Berg-Legenden: Foto-Story Rolf Rypka

7. Februar 2022

Rolf Rypka, geboren am 05.10.1944, war sowohl am Berg, als auch auf der Rundstrecke „zu Hause“. In seiner langjährigen Motorsportkarriere hielt er immer der Marke „Opel“ die Treue, und fuhr insgesamt zahlreiche Erfolge, mit unterschiedlichen Touren- und Produktionswagen der Rüsselsheimer, ein. Kurz gesagt, er zählte, vor allem in 1980iger-Jahren, zur absoluten, deutschen Bergelite. Rypka, der aus der Nähe von Dudenhofen – bekannt für das Prüffeld der Opel AG – stammt, startete seine Motorsportkarriere bei ersten Einsätzen im Slalomrennsport im Jahre 1967. Neben einem BMW 2002 setzte er auch einen Opel Kadett B ein, und entschied sich damit schon früh für die Marke „Opel“, wobei die räumliche Nähe zum Opel-Werk auch mit ausschlaggebend war. Ab 1971 spezialisierte er sich auf den Bergrennsport. Rypka war mittlerweile beruflich als Versuchstechniker der Opel AG tätig. Ein 11. Platz in der Deutschen Automobil-Meisterschaft 1977 schien ein gutes Zeichen für weitere, zukünftige Erfolge zu sein. Stetig ging es für ihn mit guten Platzierungen aufwärts, und 1978 wurde Rypka, noch vor den älteren Bergidolen Herbert Stenger und Willi Bartels, Achter in der Berg DM. Die Zeit zwischen 1980 und 1985 war bestimmt die erfolgreichste Zeit am Berg von Rolf Rypka. Herausragend vor allem die Leistungen zum Gewinn des Titels des Vizemeisters der Automobil-Bergtrophäe, für den er bei 13 Bergrennveranstaltungen sagenhafte 12 Siege herausfuhr. Dann kamen die Jahre 1984 und 1985, die für ihn den persönlichen Höhepunkt darstellten. 1984 gewann er bei „nur“ 5 Siegen zum 1. Mal den Titel des Meisters der Deutschen Automobil-Berg-Trophäe. Diesen Titel sollte er dann, im Jahre 1985, noch einmal gewinnen. 1986 nahte dann so langsam das Ende seiner Motorsportkarriere. Sporadischen Teilnahmen bei heimatnahen Bergrennen mit dem Ascona B in der Gruppe „H“ folgten. Insgesamt nahm Rolf Rypka an über 380 nationalen und internationalen Rennen, hauptsächlich Bergrennen, teil, bei denen er 150 Mal als Sieger hervorging. Text: Andreas Seidel (Auszug aus dem Buch „Klingenring-Bergpreis“)  

Berg-Legenden: Foto-Story Martin Kleiner

28. Dezember 2021

„Der Bär aus dem Kinzigtal“, wie ihn der selige Streckensprecher Hannes Martin zu titulieren pflegte, begann 1973 mit dem Motorsport, bei lokalen Slaloms mit einem NSU TT. Ab 1977 mutierte der damalige Außendienstmitarbeiter und spätere Autoteile Händler zum Bergspezialisten, mit ersten Erfolgen auf einem Simca Rallye II. Anschließend blieb der Schwarzwälder immer dem VAG-Konzern treu mit diversen Audi 50 und VW  Polo-Modellen. Geschichte schrieb Martin Kleiner im Jahr 1987, als einer der Initiatoren und Ideengeber zur Gründung des Gruppe H Berg-Cups. 10 Jahre lang leistet er, neben seiner aktiven Rennkarriere Pionier- und Aufbauarbeit im Berg-Cup und durfte sich in „seiner“ Meisterschaft zwei Mal als Gesamtsieger feiern lassen. Der mittlerweile „Mittsechziger“ hat sich zwischenzeitlich aus dem aktiven Motorsport zurückgezogen. Nach unseren Aufzeichnungen fuhr e in der Saison 2014 seine bislang letzten Bergrennen. Am 27.03. 2022 verstarb Martin Kleiner im alter von 66 Jahren nach zwei schweren Krankheiten.  

Berg-Legenden: Foto-Story Siegfried Rost

8. Dezember 2021

Siegfried Rost, auch genannt „Siggi“, wurde am 21.12.1941 in Ostpreußen geboren, und kann auf eine über 35-jährige Motorsportkarriere zurückblicken, in der er sich gut 30 Jahre lang nur dem Bergrennsport verschrieben hatte. Rost zählt nicht nur zu den erfolgreichsten und bekanntesten Motorsportler seiner Heimatstadt Solingen, sondern er feierte auch zahlreiche Erfolge bei diversen, deutschen Berg-Meisterschaftsläufen, bei denen des ADAC – Gaus „Nordrhein“ und bei nationalen bzw. internationalen Slalom-Meisterschaften. Seine jahrelange Karriere als Motorsportler startete „Siggi“ Rost im Jahre 1971 bei diversen Orientierungsfahrten. Dann, 1975, der entscheidende Wechsel der Motorsportart hin zum Bergrennsport, dem „Siggi“ bis zu seinem Ende der Motorsportlaufbahn, also 33 Jahre lang, die Stange halten sollte. Immer noch auf NSU TT fahrend, errang er 1976 seine 1. Gau-Meisterschaft des ADAC[1]Nordrhein. Die nächsten Jahre sollte es ruhig werden um Siegfried Rost, denn der legt von 1977-1983 eine motorsportliche „Kreativpause“ ein. Doch dann im Jahre 1984, durch einen Bekannten angespornt, loderte in ihm, die eigentlich nie erloschene „Motorsportflamme“ wieder auf, und er meldete sich mit einem geliehenen VW Scirocco GTI im Rennsport am Berg und auf der Rundstrecke zurück! Fahrzeugwechsel – 1987 wechselte Siegfried Rost sein erfolgreiches Fahrzeug, und stieg auf den legendären, roten VW Golf GTI 16V um, mit dem er schon direkt im 1. Jahr u.a. den Gesamtsieg beim ADAC – Schloßbergrennen in Gernsbach einfuhr. Jürgen Hug, selbst ein bekannter Bergrennfahrer und Motorsportkolumnist, titulierte Siegfried Rost in den 1990er-Jahren, mal in einem seiner Rennsportberichte als „der grandiose Rost“, überzeugt von Rosts´ unheimlich präzisen und grandios erfolgreichen Fahrweise, und das im schon gesetzteren Alter des Solingers. Aus dieser Zeit stammen seine größten Erfolge im Gruppe H Berg-Cup. Zum Titel hat knapp nie gereicht, aber zu zwei Vize-Meisterschaften und zwei dritten Plätzen in den Jahresendwertungen. Die Jahre 2002-2006, lässt es der mittlerweile damals 60-jährige Routinier dann bedeutend ruhiger angehen, und nimmt nur noch an einigen, besonderen Bergrennen in der Gruppe „H“ des Berg-Cups teil. Dann, im September 2008, beendet Siegfried Rost seine Motorsportkarriere nach nun mehr 37 Jahren endgültig, und fährt sein letztes Bergrennen beim Classic – Berg Cup in Eichenbühl, mit einem Audi 50 seines Sohns Olaf! Text: Andreas Seidel  

Berg-Urgesteine: Fotostory Helmut Maier

6. November 2021

Der pensionierte Versicherungskaufmann aus der „Dreiflüßestadt“ Passau ist der Globetrotter unter den Bergrennfahrern. Schon immer profitierte der mittlerweile 76-Jährige von der Lage seines Wohnorts in Niederbayern. Wohl kein anderer Berg-Spezialist kann derart viele Starts bei Bergrennen, vorwiegend im südosteuropäischen Ausland aufweisen. Schon in den 1980er Jahren war der gebürtige Flensburger, also Norddeutsche, Stammfahrer im damaligen Alpen-Donau-Cup. Kult waren die von Maier alljährlich im Winter organisierten „Schlittenfahtstreffen“ der Bergszene in Bayrisch Eisenstein. Sportlich ist er seit 1964 dem Bergrennsport treu geblieben. Dennoch gab es zwischendurch immer mal wieder Ausflüge auf die Rundstrecke. In den 80’ern waren es sogar zwei Jahre in der Tourenwagen-Europameisterschaft für Toyota und in den 90’ern gab es sporadische Starts in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT). Maier, der am Berg stets der Marke VW und dem Modell Golf Typ 17 treu blieb, gilt als ausgemachter Regenspezialist und genießt seinen Ruhestand mit langen Rundreisen durch halb Europa und tingelt so von Bergrennen zu Bergrennen.  

Berg-Urgesteine: Fotostory Uwe Lang

31. Oktober 2021

Wenn einer für die BiD-Serie „Berg-Urgesteine“ prädestiniert ist, dann ist es Uwe Lang. Der vierfache Deutsche Bergmeister aus Schweinfurt gehört der Deutschen Bergszene seit Mitte der 1980er Jahre quasi ununterbrochen an. Als einer der treusten Aktiven überhaupt, war er seit dem Hauenstein-Bergrennen 1986, bis zu seinem bislang letzten Start beim Bergrennen Mickhausen 2017 mehr als drei Jahrzehnte in so gut wie jeder Starterliste zu finden. Die letzten vier Jahre verlegte sich Uwe Lang auf die Arbeit als Teamchef um seine Sohn Georg und Alexander Hin mit seinem umfangreichen Wissen zu unterstützen. Doch es juckt ihm wieder in den Fingern und er möchte 2022 wieder ab und an am Lenkrad seines Osella PA 20 BMW Evo drehen. Begonnen hatte damals alles mit einem VW Polo. Im folgenden Jahr 1987 war es schon ein Opel Ascona B. Zur Saison 1988 kam bereits der Sprung zu den Rennsportfahrzeugen in die Formel Ford 1600, erst mit einem Royale und zwischen 1991 und ´93 in einem Van Diemen.

Berg-Urgesteine: Fotostory Harald Ludwig

18. April 2021

Inzwischen sind es 38 Jahre im Motorsport, auf die der abwechselnd in Homburg und Merzig im Saarland lebende Harald Ludwig zurück blicken kann. Meist bei Bergrennen, aber auch bei Rallyes und auf der Nürburgring-Nordschleife startete der inzwischen pensionierte Polizeibeamte. Im Jahr 1983 begann alles mit ersten Versuchen auf einem nur 89 PS starken Talbot Samba Rallye, bevor 1986 der Umstieg auf einen 158 PS starken Fiat Ritmo folgte. Nur ein Jahr später wechselte Ludwig in den Suzuki Swift GTI Sportpokal und schloss dabei auch mit dem Bergrennsport erste Freundschaft. Zunächst fand Ludwig eine neue Heimat auf der Nordschleife des Nürburgrings. Zwischen 1990 und 1995 standen die Rennen zum Veedol-Langenstreckenpokal (heute VLN) sowie Einsätze bei 24h-Rennen im Vordergrund. Zwischendurch kam es zu sporadischen Bergeinsätzen mit einem BMW 324 td, vornehmlich bei den heimischen Bergrennen in Homburg und am Potzberg. Ab 1996 mutierte Ludwig dann vollends zum „Bergsteiger“. Ein von Tuner Hartge vorbereiterer BMW M3 E30 wurde zunächst in der 270 PS starken Gruppe A-Version bei Bergrennen in Deutschland, Luxemburg und Belgien erfolgreich gefahren. Bis zum Verkauf des weißen M3 im Jahre 2000 erfolgen weitere Modifikationen zum Gruppe H-Fahrzeug. Mit dem Verkaufserlös wurde der hennarote BMW M3 E36 angeschafft, den Ludwig im KW Berg-Cup bewegte. Im Jahr 2015 hieß es adieu BMW, welcome Audi. Mit einen Seriennahen R8-Sportwagen dominiert er seither die Gruppe G.  Zwischen 2003 und 2009 besaß der Hobbyrennfahrer sogar zwei Rennfahrzeuge. Mit einem ebenfalls hennaroten Mazda 323 4WD Turbo, wagte er die Rückkehr auf die Rallyepisten. Darüber hinaus beschäftig sich Harald Ludwig quasi seit den Anfängen des virtuellen Rennsports mit dem SimRacing auf der Rundstrecke und ist dieses Jahr im neuen ADAC SimRacing Berg-Cup eingeschrieben.  

Berg-Urgesteine: Fotostory Klaus Hoffmann

14. März 2021

Ausgangspunkt der Leidenschaft von Klaus Hoffmann für den Bergrennsport war und ist das Schwanbergrennen seines Heimatclubs AMC Kitzingen, das letztmals 1989 stattfand. Bei den letzten Rennen auf den Schwanberg stand der Karosserie- und Lackiermeister noch mit seinem Ford Escort RS 2000 am Start. „Pol“, wie er in den Fahrerlagern gerufen wird, pausierte danach bis 1996 um seinen Kfz-Betrieb aufzubauen, kam mit einem Ford Sierra Stufenheck-Cosworth zurück. Erst in der Gruppe G, dann bei den Produktionswagen der Gruppe A. Zur Saison 2003 baute man einen Ford Escort Cosworth auf, der erst in Gruppe A-Version eingesetzt und ab 2005 in der Gruppe H lief. Nach weiteren Verbesserungen näherte sich der Franke pö a pö der Tourenwagenspitze in der Gruppe E1. Aus beruflichen Gründen trat der 56-Jährige zwischendurch immer mal etwas kürzer. Gelegenheiten den zweiten Gruppe CN-Sportwagen von Herbert Stenger zu pilotieren, ergriff er in den Jahren 2007 und 2009 beim Schopf. Auf Vermittlung von Norbert Brenner kam es 2010 zu einem Test im Opel Astra V8 DTM in Boxberg. Klaus war vom 500 PS Renner fasziniert und Opel-Sportchef Volker Strycek gab seinen Segen dazu. Im gleichen Jahr, ab seinem jetzigen Heimrennen in Eichenbühl, schlüpfte Klaus Hoffmann in eine neue Rolle und wurde vom Jäger zum Gejagten. Seit 2012 gehört er zum erlesenen Kreis der Deutschen Bergmeister. Auf Grund des Reglements, die ihm weitere DM-Titel für unmöglich erscheinen lassen, sieht man Klaus und den wundervollen ex-DTM-Boliden nur noch sporadisch bei Läufen der DBM, was viele Fans bedauern.  

Berg-Urgesteine: Fotostory Volker Angelberger

19. Januar 2021

Man sieht es ihm zwar nicht an, aber vor genau 51 Jahren begann Volker Angelberger mit dem automobilen Motorsport. Und in dieser langen Zeit spielte die Marke NSU immer die Hauptrolle, gleich ob im Slalom, am Berg oder auf der Rundstrecke. 1970 erstand der Zahntechniker-Meister, der in Bensheim an der hessischen Bergstraße aufwuchs, seinen ersten NSU TTS, dazu ein gebrauchtes Sportgetriebe und die obligatorischen Weber-Vergaser. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten und schon im darauf folgenden Jahr tauschte er seinen TTS mit dem NSU Spiess des späteren F3-Fahrers Peter Wieskirchen. Mit diesem Gerät stand der heutige Wahl-Pfälzer auch beim 1. Homburger ADAC Bergrennen 1974 am Start. Bevor Volker Angelberger Ende 1977 den NSU nach Norwegen verkaufte,  hatte er viele Berg- und Rundstreckenrennen auf der Uhr. Es folgte die berufliche Auszeit, bis ihn im Jahr 2000 wieder der Rennsportbazillus befiel und er sich, was auch sonst, wieder einen NSU zugelegt. Gefahren wurde im GLP-Sport und zwischen 2005 und 2009 im NAVC Heck-Mo-Cup, mit vier Siegen. Ab dem Saisonfinale von Mickhausen 2010 hat Volker Angelberger seine Heimat im DMSB-Bergrennsport und im KW Berg-Cup gefunden. Mit Kumpel Nicolas Dietz teilt er ab und an seine Fahrzeuge und wenn in diesem Jahr coronabedingt am Berg die Räder weiter stillstehen müssen, planen Angelberger und Dietz ein paar Einsätze in der NSU Trophy auf der Rundstrecke – rein zum Spaß.  

Berg-Urgesteine: Fotostory Alexander Hin

6. November 2020

Seit genau 31 Jahren ist Alexander Hin im Autorennsport aktiv, denn 1989 hat er den Motorsport für sich entdeckt. Angefangen hat alles mit lokalen Rallyes. Danach folgten einige Rundstrecken- und Slalomrennen, die ihm jedoch bald zu langweilig wurden. Der „Schwarzwälder Bub“ entdeckte Anfang der 1990er Jahre, inspiriert durch die damals starke Fahrer-Truppe des MSRT Freiamt, den Bergrennsport für sich. Wohl kaum ein Fahrerkollege aus der Bergszene hat in seiner Karriere bislang derart viele unterschiedliche Fahrzeuge pilotiert, wie der Elzacher. Alexander Hin ist einer von Wenigen die in allen Kategorien die am Berg zugelassen sind gefahren sind – vom Tourenwagen, über Formel-Rennwagen bis zu den Sportwagen. Alexander Hin investiert nicht nur Einiges an Geld, sondern vor allem viel Herzblut und Zeit in den Bergrennsport. Stets an Hins Seite ist Benjamin Dufner. Er ist vor allem für das logistische Drumherum verantwortlich. Mit dem aktuellen Boliden, dem Osella FA30 Zytek V8 und zuvor bereits im letzten F3000, betreuen den Unternehmer zudem noch Uwe und Georg Lang von Lang Motorsport aus Schweinfurt. Mit seinem Unternehmen „Hin Hausbau“ in Elzach hat sich Alexander Hin schon vor vielen Jahren beruflich auf eigene Füße gestellt, daher gibt es in seiner langen Bergrennkarriere immer wieder kleine Lücken und Aussetzer. Denn in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland baut er mit seinem versierten Team von Spezialisten Holzhäuser und mehr. Darüber hinaus realisiert der 51jährige auch weitere Projekte, wie den Aufbau des von seiner Schwester Andrea betriebenen Sportcenters „Informa“ mit angeschlossenem Lokal „La Calma“ in Elzach. An Ideen mangelt es dem umtriebigen Unternehmer nicht.

Jubiläumsjahr für Alt-Bergmeister Claus Dupré

4. Oktober 2020

Hallo Claus, wie geht´s! Diese Gelegenheit der Nachfrage bot sich „Bergrennen in Deutschland“ kürzlich beim Event „Mythos Sportwagen“ auf dem Zweibrücker Flugplatzgelände. Claus Dupré wird vielen Motorsportinteressierten als erfolgreicher Teamchef und Pilot aus dem Rundstrecken-Rennsport ein Begriff sein. Seine motorsportlichen Anfänge setzte der heute 72-jährige Saarländer im Bergrennsport, insbesondere beim Homburger Bergrennen, das quasi vor seiner Haustür lag. Für die These das Motorsport jung hält, ist der Betreiber eines Autohauses in Schiffweiler bei Neunkirchen ein Paradebeispiel. Immer noch drahtig und sportlich trotzt er dem Älterwerden. Sein Sieg im Deutsche Berg-Pokal 1980, der mit der Bergmeisterschaft gleichzusetzten ist, ist in diesem Jahr genau 40 Jahre her. Seit 50 Jahren existiert Dupré Motorsport und vor 85 Jahren entstand das Autohaus als Familienbetrieb. 2020 ist also ein großes Jubiläumsjahr im Hause Dupré. Als VAG-Vertragshändler für die Marken VW und Audi setzte Claus Dupré auch genau diese Marken im Bergrennsport ein. Die Meisterschaft im Berg-Pokal gewann Dupré auf jenem VW Golf GTi der später auch Dieter Knüttel zu vielen Erfolgen führte. Nach dem Verkauf des Meisterautos in den Odenwald entstand in Duprés Werkstatt das legendäre Audi Coupé in KAMEI-Farben mit dem er in den 1980er Jahren zahlreiche Klassen- und Tourenwagen-Gesamtsiege am Berg holte. „Mein Coupé habe ich noch immer in Besitz, es steht in einer unserer Hallen. Fahrbereit ist der Wagen leider nicht mehr, denn es wurden immer wieder Teile entnommen für andere Fahrzeuge“, erläutert Dupré Senior leicht verärgert aber mit einem Schmunzeln im Gesicht“. Mit dem Audi vollzog sich damals der Übergang zur Rundstrecke, denn das Coupé wurde oftmals in der Spezial-Tourenwagen-Trophy (STT) eingesetzt. Claus Dupré, der auch sieben Rennen in der legendären Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) bestritt, ist nie vom aktiven Rennsport zurückgetreten. Auch heute noch klemmt sich der Senior ab und an hinters Volant, überlässt aber weiterstgehen Junior Christoph Dupré die Geschäfte in Autohaus und Rennteam. Von Schiffweiler aus starten Claus und Christoph Dupré in alle Welt, um an Autorennen teilzunehmen. Die beiden haben nicht nur bereits an unzähligen Veranstaltungen teilgenommen und viele Siege errungen, sie entwickeln auch Rennfahrzeuge verschiedener Hersteller weiter und treiben Renn- und Entwicklungsprojekte voran. „Wir sind dafür bekannt, Ideen zu entwickeln“, sagt Christoph Dupré. Der Diplom-Ingenieur ist seit 25 Jahren im Motorsport tätig. „Gefühlt schon immer, ich wurde da reingeboren“, so der Junior. Auf der Rennstrecke waren und sind die Saarländer mit ihren Kunden in zahlreichen Meisterschaften und Serien zuhause. Die Palette reicht in all den Jahren […]

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