Europas Topfahrer fasziniert vom Glasbachrennen

11. Juni 2018

Herrlicher Sonnenschein und sommerliche Temperaturen begleiteten das diesjährige 23. Internationale ADAC Glasbachrennen auf Deutschlands längster und Europas modernster Bergrennstrecke mitten im Thüringer Wald bei Bad Liebenstein. Mit einer spektakulären Zeit von 1:58:395 min unterbot der Italiener Christian Merli seinen eigenen Streckenrekord vom Vorjahr um einen Wimpernschlag und erreichte dabei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 245 km/h auf der mit 35 Kurven bestückten und 5,5 km langen Naturrennstrecke zwischen Bad Liebenstein und dem Rennsteig. Über 12.000 Fans begleiteten den einzigen Europabergmeisterschaftslauf in Deutschland über das gesamte Wochenende. Bei zunächst unsicheren Wetterprognosen für das Rennwochenende mussten sich die 151 Fahrer aus 12 Nationen auf ein Wetterlotteriespiel einstellen, so schlimm kam es aber nicht. Nur ein kleiner Schauer im Verlauf des zweiten Durchgangs erwischte das Renngelände. Danke der Wertung zwei aus drei, hatte die Nässe kaum Folgen und am Ende ging Christian Merli mit einer unglaublichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h als Sieger hervor. Es war ein sehr spannendes Wochenende für den Italiener, denn seine Konkurrenten Sebastien Petit (FRA) und Christoph Lampert (AUT) waren ihm dicht auf den Fersen. Am Ende siegte Christian Merli mit einem Vorsprung von 7,288 sec in der Gesamtwertung vor seinen Konkurrenten. Bei den Meisterschaftsläufen zur Deutschen Bergmeisterschaft setzte sich Thomas Conrad gegen die internationale Konkurrenz durch. Erstmals waren auch 15 Fahrer aus Luxemburg zum Glasbachrennen am Start. Guy Demuth konnte mit einer Zeit von 2:06.949 min nicht nur gegen seinen Luxemburger Konkurrenten durchsetzen, sondern erlangte auch im Gesamtklassement einen hervorragenden 4.Platz. Rund 360 Helfer in der Organisation sorgten über das gesamte Wochenende bei Fahrern, Zuschauern und Medien für ein rundum gelungenes Wohlfühlwochenende. Die große Gastfreundschaft im Örtchen Steinbach ist wohl auch einer Schlüssel zum Erfolg diese Events. Die große Akzeptanz der Rennveranstaltung in und um Steinbach, lässt sich gut an der Anzahl der mit Stolz getragenen „Glasbach-T-Shirts“ fest machen. Bei den gemütlichen Rennparty-Abenden auf dem kleinen Steinbacher Markplatz war man steht’s von T-Shirtträgerinnen und Trägern mit dem Glasbachlogo umringt. So manche Neuigkeiten und Verbesserungen auf dem Veranstaltungsareal wären noch Erwähnenswert, doch kommen wir nun zum sportlichen Report. Das Christian Merli mit seinem Osella FA 30 Zytek LMR als einziger die 2-Minuten-Schallmauer knacken und kein weiterer Fahrer den Südtiroler ernsthalft gefährden kann, war spätestens nach dem Training klar. Die schwierigen 5,5 Kilometer auf den Sattel des Rennsteig ließen sich in allen Klassen und Gruppen die Zeitabstände deutlicher herausbilden als sonst wo. In der Gesamtwertung entbrannte so ein Kampf um Rang zwei, […]

Marcel Steiner Kolumne: Mein dritter Platz in Ecce Homo

11. Juni 2018

Nach fünf Jahren Pause vom tschechischen Berg EM-Lauf in Ecce Homo (CZ) konnte ich bei wechselhafter Witterung am 3. Juni 2018 den 6. Gesamtrang erkämpft  und mir den dritten Platz der eigenen Kategorie sicheren. Hie meine Erlebnisse, „geng wie geng“ im persönlichen Rennbericht. Wegen der Anreise von über 1.100 Kilometern machten wir uns bereits am Mittwoch nach Arbeitsschluss auf die Reise nach Tschechien. Zum ersten Mal seit geraumer Zeit fährt „Housi“ wieder mit, der schon früher meinen Vater auf die Rennstrecken begleitet hatte. Das freut mich sehr, denn nach den technischen Problemen in Eschdorf war ich mir nicht mehr sicher, ob ich in Ecce Homo überhaupt starten soll. Die zahlreichen Zusprüche und Begleitung meiner treuen Fans haben mich aber sehr motiviert, doch hinzufahren. Auf der Fahrt wechseln wir uns am Steuer ab. So erreichen wir am Donnerstag um 10 Uhr mit dem Teambus das Fahrerlager. Dort werden wir bereits vom Veranstalter erwartet und zu unserem Platz geleitet. Bei schon recht warmen Temperaturen richten wir unsere Basis für die nächsten Tage ein. Ansonsten verläuft dieser Tag noch locker und ich habe Zeit, mir die 7.8 Kilometer lange Strecke nochmals einzuprägen. Am Freitag stehen noch einige kleine Arbeiten am LobArt, eine weitere Streckenbesichtigung und die Wagenabnahme an. Samstagfrüh um halb sieben checke ich mein Handy und ein großer Schreck durchfährt meine Glieder. Ich sehe das Bild eines fürchterlichen Unfalls auf der Rennstrecke. Wie wir später erfahren werden, ist ein illegales „Rennauto“ bei einer unerlaubten Trainingsfahrt frontal mit dem privaten PKW einem Rennfahrer kollidiert. Der Fahrer des illegalen Fahrzeugs ist noch auf der Stelle verstorben. Wegen der Bergungsarbeiten verschiebt sich der Trainingsbeginn um eine Stunde auf 9 Uhr. Nach fünf Jahren Pause nehme ich endlich die Bergstrecke von Ecce Homo wieder unter die Räder! Es herrschen sommerliche Temperaturen und das 1. Training harzt: Das Set-Up des LobArt passt noch überhaupt nicht auf die zum Teil holprige Piste. Das Auto setzt zum Teil heftig auf. Ich realisiere eine Zeit von knapp unter drei Minuten; auf Christian Merli (Osella FA30) fehlen mir 13 Sekunden, auf Simone Faggioli (Norma-Zytek) und Milos Benes (Osella FA30) 8 Sekunden. Für den 2. Trainingslauf stellen wir die Federrate und Fahrzeughöhe des Rennwagens rigoros um. Das Fahrverhalten ist besser und ich finde mehr Vertrauen in Auto und Strecke. Ich steigere mich um 5.5 Sekunden auf 2.54.23, verkürze den Rückstand auf 12 Sekunden und fahre damit auf Platz fünf. Bei der Streckenbesichtigung am Sonntagmorgen […]

Volles Haus am Glasbach – 151 Teams aus 12 Nationen

3. Juni 2018

Am kommenden zweiten Juni-Wochenende findet vom 08.-10.06.2018 das 23. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein in Thüringen statt. Mit 151 internationalen Teams aus 12 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europa-Bergmeisterschaft, der Deutschen- und Luxemburger Bergmeisterschaft sowie im KW Berg-Cup. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welches das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt auf der mit 34 Kurven bestückten Naturbergrennstrecke aktuell bei 1:58:440 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h (bei stehendem Start) und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 245 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen dem Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer „permanenten“ Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser lag im Tausendstel- Sekundenbereich. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld viele der aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger und Streckenrekordhalter bei den offenen Sportwagen der Gruppe E2-SS, Christian Merli  (ITA) haben auch starke Konkurrenten, wie der spanische Bergmeister Javier Villa auf seinem superschnellen BRC BR 53 sowie der ehemalige luxemburgische Bergmeister Guy Demuth im brandneuen Norma M20 FC Zytek (Foto Mitte) und der aktuelle französische Berg-Champion Sebastien Petit in seinem Norma M 20 FC Mugen genannt. Mehr als nur Außenseiterchancen besitzen zudem der letztjähre Viert platziere an gleicher Stelle, der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik, der ebenfalls einen Norma M20 FC Mugen pilotiert. Nach seinem ausgezeichneten fünften Gesamtrang im Vorjahr, brennt der Belgier Jelle de Coninck im turbobefeuerten Norma-Sportwagen, bei seinem zweiten Start am Glasbach, mit besserer Streckenkenntnis im Gepäck auf mehr. Noch in der Testphase befinden sich Cyrille Frantz aus Frankreich im Osella PA 30 Cosworth und bei seiner Deutschlandpremier mit dem PRC S4 mit ehemaligem V6-Opel-Werkstriebwerk aus ITC-Serie, Alexander Hin. Simone Faggioli hingegen, werden die fachkundigen Fans aber vergeblich auf der offiziellen Starterliste suchen. Der EM-Titelverteidiger hatte in der ersten Halbsaison bereits zwei Niederlagen in seiner Gruppe E2-SC einstrecken müssen und wird wohl dieses Jahr seinen Titel nicht verteidigen können. Außerdem konzentriert sich Faggioli auf seinen ersten Anlauf beim legendären Pikes Peak Bergrennen in den USA, das am 24. Juni stattfindet. […]

Präsentation Porsche 997 GT3 Cup von Jochen Stoll

3. Juni 2018

Der Boden für das Comeback des Jochen Stoll ist bereitet! Mit seinem in den Niederlanden neu erworbenen Porsche 997 GT3 Cup wird der Westpfälzer, nach knapp vierjähriger „Berg-Abstinenz“, am kommenden Wochenende zum Deutschen Lauf der Berg-Europameisterschaft beim ADAC Glasbachrennen in Thüringen die Bergrennszene wieder bereichern. Der DMSB-Bergpokal Vize-Meister von 2011 und dritter der Berg DM 2014 freut sich bereits wie ein „Schneekönig“ auf die 5,5 km lange, kurvenreiche Piste am Rennsteig, denn sein neues Sportgerät ist nun optimal vorbereitet. Die letzten Wochen befand sich der 420 PS starke Cup-Porsche nämlich in den professionellen Händen des Team 75 Motorsport, der Mannschaft von Porsche-Werksfahrer und Le Mans-Sieger Timo Bernhard. Der „Zuffenhausener“ wurde am Teamstandort in Landstuhl komplett durchgesehen, ein neues KW-Gewindefahrwerk eingebaut und das reinrassige Rennfahrzeug auf die Gegebenheiten des Bergrennsports voreingestellt. Danach übernahm die hauseigene Werbeagentur Team Bernhard Design und zauberte ein wirklich ansprechendes Foliendesign um den Hauptsponsor Euro Repar Car Service auf den E1-Tourenwagen. Jochen Stoll wird zukünftig unter dem Bewerber KÜS Team 75 Bernhard in der Deutschen Bergmeisterschaft an den Start gehen und dabei auch seinen Heimatverein, den Homburger Automobilclub repräsentieren. Beim Bergrennen seines Clubs, vom 6.-8. Juli in Homburg, hat Stoll übrigens seinen zweiten Auftritt geplant.

Viva Italia – Gubbio Austragunsort des Hillclimb Masters 2018

1. Juni 2018

Nun ist endlich alles in trockenen Tüchern und mit einem halben Jahr Verspätung wurden jetzt Ross und Reiter, sprich Veranstalter, Austragungsort und Datum für das dritte FiA Hillclimb Masters genannt. Dank der Zusammenarbeit zwischen den italienischen Organisatoren der Trofeo Fagioli im mittelitalienischen Gubbio, der FIA-Bergkommission ​​und der italienischen Motorsport-Organisation ACI Sport, wird das derzeit größte internationale Ereignis im Bergrennsport, zum ersten Mal in Umbrien statt finden. Hingegen der ursprünglichen Termingebung der FiA, findet das dritte Masters der Geschichte, jetzt eine Woche später vom 12. bis 14. Oktober 2018 statt. Das Bergrennen von Gubbio, rund 40 km nördlich der Stadt Perugia gilt im Kalender der Italienischen Bergmeisterschaft wegen seiner nahen Altstadt als das „Monte Carlo der Bergrennen“. Vom 17. bis 19. August ist man an gleicher Stelle auch Gastgeber der 53° Trofeo Luigi Fagioli, achter Lauf der italienischen Meisterschaft (CIVM). Die Strecke für das FiA Hillclimb Masters im Oktober wird jedoch um 840 Meter verkürzt und misst nur 3,31 km. Der Start erfolgt dann außerhalb der umbrischen Stadtmauern. Die Strecke führt durch die geologisch bekannte Schlucht Bottaccione zum Ziel in Madonna della Cima. Weiter Infos: Strecke auf Google Maps www.trofeofagioli.it

Merli in Spanien im Pech – Faggioli holt auf

22. Mai 2018

Bis zum zweiten Rennlauf beim vierten Berg-EM Lauf der Saison, dem 47. Subida Al Fito in nordspanischen Baskenland, lief für den italienischen Osella-Werksfahrer Christian Merli alles nach Plan. Der Mann aus dem Trentino dominierte im Training und im ersten Rennen klar. Doch dann, in „Carrera 2“ bricht  an Merlis Osella FA30 die rechte Hinterachse und der Pilot des Blue City Motorsport Teams muss aufgeben. Bitter fällt die Resonanz Merlis aus. „Ein dummer Fehler. Die Achswellen werden in der Regel zu einem festen Termin ersetzt und wir waren weitgehend im Rahmen dieser Routinewartung. Natürlich kann sowas passieren, aber wir haben einen bitteren Beigeschmack. Im ersten Anstieg lief alles gut. Wir haben im Rennen bis zu diesem Zeitpunkt dominiert und sogar einen neuen Streckenrekord markiert. Dennoch kehren wir mit null Punkten nach Hause zurück und dieses Rennen wird das Streichresultat der ersten Saisonhälfte bilden. Jetzt dürfen wir in den nächsten beiden Rennen von Ecce Homo und Glasbach keine Fehler mehr machen. Der Wunsch zu gewinnen bleibt. Der Rennsport ist so, aber dieses Wochenende ist schwer zu verdauen.“ Auf der 5,350 km langen Bergpiste in Asturien siegte nach Merlis ausscheiden, Simone Faggioli klar und deutlich, nach zwei Läufen und fast 7,5 Sekunden vor dem Franzosen Sebastien Petit (beide Norma M20 FC). Rang drei ging an den Spanier Javier Villa Garcia im kleinen BRC B53 „CM-Renner“.

Faggioli mit hauchdünnem Sieg in Portugal

14. Mai 2018

Die ersten Station der Tour über die iberische Halbinsel führte den harten Kern der EBM-Fahrer zur Rampa da Falperra in den Norden Portugals. Auf Einladung eines begrennverrückten portugiesischen Unternehmers nahm auch der Schweizer Reto Meisel die „kleine Weltreise“ auf sich und wird dann auf dem Rückweg, am kommenden Wochenende, im Baskenland beim spanischen EM-Lauf von Al Fito antreten. In Portugal angekommen, wurde der Mercedes SLK 340 Judd V8 gleich in den Farben des einheimischen Gönners aufwendig und komplett foliert und erstrahlte danach in ungewohnter Art und Weise. „Leider endete unser erstes Rennen auf der iberischen Halbinsel mit einer Enttäuschung“, resümierte Meisel. „Erhofft hatten wir sommerliche Wetterverhältnisse, wurden dann aber durch den Atlantikeinfluss regelrecht unterkühlt und teilweise durchnässt. Vor unserem ersten Rennlauf am Sonntag wechselten wir viermal die Räder, weil es immer wieder kurz regnete. Auf nicht komplett abgetrockneter Strecke gelang uns dann doch nach rund 30 Minuten Wartezeit an der Startlinie (Unterbruch auf Grund Unfalls von Renzo Napione) mit Sliks ein einigermaßen akzeptabler Lauf. Das Wetter meinte es dann doch noch gut und es trocknete ab 16 Uhr ab. Doch leider machte uns ein weiteres Mal die Defekthexe einen Strich durch die Rechnung. Dieser verflixte Anlasser aus England gab kurz vor der Startlinie zum gefühlt zehnten Mal den Geist auf. Die logische Schlussfolge ist, dass wir nun endgültig alles umbauen werden und auf einen bewährten Anlasser von Bosch zurückgreifen. Trotzdem hoffen wir, dass wenigsten der Ersatzanlasser das Rennen am kommenden Wochenende in Fito überlebt. Um den Gesamtsieg rauften wie gewohnt Simone Faggioli im Norma und Osella-Waffe Christian Merli. Beide fuhren je einmal Laufbestzeit und Merli sogar neuen Streckenrekord in 1:47,890 min und einem Schnitt von 173,51 km/h. Nach der finalen Zieldurchfahrt siegte dennoch zum insgesamt sechsten Mal Faggioli hauchdünn vor Merli. Faggioli ist unterdessen noch immer im 2017ner Modell des Norma M20 FC unterwegs. Das weiter verfeinerte Modell 2018 soll dann erstmals Anfang Juni in Ecce Homo (Tschechien) zum Einsatz kommen. Eschdorf-Sieger Sebastien Petit punktete auf Gesamtrang drei erneut erfolgreich in der EM-Wertung. Nach seiner gelungenen Premiere mit seinem flammneuen Norma M20 FC Judd V8 von Eschdorf, machte sich der Luxemburg ex-Champion Guy Demuth ebenfalls auf die über 1900 km lange Anfahrt ins Umland von Braga. Demuth kam erneut bestens mit dem noch ungewohnten Boliden zurecht und lande am Ende auf Platz vier, noch vor dem spanischen ex-Europameister der 80er und 90er Jahre Andres Vilarino, gleichfalls auf Norma V8, der […]

Merli führt nach Rechberg erstmals die EM an

23. April 2018

Die diesjährige Saison in der Berg-Europameisterschaft verspricht hochinteressant und spannend zu werden – dass mit Sicherheit mehr als in den Vorjahren. So lautet die Erkenntnis nach dem zweiten von zwölf Rennen der EBM vom vergangenen Wochenende am österreichischen Rechberg. Das traumhafte Frühlingswetter lockte die Fans in großen Schaaren ins steirische Almenland. Und auf den Wiesen und Almen entlang der rund 5 km langen klassischen Bergrennstrecke verlebten die Zuschauer einen herrlichen Renntag. Nur wenigen Unverbesserlichen stiegen die Unvernunft und der Alkohol zu Kopf, die dann von der Polizei aus den Sperrzonen entlang der Rechberg-Bundesstraße geholt werden mussten. Diese war im Vorfeld, von Posten 3 bis Posten 16 neu asphaltiert worden. Dass noch ein recht frischer Belag zuweilen rutschig sein kann, mussten einige Piloten am eigenen Leib erfahren, darunter auch der Tscheche Dan Michel (Lotus Elise) und der Schwarzwälder Alexander Hin. Beiden drehte es bei Highspeed den „Hintern weg“ und sie krachten in die Betonelemente. „Leider kein Glück am Rechberg für uns“, resümierte Hins Team-Chef und Konstrukteur Emanuel Pedrazza. „Alex verlor unseren PRC S4 ITC beim anbremsen der Puntigammer Kurve mit über 225 km/h. Obwohl das Fahrzeug eine 14 Jahre alte Konstruktion ist hat der PRC S4 mit Alex Hin zuvor gezeigt, dass wir mit Ausnahme von Merli und Faggioli mithalten können. Wir werden reparieren und schnellstmöglich zur nächsten Attacke blasen“. Die bereits angesprochenen „Italo-Stars“ Christian Merli im Werks-Osella FA 30 und Simone Faggioli im Werks Norma M20 FC bestimmten die beiden Rennläufe am Sonntag in gewohnter Art und Weise. Wie schon ein Wochenende zuvor am französischen Col St. Pierre musste Faggioli seinen Landsmann überraschender Weise ziehen lassen. Vor Wochenfrist gab ein seltener Fahrfehler den Ausschlag zu Gunsten Merlis. Diesmal war es aber unverkennbar Merlis blendende Form, die schlussendlich zum deutlichen und dritten Rechberg-Gesamtsieg in Folge des Südtirolers führte. Ganze 6,5 Sekunden Poster sprechen eine deutliche Sprache. Nach dem ebenfalls überraschenden Tagessieg am Col St. Pierre des französischen Meisters Sebastien Petit im Norma M20 FC, war man auch am Rechberg auf dessen Abschneiden gespannt. Das Team Petit Autosport plant insgesamt an acht Läufen der aktuellen Berg EM teilzunehmen und kann so zum Kreis der Titelanwärter gezählt werden, zumal Faggioli wegen seines Starts am Pikes Peak in den USA mindestens einen EM-Laufen auslassen muss und sich somit keine weiteren Patzer mehr leisten kann. Christian Merli muss am 22. Mai nochmals in Slowenien vor Gericht erscheinen, wo weiter die Geschehnisse um den letztjährigen EM-Lauf […]

Marcel Steiner strebt Titelverteidigung an

18. April 2018

Schon in der vergangenen Saison konnte der Schweizer Marcel Steiner das Potenzial seines Sportwagens LobArt LA 01 Mugen, nach einer erfolgreichen Entwicklungsarbeit, unter Beweis stellen. Am Ende standen der Gewinn der Schweizer Berg-Meisterschaft für Rennsportwagen und der 3. Platz im FIA Int. Hill Climb Cup 2017 zu Buche. Auch für 2018 hat sich der schnelle und erfahrene Pilot aus dem Berner Oberland Einiges vorgenommen. Vorrangig konzentriert sich Marcel Steiner nach Bekanntgabe seiner Saisonplanung auf die Titelverteidigung in der Schweiz. Aber er ist auch mit dem wunderschönen Sportwagen bei einigen renommierten internationalen Veranstaltungen zu sehen. Am 4./5. August wird es vermutlich die einzige Gelegenheit für die deutschen Fans sein, Marcel Steiner mit dem ultraschnellen Fahrzeug live zu sehen – er plant einen Start beim 51. Int. Osnabrücker Bergrennen und möchte ganz sicher einen absoluten Spitzenplatz auf der 2, 030 km langen Strecke erringen. Dazu kommt bereits am kommenden Wochenende die Teilnahme beim zweiten EM-Lauf des Jahres am Rechberg in Österreich. Geplant sind weiter  die Bergrennen in Eschdorf (Luxemburg) am ersten Mai-Wochenende, der tschechische EM-Lauf von Ecce Home und zum Abschluss der Saison auf der Powerpiste vom St. Agatha in Oberösterreich.

FIA erwägt revolutionär neue Fahrzeugeinteilung in Performance-Klassen

1. April 2018

Eine ambitionierte Reform der zahllosen Klassen- und Gruppeneinteilungen der Rennfahrzeuge bei nationalen und internationalen Bergrennen auf Basis des „Performance Factor Konzepts“ wird in der Saison 2018 von der FIA erprobt. In aller Bescheidenheit ist der Bergrennsport eine von wenigen Motorsportarten, die sich noch rühmen kann, zu den Menschen vor Ort zu kommen und offen zugänglich zu sein. Das durchschnittliche Niveau der Teilnehmerzahlen am Berg ist hoch. Ungewöhnlich ist es nicht, dass mehr als 150 Teilnehmer, oder sogar an die 200 Autos, an die Startlinie der gleichen Veranstaltung rollen. Die Magie dieser traditionellen Disziplin verzaubert weiterhin. Für die Fahrerinnen und Fahrer ist die Herausforderung zwar meist kurz, aber dafür intensiv und anspruchsvoll, und für das Publikum ist das hautnahe Spektakel einzigartig, aber auch die Vielfalt der konkurrierenden Autos ist ansprechend. Im Bergrennsport ist daher eine Standardisierung und Einteilung  von Rennfahrzeugen nicht so einfach, wie in vielen anderen Disziplinen. Das heißt, die Stärke dieser Motorsportspielart kann manchmal auch eine Schwäche sein. Die Vielfalt der Autos, die bei Bergrennen antreten, machen die Regularien für alle Beteiligten, ob Fahrer, Organisatoren, Sport- und Technikkommissare, Medien oder Zuschauer, sehr komplex. Gerade für letztere ist es schwierig da den Durchblick zu behalten. Zum einen leiden Bergrennserien und Meisterschaften, die ausschließlich auf den FIA-Homologationsgruppen N, A, R, GT usw. basieren, wie beispielweise die FIA​​-Europameisterschaft, unter einem großen Mangel an zugelassenen Fahrzeugen, weil die Hersteller derzeit nur selten ihre Modelle in den FIA-Gruppen homologieren lassen. Auf der anderen Seite hat die große Offenheit und die zahlreichen nationalen Reglements der jeweiligen ASN immer ein großes Fahrerfeld garantiert. Aus diesem Grund kombinieren viele Veranstalter mehrere Wettbewerbe – zum Beispiel sind alle Veranstaltungen der Europameisterschaft mit einer oder mehreren nationalen oder regionalen Meisterschaften verbunden – und jeder dieser Wettbewerbe hat seine eigenen Ergebnisse. Das ein und dasselbe Auto kann sich in verschiedenen Kategorien und Klassen einer Meisterschaft wieder finden. Eine Reform ist überfällig! Um dieser Situation zu begegnen, hat die FIA ​​Bergrenn Kommission mit Unterstützung der technischen Abteilung eine eingehende Überprüfung vorgenommen, deren Hauptziel die Entwicklung von Regeln ist, die so umfassend und praktisch wie möglich sind. So entstand das Projekt „Performance Factor“ – kurz „Pf“.  Die Schaffung eines gemeinsamen technischen Rahmens, der die Einbeziehung einer maximalen Anzahl von Fahrzeugen ermöglicht, ist das Ziel. Mit Ausnahme von Hybrid- und Elektroautos sind alle Fahrzeuge mit einem Verbrennungsmotor von weniger als 6.500 ccm Hubraum zulässig, sofern sie den Mindestsicherheitsstandards gemäß dem aktuellen FIA-Anhang J entsprechen. Dies ist der Fall, wenn die Fahrzeuge homologiert […]

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