Berechtige Hoffnung auf sechs Bergrennen und eine kompakte Meisterschaft

20. April 2021

Nach wie vor ist die Ungewissheit in den Reihen der DBM-Veranstalter groß. Welche und wie viele Bergrennen als Läufe der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2021 stattfinden können, ist weiter nicht absehbar. Dennoch gibt es einige ermutigende Ansätze und sechs Organisatorenteams sind sogar positiv gestimmt, ihre Bergrennen in diesem Jahr auch unter Coronabedingungen durführen zu können. Hierbei handelt es sich jedoch um Momentaufnahmen. Wohin die Reise für die Rennteams, im wahrsten Sinne des Wortes geht, wird sich zeigen. Das vom DMSB kürzlich anberaumte Online-Veranstaltermeeting brachte einen aktuellen Überblick über den Status der einzelnen DBM-Veranstaltungen. Wie wir bereits wissen, wurden die Bergrennen von Schotten, Eschdorf, Wolsfeld und Homburg vorsorglich abgesagt, oder um ein weiteres Jahr verschoben, was besser klingt. Voraussichtlich ebenfalls ein weiteres Jahr aussetzen wird laut MSC Rhön, deren Hauenstein Bergrennen. Die finale Entscheidung will man bis Mitte Mai fällen. Der EMSC Bitburg prüft derzeit die Option auf dem Bitburger Flugplatzgelände eine entsprechende Sprintveranstaltung durchzuführen und hält den DMSB auf dem Laufenden. Saisonstart, könnte somit in Thüringen beim ADAC Glasbachrennen (11.-13. Juni) sein. Laut RSG Altensteiner Oberland kann die Veranstaltung nach heutigem Stand durchgeführt werden, womöglich aber ohne FIA-Europameisterschaftsprädikat, da die Gebühren derzeit für den Verein nicht finanzierbar sind. 14 Tage später kann das ADAC Ibergrennen in Mitten von Heiligenstadt nach jetzigem Stand genauso durchgeführt werden. Gleiche Statements ließen die Veranstalter der Bergrennen von Osnabrück, Eichenbühl, St. Agatha und Mickhausen verlauten. Bei den drei Letztgenannten liegt von den zuständigen Genehmigungsbehörden aber noch keine Aussage vor. Vorläufige Termine der Läufe der Deutschen Bergmeisterschaft / DMSB Berg Cups (Tourenwagen und Sportwagen) 2021: 12./13. Juni 2021 – ADAC Glasbachrennen 26./27. Juni 2021 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 31.07./01. August 2021 – ADAC Hauenstein Bergrennen ? 21./22. August 2021 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 11./12. September 2021 – Bergrennen Eichenbühl 25./26. September 2021 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A) 02./03. Oktober 2021 – ADAC Bergrennen Mickhausen Stand: 15. April 2021

Wolsfelder Bergrennen streckt für 2021 ebenfalls die Waffen

10. April 2021

Mit der erneuten Absage des 58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen 2021 müssen die Freunde des Bergrennsport in der Osterwoche, nach der fast zeitgleichen Absage des Homburger Bergrennens, die zweite Hiobsbotschaft innerhalb kürzester Zeit verdauen. Wie der EMSC Bitburg mitteilt, lässt die Corona-Pandemie dem Eifel-Motorsport-Club leider keine andere Wahl, da unter den momentanen Bedingungen eine Veranstaltung dieser Größenordnung und mit vielen Fahrern und tausenden Besuchern aus dem In- und Ausland aus wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Gründen nicht kalkulierbar ist. Man machte sich die Entscheidung nicht leicht, da es auch für die Eifel-Mosel-Hunsrück-Region ein bedeutendes Ereignis ist. Ein weiteres Mal bestätigt sich der Umstand, dass ohne Zuschauer ein Bergrennen finanziell nicht durchführbar und auch nicht denkbar ist. „Das Wolsfelder Bergrennen wird es auch in Zukunft geben“, bekräftig EMSC-Präsident Christoph Schackmann. „Unser Team des EMSC Bitburg, das Dorf und die Dorfgemeinschaft Wolsfeld, alle Helfer und natürlich auch unsere langjährigen Sponsoren möchten das traditionsreiche Wolsfelder Bergrennen auch zukünftig weiterhin unterstützen und am Leben halten. Wir werden gemeinschaftlich alles dafür tun, um am 5./6 Juni 2022 die 58. Auflage des Wolsfelder Bergrennens und natürlich auch darüber hinaus durchzuführen. Unser Rennen hat sich in den letzten Jahren einer immer steigenden Popularität bei Fahrern aus dem Inland, aber auch aus dem Ausland erfreuen dürfen. So starteten beim letzten Rennen über 200 (!) Fahrer aus 9 Nationen. Gleiches gilt für die Zuschauerzahlen, die immer weiter gestiegen sind und viele Fans aus nah und fern in unser kleines Eifelörtchen gelockt haben. Sofern die Pandemie unter Kontrolle ist, worauf wir setzen, wird es Pfingsten 2022 und darüber hinaus das alljährliche Wolsfelder Bergrennen geben, wir sind weiterhin hochmotiviert und bedanken uns bereits jetzt für die Treue!“

Auch kein 47. Homburger Bergrennen in diesem Juli – Hoffnungen ruhen auf 2022

5. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie findet die ursprünglich im Jahr 2020 abgesagte und für den 10./11. Juli 2021 neu angesetzte 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in diesem Jahr erneut nicht statt. Der Homburger Automobilclub sieht sich außer Stande die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung unter den aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchzuführen und setzt all seine Hoffnungen auf einen neuen Termin im Juli 2022. Gut drei Monate vor dem beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldeten Rennwochenende auf der Käshofer Straße, ziehen die Verantwortlichen im Organisationskomitee des saarpfälzischen Rennsportklassikers die Reißleine. Unter den Veranstaltervereinen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cups, geht man aktuell mit den „Leidensgenossen“ des MSC Rund um Schotten und der Union des Pilotes Luxemburg konform, die ihre Bergrennen ebenfalls für das laufende Jahr schon gestrichen haben. Es ist stark damit zu rechnen, dass in Kürze weite Veranstalter, gerade aus den Monaten Mai bis August, das Handtuch werfen. Mehrere Veranstalter auf Herbstterminen haben noch etwas mehr Zeit zur Entscheidungsfindung als die Homburger und die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben. „Eine solche Großveranstaltung mit vielen tausend Menschen ist in der aktuellen Lage nicht zu verantworten“, betont der 1. Vorsitzende des Homburger ADAC Ortsclubs Andreas Herl. „Die Entscheidung zur Absage wurde in der Vorstandschaft einvernehmlich getroffen. Zählt man eins und eins zusammen, macht es keinen Sinn an der Veranstaltung für dieses Jahr festzuhalten, zumal der Status des Rennens international ist“, so der Pirmasenser Unternehmer weiter. Eine Verlegung in den Herbst kommt für die HAC ´ler nicht in Frage. Eigentlich wären in diesen Frühlingstagen die Vorbereitungen im stillen Kämmerlein der Hauptverantwortlichen bereits angelaufen, die wichtigsten Sponsorenverträge unter Dach und Fach oder das Werbematerial kurz vor der Fertigstellung. „Das alles haben wir aus der vorherrschenden, großen Unsicherheit heraus sein lassen und kein Geld investiert, das nachher verloren ist“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Und da sind wir schon beim wesentlichsten Punkt, der Finanzierung. Ohne zahlenden Zuschauer läuft am Käshofer Berg nichts, außerdem macht es allen Beteiligten keinen Spaß vor leeren Hängen zu agieren. Selbst mit einem Zuschauerkontingent von 1000 Personen kommen wir nicht über die Runden“. Auf ausländische Teilnehmer gerade aus dem grenznahen Frankreich und Luxemburg, die das Salz in der Suppe bilden, müsste man wohl ebenfalls verzichten. Dazu kommen umfangreiche zusätzliche Aufgaben im Rahmen eines Hygienekonzepts. „Viele von uns engagieren sich alljährlich an der Grenze des ehrenamtlich leistbaren“, sagt Rennleiter Jürgen Guckert. „Da unser Helferstamm begrenzt ist, wären weitere zusätzliche Aufgaben im Rahmen von Covid-19 Schutzmaßnahmen, […]

Bergpreis Schottenring erneut abgesagt – Keine Verschiebung ins Spätjahr

16. März 2021

In seiner letzten virtuellen Vorstandssitzung haben sich die Dame und Herren Vorstandsmitglieder des MSC Rund um Schotten mit der Durchführung des 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring befasst. Es wurde hier schnell klar, auch aufgrund der Rückmeldungen seitens der Behörden und der aktuell geltenden Schutzverordnungen, dass eine Veranstaltung im Zeitraum vom 23.-25. April 2021 nicht durchführbar sein wird. Damit fällt der Auftakt zur Bergrenn-Saison in Deutschland ein zweites Mal in Folge der Corona-Pandemie zum Opfer. „Wir haben seitens des Vereins in den vergangenen Monaten viel dafür getan, um den Bergpreis irgendwie möglich zu machen, so sicher als möglich und trotzdem zugänglich für Fans“, kommentiert MSC-Vorstandsmitglied Timo Neumann den Beschluss seines Clubs. „Dazu haben wir ein umfassendes Hygienekonzept erstellt, dass von Anfang an genau auf diese Punkte abgezielt haben, aber auch flexibel in der Gestaltung waren, um umgehend auf neue Punkte zu reagieren. Jedoch haben wir uns, auch in den stattgefundenen virtuellen Veranstaltertagungen klar positioniert, dass wir unter keinen Umständen eine Veranstaltung ohne Zuschauer machen werden, da dies finanziell für unseren Verein nicht tragbar wäre“. Diese Haltung haben die Schottener nach außen transparent, nicht zuletzt auch sehr ausführlich in einem Video dokumentiert und „ja, wir hatten auch durchaus eine sicher nicht ganz unberechtigte Hoffnung, bis vor kurzem“. „Uns tut die erneute Absage in der Seele weh, gerade weil wir wirklich voller Hoffnung waren und endlich wieder loslegen wollten“, so Neumann weiter. „Für uns alle im Sport bleibt nun zu hoffen, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten die Lage bessert. Bezüglich der bei uns „geparkten“ Nenngelder aus 2020 und der weiteren Vorgehensweise werden wir uns Anfang April 2021 per Mail an die betreffenden Teilnehmer-/innen wenden. Da mit Sicherheit die Frage nach einer Durchführung des Bergpreises später im Jahr kommt, diese können wir heute beantworten, dass dies nicht passieren wird. Wir setzen den Fokus von vorne herein auf 2022, da vermutlich im 2. Halbjahr dann auch wieder Bergrennen stattfinden werden, dadurch auch die Einstellfahrten eher nicht gebraucht werden und sich das Ganze dann kaum für uns rechnen würde“. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring wurde von den Verantwortlichen bereits auf den 22.-24. April 2022 terminiert.

Berg-Urgesteine: Fotostory Klaus Hoffmann

14. März 2021

Ausgangspunkt der Leidenschaft von Klaus Hoffmann für den Bergrennsport war und ist das Schwanbergrennen seines Heimatclubs AMC Kitzingen, das letztmals 1989 stattfand. Bei den letzten Rennen auf den Schwanberg stand der Karosserie- und Lackiermeister noch mit seinem Ford Escort RS 2000 am Start. „Pol“, wie er in den Fahrerlagern gerufen wird, pausierte danach bis 1996 um seinen Kfz-Betrieb aufzubauen, kam mit einem Ford Sierra Stufenheck-Cosworth zurück. Erst in der Gruppe G, dann bei den Produktionswagen der Gruppe A. Zur Saison 2003 baute man einen Ford Escort Cosworth auf, der erst in Gruppe A-Version eingesetzt und ab 2005 in der Gruppe H lief. Nach weiteren Verbesserungen näherte sich der Franke pö a pö der Tourenwagenspitze in der Gruppe E1. Aus beruflichen Gründen trat der 56-Jährige zwischendurch immer mal etwas kürzer. Gelegenheiten den zweiten Gruppe CN-Sportwagen von Herbert Stenger zu pilotieren, ergriff er in den Jahren 2007 und 2009 beim Schopf. Auf Vermittlung von Norbert Brenner kam es 2010 zu einem Test im Opel Astra V8 DTM in Boxberg. Klaus war vom 500 PS Renner fasziniert und Opel-Sportchef Volker Strycek gab seinen Segen dazu. Im gleichen Jahr, ab seinem jetzigen Heimrennen in Eichenbühl, schlüpfte Klaus Hoffmann in eine neue Rolle und wurde vom Jäger zum Gejagten. Seit 2012 gehört er zum erlesenen Kreis der Deutschen Bergmeister. Auf Grund des Reglements, die ihm weitere DM-Titel für unmöglich erscheinen lassen, sieht man Klaus und den wundervollen ex-DTM-Boliden nur noch sporadisch bei Läufen der DBM, was viele Fans bedauern.  

Werkstatt-Report #41: Legendärer Wolpert-Sportwagen wieder aufgetaucht

6. März 2021

In den 1990er Jahren gehörte der UWR Debora SP 90-Sportwagen mit dem 3-Liter BMW CN-Motor und der markanten VW-Harlekin Lackierung zum Bild der Bergrennen in Deutschland. Von 1994 bis 1999 pilotierte Uwe Wolpert, einer der Dienstältesten Aktiven in der Deutschen Bergmeisterschaft, dieses Fahrzeug. Von Ende 1999 bis zum Unfall beim Homburger Bergrennen 2003 setzte danach der Pfälzer Herbert Leibach diesen formschönen  Gruppe C-Sportprototyp ein. Im März 2019 wurde der Wagen in eBay angeboten und befindet sich seitdem bei der motorsportbegeisterten Familie Pfeifer in Österreich. „Ich habe den Wagen ein paar Kilometer entfernt vom Hockenheimring gekauft“, bestätigt Manuel Pfeifer, der selbst sporadisch in der Berg-ÖM mit einem Honda Civic Typ R antritt und mit seinen Eltern Herbert und Renate, und Pfeifer Motorsport Video in der Bergszene bekannt ist. „Ich habe das Fahrzeug durch Zufall entdeckt und zu einem günstigen Preis ersteigert. Verbaut war ein 1.8 S3 Turbo Motor, aber ein BMW E36 M3 Motor liegt bereits in meiner Garage. Ich möchte den Wagen soweit wie möglich wieder in den Originalzustand versetzten“. Der noch vom Unfall damals in Homburg beschädige Wagen, landete als „Rolling Chassis“ zwischenzeitlich bei einem Privatmann, der den Sportwagen für Trackdays aufbauen wollte aber aus Zeitmangel das Projekt aufgab. „Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2022 anvisiert“, sagt Manuel Pfeifer weiter. „Derzeit finden gerade die Instandsetzungsarbeiten an der Karosserie und die Vorbereitungen für den Einbau des M3 Motors statt. Nach Fertigstellung möchte ich in der historischen Gruppe Bergrennen fahren und Strecken unter die Räder nehmen, die ich immer schon mal fahren wollte, wie Osnabrück, Eschdorf, Eichenbühl, St. Ursanne oder Oberhallau“.

Ohne Zuschauer kein Homburger Bergrennen finanzierbar

27. Februar 2021

Nachdem das traditionelle Homburger Bergrennen 2020 wegen der Corona-Pandemie ausfallen musste, bangt man beim veranstaltenden Homburger Automobilclub auch um die dies­jährige Auflage. Wie bei so vielen anderen Sportvereinen der Saar-Pfalz-Region, ruht dort derzeit das Vereinsleben, wie der Verein mitteilt. Clubabende und Vorstandssitzungen fänden auf Grund der Corona-Pandemie nicht statt. Die letzte Zusammenkunft der HAC-Mitglieder, die sich in erster Linie aus dem Saarpfalz-Kreis und der Westpfalz rekrutieren, datiere vom 11. Ju­li 2020, dem Tag, an dem das 47. Hom­bur­ger ADAC-Bergrennen hätte stattfinden sollte. Ob die 47. Auflage seit 1974 in diesem Sommer ausgerichtet werden kann, stehe in den Sternen. Alljährlich, in der Woche nach Fasching, träfen sich die Mitglieder des Homburger ADAC-Ortsclubs zur Mitgliederversammlung, samt Neuwahlen einiger Vorstandspositionen. Im vergangen Jahr hatte man Glück noch vor dem Ausbruch von Covid-19 den Vereinsstatuten zu genügen. Aktuell habe diese auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen. Der Vorstand berate via Whats­App und in Online-Meetings. Thema Nummer eins sei dabei stets das Bergrennen. Rückblick: Eigentlich hätten am zweiten Juli-Wochenende 2020 auf der Käshofer Straße die Rennmotoren erklingen sollen. Doch anstelle Tausenden Besuchern und Teilnehmern aus dem In- und Ausland, die dem Nervenkitzel PS-starker Rennwagen frönen, herrschte Ruhe. Das Bergrennen des Homburger Automobilclubs fiel, wie alle anderen Bergrennen in Deutschland, Corona zum Opfer. Für 2021 spielt man im Organisationsteam des HAC auf Zeit. Der Deutsche Meisterschaftslauf ist für den 10. und 11. Juli beim nationalen Motorsportverband DMSB angemeldet. Die Prognosen sehen derweil wohl kaum vor, dass für Veranstaltungen dieser Größe und Tragweite im Juli alle Auflagen hinfällig sind. „Und ohne Zu­schauer ist unsere Veranstaltung nicht finanzierbar“, sagt HAC-Pressesprecher Thomas Bubel. „Dies ist auch die einhellige Meinung aller bundesweiten Veranstaltervereine aus der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft.“ Unter diesen Vorzeichen ist der erste Lauf zur nationalen deutschen Meisterschaft Anfang Mai im luxemburgischen Eschdorf bereits gecancelt worden und auch in der Berg-Europameisterschaft wurden die geplanten Auftaktveranstaltungen im südfranzösischen Saint Jean du Gard und am Rechberg in Österreich auf unbestimmte Zeit verschoben oder gleich ganz abgesagt. Weitere Rennabsagen sind wahrscheinlich. Als sehr unsicher sehen die HAC’ler die momentane Lage an. „Selbst mit Besuchereinschränkungen und der damit einhergehenden Überwachungsproblematik können wir nicht leben“, erläutert Rennleiter Jürgen Guckert aus Kirkel. „Eine Einzäunung des kompletten Veranstaltungsgeländes, vom Fahrerlager am Stumpfen Gipfel bis vor die Tore von Käshofens ist schlicht unmöglich.“ Inzwischen halte der Deutsche Motorsport-Bund (DMSB) für seine Veranstalter ein Online-Registrierungsystem für Fahrer, Helfer, Organisatoren und Zuschauer samt Nutzungsgebühr bereit, das bei voller Zuschauerkapazität zum […]

Ausgabe 2021 des Eschdorfer European Hill Race findet nicht statt

8. Februar 2021

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung treffen musste, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 30. April bis 2. Mai 2021 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise auch dieses Jahr nicht auszutragen. Können wir sicher sein, dass die Entwicklung der sanitären Lage es Anfang Mai erlauben würde, das Rennen überhaupt stattfinden zu lassen? Wäre es wirklich denkbar, unter bestmöglichen gesundheitlichen Sicherheitsbedingungen ein internationales Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu mehr als 4.000 Zuschauern zu empfangen, davon rund die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, England oder der Schweiz anreisend? Wäre es auch nur irgendwie vorstellbar, bei einer solchen Veranstaltung im Freien gegebenenfalls den Zutritt für Zuschauer zu begrenzen oder gar ganz zu verbieten, umso mehr die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern in normalen Jahren etwa die Hälfte der Veranstaltungskosten decken? Ist es unseren treuen, von der Pandemie ohnehin wirtschaftlich gebeutelten Sponsoren zumutbar, finanziell und/oder logistisch in eine Veranstaltung zu investieren, deren Durchführbarkeit derzeit niemand garantieren könnte und auch nicht, welchen Werbefallout sie sich je nach Anfang Mai eventuell geltenden Beschränkungen erwarten könnten? Eine Vielzahl an Fragen, welche die Verantwortlichen der Union de Pilotes rund um ihren Präsidenten Alain Pier bereits seit Wochen beschäftigten, Fragen, die es zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich ist zu beantworten, auf die es aber auch in einem, in zwei Monaten wohl keine definitiven Antworten geben wird. Doch um eine Veranstaltung solchen Ausmaßes auf die Beine zu stellen ist eine gewisse Planungssicherheit nötig, um den Arbeits- und Zeitaufwand eines eher kleinen Kreises von Ehrenamtlichen sowie die finanziellen Einsätze zu rechtfertigen, wobei derzeit die Durchführbarkeit ohnehin eher einer Lotterie mit höchst unwahrscheinlichem Treffer gleicht. Zumal die örtlichen Begebenheiten mit einem Teil des Fahrerlagers inmitten des Dorfes in direkter Nähe zu den Anrainern beim derzeitigen Stand der Pandemie eine zusätzliche Schwierigkeit darstellen. Genau wie im Vorjahr sieht sich die Union des Pilotes somit gezwungen, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen bevor sie blindlings die ersten Veranstaltungskosten eingeht: „Unsere finanziellen Reserven erlauben uns nicht, das Risiko einer Ausgabe unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder gar einer kurzfristigen Absage eingehen zu können. Zudem stehen verschiedene unserer ohnehin raren freiwilligen Helfer uns aufgrund der sanitären Lage derzeit weniger zur Verfügung, was die Organisationsarbeit nicht vereinfachen würde. So haben wir nun also schweren Herzens innerhalb des Veranstalterstabs die einstimmige Entscheidung treffen müssen, die für das erste Mai-Wochenende geplante 2021er Ausgabe […]

Francesco D‘ Acri: „Italo-Hesse“ wandelt erfolgreich zwischen zwei Welten

7. Februar 2021

Luzzi ist eine kleine süditalienische Gemeinde in der Provinz Cosenza in der Region Kalabrien mit rund 9000 Einwohnern, die den Motorsport lieben. Ausdruck dessen ist das bekannte Bergrennen von Luzzi – Sambucina, das regelmäßig zur Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) zählt. Ein Kind dieses Dorfes ist Francesco D‘ Acri, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt. In Erzhausen zwischen Darmstadt und Frankfurt betreibt D´Acri eine Firma für Baudienstleistungen. Wir kennen den sympathischen Italiener vor allem von seinen sporadischen Rennen mit seinem Elia Avrio-Sportwagen in der Deutschen Bergmeisterschaft. Seit 2011 hat der Gründer und Team-Chef des Tintillo Racing Teams den von einem Suzuki GSXR 1000-Motorradmotor angetrieben Gruppe E2-SC Rennwagen „Made in Kalabrien“ ins Hessische exportiert. Der kleine, flinke Sportwagen mit Kettenantrieb von Konstrukteur Leonardo Elia, hat hierzulande zwischenzeitlich viel Aufmerksamkeit bekommen, zuletzt beim seinem deutschen „Home GP“ in Eichenbühl im Jahr 2019. Nicht nur wegen der anhaltenden Pandemie hat Francesco D‘ Acri den realen Rennsport auf den deutschen und italienischen Bergpisten etwas vernachlässigt. Auch aus Zeitgründen ist der Luzzese mehr und mehr im virtuellen Bereich unterwegs. Via Internet von Deutschland aus, gehört D´Acri zu den regelmäßigen Startern in der SimRacing-Meisterschaften von Modders Team Corse, quasi der virtuellen CIVM und Berg EM. Bei der auf Assetto Corsa basieren Simulations-Plattform pilotiert er sogar das virtuelle und detailgetreue Gegenstück seines Elia-Avrio Rennwagens. Es freut D‘ Acri das er seinen kleinen Prototy praktisch 1:1 für die Teilnahme an der virtuellen Meisterschaft zur Verfügung hat. „Für mich bedeutet Bergrennen eine Mischung aus Emotionen wie Glück, Adrenali, Leidenschaft und manchmal auch Traurigkeit. In meiner Heimat Luzzi geht es ziemlich leise und beschaulich zu, bis jemand einen Rennwagen startet, dann sind alle hellauf begeistert“. Zum Sim-Rennsport sagt D´Acri weiter: „Der virtuelle Rennsport existiert schon lange, aber es war nie interessant für mich, weil ich mit dem realen Racing aufgewachsen bin. Mit der virtuellen Welt bin ich dank Modders Squadra Corse und ihrer Meisterschaften näher gekommen, die mir das Gegenteil bewiesen haben. Ich habe es ausprobiert und war wirklich überrascht. Ich denke, dass dieses Team etwas Großes auf virtueller Ebene veranstaltet, indem es eSport-Meisterschaften auf ausgezeichnetem Niveau und wachsenden Interesse veranstaltet. Ich bin stolz, denn das Gute ist, dass es sich um eine italienische Gruppe und Leuten handelt, die bestrebt sind auch internationale einen hohen Level zu erreichen.“ Über sich und seine große Familie erzählt D´Acri weiter: „Ich lebe in Deutschland, habe aber sehr tiefe Wurzeln in Italien. Es kommt nicht […]

Schottener Wolfgang Wagner-Sachs neuer DMSB-Präsident

31. Januar 2021

Wolfgang Wagner-Sachs ist neuer Präsident des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB). Seine Wahl erfolgte durch die Mitgliederversammlung des Dachverbandes der deutschen Motorsportler im Rahmen einer Online-Sitzung am 30. Januar. Neben seinem Amt als neuer DMSB-Präsident ist der Vollblut-Motorsportler auch 1. Vorsitzender des ADAC Ortsclubs MSC Rund um Schotten e. V., Sportleiter des ADAC Hessen-Thüringen und Präsident des Hessischen Fachverbandes für Motorsport e. V. Mit seinem Heimatverein MSC Rund um Schotten und mit dem dortigen Bergpreis, ist Wolfgang Wagner-Sachs auch Teil der Berg-Community. „Ich freue mich über das Vertrauen der Delegierten und darauf, meine Arbeit im Präsidium nun in neuer Funktion fortsetzen zu können”, so der 59-Jährige, der zuvor bereits vier Jahre lang im DMSB-Präsidium für den Motorradsport zuständig war. „Der Zweiradsport wird natürlich auch als Präsident meine Leidenschaft bleiben, aber als ehemaliger Rallye-Beifahrer und durch meine Tätigkeit auf unterschiedlichen Ebenen des Motorsports habe ich selbstverständlich auch den Automobilbereich intensiv kennen gelernt.” Quelle: DMSB

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