Traumhafter erster Gesamtsieg für Frank Derbuyne

19. Juni 2018

Das neu gebildete Organisationsteam des MC Heilbad Heiligenstadt um Sascha Herz hat sich mit dem 23. ADAC Ibergrennen, dem fünften Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft 2018, die ersten Sporen verdient. An beiden Tagen brachte man vier Läufe durch und am Renntag verstummten die Rennmotoren rechtzeitig vor dem Fußball WM-Spiel Deutschland gegen Mexiko, das sich sicherlich bei der Zuschauerzahl negativ bemerkbar machte. Dennoch wollten an die 3.000 Fans die über 100 Akteure am Berg sehen, die mitten in der Innenstadt der thüringischen Kleinstadt im Eichsfeld ihre Zelte aufschlugen. Diese verwandelten ganze Straßenzüge in ein großes Fahrerlager. Einen Supermarkt, ein Pizza-Bistro, eine Bäckerei, Tankstelle und Bank findet man hier in unmittelbarer Nähe – sowas gibt es nur in Heiligenstadt. Die Spannung auf den Renntag war so groß wie lange nicht mehr, denn insgesamt vier Fahrer lagen mit ihren Trainingsbestzeiten innerhalb einer Sekunde und die Insider ahnten, dass alle noch eine Schippe drauflegen konnten. Alexander Hin im offenen PRC-Sportwagen mit dem legendären Opel-ITC Triebwerk im Heck setzte in 55.324 Sekunden die Bestzeit der Probeläufe, hauchdünn vor den Dallara Formel 3-Piloten Christian Triebstein und Frank Debruyne, sowie Wolsfeld-Gesamtsieger Thomas Conard im 2 Liter CRS-Renault Sportwagen. Doch bereits bei der Ausfahrt aus dem Fahrerlager zum ersten Rennlauf reduzierte sich der prophezeite Vierkampf auf einen Dreikampf und kurz dachen auf ein Duell. Thomas Conrads Kupplung trennte nicht und Alexander Hin brachte keinen Öldruck im Motorsystem zusammen. Mit neuen Reifen hatte Frank Debruyne ein Ass im Ärmel, aber durch das notwendige anfahren der Reifen im letzten Trainingslauf, hatte er die zwei DM-Zusatzpunkte erneut an Christian Triebstein abgeben müssen. In allen vier Durchgängen setzte anschließend Frank Debruyne knapp die jeweiligen Laufbestzeiten vor Christian Triebstein, der erst im letzten Herbst vom Alfa Romeo Diesel in einen Formel 3-Rennwagen umgestiegen war und am Iberg genauso seinen bislang größten Erfolg feiern konnte wie Debruyne mit seinem allersten Gesamtsieg nach 13 Jahren im Bergrennsport. Ebenfalls bis dato noch nie stand Mathieu Wolpert in einem weiteren Dallara Formel 3 mit Rang 3 auf dem Podium eines DM-Laufs. Im DMSB Berg-Cup für Rennwagen liegen die Drei aktuell an der Spitze, wobei sich Debruyne etwas absetzten konnte. Im Lager der Tourenwagen war Norbert Handa im Lancia Delta Evo III der absolut schnellste. Der Franke, der nach 42 Jahren Bergrennsport am Saisonende den Helm an den Nagel hängen möchte, liegt damit auch im DMSB Berg-Cup für Tourenwagen weiter an der Spitze, vor Dirk Preißer der im Opel […]

Europas Topfahrer fasziniert vom Glasbachrennen

11. Juni 2018

Herrlicher Sonnenschein und sommerliche Temperaturen begleiteten das diesjährige 23. Internationale ADAC Glasbachrennen auf Deutschlands längster und Europas modernster Bergrennstrecke mitten im Thüringer Wald bei Bad Liebenstein. Mit einer spektakulären Zeit von 1:58:395 min unterbot der Italiener Christian Merli seinen eigenen Streckenrekord vom Vorjahr um einen Wimpernschlag und erreichte dabei Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 245 km/h auf der mit 35 Kurven bestückten und 5,5 km langen Naturrennstrecke zwischen Bad Liebenstein und dem Rennsteig. Über 12.000 Fans begleiteten den einzigen Europabergmeisterschaftslauf in Deutschland über das gesamte Wochenende. Bei zunächst unsicheren Wetterprognosen für das Rennwochenende mussten sich die 151 Fahrer aus 12 Nationen auf ein Wetterlotteriespiel einstellen, so schlimm kam es aber nicht. Nur ein kleiner Schauer im Verlauf des zweiten Durchgangs erwischte das Renngelände. Danke der Wertung zwei aus drei, hatte die Nässe kaum Folgen und am Ende ging Christian Merli mit einer unglaublichen Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h als Sieger hervor. Es war ein sehr spannendes Wochenende für den Italiener, denn seine Konkurrenten Sebastien Petit (FRA) und Christoph Lampert (AUT) waren ihm dicht auf den Fersen. Am Ende siegte Christian Merli mit einem Vorsprung von 7,288 sec in der Gesamtwertung vor seinen Konkurrenten. Bei den Meisterschaftsläufen zur Deutschen Bergmeisterschaft setzte sich Thomas Conrad gegen die internationale Konkurrenz durch. Erstmals waren auch 15 Fahrer aus Luxemburg zum Glasbachrennen am Start. Guy Demuth konnte mit einer Zeit von 2:06.949 min nicht nur gegen seinen Luxemburger Konkurrenten durchsetzen, sondern erlangte auch im Gesamtklassement einen hervorragenden 4.Platz. Rund 360 Helfer in der Organisation sorgten über das gesamte Wochenende bei Fahrern, Zuschauern und Medien für ein rundum gelungenes Wohlfühlwochenende. Die große Gastfreundschaft im Örtchen Steinbach ist wohl auch einer Schlüssel zum Erfolg diese Events. Die große Akzeptanz der Rennveranstaltung in und um Steinbach, lässt sich gut an der Anzahl der mit Stolz getragenen „Glasbach-T-Shirts“ fest machen. Bei den gemütlichen Rennparty-Abenden auf dem kleinen Steinbacher Markplatz war man steht’s von T-Shirtträgerinnen und Trägern mit dem Glasbachlogo umringt. So manche Neuigkeiten und Verbesserungen auf dem Veranstaltungsareal wären noch Erwähnenswert, doch kommen wir nun zum sportlichen Report. Das Christian Merli mit seinem Osella FA 30 Zytek LMR als einziger die 2-Minuten-Schallmauer knacken und kein weiterer Fahrer den Südtiroler ernsthalft gefährden kann, war spätestens nach dem Training klar. Die schwierigen 5,5 Kilometer auf den Sattel des Rennsteig ließen sich in allen Klassen und Gruppen die Zeitabstände deutlicher herausbilden als sonst wo. In der Gesamtwertung entbrannte so ein Kampf um Rang zwei, […]

WEC-Weltmeister Timo Bernhard startet beim Berg DM-Lauf in Homburg

7. Juni 2018

Genau vier Wochen vor dem Startschuss zum 45. Homburger ADAC Bergrennen hat sich der amtierende FiA-Langstreckenweltmeister Timo Bernhard in die Teilnehmerliste seines Heimatrennens eingeschrieben. Der langjährige Porsche-Werksfahrer und von Kindesbeinen an Mitglied im veranstaltenden Homburger Automobilclub wird nach 2013 und 2014, wo der Lokalmatador auf feuchter Strecke sogar den Gesamtsieg einfahren konnte, zum dritten Mal aktiv und in Wertung ins Renngeschehen auf der Käshofer Straße eingreifen. Der sympathische Rennprofi und Team-Besitzer plant in der Gruppe E1 mit einem seiner Porsche 911 GT3 seine Fahrkünste dem heimischen Publikum zu zeigen und wird dabei an Orte zurück kommen, wo er schon als Bub die Rennstarts seinen Vaters Rüdiger miterlebt hatte und erste Rennsportluft schnupperte. Das KÜS Team 75 Bernhard wird beim Homburger Bergrennen mit insgesamt drei Porsche-Rennfahrzeugen antreten. Team-Chef Rüdiger Bernhard geht wie im Vorjahr mit seinem Porsche Cayman S über die Startline und der zweimalige HAC-Clubmeister Jochen Stoll wird das zweite Mal überhaupt seinen Porsche 997 GT3 Cup pilotieren. Natürlich wird auch einer der großen Renntrucks der Westpfälzer, die im Normalfall bei den Rennen des ADAC GT Masters Base des Teams an den Rennstrecken sind, im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhaus stehen. Dieser Race-Shuttle wurde übrigens nicht einmal in zwei Kilometer Luftlinie von der Homburger Bergrennstrecke, bei der Firma A6-Jung Fahrzeugbau gefertigt, die das Bergrennen in diesem Jahr auch mit unterstützen. A6-Jung Race Shuttle laufen bereits für Teams in zahlreichen Rennserien, bis hinauf in die DTM oder gar Formel 1. Nach dem werkseitigen Ausstieg von Porsche aus der LMP-1 Klasse hat Timo Bernhard den notwenigen Freiraum um sich wieder einmal bei seinem Heimatevent sehen zu lassen. Aktuell ist der Mann aus Bruchmühlbach-Miesau dennoch viel beschäftigt. An diesem Wochenende gilt es die angestrebten Ziele beim ADAC GT-Master Rennen auf dem Red-Bull Ring in Österreichumzusetzen, bevor am kommenden Wochenende das 24h-Rennen von Le Mans ansteht. Chancen auf seinen dritten Le Mans-Gesamtsieg hat Timo dort kaum, mit dem kleineren Werks-Porsche will er jedoch in der GTE-Pro Klasse um den Sieg fahren. Nach den Umbesetzungen im Organisationsteam des saarpfälzischen Bergrennens hoffen die Verantwortlichen mit dem Start von Timo Bernhard auf ein gesteigertes Medieninteresse am 45. Homburger ADAC Bergrennen und trotz Fußball WM auf eine große Zuschauerkulisse an beiden Veranstaltungstagen. Weitere Infos: www.homburger-bergrennen.de www.team75motorsport.de

Volles Haus am Glasbach – 151 Teams aus 12 Nationen

3. Juni 2018

Am kommenden zweiten Juni-Wochenende findet vom 08.-10.06.2018 das 23. Internationale ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein in Thüringen statt. Mit 151 internationalen Teams aus 12 Nationen wird Motorsport der Extraklasse geboten. Beim Kampf um die tausendstel-Sekunde auf der mit 5,5 km längsten Bergrennstrecke Deutschlands geht es nicht nur um einen neuen Streckenrekord sondern auch um wichtige Punkte in der Europa-Bergmeisterschaft, der Deutschen- und Luxemburger Bergmeisterschaft sowie im KW Berg-Cup. Das Internationale ADAC Glasbachrennen ist der einzige Lauf in Deutschland, welches das höchste Prädikat im Bergrennsport, ausgegeben vom Weltmotorsportverband FIA, hat. Bereits im letzten Jahr wurde der Streckenrekord verbessert und liegt auf der mit 34 Kurven bestückten Naturbergrennstrecke aktuell bei 1:58:440 min. Dies bedeutet eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 167 km/h (bei stehendem Start) und Spitzengeschwindigkeiten bis zu 245 km/h auf der kurvenreichen Bergrennstrecke zwischen dem Bad Liebensteiner Ortsteil Steinbach und dem Rennsteig. Die Bergrennstrecke ist die modernste und sicherste Europa` s, da sie in nur wenigen Tagen ähnlich einer „permanenten“ Rennstrecke umgebaut wird. Wie hart der Kampf an der Spitze ist, zeigen die Zeitabstände der Bestplatzierten im letzten Jahr. Dieser lag im Tausendstel- Sekundenbereich. In diesem Jahr sind in dem internationalen Starterfeld viele der aktuellen Bergrenngrößen vertreten. Neben dem Vorjahressieger und Streckenrekordhalter bei den offenen Sportwagen der Gruppe E2-SS, Christian Merli  (ITA) haben auch starke Konkurrenten, wie der spanische Bergmeister Javier Villa auf seinem superschnellen BRC BR 53 sowie der ehemalige luxemburgische Bergmeister Guy Demuth im brandneuen Norma M20 FC Zytek (Foto Mitte) und der aktuelle französische Berg-Champion Sebastien Petit in seinem Norma M 20 FC Mugen genannt. Mehr als nur Außenseiterchancen besitzen zudem der letztjähre Viert platziere an gleicher Stelle, der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik, der ebenfalls einen Norma M20 FC Mugen pilotiert. Nach seinem ausgezeichneten fünften Gesamtrang im Vorjahr, brennt der Belgier Jelle de Coninck im turbobefeuerten Norma-Sportwagen, bei seinem zweiten Start am Glasbach, mit besserer Streckenkenntnis im Gepäck auf mehr. Noch in der Testphase befinden sich Cyrille Frantz aus Frankreich im Osella PA 30 Cosworth und bei seiner Deutschlandpremier mit dem PRC S4 mit ehemaligem V6-Opel-Werkstriebwerk aus ITC-Serie, Alexander Hin. Simone Faggioli hingegen, werden die fachkundigen Fans aber vergeblich auf der offiziellen Starterliste suchen. Der EM-Titelverteidiger hatte in der ersten Halbsaison bereits zwei Niederlagen in seiner Gruppe E2-SC einstrecken müssen und wird wohl dieses Jahr seinen Titel nicht verteidigen können. Außerdem konzentriert sich Faggioli auf seinen ersten Anlauf beim legendären Pikes Peak Bergrennen in den USA, das am 24. Juni stattfindet. […]

Präsentation Porsche 997 GT3 Cup von Jochen Stoll

3. Juni 2018

Der Boden für das Comeback des Jochen Stoll ist bereitet! Mit seinem in den Niederlanden neu erworbenen Porsche 997 GT3 Cup wird der Westpfälzer, nach knapp vierjähriger „Berg-Abstinenz“, am kommenden Wochenende zum Deutschen Lauf der Berg-Europameisterschaft beim ADAC Glasbachrennen in Thüringen die Bergrennszene wieder bereichern. Der DMSB-Bergpokal Vize-Meister von 2011 und dritter der Berg DM 2014 freut sich bereits wie ein „Schneekönig“ auf die 5,5 km lange, kurvenreiche Piste am Rennsteig, denn sein neues Sportgerät ist nun optimal vorbereitet. Die letzten Wochen befand sich der 420 PS starke Cup-Porsche nämlich in den professionellen Händen des Team 75 Motorsport, der Mannschaft von Porsche-Werksfahrer und Le Mans-Sieger Timo Bernhard. Der „Zuffenhausener“ wurde am Teamstandort in Landstuhl komplett durchgesehen, ein neues KW-Gewindefahrwerk eingebaut und das reinrassige Rennfahrzeug auf die Gegebenheiten des Bergrennsports voreingestellt. Danach übernahm die hauseigene Werbeagentur Team Bernhard Design und zauberte ein wirklich ansprechendes Foliendesign um den Hauptsponsor Euro Repar Car Service auf den E1-Tourenwagen. Jochen Stoll wird zukünftig unter dem Bewerber KÜS Team 75 Bernhard in der Deutschen Bergmeisterschaft an den Start gehen und dabei auch seinen Heimatverein, den Homburger Automobilclub repräsentieren. Beim Bergrennen seines Clubs, vom 6.-8. Juli in Homburg, hat Stoll übrigens seinen zweiten Auftritt geplant.

Viva Italia – Gubbio Austragunsort des Hillclimb Masters 2018

1. Juni 2018

Nun ist endlich alles in trockenen Tüchern und mit einem halben Jahr Verspätung wurden jetzt Ross und Reiter, sprich Veranstalter, Austragungsort und Datum für das dritte FiA Hillclimb Masters genannt. Dank der Zusammenarbeit zwischen den italienischen Organisatoren der Trofeo Fagioli im mittelitalienischen Gubbio, der FIA-Bergkommission ​​und der italienischen Motorsport-Organisation ACI Sport, wird das derzeit größte internationale Ereignis im Bergrennsport, zum ersten Mal in Umbrien statt finden. Hingegen der ursprünglichen Termingebung der FiA, findet das dritte Masters der Geschichte, jetzt eine Woche später vom 12. bis 14. Oktober 2018 statt. Das Bergrennen von Gubbio, rund 40 km nördlich der Stadt Perugia gilt im Kalender der Italienischen Bergmeisterschaft wegen seiner nahen Altstadt als das „Monte Carlo der Bergrennen“. Vom 17. bis 19. August ist man an gleicher Stelle auch Gastgeber der 53° Trofeo Luigi Fagioli, achter Lauf der italienischen Meisterschaft (CIVM). Die Strecke für das FiA Hillclimb Masters im Oktober wird jedoch um 840 Meter verkürzt und misst nur 3,31 km. Der Start erfolgt dann außerhalb der umbrischen Stadtmauern. Die Strecke führt durch die geologisch bekannte Schlucht Bottaccione zum Ziel in Madonna della Cima. Weiter Infos: Strecke auf Google Maps www.trofeofagioli.it

Neue Zeiten beim Homburger Bergrennen

31. Mai 2018

Wenn am Wochenende des 7. und 8. Juli 2018 zum 45. Mal die Rennmotoren beim Homburger ADAC Bergrennen angelassen werden, ist beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup einiges anders als die Jahre zuvor. Erst einmal feiert der ausrichtende Homburger Automobilclub (HAC) in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen und das Rennspektakel findet diesmal eine Woche früher statt als gewohnt. Grund dafür ist das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, dem man vorsichtshalber aus dem Wege gehen möchte, in der Hoffnung dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Titel aus 2014 verteidigen wird. Im letzten Winter gab es zudem einige Umbesetzungen im Organisationsteam und in der Vorstandschaft des saarländischen ADAC Ortsclubs. An der Spitze des Bergrennens steht nun Sascha Ressmann, der das Urgestein Hartmut Schöffler beerbt, der aus Altersgründen den Job des Organisationsleiters an den Nagel hängte. Weiter wird es einige Veränderungen bei der Bewirtung im Festzelt geben, das erneut im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhauses aufgebaut sein wird. Den Festzeltbetrieb wird der Caterer Feinkost Jacob aus Ottweiler-Lautenbach übernehmen, der auch seit Jahren bei den Veranstaltungen des ADAC Saarland für das leibliche Wohl sorgt. Die Verpflegungsstände und Imbissbuden an der Käshofer Straße (Start, Brückchen, Posten 8 und Zielkurve) werden weiterhin vom HAC in Eigenregie betrieben. Alles in allem stehen dem Organisationsteam und den Clubmitgliedern des Homburger AC schweißtreibende Wochen der Vorbereitung ins Haus. Eine Erleichterung ist da sicher das neu Online-Einschreibeportal für die erwarteten Rennteams aus dem gesamten Bundesgebiet, als Luxemburg, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz (es gibt wieder Sonderkonditionen für ausländische Gaststarter). Hier kann zudem jedermann tagesaktuell die Liste der Rennfahrer und Fahrzeuge einsehen, die am Bergrennen teilnehmen werden (https://www.tw-sportsoft.de/Homburger_ADAC_Bergrennen_2018/). Unterstützung erfahren die Motorsportenthusiasten seit neustem auch vom Team 75 Motorsport, der Profi-Truppe des amtierenden Weltmeisters und Le Mans-Siegers mit Porsche, Timo Bernhard. Der Bruchmühlbacher fördert derzeit das Bergrennen seines Heimatvereins nach Kräften und könnte nach seinem Gesamtsieg von 2014 am ersten Juli-Wochenende wieder einmal aktiv in Renngeschehen am heimischen Berg eingreifen und mit einem hochkarätigen Porsche aus seinem eigenen Rennstall starten. Das ist aber derzeit noch offen. Der saarpfälzische Automobilclub erwartet in diesem Jahr über 160 Fahrerinnen und Fahrer auf der zur Rennpiste umgebauten Käshofer Straße, die in der Nähe der Karlsberg-Brauerei am Homburger Stadtrand beginnt und auf die Sickingerhöhe bei Käshofen führt. In der Woche vor der traditionsreichen Veranstaltung sind hier die Helfer aus den Reihen des Clubs mit Aufbau und Streckensicherungsarbeiten beschäftigt. Reifenstapel werden herangekarrt, Schutzzäune gezogen, Kabel verlegt […]

Boxengeflüster 05/2018: Wussten Sie schon dass…?

27. Mai 2018

DASS das letzte April-Wochenende beim Bergpreis Schottenring für das Flik-Familienteam erst im positiven, dann leider auch im negativen ein besonderes Rennwochenende war. Erstmals stellte sich das Team aus Papa Thomas und Tochter Bea Flik mit einer einheitlichen Fahrzeugfarbgebung an beiden Renntourenwagen in den Stammfarben Schwarz-Orange dem Starter. Den Aufzeichnungen des Teams aus dem nördlichen Schwarzwald nach, fuhr Thomas Flik in Hessen sein genau 300. Bergrennen seiner Karriere, denn seit Mitte der 1980er Jahre ließen die Fliks kaum ein Bergrennen in Deutschland aus. Doch einheitliche Outfit von Renault Clio und Megane sollte lediglich den Trainingstag überstehen. Am Renntag verunfallte Bea im Megane an der gleichen Stelle wo Thomas vor ein paar Jahren seinen ersten Clio zerstört hatte, mit dem gleichen Resultat – Totalschaden. Eine Woche später in Eschdorf sah man Bea noch mit Halskrause im Fahrerlager. Aktuell muss die Bankangestellte noch einige Termine bei den Physiotherapeuten absolvieren und ist danach wieder fit. Vom Renault Megane ist so gut wie nichts mehr zu gebrauchen und Bea wird in der restlichen Saison erst einmal pausieren. Ende September, nach dem letzten Rennen von Thomas Flik, will man sich entscheiden wie es weiter geht. DASS Norbert Heisterkamp in diesem Jahr sein 10-Jähriges am „Uphöfener Berg“ feiern darf. Er gehört längst zum festen Inventar des Int. Osnabrücker Bergrennens und seine Beliebtheit bei den zahlreichen Fans ist von Jahr zu Jahr weiter gestiegen: Der Schauspieler, Comedian und ehemalige Stuntman, bekannt aus vielen TV- und Kinoproduktionen Norbert Heisterkamp feiert in diesem Jahr seinen 10. Auftritt am Berg. Mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen war er in den vergangenen Jahren dabei. Seit dem vergangenen Jahr ist er für das Haus Beresa mit einem AMG Mercedes Benz GT unterwegs. Einige Fans werden wieder das besondere Vergnügen haben, mit dem sehr sympathischen Fernsehstar eine Taxifahrt auf dem Beifahrersitz auf der Rennstrecke am 4./5. August im Rahmen des 51. Int. Osnabrücker Bergrennens erleben zu dürfen. Für einen guten Zweck werden ein paar Mitfahrten vor Ort am Pressestand vergeben und jeder der bisher in den Genuss einer Mitfahrt mit Norbert kommen konnte, wollte vor Begeisterung gar nicht mehr aussteigen. Für alle großen und kleinen Fans wird Norbert wieder für Foto- und Autogrammwünsche gerne zur Verfügung stehen und für beste Stimmung im Fahrerlager sorgen. DASS der DMSB auf seiner Webseite und in der App sein Angebot zum Saisonstart erweiterte und in den News nun aktuell Renn- und Zwischenberichte von allen Motorsportarten aus dem DMSB-Bereich den Usern, gleich […]

Emotionen pur nach Conrads erstem Gesamtsieg

23. Mai 2018

Das Wolsfelder Bergrennen kann man durchaus mit dem Fußball DFB-Pokal vergleichen – es gelten eigene Gesetze, denn die Charakteristik der Bergrennstrecke von Wolsfeld ist einzigartig im Kalender der Deutschen Bergmeisterschaft, des KW Berg-Cup und der gastierenden Luxemburger Bergmeisterschaft. Nach der breiten und extrem schnellen Luxemburger Piste von Eschdorf wechselte man zum Pfingstwochenende die wenigen Kilometer herüber ins beschauliche Wolsfeld vor den Toren der Bierstadt Bitburg. Die charismatische Bergrennstrecke in der Südeifel mit seinen schmalen, engen, welligen und winkligen Abschnitten erinnert eher an eine Rallyepiste, und viel PS unter Motorhaube sind hier eher hinderlich. Man wundert sich dass hier die WM-Helden der Rallye Deutschland noch nicht aufgetaucht sind. Das Wetter zur 56. Ausgabe des Bergklassikers spiele im Großen und Ganzen gut mit, nur am Trainingstag dem Pfingstsonntag beließ man es bei einsetzendem Regen, kurz nach dem Ende des zweiten Laufs dabei. Frank Debruyne vom pfälzischen CR-Racingteam reiste als Leader im DMSB Berg-Cup für Rennwagen und als Vierter in der Deutschen Bergmeisterschaft in die südliche Eifel. Im Gepäck hatte er wie immer seinen AST-Dallara F303 Formel 3. Der Badische Formel 3-Spezialist war von den „Buchmachern“ zum Favoriten auf den Gesamtsieg erkoren worden, doch im Laufe des Trainings meldete auch Sportwagenpilot Thomas Conrad seine Ansprüche an. Die beiden Rivalen hielten sich dennoch vornehm zurück und zogen nicht alle Asse aus dem Ärmel. Am Renntag sollte die Hatz erst richtig beginnen. Nach einem Motorschaden in Eschdorf wurde Conrads 2-Liter Eigenbau-Sportwagen vom Typ CRS MTK 55/7 mit Renault-Triebwerk erst in letzter Minute fertig und das Team aus Schwaben war gespannt ob alles halten würde. Dies bewahrheitete sich und schnell war klar – es geht noch mehr! Mit einer tollen Performance fuhr Thomas Conrad am Pfingstmontag zum ersten Tagessieg seiner Karriere. In allen drei Durchgängen setzte Conrad knapp die Bestzeit vor Frank Debruyne, der in der Summenwertung nach drei Durchläufen nur 0,7 Sekunden Rückstand hatte und wie im Vorjahr hauchdünn seinen ersten Gesamtsieg verpasste. „Ich gönne natürlich Thomas den Sieg, aber hätte selbstverständlich lieber selbst das goldene Bit-Fass für den Gesamtsieg mit nach Hause genommen“, resümierte ehrlich heraus Frank Debruyne fair bei der Siegerehrung. Sichtlich gerührt nahm Thomas Conrad sein erstes Fässchen, das es traditionell in Wolsfeld für den Gesamtsieger gibt entgegen. Nebenbei gewannen Conrad und Debruyne die 2-Liter-Klassen bei den Sport- und Formelwagen souverän, und kassierte dafür anständig Punkte in der Bergmeisterschaft. Sehr zufrieden mit dem erreichten dritten Podiumsrang zeigte sich der junge Georg Lang, […]

Mitte Juni brüllen die Motoren am Heiligenstädter Iberg

11. Mai 2018

„Der Berg ruft“, ein Film aus den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts zur Erstbesteigung des Matterhorns. Auch südlich der Stadt Heilbad Heiligenstadt ruft ein bewaldeter Höhenrücken aus knapp 470 Meter allen Motorsportbegeisterten zu. Dass auch in diesem Jahr ein Bergrennen am Heiligenstädter Iberg stattfindet, ist -obwohl schon eine Tradition der letzten Jahre- keine Selbstläufer. Die kräftezehrenden Wochen vorm Wettstreit um Meter und Sekunden hinterließen in den vergangen Jahren ihre Spuren. Hermann Ludolph ist nicht nur Vorsitzender des Motorsportsclubs Heilbad Heiligenstadt e. V., er war zugleich bis vergangenes Jahr Organisationsleiter des Ibergrennens. Beides gebündelt in einer Person und der Herausforderung allen Rennteams und den Zuschauern ein eindrucksvolles Wochenende im Eichsfeld zu bieten, war kaum noch zu stemmen. Hermann Ludolph stellte die Funktion des Organisationsleiters der bisher alljährlichen Rennveranstaltung im Sommer 2017 zur Verfügung. Manche nennen es „Krisensitzung“, wir vom MC Heilbad Heiligenstadt nannten es „Neuorientierung“. In einem waren sich Rennleitung und Vorstand bald einig – das Ibergrennen im Stadtwald darf nicht sterben. Noch am gleichen Abend im Juli wurde im Forsthaus Kellner ein neues Orga-Team unter der Leitung des Heiligenstädters Sascha Herz aus der Taufe gehoben. Eine Herausforderung, dass sich das junge vierköpfige Team nun stellen muss. Begleitet von der Rennleitung, dem Vorstand und vielen Mitgliedern des Heiligenstädter Motorsportsclubs bleiben sie auf diesem Weg nicht allein. Einem bekannten deutschen Soulsänger folgend: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“.Die heiße Phase in Vorbereitung des Events am Berg läuft. „Klein Monaco“, wie die Rennveranstaltung in Motorsportkreisen mancherorts genannt wird, rüstet sich der Herausforderung. Der Vergleich mit dem Fürstentum an der Côte d’Azur ist ehrenwert, aber auch Ansporn diesen schmeichelnden Ruf nicht zu verspielen. Kommenden Monat ist es soweit. Am 16. und 17. Juni 2018 zieht Benzingeruch den Iberg hinauf. Bei einer Steigung bis zu 10 Prozent und einer Streckenlänge von 2050 Meter geht es durch die Kurven. 195 km/h bis zur ersten Kurve, die mancher Bolide nahe der 250 km/h steigert, faszinierten in den letzten Jahren tausende Zuschauer. Stellvertretend für die Fahrerinnen und Fahrer sei der Österreicher Herbert Pregartner vom MSC Rottenegg genannt. Sein Porsche 911 GT2 R ziert das diesjährige Motiv zum 23. Ibergrennen. Mehrere hundert Pferdestärken zaubert sein 6 Zylinder Boxermotor auf die Straße und verhalf Pregartner im vergangen Jahr den Iberg in weniger als einer Minute hinaufzueilen. von Jörg Hübsch

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