Erste Absage 2021 – Auch dieses Jahr kein Rechbergrennen

7. Februar 2021

Die erste Hiobsbotschaft für alle Motorsportbegeisterten rund um den Bergrennsport kommt aus Österreich. Da aufgrund der „Corona-Situation“ nach wie vor keine Planungssicherheit gegeben ist, sieht sich der MSC Mürztal mit seinem Organisationsteam um Jakob Schrittwieser dazu gezwungen, das legendäre Rechbergrennen, das für den 24./25.04. vorgesehen war, vorzeitig abzusagen. Die Vorbereitungen für eines der alljährlich größten Highlights im internationalen Bergrennkalender hätten bereits jetzt beginnen müssen. Der für Ende April geplante 2. Lauf zur Berg-Europameisterschaft 2021, wird somit nach 2020 erneut nicht zur Austragung kommen. Allgemein sieht es derzeit nicht gerade rosig für Motorsportevents mit Zuschauern aus, es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann uns die nächsten Absagen ins Haus flattert. Offiziell muss die Absage des Rechbergrennens noch von der FIA bestätigt werden, was aber eine Formalität sein dürfte. Mit seinem Motorradbergrennen von Landshaag, welches ebenfalls für April geplant war, wird der MSC Rottenegg (auch Veranstalter des Auto-Bergrennen St. Agatha), auf den vorsorglich eingerichteten Ersatztermin ausweichen. Dieses Event soll nun am 05.-06. Juni 2021 über die Bühne gehen.

Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft am Glasbach

17. Januar 2021

Noch in den letzten Zügen das alten Jahres hat in Österreich die nationale Sportbehörde AMF mit der Planung für die Saison 2021 begonnen. Zwar kann man zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wie diese schlussendlich aussehen wird. Trotzdem möchte man damit die Fahrer und Teams informieren. Die Berg-ÖM 2021 sollte nach einem Jahr Pause wieder in der Steiermark mit dem Klassiker am Rechberg beginnen. Dieser Event zählt bekanntlich auch wieder zur Berg Europameisterschaft. Nach Kärnten mit dem Rennen in St. Urban steht 2021 auch wieder das Bergrennen St. Anton/J. in Niederösterreich auf dem Programm. Weiter geht es mit Lauf 4 in Tschechien, wo es den Klassiker in Sternberk zu bewältigen gilt. Die 1. Saisonhälfte beschließt das Europameisterschaftsrennen am deutschen Glasbach, wo erstmals die Berg-ÖM zu Gast sein wird und womit nach einigen Jahren Pause wieder ein Rennen in Deutschland zur nationalen österreichischen Meisterschaft zählt. In Thüringen treffen sich zudem die Deutsche und Luxemburger Bergelite. Die „2. Saisonhälfte“ startet in Gasen in der Steiermark, wo zum zweiten Mal ein ÖM-Lauf auf das Straßegg ausgetragen wird. Danach geht es nach Italien zum Rennen Alpe del Nevegal in Belluno, welches nach ein paar Jahren Pause wieder zur Berg-ÖM zählen wird. Als nächstes steht in Slowenien der Klassiker in Ilirska Bistrica auf dem Programm, ehe man nach Oberösterreich zum Highspeedevent in St. Agatha reisen wird. Zum Abschluss geht es nochmals nach Italien zum Rennen in Cividale in den Friaul. von Hillclimbfans.com

Termine 2021: Bergrennen von Belgien über Frankreich bis Slowenien

13. Januar 2021

Es darf zwar allgemein bezweifelt werden, dass die hier aufgeführten Bergrenn-Termine für Deutschland, Österreich, Schweiz, Belgien, Großbritannien, Luxemburg, Tschechien, Slowenien, Kroatien, Polen und der europäischen Bergmeisterschaften in der Saison 2021 alle uneingeschränkt stattfinden werden. Die nationalen Gremien haben jedoch für alle Fälle ihre jeweiligen Rennkalender zusammengestellt und hoffen auf das Beste. FIA Berg Europameisterschaft 2021 10.-11.04. 2021: Col St. Pierre (Frankreich) 24.-25.04. 2021: Rechberg (Österreich) 08.-09.05. 2021: Rampa de Boticas (Portugal) 15.-16.05. 2021: Subida al Fito (Spanien) 29.-30.05. 2021: Ecce Homo Sternberk (Tschechien) 12.-13.06. 2021: ADAC Glasbach Bergrennen (Deutschland) 26.-27.06. 2021: Ascoli Piceno (Italien) 17.-18.07. 2021: Dobsinsky kopec (Slowakei) 24.-25.07. 2021: Limanowa 2021 (Polen) 14.-15.08. 2021: CdC St. Ursanne – Les Rangiers (Schweiz) 28.-29.08. 2021: Ilirska Bistrica (Slowenien) 18.-19.09. 2021: Buzetski dani (Kroatien) FIA Historic Berg Europameisterschaft 2021 24.-25.04. 2021: Rechberg (Österreich) 29.-30.05. 2021: Ecce Homo Sternberk (Tschechien) 19.-20.06. 2021: GHD Gorjaci (Slowenien) 03.-04.07. 2021: Trento Bondone (Italien) 10.-11.07. 2021: Cesana Sestriere (Italien) 28.-29.08. 2021: Ilirska Bistrica (Slowenien) 18.-19.09. 2021: Buzetski dani (Kroatien) 25.-26.09. 2021: Coppa del Chianti Classico (Italien) FIA International Hillclimb Cup 2021 22.-23.05. 2021: Sanok – Zaluz (Polen) 03.-04.07. 2021: Trento Bondone (Italien) 07.-08.08. 2021: GHD Lucine (Slowenien) 21.-22.08. 2021: Osnabrücker Bergrennen (Deutschland) FIA Hillclimb Masters 09.-10.10. 2021: Rampa da Falperra (Portugal) Deutsche Automobil Bergmeisterschaft 2021 24.-25.04. 2021: ADAC Bergpreis Schottenring-Rudingshain 01.-02.05. 2021: European Hill Race Eschdorf (Luxemburg) 23.-24.05. 2021: Wolsfelder ADAC Bergrennen 12.-13.06. 2021: ADAC Glasbachrennen 26.-27.06. 2021: ADAC Ibergrennen Heiligenstadt 10.-11.07. 2021: Homburger ADAC Bergrennen 31.07.-01.08. 2021: ADAC Hauenstein Bergrennen 21.-22.08. 2021: Osnabrücker ADAC Bergrennen 11.-12.09. 2021: AvD Bergrennen Eichenbühl 25.-26.09. 2021: Bergrennen St. Agatha (Österreich) 02.-03.10. 2021: ADAC Bergrennen Mickhausen Österreichische Bergstaatsmeisterschaft (Modern & Historisch) 2021 23.-25.04. 2021: Rechbergrennen 01.-02.05. 2021: St. Urban 14.-16.05. 2021: St.Anton/Jessnitz 27.-29.05.2021: Ecce Homo – Sternberk (Tschechien) 11.-13.06. 2021: Glasbach (Deutschland) 18-20.06. 2021: Gasen-Straßegg 07.-08.08. 2021: Alpe del Nevegal Belluno (Italien) 28.-29.08. 2021: Ilirska Bistrica (Slowenien) 25.-26.09. 2021: St. Agatha 02.-03.10. 2021: Cividale (Italien) Schweizer Bergmeisterschaft 2021 05.-06. 2021: CdC La Roche 19.-20.06. 2021: Bergrennen Hemberg 27.06. 2021: Bergrennen Reitnau 10.-11.07. 2021: CdC Massongex- Verossaz 14.-15.08. 2021: St. Ursanne-Les Rangiers 28.-29.08. 2021: Oberhallau 11.-12.09. 2021: September: Gurnigel 18.-19.09. 2021: Châtel-St. Denis – Les Paccots Italienische Bergmeisterschaft (CIVM) 2021 01.-02.05. 2021: Trofeo Scarfiotti – Sarnano Sassotetto 15.-16.05. 2021: Salita Morano – Campotenese 29.-30.05. 2021: Verzegnis – Sella Chianzutan 12.-13.06. 2021: Trofeo Vallecamonica – Malegno 26.-27.06. 2021: Coppa Paolino Teodori – Ascoli 03.-04.07. 2021: Trento – Bondone 17.-18.07. 2021: Rieti Terminillo […]

Auch Österreich ohne Bergrennen – kein St. Agatha 2020

8. Juli 2020

Leider sieht sich der MSC Rottenegg gezwungen, auch das geplante NOBLEND-Autobergrennen Esthofen – St. Agatha für 2020 abzusagen. Anfangs haben die Lockerungen der Österreichischen Bundesregierung für Veranstaltungen ab 1. September bis 10.000 Personen das Organisationskomitee sehr positiv gestimmt und mit Euphorie wurden die Planungen für das Events begonnen. Wenige Tage später erreichte Markus Altenstrasser und sein Team die Info, dass die Veranstaltung nur mit zugewiesenen Sitzplätzen und einer ganzen Menge unerfüllbarer Auflagen möglich sein wird. Nüchtern betrachtet, hatte man erst eine positive Info seitens der Regierung erhalten und dann wurde wieder ganz schnell zurückgerudert. „Im Anschluss der Besprechung mit der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen stand fest, dass die Vorgaben der Bundesregierung unmöglich einzuhalten sind und wir deshalb gezwungen sind die geplante Veranstaltung schweren Herzens abzusagen“, so Altenstrasser. „Auf diesem Wege möchten wir uns auch bei der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen für das faire und ehrliche Gespräch bedanken, welche uns auch ausdrücklich mitteilte, dass die BH keine Einwände zur Veranstaltung habe, dass aber leider die Vorgaben der Bundesregierung verordnet werden müssen – was natürlich in der derzeitigen Lage völlig nachvollziehbar und verständlich ist“. Die aktuellen Fallzahlen in Oberösterreich und die ab morgen erneut geltende Maskenpflicht, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, helfen dem ganzen Projekt auch nicht unbedingt positiv weiter. Gesundheit geht vor – keine Frage! Jedoch schaden diese Maßnahmen dem Sport extrem und es wird viel Aufbauarbeit notwendig sein, um wieder einem normalen Motorsportbetrieb entgegen sehen zu können.

Erste Bergrenn-Absage aufgrund des Coronavirus

10. März 2020

Die Behörden des Österreichischen Bundeslandes Steiermark und die zuständige Bezirkshauptmannschaft haben nun das 48. Int. ÖAMTC-Rechbergrennen, das für das Wochenende 25.-26. April 2020 vorgesehen war, laut Bescheid untersagt. Grund für diese einschneidende Maßnahme ist die Eindämmung des Coronavirus. Somit ist der zweite Lauf der Berg-Europameisterschaft und der Auftakt der Berg ÖM 2020, das erste Bergrennen welches aktuell europaweit abgesagt wurde. Es ist jedoch davon auszugehen, dass weitere Veranstaltungen folgen werden. Die Veranstalter der Frühjahrsbergrennen in ganz Mitteleuropa verfolgen daher die aktuellen Entwicklungen mit Sorge. Für den Rechberg ist nach Möglichkeit ein Ersatztermin im September angedacht. Genaueres ist noch nicht bekannt. Hintergrund der Rechberg-Absage ist die Anordnung der österreichische Bundesregierung Veranstaltungen mit mehr als 100 (Indoor) respektive 500 (Outdoor) Zuschauern bis Ende März zu verbieten. Da aber viele Gäste aus dem Ausland, insbesondere aus den Hochrisikogebieten Italiens erwartet werden, wurde dieser Schritt bereits jetzt für das Rechbergrennen Ende April eingeleitet. Unterdessen wurde die Rebenland-Rallye, ein Lauf zur Österreichischen Staatsmeisterschaft (27./28. März), aus besagten Gründen ebenfalls gestrichen.

Vilarinos V8-Norma jetzt doch in Österreich gelandet

18. Februar 2020

Der Kärntner Bernhard Gradischnig wird die Saison 2020 mit einem neuen Rennboliden in Angriff nehmen. In den letzten Jahren war er bei seinen ausgewählten Rennen im Zuge der Österreichischen Bergstaatsmeisterschaft immer ein Anwärter auf Topplatzierungen oder Siege. Dabei kam zunächst der Ex-Wilhelm Osella PA 20/S zum Einsatz, ehe man diesem gegen einen Norma M20F mit 3l Nissan Motor tauschte. Mit diesem Boliden konnte Bernhard zusammen mit seinem Team sich zeitentechnisch immer weiter verbessern und Erfahrungen sammeln. So konnte ein dritter Gesamtrang beim Bergrennen St. Anton/J. sowie ein zweiter Gesamtrang beim Bergrennen Altlengbach in der Saison 2019 realisiert werden. Vor einigen Wochen konnte Bernhard dann seine „blaue Elise“, wie er seinen Norma M20F Nissan nannte, verkaufen. Danach war im Team die Überlegung auf einen 2-Liter Rennsportwagen zu wechseln, wobei hier ein Osella PA2000 oder ein Tatuus Formel Master in die engere Auswahl kam. Schlussendlich entschied man sich aber trotzdem wieder für einen 3-Liter Boliden, da die Fahrfreude für Bernhard mit solch einem Fahrzeug weitaus größer ist. Die Wahl fiel dann auf den Norma M20FC Judd vom ehemaligen Berg-Europameister Andres Vilarino, welcher diesen Boliden seit 2016 bei ausgewählten Bergrennen einsetzte. Der Bolide war eigentlich schon nach Frankreich verkauft, doch die Finanzierung platzte wohl. Und so ergab sich die Gelegenheit diesen nicht nur optisch sondern auch technisch in einem einwandfreien Zustand befindlichen Wagen zu ergattern.  So wurde der Norma diese Woche in Spanien abgeholt. Nach kleinen Anpassungsarbeiten, ist der erste Renneinsatz mit diesem spektakulären Fahrzeug beim Rechbergrennen am 25.-26. April 2020 geplant. Derzeit ist die Vorfreude im Team Gradischnig auf den ersten Einsatz mit diesem Renner sehr groß, jedoch wird man den um einiges stärkeren Boliden vorerst mit Respekt begegnen. von www.hillclimbfans.com

Termine 2020: Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft

7. Dezember 2019

Hier sind die Anlaufpunkte für die Bergpiloten in der Berg-Staatsmeisterschaft von Österreich. Wie wir bereits berichteten, werden die Bergrennen St. Anton und Altlengbach in 2020 pausieren müssen, sodass der Berg ÖM-Kalender für die kommende Saison völlig umgestrickt werden musste und somit lediglich vier Läufe in Österreich selbst übrig geblieben sind. Leider findet das Finale im norditalienischen Friaul erneut zeitgleich mit dem FiA Hillclimb Masters statt. 25./26. April 2020 – ÖAMTC Rechbergrennen (A) 16./17. Mai 2020 – Bergrennen St.Urban-Simonhöhe (A) 30./31. Mai 2020 – Usti nad Orlici (CZ) 06./07. Juni 2020 – Ecce Homo-Sternberk (CZ) 20./21. Juni 2020 – Bergrennen Gasen/Straßegg (A) 01./02. August 2020 – Jankov (SVK) 29./30. August 2020 – GDH Ilirska Bistrica (SLO) 12./13. September 2020 – Slovakia Baba (SVK) 26./27. September 2020 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A) 10./11. Oktober 2020 – Cividale Castelmonte (I) Ersatzlauf: 14./16. August 2020 – GDH Lucine (SLO)

Berg ÖM schrumpft in 2020 um zwei Rennen

26. Oktober 2019

Im kommenden Jahr werden gleich zwei Bergrennen in Österreich im Terminkalender fehlen. Die Veranstalter der Rennen von St. Anton/J. und Altlengbach haben jetzt angekündigt in der Saison 2020 kein Bergrennen austragen zu können. Einzelheiten und Hintergründe sind dazu noch nicht bekannt. Auswirkungen hat dies natürlich auf die Österreichische Berg-Staatsmeisterschaft und auch auf den Deutschen KW Berg-Cup, der zumindest von der Absage in St. Anton betroffen ist. Wie das Emsi-Motorsportteam, als Ausrichter von St. Anton/J. mitteilte, steht die anspruchsvolle Strecke im Ötscherland in 2020 nicht zur Verfügung. Das Team um Michael Emsenhuber machte sich diese Entscheidung nicht leicht, jedoch sprachen einige Faktoren dafür, dass man 2020 das Rennen auf der „Steinleitn“ nicht austragen kann. Für das Jahr 2021 plant man aber wieder ein Bergrennen auszutragen. In einer ähnlichen Situation stecken die Organisatoren des Bergrennens von Altlengbach, das in diesem Jahr erst zum dritten Mal ausgetragen wurde. Im Wienerwald gab es in der Vergangenheit vereinzelte Anwohnerprotesten. Ob diese bei der Absage eine Rolle spielten, ist ebenfalls nicht bekannt. Auch hier möchte das Veranstalterteam 2021 wieder ein Rennen austragen.

Hintergründe zu den Wertungsausschlüssen von St. Agatha

23. September 2019

Das Bergrennen St. Agatha  des oberösterreichischen MSC Rottenegg schrieb wieder einmal Geschichte. In den letzten Jahren gelang dies Markus Altenstrasser und seinem Team mit einer reibungslosen Organisation, einer wunderbaren Atmosphäre und sportlich hochwertigen Läufen. Doch die sportlichen Resultate sollten diesmal alsbald nach Rennende in den Hintergrund treten und die bis dahin glänzende Veranstaltung den Beteiligten in eher unangenehmer Weise in Erinnerung bleiben. Gegen die Piloten Marcel Steiner, Alexander Hin und Georg Lang wurde Protest eingelegt, in allen drei Fällen stattgegeben und die Angeschuldigten disqualifiziert. Protestführer war Patrik Zajelsnik, der zunächst hinter Marcel Steiner auf Gesamtrang zwei rangierte. An die beiden Laufbestzeiten des neuen Schweizer Vizemeisters (1:03,087 und 1:03,414 min) kam zuvor weder Zajelsnisk noch ein anderer Konkurrenten heran, doch das nützte dem Oberdiesbacher nichts. Die Nachuntersuchung der Techniker vor Ort ergab an Steiners LobArt LA01 das die Mittel-Finne der Airbox um 2,8 cm zu hoch war. Des Weiteren ragte der Auspuff 2,5 Zentimeter zu weit nach hinten heraus, was nicht unbedingt einen Wettbewerbsvorteil bedeutet und eher auf eine Nachlässigkeit oder Versehen hindeutet. Das Reglement kennt in diesem Fall aber keine Spielräume. Da es um den Tagessieg und viel Prestige ging, ist diese Protestnote noch einigermaßen nachvollziehbar. Im Fall der beiden Deutschen Alexander Hin und Georg Lang, kann man jedoch von einem klassischen „Zierleistenprotest“ sprechen, der eher auf die Personen abzielt, als auf die Fahrzeuge. Gegenstand und Angriffspunkt war in beiden Fällen die Außenspiegel. Die Spiegel waren laut österreichischem Chef-Techniker und geübten FIA-Funktionär, übrigens ur-original, wurden also einmal so legal gefahren bis die FIA die Mindestmaße für den Bergrennsport festgesetzt hat. Vorgeschrieben sind 150×50 mm, montiert waren 111×52 mm. Somit blieb den Verantwortlichen auch in diesem Fall keine andere Wahl als der Wertungsauschluss. Zweifellos in diesem Zusammenhang stehen die Vorfälle vom Osnabrücker Bergrennen diesen Jahres (BiD berichtete). Beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und FiA Hillclimb Cup legte Marcel Steiner einen Protest gegen den Hubraum an Zajelsniks Mugen-Triebwerk ein. Doch der Deutsch-Slowene verweigerte Anfang August eine technische Nachkontrolle und entzog seinen Norma M20 FC schlussendlich ohne Klärung den Technikern. Eine Feststellung der Hubraummaße konnte somit nicht durchgeführt werden. Der Fall wurde sogleich an die FiA gemeldet. Der aktuelle Stand der Ermittlungen und Konsequenzen daraus, sind derzeit nicht bekannt. Vier Wochen später fehlte das Zajelsnik-Team bei ihrem Heimatrennen, dem vorletzten Berg-EM Lauf von Ilirska Bistrica. Zum EM-Finale in Buzet (Kroatien), eine Woche vor St. Agatha, trat man wieder an. Unbestätigt ist ein Protest […]

Hin zu Rang fünf beim ÖM und KW Berg-Cup Lauf in St. Anton

20. Mai 2019

Wie schon so oft war die Berg-ÖM und KW Berg-Cup-Veranstaltung in St. Anton/J. vom Emsi Motorsport Team exzellent organisiert. Vom Rennleiterteam angefangen bis hin zu den Streckenposten war man jeder Situation gewachsen und so verlief sowohl das Training als auch das Rennen in einem ungewöhnlich flotten Tempo. Die anspruchsvolle Strecke in St. Anton/J. forderte die Piloten wieder bis aufs äußerste, jedoch blieben zum Glück gröbere Zwischenfälle aus. Und so war es noch vor 15 Uhr (!), als der 3. Rennlauf von Hermann Waldy jun. erfolgreich beendet wurde. Da auch die Siegerehrung zeitig angesetzt war, war eine grandiose Stimmung im Festzelt vorhanden. Zudem hatte auch der Wettergott ein einsehen, denn das ganze Wochenende ging trocken und auch bei angenehmen Temperaturen über die Bühne. Im Kampf um den Gesamtsieg war der niederösterreichische Lokalmatador Karl Schagerl voll in seinem Element. Mit einer wirklich beeindruckenden Performance am Steuer seines VW Golf Rallye TFSI-R konnte er sich gegen die starke Konkurrenz aller Fahrzeugkategorien durchsetzen und einen vollen Erfolg fixieren. Dabei konnte er bei seinem Heimrennen bereits in Rennlauf 1 einen neuen Tourenwagenstreckenrekord aufstellen und so den Grundstein für den späteren Gesamtsieg in St. Anton/J. legen. In Lauf 2 legte der Purgstaller am Steuer des weiß-blauen Boliden nochmals nach, steigerte sich um weitere 0,2sec. und unterbot somit seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr um über 1 Sekunde. Auf dem zweiten Gesamtrang war nach einer äußerst dramatischen Entscheidung der Kärntner Hermann Waldy jun. zu finden, der mit seinem Tatuus Formel Master S2000 eine herausragende Leistung ablieferte und dabei mit seiner beherzten Fahrweise mit dem noch ungewohnten Fahrzeug immer besser zu Recht kommt. Im entscheidenden 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und so dieses eindrucksvolle Ergebnis realisieren. Damit konnte er sich um gerade einmal 0,04sec. (!) gegen seinen Kärntner Landsmann Bernhard Gradischnig durchsetzen. Dieser lieferte aber am Steuer seines Norma M20F Nissan eines seiner bisher besten Rennen ab. Damit stand am Ende des Wochenendes noch der letzte Platz am Podium zu Buche, womit er ein weiteres eindrucksvolles Ergebnis mit diesem Boliden realisieren konnte. Rang Vier ging im Gesamtklassement an einen weiteren niederösterreichischen Lokalmatador. Andreas Stollnberger lieferte mit seinem Dallara F302 eine erneut exzellente Leistung ab, und diese wurde mit diesem großartigen Resultat belohnt. Dabei konnte der ex-Staatsmeister mit seiner beherzten Fahrweise begeistern und sich so eindrucksvoll in Szene setzen. Die Top5 im Gesamtklassement beim diesjährigen Bergrennen St. Anton/J. komplettierte der Deutsche Alexander Hin, der mit seinem […]

1 2 3