Termine 2017 – Schweizer Bergmeisterschaft

11. Februar 2017

Der Organisator der Veranstaltung La Roche-La Berra hat die Schweizer Motorsport-Obrigkeit Auto Sport Schweiz mit einem Schreiben vom 07. Februar 2017 darüber informiert, dass die für den 01./.02. Juli 2017 geplante Veranstaltung nicht stattfinden kann. In ihrer Sitzung vom 08. Februar 2017 hat sich die Nationale Sportkommission (NSK) eingehend beraten und entschieden, die Absage von La Roche-La Berra mit der Aufnahme des Bergrennens Reitnau in den Meisterschaftskalender zu kompensieren. In den vergangenen Wochen sorgte die Doppelterminierung der beiden Bergrennen auf das erste Juni-Wochenende bereits für reichlich Diskussionsstoff. Durch die Absage hat sich dieses Problem von selbst gelöst. Dem entsprechend sieht der neue Kalender zur Schweizermeisterschaft Berg 2017 wie folgt aus: 10./11. Juni 2017 – Bergrennen Hemberg 02. Juli 2017 – Bergrennen Reitnau 22./23. Juli 2017 – Course de Côte Anzére 19./20. August 2017 – Course de Côte St. Ursanne-Les Rangiers 26./27. August 2017 – Bergrennen Oberhallau 09./10. September 2017 – Bergrennen Gurnigel 16./17. September 2017 – Course de Côte Les Paccots

8 aus 29 – Teilnehmer an der Junior Berg-SM gefunden

4. Februar 2017

Die Cockpits der neu geschaffenen Schweizer Junior-Bergmeisterschaft sind vergeben. Acht Nachwuchsfahrer aus der gesamten Schweiz und im Alter zwischen 18 und 26 Jahren haben es geschafft, sich in einer Sichtung und Ausscheidung die am 8. Januar auf dem Gelände des Swiss Driving Event GmbH stattfand, zu qualifizieren. Insgesamt 29 Interessenten meldeten sich auf den Aufruf von Initiator Hans Schori und dessen Sohn Yves Meyer, die auch als Instruktoren des Eventcenter Seelisberg die Betreuung der Nachwuchsrennsportler übernommen haben. Als fachkundiger Beobachter wirkte auch FiA-E1-Hill Climb Cup-Champion Ronnie Bratschi mit. Nachdem 23 die Zulassungskriterien erfüllten, erschienen 21 Kandidaten Anfang Januar in Seelisberg, um die acht Fahrerplätze auf identischen Toyota GT86-Tourenwagen unter sich auszumachen. Virtuell per Rennsimulator, bei einem Wissenstest über Fahrzeuge und Technik und einer realen Talentprobe in einem Mitsubishi Evo 8, auf dem winterlichen Geläuf des Testgeländes, kristallisierten sich schlussendlich die acht Protagonisten der Junior Berg SM 2017 heraus. Dies sind der erst 18-jährige Yannick Egler, die drei 21-jährigen Raphael Feigenwinter, Joshua Reynolds und Aurelio Demski, der 23-jährige Rolf Reding, der 25-jährige Benjamin Devaud sowie die 26-jährigen Lukas Eugster, der aus der Schweizer Kart-Meisterschaft kommt und Mario Koch. Letzterer ist der Sohn von Interswiss-Berg-Routinier Josef „Seppi“ Koch. Die nächsten Termine für die acht Swiss Race Academy-Piloten sind bereits fix. In fünf  Wochen, am 11. März steht erneut in Seelisberg, der erste Medientag auf dem Programm, bevor am 22./23. Mai ein Lizenz-Kurs auf dem Hockenheimring zu absolvieren ist. Richtig ernst wird dann am zweiten Juni-Wochenende beim Bergrennen Hemberg. Danach präsentiert sich das Octet noch bei den Bergrennen Anzere, Oberhallau und Gurnigel. Quelle: AutoSprint.ch – Peter Wyss

Hans Schori bildet Schweizer Bergrennnachwuchs aus

9. November 2016

Schweizer Nachwuchs-Rennfahrer sind oft gezwungen, ihre Karriere im Ausland zu starten. Lange Anfahrtswege, schlechte Trainingsmöglichkeiten und hohe Kosten sind Herausforderungen, die es dabei zu meistern gilt. Nationale und internationale Karrieren sollen zukünftig in der Schweiz starten, dies hat sich das bekannte Eventcenter Seelisberg, mit seiner Swiss Race Academy, zum Ziel gesetzt. Junge Fahrerinnen und Fahrer sollen vor allem dem Bergrennsport zugeführt werden, denn aktuell liegt das Durchschnittsalter der Rennfahrer in der Schweiz bei 40 Jahren. Stimmt der Schweizer Automobilsportverband ASS zu, wird es schon zu Jahresbeginn 2017 zwei Sichtungen auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums in Seelisberg, hoch über dem Vierwaldstättersee, geben. Am Ende werden so sieben Teilnehmer ermittelt sein, die um eine neu ins Leben gerufene Junior-Schweizer-Meisterschaft bei Bergrennen fahren werden. Instruktoren sind der frühere Schweizer Bergmeister Hans Schori und sein Sohn Yves Meyer. Als Schulungs- und Rennfahrzeuge stehen acht identische Toyota GT86 bereit. Einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt wurden die nach dem SuperSerie und LOC2-Reglement vorbereiteten Tourenwagen schon im vergangenen Juni beim Bergrennen in Reitnau. Die Bewerbungsfrist für den zwischen 18 und 28 Jahren jungen Nachwuchs läuft noch bis zum 16. Dezember. Nach zwei Ausbildungskursen im Januar 2017 und einem Medientag im März, stehen dem Nachwuchs im April die ersten Tests und Renneinsätze bei Slalomveranstaltungen ins Haus. Bei den Bergrennen Reitnau, Oberhallau und am Gurnigel werden dann die Youngster in Können unter Beweis stellen. Mit umgerechnet etwas über 8.000€ für die komplette Saison sind die „Auserwählten“ bereits dabei. Die erste Sichtung beläuft sich kostenmäßig auf 185 CHF, der zweite Kurs steht dann mit 245 Schweizer Franken zu Buche. Bis zu 40 Anmeldungen werden angenommen. Vorbild für diese Art von Nachwuchsgewinnung  war übrigens die Schweizer Junior-Rallye-Meisterschaft, in der mit R2-Autos gefahren wird. Quelle: AutoSprint.ch – Peter Wyss Fotos: Rami Hänggi

Mehr als nur ein Bergrennen – 131 Fahrer beim zweiten Masters dabei

5. Oktober 2016

Die noch junge Geschichte des FiA Hill Climb Masters wird am kommenden Wochenende im tschechischen Sternberk eine Fortsetzung finden. Zum zweiten Mal, nach der grandiosen Premiere im luxemburgischen Eschdorf in 2014, werden die besten Bergrennspezialisten Europas bei einem Event vereint sein, doch das ist nicht immer gewährleistet. Die auf 3,3 km verkürzte, fast permanente Bergrennstrecke von Ecce Homo, die ein Stück am Sternberker Stadtrand entlangführt, dürfte den Protagonisten der Berg-Europameisterschaft und vor allem den 30 einheimischen, tschechischen Teilnehmern bestens bekannt sein. Völliges Neuland betreten hingegen erneut die starken Piloten aus Großbritannien oder die erstmals am Masters teilnehmende Abordnung aus Griechenland. Beide Landesmannschaften reisen übrigens mit eigens gecharterten Trucks im Sammeltransport an. Bedauerlicher weise fehlen die noch in Eschdorf durch ihr sympathisches Auftreten aufgefallenen Teams aus Malta und Irland, denen die lange Anreise in den Osten der Tschechischen Republik zu beschwerlich war oder der von der FiA vorgegebene Zweijahresrhythmus aus vielerlei Gründen nicht in die Saisonplanung passt. Am 8. und 9. Oktober werden sicherlich Bergrennsportfans aller Herren Länder das Wochenende vor ihren PC´s oder Notebooks verbringen, denn wie man hört werden die Läufe zum FiA Hill Climb Masters live im Internet zu verfolgen sein, und das beschränkt sich nicht nur auf den Zeitenmonitor. Acht Kameras werden am Renntag für ein Live-Streaming auf Youtube sorgen und auf die kleine Stadt Sternberk, mit ihren 14.000 Einwohnern gerichtet sein. Dort besitzt der Motorsport eine lange Tradition, wurde doch bereits 1905, also vor 111 Jahren erstmals ein Anlass für Automobile ausgetragen. Doch zwei von drei Goldmedailliengewinner aus 2014 werden beim Live-Stream nicht über den Bildschirm flimmern. Der Norma M20 FC mit dem 4-Liter V8-BMW-Triebwerk von Nicolas Schatz, also des Französischen Bergmeisters der letzten Jahre, ist derzeit auf dem Pariser Autosalon ausgestellt und auch der 2014er Kategorie 2-Sieger Eric Berguerand, der erneut die Schweizer Berg-Krone mit seinem Lola Cosworth-E2-SS-Umbau gewinnen konnte, machte keine Anstalten in Richtung Masters. Aus bekannten Gründen (BiD berichtete) wird auch der 2014ner Bronzeträger und U25-Hero David Hauser aus Luxemburg fehlen. Zudem war das vergangene Rennwochenende sehr verlustreich. Die beiden Schweizer Reto Meisel und Marcel Steiner sowie die Deutsche Speerspitze Holger Hovemann mussten ihre geplante Teilnahme am Masters auf Grund von technischen Defekten oder gar Unfällen absagen. Doch wir wollen hier ja nicht nur aufzählen wer alles nicht in der Region Olmüz von der Partie ist, denn es wird sicherlich auch so interessant und spannend werden. Als Top-Favorit sehen Kenner der Szene vor […]

Gurnigel: Berguerand erneut unschlagbar

12. September 2016

Bei prächtigem Spätsommerwetter wohnten am vergangenen Wochenende rund 15‘000 Zuschauer dem traditionellen Bergrennen im Schweizer Gantrischgebiet bei. Nachdem Marcel Steiner zwei Wochen zuvor in Oberhallau den favorisierten Eric Berguerand stark unter Druck setzen konnte, kämpfte der Lokalmatador hier mit stumpfen Waffen: „Für technische Strecken wie hier am Gurnigel habe ich bei meinem LobArt-Sportwagen noch nicht das richtige Rezept gefunden, um voll angreifen zu können.“ Den vierten Meistertitel vor Augen, vermied zwar Eric Berguerand ebenfalls unnötige Risiken, und er war mit 1’43,33 denn auch fast zwei Sekunden langsamer als Steiner bei seiner Rekordfahrt im Jahr 2012. Dies reichte für den Walliser allerdings locker zum vierten Tagessieg in Folge, zugleich steht er mit seinem selbst modifizierten Lola FA99-Cosworth schon vor dem Finale in Les Paccots zum vierten Mal hintereinander als Schweizer Bergmeister bei den Rennsportwagen fest. Den dritten Rang auf dem Podest neben Berguerand und Steiner erkämpfte sich wie im Vorjahr Thomas Amweg, der Sohn des früheren Bergkönigs, auf einem leistungsmässig unterlegenen Formel-3-Dallara Mercedes. Bei den geschlossenen Wagen war erwartungsgemäss Reto Meistel mit seinem überlegenen Mercedes SLK 340 das Mass aller Dinge. Obschon auch er nicht alle Reserven mobilisierte, da er seinen Boliden unbedingt in beiden Läufen ohne Zwischenfall ins Ziel bringen musste, gewann er mit deutlichem Vorsprung auf Roger Schnellmann im Mitsubishi “Karbonmonster“ und den Berner Simon Wüthrich (VW Golf Turbo). Meisel benötigt in Les Paccots nur noch wenige Punkte, um seinen ersten Meistertitel in der Schweiz einzuheimsen. Mit rund 300 Fahrzeugen stiess der Veranstalter am Gurnigel an die Kapazitätsgrenzen, der Grossanlass ging aber am Sonntag reibungslos über die Bühne.   Gesamtklassement nach zwei Rennläufen: 1.Eric Berguerand (Martigny), Lola FA99-Cosworth, 3:26,87 2.Marcel Steiner (Oberdiessbach), LobArt LA01-Mugen, 3:32,78 3.Thomas Amweg (Ammerswil), Dallara 305-Mercedes F3, 3:40,05 Die kompletten Resultatlisten gibt es als Download auf www.gurnigelrennen.ch

Kann Steiner Berguerand schlagen?

7. September 2016

Am kommenden Wochenende treffen sich die Schweizer Automobilsportler zum traditionellen Bergrennen Gurnigel in der Nähe von Bern. In den verschiedenen Kategorien erwartet man über 270 Autos am Start, überdies werden sich rund 45 historische Motorräder im Gantrischgebiet einfinden. Der Thementag ist diesmal der Marke Porsche gewidmet, und auch sonst hat das Rahmenprogramm wie gewohnt viel zu bieten. Eric Berguerand ist der vierte Meistertitel in Serie bei den Rennsportwagen praktisch sicher, nachdem sich Hauptrivale Joël Volluz zurückziehen musste, da er beim Bergrennen Les Rangiers seinen Osella FA30 völlig zerstört hat. Als Tagessieger der drei letzten Jahre möchte Berguerand am Gurnigel erneut zuschlagen, freie Fahrt dürfte der Walliser aber trotz desVerzichts seines Freundes Volluz nicht haben. Lokalmatador Marcel Steiner kommt nämlich mit seinem italienischen LobArt-Mugen nach einem harzigen Beginn immer besser in Schwung. So musste er in Oberhallau dem favorisierten Meister erst im letzten Lauf den Vortritt lassen, und vor dem eigenen Publikum wird Steiner sicher nichts unversucht lassen, um an seine früheren Erfolge (fünf Tagessiege zwischen 2008 und 2013) anzuknüpfen. Auch im Kampf um den Meistertitel bei den Tourenwagen ist zwar nach Ronnie Bratschis Abwesenheit in Oberhallau (Motorschaden) die Spannung gesunken. Reto Meisel ist seinen Gegnern in der Gruppe E1 klar überlegen, seinem extrem effizienten Mercedes SLK 340 mangelt es allerdings zuweilen noch an Zuverlässigkeit. Da am Gurnigel nur zwei Rennläufe ausgetragen werden, darf sich Meisel überdies auch keine Fahrfehler wie in Oberhallau leisten. Im Hinterhalt lauert der Jurassier Frédéric Neff, der auf seinem Porsche GT3 bisher in der Gruppe InterSwiss kräftig punktete. Allerdings tritt zum ersten Mal in dieser Saison Alain Pfefferlé mit seinem bärenstarken Porsche 935 Biturbo an, der Markenkollege Neff am Gurnigel die Suppe versalzen könnte. Spitzenplätze in der Meisterschaft sind bei weitem nicht die einzige Motivation, um vor der eindrücklichen Zuschauerkulisse des Berner Bergrennens die letzten Reserven zu mobilisieren. Deshalb sind am Samstag und Sonntag in den verschiedenen Kategorien und Klassen auf jeden Fall tolle Kämpfe angesagt. Wer Genaueres über den Zeitplan, zu den eingeschriebenen Teilnehmern, Details zum Porsche-Thementag oder zum übrigen Rahmenprogramm erfahren möchte, findet diese Informationen und noch vieles mehr auf der Webseite www.gurnigelrennen.ch. Dort kann man auch im attraktiven neuen Magazin blättern, das erstmals im Vorfeld des Rennens erscheint und dessen vierfarbige Printversion vor Ort zusammen mit dem Programm für 5 Franken abgegeben wird.

St. Ursanne: David Hauser Zweiter beim EM-Lauf in der Schweiz und somit Luxemburger Meister

23. August 2016

Mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter dem achtfachen Europa-Bergmeister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und vor dessen italienischen Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo) beim Berg-EM-Lauf in St Ursanne-Les Rangiers in der Schweiz sicherte sich David Hauser im Dallara GP2-Mecachrome V8 4L an diesem Wochenende nach 2013 seinen zweiten Titel als Luxemburger Bergmeister. Beim letzten Meisterschaftslauf am Wochenende des 3./4. September in Turckheim/Trois Epis nahe Colmar im Elsass (Frankreich) kann der 26-jährige Wormeldinger rein rechnerisch nicht mehr in der Punktetabelle eingeholt werden. “Ich bin somit also definitiv für die zweite Ausgabe des FIA Hill Climb Masters qualifiziert, die am 8./9. Oktober im tschechischen Sternberk stattfinden werden. Mit dem Ergebnis dieses Wochenendes bin ich natürlich sehr zufrieden, obschon ich bedaure, dass Christian Merli im ersten Rennlauf von einer kurzen Regenschauer im unteren Streckenbereich eingebremst wurde, im Gegensatz zu Simone und mir, die unseren ersten Lauf bereits auf komplett trockener Strecke hinter uns hatten. Vor allem aber bin ich erleichtert, dass Joël Volluz bei seinem schlimmen Abflug im zweiten Lauf unverletzt blieb. Nun freue ich mich darauf, mich in Turckheim wieder mit den französischen Topfahrern messen zu können und mich danach bestmöglich auf das Masters vorzubereiten, das nach wie vor mein Hauptsaisonobjektiv darstellt.” Text: Patrick Weber

Hauser und der Dallara GP2 zurück in St Ursanne-Les Rangiers

16. August 2016

Das Onboard-Video seines dritten Rennlaufs in St Ursanne-Les Rangiers 2013 ging um die Welt : fast 1,15 Millionen Motorsportfans haben es sich auf youtube angeschaut, hunderte von auf Motorsport spezialisierte Internetseiten in Europa, Südamerika, ja sogar Australien haben das Video veröffentlicht, kurzum: David Hauser, der Dallara GP2 und der Schweizer Berg-EM-Lauf sind auf ewig eng miteinander verknüpft. Ein 4. Platz beim ersten Start 2012, dann der 3. Platz 2013 dank insbesondere dieses herausragenden Laufs in 1.45,7 Minuten auf einer noch rutschigen Piste, nachdem ein Teilnehmer nach einem leichten Ausrutscher auf zwei Dritteln der Strecke Öl vergossen hatte, sind die äuβerst positive Bilanz der beiden Teilnahmen des Luxemburgers im GP2, Ergebnisse, die Hauser anschlieβend im Wolf GB08F1 mit Platz 3 im Jahr 2014 zuerst bestätigte, dann sogar im Vorjahr noch mit dem 2. Gesamtrang toppen konnte. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 180 km/h trotz stehenden Starts und drei engen Haarnadelkurven im oberen Streckenbereich ist St Ursanne das schnellste Bergrennen im Terminkalender. Ein Rennen, vor dem wir alle einen Höllenrespekt haben, das uns aber gleichzeitig enorme Adrenalinschübe beschert, ein echtes Glücksgefühl.” Dieses Wochenende nun kehren David Hauser und sein Dallara GP2 – inzwischen vom Original-Mecachrome 4L V8-Motor mit etwas mehr als 600 PS angetrieben – also ins Schweizer Jura zurück, zählt das Rennen auf der 5,180 km langen Strecke mit einer Durchschnittssteigung von 10,8 % doch nicht nur zur Europabergmeisterschaft und zur Schweizer Bergmeisterschaft, sondern auch jener des GroβHerzogtum Luxemburgs. Für den Racing Experience-Fahrer gibt es somite in Wiedersehen mit den Stars der Berg-EM, welchen er während seiner EM-Saison 2015 regelmäβig begegnet war, allen voran der achtfache Europameister Simone Faggioli (Norma-Zytek M20 FC V8 3L) und dessen italienischer Landsmann Christian Merli (Osella-RPE Fa30 Evo), welche sich dieses Jahr einen extrem spannenden Kampf um die EM-Krone in der Kategorie der Rennfahrzeuge liefern, aber auch der junge Schweizer Joël Volluz (Osella-Judd Fa30), den Hauser vergangenen Mai in Eschdorf/Lux knapp bezwungen hatte. Unter den Anwärtern auf die vorderen Gesamtränge gilt es auch den jungen Italiener Paride Macario (Osella-Zytek Fa30), dessen Landsmann Fausto Bormolini (Reynard K02 F3000), die Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd F3000), Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50 F3000) oder noch Marcel Steiner (LobArt-Mugen LA01) zu beachten. Es versteht sich von selbst, dass es David Hauser nach seinen drei Gesamtsiegen in Folge in Eschdorf (Luxemburg), Wolsfeld und Homburg (D) diesmal ungleich schwerer haben wird, einen weiteren Sieg zu erkämpfen, wobei ein Podestplatz ohnehin hier bereits die bisherigen Saisonsiege in den Schatten stellen würde: “Ziel […]

Nach 3 Jahren mit neuem attraktiven Prototypen zurück in Osnabrück

4. August 2016

Marcel Steiner aus dem Schweizer Oberdiessbach nimmt erstmals seit 2013 wieder die 2,030 km des „Uphöfener Berges“ in Angriff. Dabei präsentiert der mehrfache Schweizer und Deutsche Bergmeister und Sportwagen-Bergpokalsieger ein fast nagelneues Fahrzeug: Der SportsCar LobArt LA 01 hat nach anfänglichen „Startschwierigkeiten“ durch die Tücken der Technik immer mehr an Zuverlässigkeit gefunden. Der Pilot selber sieht den Boliden, dessen Leistung er noch nicht genau beziffert, noch immer in der Entwicklungsphase, doch man darf von dem in Osnabrück sehr beliebten Steiner sicher Einiges erwarten, was einen Spitzenplatz angeht. Dabei hat er in seiner Klasse mit dem amtierenden Hill Climb Champion Vaclav Janek (CZ), mit einem Norma M 20 sowie dem mehrfachen deutschen Bergmeister Uwe Lang, Osella PA 20 EVO einige starke Konkurrenten zu bezwingen und weitere sehr starke Fahrer können noch hinzukommen.

Steiners LobArt LA01 lernt laufen – Premiere in Eschdorf

17. April 2016

Seit Wochen und Monaten arbeitet der zweifache Schweizer Champion und Deutsche Bergmeister von 2008, Marcel Steiner an seinem Bergrenn-Comeback mit einer Rennwagen-Neukonstruktion des noch jungen italienischen Herstellers LobArt. Nach unzähligen Arbeitsstunden in der heimischen Werkstatt in Oberdiesbach, in denen der E2-SC Rennsportwagen komplett zerlegt und wieder zusammengesetzt wurde, durchdrang der kerniger V8-Sound des erste Motorstart am 2. März die Garage Steiner im Berner Oberland. „Am Mittwoch vor dem langen Osterwochenende erfolgte dann das erste Rollout auf der südelsässischen Rennstrecke von Anneau du Rhin. Dieses galt ausschließlich einem Funktionscheck. Erfreulicherweise arbeiteten alle Systeme und waren dicht“, kann Marcel Steiner berichten. Bis zum eigentlichen Test auf der Rennstrecke von Bresse konnten dann zuhause die letzten Feineinstellungen vorgenommen und das Auto auf die neue Reifengeneration umgebaut werden. Zudem wurden zu den ersten reinrassigen Tests am 8. und 9. April,  einige Aerodynamik-Updates geliefert. Ab Freitag konnten Marcel und sein Team die gesammelte Erfahrung mit dem Wissen der Rennwagenerbauer Giovanni und Stefano Lobartolo von LobArt verstärken, die eigens angereist waren. „Dadurch konnten wir mit dem neuen Rennwagen innerhalb weniger Runden große Fortschritte erzielen. Leider wurden wir dann, wie auch schon beim Rollout, von technischen Gebrechen gestoppt. Die erreichten Rundenzeiten lassen aber auf ein großes Potential des LobArt LA01/Mugen V8 hoffen“, so Steiner weiter. „Natürlich stehen wir noch immer am Anfang der Entwicklung dieses Autos – wir haben noch viel zu lernen und ich muss mich an den LobArt gewöhnen, um mit dem Fahrzeug zu einer Einheit zu verschmelzen. Weil wir unser ehrgeiziges Testprogramm leider nicht annähernd durchziehen konnten, werde ich auf die Teilnahme am Rechbergrennen (23./24. April) wohl oder übel verzichten. Wir organisieren dafür nochmals einen Testtag und wenn alles nach Plan läuft, freuen wir uns auf die Rennpremiere des LobArt beim Bergrennen in Eschdorf vom 07. bis 08. Mai 2016 in Luxemburg.

1 2