Bergrennen Mickhausen zukünftig im Sommer? – ASC Bobingen stellt erste Weichen

20. Oktober 2020

Nach der Corona-bedingten Absage der diesjährigen Veranstaltung und einem beträchtlichen finanziellen Defizit des Rennens im vergangenen Jahr 2019 stand die Zukunft des ADAC-Bergrennens Mickhausen bei der Mitgliederversammlung des Automobil Sport Clubs (ASC) Bobingen erwartungsgemäß im Mittelpunkt. Nahezu einstimmig (bei lediglich zwei Enthaltungen) sprachen sich die Mitglieder in einer Grundsatzabstimmung dafür aus, Organisationsleiter Hinrich Groeneveld bis zur nächsten Versammlung im Frühjahr mit der Ausarbeitung eines tragfähigen Konzeptes zu beauftragen. Es soll vor allem eine klare finanzielle Absicherung und alle großen organisatorischen Kernpunkte abdecken. Zudem sollen alle kostspieligen Ausgaben auf den Prüfstand. Auf der Basis dieses Konzeptes wird die Mitgliederversammlung im März dann final entscheiden, ob der ASC Bobingen das Bergrennen 2021 wieder als Veranstalter schultert. Um keine Meldefristen zu versäumen, soll die Traditionsveranstaltung am Mickhauser Berg aber schon jetzt im Rennkalender 2021 verankert werden. Der wiedergewählte Vorsitzende Michael Kanth hatte vor der Diskussion vor einem gewagten finanziellen Abenteuer für den traditionsreichen Motorsportclub mit seiner fast 70-jährigen Geschichte gewarnt. Ein weiteres Defizit könne der Verein nicht verkraften, ohne an den Rand einer Insolvenz zu schlittern. Zudem sei es künftig nicht mehr vertretbar, vor einem Rennen ohne eine entsprechende vertragliche Absicherung für enorme Kostenpakete in Vorleistung zu gehen. Das Minus in der Kasse nach dem Bergrennen 2019 lag im unteren fünfstelligen Bereich. Neben einem verregneten Trainingstag am Samstag, der viele Zuschauer von einem Besuch der Rennstrecke von Münster hinauf nach Birkach abgehalten hatte, trug auch das erstmals in Eigenregie des Vereins betriebene Gastronomiezelt im Fahrerlager zum Defizit bei. Michael Kanth: „Ein enormer Kostenfaktor, den wir leider unterschätzt haben. Aufgrund des schlechten Wetters kamen einfach zu wenig zahlende Zuschauer – insgesamt lediglich nur rund 4800 an beiden Tagen.“ Die Akzeptanz der Motorsportveranstaltung in den Staudenorten Mickhausen, Münster und Birkach sei nach wie vor ungebrochen, berichtete Wolfgang Glas (Foto Mitte). Neben seiner Mitarbeit im Orgateam nimmt der schnelle Malermeister aus Scherstetten das Kurvenlabyrinth alljährlich als aktiver Rennfahrer selber unter die Räder. Sprichwörtlich in Fahrerkreisen sei nach wie vor die Gastfreundschaft der Menschen in Münster, die ihren ganzen Ort am Rennwochenende in ein einziges großes Fahrerlager verwandelten und dafür ihre Garagen, Höfe und Scheunen größtenteils unentgeltlich dem „Rennzirkus“ zur Verfügung stellten. Auch Mirko Kujath, der neugewählte Bürgermeister von Mickhausen, habe bereits mit dem ASC Bobingen Kontakt aufgenommen und seine uneingeschränkte Unterstützung zugesagt. Sei das Bergrennen Mickhausen doch seit seinem Beginn in den 1960er Jahren ein Aushängeschild der Staudengemeinde, das an einem schönen Rennwochenende bis zu 20.000 […]

DM-Aus 2020 – Bergrennen Mickhausen sagt ab

10. Mai 2020

Das Fünkchen Hoffnung auf eine stark reduzierte Saison in der Deutschen Bergmeisterschaft im Herbst, hat sich nun zerschlagen. Mit der Absage des ADAC Bergrennen Mickhausen vom ersten Oktoberwochenende, wird es erstmals nach dem zweiten Weltkrieg keinen Bergmeister in Deutschland geben. Somit steht einzig uns allein das Bergrennen Eichenbühl (11.-13. September) noch zur Disposition und auch das oberösterreichische Bergrennen von St. Agatha, das ebenfalls in diesem Jahr zur Berg DM zählen sollte, ist aktuell noch offen. „Wir haben die Durchführung des Bergrennens Mickhausen 2020 so lange wie möglich offen gehalten. Die Hoffnung, dass die Corona-Krise doch noch Möglichkeiten für die Durchführung eröffnet, starb zuletzt“, sagt ASC-Organisationslseiter Hinrich Groeneveld. „Heute kann jedoch noch niemand mit Sicherheit sagen, ob eine Großveranstaltung, wie das Bergrennen Mickhausen, im Oktober genehmigungsfähig ist. Auf dieser Grundlage können wir keine Verträge abschließen und in finanzielle Vorleistung gehen. Gleichermaßen müssen wir der Situation unserer zahlreichen Sponsoren Rechnung tragen. Viele von ihnen wurden von der Krise so konkret betroffen, dass sie wirklich andere Sorgen als das Bergrennen haben. Wir müssen einsehen, eine solide Finanzierung unserer Veranstaltung ist so nicht möglich“. Schweren Herzens haben sich die Verantwortlichen des ASC Bobingen deshalb entschlossen, das Bergrennen Mickhausen 2020 abzusagen. „Wir bedanken uns beim DMSB, dass unsere bereits gezahlten Anmeldegebühren nicht verloren gehen und uns für 2021 angerechnet werden. Gleichzeitig bedanken wir uns bei allen Helfern für die schon jetzt geleistete Arbeit und Unterstützung für die nun abgesagte Veranstaltung. Im nächsten Jahr wollen wir durchstarten. Lasst uns 2021 mit frischem Schwung wieder ein großartiges Bergrennen auf die Beine stellen!“

Boxengeflüster 04/2020: Wussten Sie schon dass…?

5. März 2020

DASS die Firma RISSE-Motorsport seit Januar 2020 mit dem KW Berg-Cup Aktiven Benedikt Schulte einen neuen Mitarbeiter hat. Sein Chef Claus Patzschke konnte „Benne“ zwischenzeitlich zur bestandenen Meisterprüfung im Kfz-Techniker-Handwerk gratulieren. Schulte Junior wird nach seiner Einarbeitung die Werkstattleitung bei RISSE übernehmen. Benedikt ist auch im Renngeschäft kein Unbekannter, er tritt nach und nach in die Fußstapfen seines sehr erfolgreichen Vaters Manfred Schulte, der nach vielen Jahren im Motorradsport und Bergrennsport ein bisschen kürzer treten möchte. DASS der Leiter der Streckensicherung beim Homburger Bergrennen Hanspeter Baehr nach 32 Jahren als 1. Vorsitzender des MSC Potzberg, bei der Jahreshauptversammlung des Vereins, sich nicht mehr zur Wahl stellte. Sein Ziel war es bis zu seinem 65. Lebensjahr an der Spitze den westpfälzischen ADAC-Ortsclub zu leiten. Dies hatte er jetzt mit dem Eintritt ins Rentenalter erreicht. Bereits im Jahr 1979 wurde Baehr als Beisitzer erstmals in den Vorstand des MSC Potzberg gewählt und war später, zwischen 1984 und 1997, maßgeblich an der Organisation des ADAC Potzbergrennens, einem reinen Tourenwagen-Bergrennen beteiligt. DASS in den frühen Morgenstunden des 26. Februar ein tonnenschweres Streufahrzeug auf der Käshofer Straße, im Zielauslauf des Homburger Bergrennens in den Graben rutschte und erst auf der Seite zu liegen kam. Nach einer aufwendigen Bergung mit gleich drei LKW-Bergungsfahrzeugen und einem Autokran, konnte die Landstraße L 462 erst wieder am frühen Abend für den Verkehr freigegeben werden. DASS Mitte Februar in Mickhausen,  das bisher überregional höchstens mit dem Bergrennen Schlagzeilen machte, die Menschen fassungslos waren. Festgenommen wurde der mutmaßliche Anführer einer Neonazi-Terrorgruppe. Ein Mann, der wohl mit einem Dutzend Kumpane verheerende Anschläge auf Politiker, Flüchtlinge und Muslime geplant hat. Der 53-jährige Werner S., der seit etwa zehn Jahren in dem kleinen Ort im Landkreis Augsburg wohnt, hatte offenbar keinen Kontakt zu anderen Einwohnern. Am Gemeindeleben hat der mutmaßliche Kopf der Terrorgruppe, die sich offenbar „Der harte Kern“ nannte, nie teilgenommen. DASS der „Macher“ aus den Reihen des MSC Osnabrück, der in Borgloh lebende Bernd Stegmann in diesem Jahr zum 30. Mal in Folge die Fäden beim Osnabrücker ADAC Bergrennen als Organisationsleiter in Händen halten wird. Über den gleichen Zeitraum ist auch Thomas Bubel beim Homburger ADAC Bergrennen als Pressesprecher tätig. Vor wenigen Tagen wurde der 53-jährige zum 15. Mal in Folge (im Zweijahresrhythmus) in seinem Amt als Pressereferent des Homburger Automobilclubs wiedergewählt. DASS unser italienischer Freund Franco Bertò mit seinem Tatuus Formula Abarth 010 nach mehrjähriger Abstinenz wieder die Herausforderung in der […]

Boxengeflüster 09/2019: Wussten Sie schon dass…?

24. Oktober 2019

DASS fast genau auf den fünften Todestag von Bergrenn- und Reifenlegende Dieter Knüttel (21. Oktober) und nach 33 Jahren der LKW-Auflieger der Crew Knüttel Motorsport GmbH außer Dienst gestellt wurde und den Weg für einen neuen Trailer frei machte. Seit 1986 war er unter diversen AVON Lackierungen für die Crew Knüttel bei unzähligen Bergrennen unterwegs und ist somit ein Stück Deutscher Bergrenngeschichte. Der Trailer der zum Erscheinungsbild aller Fahrerlager gehörte, beherbergte ein Reifenlager, eine Montageeinheit sowie ein Wohn- und Schlafabteil für Mario Merker und Co, das durch eine schwergängige Schiebetür aus Eiche-Rustikal getrennt war. Zahlreiche heutzutage seltene Autogrammkarten zierten die Pinnwand. Unzählige Gesprächsrunden und Benzingespräche fanden hier statt und das ein oder andre Bierchen und Jacky-Cola wurde hier konsumiert. Fast Tag und Nacht lief dazu der Fernseher. Dieses Kultobjekt als Institution wird uns fehlen! DASS in Schleiz der Rechtsstreit um den Rennbetrieb auf dem Schleizer Dreieck beendet ist. Nach 15 Jahren haben sich die Interessengemeinschaft Oberböhmsdorf und die Betreibergesellschaft der Rennstrecke auf einen Vergleich geeinigt. In den 1990er Jahren bis 2010 wurden auf einem Teilstück der Rennstrecke auch Läufe zur Deutschen Bergmeisterschaft ausgetragen. An vier Wochenenden im Jahr ist jetzt Rennbetrieb in Schleiz möglich. Für die Renntage gelten strenge Bestimmungen: Die Lärmmessung übernimmt das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises und die Rennen sind auf 40 Fahrzeuge begrenzt. Auch muss zukünftig eine Mittagspause eingehalten werden. Insgesamt sind 13 Veranstaltungstage genehmigt. Jetzt könnten auch längerfristige Investitionen in Angriff genommen werden, heißt es von den Betreibern des Schleizer Dreiecks. In vier Jahren wird die Rennstrecke 100 Jahre alt, bis dahin sollen auch die Straßen in einem rennstreckentauglichen Zustand sein, so das Landratsamt. Das es unter diesen Bedingungen noch einem zu einem Bergrennen kommt, ist eher unwahrscheinlich. DASS in der historischen Altstadt von Neuffen am ersten Septemberwochenende erneut die Atmosphäre der früheren Neuffener Bergrennen auflebte. Fast 100 Old- und Youngtimer mit Bezug auf das damalige Bergrennen waren in den alten Fahrerlagerbereich gekommen und präsentierten sich auf einem knapp zwei Kilometer langen Rundkurs. Zahlreiche schwäbische Rennsportlegenden, wie Roland Asch, Dieter Glemser, Klaus Trella, Siegfried Spiess oder Lokalmatador Walter Rothweiler, der mehrfacher Teilnehmer am Neuffener Bergrennen rückte mit mehreren Originalfahrzeugen aus dieser Zeit an. Natürlich durften auch aktuellen Piloten der Deutschen Bergszene, wie Erwin Buck, Thomas Conrad, Manfred Steinwand, Rolf Köppel, Holger Alt, Egidio Pisano oder Uwe Werner nicht fehlen. Moderiert wurde das Ganze von der Sprecherlegende Rainer Braun. DASS für den Altmeister Erich Öppinger am Trainingsmorgen des […]

Hin macht letzten offenen DMSB-Bergtitel klar

8. Oktober 2019

Die Wiederbelebung des ADAC Bergrennen Mickhausen ist gelungen! Mit einigen neuen Gesichtern und vielen alten Hasen startete der ASC Bobingen in eine neue Epoche. Noch lief nicht alles am ersten Oktoberwochenende wie am Schnürchen, da manchen Orts die Erfahrungswerte fehlten, doch dies fiel kaum auf. Die neue Organisationsspitze um Hinrich Groeneveld, die sich im Verlauf der einjährigen Rennpause gebildet hatte, verzichtet bewusst auf verschiedenen kostenintensive Punkte, wie beispielsweise das Prädikat des Internationalen FiA Bergcups und kann nach der geglückten Reaktivierung, beginnen eigene Ideen weiterzuentwickeln. Im Endeffekt hatte man noch Glück mit dem Wetter, das schlimmer vorausgesagt war, sodass viele Zuschauer das nötige finanziellen Mittel, mit dem vereinzelten Regen in die Vereinskasse spülten. Die herbstlichen Bedingungen, mit langanhaltender Nässe und kühlen Asphalttemperaturen, stellten höchste Anforderungen an die Teilnehmer. Christian Triebstein (Formel 3), Sophia Faulhaber (Honda Civic), Jürgen Hessberger (Fiat) oder Altmeister Erich Öppinger (Osella), schieden mit haarigen Unfällen und arg beschädigten Fahrzeugen vorzeitig aus und haben nun ihre Winterbeschäftigung. Alle waren spätestens am Sonntagabend wieder körperlich wohlauf, aber in der Seele geknickt. So mussten die Entscheidungen in diversen Meisterschaften ohne die Unglücklichen fallen. In der Deutschen Bergmeisterschaft ging es in der Staudenregion nur noch um die Vize-Meisterschaft, hinter dem neuen Champion Hans-Peter Eller, der auch diesmal seine reine Weste in der Klasse E1-1400 ccm nicht beschmutzte. Seine Hoffnungen auf Endrang zwei musste Kai Neu (Ford Focus) schon im letzten Qualifikationslauf begraben. Rallye-Gaststarter Christian Allkofer schnappte dem Saarländer die ach so wichtigen zwei Zusatzpunkte vor der Nase weg. Trotz klarem Sieg in der Gruppe F bis 2 Liter am Renntag, rutschte Neu auf Rang 5 in der DM-Abschlusstabelle ab. Rüdiger Zahn, der Citroen AX-Pilot aus der 1400er Gruppe N, ließ erneut nichts anbrennen und fuhr zur Vize-Bergmeisterschaft. Mit aufs DM-Podium schaffte es zudem der Schwabe Erwin Buck, im VW Scirocco 16V mit Spiess Tunerunterstützung. In der E1-1600 war erneut kein Kraut gegen den schnellen Malermeister gewachsen. Mit einem bemerkenswerten Saisonendspurt und einem weiteren Klassensieg zum Abschluss, kletterte Sportwagen-Pilot Thomas Conrad (CRS-Renault 2.0) noch auf DM-Rang vier. Mit fünf Divisions- oder Tagessiegen und nach dem Umstieg in den potenten Osella PA 30 Zytek V8 (Foto oben), nahm Alexander Hin in der zweiten Saisonhälfte so richtig Fahrt auf. Auf den letzten Metern übernahm der Schwarzwälder die Tabellenspitze des DMSB Berg-Cup für Sportwagen und ist der neue Meister. Hin hielt sich bewusst aus dem Zweikampf um den Tagessieg der beiden Schweizer Eric Berguerand und Marcel […]

Berguerand auch in Mickhausen vor Steiner

7. Oktober 2019

Marcel Steiner schien beim Int. Bergrennen Mickhausen in Südbayern auf dem Weg zum Tagessieg. Doch bei einsetzendem Nieselregen war einmal mehr Eric Berguerand der Schnellere. Das nach einem Jahr Pause zum 38. Mal ausgetragene Int. ADAC Bergrennen Mickhausen südlich von Augsburg zählte als Finallauf zur Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft und zu anderen nationalen Prädikaten. Weil es jedoch kein Lauf mehr zum FIA-Bergcup war, wie bis 2017, waren außer ein paar Österreichern und Schweizern kaum ausländische Fahrer am Start. Marcel Steiner und Eric Berguerand sind seit etlichen Jahren gern gesehene Gäste in Mickhausen und machten den Tagessieg unter sich aus. Anders als in der Schweizer Bergmeisterschaft gab Steiner im LobArt-Sportwagen (Foto Mitte) schon im nassen Training vom Samstag, als auch in den beiden ersten Rennläufen bei kühlen, aber trockenen Bedingungen das Tempo vor. Sein erster Saisonsieg über den bisher unbezwingbaren Gegner lag in der Luft. Doch entscheidend sollte der dritte Durchgang sein. Anders als in der Schweiz zählten in Mickhausen nicht die beiden besseren, sondern alle drei Laufzeiten für das Gesamtklassement. Als leichter Nieselregen einsetzte, blieb Steiner auf Slicks, während Berguerand seinen Lola-Cosworth (Foto oben) mit Profilreifen bestückte – offenbar mit ganz guten. Aus einem Rückstand von 1,7 Sekunden machte der diesjährige Bergmeister in der Addition einen Vorsprung von 1,8 Sekunden. Steiner hatte auf der bloß 2,2 Kilometer langen Strecke mit nur 79 Metern Höhenunterschied ganze 3,5 Sekunden auf Berguerand verloren. Dieser kam so zum Saisonschluss zu einem weiteren Tagessieg, dem ersten in Mickhausen nach etlichen Anläufen. Eric Berguerand: «Im zweiten Rennlauf der Rennwagen war es schon so nass, dass ich mit Slicks wie auf Glatteis fuhr. Ich wollte eigentlich schon zusammenpacken. Doch als das Rennen so zügig lief, montierte ich für den dritten Lauf aus Sicherheitsgründen die Regenreifen. Als ich die Zeiten von Marcel und Alex hörte, wusste ich, dass es die richtige Wahl war. Ich hatte nochmals richtig Spaß beim Fahren und so halt die Chance gepackt.» Tausende Zuschauer säumten die Rennstrecke und standen bei der letzten Talfahrt Spalier. Sie feierten Eric Berguerand erstmals als Tagessieger in Mickhausen. Dem dafür schon dreimal beim grenznahen Bergrennen erfolgreichen Steiner (zuletzt 2017) blieb einmal mehr nur der zweite Gesamtrang und zum Trost der Sportwagensieg vor dem Deutschen Alexander Hin im Ex-Hugentobler-Osella PA30 Zytek V8. Marcel Steiner: «Wenn ich müsste, würde ich mich wieder für Slicks entscheiden. Für Regenreifen war es meiner Meinung einfach zu wenig nass. Ich fuhr halt zu verhalten hoch. Es ist […]

Der Berg ruft wieder! Das Bergrennen Mickhausen ist zurück

16. August 2019

Das Bergrennen Mickhausen ist zurück! Nach einjähriger Pause röhren heuer am ersten Oktober-Wochenende wieder die Motoren am legendären Mickhauser Berg. Veranstalter der Motorsport-Großveranstaltung ist erneut der Automobil Sport Club (ASC) Bobingen, der die Unterbrechung dazu genutzt hat, sein Orga-Team neu aufzustellen. Nach dem Rückzug von Organisationschef Günter Hetzer und seinem Stellvertreter Robert Andratzek hat diese Aufgabe ein „Dreigestirn“ übernommen. Neuer Orga-Leiter ist mit Hinrich Groeneveld ein ausgewiesener Rennsportfachmann mit langjähriger Erfahrung in der Organisation hochkarätiger Motorsportevents. Ihm zur Seite stehen ASC-Vorsitzender Michael Kanth und der aktive Rennfahrer und Berg-Cup-Sportleiter Wolfgang Glas aus dem nahen Scherstetten. Es ist das einzigartige Flair mit hautnahen Begegnungen im Fahrerlager, dem Klang der Motoren und dem Geruch von Benzin und Reifengummi, das die kleine Staudengemeinde Mickhausen alljährlich im Herbst zum Mekka für die Freunde des Motorsports macht. Am ersten Oktober-Wochenende ist es wieder soweit: beim Internationalen 38. ADAC-Bergrennen Mickhausen am 5. und 6. Oktober kämpfen die rund 180 erwarteten Fahrer in ihren PS-strotzenden Boliden im 2,2 Kilometer langen Kurvenlabyrinth von Münster hinauf nach Birkach wieder um Hundertstelsekunden. Die vom ASC Bobingen auf höchstem (Sicherheits-)Niveau organisierte Motorsportveranstaltung zählt seit Jahren zu den renommiertesten Bergrennen in ganz Europa. Bei der Neuauflage des 1964 erstmals durchgeführten Bergrennens wird nach den Regularien des Deutschen Motosportbundes (DMSB) der letzte Lauf der diesjährigen Deutschen und der Luxemburger Bergmeisterschaft ausgetragen. Neu im Rennprogramm ist heuer erstmals ein eigener E-Mobil-Cup für Elektro-Serienfahrzeuge, 15 Startplätze sind dafür reserviert. Wenn das Wetter mitspielt, dann werden am Rennwochenende bis zu 20.000 Zuschauer an der malerischen Rennstrecke im Herzen der Stauden erwartet. Sie bilden eine grandiose Kulisse für das mittlerweile größte Sportevent im Augsburger Land. Der neue Orga-Leiter Hinrich Groeneveld und das Heer der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer jedenfalls haben auch im Vorfeld der 38. Auflage des Bergrennens Mickhausen keine Mühen gescheut, den Zuschauern wieder packenden Motorsport „zum Anfassen“ zu bieten. Bei den Fahrern und ihren Teams, die aus ganz Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern in den Stauden erwartet werden, genießt das Bergrennen Mickhausen einen hohen Stellenwert. Sprichwörtlich und in Fahrerkreisen weit gerühmt ist die Gastfreundschaft, die der großen internationalen Rennfahrerfamilie vor allem in Münster alljährlich entgegen schlägt. Der ganze Ort wird ein Wochenende lang zum Fahrerlager umfunktioniert, das auch den Zuschauern offen steht – „Hautkontakt“ mit Fahrern, Mechanikern und Rennfahrzeugen inklusive. Ihre Garagen, Hofeinfahrten und Scheunen überlassen die Münsterer bereitwillig dem Tross der Rennfahrer. Doch zurück an die Rennstrecke: Die Zuschauer können entlang der gesamten Strecke […]

Mickhausen kehrt mit Neuerungen in die Bergszene zurück

25. Mai 2019

Nach dem Ausfall 2018 wird es in diesem Jahr wieder ein Bergrennen in Mickhausen im Landkreis Augsburg  geben. Der Termin verbleibt auf dem traditionellen Datum Anfang Oktober. Erstmals werden die Motoren bei dem Großereignis in den Stauden nicht nur dröhnen, sondern auch surren. Denn zum ersten Mal wird es eine Klasse mit Elektroautos geben. Der Aufschrei bei vielen Fans und den aktiven Fahrern aus ganz Deutschland und dem Ausland war damals groß, als der ASC Bobingen ankündigte, dass es 2018 und vielleicht auch darüber hinaus aus organisatorischen Gründen kein Mickhausener Bergrennen geben werde. Entscheidend dafür war, dass sich unter anderem wegen Arbeitsüberlastung der langgediente Organisationsleiter Günter Hetzer zurückzog und es technische Probleme gab, die auf die Schnelle nicht gelöst werden konnten. Zwischenzeitlich  hat sich einiges verändert und aufgeklärt. Es hat sich eine neue Organisationsspitze gebildet, bestehend aus dem Trio Michael Kanth (Vereinsvorsitzender), Hinrich Groeneveld und Wolfgang Glas. Zum Rennwochenende  stößt noch Jürgen Guckert vom Homburger Automobilclub hinzu, der erstmals auf der rund zwei Kilometer langen Strecke hinauf Richtung Brikach als Rennleiter fungiert.  Sie haben nun ein schlagkräftiges Team um sich geschart, das gewillt ist, den Arbeitsaufwand für das Bergrennen zu stemmen. Die Genehmigungen für die Veranstaltung vom 4.-6. Oktober samt dem Drumherum sind bereits eingeholt, die bis zu 500 Hilfskräfte stehen Gewehr bei Fuß, und die wichtigen Finanzen sind geklärt. „Die Vorfreude auf das Großereignis, zu dem wieder bis zu 20.000 Besucher erwartet werden, bei allen Beteiligten, auch im Dorf, ist jetzt schon riesig“, sagt Kanth. Das alles konnte nur erreicht werden, weil der ASC Bobingen das Rennen etwas umstrukturiert hat. Ein entscheidender Schritt dabei ist, dass bei den Verbrennungsmotoren kein Rennen mehr nach den Regeln des internationalen Automobilsportverbandes FIA ausgetragen wird. Also, das Prädikat FiA International Hill Climb Cup nicht angestrebt wurde. „Die Auflagen dafür waren riesig, die Kosten hoch, der Arbeitsaufwand gigantisch und der Ertrag nicht so wie erwartet“, erklärt Kanth. Wie sich das auf die Internationalität des Starterfeldes auswirkt, wird sich zeigen. Ein neuer Pluspunkt  ist hierbei sicherlich die Wertung zur Luxemburger Bergmeisterschaft, die auch potente Rennfahrzeuge und einige namhafte Piloten mitsichbringt. Ansonsten wird nichts weggelassen, im Gegenteil, es kommen neue Dinge dazu: „Wir bauen neben dem VIP-Zelt ein weiteres Zelt für bis zu 350 Personen auf. Darin soll es am Freitagabend einen Unterhaltungsabend mit Musik, Essen und Trinken nicht nur für die Fahrer, sondern auch für die Öffentlichkeit geben“, betont Glas. Und auch am Samstagabend gibt es […]

Termine 2019: IG Histo-Bergmeisterschaft

17. März 2019

Im Rahmen der Meisterfeier 2018 am 9. März in Regensburg verabschiedete die IG Histo-Bergmeisterschaft  ihr Jahresprogramm für die Saison 2019. Von den insgesamt 10 Läufen der GLP-Serie, finden genau die Hälfte im Rahmen der Deutschen Bergmeisterschaft des DMSB statt. Erstmals tauchen die Bergrennen in Homburg (Saar) und Mickhausen ist der Auflistung auf. Das Gros der IG-Aktiven kommt aus dem nordbayrischen Raum.  Fahrzeuge bis Baujahr 1994 sind zugelassen. Einschreibeibungen sind noch möglich. Infos unter www.histobergmeisterschaft.de 27.04.-28.04. Bergpreis Schotten (DBM) 31.05.-02.05. Ransel Classic 29.06.-30.06. Ziegenrücker Bergrennen 13.07.-14.07. Homburger Bergrennen (DBM) 27.07.-28.07. Hauenstein Bergrennen (DBM) 03.08.-04.08. Lückendorfer Bergrennen 31.08.              Bergpreis Zotzenbach 07.09.-08.09. Bergrennen Unterfranken (DBM) 28.09.-29.09. Histo-Bergcup Lauterbach / Lütterz 05.10.-06.10. Bergrennen Mickhausen (DBM)

ZDF-Doku dröhnende Biker auf der Kreisstraße von Mickhausen nach Birkach – Am Sonntag den 3. März

28. Februar 2019

Seit dem Frühjahr vorigen Jahres ist die kurvenreiche Kreisstraße A 16 im Abschnitt zwischen Mickhausen und Birkach an Wochenenden und Feiertagen für Motorräder bergwärts gesperrt. Der Landkreis reagierte mit dieser Maßnahme auf anhaltende Proteste von Anwohnern in Münster und Mickhausen, denen lärmende Biker die Sonntagsruhe raubten. Allzu oft nämlich wurde die Kreisstraße als private Rennstrecke missbraucht und in halsbrecherischem, rücksichtslosem Tempo befahren. Von vielen Fahrern meist mehrmals hintereinander. Rauf und runter, rauf und runter. Spektakuläre Unfälle – oftmals mit dem „normalen“ Gegenverkehr – blieben nicht aus. Die so genannte „Rennstrecke“ hatte in den Sommermonaten ihren festen Platz in den Schlagzeilen der Heimatzeitung. Seit die Wochenend-Sperrung greift, heulen in Münster und Mickhausen nur mehr selten die Feuerwehrsirenen, die Zahl der Unfälle – und vor allem die Lärmbelästigung – sind spürbar zurück gegangen. Die ZDF-Dokumentationsreihe „Terra X“ hat die Problematik der rasenden Wochenend-Biker in einem TV-Beitrag aufgegriffen. Unter dem Titel „Wenn lärmende Motorradfahrer Anwohnern den letzten Nerv rauben“ wird die Sendung am (Faschings-)Sonntag, 3. März um 18.30 Uhr im ZDF bundesweit ausgestrahlt. Regisseur Alexander Markow und sein Kamerateam haben dafür unter anderem einen spektakulären Motorradunfall nachgestellt, in den im Sommer 2016 gleich drei Maschinen verwickelt waren. Bei den Dreharbeiten, die sich im vergangenen August über einen ganzen verregneten Samstag erstreckt hatten, haben eine komplette Löschgruppe der Feuerwehr Mickhausen unter Kommandant Andreas Vogel und einige Motorradfahrer aus der Region mitgewirkt. Weitere Szenen sind die Sammlung von Unterschriften für die Streckensperrung und ein Statement von Mickhausens Bürgermeister Hans Biechele. Text und Foto von Walter Kleber (wkl)

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