Schotten: Schneeweißer Porsche-Sieg für Pregartner

25. April 2016

Ähnlich wie in anderen Automobilserien, haben auch etliche Autos in der Bergmeisterschaft kaum mehr als die Silhouette des Serienmodells des Herstellers gemein. Das ist ebenso gewollt, wie auch gewünscht. Von Fahrern und Fans. Der Auftakt zur diesjährigen Bergsaison in Deutschland am altehrwürdigen Schottenring hatten beim 13. ADAC Bergpreis Schottenring des verantwortlichen MSC Rund um Schotten einige ungewöhnliche Exemplare zu bieten. Neben dem DMSB Automobil Berg Cup für Tourenwagen der Division 1, zählte der Bergpreis auch zum KW Berg- Cup, dem NSU- Bergpokal und der Bergemeisterschaft des ADAC Hessen- Thüringen. Kotflügelverbreiterungen und ansehnliche Flügelwerke mögen einen gewissen Showeffekt erzielen, dienen aber letztlich der Effekitivität im Kampf um die Zeiten. Dies alles wurde überschattet von den Wetterkapriolen durch örtlich einsetzende Schneefälle am Samstag und Sonntag auf der rund drei Kilometer langen Naturrennstrecke am Fuße des Hoherodskopfs. Dabei startete die Einstimmung auf das Wochenende mit den angebotenen Testfahrten am Freitag bei frühlingshaften Bedingungen, mit rund 60 von 76 Fahrern. Der erste von fünf Trainingsläufen am Samstag begann mit vereinzelt leichtem Schneefall und endete mit 1:21,839 min. als Tagesbestzeit von Herbert Pregartner vom MSC Rottenegg. Der Österreicher setzte sich im Porsche 911 GT2 RSR (Bild oben) damit an die Spitze. Bei der Zieldurchfahrt zwischen dem Bereich Poppenstruth und Götzen wurde Pregartner mit 224 km/h gemessen. Zweiter wurde sein Landsmann und Sieger von 2014, Herbert Stolz im Allrad- Porsche 935 DP2, mit persönlicher Bestzeit von 1:24,311 min., gefolgt von Andre Wiebe vom MSC Odenkirchen im Renault Williams Laguna (Bild unten) mit 1:27,282 min. auf Platz drei. Bester heimischer Fahrer war Jens Weber aus Ebesdorfergrund im Opel Kadett C Coupe mit 1:31,423 min. auf Platz 12. Rallyespezialist Markus Moufang aus Nidda wurde im BMW M3 DTM nach 1:32,007 min. 17. und dessen Sohn Maurice im BMW M3 E36 mit 1:33,385 min. 20. der Gesamtwertung. Der Gründauer Jürgen Fechter vom MSC Rhön gelang im VW Golf R-TDI mit 1:38,591 min. der 37. Rang. Der Sonntag begann ebenfalls mit Schneefall, was zur Startverschiebung von neun auf zehn Uhr führte. Die Wetterlage war für Markus Moufang wohl Grund genug, auf den Start zu verzichten. Auch sein Sohn Maurice wurde am Sonntag nicht mehr gelistet. Die fast stündlich wechselnde Wetterlage und kühlen Asphalt-Temperaturen waren mit ausschlaggebend für Unterbrechungen durch Unfälle. Ernsthaft verletzt wurde jedoch niemand. Zu den bekanntesten Opfern zählte Herbert Stolz. Der routinierte Österreicher verlor kurz nach dem Start zum ersten Lauf die Kontrolle über seinen Porsche und musste […]

Ansehnliche Weiterentwicklung in Schotten

19. März 2016

Einen Monat noch bleiben die Bergrennstrecken in Mitteleuropa verwaist. Aber mit einem Dreifachschlag wird der Bergrennsport die Fans und Aktiven am 23./24. April in unseren Breiten, in seinen Bann ziehen. Neben dem Rechbergrennen (EM) in Österreich und dem Bergrennen von Abreschviller in Ostfrankreich, läutet der MSC Rund um Schotten in fünf Wochen die Deutsche Bergrennsaison mit dem 13. ADAC Bergpreis Schottenring ein. Der aktuell 367 Mitglieder umfassende MSC Rund um Schotten ist also der erste Gastgeber für die Pilotinnen und Piloten der Deutschen Bergmeisterschaft, des KW Berg-Cup und einiger GLP-Serien im Jahr 2016. Durch das Stutzen der Berg DM auf nur noch eine einzige, gemeinsame Meisterschaft für Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge und dadurch resultierend, einen einzigen Landesmeistertitel, steht das reine Tourenwagen-Bergrennen im Vogelsbergkreis in diesem Jahr ohne DM-Prädikat da. Hier offenbart sich bereits der erste große Nachteil, des vom DMSB verjüngten Bergreglements. Die Organisatoren um den MSC-Vorsitzenden Wolfgang Wagner-Sachs hoffen auf zahlreiche Rennteams, die vom 22. bis 24. April 2016 oberhalb der Rennstadt Schotten, im Ortsteil Rudingshain gastieren werden. Zahlreiche Neuerungen und  Aufwertungen sollen der Veranstaltung, und nicht zuletzt den Teilnehmern und Zuschauern zu Gute kommen. Mit den Einstellfahren (Nennung 60€) am Freitag ab 13 Uhr bietet der MSC Rund um Schotten den Teilnehmern des Bergrennens, nach der langen Winterpause eine optimale Möglichkeit sich wieder mit ihrem Renngerät vertraut zu machen und etwaige Änderungen der Technik oder Aerodynamik auf Herz und Nieren zu prüfen. Nach den Einstellfahrten starten am Samstag ab 9 Uhr die ersten offiziellen Trainingsfahrten auf der rund 3 Kilometer langen Strecke von Rudingshain über den Abschnitt Poppenstruth Richtung Götzen. Der erste Rennlauf beginnt am Sonntag ebenfalls um 9 Uhr. Einen großen Fortschritt wird es in der Infrastruktur und im Umfeld des Bergpreis geben. Wie „BiD“ bereits vor Wochen berichtete, ist das Dorfgemeinschaftshaus Rudingshain in der Ortsmitte neuer Mittelpunkt und Hauptquartier der Veranstaltung, wo bereits am Donnerstag die erste Dokumentenabnahme möglich sein wird. Weiter wurde an der Stellschaube Stromversorgung gedreht, die Webseite neu gestaltet und das bekannte Zeitnahme-Team Stoll verpflichte, das auch Live-Timing ermöglichen wird. Eine zusätzliche Bewirtung wird den Zuschauerplatz an der Kurzanbindung „Poppenstruht“ noch attraktiver machen und auch für die Pressevertreter wird es eigene Parkplätze geben. Mittlerweile sind die Ausschreibungs- und Nennunterlagen für die Aktiven unter www.schottenring.de greifbar und somit kann jeder seine Einschreibung frühzeitig auf den Weg bringen.

Werkstatt-Report #13: Vorbereitungen zur Favoritenjagt

17. Februar 2016

In der Diesel-Klasse des KW Berg-Cup bahnt sich eine spannende Saison 2016 an. Denn auch bei Autotechnik Triebstein in Habichtswald-Dörnberg bei Kassel, wird derzeit am Cup-Alfa Romeo 147 JTD von Christian Triebstein mit Hochdruck gearbeitet. Christian Triebstein und sein Großvater Günter bilden das Familienteam. Allzu viel will Günter Triebstein nicht verraten. „Aber auch wir haben einiges an unserem Italiener abgespeckt. Das Dumme ist nur, dass es für den Alfa kaum GFK-Teile auf dem freien Markt zu kaufen gibt. Also müssen wir den größten Teil selbst herstellen. Am Motor ist einiges verbessert worden, auch der Turbo und Ladeluftkühler ist neu. In knapp zwei Wochen haben wir einen Termin auf dem Leistungsprüfstand von MTO, um den Motor nochmal neu abzustimmen. Das neue Fahrwerk von KW soll auch in der nächsten Woche ankommen und dann gleich verbaut werden. Wir haben also noch einiges mit dem Alfa zu tun, aber bis zum Saisonauftakt beim Bergpreis Schottenring sollten wir das schaffen. Zur Favoritenrolle von Jürgen Fechter (VW Golf V TDI) in der Diesel-Klasse sagt Großvater Triebstein. „Und wie heißt es so schön, Favoriten werden immer von hinten gejagt und das wird Christian schon machen!“.

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