Eschdorfer European Hill Race findet 2020 nicht statt

14. März 2020

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung getroffen hat, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 1. bis 3. Mai 2020 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise dieses Jahr nicht auszutragen. „Mit einem internationalen Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu über 4.000 Zuschauern, davon etwa die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien und der Schweiz anreisend, liegt es auf der Hand, dass unser Event ein zu großes Risiko darstellen würde, das Covid19-Virus weiterzuverbreiten, weshalb wir es als unsere Pflicht ansehen, diese schwierige Entscheidung mit Rücksicht sowohl auf die Anrainer als auch die potenziell anwesenden Motorsportfreunde zu treffen.“, erklärt Alain Pier, Präsident des Organisationsstabs. „Obschon wir selbstverständlich hoffen, dass sich die Lage in Luxemburg und Europa bis Anfang Mai entkrampfen möge, haben wir es vorgezogen, eine vorzeitige Entscheidung zu treffen, um es jedem, ob Teilnehmer oder Zuschauer, zu erlauben, in einem angemessenen zeitlichen Rahmen planen zu können und nicht letztendlich kurzfristig doch absagen zu müssen, ein Risiko, das wir uns Hand aufs Herz auch finanziell nach der extrem defizitären, durch die Trauerfeierlichkeiten nach dem Ableben von Grossherzog Jean im Ablauf stark reduzierten Vorjahresausgabe nicht leisten können und wollen.“ Aufgrund der derzeit stetig wachsenden Zahl ausländischer Veranstalter, welche ebenfalls ihre Rennen absagen müssen, von denen viele jedoch auf ein späteres Datum im Laufe der Saison auszuweichen versuchen, und angesichts des ohnehin bereits sehr eng belegten internationalen Terminkalenders, ohne zuverlässig voraussagen zu können, ab wann überhaupt ein normaler Sportbetrieb wieder aufgenommen werden kann, hat die Union des Pilotes des Weiteren entschieden, nicht auf ein hypothetisches Ausweichdatum für die 2020er Ausgabe zu spekulieren: „Es ist quasi unmöglich, ein freies, passendes Datum zu finden im Rahmen der Terminkalender unserer Prädikate Luxemburger und Deutsche Bergmeisterschaft, KW Berg-Cup, TCR Hill Climb Series, NSU Bergpokal und Renault Clio Hill Climb Trophy und zugleich eine Terminkollision mit Läufen zur Europa-, belgischen, französischen und Schweizer Bergmeisterschaft zu vermeiden, aus denen jedes Jahr zahlreiche Spitzenfahrer uns mit ihrer Teilnahme in Eschdorf beehren. Wir haben uns deshalb schweren Herzens dazu durchgerungen, unsere 32. Ausgabe erst voraussichtlich am Wochenende des 1./2. Mai 2021 auszutragen. Im Augenblick ist das Wichtigste, dass jeder einzelne sich des Ernsts der Lage bewusst wird und sein Teil der Verantwortung im solidarischen und gemeinsamen Kampf gegen das Virus beiträgt.“ von Patrick Weber

News zum Saisonstart am Berg – Stand der Dinge

13. März 2020

Die Bergrennsport-Saison 2020 wirft ihre Schatten voraus und BiD möchte auf Test- und Einstellmöglichkeiten, sowie die ersten Berg-Rennveranstaltungen des Jahres hinweisen. In wieweit der neuartige Coronavirus sich auf unsere Veranstaltungen auswirkt, ist aktuell schwer einzuschätzen. Wenn man jedoch bedenkt dass sich aktuell täglich die Lage verschärft, kommt man schon ins Grübeln. Schwächt sich der Virus mit dem Ende der üblichen Grippesaison im April ab oder beschäftigt uns das Phänomen auch über die Sommermonate? Dies kann momentan niemand vorhersagen und so verfolgen die Organisatoren der ersten Saisonrennen der Deutschen Bergmeisterschaft die laufende Entwicklung mit Sorge. Selbst für die Verantwortlichen der Bergrennen in der Jahresmitte müssen sich spätestens ab Anfang Mai entschieden ob man die zu diesem Zeitpunkt anfallenden Investitionen tätigt sowie mit den im Vorfeld anstehenden Ausgaben in Vorlage geht und das Risiko einer Absage durch die Behörden, wenige Tage vor der Veranstaltung in Kauf nimmt. Erste Bergrennen, wie das Rechbergrennen und die Bergrallye Pöllauberg in Österreich sowie die Schweizer Bergrennen von Reitnau wurden bereits vorsorglich abgesagt. Logischer Weise ist auch Italien betroffen, hier musste man bereits zwei Events absagen. Vorige Woche wurde das Bergrennen „Salita del Costo“ in Norditalien, welches für Ende März geplant war, abgesagt. Am heutigen Freitag musste zudem der Auftakt zur italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) von Anfang Mai, mit dem Bergrennen „Trofeo Lodovico Scarfiotti – Sarnano Sassotetto“ abgesagt werden. Tendenz steigend! Auftakt der Bergrennen in deutschen Landen sollte erneut der Bergpreis Schottenring am 25./26. April darstellen, der am Donnerstagabend vorerst abgesagt wurde. Gefordert sind bei diesem reinen Tourenwagen-Rennen die Fahrer von Produktions- und Spezialtourenwagen. Schon für den Freitagnachmittag (24.04.) waren die beliebten Test- und Einstellfahrten auf der 3.033 Meter langen Bergpiste im hessischen Vogelsbergkreis angesetzt. Traditionell sind bei dieser Veranstaltung auch die GLP-Aktiven stark vertreten. Die Nennliste „Rennen“ und „Gleichmäßigkeitsprüfung“ war bereits recht gut gefüllt. Der MSC Rund um Schotten möchte keinesfalls Zuschauer, Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vielen Teilen Deutschlands, Helfer und auch die Bevölkerung des Fahrerlagerorts Rudingshain mit einem nicht kalkulierbaren Risiko einer Ansteckung mit dem Virus zu konfrontieren. Allerdings möchte die Hessen nicht wie im Jahr 2014 die Veranstaltung gänzlich absagen. Wann die Veranstaltung in 2020 nachgeholt wird, soll zu gegebener Zeit bekanntgegeben werden. Für den Ostermontag (13. April) hatte sich der Luxemburger Automobilclub nach neunjähriger Pause, die Wiederauferstehung des Bergrennens von Holtz vorgenommen. Als erster Lauf der Luxemburger und Belgischen Bergmeisterschaft ist die Eintagesveranstaltung auch eine ideale Testmöglichkeit für Deutsche Fahrer. Auf Anfrage von „BiD“ […]

Tourenwagen-Legenden mit Original DTM-Fahrzeugen der 80er und 90er am „Uphöfener Berg“

11. März 2020

Eine spektakuläre Neuheit gibt es am 1./2. August 2020 beim 53. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen auf dem 2, 030 km langen „Uphöfener Berg“:  Eine Auswahl der phantastischen Tourenwagen der Ex-DTM und anderer Top-Rennserien von der Rundstrecke, aus den 80 er und 90 er Jahren nimmt erstmals im Rahmen von Demonstrationsrennen an dem beliebtesten Automobil-Event im Norden teil. Die Kultfahrzeuge von Mercedes Benz, BMW, Audi, Opel und anderer Marken elektrisieren damals wie heute zigtausende Fans. Die Serie bietet Automobilsport vom Allerfeinsten und hier haben die Gäste die besondere Gelegenheit, die Boliden im Fahrerlager aus allernächster Nähe zu bewundern und mit den sympathischen Fahrern der PS-Legenden „Benzingespräche“ zu führen. Die Serie präsentiert sich als große Motorsport-Familie, bei denen die Liebe zu den Kultfahrzeugen und der Spaß im Vordergrund stehen. Die Gäste des Bergrennens dürfen sich auf einmalige und wunderschöne Fahrzeuge mit einem grandiosen Sound freuen. Infos zur Serie auch unter www.tourenwagen-legenden.de

DMSB Bergmeister-Ehrung 2020 wieder im Südwesten

28. Februar 2020

Der Homburger Automobilclub richtet die Ehrung der DMSB Berg-Prädikate 2020 aus, dies ist eines der Ergebnisse der DMSB Berg-Veranstaltertagung vom 8. Februar in Frankfurt. Der Veranstalter des Homburger ADAC Bergrennens hat sich bereiterklärt den festlichen Rahmen seiner Jahresabschlussfeier mit den Meistern und Platzierten der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und der beiden DMSB Berg-Cups zu teilen. Eingeladen sind zudem Delegationen aller Berg DM-Rennveranstalter der Saison 2020. Schauplatz der Feierlichkeiten wird das Dorfgemeinschaftshaus der westpfälzischen Gemeinde Käshofen sein, bekanntlich der Zielort des hiesigen Bergrennens. Der Termin, Samstag 23. Januar 2021 steht seit wenigen Tagen fest. Die HAC-Verantwortlichen machen sich bereits die ersten Gedanken über das Programm an diesem Abend. Neben ein bis zwei Showblöcken, kommt es zudem zur Ehrung der lokalen Clubmeister und verdienter Mitglieder. Für das leibliche Wohl wird gesorgt sein. Stellplätze für Wohnmobile sind ebenfalls vorhanden.

Berg-Urgesteine – Fotostory Werner Weiss

22. Februar 2020

In der Deutschen Bergrenn-Szene existiert ein kleiner Kreis von Aktiven, die seit mehr als drei Jahrzehnte dem Bergrennsport die Treue halten. Seit rund 35 Jahren ist Werner Weiss aus Mengen in Oberschwaben dabei und zählt somit zweifellos zu den Urgesteinen dieser Sportart. Der 59-jährige Klemptnermeister und Sanitärfachmann, hat sein Herz bereits in jungen Jahren an die Marke Ford insbesondere an das Rennsportmodell Escort BDA Mark II verloren. Auf diesem Gebiet ist Weiss einer der gefragtesten Experten im deutschsprachigen Raum. Mit seinem Ford Escort BDA zählt er zum lebenden Inventar des KW Berg-Cup, das in der Klasse bis 2000 ccm Hubraum. (Foto oben: Homburger ADAC Bergrennen 1986 bei Posten 10)

50 Jahre Automobil-Rennsport Uwe Kaufel

20. Februar 2020

In Osterode am Harz schaut man im Haus Kaufel in diesen Tagen auf das 50 jährige Jubiläum im aktiven Rennsport zurück. Damals vor mehr als 50 Jahren fuhr Kaufel an seinen 18. Geburtstag das erste Bergrennen und belegte sofort einen Platz auf dem Siegerpodest. Es folgten weit über tausend erfolgreiche Starts im In- und  Ausland. So wurde Uwe Kaufel auch Automobil Bergmeister und Sportler des Jahres im EMSC Bitburg. Einen Beleg seiner unzähligen Siege, Streckenrekorde, 2. und 3. Platzierungen spiegeln hunderte von Pokalen, Trophäen, Siegerkränze und Ehrungen in seiner Wohnung und der Ausstellungen in den Geschäftsräumen wieder. Obwohl sich der Osteroder unfallbedingt vorwiegend nur noch im Rollstuhl bewegen muss, beabsichtigt er dieses Jahr kurz nach seinem 70. Geburtstag  wieder in einem seiner Rennwagen am Start zu stehen. Hierfür hat sich der Unternehmer  kürzlich einer  neunwöchigen Reha unterzogen. Aber man arbeitet nicht nur an Uwes  gesundheitlicher Wiederherstellung sondern auch sein PRC-Prototyp wird von der Firma Wienstroth in Göttingen mit einem neuen Rennmotor ausgestattet. Nachdem Kaufel schon früh sein Hobby zum Beruf gemacht hat, gehört seit Jahrzehnten der Umgang mit PS-starken Exoten, wie Lamborghini, De Tomaso, Lotus usw. zu seinem Tagesgeschäft. Auch mit Porsche, BMW, Alfa Romeo, Pontiac usw. war er bei Motorsportsportveranstaltungen erfolgreich. Nicht zu vergessen sein Formel Super V und der Fiat Abarth, den ihm seine Eltern und Großeltern damals zum 18. Geburtstag schenkten und den er, wie viele seiner anderen Fahrzeuge, auch heute noch besitzt. Hierbei waren auch damals schon Fahrzeuge die eine Höchstgeschwindigkeit von 330 km/h erzielt haben. Die Beschleunigung seiner zu Stunts und Rennen eingesetzter Boliden beträgt teilweise von 0 auf 100 km/h nur 2,8 Sekunden. Als Neueinsteiger hat der Lebensgefährte seiner Tochter Jennifer, Dr. Martinez Schramm bereits einige Flugplatzrennen gefahren. Hierzu stehen ihm auch in Zukunft der einmalige VW Käfer mit BMW Motor, und weitere Formel Rennwagen aus der familiären Rennwagensammlung zur Verfügung, mit denen er in Kürze auch am Berg auftauchen wird. Einen Film vom Renneinsatz des spektakulären BMW / Käfer gibt es im Internet zu sehen unter: https://www.youtube.com/watch?v=whLCa_yQs_A

Wissenswertes und wichtige Infos zum neuen FiA Performance Faktor

11. Februar 2020

Der Performance Faktor kommt und die Karten werden neu gemischt! Der größte Umbruch in der neueren Geschichte des Bergrennsports steht dieser so traditionellen und einzigartigen Motorsportdisziplin ins Haus. Im Herbst letzten Jahres gab die FiA Hillclimb Kommission endgültig grünes Licht zur Einführung des Performance Faktors ab der Saison 2020. Im ersten Stepp wird diese revolutionäre und nie dagewesene Einteilung und Klassifizierung der unterschiedlichsten Rennfahrzeuge bei allen FiA-Prädikaten (Berg-Europameisterschaft, FiA Hillclimb Cup, Masters) und aktuell nur für geschlossene Fahrzeuge, sprich Tourenwagen eingeführt. Im zweiten Schritt, der von der FiA für das Jahr 2021 anvisiert ist, werden weitere Performance Faktoren für die Rennsportfahrzeuge (Kategorie II) generiert. In einer weiteren Phase steigen Landesmeisterschaften sowie nationale und internationale Rennserien mit ein. Selbst für Insider der Bergrennszene ist es zum jetzigen Zeitpunkt nicht gerade leicht, sich ein umfassendes Bild über die so völlig neuen Regularien, aber auch über die Chancen und neuen Möglichkeiten zu verschaffen. Informationen in deutscher Sprache sind noch Mangelware. Fakt ist jedoch, dass das bisherige System aus Gruppen nach Verbessrungsgraden und einer weiteren Unterteilung in Hubraumklassen schon bald der Vergangenheit angehören wird. Große Profiteure des „PF“ sind die nationalen E1-Boliden, die ab sofort in der Berg Europameisterschaft start- sowie punkteberechtigt sind. Durch den Wechsel der E2-SH Boliden in diese Kategorie der geschlossenen Fahrzeuge (Kat.1), erfährt auch die Berg-EM Kategorie 2 einige Änderungen für die neue Saison. Dort wird es in Zukunft nur mehr zwei Gruppen geben, die Gruppe CN, E2-SC sowie die Gruppe D, E2-SS. Gegenwertig hat die FiA fünf „PF-Gruppen“ geschaffen. Im Gespräch sind aktuell, weitere bis zu fünf Untergruppierungen in den nationalen Meisterschaften zuzulassen. Mittels Abfrage von Daten und Eigenschaften wie Fahrzeuggewicht, Motorkomponenten, aber auch Details zu Aerodynamik und zum Chassis, ergibt sich ein „PF-Wert“. Seit Kurzem sind auch einige neue Parameter hinzugekommen, die aus den Reihen Deutscher Experten eingeflossen sind – wer bereits seinen „PF“ ermittelt hat, muss die neuen Parameter noch ergänzen. Hier ist an erster Stelle DMSB-Technik-Kommissar Rüdiger Kleinschmidt zu nennen, der kürzlich zum FiA Technik Delegierten berufen wurde und sich zukünftig vermehrt um den FiA Hillclimb Cup kümmern wird. Schon jetzt kann jeder Aktive den „PF“ seines Rennfahrzeugs ermitteln, auch beispielsweise die Teilnehmer an der Deutschen Bergmeisterschaft und dem KW Berg-Cup. So können bereits weit im Vorfeld erste Einschätzungen und Erfahrungen auf diesem neuen Feld gesammelt werden. Hierzu stellt die FiA eine Internetplattform (https://performancefactor.fia.com) zur Verfügung, die kostenlos ohne Registrierung und Speicherung „ausprobiert“ werden kann. Für […]

Lizenzlehrgang zur Int. D-Lizenz für Bergrennen – Achtung Tourenwagenfahrer!

6. Februar 2020

Der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) bietet am 7. März 2020 zum zweiten Mal einen Lizenzlehrgang für die „Internationale Lizenz Stufe D für Bergrennen“ an. Da die Deutsche Automobil Bergmeisterschaft dieses Jahr zwei Mal im Ausland (Eschdorf in Luxemburg und St. Agatha in Österreich) unterwegs ist gibt es zu beachten, dass die Nat. A Lizenz wegen des Status National A Plus/NSAFP in der Division 1 (Tourenwagen) nicht mehr ausreichend ist. Von allen Teilnehmern, auch aus dem Tourenwagenlager, wird nun eine Int. D Lizenz gefordert. Auf diese neue Situation möchte DMSB Automobilsport Koordinator Alexander Geier nochmals hinweisen. In den Räumlichkeiten der DMSB-Geschäftsstelle in Frankfurt am Main bilden Lehrgangsleiter Kevin Ferner und Technik-Referent Rüdiger Kleinschmidt die Teilnehmer zunächst in der Theorie aus, bevor zum Abschluss eine 30-minütige schriftliche Prüfung abgelegt wird. Zugelassen sind nur deutsche Teilnehmer bzw. Teilnehmer mit einem Wohnsitz in Deutschland. Teilnahmevoraussetzung für den Lizenzlehrgang ist der Nachweis eines mindestens eintägigen Fahrerlehrgangs oder Fahrsicherheitstrainings, der zu Beginn der Schulung vorgelegt werden muss. Anmeldeschluss für den DMSB-Lizenzlehrgang „Internationale Lizenz Stufe D für Bergrennen“ ist der 3. März 2020. Teilnehmer können sich mit der Anmeldung bis zum 21. Februar zum Frühbucherpreis von 200 € (inkl. MwSt.) anmelden, danach ist der Standardpreis von 225 € zu entrichten. Für Rückfragen steht DMSB-Koordinator Alexander Geier (E-Mail ageier@dmsb.de bzw. Telefon 069/633007-17) gerne zur Verfügung. Link zur Online-Anmeldung: https://www.dmsb-sport.de/Lizenzlehrgang_Int_D_Bergrennen_11661/

Olaf Niemöller: Nach 15 Jahren Comeback im Formel-Renner

5. Februar 2020

Im Jahr 2020 steht den am Bergrennsport Interessierten ein weiteres Comeback ins Haus. Genau wie Harald Leikeim, der in der KW Berg-Cup-Einschreibeliste auftauchte, plant auch der aus dem Osnabrücker Land kommende Olaf Niemöller nach 15 Jahren Abstinenz den Wiedereinstieg in den Bergrennsport. Niemöller pilotierte in den Jahren 2004 und 2005 einen BMW 320 16V in der Gruppe H, bis ihm die Homburger Zielkurve zum Verhängnis wurde und der lila-weiße Bolide irreparable war. In all den vergangene Jahren traf man den mittlerweile 49-jährigen aus Bad Laer immer mal wieder im Fahrerlager eines Bergrennens, meist bei seinem Heimrennen in der Borgloher Schweiz, sprich beim Osnabrücker ADAC Bergrennen. Nun wagt sich Niemöller in die Gruppe der Rennsportfahrzeuge,  mit einem Auto aus der früheren ADAC Formel Junior, nämlich einem Formel BMW FB2. Der kleine Rennwagen stammt aus dem Baujahr 2006, vom französischen Hersteller Mygale und wird von einem BMW K 1200 RS Motorrad-Motor mit vier Zylindern und 16V-Technik angetrieben. Aus 1171 ccm Hubraum entwickelt das Triebwerk 140 PS, bei einem Fahrzeuggewicht von 465 kg. Nach massiven Umbauten von einem Rundstreckensetup auf ein Bergsetup und diversen Erneuerungen wie Tank, Feuerlöscher usw. sind in diesen Jahre einige Einstellfahrten am Bilster-Berg, sowie auf weiteren Rundstrecken in Deutschland und Holland geplant. „Wenn die ersten Testfahrten versprechend verlaufen und nichts größeres kaputt geht, werde ich noch das ein oder andere Bergrennen in Deutschland, so ab Mitte der Saison bestreiten“, plant Niemöller zunächst einmal.

Erwin Buck mit Tuner Spiess auf dem Weg in die Berg-Cup Königsklasse

2. Februar 2020

Die 2-Literklasse des KW Berg-Cup entwickelt sich mehr und mehr zum Spielfeld der professionellen Tuner, kein Wunder denn hier werden seit Jahren immer wieder Berg-Cup Gesamtsieger produziert. Unter den 145 Fahrern auf 123 Autos in der kürzlich geschlossenen Einschreibeliste 2020 der beliebten Breitensportserie, befinden sich allein 34 Exemplare mit einem Hubraum von 2000 ccm. Neuer „Hecht im Karpfenteich“ ist hier Erwin Buck, der quasi mit Werksunterstützung des schwäbischen Motoren-Papst Siegfried Spiess, versuchen wird die Phalanx von Minichberger, Wiebe oder Gerent zu brechen. Hierzu verlässt Buck die angestammte 1600er Klasse und steigt auf. Bereits zum Saisonfinale 2019 in Mickhausen präsentierte Geschäftsführer Holger Spiess eines seiner neuen 2-Liter Berg-Triebwerke im Fahrerlager. Das Antriebsaggregat auf Formel 3-Basis hört auf den Namen SP G02 und ist frei verkäuflich. Mit seinem Wiedereinstig in den Bergrennsport zum Saisonstart 2017, hier noch mit dem 1,6 Liter 8V-Motor, stellten sich für den schwäbischen Malermeister sogleich wieder erste Erfolge ein. Wie so viele dem Bergrennsport zugetane Piloten, kann Erwin Buck auf eine zweigeteilte Karriere zurück blicken. Zwischen 1996 und 2003 legte der Grabenstettener den Grundstein in Sachen Technikwissen und Fahrkönnen. Erfolge blieben damals schon nicht aus. Danach wurde das Unternehmen Maler Buck zu heutigen Größe weiterentwickelt und nun bleibt wieder mehr Zeit für den geleibeten Bergrennsport. Ende April letzten Jahres dann die Prämiere, die es so noch nicht gab. Die Fahrzeugkarosserie des bekannten orangenen VW Scirocco wurde modifiziert und erstrahlt in neuen Farben. Die Fans bekamen das typischen weiß-rot zu Gesicht, das historische Scirocco-Spiess-Design aus den 1970ern. In Schotten fand das schon lang ersehnte Rollout statt. Der Fahrer Erwin Buck startet mit einem neuen Motor in die Saison – powered by Spiess. Als Motor kam ein aktuelles VW Formel 3 Aggregat zum Einsatz, welches für die 1600er Klasse und den Einsatz am Berg im Hause Spiess modifiziert wurde. Die Kombination Buck-Spiess sorgte vom Start weg für Furore und der ersten Klassensieg konnte bereits beim dritten Saisonlauf, dem Wolsfelder Bergrennen gefeiert werden. Kaum zu Topen, fiel dann die Jahresbilanz 2019 aus: Meister des KW Berg Cup International bis 1600ccm, 5. Platz KW Berg Cup Gesamtwertung, Vize-Meister des DMSB Berg Cup für Tourenwagen und mit Rang 3 ein Podiumsplatz in der Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft. Zurück zu den Ursprüngen, wo alles begann: dem Bergrennen, lautet auch dieses Jahr der Slogan des weltbekannten Motorenbau-Unternehmens aus der schwäbischen Ditzingen. Vor über 50 Jahren startete die Karriere des Firmengründers Siegfried Spiess am Berg. Auch in der […]

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