink: http://www.berg-meisterschaft.de/?page_id=7248

Unterfranken: Hitze und Strecke setzten Motoren und Fahrern zu

12. September 2016

An solch eine „Affenhitze“ im frühen Herbst, mit Temperaturen über 30 Grad und ohne jeglichen Luftzug, konnte sich keiner erinnern, der das letzte Vierteljahrhundert beim Bergrennen Unterfranken dabei gewesen war. Das 49. Bergrennen in Eichenbühl, wird zum einen als Hitzeschlacht, aber auch als vorletztes Bergrennen unter der Leitung des GAMSC Würzburg und Rennleiter Peter Thumbeck in die Geschichtsbücher eingehen. Die zahlreichen Mitglieder des neu gegründeten MSC Erftal engagierten sich bereits tatkräftig an allen Ecken und Enden, sodass es einem um die traditionsreiche Veranstaltung in der nordwestlichsten Enklave des Freistaat Bayern nicht bange werden muss. Nach dem 50. Jubiläumsrennen im kommenden Jahr werden die „Erftaler“ dann das Heft in die Hand nehmen und der GAMS Würzburg sich langsam zurück ziehen. Eines der Aushängeschilder des jungen MSC Erftal ist Norbert Brenner, der von seinem Wohnzimmer aus auf die 3050 Meter lange Bergrennstrecke von Eichenbühl hinauf nach Umpfenbach blicken kann. Aus der Garage seines Einfamilienhauses im Fahrerlager rollte der noch amtierende Bergmeister zu seinem zweiten Heimsieg in Folge. Bereits am Trainingstag bewältigte der Lokalmatador die ultraschnelle Strecke in neuer persönlicher Bestzeit von 1:15,93 min und überflügelte später auch im Rennen die Tourenwagen-Rekordmarke des Schweizers Reto Meisel aus dem Jahr 2007 um eine dreiviertel Sekunde. Dennoch bleibt der Meisel-Streckenrekord weiter bestehen, da sich zwischenzeitlich das Reglement geändert hat. Der Mercedes 190 Judd V8 von damals und Brenners Opel Vectra V8 DTM fallen heute beide in die Gruppe E2-SH – gelten als Rennsportwagen. Das erwarte Duell um den Tagessieg, Brenner gegen Uwe Lang, viel ins nicht vorhandene Wasser. Der Osella-Pilot aus Schweinfurt zog im zweiten Trainingslauf nach der Honda-Kurve eine Rauchfahne hinter sich her, was nichts Gutes bedeuten sollte. Der Routinier diagnostizierte einen Motorschaden an seinem BMW-Triebwerk. Langs Nullnummer von Eichenbühl lässt für das Bergfinale in Mickhausen extreme Spannung im DMSB Berg-Cup für Sportwagen aufkommen. Nach Frank Debruynes zweiten Gesamtrang und dem Klassensieg bei den 2-Liter Formelwagen ist die Meisterschaft wieder offen, denn Lang und Debruyne liegen vor dem ersten Oktoberwochenende mit je 121 Punkten gleichauf. „Wir werden den alten CN-Motor wieder auspacken um in Mickhausen starten zu können“, verriet Lang. Zurück zum Renngeschehen von Eichenbühl. Nach einem schwierigen Jahr, das die Truppe um Thomas Conrad als Übergangsjahr mit einem von Wiebe-Motorsport weiterentwickelten Renault-Motor im CRS-Eigenbausportwagen sieht, war der dritte Gesamtrang die Saisonbestleistung für die Schwaben. Deutlich zurück folgte Dino Gebhard im Osella PA 20 BMW. Holger Hovemann auf Rang fünf, gab am Freitag mit […]

Fragestunde am Samstag in Eichenbühl zum Classic-Berg-Cup 2017

2. September 2016

Die Anstrengungen den Classic-Berg-Cup (CBC) ab der Bergrenn-Saison 2017 wieder fest bei den Bergrennen in Deutschland zu etablieren, nimmt weiter Formen an. Info-Flyer wurden zwischenzeitlich bei den Bergrennen am Iberg, in Homburg und zuletzt am Hauenstein in der Rhön verteilt und im Rennbüro ausgelegt. Beim vorletzten Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft am kommenden Wochenende im unterfränkischen Eichenbühl wird es zum Themenkomplex rund um den Classic-Berg-Cup eine Fragestunde geben. Treffpunkt ist am Samstagabend nach den Trainingsläufen, um 20 Uhr vor dem Rennbüro in der Erftal-Grundschule im Fahrerlager. Wer zum CBC-Reglement oder technischen Voraussetzungen der Rennfahrzeuge (z.B. Zündanlage) Fragen hat, sollte diese Gelegenheit nutzen. Zudem ist diese Fragestunde auch dafür vorgesehen um spezielle Fragen direkt am entsprechenden Auto „live“ abzuklären. Die Classic-Berg-Cup-Organisatoren um den Präsidenten Richard Rein freuen sich auf interessierte Aktive.

Neuer Club wird Eichenbühler Bergrennen weiterführen

17. August 2016

Die Weichen für die mittel- und langfristige Zukunft des traditionsreichen Bergrennen Unterfranken sind gestellt. Seit eh und je wurde das Rennen vom GAMSC Würzburg ausgerichtet, aber das soll sich bald ändern. Nachdem der Initiatorclub des Bergklassikers von Eichenbühl, bereits im vergangenen Jahr nach außen signalisierte, nach der 50. Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2017 die Organisation nicht mehr weiterführen zu wollen, hat sich am 23. Juli diesen Jahres mit dem MSC Erftal ein neuer und lokaler Club gegründet, der das beliebte Bergrennen weiterführen möchte. Die verantwortlichen Mitglieder des German-American-Motorsport-Club Würzburg, um Peter Thumbeck, den derzeit Dienstältesten Rennleiter der Deutschen Bergmeisterschaft sind mittlerweile in die Jahre gekommen und möchten die Veranstaltung, die sie seit dem Jahr 1967 alljährlich am Umpfenbacher Berg veranstalten, in jüngere Hände legen. Und die junge Generation aus Eichenbühl und Umgebung ist dazu bereit – das ist das erfreuliche! Eine Gruppe aus zehn,  teilweise langjährigen Helfern des Bergrennens aus Eichenbühl und der Umgebung fand sich im Frühjahr diesen Jahres zu einer Interessengemeinschaft zusammen, um die Zukunft des Bergrennens in die Hand zu nehmen und führte im Mai eine erste Informationsveranstaltung zur Gründung des neuen Vereines durch. Die Gründungsversammlung des MSC Erftal im Juli stieß auf große Resonanz. Von den 75 anwesenden Personen schlossen sich gleich 68 als Gründungsmitglieder dem neuen Verein an. Jeweils einstimmig wurde der erste Vorstand gewählt: Präsident Steffen Hofer, Vizepräsident Meinrad Miltenberger, Schatzmeister Roland Dassing, Schriftführer Nadine Lutz und die Beisitzer Dieter Hofer, Nico Breunig, Arno Neuberger, Harald Scheurich und Dirk Wohlfeil. Als Kassenprüfer wurden Alexander Grein und Achim Steffan bestimmt. Charly Zeiss, Sprecher des GAMSC Würzburg und Urgestein des Eichenbühler Bergrennens, freute sich in seinem kurzen Grußwort auf eine gute Zusammenarbeit in den nächsten beiden Jahren. Er sicherte zu, auch nach dem 50. AvD-GAMSC Bergrennen ab 2018 mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Schließlich seien auch einige GAMSC-Mitglieder dem neuen Verein beigetreten.