Dicke Luft am Mont Dore – Eine Momentaufnahme der Berg EM

15. August 2017

Die Berg-Europameisterschaft entwickelt sich derzeit mehr und mehr zur Farce. Der sportliche Wert des einst so glorreichen Championats leidet. Dies wurde am vergangenen Wochenende beim neunten von zwölf Veranstaltungen am Mont Dore im französischen Zentralmassiv deutlich. Ein Grund dafür ist das Wirrwarr der nationalen Klassen und Gruppen, die nicht immer mit den FiA-Gruppen der EBM konform gehen. Dazu sinkt die Anzahl der Fahrer die permanent in der Berg-Europameisterschaft aktiv sind. Mit gutem Willen kann man aktuell 22 Aktive benennen die an der EM teilnehmen. Acht bei den Produktionswagen und GT sowie 14 bei den Renn- und Silhouettenfahrzeugen. Die einst vollbesetzten Produktionswagengruppen N und A, wo sich die Mitsubishis und Subarus tummelten sind verweist. Die Homologationen dieser Fahrzeuge laufen oder liefen aus und diejenigen die begonnen hatten, brechen nach und nach die Saison ab. Kurios ging es in diesen Gruppen am Mont Dore zu. Die beiden Tschechen Lukas Vojacek (Subaru Gruppe A) und Tomas Vavrinec (Mitsubishi Gruppe N) waren allein auf weiter Flur und kassierten als Gruppensieger halbe EM-Punkte. Vavrinec  landete mit seinem Lancer Evo 9 im zweiten Lauf in der Botanik und schleppte sich nach einer Notreperatur im letzten Lauf in über vier Minuten, fast eineinhalb Minuten länger als im ersten Durchgang  den Berg hoch, um wenigstens noch seine halben EM-Zähler zu retten. Vojacek „überführte“ drei Mal seinen Impreza STI WRX sichtlich unmotiviert ins Ziel – wen wundert´s. Ärger und Diskussionen gab es in der Gruppe der GT Fahrzeuge, die zusammen mit den Gruppen N und A einen eigenen Europameister der Kategorie 1 ausfahren. Die Ginetta G55 GT3 des Spaniers Sanchez wurde vorab noch wegen einer fehlenden GT3-Homologation noch in die Gruppe E2-SH umgestuft, in der danach Vladimir Vitver im Audi TT-R DTM nicht mehr als „Alleinunterhalter“ unterwegs war. EM-Leader „Tessitore“, der seit dem EM-Lauf in Polen seinen Porsche gegen einen Audi R8 LMS GT3 eingetauscht hat,  monierte jedoch zwei weitere GT-Renner als nicht dem GT3-Reglement entsprechend. „Die Brüder Philippe und Christian Schmitter aus Frankreich, fahren in ihren Lamborghini und Porsche kurze Getriebeeinheiten die nicht für die Berg EM homologiert sind und das ist allgemein bekannt. So wurden uns EM-Fahrern Punkte weggenommen“. Überhaupt finden sich nach dem sehr späten Rennende am Mont Dore, allein der erste Lauf hatte fünf Stunden gedauert, mindesten fünf Fahrer in der Resultatsliste der EBM, die zugleich in der separaten Ergebnisliste der französischen Meisterschaft auftauchen, jedoch mit abweichenden Gruppenbezeichnungen. Einmal in der EM geführt in der […]

Neuner-Schallmauer von Trento knapp verpasst

2. Juli 2017

Der Florentiner Simone Faggioli schaffte auf Norma M20 FC Zytek beim Berg EM-Lauf von Trento-Bondone eine historische Rekordmarke von 9 Minuten 00, 52 Sekunden und war fast sieben Sekunden schneller als im Vorjahr. Faggioli gewann zum neunten Mal  das von der Scuderia Trentina organisierte Rennen. Das Podium komplettierten mit Christian Merli und Diego De Gasperi zwei Trentiner auf Osella. „Ich bin begeistert und fast ungläubig“, waren Faggiolis erste Worte nach der Ziellinie. „Das habe ich nicht erwarten, diese Zeit zu erreichen. Es ist wichtig zu sagen, dass es die Arbeit des gesamten Teams und der Pirelli-Techniker war. Auch auf dem letzten Streckenteil, konnte ich den Angriff dank der ausgezeichneten Reifen fortzusetzen“.

Boxengeflüster 06/2017: Wussten Sie schon dass…?

17. Juni 2017

DASS es anlässlich der Veranstaltung „fiftfyfifty“ bei der Firma Hinrichs Licht&Druck für die über 150 eingeladenen Gäste eine große Überraschung gab: MSC Osnabrück-Organisationsleiter Bernd Stegmann hielt nach seiner Begrüßung eine Laudatio auf den Skater-Pionier und Unternehmer Titus Dittmann aus Münster. Titus nimmt seit rund 7 Jahren am Int. Osnabrücker Bergrennen teilt und hat sich dort nachhaltig u.a. durch attraktive Fahrzeuge und die Nähe zum Publikum sowie als Vorreiter der Taxifahrten für Besucher auf der Rennstrecke eingebracht. Daher wurde diesmal im Vorfeld des 50. Int. Osnabrücker Bergrennens eine „Osnabrücker Planke“ , und dazu außerhalb der bisherigen Räumlichkeiten vergeben. In seinen Dankesworten bezeichnete Titus das Rennen am „Uphöfener Berg“ als die beste Motorsportveranstaltung, an der er jemals teilgenommen habe und er werde dort immer wieder hinkommen, solange dort gefahren wird. In diesem Jahr hat Tituts angekündigt, zum Jubiläum einen Original Ford GT 40 zu präsentieren, von denen es weltweit nur sehr wenige gibt. Auf dieses phantastische Fahrzeug dürfen sich die Fans ganz sicher freuen. DASS die Saarländer Vincent Schwartz und David Jakob in den Juni-Ausgabe der bekannten ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ als eine der Kandidaten auf den diesjährigen XY-Preis zu sehen waren. Schwartz ist aktiver Motorsportler im RCN-Cup auf dem Nürburgring und wird in vier Wochen erneut bei seinem „Home-Grand-Prix“, dem Homburger ADAC Bergrennen mit seinem Honda Civic Type R an den Start gehen. Die beiden jungen Männer waren auf Parkplatzsuche in der Nähe des Flughafens Frankfurt-Hahn, als sie in einer Sackgasse einen Mann und eine Frau wahrnahmen. Zunächst vermuten sie ein Liebespaar. Als ihnen doch Zweifel kamen, untersuchten sie die Situation. Schnell war klar, dass die Frau sich gegen den Mann zur Wehr setzte. Die beiden jungen Männer vertrieben den Täter durch lautes Hupen. Anschließend blieb David beim Opfer, einer Stewardess, und rief die Polizei. Vincent verfolgte den Mann und kann ihn schließlich zu Boden bringen und festhalten. Das mutige Einschreiten der beiden wurde von „Aktenzeichen XY“ in einem Film gezeigt, der Täter erhielt 2 Jahre und 9 Monate auf Bewährung. Im Herbst werden insgesamt drei XY-Preise, dotiert mit je 10.000 Euro vergeben, worüber eine Jury abstimmt. DASS nach fast 20 Jahren der Organisationsleiter des Osnabrücker Bergrennens, Bernd Stegmann zum diesjährigen runden Jubiläum wieder einmal alle Funktionäre des Bergrennens zu sich nach Borgloh eingeladen hatte. Trotz Dauerregens folgten über 80 Funktionäre der Einladung des Orga-Teams. „LS“ Holger Maes stellte dabei den vorgesehenen detaillierten Zeitplan für den Aufbau der Rennstrecke zum 50. Int. […]

Merli möchte Titel in Osnabrück verteidigen

16. Juni 2017

Ein ganz Großer, wenn nicht aktuell der „Größte“ im Bergrennsport überhaupt, hat seine Teilnahme beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen vom 4. – 6. August 2017 fest in der Planung. Christian Merli aus Italien, der in 2016 auf Anhieb das Rennen in neuer Rekordzeit gewann, möchte auch in diesem Jahr die sportlichen Akzente an der Spitze setzen und wird auf der 2,030 km langen Berg-Sprintstrecke seinen Sieg und Rekord von 51, 232 sec. verteidigen und nach Möglichkeit erneut verbessern wollen. Der derzeit in der Europa-Bergmeisterschaft führende Werksfahrer (punktgleich mit Simone Faggioli) hat seinen Osella FA 30 mit einem noch besseren Fortech-Motor ausgestattet und eilt derzeit von Sieg zu Sieg, so wie kürzlich beim Deutschen Berg-EM Lauf in Thüringen. Viele deutsche Automobilsport-Fans freuen sich darauf, den sehr beliebten und sympathischen Piloten aus der Nähe von Trento in Südtirol, wieder in Osnabrück mit seinem wunderschönen Rennwagen und dem spektakulären Fahrstil zu sehen.

Glasbach-Schallmauer vehement übersprungen

12. Juni 2017

Zwei gestandene Männer aus Italien stellten den Rest der 129 gemeldeten Teilnehmer aus 13 Nationen, beim 22. Int. ADAC Glasbachrennen bei Bad Liebenstein in Thüringen, regelrecht in den Schatten. Die entsprechende Bühne für den „Kampf der Giganten“ und die spannenden Rennen in den einzelnen Klassen und Gruppen boten die Mannen um den „Glasbach-Macher“ Marcus Malsch in hervorragender Weise. Dabei ist es für die RSG-Altensteiner-Oberland, anhand der Streckenlänge von 5,5 km und einem Veranstaltungsgelände das sich über gut und gern über acht Kilometer erstreckt, wesentlich schwieriger die benötigte „Man-Power“ zusammen zu trommeln, als es für die meisten anderen DM-Veranstalter ist – und die haben schon ihre Probleme. Vom Zielauslauf auf dem Rennsteig bis hinunter auf den idyllischen kleinen Marktplatz des Fahrerlagerorts Steinbach, wo unter Einbeziehung der Bevölkerung an zwei Abenden die „Race-Party“ für Stimmung sorgte und am frühen Sonntagabend mit einer urigen Siegerehrung die Rennteams verabschiedet wurden, war alles perfekt aufgebaut und vorbereitet. Hatte man mit dem Ablauf des Trainingstages mit vielen Zwischenfällen noch Mühe den Zeitplan einzuhalten, lief es am Renntag wie am Schnürchen und die Sonne lachte von einem wolkenlosen Himmel mit den Organisatoren um die Wette. So aufgestellt gehört die RSG in diesem Jahr mit Sicherheit zu den Top-Veranstaltern in der Berg-Europameisterschaft. Die vom Veranstalter RSG Altensteiner-Oberland genannten 10.000 Zuschauer wurden schon am Samstag von den beiden Streckensprechern auf das mögliche fallen der „Zwei-Minuten-Schallmauer“ eingestimmt. Diese sollte dann auch im alles überragenden Zweikampf der derzeit wohl weltbesten Bergrennfahrern Christian Merli und Simone Faggioli fallen. In Lauf eins blieb zuerst Faggioli im Norma Zytek V8 und dann Christian Merli, als letzter Konkurrent des Feldes, im Osella FA30 unter der magischen 120 Sekunden-Grenze. Die Vorentscheidung im italienischen Duell fiel im zweiten Durchgang, aus dem Merli mit fast einer Sekunde Guthaben auf seinen Erzrivalen hervor ging. Unglaublich, das Merli zum Abschluss im Labyrinth der 35 Kurven nochmals zulegen konnte und mit der neuen absoluten Rekordzeit von 1:58,440 min Faggioli um ganze 2,7 Sekunden distanzierte. Diese Rekordmarke bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von über 167 km/h, entsprechend einer Fahrstrecke von fast 46,5 Metern pro Sekunde, dies bei stehendem Start und inklusive Bremsschikane! Merli war übrigens der einzige der Top-Fahrer der sich im letzten Lauf noch steigern konnte. Dennoch ging es in diesem Tagessiegduell nur ums Prestige. In der EM-Wertung haben die Beiden ihre Gruppen deutlich gewonnen, und rangieren in der Zwischenwertung weiter punktgleich an der Spitze. Nahezu genauso souverän wie die beiden Italo-Stars, verkaufte […]

131 internationale Teams aus 13 Nationen am Glasbach!

6. Juni 2017

Am kommenden Wochenende findet das 22. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein/ Thüringen statt. Mit 131 internationalen Teams aus 13 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europabergmeisterschaft. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welcher das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt aktuell bei 2:01:557 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen Bad Liebenstein/ Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer permanenten Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser betrug lediglich 0,8 sec. im Gesamtergebnis. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld alle aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger Simone Faggioli (ITA) und seinem direkten Verfolger Christian Merli (ITA) haben auch starke Konkurrenten aus Frankreich und Tschechien genannt. Dies verspricht schon jetzt Spannung pur! Einzigartig ist ebenfalls dass direkt im Ortsbereich Steinbach gelegene Fahrerlager. Hier wird einmal mehr deutlich, was Motorsport zum Anfassen heißt. Neu ist in diesem Jahr, dass bereits die Qualifikationsläufe am Samstag in die Punktewertung eingehen und gleichzeitig die Startreihenfolge für die Wertungsläufe am Sonntag vorgeben, welche jeweils um 08.30 Uhr starten. Bereits am Freitag findet um 17 Uhr im Startbereich eine große Pressekonferenz statt. Im Anschluss wird das 22. Internationale ADAC Glasbachrennen offiziell eröffnet und die Teilnehmer sind mit Präsentationsfahrten auf einem Teilstück der fertig präparierten Bergrennstrecke zu erleben. An diesem Abend besteht die Möglichkeit für alle interessierten Vertreter der Presse in einem Renntaxi selbst Platz zu nehmen. Ergänzt wird dies durch die Abendveranstaltungen am Freitag und Samstag im Ortszentrum von Steinbach und der ebenfalls dort stattfindenden Siegerehrung am späten Sonntagnachmittag. Das Glasbachrennen ist nicht nur direkt vor Ort zu erleben, sondern weltweit über den Live Stream auf www. glasbachrennen.de zu sehen. Bereits im letzten Jahr verfolgten über 40.000 Zuschauer das Rennen in 35 Ländern. Für alle Interessierten rund um das Glasbachrennen gibt es alle News ebenfalls über den Ereignishörfunksender „Glasbach FM“ auf 90,8. Weitere Informationen rund um das Internationale ADAC Glasbachrennen finden Sie unter www. glasbachrennen.de oder Facebook.

Racing-Team-Trier feiert im Juni 50. Vereinsjubiläum

18. Mai 2017

Seit 50 Jahren gibt es das Racing Team Trier (RTT) e.V. im ADAC. Am zweiten Wochenende im Juni, genau am Samstag, 10. Juni, feiern die 55 Vereinsmitglieder zusammen mit ihren Gästen das Jubiläum in Kesselstatts Weinkeller. Ein Termin mit Symbolgehalt, richtete bis vor einigen Jahren der Verein zu diesem Termin immer das Trierer Bergrennen aus. Die Trierer Online-Plattform „Reporter“ traf sich aus diesem Anlass mit Manfred Kronenburg, der seit 1976 die Geschicke des RTT als Vorsitzender lenkt. Irgendwo in Trier-Süd. Hinter dem Haus erstreckt sich ein gepflegter Garten. Eine Oase der Ruhe, fernab von jeglichem Verkehrslärm. ‟Hier haben wir schon zu Zeiten der Trierer Bergrennen zusammen mit Rennsportfreunden und deren Ehefrauen gefeiert‟, erinnert sich Manfred Kronenburg. Zusammen gefeiert, das war dem Verein von jeher wichtig. ‟Den gesellschaftlichen Teil haben wir immer genauso gepflegt wie den sportlichen. Der gehörte und gehört für uns zum Sport dazu.” Der Sport. ‟Anfangs hatten wir Probleme mit unserem Namen. Racing Team Trier. Für viele Menschen waren wir die Raser.” Manfred Kronenburg schmunzelt. Und das aus gutem Grund. Bis 2008 war er als Landesbeamter Leiter der Bußgeldstelle am Polizeipräsidium Trier. Mit den Rasern stand er nicht gerade auf freundschaftlichem Fuß. Wohl aber mit dem Rennsport. Kronenburg gehört nicht zu den RTT-Gründungsmitgliedern. Er stieß erst ein halbes Jahr später dazu. Von den anfänglichen Mitgliedern sind neben dem Vorsitzenden heute noch drei aktiv: Wofram Ornau, Erwin Seiwert und Otto Schroeder. Beruflich sind Ornau, Seiwert, Schroeder und Kronenburg bereits im Ruhestand. ‟Im RTT gibt es inzwischen etliche Rentner‟, stellt Manfred Kronenburg  nachdenklich fest. Und schiebt nach einer kurzen Weile mit einem schelmischen Grinsen nach: ‟Eigentlich könnte man heute das Kürzel RTT neben der tatsächlichen Bedeutung auch auf zwei weitere Weisen definieren: Rentner Team Trier oder Reise Team Trier.” Denn auch wenn der RTT die Rallye Deutschland oder die legendären Bergrennen nicht mehr ausrichtet, am Geschehen in der europäischen Renn- und Rallyeszene sowie am gesellschaftlichen Leben nimmt der Verein unverändert Anteil. Die Bergrennen. Das war das Jahr 1971. Unter der Führung von Norbert Bauer, dem damaligen RTT-Vorsitzenden, riefen die Trierer Motorsport-Enthusiasten das Bergrennen ins Leben. Gefahren wurde auf der Kreisstraße 82, eine kurvenreiche Bergstrecke von Fell nach Thomm. Anfangs fanden diese Rennen noch ohne nationale oder internationale Wertungen statt. ‟Damals gab es 40 Bergrennen in Deutschland‟, sagt Kronenburg. Das Bergrennen in der Region Trier etablierte sich, wurde 1981 als Ausrichter bei der deutschen Bergmeisterschaft aufgenommen. ‟Bis 1990 hatten wir überwiegend deutsche Spitzenfahrer […]

EM-Auftakt nach Maß am Rechberg – Schreckmoment für Waldy

23. April 2017

Der Auftakt zur diesjährigen Berg-Europameisterschaft in Österreich hielt alles, was sich die Kenner der Szene erhofft hatten. Das Almenland in der Gegend um Fladnitz in der Steiermark präsentierte sich gottlob schneefrei und vor allem trocken. Dennoch war es genauso stürmisch und „saukalt“ wie in 2016. Die rund 200 Teilnehmer aus neun europäischen Nationen mussten teilweise eine Anreise durch tief verschneite Regionen in Kauf nehmen. Die neue Organisation um Erich Weber funktionierte sehr gut, vor allem das neue Konzept im Training das vorsieht mit rot aufgehaltene Fahrer nicht mehr zurückzuholen und neu starten zu lassen, sondern nach italienischem Vorbild nach Beseitigung der Blockade einfach weiter Richtung Ziel zu schicken, brachte Vorteile. Lediglich eine um fast eineinhalb Stunden verzögerte Siegerehrung hätte man bemängeln können. Doch es bleibt festzuhalten, das neue Orgateam hat sich bewährt. Was vor Wochen noch als „ein Ding der Unmöglichkeit“ angesehen wurde, entpuppte sich am Rennwochenende wider erwarten zur Realität. Österreichs Berg-Legende Herrmann Waldy, der sich über Monate mit Hilfe von Ärzten und Rehateams schindete, um seine inkomplette Querschnittslähmung zu überwinden, hatte es tatsächlich geschafft und steuerte am Trainingstag seinen Tatuus-Formula Master mit 2-Liter Honda-Motor die Rechberg-Bundesstraße hinauf. Der 69-Jährige hatte sein Ziel wieder in seinen Rennwagen zurückzukehren, mit unbändigem Willen erreicht. Doch am Renntag musste Waldy Senior einen erneuten Rückschlag hinnehmen. Im Streckenabschnitt Harrer-Höhe überschlug sich Waldy mit seinem Auto mehrfach, der Bolide blieb auf dem Rücken liegen. Der Kärntner war sofort ansprechbar, wurde von Streckenposten aus dem Auto geholt und konnte gestützt selbstständig gehen. Waldy wurde mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht. Eine Computer Tomographie zeigte aber keinerlei Verletzungen. Auch der Verdacht auf eine Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht. Gesellschaft bei der Untersuchung im Spital hatte Waldy leider auch vom Deutschen Sportwagen-Senior Erich Öppinger, der sich mit seinem Osella PA16 BMW ebenfalls überschlug. In beiden Fällen gab es aber später Entwarnung von der Rennleitung. Rein sportlich gesehen stand das Duell der beiden italienischen Elitefahrer Simone Faggioli und Christian Merli einmal mehr im Brennpunkt des Interesses. Vor allem wie der neue Fortech-V8-Motor in Merlis Osella FA30 einschlagen würde, war die große Frage. Und er schlug ein! Doch zuerst donnerte Serieneuropameister Simone Faggioli in 1:53,783 von Tulwitz nach Rechberg. Der Norma-Pilot verbesserte damit seinen eigenen Streckenrekord aus dem Vorjahr. Aber Vorjahressieger Christian Merli war noch schneller. In 1:52,916 war Merli zwei Sekunden schneller als Faggioli im Vorjahr und der erste Mensch der mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 160 km/h den Rechberg bezwang, was die Sicherheitsexperten der […]

Geheimnis um Merlis Motor gelüftet

16. April 2017

Am Wochenende nach Ostern ist „kick off“ der diesjährigen Berg-Europameisterschaft beim Rechberg-Rennen in Österreich. Einer der Titelfavoriten in der Rennwagengruppe ist erneut der Italiener Christian Merli. Vor einigen Wochen sorgte die Meldung von einem Wechsel des Motorkonzepts im Heck des Blue City-Osella FA 30 für Schlagzeilen. Details zum neuen Motor kamen erst jetzt an die Oberfläche. Der Fortech 3000 V8 stammt aus den Händen des venezianischen Unternehmens Fortech Race Technology und basiert auf dem Motorblock und den Zylinderköpfen von Zytek. Alle anderen Komponenten wurden von Fortech selbst entwickelt. Nach den Tests und dem ersten Rennen in Italien ist Christian Merli optimistisch. „Wir müssen noch am Feintuning arbeiten, doch der Ausgangspunkt ist sehr gut und der Motor sehr stark. Der große Unterschied zum bislang verwendeten englischen RPE-V8  ist ein besseres Ansprechverhalten bei niedrigeren Drehzahlen, das in langsamen und engen Passagen eine bessere Performance bieten wird“. Unterdessen wurden für die Beschickung des Osella FA 30 Fortech V8 in die Europameisterschaft ein neues Einsatzteam gegründet. Christian Merli konnte hierzu seinen Sponsor und Gönner Daniele Sontacchi, den Inhaber von Blue City gewinnen. Das neue Team hat seine Basis in Pietramurata in der Nähe von Trento, wo auch die Rennwagen vorbereitet werden. „Wir haben beschlossen die notwenigen Strukturen und das technische Niveau zu schaffen, um mein Auto in der EBM sowie einen Osella PA21 Jr B 1000, für Luc Splitaler zu betreuen. Er wird sechs Rennen in der Italienischen Bergmeisterschaft CIVM bestreiten“, so Merli weiter. Für 2018 planen wird weiter zu expandieren“. Werksunterstützung erfährt Merli und sein Team auch weiterhin von Chassis-Hersteller Osella. In den Hallen von Enzo Osella und der Firma Evotech wurde über den Winter das Heck des FA30 an den neuen Motor angepasst, aerodynamisch weiterentwickelt und die passende Telemetrie eingebaut.

Adieu Karl-Heinz Conrad

4. April 2017

Karl-Heinz Conrad, der Gründer und Ehrenteamchef von Conrad Racing Sport, ist am vergangen Freitag, den 31. März 2017, an den Folgen einer Krebserkrankung verstorben. Der Vater des Berg DM-Vizemeisters von 2015, Thomas Conrad wurde 75 Jahre alt. Zeit seines Lebens war der Schwabe vom Motorsport begeistert. Bereits in den 1960er Jahren begann er mit dem Slalomsport auf einem BMW 700, gefolgt vom Aufstieg zur Rundstrecke und zum Berg. Hier erreichte der Dettenhausener auch seine größten Erfolge. Ein Highlight in der Karriere von Karl-Heinz Conrad war die Vize-Meisterschaft, hinter dem unvergessenen Peter Stürz, im Deutschen –Sportwagen-Pokal, der damals ausschließlich am Berg ausgetragen wurde und viele klangvolle Namen zu den Bergrennen zog. In diesen Jahren begann Conrad auch mit der Fertigung von Eigenbau-Sportwagen, ganz so wie es heutzutage auch seine beiden Söhne Thomas und Manuel betreiben. In den 1980er Jahren konzentrierte sich Conrad auf den Bergrennsport und betätige sich in der Deutschen Bergmeisterschaft und nahm an zahlreichen EM-Läufen, wie Truckheim, Trento-Bondone oder St. Ursanne-Les Rangiers teil. Auch bei den Bergrennen in Luxemburg war er öfters zu Gast, was ihm 1994 den Gewinn der Luxemburger Bergmeisterschaft für Sportwagen einbrachte. Neben seinen Eigenkonstruktionen pilotierte er lange einen Chevron B26 Gruppe 6-Rennwagen mit BMW-Formel 2 Motor. Zu den vielen Klassen und Gruppensiegen wurde der Tüftler und Pilot auch mit dem ADAC Sportabzeichen in Gold mit Brillanten ausgezeichnet. Im Jahr 1995 beendete Conrad Senior eine Karriere als Aktiver und widmete sich als Teamchef den Aktivitäten seinen Sohnes Thomas auf der Rundstrecke, die ihn 2014 wieder zu seiner alten Liebe Bergrennen zurück führte. Die Beisetzung findet am Donnerstag, 13.04.2017 um 14.00 Uhr auf dem Friedhof Dettenhausen bei Tübingen statt. Homburger ADAC Bergrennen 1988 bei Posten 10 Teufelskopf Bergrennen, Reichweiler bei Kusel 1985 – „Mietwagenfahrer“ Günter Schmid (Neu-Ulm) unter Betreuung von Karl-Heinz Conrad

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