Schweizer Hemberg-Bergrennen abgesagt

12. April 2020

Nun auch das Bergrennen in Hemberg im Kanton St.Gallen in der Ostschweiz musste aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden. Dies teilen die Veranstalter am Donnerstag vor Ostern mit. Zum neunten Mal hätte am 20./21. Juni 2020 das Bergrennen Hemberg nach der Wiederbelebung des ehemaligen Rennens St. Peterzell-Hemberg, stattfinden sollen. Aufgrund der herrschenden außerordentlichen Lage hat auch das Orga-Team des Bergrennen Hemberg die laufende Situation verfolgt. Doch die Umstände lassen keine anderen Entscheidung zu, als das Bergrennen Hemberg 2020 abzusagen. Besonders schade ist diese Absage, da das Bergrennen Hemberg in diesem Jahr zum ersten Mal eine internationale Veranstaltung im Kalender der FIA gewesen wäre. Nach mehreren Jahren Vorarbeit konnte eine Zusammenarbeit mit dem deutschen KW Berg-Cup fixiert werden. Nach bisherigem Stand sollte es der Saisonauftakt dieser beliebten Bereitensport-Rennserie sein. Einerseits seien die ehrenamtlich wirkenden OK-Mitglieder aufgrund der Corona-Krise beruflich in Krisenstäben oder in ihren Firmen stark engagiert. Ihnen fehlten im Moment die notwendigen Ressourcen für das Bergrennen. Ein weiteres Problem zeichne sich im Bereich der Helfer ab. Da das Bergrennen Hemberg keine Unterstützung mehr durch den Zivilschutz bekommt, wäre es auf unzählige Helfer beim Streckenaufbau angewiesen, die Urlaub nehmen müssten, um am Rennen mitzuhelfen. Das werde auch in Zukunft ein Problem darstellen. Da viele Betriebe jetzt in Kurzarbeit oder am Abbauen von Überstunden und Urlaubstagen sind, werde es herausfordernd Helfer zu finden, die für ihren Einsatz am Bergrennen Hemberg Urlaub bekommen können. Unterdessen wurde die nächste Absage im Schweizer Bergrenn-Kalender bekannt. Das zur Schweizer Berg-Meisterschaft zählende Rennen in Massongex (11./12. Juli) findet in diesem ebenfalls Jahr nicht statt. Damit reduziert sich der Kalender der Schweizer Berg-Meisterschaft (Stand vor Ostern) auf sechs Termine.

Die Rennkalender lichten sich – KW Berg-Cup Auftakt in Hemberg?

25. März 2020

Immer mehr wird klar: Der Motorsport steht noch wochenlang still. Auch bereits verschobene Rennen sind davon betroffen. Wann es in der Schweiz losgeht, ist ungewiss. Logisch, verständlich und völlig angebracht: In den nächsten Wochen wechseln keine Startampeln auf Grün. Im Schweizer Rennkalender 2020 gab es in den vergangenen Tagen keine weiteren Absagen. Hinter den Kulissen wird die aktuelle Situation aber mit Besorgnis verfolgt. Etwa beim Verein Bergrennen Hemberg, der sich Anfang April telefonisch beraten und wohl danach entscheiden wird, ob die laufende Vorbereitung auf den ersten Lauf der Schweizer Bergmeisterschaft vom 20./21. Juni gestoppt oder bis zum 19. April zugewartet wird. Dann oder eventuell früher wird der Schweizer Bundesrat verlauten lassen, ob bisherige Maßnahmen gelockert, beibehalten oder sogar verschärft werden. Deutscher Bergrennauftakt in Hemberg? In Deutschland sind die ersten vier zur Landesmeisterschaft zählenden Bergrennen abgesagt worden. Saisonstart in dieser Disziplin wäre das Ibergrennen am letzten Juni-Wochenende. Käme das Hembergrennen eine Woche zuvor tatsächlich zustande (was wir natürlich insgeheim hoffen und wünschen), hätte zumindest der KW Berg-Cup dort seinen Auftakt. Erstmals soll diese beliebte deutsche Tourenwagen-Bergrennserie im Toggenburg zu Gast sein. von Peter Wyss / www.autosprint.ch

Vorschau Hemberg (CH): Steiner oder Berguerand – wer macht das Rennen?

14. Juni 2019

Das Warten hat ein Ende. Am Wochenende startet die Schweizer Berg-Meisterschaft in die neue Saison. 167 Fahrer haben sich für den Auftakt in Hemberg eingeschrieben. 4:3 steht es in Hemberg zwischen Eric Berguerand und Marcel Steiner. Von den sieben in der Neuzeit ausgetragenen Bergrennen im St. Gallischen hat der Walliser vier gewonnen. Und auch bei der achten Ausgabe wird der Tagessieg mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit zwischen den beiden schnellsten Schweizer Bergrennfahrern der vergangenen neun Jahre ausgefochten. «Ich freue mich sehr auf den Auftakt», sagt Vorjahressieger Steiner, der sich mit einem Triumph im luxemburgischen Eschdorf auf die bevorstehende Saison vorbereitet hat. «Wo wir stehen, werden wir erst nach den ersten Trainingsläufen wissen. Wir sind in den vergangenen Jahren mit mehr Fahrpraxis gestartet, aber ich glaube, wir sind dennoch gut aufgestellt und haben unseren LobArt nochmals verbessert.» Die spannendste Frage wird sein: Wie gut ist das Auto von Berguerand? Der Walliser hat seinen Lola FA99 mit weiteren Formel-1-Teilen von Force India aufgerüstet. Doch für einen Testeinsatz vor dem Auftakt hat es nicht gereicht. «In Hemberg wissen wir mehr», sagt Berguerand geheimnisvoll. «Ich hoffe, dass wir die technischen Probleme vom Vorjahr im Griff haben. Das Ziel ist ganz klar der Titel.» Die beiden Titelaspiranten werden in Hemberg (und auch eine Woche später in Reitnau) noch unter sich sein. Der dritte Titelkandidat, Joël Volluz, wird erst später in den Titelkampf eingreifen. Hinter den beiden Favoriten gibt es ein paar heisse Kandidaten, die am Hemberg für Topzeiten in Frage kommen. Einer davon ist Robin Faustini in seinem Reynard K01. Aber auch Christian Balmer (Tatuus FM), Marcel Maurer (Formel Renault 2.0), Thomas Zürcher (Tatuus F4) und Thomas Amweg (Lola B99) sind Fahrer, die für einen Exploit sorgen können. Gespannt darf man auch auf das Abschneiden von Michel Zemp sein, der mit seinem Norma M20 in derselben Klasse antritt wie Steiner. Bei den Tourenwagen führt der Weg zur Schweizer Meisterschaft voraussichtlich über Ronnie Bratschi und sein Mitsubishi Evo VIII. Der Urner, bereits drei Mal FIA-E1-Cupsieger, hat am Wochenende im deutschen Wolsfeld überlegen gewonnen und ist daher bestens vorbereitet. Bratschi hält im Übrigen mit 57,83 sec den Tourenwagenrekord in Hemberg. «Man hat im Vorjahr gesehen, was möglich ist. Deshalb gehe ich guter Dinge in die neue Saison. Aber man soll den Tag nie vor dem Abend loben. Die Technik kann einem immer einen Streich spielen. Vor allem bei diesen Autos. Die sind sehr ausgereizt». Seine ärgsten Gegner im […]

Nach Showfahrt-Crash am Hemberg – FiA fordert Stellungnahme

14. Juni 2017

Wie der weltweiten Presse zu entnehmen war, kam es am Samstag, 10. Juni 2017 während Showfahrten im Rahmen des Bergrennens Hemberg, erster Lauf zur Schweizer Bergmeisterschaft 2017, zu einem schweren Unfall. Nach der Zieldurfahrt kam Richard Hammond im Elektrofahrzeug „Concept One“ des kroatischen Herstellers Rimac, vermutlich wegen überhöhter Geschwindigkeit, rund 300 Meter nach der Ziellinie des Bergrennens von der Straße ab. Der Moderator der Auto-Kultsendung „Top-Gear“ riss das Hemberger Ortsschild mit sich und stürzte in die Tiefe, zwischen Häusern den Hang hinunter und kam erst kurz vor einem Zuschauerweg auf dem Dach zu liegen. Der 2-Millionen-Bolide mit über 1000 PS ging in Flammen auf, nur  Sekunden, nachdem sich Hammond aus dem Wrack retten konnte. Der TV-Star erlitt lediglich eine Knieverletzung, wurde aber per Hubschrauber ins Krankenhaus verbracht. Hierzu veröffentlichte die Schweizer Motorsport Behörde „Autosport Schweiz“ auf Ihrer Webseite folgendes: Dieser Unfall war dem Motorsport und dem Bergrennsport nicht sehr zuträglich hat sich doch bereits die FIA (Fédération International du Sport Automobile) gezwungen gesehen, bei Auto Sport Schweiz eine Stellungnahme einzufordern. Auto Sport Schweiz seinerseits sieht sich veranlasst, diesen Fall eingehend zu untersuchen und ein Disziplinarverfahren einzuleiten. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, werden vorderhand keine weiteren Informationen an Dritte erteilt. Wir bitten um Verständnis. Gut 7.000 Besucherinnen und Besucher nutzten das sonnig-warme Wetter am Samstag und Sonntag, um das Bergrennen Hemberg zu besuchen. Knapp 200 Fahrer nahmen an den 3 Trainingsläufen am Samstag (der vierte Trainingslauf wurde gestrichen) und den drei Rennläufen am Sonntag teil. Sieger der Veranstaltung wurde Marcel Steiner (LobArt Mugen V8) von der Equipe Bernoise, der mit einer Zeit von 1:49.31 die 1758 Meter lange Strecke über eine Höhendifferenz von 157 Metern meisterte.