Bergrennen St. Urban wird zum „Hermann-Waldy-Memorial“

1. Dezember 2018

Im kommenden Jahr wird das Bergrennen St. Urban, das im Mai 2019 zur Wiederbelebung kommt, als „Hermann-Waldy-Memorial“ über die Bühne gehen und als Rennen in Erinnerung an den „fliegenden Feldkirchner“ stattfinden. Das Bergrennen an der Simonhöhe, über die 2,8 Kilometer lange Straße nach St. Urban, soll seinen zweiten Frühling am 4. und 5. Mai 2019 erleben. Somit wird der Motorsport im Glantal, ganz im Süden Österreichs, wieder Einzug halten. Rund 120 Piloten werden zu diesem Lauf, der zur Österreichischen Bergstaatsmeisterschaft und zum steirischen Bergrallye-Cup zählen soll, erwartet. Hermann Waldy Senior, der siebenmalige Österreichische Berg-Staatsmeister verstarb im September 2017. In Folge seiner Krebserkrankung laborierte der Formel 3000-Pilot auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April 2017 hatte sich Waldy wieder so weit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann aber leider verwehrt. Jetzt wird sein Heimatrennen nach ihm benannt.

Pre und sein Bergmonster sagen Goodbye

20. Juli 2018

Beim Bergpreis Schottenring im Frühling dieses Jahres war es ein grandioser Abschied vom Bergrennsport mit einem neuen Streckenrekord und dem Gesamtsieg. Dies stellte sich für den Österreicher Herbert Pregartner nun im Nachhinein heraus. „Am Vogelsberg war der letzte Auftritt von meinem Bergmonster, aber sicher nicht von mir. Der Porsche 911 GT2 R hat einen neuen Besitzer gefunden, der das Fahrzeug auf der Rundstrecke bewegen wird. Ich sage allen Fahrerkollegen und Fans danke, für die wirklich sehr schöne Zeit am Berg“. Was bringt die Zukunft fragen sich jetzt sicher viele Bergrennfans? „Das steht noch in den Sternen, ich bleibe sicher im Rennbetrieb, beispielsweise als Fahrercoach und als Testfahrer, oder wenn mir wer sein Rennauto zur Verfügung stellen sollte. Ich habe wirklich tolle Momente bei Euch draußen im KW Berg-Cup genossen, aber einmal ist Schluss“, stellt Pregartner klar. „33 Jahre im Bergsport, ist eine gigantische lange Zeit und das alles mit den kleinsten finanziellen Mitteln“. Herbert Pregartner begann seine Karriere Mitte der 1980er Jahre im Steirischen Bergrallye-Cup und blieb bis zum heutigen Tag der Marke Porsche treu. Mit verschieden Porsche-Modellen, wie 911 2,2 S, 911 RS, 911 RSR, RSR Bi-Turbo oder 911 GT2, fuhr der Mann aus der Südoststeiermark auch zahlreiche Erfolge ein, wie zum Beispiel mehrfach den Gesamtsieg im Bergrallye-Cup und Bergrallye-Pokal, in der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft und FiA Zonenmeisterschaft. Dazu muss man die zwei Vize-Meisterschaften im FiA-Hillclimb Cup und unzähligen Klassen- und Gruppensiege erwähnen.

Merli führt nach Rechberg erstmals die EM an

23. April 2018

Die diesjährige Saison in der Berg-Europameisterschaft verspricht hochinteressant und spannend zu werden – dass mit Sicherheit mehr als in den Vorjahren. So lautet die Erkenntnis nach dem zweiten von zwölf Rennen der EBM vom vergangenen Wochenende am österreichischen Rechberg. Das traumhafte Frühlingswetter lockte die Fans in großen Schaaren ins steirische Almenland. Und auf den Wiesen und Almen entlang der rund 5 km langen klassischen Bergrennstrecke verlebten die Zuschauer einen herrlichen Renntag. Nur wenigen Unverbesserlichen stiegen die Unvernunft und der Alkohol zu Kopf, die dann von der Polizei aus den Sperrzonen entlang der Rechberg-Bundesstraße geholt werden mussten. Diese war im Vorfeld, von Posten 3 bis Posten 16 neu asphaltiert worden. Dass noch ein recht frischer Belag zuweilen rutschig sein kann, mussten einige Piloten am eigenen Leib erfahren, darunter auch der Tscheche Dan Michel (Lotus Elise) und der Schwarzwälder Alexander Hin. Beiden drehte es bei Highspeed den „Hintern weg“ und sie krachten in die Betonelemente. „Leider kein Glück am Rechberg für uns“, resümierte Hins Team-Chef und Konstrukteur Emanuel Pedrazza. „Alex verlor unseren PRC S4 ITC beim anbremsen der Puntigammer Kurve mit über 225 km/h. Obwohl das Fahrzeug eine 14 Jahre alte Konstruktion ist hat der PRC S4 mit Alex Hin zuvor gezeigt, dass wir mit Ausnahme von Merli und Faggioli mithalten können. Wir werden reparieren und schnellstmöglich zur nächsten Attacke blasen“. Die bereits angesprochenen „Italo-Stars“ Christian Merli im Werks-Osella FA 30 und Simone Faggioli im Werks Norma M20 FC bestimmten die beiden Rennläufe am Sonntag in gewohnter Art und Weise. Wie schon ein Wochenende zuvor am französischen Col St. Pierre musste Faggioli seinen Landsmann überraschender Weise ziehen lassen. Vor Wochenfrist gab ein seltener Fahrfehler den Ausschlag zu Gunsten Merlis. Diesmal war es aber unverkennbar Merlis blendende Form, die schlussendlich zum deutlichen und dritten Rechberg-Gesamtsieg in Folge des Südtirolers führte. Ganze 6,5 Sekunden Poster sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem ebenfalls überraschenden Tagessieg am Col St. Pierre des französischen Meisters Sebastien Petit im Norma M20 FC, war man auch am Rechberg auf dessen Abschneiden gespannt. Das Team Petit Autosport plant insgesamt an acht Läufen der aktuellen Berg EM teilzunehmen und kann so zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden, zumal Faggioli wegen seines Starts am Pikes Peak in den USA mindestens einen EM-Laufen auslassen muss und sich somit keine weiteren Patzer mehr leisten kann. Christian Merli muss am 22. Mai nochmals in Slowenien vor Gericht erscheinen, wo weiter die Geschehnisse um den letztjährigen EM-Lauf […]

Termine 2018: Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft

29. Dezember 2017

Bäumchen wechsel dich in der Berg ÖM. Vier der insgesamt 10 Veranstaltungen sind neu im aktuellen Kalender – mit Altlengbach vor den Toren Wiens und dem slowakischen Bergrennen Jankow Vršok, gibt es sogar zwei Debütanten. Interessant ist dabei, dass Altlengbach eine neue Veranstaltung ist, die im September 2017 erstmals als reines Tourenwagenrennen ausgetragen wurde. Die rund 25 Teilnehmer und die motivierten Organisatoren waren mit dem Erstlingsrennen zufrieden. Die Strecke liegt direkt an der Westautobahn A1 und führt teilweise sogar durch Gehöfte. Im kommenden Juli werden dann auch die Rennsportfahrzeuge an den Start gehen. „Es ist gut, wieder ein Bergrennen mehr in Österreich zu haben“, stellt der ÖBM-Fahrervertreter „Tourenwagen“ Erich Weber treffend fest. Fünf Mal tritt die ÖBM im Rahmen von Berg EM-Läufen an. Der langjährige Finallauf in Cividale, im Italienischen Friaul, musste weichen, wohl um keine Terminkollision mit dem FiA Hillclimb Masters zu riskieren. Eine weitere Neuerung betrifft das Rennen St. Anton/J. und den erstmals zur Berg-ÖM zählenden Lauf Jankov Vršok in der Slowakei. Dort werden sowohl am Samstag als auch am Sonntag Punkte für die Meisterschaft vergeben, sprich es werden an beiden Tagen Trainings- und Rennläufe ausgetragen und gewertet. Damit werden an 10 Rennwochenenden nunmehr insgesamt 12 Wertungsläufe zur Österreichischen Automobil Bergstaatsmeisterschaft ausgetragen. Dem wurde auch bei der Anzahl der etwaigen zu berücksichtigenden Streichresultate Rechnung getragen. Gleich einige Änderungen erfährt die Österreichische Automobil Bergstaatsmeisterschaft in der Saison 2018. Neben einigen Änderungen im Terminkalender, wurde auch das Reglement umgestaltet. Das betrifft vor allem die Division 3, insbesondere die dort zahlenmäßig am stärksten vertretene Gruppe E1. Dort werden 2018 in 3 Hubraumklassen (bis 1600ccm, bis 2000ccm, über 2000ccm) Punkte vergeben und nicht wie in den letzten Jahren Gesamt. Zudem sind hier ab sofort auch die E1 Boliden aus der Slowakei, Italien, Tschechien, Slowenien, Kroatien etc. (Wagenpass einer Mitglieds-ASN der FIA Zone Zentraleuropa) punkteberechtigt. 21./22.April 2018 – Rechbergrennen (A)  26./27.Mai 2018 – Verzegnis (I) 02./03. Juni 2018 – Ecce Homo (CZ) 30.06./01. Juli 2018 – Bergrennen St. Anton a.d. Jesnitz (A) 07./08. Juli 2018 – Slovakia Baba (SK) 21./22. Juli 2018 – Bergrennen Altlengbach (A) 11./12. August 2018 – Jankov Vršok (SK) 01./02. September 2018 – Ilirska Bistrica (SLO) 15./16. September 2018 – Buzet (HR) 22./23.September 2018 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A)

Berg-Comeback für Pedrazza-Racing-Cars

21. November 2017

Der österreichische Rennwagenbauer PRC wird zur kommenden Saison 2018 mit einem neu entwickelten E2-SC Sportwagen in den Bergrennsport zurückkehren, wo auch die Wurzeln von Pedrazza-Racing-Cars zu finden sind. Firmengründer Walter Pedrazza, der 1983 und `86 die Deutsche Bergmeisterschaft gewann, baute zu dieser Zeit bereits die ersten speziellen Bergrennfahrzeuge für die Gruppen Formel 2 und C3. Emanuel Pedrazza, der die Firma 2010 von seinem Vater Walter Pedrazza übernommen hatte, konzentrierte sich fast ausschließlich mit seinen Konstruktionen auf den Rundstreckensport. Die Pedrazza´s organisieren seit Jahren die bekannte Sports Car Challenge auf Rennstrecken in Deutschland, Österreich und Italien, wo viele PRC-Rennsportwagen und ihre Besitzer ein Betätigungsfeld geboten wird. Dabei wurde der Bergrennsport vernachlässigt. Vergangene Woche auf der Professional Motor Sport World Expo in Köln wurde nun der brandneue „Berg-Racer“, der auf den Namen „PRC FPR 12 Flyweigth“ hört, der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. In Anlehnung zum sehr erfolgreichen großvolumigen Sportwagen vom Typ „WPR 60“ wurde die Typenbezeichnung kreiert, denn FPR bedeutet Fabio Pedrazza Racer, nach dem 12-jährigen Sohn von Emanuel, der nach dem im Jahr 2000 tödlich verunglückten zweifachen Berg-Europameister Fabio Danti benannt wurde. Stein des Anstoßes zum Bau des „FPR 12 Flyweigth“ war der Wechsel zur Marke Osella der Vorarlberger Landsleute Christoph Lampert und Peter Amann. „Ich konnte den beiden nichts in diesem Segment anbieten und das fuchste mich“, gestand Pedrazza. Kurzer Hand wurde im Frühjahr dieses Jahres mit den Entwicklungsarbeiten begonnen. Für den mittlerweile 46-jährigen Emanuel Pedrazza stand dabei vor allem der Sicherheitsgedanke ganz oben auf der Liste der Eigenschaften, die der neue Sportwagen besitzen sollte. Mit der Erfahrung aus dem Rundstreckensport wurde ein reines Kohlefaserchassis im Infusionsverfahren gebacken, inklusive Crashbox, das an der Formel 1-Technik angelehnt ist. Ein klares Sicherheitspolster gegenüber der Konkurrenz von Osella und Norma. Dennoch bleibt der neue PRC knapp unter der 500 kg-Marke und verdient sich somit den Beinamen „Flyweigth“, was soviel wie Fliegengewicht bedeutet. Somit liegt man nahe beim Mindestgewicht für diese Fahrzeuggruppe von 475 kg. Pedrazza Racing Cars konnten für dieses Projekt zwei starke Partner gewinnen. Kabelbaumspezialist Raytech, dessen Produkte auch im Militär und Flugzeugbau Verwendung finden, bot kürzlich in Köln auf ihrem Messestand die Bühne für die Prämiere des neuen Sportprototyps. Von Minichberger Motorsport kommt das rund 300 PS starke Honda 2-Liter Triebwerk. Demnach wird der PRC FPR 12 in der hart umkämpften Gruppe E2-SC bis 2000 ccm an den Start rollen. Für die kommenden Saison 2018 plant die Truppe aus Hard am Bodensee […]

Walter Struckmann – Eine Motorsportlegende wird 80

11. November 2017

Am heutigen Samstag, den 11. November 2017 feiert der frühere Berg- und Rundstreckenspezialist Walter Struckmann seinen 80. Geburtstag. Rund sechs Jahrzehnte bewegte sich der Stadthagener im Rennsport. Walter Struckmann ließ dabei kaum eine Motorsportdisziplin aus. In zwei Dekaden widmete er sich dem Bergrennsport, zuerst in Deutschland und dann in reiferem Alter in der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft, beide Male mit großen Erfolgen. Im Jahr 1955 begann Struckmann seine Karriere mit den Zuverlässigkeitsfahrten im Motorradsport und stieg 1957 auf vier Räder um. Er fuhr mit einem VW-Käfer kleine Rallyes, bis dann der erste große Einsatz kam. Walter Struckmann fuhr die „Tour de Europe“ auf einem 24 PS starken NSU Prinz. Diese Zuverlässigkeitsfahrt dauerte ganze 14 Tage und bemaß rund 10.000 Kilometer, quer durch Europa. In der Folge ging es dann steil aufwärts. Unterstützung erhielt er durch seinen Großvater und somit gelangen dem Jubilar Mitte der 1960er Jahre mit einem Koepchen BMW Siege um Sieg auf der Rundstrecke. Seine damaligen Gegner waren keine geringeren wie Rainer Braun, Helmut Kelleners und Hans-Joachim „Striezel“ Stuck. In der Saison 1970 fuhr Walter den ersten Titel auf einem BMW-Alpina in der Deutschen Bergmeisterschaft ein. Bis 1977 nahm er die verschiedensten Rallyes, Berg-und Rundstrecken unter die Räder.1976 erfolgte schon der Umstieg auf die Marke Volkswagen. Es war ein VW Müller-Golf im Castrol Look, mit dem er wieder bei Bergrennen erfolgreich war. 1977 fuhr Walter den Sieg des ONS-Rundstreckenpokal auf dem VW-Müller Scirocco ein.1978 wechselte er dann in den VW-Golf Pokal. Es waren für Walter Struckmann 10 Starts und 10 Siege! Ab 1980 wurde es dann ruhiger um den Racer. Er stellte sich zurück und betreute seinen Sohn Jürgen bei dessen Karteinsätzen. Die nationalen Rallyes im Lancia Integrale fuhr Walter dazwischen weiter. Doch Ende der 1980er trieb es den Niedersachsen wieder an den Berg. Auf Ford Sierra Cosworth und einem Opel Kadett und wurde er 1992 in der Deutschen Berg-Trophäe Zweiter hinter Renault-Pilot Axel Rees. Ab der Saison 1994 griff Walter noch einmal groß an. Sein langjähriger Weggefährte Manfred Pape baute eine Rohbau-Karosse zu einem Kissling Opel Astra Gruppe N für Walter auf. Mit diesem Auto wurde in der Folge jedes Jahr eine Meisterschaft gewonnen. Je zwei Mal sammelte er Titel im Alpen-Donau-Cup und im Österreichischen Mobil Berg Cup. Inzwischen fuhr Struckmann mit Österreichischer Rennlizenz und gewann so als Deutscher insgesamt sechs Mal die Staatsmeisterschaft des Alpenlandes. Der letzte sportliche Höhepunkt war in 2003 der Gewinn der FIA Zonen Hill-Climb Meistschaft für […]

Berg- und Tuninglegende Günther Gabat verstorben

25. Oktober 2017

Nur knapp vier Wochen nach der Todesnachricht von Hermann Waldy, verstarb jetzt mit Ing. Günther Gabat eine weitere Bergrennsport-Legende Österreichs. Noch am 7. August diesen Jahres feierte der Aichfelder seinen 80zigsten Geburtstag. Günther Gabat war 40 Jahre im Motorsport aktiv und sowohl auf der Rundstrecke als auch am Berg einer der erfolgreichsten steirischen Motorsportler auf vier Rädern. In den 1970er bis Mitte 80er Jahren steuerte Gabat Senior Renntourenwagen der Marke BMW, bevor er 1987 zu Ford wechselte und dabei blieb. Die Ford Sierra und Escort-Modelle, meist vom Typ Cosworth, waren durchweg schwarz lackiert, was sein Markenzeichen war. Neben dem internationalen Bergrennsport war Günther Gabat auch im Bergrallye-Cup sehr aktiv, wo er in den Jahren 2000 und 2008 zu Meisterehren kam. Zwei Mal war der Begründer von Ing. Gabat Tuning auch Österreichischer Vize-Staatsmeister im Bergrennsport. Das war 2001 und 2002. Sein letztes Rennen fuhr Gabat im Jahr 2013 am Rechberg. Nach seiner aktiven Laufbahn galt sein ganzes Engagement dem Tuningbetrieb in St. Stefan ob Leoben im Ortsteil Kaisersberg, den seinem Sohn Ing. Andreas Gabat zwischenzeitlich übernommen hatte. R.I.P. Günther!

Hillclimb Masters wird fortgesetzt

13. Oktober 2017

Das FiA Hillclimb Masters wird im Jahr 2018 seine dritte Auflage erleben, so ist es bereits auf der Internetseite der Federation Internationale de l´Automobile nachzulesen. Auf Anfrage von „Bergrennen in Deutschland“ gab David Moretto, der FiA Sporting Coordinator für die Bereiche Historischer Motorsport, Bergrennen und Off-Road, noch keine konkreten Informationen Preis, doch für die nächsten Wochen sind die ersten Pressemeldungen angekündigt. Mit Spannung wird erwartet welche Location nach Eschdorf 2014 und Ecce Homo 2016 das Race of Champions der Berge sehen wird. Natürlich kursieren in Fachkreisen bereits die ersten Gerüchte und Spekulationen über den Austragungsort der Edition 2018 des FiA Hillclimb Masters. Diesmal könnte die Schweiz das Gastgeberland sein. Eine der möglichen Bergrennstrecken die für Anfang Oktober 2018 zur Debatte stehen sollen, ist die EM-Piste von St. Ursanne – Les Rangiers im Jura, freilich auf einer verkürzten Streckenvariante. Das sind bislang alles nur Spekulationen, aber Bergrennen in Deutschland lag ja schon öfters nicht so ganz daneben. Aber, Warten wir´s ab. Wir bleiben auf jeden Fall an diesem interessanten Thema dran.

Flottes Rennen vor vollem Haus – Der KW Berg-Cup in St. Agatha

27. September 2017

Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab. Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen. Bei den leider nur zwei 1,15-Litern der stark verbesserten Tourenwagen (TW) ist lange Zeit heftiges Augenreiben angesagt. Denn Jörg Eberle turnt mit seinem 8- Ventiler Fiat 127 Super frech, fröhlich und frei vor dem Schneider Polo 16V von Thomas Stelberg herum. Dessen Kupplung rutscht, obendrein schwächelt die Differentialsperre. Dennoch verringert Thomas den Trainingsrückstand von 2,7 Sekunden in Rennlauf eins auf nur mehr 27 Hundertstel. Ins Finale geht er voll motiviert, ignoriert die technischen Gebrechen, schafft mit 1:31,60 noch die „last […]

Servus Kämpfernatur – Hermann Waldy sen. ist tot

20. September 2017

Nun hat er doch noch seinen langen und erbittert geführten Kampf gegen den Krebs verloren. Hermann Waldy Senior ist tot. Der 70-jährige Kärntner war einer der erfolgreichsten Bergrennfahrer Österreichs und gewann zwischen 2004 und 2016 sieben Mal die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft im Formel 3000. Bereits 1968 begann die motorsportliche Laufbahn des Hermann Waldy in den Disziplinen Autocross und Skijöring. Seit Mitte der 1980er betätigte sich Waldy im Bergrennsport, was zu seiner großen Leidenschaft wurde. Zu seinen  Meistertiteln gesellten sich zahlreiche Gesamtsiege bei nationalen und internationalen Bergrennen. Waldy war eine beispielhafte Kämpfernatur und machte immer das Beste aus seiner Situation. In Folge seiner Krebserkrankung  laborierte er Anfang dieses Jahres auch noch an einer inkompletten Querschnittlähmung. Bis zum Rechbergrennen Ende April hatte sich Waldy wieder soweit ins Leben zurückgekämpft, um beim größten Bergrennen Österreichs ein letztes Mal an den Start gehen zu können. Die 50. Motorsportsaison, die ihm 2018 bevorstand, was sein erklärtes Ziel war, blieb dem sympathischen Sportsmann leider verwehrt. Der Bergrennsport in Österreich und ganz Europa verliert mit Hermann Waldy Senior einen Ausnahmekönner und große Persönlichkeit, die am 19. September 2017 verstarb. Der Trauergottesdient wird am Samstag, den 23. September, um 14 Uhr, in der Pfarrkirche Radweg gelesen.    

1 2