Werkstatt-Report # 23: ITC-Motorsound kehrt an den Berg zurück

14. März 2017

Der Schwarzwälder Häuslebauer Alexander Hin wird in der bald beginnenden Bergrennsaison 2017 wieder häufiger in den Starterlisten auftauchen, als noch in den vergangenen Jahren. Der Montagebau-Spezialist und Gönner von „Bergrennen in Deutschland“, hat sein berufliches Umfeld etwas verändert und wird so an den Wochenenden wieder deutlich mehr Freizeit zur Verfügung haben, die er in den Bergrennsport investieren möchte. Unter dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ plant „Alex“ einiges nachzuholen, auf das er lange hat verzichten müssen. Gleich drei Rennfahrzeuge stehen derzeit in seinem Stall und ein LKW-Renntransporter ist kürzlich auch noch dazu gekommen. Beginnen wird Alexander Hin beim Berg-EM Auftakt am Rechberg mit dem ex-Waldy Reynard Formel 3000. Der rote Rennwagen weilt zurzeit in Schweinfurt bei Motorsport Lang zur Überholung. Uwe und Georg Lang sind dabei verschiedene Servicearbeiten zu erledigen. Das Getriebe wird überholt, eine Lenkradschaltung eingebaut, das Fahrwerk neu justiert und verschiedene Anbauteile aus Carbon repariert. Da der soundstarke Judd-Motor des Reynard mit einem Hubraum von 3,3 Liter für das Deutsche Reglement etwas zu großvolumig ist, kann Hin damit nur Läufe zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft fahren. Geplant sind mit diesem Fahrzeug zumindest Rechberg, Ecce Homo und St. Anton. Für den „Deutschen Markt“ steht dem Südschwarzwälder ein Sportwagen der Gruppe E2-SC  hoffentlich bald zur Verfügung. Das PRC S4-Chassis stammt von ex-Bergmeister und Rennwagenbauer Walter Pedrazza aus Hard in Vorarlberg, wo das Fahrzeug auch für die neue Saison und den neuen Besitzer vorbereitet wird. Clou an diesem Deal ist aber die Motorisierung dieses Prototyps. Im Heck der Rennwagenkonstruktion werkelt nämlich eines der legendären 2.5 Liter ITC-V6 Triebwerke von Opel, aus den 1996er Werksbeständen der Rüsslesheimer. Der von Cosworth entwickelte Motor bringt eine Leistung von 470 PS auf die Piste und ist gewichtsmäßig im Vorteil gegenüber den gebräuchlichen 3-Liter Motoren von BMW. Hin  hofft darauf, denn ebenfalls sehr soundstarken Sportprototyp bereits zum Hill Race Eschdorf am ersten Mai-Wochenende erstmals am Berg pilotieren zu können. Eine zweite Motoreneinheit aus dem ITC-Opel Calibra gehört ebenfalls zum erworbenen Gesamtpaket. Und hier kommt Hins dritter Renner ins Spiel. Die Opel Kadett GT-C Silhouette mit der PRC-Sportwagen Bodengruppe wurde zwischenzeitlich auch in die Hände von Pedrazza-Motorsport übergeben. Der bisher verwendete 3-Liter BMW CN-Motor muss weichen, um dem zweiten Opel-ITC Herz Platz zu machen. „So wird es fast ein reinrassiger Opel“, freut sich Alexander Hin. Die Spezialisten von Pedrazza-Racing-Cars (PRC) werden das Chassis anpassen und den V6-Motor einbauen. Wann hier das erste Rollout zu erwarten ist noch nicht absehbar. […]

Zeitenwende am Rechberg – Weber übernimmt von Seitinger

26. Februar 2017

Seit 1972 gibt es das Rechberg-Rennen in der österreichischen Steiermark. Bislang 45-mal ging der „Große Bergpreis von Österreich“ auf der Rechberg-Bundesstraße über die Bühne. Und 45-mal war es auch Ehrenfried Seitinger der dabei die Fäden der Organisation in Händen hielt und das Rechberg-Rennen zu dem machte was es heute ist, nämlich einem der traditionsreichsten Rennveranstaltungen der Alpenrepublik und zu einem der beliebtesten Rennen im Rahmen der Berg-Europameisterschaft, wie sie seit dem Jahr 1981 an diesem Berg ausgefahren wird. Ehrenfried Seitinger, der im vergangen Herbst seinen 80. Geburtstag feiern konnte, kündigte schon zum letztjährigen Rennereignis seinen Rücktritt an. Zwischenzeitlich wurde mit Erich Weber ein neuer „Macher“ für die Gesamtorganisation gefunden. Erich Weber, alias TESSITORE, kennen viele als aktiven Rennfahrer aus der Berg-Europameisterschaft. Der Mann aus Bruck an der Mur belegt mit seinem Porsche 997 Cup Rang fünf in der letztjährigen EM-Wertung der Kategorie I, dass als bester GT-Pilot. Somit kennt sich Weber, der bereits in den späten 1990er Jahren mit einem PRC-2-Liter Sportwagen den ersten Teil seiner Karriere bestritt, im Metier Bergrennen bestens aus. „Als aktiver Motorsportler bemühe ich mich zukünftig auch darum, dass wir ein wenig moderner werden und unser Marketing verbessern“, skizziert Weber seine Marschrichtung. „Dazu gehören auch ein aktueller Facebook Auftritt, ein neues Logo und eine laufend aktuelle Internet-Homepage. Bestandteil unserer Neuerungen ist auch das neue ONLINE Nennsystem für die Teilnehmer, auf www.rechbergrennen.com sowie für die Fans ein eigener Ticketshop, für die vergünstigten Vorverkaufskarten“. Aber ganz wird sich Ehrenfried Seitinger von seinem Lebenswerk noch nicht zurückziehen. „Ja, der Ehrenfried ist heuer noch im „zweiten Glied“ dabei, aber alles was wirklich wichtig ist, entscheide ich“, so Erich Weber gegenüber unserer Webseite. „Rennleiter ist weiterhin Jakob Schrittwieser, aber er darf jetzt mehr selbst entscheiden. Ihm zur Seite stehen Mario Klammer, selbst aktiver Rallyefahrer und Organisator der Rallye Weiz, sowie Peter Eibisberger (ebenfalls Aktiver und Mit-Organisator bei der Rallye Weiz). Dazu konnten wird mit Omikron eine neue Zeitnehmung, mit einem Internet-Livetiming für all jene die zu Hause bleiben müssen, verpflichtet. Auch der Ablauf wird ein wenig gestrafft, damit wir das geplante Mammutprogramm, mit der modernen und historischen EBM, der Österreichische modernen und historischen Meisterschaft sowie die Wertungsläufe der Slowakischen und Slowenischen Berg-Meisterschaften durchbringen“. Am 22./23. April 2017, dem großen Rennwochenende von Fladnitz an der Teichalm, wird Erich Weber dennoch unter seinem Pseudonym TESSITORE auf der Rechberg-Bundesstraße zwischen Tulwitz und der Rechbergpasshöhe bei Semriach, im Rennauto sitzen. Denn der 50-jährige Geschäftsführer visiert […]

Nach Schicksalsschlag kämpft Hermann Waldy mit steilstem Berg

13. Januar 2017

Hermann Waldy, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs erklimmt zurzeit den wohl steilsten Berg seines Lebens. Der Kärntner Motorsport-Evergreeen laboriert seit Wochen an einer inkompletten Querschnittlähmung und befindet sich seit dem 16. Dezember 2016 in der Gailtal-Klinik von Hermagor in der Nähe von Villach. Mit sieben Bergstaatsmeistertiteln, zwischen 2004 und 2016 ist Hermann Waldy Senior der erfolgreichste Rennwagenpilot der Neuzeit in der Österreichischen Bergmeisterschaft. Der Bergrennsport bestimmte seit den beginnenden 1990er Jahren das Leben des mittlerweile 68-Jährigen Feldkirchners. Schon im Jahr 1968 begann seine Motorsportkarriere in einem 1000er Simca auf Rallyepfaden. Über die Disziplinen Autocross und Skijöring fand Waldy schließlich an den Berg. Nach dem dritten Schlussrang in der Berg ÖM des vergangenen Jahres, peilte Hermann Waldy für 2017 eine weitere Saison im weißen Lola B06/51 der Formel 3000 an. Sein Karriereziel, das 50. Motorsportjahr in 2018, ist wenn nicht noch ein Wunder geschieht, kein Thema mehr. Beim Auto-Bergrennen St. Agatha im letzten September wurde er noch fünfter in der Gesamtwertung. Doch wenig später bemerkte Waldy schmerzen in den Beinen, denen Lähmungserscheinungen folgten. Nach der ernüchternden Diagnose inkomplette Querschnittlähmung wird sich Hermann Waldy Senior mindestens noch bis Anfang März 2017 einer langwierigen Reha-Maßnahme in Hermagor unterziehen. Nach einer erst vor kurzem überstandenen Krebserkrankung, mit der er teilweise sogar ins Rennwagencockpit kletterte, ist nun erneut der Kämpfer in Hermann Waldy gefordert. „Es kam aus heiterem Himmel. Es ist einfach schlimm, wenn du von heute auf morgen nicht mehr die einfachsten Dinge erledigen kannst, für Toilette und Dusche Hilfe benötigst“, äußerte sich Waldy in einem Zeitungsinterview. Tagtäglich gilt es für den Formel 3000-Liebhaber ein anstrengendes Rehaprogramm zu absolvieren. „Die Ärzte und das Pflegepersonal kümmern sich aufopferungsvoll um mich, sie leisten unglaubliches“, lobt Waldy. „Aber selbst Aufstehen oder Schritte gehen, schaffe ich im Moment nicht“. Das Schicksal einer inkompletten Querschnittlähmung teilt Hermann Waldy übrigens mit dem Österreichischen Skispringer Lukas Müller. Auslöser der Lähmung war eine Wucherung, die trotz einer gelungenen Operation den Wirbelkörper in Mitleidenschaft gezogen hat und die Nerven schädigte. „Meine Nerven werden ständig geprüft und gereizt“, plaudert Waldy weiter. „Aber – und das sagen alle, ich muss Realist bleiben“. „Bergrennen in Deutschland“ wünscht der sympathischen Berg-Legende der Alpenrepublik auf jeden Fall viel Kraft und Durchhaltevermögen für eine bestmögliche Genesung!

Homestory: Franco Berto mit neuer Herausforderung in 2017

28. Dezember 2016

Im vergangenen Sommer besuchte „Bergrennen in Deutschland“ Franco Berto, den Österreichischen Berg-Vize-Meister von 2015, in seiner italienischen Heimat am Gardasee und beim Bergrennen Alpe del Nevegal im Belluno. Der 55-jährige Italo-Schweizer bestreitet seit 1989 Bergrennen. Seit einigen Jahren konzentriert sich der Mann aus dem mit unter weltbekannten Ferien- und Weinbauort Bardolino auf die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft, wo er in der abgelaufenen Saison Rang 4 in der Endabrechnung des Rennwagenchampionats belegen konnte. Als Mitteleuropäer, von der Nordseite der Alpen kommend, ist man schon ein bisschen neidisch auf die in Norditalien und am Gardasee gerne praktizierte unbeschwerte Lebensart. Hektik und Stress scheint es hier nicht zu gegen. Dem entsprechend trafen wir den Bergspezialisten erst einmal in einem typischen Straßenkaffe, jedoch etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade im der Bar Centrale in Calmasino, 80 Meter über dem See, im Hinterland von Bardolino. Hier kann man Franco Berto unter der Woche fast jeden Morgen zu seiner angestammten Zeit antreffen. Bei einem sensationellen Blick über den See ist Motorsport da kaum Thema, höchstens wenn Ferrari in der Formel 1 den Gesprächsstoff liefert. Vielmehr stehen lokale Ereignisse und das genießen eines Cappuccino oder Espresso im Vordergrund. Wenig später ging es weiter zu Francos Anwesen etwas oberhalb von Bardolino, wo er mit Ehefrau und Tochter Giulia lebt. Die Garage im Garten beherbergt den Formel Renault Monza, samt Equipment, mit dem Berto im Jahr 2015 die Österreichische Vize-Bergmeisterschaft hausgefahren hatte. Hier ist es recht eng, doch der Rennwagen samt Ersatzteilen, Werkzeugen und Pflegemittel hat seinen Platz gefunden. Auch ein Teil der unzähligen Pokale ist hier her ausquartiert. „Nur die wichtigsten Trophäen stehen im Haus, genauer gesagt im Schlafzimmer, sonst spielen meine beiden Frauen nicht mit“, lacht Franco. Kleinere Wartungsarbeiten und aerodynamische Weiterentwicklungen nimmt der Vertreter in der Sanitärbranche selbst an seinem Formel Boliden vor. Es ist ein recht ungewöhnliches und eher seltenes Rennfahrzeug. Der Formel Renault „Monza“ stammt aus der italienischen Formel Renault Serie auf der Rundstrecke und ist, anders als üblich mit einem 1600 ccm, statt einem 2-Liter Triebwerk ausgerüstet. Der Motor in Francos Rennwagen entspricht in den letzten Jahren den bekannten Super 1600-Motoren, wie sie im Rallyesport beispielsweise im Renault Clio Verwendung finden. In der Klasse bis 2 Liter der Berg ÖM kann der Mann vom Gardasee dennoch hervorragend mitthalten. Wie viele am Bergrennsport begeisterte Sportler kann Franco Berto auf eine zweigeteilte Laufbahn schauen. Ende der 1980er Jahre, genau 1989 begann Franco mit einem Peugeot 205 1,9 GTI mit […]

Termine 2017 – Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft

14. Dezember 2016

Im Vergleich zur Saison 2016 zählen im kommenden Jahr nur mehr neun statt zehn Rennen zur Berg ÖM. Wegen des gedrängten Terminkalenders zum Saisonende fehlt erneut das deutsche Bergrennen Mickhausen in der Auflistung. Zudem ist das italienische Rennen Alpe del Nevegal und der EM-Endlauf von Buzet in Kroatien heraus genommen worden. Dafür passt das kroatische Rennen von Cabar gut in die Meisterschaftsrunde. 22./23. April 2017 – Rechbergrennen 27./28. Mai 2017 – Verzegnis – Sella Chianzutan (I) 03./04. Juni 2017 – Sternberk Ecce Homo (CZ) 17./18. Juni 2017 – GHD Gorjanci (SLO) 08./09. Juli 2017 – Bergrennen St. Anton a.d.J. 22./23. Juli 2017 – Cabar (CRO) – Update: 15./16. Juli 02./03. September 2017 – GHD Ilirska Bistrica (SLO) 23./24. September 2017 – Auto-Bergrennen St. Agatha 07./08. Oktober 2017 – Cividale-Castelmonte (I) – Update: 14./15. Oktober

Hillclimbfans Wandkalender 2017 – Rabatt für BiD-Leser

1. Dezember 2016

Unsere österreichischen Freunde und Kollegen der Webseite Hillclimbfans.com bieten auch in diesem Winter fünf Variationen von Foto-Wandkalendern für das Jahr 2017 in gewohnter Top-Qualität und dennoch werbefrei an. Schon traditionell wurde der „International Hill Climb Calendar“ und zum dritten mal der „Formel & CN Kalender“ aufgelegt. Auch der „Historic Cars Kalender“ für die Histo-Freunde am Berg ist wieder dabei. Zudem wurden zwei der populärsten Tourenwagen-Bergpiloten der Alpenrepublik bedacht. Der „Pailix Kalender“ mit Motiven des  Lancia-Urgesteins Felix Pailer sowie der „Schagerl Kalender“, zu Ehren des Bergmeisters Karl Schagerl, wurden aufgrund der großen Nachfrage wieder neu aufgelegt! Das Format ist wie in den Vorjahren 460 x 313 mm. Um ein perfektes Produkt zu liefern wurde ein 300 gr. seidenmatt hochweißes Bilderdruck Papier verwendet. Die Qualität der Fotos und die werbefreien Kalenderblätter machen die Kalender zum Sammlerobjekt. Zahlungsmethoden sind PayPal, Kreditkarte und Vorkasse. „Bei PayPal und Kreditkarte können wir den Versand am schnellsten abwickeln“, gibt Wolfgang Maringer zu bedenken. Erstmals erhalten Leser von „Bergrennen in Deutschland“ einen Rabatt von 5€ auf eine Bestellung. Bitte hierzu diesen Rabattcode angeben: bid2016 Zu besseren Veranschaulichung  stellen die Hillclimbfans drei Kalender in eigens produzierten Videos vor. International: https://youtu.be/C2_kafE-Lxw Formel: https://youtu.be/KlNtwjEvr6c Historisch: https://youtu.be/0OMoTah0Pj0 Hier ist der Link zu den News und Bestellmöglichkeiten: http://www.hillclimbfans.com/news/hcf-kalender-2017/

Mehr als nur ein Bergrennen – 131 Fahrer beim zweiten Masters dabei

5. Oktober 2016

Die noch junge Geschichte des FiA Hill Climb Masters wird am kommenden Wochenende im tschechischen Sternberk eine Fortsetzung finden. Zum zweiten Mal, nach der grandiosen Premiere im luxemburgischen Eschdorf in 2014, werden die besten Bergrennspezialisten Europas bei einem Event vereint sein, doch das ist nicht immer gewährleistet. Die auf 3,3 km verkürzte, fast permanente Bergrennstrecke von Ecce Homo, die ein Stück am Sternberker Stadtrand entlangführt, dürfte den Protagonisten der Berg-Europameisterschaft und vor allem den 30 einheimischen, tschechischen Teilnehmern bestens bekannt sein. Völliges Neuland betreten hingegen erneut die starken Piloten aus Großbritannien oder die erstmals am Masters teilnehmende Abordnung aus Griechenland. Beide Landesmannschaften reisen übrigens mit eigens gecharterten Trucks im Sammeltransport an. Bedauerlicher weise fehlen die noch in Eschdorf durch ihr sympathisches Auftreten aufgefallenen Teams aus Malta und Irland, denen die lange Anreise in den Osten der Tschechischen Republik zu beschwerlich war oder der von der FiA vorgegebene Zweijahresrhythmus aus vielerlei Gründen nicht in die Saisonplanung passt. Am 8. und 9. Oktober werden sicherlich Bergrennsportfans aller Herren Länder das Wochenende vor ihren PC´s oder Notebooks verbringen, denn wie man hört werden die Läufe zum FiA Hill Climb Masters live im Internet zu verfolgen sein, und das beschränkt sich nicht nur auf den Zeitenmonitor. Acht Kameras werden am Renntag für ein Live-Streaming auf Youtube sorgen und auf die kleine Stadt Sternberk, mit ihren 14.000 Einwohnern gerichtet sein. Dort besitzt der Motorsport eine lange Tradition, wurde doch bereits 1905, also vor 111 Jahren erstmals ein Anlass für Automobile ausgetragen. Doch zwei von drei Goldmedailliengewinner aus 2014 werden beim Live-Stream nicht über den Bildschirm flimmern. Der Norma M20 FC mit dem 4-Liter V8-BMW-Triebwerk von Nicolas Schatz, also des Französischen Bergmeisters der letzten Jahre, ist derzeit auf dem Pariser Autosalon ausgestellt und auch der 2014er Kategorie 2-Sieger Eric Berguerand, der erneut die Schweizer Berg-Krone mit seinem Lola Cosworth-E2-SS-Umbau gewinnen konnte, machte keine Anstalten in Richtung Masters. Aus bekannten Gründen (BiD berichtete) wird auch der 2014ner Bronzeträger und U25-Hero David Hauser aus Luxemburg fehlen. Zudem war das vergangene Rennwochenende sehr verlustreich. Die beiden Schweizer Reto Meisel und Marcel Steiner sowie die Deutsche Speerspitze Holger Hovemann mussten ihre geplante Teilnahme am Masters auf Grund von technischen Defekten oder gar Unfällen absagen. Doch wir wollen hier ja nicht nur aufzählen wer alles nicht in der Region Olmüz von der Partie ist, denn es wird sicherlich auch so interessant und spannend werden. Als Top-Favorit sehen Kenner der Szene vor […]

Cividale: Stollnberger nun doch Ö-Meister der Rennwagen

3. Oktober 2016

Der Termin des Finales der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft 2016, dem italienischen „2. Liga-Bergrennen“ von Cividale-Castelmonte, stand lange Zeit nicht genau fest. Die Scuderia Red-Withe plante zuerst für das kommende zweite Oktoberwochenende, bis man bemerkte dadurch mit dem FiA Hill Climb Masters in Tschechien zu kollidieren. Spät entschloss man sich eine Woche eher zu fahren, was den ein oder anderen Piloten zwang, die Reise ins Friaul einer Reise nach Mickhausen vorzuziehen, um noch die letzten ÖM-Zähler der Saison einzustreichen. Für schwierige Bedingungen am Renntag sorgte das Wetter auch an der italienisch-slowenischen Grenze vor allem am Renntag – also nicht nur beim deutschen Bergfinale in Mickhausen. Die Verhältnisse auf der eher rallyeartigen Piste waren nicht gerade einladend. Nachdem der Trainingstag noch trocken und bei Sonnenschein über die Bühne ging kam die vom Wetterdienst vorhergesagte Kaltfront mit Regen, welcher den 1. Rennlauf für alle Teilnehmer zu einer äußerst schwierigen Angelegenheit machte. Dieser endete dann frühzeitig. Den Beginn des  zweiten und letzten Durchgangs zögerten die „Rot-Weißen“ etwas hinaus um der Strecke mehr Zeit zum abtrocknen zu geben. Dies gelang aber nur teilweise, denn die vielen Waldpassagen blieben feucht. Im Kampf um den Gesamtsieg kam es zu einem äußerst spannenden Duell, in dem sich am Ende hauchdünn der Italiener Christian Merli durchsetzen konnte. Dieser pilotierte nicht seinen gewohnten Osella FA 30, sondern erstmals einen Osella PA 21 JRB mit einem 1000ccm BMW Motorradmotor, der wohl vom Osella-Werk als Testauto geliefert wurde. Auch mit diesem kleinen und handlichen Sportwagen lieferte der neue Vize-Europameister ein großartiges Rennen ab. Mit einer beeindruckenden Performance vor allem im zweiten Rennlauf, konnte er einen Rückstand von fast vier Sekunden aus Lauf 1, noch in einen minimalen Vorsprung verwandeln. Am Ende konnte sich Merli um 0,26 Sekunden gegen seinen italienischen Landsmann Federico Liber durchsetzen, dessen Leistung am Renntag mit dem bekannten Gloria C8P-Evo jedoch sowieso nach einem eigenen Kapitel verlangt. Denn im Mittelteil des 1. Trainingslauf hatte er einen leichten Ausritt gegen die Böschung zu verzeichnen, wobei die Front seines Boliden doch erheblich beschädigt wurde. Über Nacht konnte das Team vom Gardasee den Schaden reparieren und der „Jung-Vater“ konnte am Rennen wieder starten, wo er mit einer gigantischen Vorstellung sich nur knapp dem Sieger geschlagen geben musste, aber mit Platz zwei unter diesen Umständen ein gigantisches Ergebnis herausholte. Das Podium komplettierte, völlig überraschend, bereits der genauso überraschende Tourenwagengesamtsieger, und der kam diesmal nicht aus den E1 Klassen sondern aus der Gruppe A! Der […]

St. Agatha: Merli überragend – Hin verpasst knapp den Podiumsrang

28. September 2016

Der Italiener Christian Merli mit seinem Osella FA30 Evo RPE sorgen im oberösterreichischen St. Agatha für Furore und konnte mit einer herausragenden Leistung alles überstrahlen. Mit gigantischen Zeiten konnte er bereits im 1. Rennlauf den Streckenrekord aus dem Vorjahr (Sebastian Petit / Norma BMW V8 4l) deklassieren und den Grundstein für den Gesamtsieg bei seinem ersten Start in St. Agatha legen. Im 2. Lauf konnte er sich nochmals um 0,14sec. steigern und sich zum großen Sieger bei diesem Rennen küren. Dabei konnte er die Zuschauer erneut mit seinem bekannt spektakulären Fahrstil begeistern und für eine Show der Extraklasse sorgen. Platz zwei Gesamt ging an den Deutsch-Slowenen Patrik Zajelsnik im Norma M20F V8 Mugen, der sich mit einer grandiosen Performance ebenfalls hervorragend in Szene setzen konnte und ebenfalls mit gigantischen Zeiten für Furore sorgen konnte. Dabei sorgte vor allem der Sound seines Boliden für Gänsehautfeeling pur entlang der Rennstrecke. Das Podium beim Bergrennen St. Agatha in Oberösterreich komplettierte der Tscheche Dusan Neveril mit seinem ebenfalls brachial klingenden Norma M20FC Judd, der eine großartige Leistung bei diesem Rennen ablieferte und ebenfalls mit exzellenten Zeiten für eine Show der Extraklasse sorgen konnte. Dabei konnte er sich in einem äußerst spannenden Duell gerade einmal um 0,7sec. gegen den Deutschen Alexander Hin durchsetzen, der nach dem ersten Rennlauf noch auf dem letzten Podiumsrang rangierte. Der Schwarzwälder lieferte mit seinem mächtigen und wunderschönen Reynard Judd F3000 (ex-Waldy) eine herausragende Leistung bei seinem ersten wirklichen Renneinsatz mit diesem Boliden ab und konnte dabei gleich mit seinem beherzten Fahrstil für Furore sorgen. Das wurde schlussendlich mit dem exzellenten zweiten Platz in der Gruppe D, E2-SS hinter dem Gesamtsieger aus Italien belohnt. Die Top5 komplettierte der schnellste Österreicher an diesem Wochenende mit dem Kärntner Hermann Waldy sen., der mit seinem kreischenden Lola B06/51 F3000 sich ebenfalls exzellent und vor allem für sein Alter, in Szene setzen konnte und dabei mit starken Zeiten aufhorchen ließ. Platz Sechs ging an den in Kroatien lizensierten Ungarn Laszlo Szasz im weißen Reynard Zytek F3000 mit einer Sekunde Rückstand auf den Kärntner. Wobei wohl ein Problem in der Elektronik eine bessere Platzierung kostete und für eine schlechtere Zeit im 1. Rennlauf sorgte. Die Top 8 komplettierten Milos Asanovic aus Montenegro in einem wunderschönen Radical SR8 LM, der bereits im Vorjahr mit einer exzellenten Leistung überzeugen konnte und diese in diesem Jahr nochmals unterstrich und der Deutsche Peter Behnke mit seinem 2l Tatuus Formel Master S2000, der […]

St. Agatha: Top-Bergrennsport wie immer bei Traumwetter

28. September 2016

Bessere äußere Bedingungen hätte sich der veranstaltende MSC Rottenegg für sein „EXCAPE Automobil Bergrennen Esthofen-St. Agatha“ kaum wünschen können. An beiden Tagen Sonne pur, die in der Früh die Nachtkühle schnell verdrängt. Und auch auf dem flüssig-schnellen 3,2-Kilometer-Asphaltband in Oberösterreich alsbald ein brauchbares Griplevel generiert. Am Übungssamstag sowieso, denn der beginnt in St. Agatha traditionell erst um 12:30 Uhr. Der Sonntag fordert die Aktiven dann ab 09:00 Uhr. Oder zumindest diejenigen, die früh aufstehen und gerne noch einmal probieren möchten. Denn an der dritten Trainingsauffahrt nehmen nicht alle teil. Das Rennen selbst beginnt ebenfalls um 12:30 Uhr, es stehen zwei Durchgänge auf dem Programm, deren Zeiten zum Schlussergebnis addiert werden. Wie immer werden in St. Agatha alle Beginnzeiten so exakt eingehalten, dass man die Uhr danach stellen könnte. Trotz einiger Vorfälle – die wir zum Teil später noch näher erwähnen wollen – ist der Ablauf zügig. An beiden Tagen startet die letzte Rückführung jeweils gegen 17:00 Uhr. Für die Nicht-St.-Agatha-Kenner unter uns müssen wir hier und jetzt noch unbedingt erwähnen, dass die Talfahrten dort etwas ganz Spezielles sind: Sie führen durch ein Heer von begeisterten Zuschauern, die dabei ganz nahe an ihre Lieblinge herandürfen. Unter dem Motto „eine Fahrbahnhälfte für die Rennautos, die andere für die Fans.“ Was bei den Aktiven ganz sicher immer wieder für ein echt prickelndes Gänsehaut-Feeling sorgt. So, nach dieser kurzen Einstimmung nun zum aktuellen Geschehen auf der Strecke. Für die Freunde der Statistik sei noch kurz erwähnt, dass einschließlich des rot-weiß-roten Histo-Feldes, das genau wie die modernen Fahrzeuge nach Bestzeitwertung fährt, 168 Teilnehmer an den Start des Rennens gehen. Genau 160 Fahrerinnen und Fahrer beenden die Veranstaltung in Wertung. Zu denen zählen auch alle drei 1150er Piloten. Wobei dies für einen davon echt am seidenen Faden hing. Oder korrekter ausgedrückt am Getriebe, das zwischendurch geöffnet werden musste, um eine gebrochene Schaltgabel zu ersetzen. Was gelang, von der Schaltbox aber im letzten Race-Heat wieder ignoriert wurde. Dennoch war Youngster Tobias Mayer zufrieden, hatte er doch bereits am Samstag mit seinem Ford Fiesta seine persönlichen Fahrzeit-Anforderungen mehr als deutlich unterboten. War zunächst von der 2-Minuten-Schallmauer die Rede, legte er sich die Latte später auf 1:50, blieb mit 1:43,06 (2. TL) klar darunter. Derweil beharkten sich an der Spitze Jörg Eberle im Fiat 127 Super und Thomas Stelberg im Schneider Polo 16V heftig. Jörg geigt gleich in der ersten Probeauffahrt gewaltig auf, markiert in dieser 1,150 Sekunden vor […]

1 2