Flottes Rennen vor vollem Haus – Der KW Berg-Cup in St. Agatha

27. September 2017

Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab. Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen. Bei den leider nur zwei 1,15-Litern der stark verbesserten Tourenwagen (TW) ist lange Zeit heftiges Augenreiben angesagt. Denn Jörg Eberle turnt mit seinem 8- Ventiler Fiat 127 Super frech, fröhlich und frei vor dem Schneider Polo 16V von Thomas Stelberg herum. Dessen Kupplung rutscht, obendrein schwächelt die Differentialsperre. Dennoch verringert Thomas den Trainingsrückstand von 2,7 Sekunden in Rennlauf eins auf nur mehr 27 Hundertstel. Ins Finale geht er voll motiviert, ignoriert die technischen Gebrechen, schafft mit 1:31,60 noch die „last […]

Vier-Kampf der Meister in St. Agatha

25. September 2017

Das diesjährige Bergrennen St. Agatha war ein Bergrennsportfestival der Extraklasse. Dafür sorgte nicht nur dass international hochkarätige Starterfeld, sondern die auch zahlreich erschienen Zuseher. Diese sorgten für eine großartige Atmosphäre bei diesem Bergklassiker in Oberösterreich. Zudem hatte das Veranstalterteam vom MSC Rottenegg auch mit dem Wetter das Glück auf ihrer Seite, blieb es doch am gesamten Wochenende trocken. Im Kampf um den Gesamtsieg war auch in diesem Jahr der italienische Ausnahmekönner und Vize-Europameister Christian Merli nicht zuschlagen. Mit seinem Osella FA30 Fortech konnte er bereits im Training mit herausragenden Zeiten überzeugen, ehe er im 1. Rennlauf seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr regelrecht pulverisierte. Im 2. Rennlauf legte der Osella-Pilot nochmals nach und korrigierte den Streckenrekord schlussendlich um über 1sec. nach unten. Auf den ersten Verfolgerplatz konnte er somit einen Vorsprung von 5,5sec. herausfahren. Um diesen gab es einen elektrisierenden Dreikampf, welchen am Ende der neue französische Bergmeister Sebastien Petit knapp für sich entscheiden konnte. Nachdem er mit seinem Norma M20FC Mugen im 1. Rennlauf nur auf den vierten Platz lag, konnte er im entscheidenden Rennlauf nochmals kräftig zulegen und so noch auf den zweiten Rang im Gesamtklassement nach vorne fahren. Mit einem hauchdünnen Rückstand von 0,3sec. ging der letzte Platz auf dem Podium an den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik, der mit seinem top-aktuellen Norma M20 FC Mugen eine weitere herausragende Vorstellung ablieferte und exzellente Zeiten erreichte. Jedoch haderte er im 2. Rennlauf ein wenig mit der Elektronik, womit er sich im Gegensatz zum Franzosen nicht mehr weiter steigern konnte. Mit weiteren 0,07sec. Rückstand ging der vierte Platz im Gesamtklassement an den neuen Schweizer Bergmeister Marcel Steiner, der erstmals in Österreich seinen selbst weiterentwickelten LobArt LA01 Mugen an den Start brachte und mit diesem Boliden ebenfalls begeistern konnte. Mit seiner beherzten Fahrweise konnte er den zahlreich erschienen Zuschauer imponieren. Die Top 5 komplettierte der Tscheche Dusan Neveril mit seinem einmalig klingenden Norma M20 FC Judd, der mit einer exzellenten Vorstellung überzeugen konnte und eine ebenfalls tolle Show beim diesjährigen Bergrennen St. Agatha ablieferte. Dahinter folgte auf dem sechsten Gesamtrang der Vorarlberger Christoph Lampert, der eine exzellente Performance mit seinem 2-Liter Osella PA2000 Evo Honda ablieferte. Mit einer großartigen Leistung auf dieser Powerstrecke war er am Ende bester Österreicher in St. Agatha, wobei er im 2. Rennlauf sogar die 1:10min. Schallmauer unterbieten konnte und so als schnellster 2-Liter Pilot am gesamten Rennwochenende beeindrucken konnte. Nicht zu vergessen ist Alexander Hin, als bester […]

Termine 2017 – FiA International Hill Climb Cup

3. Dezember 2016

Seit dem 30. November sind die Termine der Berg EM und des FiA International Hill Climb Cup offiziell. Die Delegierten des FiA World Motor Sport Council segneten die bis dahin noch vorläufigen Terminauflistungen ab. Mit Osnabrück und Mickhausen finden sich zwei Deutsche Bergrennen erneut im Sportkalender der FiA, dazu kommt natürlich das Glasbachrennen in Thüringen als EM-Lauf. Das Auto-Bergrennen von St. Agatha in Oberösterreich ist nach einer einjährigen Pause wieder an Bord des FiA Cups. Nach dem Wechsel des EM-Ausrichters in Frankreich, findet sich in 2017 das Bergrennen von St. Jean du Gard – Col St. Pierre erstmals im Cup wieder. Zu alter Blüte gelangt im kommenden Jahr, das lange Jahre zur EM zählende norditalienische Bergrennen Trofeo Vallecamonica, das neben dem FiA Cup seit langem wieder mal zur Italienischen Bergmeisterschaft CIVM gehört. 22./23. April 2017 – CdC St. Jean du Gard – Col St. Pierre (FRA) 13./14. Mai 2017 – Bieszczadzki (POL) 20./21. Mai 2017 – Moris Cup Jahodná (SVK) 27./28. Mai 2017 – Verzegnis Sella Chianzutan (ITA) 17./18. Juni 2017 – GHD Gorjanci (SVN) 24./25. Juni 2017 – Coppa Paolino Teodori (ITA) 29./30. Juli 2017 – Trofeo Vallecamonica (ITA) 05./06. August 2017 – Osnabrücker ADAC Bergrennen (DEU) 12./13. August 2017 – GHD Lucine (SVN) 23./24. September 2017 – Auto-Bergrennen St. Agatha (AUT) 30.09./01. Oktober 2017 – ADAC Bergrennen Mickhausen (DEU)

St. Agatha: Merli überragend – Hin verpasst knapp den Podiumsrang

28. September 2016

Der Italiener Christian Merli mit seinem Osella FA30 Evo RPE sorgen im oberösterreichischen St. Agatha für Furore und konnte mit einer herausragenden Leistung alles überstrahlen. Mit gigantischen Zeiten konnte er bereits im 1. Rennlauf den Streckenrekord aus dem Vorjahr (Sebastian Petit / Norma BMW V8 4l) deklassieren und den Grundstein für den Gesamtsieg bei seinem ersten Start in St. Agatha legen. Im 2. Lauf konnte er sich nochmals um 0,14sec. steigern und sich zum großen Sieger bei diesem Rennen küren. Dabei konnte er die Zuschauer erneut mit seinem bekannt spektakulären Fahrstil begeistern und für eine Show der Extraklasse sorgen. Platz zwei Gesamt ging an den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik im Norma M20F V8 Mugen, der sich mit einer grandiosen Performance ebenfalls hervorragend in Szene setzen konnte und ebenfalls mit gigantischen Zeiten für Furore sorgen konnte. Dabei sorgte vor allem der Sound seines Boliden für Gänsehautfeeling pur entlang der Rennstrecke. Das Podium beim Bergrennen St. Agatha in Oberösterreich komplettierte der Tscheche Dusan Neveril mit seinem ebenfalls brachial klingenden Norma M20FC Judd, der eine großartige Leistung bei diesem Rennen ablieferte und ebenfalls mit exzellenten Zeiten für eine Show der Extraklasse sorgen konnte. Dabei konnte er sich in einem äußerst spannenden Duell gerade einmal um 0,7sec. gegen den Deutschen Alexander Hin durchsetzen, der nach dem ersten Rennlauf noch auf dem letzten Podiumsrang rangierte. Der Schwarzwälder lieferte mit seinem mächtigen und wunderschönen Reynard Judd F3000 (ex-Waldy) eine herausragende Leistung bei seinem ersten wirklichen Renneinsatz mit diesem Boliden ab und konnte dabei gleich mit seinem beherzten Fahrstil für Furore sorgen. Das wurde schlussendlich mit dem exzellenten zweiten Platz in der Gruppe D, E2-SS hinter dem Gesamtsieger aus Italien belohnt. Die Top5 komplettierte der schnellste Österreicher an diesem Wochenende mit dem Kärntner Hermann Waldy sen., der mit seinem kreischenden Lola B06/51 F3000 sich ebenfalls exzellent und vor allem für sein Alter, in Szene setzen konnte und dabei mit starken Zeiten aufhorchen ließ. Platz Sechs ging an den in Kroatien lizensierten Ungarn Laszlo Szasz im weißen Reynard Zytek F3000 mit einer Sekunde Rückstand auf den Kärntner. Wobei wohl ein Problem in der Elektronik eine bessere Platzierung kostete und für eine schlechtere Zeit im 1. Rennlauf sorgte. Die Top 8 komplettierten Milos Asanovic aus Montenegro in einem wunderschönen Radical SR8 LM, der bereits im Vorjahr mit einer exzellenten Leistung überzeugen konnte und diese in diesem Jahr nochmals unterstrich und der Deutsche Peter Behnke mit seinem 2l Tatuus Formel Master S2000, der […]

St. Agatha: Top-Bergrennsport wie immer bei Traumwetter

28. September 2016

Bessere äußere Bedingungen hätte sich der veranstaltende MSC Rottenegg für sein „EXCAPE Automobil Bergrennen Esthofen-St. Agatha“ kaum wünschen können. An beiden Tagen Sonne pur, die in der Früh die Nachtkühle schnell verdrängt. Und auch auf dem flüssig-schnellen 3,2-Kilometer-Asphaltband in Oberösterreich alsbald ein brauchbares Griplevel generiert. Am Übungssamstag sowieso, denn der beginnt in St. Agatha traditionell erst um 12:30 Uhr. Der Sonntag fordert die Aktiven dann ab 09:00 Uhr. Oder zumindest diejenigen, die früh aufstehen und gerne noch einmal probieren möchten. Denn an der dritten Trainingsauffahrt nehmen nicht alle teil. Das Rennen selbst beginnt ebenfalls um 12:30 Uhr, es stehen zwei Durchgänge auf dem Programm, deren Zeiten zum Schlussergebnis addiert werden. Wie immer werden in St. Agatha alle Beginnzeiten so exakt eingehalten, dass man die Uhr danach stellen könnte. Trotz einiger Vorfälle – die wir zum Teil später noch näher erwähnen wollen – ist der Ablauf zügig. An beiden Tagen startet die letzte Rückführung jeweils gegen 17:00 Uhr. Für die Nicht-St.-Agatha-Kenner unter uns müssen wir hier und jetzt noch unbedingt erwähnen, dass die Talfahrten dort etwas ganz Spezielles sind: Sie führen durch ein Heer von begeisterten Zuschauern, die dabei ganz nahe an ihre Lieblinge herandürfen. Unter dem Motto „eine Fahrbahnhälfte für die Rennautos, die andere für die Fans.“ Was bei den Aktiven ganz sicher immer wieder für ein echt prickelndes Gänsehaut-Feeling sorgt. So, nach dieser kurzen Einstimmung nun zum aktuellen Geschehen auf der Strecke. Für die Freunde der Statistik sei noch kurz erwähnt, dass einschließlich des rot-weiß-roten Histo-Feldes, das genau wie die modernen Fahrzeuge nach Bestzeitwertung fährt, 168 Teilnehmer an den Start des Rennens gehen. Genau 160 Fahrerinnen und Fahrer beenden die Veranstaltung in Wertung. Zu denen zählen auch alle drei 1150er Piloten. Wobei dies für einen davon echt am seidenen Faden hing. Oder korrekter ausgedrückt am Getriebe, das zwischendurch geöffnet werden musste, um eine gebrochene Schaltgabel zu ersetzen. Was gelang, von der Schaltbox aber im letzten Race-Heat wieder ignoriert wurde. Dennoch war Youngster Tobias Mayer zufrieden, hatte er doch bereits am Samstag mit seinem Ford Fiesta seine persönlichen Fahrzeit-Anforderungen mehr als deutlich unterboten. War zunächst von der 2-Minuten-Schallmauer die Rede, legte er sich die Latte später auf 1:50, blieb mit 1:43,06 (2. TL) klar darunter. Derweil beharkten sich an der Spitze Jörg Eberle im Fiat 127 Super und Thomas Stelberg im Schneider Polo 16V heftig. Jörg geigt gleich in der ersten Probeauffahrt gewaltig auf, markiert in dieser 1,150 Sekunden vor […]