Berg-Europameisterschaft in der Schweizer Sommerfrische

30. April 2020

Auch das schweizerische Traditionsrennen Saint-Ursanne – Les Rangiers wird 2020 von der Corona-Pandemie ausgebremst. Die Enttäuschung der Aktiven und der Fans ist groß. Aber vergessen wir für einen Moment, dass in diesem Jahr nichts ist wie sonst. Versetzen wir uns für einen Moment an den Schauplatz eines der spektakulärsten Bergrennen Europas. Ruhe suchende Großstädter kommen gern zum Angeln nach Saint-Ursanne. Das mittelalterliche Städtchen unweit von Basel im Schweizer Jura liegt verträumt am Ufer des Flüsschens Doubs. Alljährlich im August aber lockt ein Schwarm bunter und lauter Rennautos die Menschenströme in die Bilderbuchkulisse: Kurz nach dem Osnabrücker Bergrennen trifft sich hier der internationale Rennzirkus wieder. Dann wird aus dem Postkartenidyll der Schauplatz des berühmt-berüchtigten Europameisterschafts-Bergrennens Saint-Ursanne – Les Rangiers. Spaziert man am Rennwochenende vom hoch gelegenen Bahnhof ins Tal hinunter, liegt einem Saint-Ursanne zu Füßen wie eine liebevoll aufgebaute Carrerabahn. Auf einem schmalen, von schmucken Wohnhäusern gesäumten Ausfallsträßchen knapp außerhalb des Stadttors Porte St. Pierre rollen die Rennwagen zur Startlinie. Plötzlich hört man sie aufheulen und beschleunigen, während sie auf den ersten paar hundert Metern der Strecke an gepflegten Vorgärten vorbeirasen. Unter dem massiven Viadukt, das das Doubs-Tal überspannt, entschwinden sie aus dem Bild. Auf sie wartet „Les Grippons“. Den Namen dieser langgezogenen Linkskurve kennen alle Bergpiloten in Europa. Die wagemutigsten erreichen hier mit Vollgas im 6. Gang über 250 km/h. Gänsehaut pur für die Zuschauer auf der angrenzenden Tribüne. Die Frau eines der Piloten dagegen war hier noch nie: „Manchmal ist es besser, sich alles nicht so genau vorstellen zu können.“ Bei dem darauf folgenden ultraschnellen Waldabschnitt nehmen sogar gestandene Spitzenfahrer das Wort „Angst“ in den Mund. „Das ist schon an der Grenze“, gibt einer von ihnen zu. Die Spitzkehren am Petit Susten schließlich bieten den Zuschauern einen fantastischen Ausblick über das letzte Teilstück der 5,180 km langen Strecke. Auf der gegenüberliegenden Seite Saint-Ursannes, am anderen Flussufer, fahren derweil die nächsten Fahrzeuge Richtung Start. Das Tal summt und brummt wie von aufgescheuchten Wespen. Auf Gewerbeflächen, Parkplätzen und Straßen fügt sich das Fahrerlager ein Wochenende lang wie selbstverständlich ins Stadtbild ein. Die Tourenwagen schmücken schon am Freitag den Ort, wenn sie zur technischen Abnahme vor der Stiftskirche vorfahren. Am Samstag und Sonntag fädeln sie sich – buchstäblich zum Anfassen – über die enge Brücke und durch die Gassen, um sich am Ortsausgang gemeinsam mit den offenen Rennsportwagen in die Startvoraufstellung einzureihen. Das Örtchen Saint-Ursanne verkörpert die entspannte Seite des legendären Rennens. […]

Schweizer EM-Lauf Saint Ursanne – Les Rangiers abgesagt!

29. April 2020

Es ist ein weiterer schwerer Schlag für den Motorsport. An diesem Mittwoch, dem 29. April 2020, ist ein weiterer Wertungslauf der Berg-Europameisterschaft und Schweizer Bergmeisterschaft storniert worden.  Ein Wort des Präsidenten von Saint Ursanne-Les Rangiers:  All diese Unwägbarkeiten und Unsicherheiten sowie die Risiken, die sich aus der Aufrechterhaltung der Veranstaltung ergeben könnten, veranlassten das Komitee, sich für den Weg der Weisheit zu entscheiden. Angesichts so vieler unsicherer Faktoren, insbesondere finanzieller Art und angesichts des wirtschaftlichen Schadens, der durch die Coronakrise verursacht wurde, war das einzig richtige die Annullierung des Rennens vom 15./16. August 2020. Das Komitee nutzt diese Gelegenheit, um die hervorragende Arbeit aller zu würdigen, die gegen die Absage kämpften. Das Organisationskomitee gibt bereits für das Wochenende 14. und 15. August 2021 einen Termin bekannt. Die zweite Absage des Tages in der Schweiz, betrifft das Bergrennen Ayent-Anzère. Die Veranstaltung kann am Wochenende des 25. und 26. Juli ebenfalls nicht stattfinden.

Bergrennen: Geschichte und Traditionen

26. April 2020

Zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften widmen der Formel 1, Rennen in Le Mans und Indianapolis, Rallyes in Schweden und Monte Carlo große Aufmerksamkeit. Die Formel 3 sowie Karting, Rallyecross- und Rundstreckenrennen sind auch sehr populär. Es gibt aber auch solche Wettbewerbe, die einem breiten Kreis von Sportfreunden fast unbekannt sind. Man kann das auch mit der Glücksspielbranche vergleichen: Alle kennen traditionelle Casinos in  Baden-Baden oder Las Vegas, aber nur echte Kenner und Schätzer des Glücksspiels genießen die Spiele in Online Casinos, wie z.B. NetBet. Einer von solchen wenig bekannten Sportarten ist Bergrennen. Der Gewinner ist derjenige, der auf einer Bergstraße vom Start bis zum Ziel am schnellsten fährt. Darüber hinaus treten Sportler nur gegen die Zeit an – der Start erfolgt im Abstand von 30 Sekunden. Vielleicht behindert dieser Mangel an sichtbarem Kampf die Popularität des Bergrennens. Ansonsten ist es schwierig zu erklären, warum solche Wettbewerbe mit einer reichen und interessanten Geschichte und guten Traditionen in der Welt des Motorsports relativ wenig bekannt sind. Und auch in diesem Fall könnten wir zu unserem Vergleich mit der Glücksspielbranche zurückkehren. Viele denken, dass das Spiel in herkömmlichen Casinos spannend ist, vergessen aber, dass Online Casinos wie NetBet den Spielern eine einzigartige Möglichkeit zur Verfügung stellen, Gewinne von zu Hause aus zu erzielen, d.h. beim Kaffeetrinken und beim Hören der Lieblingsmusik. Für Bergrennen gibt es keine permanenten Rennstrecken – die Natur selbst hat wunderschöne Strecken für diese Sportart geformt. Was die Tradition betrifft, so gibt es nur wenige Motorsportarten, die mit Bergrennen mithalten können. Das Debüt der Bergrennen (der Wettbewerb in La Turbie) fand 1897 in Frankreich statt, nur drei Jahre nach dem ersten Wettbewerb in der Geschichte des Automobilwettbewerbs. Dann, um die Jahrhundertwende, wurden Bergrennen weithin anerkannt. Bis 1903 fanden in Europa mehrere traditionelle Wettbewerbe statt – Gayon, Chateau Thierry, Dourdan und Mont Ventoux in Frankreich, Semmering in Österreich, Monte Chenisio in Italien. In diesen Jahren machte der Motorsport seine ersten Schritte. Diese Sportart erreichte ihren Höhepunkt in der Zeit zwischen den Weltkriegen. In Europa gab es damals mehrere Dutzend solcher Wettbewerbe. Die bekanntesten von ihnen wurden nicht nur von vielen Amateuren gesammelt, sondern auch von Grand-Prix-Rennfahrern auf den modernsten Rennwagen dieser Zeit. Auf den Bergstraßen Frankreichs, Deutschlands (Schauinsland bei Freiburg), Italiens, Österreichs, der Schweiz, der Tschechoslowakei brillierten Albert Divo, Luis Chiron, Akile Varzi, Hans Stuck und Rudolf Caracciola mit ihren Talenten. Zehntausende von Zuschauern versammelten sich auf den Strecken in den Alpen, […]

FIA Hill Climb Masters erst 2021 in Portugal

16. April 2020

Aus inzwischen hinlänglich bekannten Gründen haben nun die lokalen portugiesischen Veranstalter in Verbindung mit der FiA Bergkommission den dritten Lauf der FIA-Berg-Europameisterschaft 2020 und das mit Spannung und großer Vorfreude erwartetet FIA Hill Climb Masters 2020 abgesagt. Dies bedeutet, dass dieses Jahr in Portugal weder das erstmals für die Europameisterschaft vorgesehenen Bergrennen „Rampa de Boticas“, noch die vierte Auflage des Masters  in Braga auf der „Rampa da Falperra“ stattfinden kann. Die FIA ​​plant jedoch beide Veranstaltungen im kommenden Jahr in gleichem Umfang in den Kalender aufzunehmen. Für den portugiesischen Motorsportverband (FPAK) ist dies eine traurige Nachricht, die aber vorhersehbar war: „Wir wissen alle, dass verlässliche Planungen von Verwaltungen schwierig geworden sind. Sowohl die FIA ​​als auch die FPAK haben dieses Problem, aber Entscheidungen müssen frühzeitig getroffen werden. Es war keine leichte Entscheidung dies zu akzeptieren, aber tief im Inneren wussten wir, dass dies eine der Möglichkeiten sein würde. Es wird jedoch nicht alles schlecht sein, da die FIA ​​dafür gesorgt hat, dass diese beiden Veranstaltungen im Jahr 2021 Teil im Kalender stehen, wie sie für 2020 geplant waren. Wir müssen akzeptieren können, dass unser Sport in diesem Jahr untypisch sein wird “, sagte ex-DTM Pilot und FPAK-Präsident Ni Amorim.

Vorerst keine EBM-Läufe auf der iberischen Halbinsel

6. April 2020

Wie leider zu erwarten war, wurden nun auch die beiden Abstecher der Berg-Europameisterschaft nach Portugal und Spanien abgesagt. Das erstmals auf dem EBM-Kalender präsente Bergrennen „Rampa da Boticas“, wurde aufgrund von COVID-19 vom Wochenende 9./10. Mai auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das neue Datum wurde noch nicht festgelegt. Ganz abgesagt wurde hingegen das spanische EBM-Rennen Subida al Fito, das eine Woche nach Boticas hätte stattfinden sollen. Ebenfalls abgesagt wurde der FiA Hillclimb Cup-Lauf „Ustecka21“ in Tschechien, der für den 30./31. Mai 2020 angesetzt war.

Int. ADAC Glasbachrennen abgesagt – Jubiläumsveranstaltung auf 2021 verschoben

16. März 2020

Am vergangenen Freitagabend trafen sich die Mitglieder der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. zu Ihrer alljährlichen Jahreshauptversammlung. Schwerpunktthema hierbei war die Abwägung, unter welchen Umständen und mit welchen Risiken eine Durchführung des diesjährigen Internationalen Glasbachrennens im Rahmen der Deutschen, Europäischen und der luxemburgischen Meisterschaft sichergestellt werden kann. Neben den Teilnehmern aus Deutschland zählten bisher auch über 65 Teams aus 14 Nationen außerhalb Deutschlands zum Starterfeld. Auch unter den benötigten 350 ehrenamtlichen Helfern kommt ein maßgeblicher Anteil aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Zuschaueranalyse aus den vergangenen Jahren zeigt neben den einheimischen Fans ebenfalls eine hohe Besucherzahl aus den benachbarten Bundesländern und dem europäischen Ausland. Da die Vorbereitungen neben der Planung auch den vertraglich gebundenen Einsatz finanzieller Mittel in nicht unerheblicher Höhe beinhaltet und derzeit nicht abschätzbar ist, ob überhaupt die Durchführung der Veranstaltung möglich ist und damit notwendige Einnahmen zur Gegenfinanzierung erzielt werden können, sprachen sich die Mitglieder einstimmig für die Verschiebung des Jubiläumsrennens in das Jahr 2021 aus – in diesem Jahr wird sich also kein Rad am Rennsteig drehen. Diese Entscheidung fiel den Mitgliedern der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. nicht leicht, ist aber nach Abwägung der wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Faktoren in der aktuellen Situation unumgänglich. Man verständigte sich darauf, dass das Jahr 2020 zur Vorbereitung und Weiterentwicklung der zur Durchführung notwendigen Infrastruktur genutzt werden soll.

Erste Bergrenn-Absage aufgrund des Coronavirus

10. März 2020

Die Behörden des Österreichischen Bundeslandes Steiermark und die zuständige Bezirkshauptmannschaft haben nun das 48. Int. ÖAMTC-Rechbergrennen, das für das Wochenende 25.-26. April 2020 vorgesehen war, laut Bescheid untersagt. Grund für diese einschneidende Maßnahme ist die Eindämmung des Coronavirus. Somit ist der zweite Lauf der Berg-Europameisterschaft und der Auftakt der Berg ÖM 2020, das erste Bergrennen welches aktuell europaweit abgesagt wurde. Es ist jedoch davon auszugehen, dass weitere Veranstaltungen folgen werden. Die Veranstalter der Frühjahrsbergrennen in ganz Mitteleuropa verfolgen daher die aktuellen Entwicklungen mit Sorge. Für den Rechberg ist nach Möglichkeit ein Ersatztermin im September angedacht. Genaueres ist noch nicht bekannt. Hintergrund der Rechberg-Absage ist die Anordnung der österreichische Bundesregierung Veranstaltungen mit mehr als 100 (Indoor) respektive 500 (Outdoor) Zuschauern bis Ende März zu verbieten. Da aber viele Gäste aus dem Ausland, insbesondere aus den Hochrisikogebieten Italiens erwartet werden, wurde dieser Schritt bereits jetzt für das Rechbergrennen Ende April eingeleitet. Unterdessen wurde die Rebenland-Rallye, ein Lauf zur Österreichischen Staatsmeisterschaft (27./28. März), aus besagten Gründen ebenfalls gestrichen.

Auszeit für Christoph Lampert

1. März 2020

Der Vorarlberger Christoph Lampert wird in der kommenden Saison seinen Osella FA 30 V8 stehen lassen und eine Pause einlegen. Der Dritte der FiA Berg-Europameisterschaft 2019 und unter anderem Gesamtsieger beim ADAC Glasbachrennen, der zur Saison 2018 vom 2-Liter Osella PA 2000 auf den 3-Liter FA30 umstieg, wurde die letzten beiden Jahre von Europameister Christian Merli gecoacht und reifte zum internationalen Spitzenfahrer. „Es gibt ja zur kommenden Saison einige Reglementsänderungen, die wollen wir abwarten um in 2021 top-vorbereitet mit dem Rauch Power Sports Team wieder an den Start gehen. Ich werde die gewonnene Zeit nutzen um Infos zu sammeln und wie man mich kennt, hier und da als Zuschauer bei den Rennen dabei sein“, erklärt der 38jährige aus Feldkirch, auf Anfrage von „Bergrennen in Deutschland“.

Boxengeflüster 03/2020: Wussten Sie schon dass…?

15. Februar 2020

DASS es beim Motorsport Club Heiligenstadt eine Wachablösung an der Vereinsspitze gegeben hat. Nach vielen erfolgreichen Jahren als Vorsitzender gab Hermann Ludolph die Leitung zum 31. Januar 2020 an René Raub ab. Bei der Jahreshauptversammlung wurde René Raub mit großer Mehrheit zum neuen Vorsitzenden gewählt. Den neuen Vorstand ergänzen Andreas Apel als neuer Sportleiter, Jörg Hübsch als neuer Schriftführer sowie Maurice Preuß als Verkehrsleiter. Es wurden verdiente Mitglieder für ihre Leistungen im Club geehrt sowie 10 neue Clubmitglieder aufgenommen. DASS derzeit in der Formel 1 Vermietung des langjährigen Bergrennfahrers Uwe Kaufel mit Sitz in Osterode, an einem spektakulären Auftrag eines weltweit agierenden Elektronik-Großkonzerns gearbeitet wird. Der Kunde benötigt 10 Formel Rennwagen für einen Werbespot, der auf allen Fernsehsendern in nächster Zukunft ausgestrahlt werden soll. Geplant sind mehrere Actionszenen auf dem Nürburgring im originalen Renntempo. Hierzu werden zahlreiche Fernsehkameras rund um den Grand Prix Kurs aufgebaut und einige Rennwagen mit Onboard Kameras ausgestattet. Der enorme logistische Aufwand, die Hotelbuchungen und das Catering werden für über 30 Personen von Uwe´s Frau Karin gesteuert und gebucht. Einzig unberechenbarer Faktor ist das Wetter in der Eifel. So hatten die Kaufels schon bei früheren Filmaufnahmen, für ein anderes Großunternehmen, am Nürburgring zu Beginn der Drehbeginn plötzlich einsetzenden Schneefall. Dies verursachte nicht nur erhebliche Zeitverschiebungen, sondern auch einen großen finanziellen Mehraufwand für den Kunden. Denn im Bereich der Boxengasse, sowie der Start- u. Zielgeraden musste die Rennstrecke mit Schneeflügen, Kehrmaschinen und großen Gasbrennern geräumt und getrocknet werden, da der Kunde zu Recht befürchtete, dass seine Werbung durch das aufspritzende Wasser während der Fahrt auf den Formel 1 Fahrzeugen nicht mehr lesbar ist. Auch zu diesem neuen Fernseh-Werbespot müssen alle 10 Fahrzeuge in Teilbereichen foliert und mit dem Branding und den Firmenlogos des Kunden versehen werden. Eine Mammutaufgabe, alles zur vollsten Zufriedenheit des Kunden aus Osterode und an der Rennstrecke zu koordinieren. Mit Stolz berichtet Uwe Kaufel, dass es in all den Jahrzehnten keinen einzigen unzufriedenen Kunden bei den vielen aufwendigen Aufträgen gegeben hat. DASS es dem Remscheider Armin Westenhöfer nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung nun wieder besser geht. Für 2017 hatte der Garten- und Landschaftsbaufachmann sein Comeback in der Gruppe A bis zwei Liter geplant. Westenhöfer war zwischen 2007 und 2011 mit einem VW Scirocco im Classic-Berg-Cup an den Start gegangen. Das Auto war einsatzbereit, doch leider stellten sich beim Mitglied des Touring Club Remscheid gesundheitliche Probleme ein, die operativ beseitigt werden sollten. Bei diesem Eingriff ging […]

Wissenswertes und wichtige Infos zum neuen FiA Performance Faktor

11. Februar 2020

Der Performance Faktor kommt und die Karten werden neu gemischt! Der größte Umbruch in der neueren Geschichte des Bergrennsports steht dieser so traditionellen und einzigartigen Motorsportdisziplin ins Haus. Im Herbst letzten Jahres gab die FiA Hillclimb Kommission endgültig grünes Licht zur Einführung des Performance Faktors ab der Saison 2020. Im ersten Stepp wird diese revolutionäre und nie dagewesene Einteilung und Klassifizierung der unterschiedlichsten Rennfahrzeuge bei allen FiA-Prädikaten (Berg-Europameisterschaft, FiA Hillclimb Cup, Masters) und aktuell nur für geschlossene Fahrzeuge, sprich Tourenwagen eingeführt. Im zweiten Schritt, der von der FiA für das Jahr 2021 anvisiert ist, werden weitere Performance Faktoren für die Rennsportfahrzeuge (Kategorie II) generiert. In einer weiteren Phase steigen Landesmeisterschaften sowie nationale und internationale Rennserien mit ein. Selbst für Insider der Bergrennszene ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerade leicht, sich ein umfassendes Bild über die so völlig neuen Regularien, aber auch über die Chancen und neuen Möglichkeiten zu verschaffen. Informationen in deutscher Sprache sind noch Mangelware. Fakt ist jedoch, dass das bisherige System aus Gruppen nach Verbessrungsgraden und einer weiteren Unterteilung in Hubraumklassen schon bald der Vergangenheit angehören wird. Große Profiteure des „PF“ sind die nationalen E1-Boliden, die ab sofort in der Berg Europameisterschaft start- sowie punkteberechtigt sind. Durch den Wechsel der E2-SH Boliden in diese Kategorie der geschlossenen Fahrzeuge (Kat.1), erfährt auch die Berg-EM Kategorie 2 einige Änderungen für die neue Saison. Dort wird es in Zukunft nur mehr zwei Gruppen geben, die Gruppe CN, E2-SC sowie die Gruppe D, E2-SS. Gegenwertig hat die FiA fünf „PF-Gruppen“ geschaffen. Im Gespräch sind aktuell, weitere bis zu fünf Untergruppierungen in den nationalen Meisterschaften zuzulassen. Mittels Abfrage von Daten und Eigenschaften wie Fahrzeuggewicht, Motorkomponenten, aber auch Details zu Aerodynamik und zum Chassis, ergibt sich ein „PF-Wert“. Seit Kurzem sind auch einige neue Parameter hinzugekommen, die aus den Reihen Deutscher Experten eingeflossen sind – wer bereits seinen „PF“ ermittelt hat, muss die neuen Parameter noch ergänzen. Hier ist an erster Stelle DMSB-Technik-Kommissar Rüdiger Kleinschmidt zu nennen, der kürzlich zum FiA Technik Delegierten berufen wurde und sich zukünftig vermehrt um den FiA Hillclimb Cup kümmern wird. Schon jetzt kann jeder Aktive den „PF“ seines Rennfahrzeugs ermitteln, auch beispielsweise die Teilnehmer an der Deutschen Bergmeisterschaft und dem KW Berg-Cup. So können bereits weit im Vorfeld erste Einschätzungen und Erfahrungen auf diesem neuen Feld gesammelt werden. Hierzu stellt die FiA eine Internetplattform (https://performancefactor.fia.com) zur Verfügung, die kostenlos ohne Registrierung und Speicherung „ausprobiert“ werden kann. Für […]

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