Hillclimb Masters wird fortgesetzt

13. Oktober 2017

Das FiA Hillclimb Masters wird im Jahr 2018 seine dritte Auflage erleben, so ist es bereits auf der Internetseite der Federation Internationale de l´Automobile nachzulesen. Auf Anfrage von „Bergrennen in Deutschland“ gab David Moretto, der FiA Sporting Coordinator für die Bereiche Historischer Motorsport, Bergrennen und Off-Road, noch keine konkreten Informationen Preis, doch für die nächsten Wochen sind die ersten Pressemeldungen angekündigt. Mit Spannung wird erwartet welche Location nach Eschdorf 2014 und Ecce Homo 2016 das Race of Champions der Berge sehen wird. Natürlich kursieren in Fachkreisen bereits die ersten Gerüchte und Spekulationen über den Austragungsort der Edition 2018 des FiA Hillclimb Masters. Diesmal könnte die Schweiz das Gastgeberland sein. Eine der möglichen Bergrennstrecken die für Anfang Oktober 2018 zur Debatte stehen sollen, ist die EM-Piste von St. Ursanne – Les Rangiers im Jura, freilich auf einer verkürzten Streckenvariante. Das sind bislang alles nur Spekulationen, aber Bergrennen in Deutschland lag ja schon öfters nicht so ganz daneben. Aber, Warten wir´s ab. Wir bleiben auf jeden Fall an diesem interessanten Thema dran.

Flottes Rennen vor vollem Haus – Der KW Berg-Cup in St. Agatha

27. September 2017

Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab. Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen. Bei den leider nur zwei 1,15-Litern der stark verbesserten Tourenwagen (TW) ist lange Zeit heftiges Augenreiben angesagt. Denn Jörg Eberle turnt mit seinem 8- Ventiler Fiat 127 Super frech, fröhlich und frei vor dem Schneider Polo 16V von Thomas Stelberg herum. Dessen Kupplung rutscht, obendrein schwächelt die Differentialsperre. Dennoch verringert Thomas den Trainingsrückstand von 2,7 Sekunden in Rennlauf eins auf nur mehr 27 Hundertstel. Ins Finale geht er voll motiviert, ignoriert die technischen Gebrechen, schafft mit 1:31,60 noch die „last […]

Servus Kämpfernatur – Hermann Waldy sen. ist tot

20. September 2017

Nun hat er doch noch seinen langen und erbittert geführten Kampf gegen den Krebs verloren. Hermann Waldy Senior ist tot. Der 70-jährige Kärntner war einer der erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs und gewann zwischen 2004 und 2016 sieben Mal die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft im Formel 3000. Bereits 1968 begann die motorsportliche Laufbahn des Hermann Waldy in den Disziplinen Autocross und Skijöring. Seit Mitte der 1980er betätigte sich Waldy im Bergrennsport, was zu seiner großen Leidenschaft wurde. Zu seinen  Meistertiteln gesellten sich zahlreiche Gesamtsiege bei nationalen und internationalen Bergrennen. Waldy war eine beispielhafte Kämpfernatur und machte immer das Beste aus seiner Situation. In Folge seiner Krebserkrankung  laborierte er Anfang dieses Jahres auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April hatte sich Waldy wieder soweit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann leider verwehrt. Der Bergrennsport in Österreich und ganz Europa verliert mit Hermann Waldy Senior einen Ausnahmekönner und große Persönlichkeit, die am 19. September 2017 verstarb. Der Trauergottesdient wird am Samstag, den 23. September, um 14 Uhr, in der Pfarrkirche Radweg gelesen.    

EM-Auftakt nach Maß am Rechberg – Schreckmoment für Waldy

23. April 2017

Der Auftakt zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Österreich hielt alles, was sich die Kenner der Szene erhofft hatten. Das Almenland in der Gegend um Fladnitz in der Steiermark präsentierte sich gottlob schneefrei und vor allem trocken. Dennoch war es genauso stürmisch und „saukalt“ wie in 2016. Die rund 200 Teilnehmer aus neun europäischen Nationen mussten teilweise eine Anreise durch tief verschneite Regionen in Kauf nehmen. Die neue Organisation um Erich Weber funktionierte sehr gut, vor allem das neue Konzept im Training das vorsieht mit rot aufgehaltene Fahrer nicht mehr zurückzuholen und neu starten zu lassen, sondern nach italienischem Vorbild nach Beseitigung der Blockade einfach weiter Richtung Ziel zu schicken, brachte Vorteile. Lediglich eine um fast eineinhalb Stunden verzögerte Siegerehrung hätte man bemängeln können. Doch es bleibt festzuhalten, das neue Orgateam hat sich bewährt. Was vor Wochen noch als „ein Ding der Unmöglichkeit“ angesehen wurde, entpuppte sich am Rennwochenende wider erwarten zur Realität. Österreichs Berg-Legende Herrmann Waldy, der sich über Monate mit Hilfe von Ärzten und Rehateams schindete, um seine inkomplette Querschnittslähmung zu überwinden, hatte es tatsächlich geschafft und steuerte am Trainingstag seinen Tatuus-Formula Master mit 2-Liter Honda-Motor die Rechberg-Bundesstraße hinauf. Der 69-Jährige hatte sein Ziel wieder in seinen Rennwagen zurückzukehren, mit unbändigem Willen erreicht. Doch am Renntag musste Waldy Senior einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Im Streckenabschnitt Harrer-Höhe überschlug sich Waldy mit seinem Auto mehrfach, der Bolide blieb auf dem Rücken liegen. Der Kärntner war sofort ansprechbar, wurde von Streckenposten aus dem Auto geholt und konnte gestützt selbstständig gehen. Waldy wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Eine Computer Tomographie zeigte aber keinerlei Verletzungen. Auch der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht. Gesellschaft bei der Untersuchung im Spital hatte Waldy leider auch vom Deutschen Sportwagen-Senior Erich Öppinger, der sich mit seinem Osella PA16 BMW ebenfalls überschlug. In beiden Fällen gab es aber später Entwarnung von der Rennleitung. Rein sportlich gesehen stand das Duell der beiden italienischen Elitefahrer Simone Faggioli und Christian Merli einmal mehr im Brennpunkt des Interesses. Vor allem wie der neue Fortech-V8-Motor in Merlis Osella FA30 einschlagen würde, war die große Frage. Und er schlug ein! Doch zuerst donnerte Serieneuropameister Simone Faggioli in 1:53,783 von Tulwitz nach Rechberg. Der Norma-Pilot verbesserte damit seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Aber Vorjahressieger Christian Merli war noch schneller. In 1:52,916 war Merli zwei Sekunden schneller als Faggioli im Vorjahr und der erste Mensch der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 160 km/h den Rechberg bezwang, was die Sicherheitsexperten der […]

Boxengeflüster 04/2017: Wussten Sie schon dass…?

24. März 2017

DASS die lebende, österreichische Bergrennlegende Herrmann Waldy vergangene Woche auf eigenen Beinen die Gailtalklinik in Hermagor verlassen konnte. Nach einer inkompletten Querschnittlähmung war der mehrfache Berg-Staatsmeister monatelang auf den Rollstuhl angewiesen. Nach einer überwundenen Erkrankung an Prostatakrebs, mit der er sogar fünf Bergrennen in seinem Formel 3000 und mit gelegtem Katheter fuhr, wurde Ende letzten Jahres festgestellt, dass ein Wirbelkörper vom Krebs angegriffen war. Die medizinische Diagnose war für den 69-Jährigen schockierend. Eine qualvolle Rehabilitation über fünf Monate hinweg, war die Folge. Und noch im Vorjahr hatte sich Waldy ein Ziel gesetzt. „Ich möchte auf meinen eigenen Beinen das Krankenhaus wieder verlassen können.“ Dieses Ziel hat er jetzt erreicht. Das erste Probesitzen in seinem weißen Lola F3000 hat Waldy auch schon geschafft. „Ich bin aber zurzeit noch nicht beweglich genug, aber ich arbeite jeden Tag daran“. DASS das österreichische Team von Erich Edlinger vor wenigen Tagen ein Lebenszeichen von sich gab. Vor gut einem Jahr wurde der spektakuläre BMW 320 IRL V8 der Modellreihe E30 eingemottet und gleichzeitig ein neues innovatives Projekt angekündet. Jetzt gab man die erste interessante Information Preiß. Nach all den viele Recherchen, Berechnungen und Überlegungen kamen von den vielen Fahrzeugen mehrerer Hersteller aus der engeren Auswahl, nur noch wenige in Frage und schlussendlich fiel die Wahl auf den i8 von BMW. Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren die Parameter wie Sicherheit, Gewicht, Antriebsmöglichkeiten, Fahrzeuggröße und nicht zuletzt noch eine gewisse Affinität zu BMW. Man kann also auf die nächsten hochinteressanten Neuigkeiten aus der Steiermark gespannt sein. DASS sich die Organisatoren des 50. Int. Osnabrücker Bergrennen vom 4. – 6. August 2017 wieder eine ganze Menge einfallen lassen, um den Event im Norden von Deutschland zu einer ganz besonderen Note zu verhelfen und dabei auch für das Jubiläum einmalige Highlights zu präsentieren. Die bekannte Fahrerlagerstraße von der Einfahrt am „Kruzifix“ bis herunter in Höhe des Vorstartbereiches wird in diesem Jahr mit Einbruch der Dunkelheit beleuchtet werden. Der mit der Stromversorgung des gesamten Bergrennens beauftragte Elektriker wird über die gesamte Länge von 2,5 km Leuchtkörper mit LED-Partyleuchten aufhängen. Die Idee entstand auch aus einem Wunsch einiger Teams, insbesondere im dunklen Waldbereich abends und in der Nacht für etwas Licht zu sorgen. Gerade in diesem Jahr hat die Beleuchtung einen sinnvollen Nebeneffekt: Wenn die Teams und Gäste spätabends und in der Nacht den Heimweg von den Jubiläumsfeierlichkeiten antreten, können Sie sicher zu ihren Quartieren zurückfinden. DASS im August ein geschichtsträchtiger Skoda Octavia […]

Werkstatt-Report # 23: ITC-Motorsound kehrt an den Berg zurück

14. März 2017

Der Schwarzwälder Häuslebauer Alexander Hin wird in der bald beginnenden Bergrennsaison 2017 wieder häufiger in den Starterlisten auftauchen, als noch in den vergangenen Jahren. Der Montagebau-Spezialist und Gönner von „Bergrennen in Deutschland“, hat sein berufliches Umfeld etwas verändert und wird so an den Wochenenden wieder deutlich mehr Freizeit zur Verfügung haben, die er in den Bergrennsport investieren möchte. Unter dem Motto „nicht kleckern, sondern klotzen“ plant „Alex“ einiges nachzuholen, auf das er lange hat verzichten müssen. Gleich drei Rennfahrzeuge stehen derzeit in seinem Stall und ein LKW-Renntransporter ist kürzlich auch noch dazu gekommen. Beginnen wird Alexander Hin beim Berg-EM Auftakt am Rechberg mit dem ex-Waldy Reynard Formel 3000. Der rote Rennwagen weilt zurzeit in Schweinfurt bei Motorsport Lang zur Überholung. Uwe und Georg Lang sind dabei verschiedene Servicearbeiten zu erledigen. Das Getriebe wird überholt, eine Lenkradschaltung eingebaut, das Fahrwerk neu justiert und verschiedene Anbauteile aus Carbon repariert. Da der soundstarke Judd-Motor des Reynard mit einem Hubraum von 3,3 Liter für das Deutsche Reglement etwas zu großvolumig ist, kann Hin damit nur Läufe zur Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft fahren. Geplant sind mit diesem Fahrzeug zumindest Rechberg, Ecce Homo und St. Anton. Für den „Deutschen Markt“ steht dem Südschwarzwälder ein Sportwagen der Gruppe E2-SC  hoffentlich bald zur Verfügung. Das PRC S4-Chassis stammt von ex-Bergmeister und Rennwagenbauer Walter Pedrazza aus Hard in Vorarlberg, wo das Fahrzeug auch für die neue Saison und den neuen Besitzer vorbereitet wird. Clou an diesem Deal ist aber die Motorisierung dieses Prototyps. Im Heck der Rennwagenkonstruktion werkelt nämlich eines der legendären 2.5 Liter ITC-V6 Triebwerke von Opel, aus den 1996er Werksbeständen der Rüsslesheimer. Der von Cosworth entwickelte Motor bringt eine Leistung von 470 PS auf die Piste und ist gewichtsmäßig im Vorteil gegenüber den gebräuchlichen 3-Liter Motoren von BMW. Hin  hofft darauf, denn ebenfalls sehr soundstarken Sportprototyp bereits zum Hill Race Eschdorf am ersten Mai-Wochenende erstmals am Berg pilotieren zu können. Eine zweite Motoreneinheit aus dem ITC-Opel Calibra gehört ebenfalls zum erworbenen Gesamtpaket. Und hier kommt Hins dritter Renner ins Spiel. Die Opel Kadett GT-C Silhouette mit der PRC-Sportwagen Bodengruppe wurde zwischenzeitlich auch in die Hände von Pedrazza-Motorsport übergeben. Der bisher verwendete 3-Liter BMW CN-Motor muss weichen, um dem zweiten Opel-ITC Herz Platz zu machen. „So wird es fast ein reinrassiger Opel“, freut sich Alexander Hin. Die Spezialisten von Pedrazza-Racing-Cars (PRC) werden das Chassis anpassen und den V6-Motor einbauen. Wann hier das erste Rollout zu erwarten ist noch nicht absehbar. […]

Zeitenwende am Rechberg – Weber übernimmt von Seitinger

26. Februar 2017

Seit 1972 gibt es das Rechberg-Rennen in der österreichischen Steiermark. Bislang 45-mal ging der „Große Bergpreis von Österreich“ auf der Rechberg-Bundesstraße über die Bühne. Und 45-mal war es auch Ehrenfried Seitinger der dabei die Fäden der Organisation in Händen hielt und das Rechberg-Rennen zu dem machte was es heute ist, nämlich einem der traditionsreichsten Rennveranstaltungen der Alpenrepublik und zu einem der beliebtesten Rennen im Rahmen der Berg-Europameisterschaft, wie sie seit dem Jahr 1981 an diesem Berg ausgefahren wird. Ehrenfried Seitinger, der im vergangen Herbst seinen 80. Geburtstag feiern konnte, kündigte schon zum letztjährigen Rennereignis seinen Rücktritt an. Zwischenzeitlich wurde mit Erich Weber ein neuer „Macher“ für die Gesamtorganisation gefunden. Erich Weber, alias TESSITORE, kennen viele als aktiven Rennfahrer aus der Berg-Europameisterschaft. Der Mann aus Bruck an der Mur belegt mit seinem Porsche 997 Cup Rang fünf in der letztjährigen EM-Wertung der Kategorie I, dass als bester GT-Pilot. Somit kennt sich Weber, der bereits in den späten 1990er Jahren mit einem PRC-2-Liter Sportwagen den ersten Teil seiner Karriere bestritt, im Metier Bergrennen bestens aus. „Als aktiver Motorsportler bemühe ich mich zukünftig auch darum, dass wir ein wenig moderner werden und unser Marketing verbessern“, skizziert Weber seine Marschrichtung. „Dazu gehören auch ein aktueller Facebook Auftritt, ein neues Logo und eine laufend aktuelle Internet-Homepage. Bestandteil unserer Neuerungen ist auch das neue ONLINE Nennsystem für die Teilnehmer, auf www.rechbergrennen.com sowie für die Fans ein eigener Ticketshop, für die vergünstigten Vorverkaufskarten“. Aber ganz wird sich Ehrenfried Seitinger von seinem Lebenswerk noch nicht zurückziehen. „Ja, der Ehrenfried ist heuer noch im „zweiten Glied“ dabei, aber alles was wirklich wichtig ist, entscheide ich“, so Erich Weber gegenüber unserer Webseite. „Rennleiter ist weiterhin Jakob Schrittwieser, aber er darf jetzt mehr selbst entscheiden. Ihm zur Seite stehen Mario Klammer, selbst aktiver Rallyefahrer und Organisator der Rallye Weiz, sowie Peter Eibisberger (ebenfalls Aktiver und Mit-Organisator bei der Rallye Weiz). Dazu konnten wird mit Omikron eine neue Zeitnehmung, mit einem Internet-Livetiming für all jene die zu Hause bleiben müssen, verpflichtet. Auch der Ablauf wird ein wenig gestrafft, damit wir das geplante Mammutprogramm, mit der modernen und historischen EBM, der Österreichische modernen und historischen Meisterschaft sowie die Wertungsläufe der Slowakischen und Slowenischen Berg-Meisterschaften durchbringen“. Am 22./23. April 2017, dem großen Rennwochenende von Fladnitz an der Teichalm, wird Erich Weber dennoch unter seinem Pseudonym TESSITORE auf der Rechberg-Bundesstraße zwischen Tulwitz und der Rechbergpasshöhe bei Semriach, im Rennauto sitzen. Denn der 50-jährige Geschäftsführer visiert […]

Nach Schicksalsschlag kämpft Hermann Waldy mit steilstem Berg

13. Januar 2017

Hermann Waldy, einer der bekanntesten und erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs erklimmt zurzeit den wohl steilsten Berg seines Lebens. Der Kärntner Motorsport-Evergreeen laboriert seit Wochen an einer inkompletten Querschnittlähmung und befindet sich seit dem 16. Dezember 2016 in der Gailtal-Klinik von Hermagor in der Nähe von Villach. Mit sieben Bergstaatsmeistertiteln, zwischen 2004 und 2016 ist Hermann Waldy Senior der erfolgreichste Rennwagenpilot der Neuzeit in der Österreichischen Bergmeisterschaft. Der Bergrennsport bestimmte seit den beginnenden 1990er Jahren das Leben des mittlerweile 68-Jährigen Feldkirchners. Schon im Jahr 1968 begann seine Motorsportkarriere in einem 1000er Simca auf Rallyepfaden. Über die Disziplinen Autocross und Skijöring fand Waldy schließlich an den Berg. Nach dem dritten Schlussrang in der Berg ÖM des vergangenen Jahres, peilte Hermann Waldy für 2017 eine weitere Saison im weißen Lola B06/51 der Formel 3000 an. Sein Karriereziel, das 50. Motorsportjahr in 2018, ist wenn nicht noch ein Wunder geschieht, kein Thema mehr. Beim Auto-Bergrennen St. Agatha im letzten September wurde er noch fünfter in der Gesamtwertung. Doch wenig später bemerkte Waldy schmerzen in den Beinen, denen Lähmungserscheinungen folgten. Nach der ernüchternden Diagnose inkomplette Querschnittlähmung wird sich Hermann Waldy Senior mindestens noch bis Anfang März 2017 einer langwierigen Reha-Maßnahme in Hermagor unterziehen. Nach einer erst vor kurzem überstandenen Krebserkrankung, mit der er teilweise sogar ins Rennwagencockpit kletterte, ist nun erneut der Kämpfer in Hermann Waldy gefordert. „Es kam aus heiterem Himmel. Es ist einfach schlimm, wenn du von heute auf morgen nicht mehr die einfachsten Dinge erledigen kannst, für Toilette und Dusche Hilfe benötigst“, äußerte sich Waldy in einem Zeitungsinterview. Tagtäglich gilt es für den Formel 3000-Liebhaber ein anstrengendes Rehaprogramm zu absolvieren. „Die Ärzte und das Pflegepersonal kümmern sich aufopferungsvoll um mich, sie leisten unglaubliches“, lobt Waldy. „Aber selbst Aufstehen oder Schritte gehen, schaffe ich im Moment nicht“. Das Schicksal einer inkompletten Querschnittlähmung teilt Hermann Waldy übrigens mit dem Österreichischen Skispringer Lukas Müller. Auslöser der Lähmung war eine Wucherung, die trotz einer gelungenen Operation den Wirbelkörper in Mitleidenschaft gezogen hat und die Nerven schädigte. „Meine Nerven werden ständig geprüft und gereizt“, plaudert Waldy weiter. „Aber – und das sagen alle, ich muss Realist bleiben“. „Bergrennen in Deutschland“ wünscht der sympathischen Berg-Legende der Alpenrepublik auf jeden Fall viel Kraft und Durchhaltevermögen für eine bestmögliche Genesung!

Homestory: Franco Berto mit neuer Herausforderung in 2017

28. Dezember 2016

Im vergangenen Sommer besuchte „Bergrennen in Deutschland“ Franco Berto, den Österreichischen Berg-Vize-Meister von 2015, in seiner italienischen Heimat am Gardasee und beim Bergrennen Alpe del Nevegal im Belluno. Der 55-jährige Italo-Schweizer bestreitet seit 1989 Bergrennen. Seit einigen Jahren konzentriert sich der Mann aus dem mit unter weltbekannten Ferien- und Weinbauort Bardolino auf die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft, wo er in der abgelaufenen Saison Rang 4 in der Endabrechnung des Rennwagenchampionats belegen konnte. Als Mitteleuropäer, von der Nordseite der Alpen kommend, ist man schon ein bisschen neidisch auf die in Norditalien und am Gardasee gerne praktizierte unbeschwerte Lebensart. Hektik und Stress scheint es hier nicht zu gegen. Dem entsprechend trafen wir den Bergspezialisten erst einmal in einem typischen Straßenkaffe, jedoch etwas abseits der ausgetretenen Touristenpfade im der Bar Centrale in Calmasino, 80 Meter über dem See, im Hinterland von Bardolino. Hier kann man Franco Berto unter der Woche fast jeden Morgen zu seiner angestammten Zeit antreffen. Bei einem sensationellen Blick über den See ist Motorsport da kaum Thema, höchstens wenn Ferrari in der Formel 1 den Gesprächsstoff liefert. Vielmehr stehen lokale Ereignisse und das genießen eines Cappuccino oder Espresso im Vordergrund. Wenig später ging es weiter zu Francos Anwesen etwas oberhalb von Bardolino, wo er mit Ehefrau und Tochter Giulia lebt. Die Garage im Garten beherbergt den Formel Renault Monza, samt Equipment, mit dem Berto im Jahr 2015 die Österreichische Vize-Bergmeisterschaft hausgefahren hatte. Hier ist es recht eng, doch der Rennwagen samt Ersatzteilen, Werkzeugen und Pflegemittel hat seinen Platz gefunden. Auch ein Teil der unzähligen Pokale ist hier her ausquartiert. „Nur die wichtigsten Trophäen stehen im Haus, genauer gesagt im Schlafzimmer, sonst spielen meine beiden Frauen nicht mit“, lacht Franco. Kleinere Wartungsarbeiten und aerodynamische Weiterentwicklungen nimmt der Vertreter in der Sanitärbranche selbst an seinem Formel Boliden vor. Es ist ein recht ungewöhnliches und eher seltenes Rennfahrzeug. Der Formel Renault „Monza“ stammt aus der italienischen Formel Renault Serie auf der Rundstrecke und ist, anders als üblich mit einem 1600 ccm, statt einem 2-Liter Triebwerk ausgerüstet. Der Motor in Francos Rennwagen entspricht in den letzten Jahren den bekannten Super 1600-Motoren, wie sie im Rallyesport beispielsweise im Renault Clio Verwendung finden. In der Klasse bis 2 Liter der Berg ÖM kann der Mann vom Gardasee dennoch hervorragend mitthalten. Wie viele am Bergrennsport begeisterte Sportler kann Franco Berto auf eine zweigeteilte Laufbahn schauen. Ende der 1980er Jahre, genau 1989 begann Franco mit einem Peugeot 205 1,9 GTI mit […]

Termine 2017 – Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft

14. Dezember 2016

Im Vergleich zur Saison 2016 zählen im kommenden Jahr nur mehr neun statt zehn Rennen zur Berg ÖM. Wegen des gedrängten Terminkalenders zum Saisonende fehlt erneut das deutsche Bergrennen Mickhausen in der Auflistung. Zudem ist das italienische Rennen Alpe del Nevegal und der EM-Endlauf von Buzet in Kroatien heraus genommen worden. Dafür passt das kroatische Rennen von Cabar gut in die Meisterschaftsrunde. 22./23. April 2017 – Rechbergrennen 27./28. Mai 2017 – Verzegnis – Sella Chianzutan (I) 03./04. Juni 2017 – Sternberk Ecce Homo (CZ) 17./18. Juni 2017 – GHD Gorjanci (SLO) 08./09. Juli 2017 – Bergrennen St. Anton a.d.J. 22./23. Juli 2017 – Cabar (CRO) – Update: 15./16. Juli 02./03. September 2017 – GHD Ilirska Bistrica (SLO) 23./24. September 2017 – Auto-Bergrennen St. Agatha 07./08. Oktober 2017 – Cividale-Castelmonte (I) – Update: 14./15. Oktober

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