Nachruf auf die Berglegende Anton Fischhaber

16. März 2022

Anton, genannt Toni Fischhaber verstarb am 12. März 2022 im Alter von 81 Jahren in seiner bayrischen Heimatstadt Bad Tölz. Der erfolgreiche Geschäftsmann, er besaß zahlreiche Miet- und Geschäftshäuser sowie Gastronomiebetriebe, zählte zu den erfolgreichsten Bergrennfahrern der 1960er-Jahre. Fischhaber, der auch auf der Rundstrecke bis zur Ur-DTM (Alfa Romeo GTV6) aktiv war, hatte es in seinen 28 Rennjahren zu einem der erfolgreichsten bayrischen Motorsportler aller Zeiten gebracht. Sechs Berg-Europameisterschaften, einen deutschen Berg-Titel und gut 200 Einzelsiege hatte der zierliche Tölzer mit allen möglichen Tourenwagen, GT-Autos und Sportwagen errungen. Als der damals 18-Jährige 1959 bei seinem ersten Bergrennen am heimischen Wallberg starten wollte, wurde er vom legendären Rennleiter und Sportchef des ADAC Südbayern Otto Sensburg als zu jung für diesen Sport abgewiesen. Ein knappes Jahrzehnt später schaffte er es bereits in die „Hall of Fame“ der Europa-Bergmeisterschaft. Seine Karriere begann er 1959 auf einem BMW 700. Es folgten Alfa Zagato, Lotus-BMW, Abarth und die gesamte Porsche-Palette bis zum 8-Zylinder Berg-Spider, mit denen er glanzvolle Jahre am Berg und auf der Rundstrecke markierte. Im Porsche-Werksteam wurde er Teamkollege von Gerhard Mitter, bei Abarth kämpfte er an der Seite von Hans Herrmann. Die wohl schönsten Rennen und atemberaubendsten Duelle lieferte er sich als Privatfahrer Anfang der 60er Jahre mit seinem Münchner Dauerrivale und Freund Ernst Furtmayr. Mit 19 Teilnahmen zwischen 1962 und 1983 ist er Rekordstarter beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring. Seine beste Platzierung war der vierte Gesamtrang 1982, gemeinsam mit seinen „Berg-Kammeraden“ Mario Ketterer und Eckhard Schimpf auf einem BMW 320i. Erwähnenswert ist der fünfte Gesamtrang beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1965, gemeinsam mit Gerhard Koch auf einem Porsche 904 GTS. Nach dem Ende seiner Rennkarriere 1988 widmete er sich dem Immobilienhandel und war 14 Jahre Vorsitzender beim bekannten örtlichen Eishockey-Club EC Bad Tölz. Text mit Auszügen aus „Hallo, wie geht´s?“ von Rainer Braun Fotos: Scuderia Trentino, Maly, Fiorenzo Vaccari, Roland Höfer

Absage Rechberg 2022 – die FIA Bewerbe wurden zurückgezogen

15. März 2022

Am 14. März informierte die Austrian Motorsport Federation (AMF), dass für 2022 die FIA-Bewerbe für das Rechbergrennen zurückgezogen wurden. Dies bedeutet dass sowohl die Läufe der Berg-Europameisterschaft als auch die der Historic Berg Europameisterschaft nicht am Rechberg ausgetragen werden. Ob das traditionelle Rechbergrennen unter diesen Umständen nun wie geplant am 23.-24.04. 2022 über die Bühne gehen wird, entzieht sich unserer Kenntnis. Dazu wurde vom Veranstalter MSC Mürztal, folgendes Statement von AMF-Präsident Hertz und dem AMF Berg-Vorsitzendem Markus Altenstrasser veröffentlicht: Leider mussten die geplanten FIA Bewerbe im Zuge des Rechbergrennens, geplant für das Wochenende vom 22.-24.4. 2022 in Tulwitz, Fladnitz (Steiermark) zurückgezogen werden. Nach einigen Terminen mit dem Veranstalter MSC Mürztal in den letzten Wochen und Monaten ist man seitens Austria Motorsport zu dem Schluss gekommen, dass eine reibungslose Organisation und vor allem eine sichere und professionelle Umsetzung des Klassikers in Einklang mit den aktuellen FIA Richtlinien für Bewerbe der FIA European Hill Climb Meisterschaft und FIA Historic Hill Climb Meisterschaft mit dem Veranstalter MSC Mürztal nicht durchführbar ist. Daher wurden die FIA Prädikatsläufe abgemeldet. Im vollen Verständnis, dass dieser Schritt für viele eine Enttäuschung ist, müssen wir zu diesem Zeitpunkt unserer Verantwortung nachkommen und diese klare Entscheidung treffen. Unterzeichnet wurde das Kommuniqué von Univ.-Prof. Dr. Harald Hertz – Präsident und Markus Altenstrasser – Vorsitzender der AMF Bergrennsport Kommission. Aktuell bleibt abzuwarten, ob die Veranstaltung wenigstens abgespeckt, als nationaler Meisterschaftslauf ausgerichtet wird. Update 15.03. 2022: Die Veranstaltung wurde zwischenzeitlich komplett für diese Jahr abgesagt. Text: Hillclimbfans.com Fotos: Meieregger, Hillclimbfans

ÖM-Star Karl Schagerl greift in der Berg-Europameisterschaft an

27. Februar 2022

Der pfeilschelle KFZ-Technikermeister Karl Schagerl vom Autohaus Purgstall in Niederösterreich wird 2022 den Fokus auf die Berg Europameisterschaft legen. Mit seinem VW Golf Rallye TFSI konnte er sich insgesamt 7x in Folge zum österr. Bergstaatsmeister küren und unzählige Streckenrekorde aufstellen. Nun folgt eine neue Herausforderung in der Berg Europameisterschaft. Dafür wird derzeit eifrig am Rennboliden gearbeitet und die Vorbereitungen für den Saisonstart im französischen St. Jean du Gard – Col St. Pierre (09./10. April) getroffen. Dabei wird der Niederösterreicher auf einigen Strecken erstmals an den Start gehen. Mit Reifenpartner AVON kann man jedoch auf die erfolgreiche und bewährte Unterstützung der letzten Jahre vertrauen. Antreten wird Karl Schagerl dabei in der Performance Klasse 1 der Berg-EM Kategorie 1 für Tourenwagen, wo er auf international starke Konkurrenten treffen wird. Diese werden etwa vom Schweizer Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer Evo 7 RS EGMO oder dem Tschechen Dan Michl im Lotus Elise angeführt. Der Terminkalender der Berg Europameisterschaft 2022 umfasst insgesamt 10 Rennen in Europa. Unter anderem in diesem Jahr den italienischen Klassiker Trento Bondone mit über 17km Streckenlänge, oder die Highspeed-Rennen von Falperra in Portugal und St. Ursanne in der Schweiz. In Österreich wird das Rechbergrennen am 22.-23. April nach zwei Jahren Pause wieder ausgetragen und als 2. Meisterschaftslauf zur Berg-EM am Programm stehen. Das ADAC Glasbachrennen in Deutschland, sowie der slowakische Lauf in Dobsina, fehlen hier aus unterschiedlichen Gründen. Mit seinem potenten VW Golf Rallye TFSI zählt Karl Schagerl sicherlich zu den absolut schnellsten Tourenwagenpiloten in ganz Europa. Dennoch ist die Berg Europameisterschaft eine Herausforderung, auf die es sich optimal vorzubereiten gilt. Text: Hillclimbfans.com, Fotos: Team Schagerl

Finale des FIA Int. Hill Climb Cups 2022 am „Uphöfener Berg”

23. Januar 2022

Erneut aus vier hochkarätigen Veranstaltungen wird 2022 der FIA Hillclimb Cup ausgetragen. Im Kalender finden sich dabei gegenüber dem Vorjahr neue Veranstaltungen. Dabei wird der Saisonauftakt erneut in Polen über die Bühne gehen, jedoch erstmals in Korczyna. Dort wird zum ersten Mal ein Lauf zum FIA Hillclimb Cup über die Bühne gehen. Ende Juni geht es nach Italien, wobei durch das Rotationsprinzip mit Trento Bondone (diesmal ein Lauf zur Europameisterschaft), wieder in Ascoli bei der Coppa gefahren wird. Danach steht in Slowenien das Bergrennen Gorjanci in Novo Mesto auf dem Programm, welches u.a. auch zur österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft zählen wird. Das Finale läuft dann  Anfang August mit großem internationalem Starterfeld in Osnabrück. Das Rennen im Osnabrücker Land wird in 2022 das einzige Bergrennen in Deutschland mit einem Prädikat des Automobilsportweltverbandes FIA sein. 21./22. Mai 2022: GSMP Korczyna (Polen) 25./26. Juni 2022: 61° Coppa Paolino Teodori (Italien) 09./10. Juli 2022: GHD Gorjanci (Slowenien) 06./07. August 2022: Osnabrück (Deutschland)

Boxengeflüster 01/2022: Wussten Sie schon dass…?

13. Januar 2022

DASS gerade die Facebook-Gruppe „Bergrennen“ durch die Decke geht. Ausgangspunkt dafür, waren zahlreiche Papierbildabzüge die Multibergmeister Jörg Weidinger aus den alten Beständen des 2007 verstorbenen Bergrenn-Journalisten und Fotografen Roland Höfer erhielt. Im Team-Work mit Thomas Bubel, der das gesamte Material digitalisierte, stellt derzeit Jörg Weidinger das Bildmaterial aus der Deutschen Bergmeisterschaft und dem Gruppe H Berg-Cup der Ende 80er bis in die 1990er Jahre sukzessive ein. Mittlerweile hat sich dies herumgesprochen sodass täglich zwischen 50 und 70 Beitrittsanfragen für die Gruppe auflaufen, und die Facebook-Gemeinschaft „Bergrennen“ in kürzester Zeit auf über 8.500 Mitglieder angewachsen ist! Einige neue Gruppenmitglieder zeigen ihrerseits interessante Motive aus der „guten, alten Berg-Zeit“ aus ihren Archiven. DASS beim Weltcup Alpinslalom der Herren am vergangenen Wochenende in Adelboden in der Schweiz, Marcel Steiner seinem Titel als „Berg-Meister“ alle Ehre machte. Der Oberdiesbacher gehörte zum Team der Streckenarbeiter und war als „Rutscher“ eingesetzt. Zwischen den Durchgängen und bei kurzen Rennunterbrechungen war es seine Aufgabe die Piste wieder zu glätten und zu präparieren. DASS der Homburger Gruppe F-Pilot Kai Neu seine Pläne zur Teilnahme an der diesjährigen Berg-Europameisterschaft vorerst auf Eis gelegt hat. Nachdem die FiA erneut das Performance-Faktor-Reglement abgeändert hat und er seinen neu, nach Performance-Faktor aufgebauten Ford Focus ST nun wieder anpassen müsste, sieht sich der Mann vom Homburger Automobilclub nach neuen Betätigungsfeldern um. Da Neu nicht mit einem normalen Jahr am Berg rechnet, wird sich der Ford-Autohausbetreiber nicht in den KW Berg-Cup einschreiben und erst einmal mit seinem Drittwagen Ford Fiesta an nationalen Rallyes in Südwestdeutschland teilnehmen. Ähnlich gestaltet sich die Saisonplanung von Vereinskollege Martin Kraus, der seinen ex-Ferner VW Polo G40 in die Ecke stellt und mit einem Honda Civic Typ R dem Rallyesport frönt. DASS nun die Katze aus dem Sack ist und der fahrbare Untersatz feststeht. Kurz vor Silvester machte der ehemalige spanische Bergeuropameister Andres Vilarino seine Pläne für die Saison 2022 offiziell (BiD berichtete). Dabei wird der Routinier auf die internationale Bergrennsportbühne nach einigen Jahren zurückkehren und eine volle Saison in der historischen Berg-EM absolvieren. Im Team von Di Fulvio Racing wird der Spanier einen Lucchini pilotieren, welcher von einem 3l Alfa Romeo Motor angetrieben wird. Für 2023 ist dann der Wechsel auf einen potenteren Osella PA 9/90 BMW C3 geplant. DASS kürzlich, fälschlicherweise das Gerücht vom Rückzug der Funkrettungswacht Motorsport e.V. die Runde machte und somit die meisten Berg-DM Veranstalter vor einem weiteren Problem gestanden hätten. Wie aber „Chef“ Roman Häseler deutlich […]

Sponsoring und Marketing – auch im kleinen Rahmen wirksam

11. Januar 2022

Die Begeisterung für den Rennsport begleitet viele Nutzer unserer Webseite über die Bergrennen hinweg. In Freizeit und Alltag wird gerne über das aufregende Hobby gesprochen und sich mit Gleichgesinnten ausgetauscht. Um Interesse für die Vereinsarbeit zu wecken oder das notwendige Kleingeld für Termine und Rennteilnahmen einzunehmen, sind Sponsoring und Marketing nicht fortzudenken. Hier können bereits kleine Maßnahmen dazu beitragen, Lust am Rennsport und eigenen Teams und Fahrzeugen zu wecken. Marketing für Ihr Hobby langfristig planen Die Faszination Bergrennen ist als Outdoor-Veranstaltung mit High-Speed und einer großen Community ungebrochen. Mit einem Blick auf zukünftig anstehende Termine wissen Sie, wo Sie als Zuschauer oder Teilnehmer Ihre Begeisterung an diesem einzigartigen Sport ausleben können. Natürlich sind Anfahrten und Teilnahmen mit Kosten verbunden, die sich kaum aus dem eigenen Vermögen heraus decken lassen. Sponsoring ist wie in professionellen Rennserien wie der Formel 1 fester Bestandteil der Branche. Allerdings müssen sich die Bemühungen im Marketing nicht auf die Suche nach Werbepartnern beschränken. Zum Marketing kann auch das Verteilen von Werbeartikeln oder die Einbindung von Werbeträgern ins eigene Alltagsleben gehören. Um eine kluge Werbestrategie zu realisieren, ist eine langfristige Planung ratsam. Die Erfolge von Werbeartikeln oder spannendem Content in Social-Media sollte über Wochen und Monate hinweg geplant werden. So lässt sich eine echte Verbindung zu Zuschauern, Fans und Unternehmen aufbauen, die mit einem Markenaufbau aus der freien Wirtschaft vergleichbar ist. Wie Firmen Ihr Sponsoring vor Ort stärken Natürlich müssen Marketing und Finanzierung von Events nicht alleine von Teilnehmern und Teams ausgehen. Für Firmen bietet das Werben bei Berg-Cup und -Meisterschaft ein großes Potenzial, mit einer vielfältigen Zielgruppe in Kontakt zu treten. Auch hier gilt: Das klassische Sponsoring alleine erfüllt einen wertvollen Zweck vor Ort, dürfte jedoch langfristig nur wenige Spuren hinterlassen. Da Bergrennen eine Veranstaltung vor Ort sind, lohnt ein Nachdenken über klassische Werbeartikel, die vor Ort verteilt werden können. Beispielsweise können Firmen Stofftaschen bedrucken lassen, die zum praktischen Begleiter vor Ort werden. Das Auffüllen der Taschen mit kleinen Werbepräsenten ist natürlich möglich. Wichtig ist, dass der Werbeartikel mit nach Hause genommen wird und so weit über die Zeit eines einzelnen Events hinauswirkt. Gerade für Firmen mit einem regionalen Charakter ist das Verteilen der Werbegeschenke effektiv und eine sinnvolle Maßnahme, mit der sich eine starke Marketingpräsenz im Internet fortführen lässt. Qualität der Werbegeschenke als wichtiger Faktor Für welche Produkte oder Dienstleistungen auch geworben werden soll, das Werbegeschenk sollte von gehobener Qualität sein. Im Falle von Stofftaschen sollte sichergestellt werden, […]

Prominenter Zuwachs für den historischen Bergrennsport

29. Dezember 2021

Andres Vilarino, der mittlerweile 70-jährig vierfache Berg-Europameister der Jahre 1989 bis 1992, kehrt in der kommenden Saison noch einmal auf die europäische Bühne des Bergrennsports zurück, dies hat der Spanier nun über seinen Facebook-Account bekannt gegeben. Geplant ist die Teilnahme an der Berg-Europameisterschaft der FiA für historische Fahrzeuge, die bei insgesamt sieben Veranstaltungen, darunter fünf im Rahmen der modernen Berg-EM ausgetragen wird. „Ende der 1980er Jahre habe ich mit dem Italienischen Motorentuner Franchino Tunzi meinen ersten europäischen Titel errungen. Nächste Saison 2022, werde ich zusammen mit einem anderen italienischen Team nach Europa zurückkehren, um an der FIA Historic Hill Climb Championship teilzunehmen“, sagt Vilarino in seiner Meldung. „Es ist eine neue Motivation für mich und ein Wiedersehen mit der guten alten H-Schaltung, ohne Traktionskontrolle oder elektronische Hilfen. Ich bin schon jetzt aufgeregt, denn im kommenden März ist der erste Test in Modena geplant. Der erste Meisterschaftslauf startet beim Rechbergrennen in Österreich“. Seinen „Untersatz“ für dieses Abenteuer, hält der Mann aus dem Baskenland derzeit noch geheim.

Termine 2022: FIA International Hillclimb Cup

25. Dezember 2021

Erneut aus nur vier Veranstaltungen bestehen, wird 2022 der FIA Hillclimb Cup. Das technische Reglement (Performancefaktor) wird dabei von der Berg-Europameisterschaft übernommen. Jedoch finden sich im Kalender gegenüber dem Vorjahr neue Veranstaltungen. Dabei wird der Saisonauftakt erneut in Polen über die Bühne gehen, jedoch erstmals in Korczyna. Dort wird zum ersten Mal ein Lauf zum FIA Hillclimb Cup über die Bühne gehen. Nach knapp über einem Monat Pause geht es nach Italien, wobei durch das Rotationsprinzip mit Trento, wieder in Ascoli bei der Coppa Paolino Teodori gefahren wird. Danach steht in Slowenien das Bergrennen Gorjanci in Novo Mesto auf dem Programm, welches auch zur österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft zählen wird. Das Finale läuft dann bereits Anfang August in Osnabrück vom Stapel, womit dies das einzige Rennen mit FIA Prädikat in Deutschland im Jahr 2022 sein wird. 21./22. Mai 2022: GSMP Korczyna (Polen) 25./26. Juni 2022: 61° Coppa Paolino Teodori (Italien) 09./10. Juli 2022: GHD Gorjanci (Slowenien) 06./07. August 2022: Osnabrück (Deutschland)

Keine EM-Wertung 2022 – Glasbach-Macher fühlen sich im Stich gelassen

18. Dezember 2021

Erstmals seit 10 Jahren, wird kein stattfindendes deutsches Bergrennen zur FiA Berg-Europameisterschaft zählen. Nach dem Ende des Trierer ADAC Bergrennens im Jahr 2011 und der Aufbauphase des EM-Nachfolgers Glasbachrennen, fühlen sich die Mannen der RSG Altensteiner-Oberland seit geraumer Zeit von den Dachverbänden DMSB und ADAC Hessen-Thüringen im Regen stehen gelassen und haben auf die Beantragung des höchsten FiA-Bergprädikats verzichtet, sodass Merli, Faggioli, Bratschi und Co in 2022 nicht am Rennsteig Station machen werden. Wie es scheint, macht sich eine Gleichgültigkeit gegenüber dem nationalen Bergrennsport in Deutschland breit. In der Coronakriese hat es die noch neun deutschen Bergrennen, bedingt durch ihre Finanzierungsart und die typisch, geografischen Rahmenbedingungen vor Ort, bereits hart getroffen. Auch die Dachverbände lassen den Bergrennsport links liegen. Bestes Beispiel dafür, ist das Dessinteresse des Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) am Internationalen FiA Hillclimb Masters im vergangen Oktober. Auch wird die so ursprüngliche Motorsportdisziplin Bergrennen bei der laufenden Gremienreform (alle Fachausschüsse werden sukzessive aufgelöst, Disziplinen werden nach extern delegiert) nicht gut wegkommen. „Funkverkehr“ mit seinem ADAC-Gau, nur in eine Richtung, beklagt die Rennsportgemeinschaft seit eineinhalb Jahren. Ohne eine Unterstützung, gleich in welcher Art und Weise, sieht sich RSG-Macher Marcus Malsch (Foto: Mitte) nicht in der Lage mit seinen Vereinsmitgliederinnen und Mitgliedern ein kostspieliges FiA-Prädikat zu stemmen. „Wir können das Risiko alleine nicht eingehen und haben auch zuerst eine Verantwortung unseres eigenen Vereins gegenüber. Auch die Tatsache, dass die Rennsportgemeinschaft jeden einzelnen der vergangen Monate dafür gekämpft hat, die aus eigenem Engagement in die Bergrennstrecke getätigten Investitionen (Doppelleitplanken, Befestigungen, Verkabelung, Sicherheitsmaßnahmen) für die Zukunft zu sichern und bald wieder zum Einsatz zu bringen, blieb unbeachtet.  Dies trug demotivierend für die Durchführung einer FiA-Veranstaltung in 2022 bei. Durch die bereits vor zwei Jahren tiefgründig analysierte Budgetplanung hinsichtlich der Durchführung eines Internationalen FiA Prädikates und die bis heute ausstehende Entscheidung des ADAC Dachverbandes, wie man diese finanziell und organisatorisch zu stemmende Herausforderung gemeinsam bewältigen kann, hat sich der Vorstand dazu entschlossen das höchste FiA Prädikat für 2022 nicht zu beantragen. Nicht zuletzt die durch die FiA und den DMSB geforderte Terminanmeldung, welche bereits mit einer Sonderfrist versehen war, machten eine Entscheidung schon zum 1. November 2021 notwendig“. Dennoch plant man in Bad Liebenstein und seinem Ortsteil Steinbach auf eine Bergrennveranstaltung am 11./12. Juni 2022 hin. Zu Austragung kommen Wertungsläufe der Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup. Erstmals erwartet man am Schloss Altenstein die Garde der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft. Wegen einer Terminhäufung hat unterdessen […]

Termine 2022: FiA Europa-Bergmeisterschaft

16. Dezember 2021

Nach der Verabschiedung auf dem FiA World Motor Sport Council diese Woche, stehen nun die Termine der Berg-EM 2022 definitiv fest. Es fällt das Fehlen zweier Veranstaltungen auf. Aus deutscher Sicht schmerzt natürlich der EM-Verzicht der RSG Altensteiner–Oberland, die für 2022 das höchste FiA-Berg-Prädikat für ihr Glasbachrennen (DM, ÖM, KW Berg-Cup) nicht beantragt haben. Zum anderen taucht die slowakische Veranstaltung Dobsinky Kopec nicht mehr auf, nachdem diese in diesem Jahr abgebrochen wurde. Auch ein in Erwägung gezogenes zweites EM-Rennen in Portugal (Boticas) ist nicht zustande gekommen. 09./10. April 2022:  Course de Côte St. Jean du Gard – Col St. Pierre (FRA) 23./24. April 2022:  ÖAMTC Rechbergrennen (AUT) 07./08. Mai 2022:  Rampa Internacional de Falperra-Braga (POR) 14./15. Mai 2022:  Subida Internacional al Fito (ESP) 28./29. Mai 2022:  Sternberk Ecce Homo (CEZ) 02./03. Juli 2022:  Trento-Bondone (ITA) 30./31. Juli 2022:  Limanowa (POL) 20./21. August 2022: Course de Côte St. Ursanne – Les Langiers (SUI) 03./04. September 2022:  GHD Petrol Ilirska Bistrica (SLO) 17./18. September 2022:  Buzetski dani (CRO)

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