Neue Zeiten beim Homburger Bergrennen

31. Mai 2018

Wenn am Wochenende des 7. und 8. Juli 2018 zum 45. Mal die Rennmotoren beim Homburger ADAC Bergrennen angelassen werden, ist beim Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup einiges anders als die Jahre zuvor. Erst einmal feiert der ausrichtende Homburger Automobilclub (HAC) in diesem Jahr sein 50jähriges Bestehen und das Rennspektakel findet diesmal eine Woche früher statt als gewohnt. Grund dafür ist das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft, dem man vorsichtshalber aus dem Wege gehen möchte, in der Hoffnung dass die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft den Titel aus 2014 verteidigen wird. Im letzten Winter gab es zudem einige Umbesetzungen im Organisationsteam und in der Vorstandschaft des saarländischen ADAC Ortsclubs. An der Spitze des Bergrennens steht nun Sascha Ressmann, der das Urgestein Hartmut Schöffler beerbt, der aus Altersgründen den Job des Organisationsleiters an den Nagel hängte. Weiter wird es einige Veränderungen bei der Bewirtung im Festzelt geben, das erneut im Fahrerlager oberhalb des Homburger Schießhauses aufgebaut sein wird. Den Festzeltbetrieb wird der Caterer Feinkost Jacob aus Ottweiler-Lautenbach übernehmen, der auch seit Jahren bei den Veranstaltungen des ADAC Saarland für das leibliche Wohl sorgt. Die Verpflegungsstände und Imbissbuden an der Käshofer Straße (Start, Brückchen, Posten 8 und Zielkurve) werden weiterhin vom HAC in Eigenregie betrieben. Alles in allem stehen dem Organisationsteam und den Clubmitgliedern des Homburger AC schweißtreibende Wochen der Vorbereitung ins Haus. Eine Erleichterung ist da sicher das neu Online-Einschreibeportal für die erwarteten Rennteams aus dem gesamten Bundesgebiet, als Luxemburg, Frankreich, Belgien, Österreich und der Schweiz (es gibt wieder Sonderkonditionen für ausländische Gaststarter). Hier kann zudem jedermann tagesaktuell die Liste der Rennfahrer und Fahrzeuge einsehen, die am Bergrennen teilnehmen werden (https://www.tw-sportsoft.de/Homburger_ADAC_Bergrennen_2018/). Unterstützung erfahren die Motorsportenthusiasten seit neustem auch vom Team 75 Motorsport, der Profi-Truppe des amtierenden Weltmeisters und Le Mans-Siegers mit Porsche, Timo Bernhard. Der Bruchmühlbacher fördert derzeit das Bergrennen seines Heimatvereins nach Kräften und könnte nach seinem Gesamtsieg von 2014 am ersten Juli-Wochenende wieder einmal aktiv in Renngeschehen am heimischen Berg eingreifen und mit einem hochkarätigen Porsche aus seinem eigenen Rennstall starten. Das ist aber derzeit noch offen. Der saarpfälzische Automobilclub erwartet in diesem Jahr über 160 Fahrerinnen und Fahrer auf der zur Rennpiste umgebauten Käshofer Straße, die in der Nähe der Karlsberg-Brauerei am Homburger Stadtrand beginnt und auf die Sickingerhöhe bei Käshofen führt. In der Woche vor der traditionsreichen Veranstaltung sind hier die Helfer aus den Reihen des Clubs mit Aufbau und Streckensicherungsarbeiten beschäftigt. Reifenstapel werden herangekarrt, Schutzzäune gezogen, Kabel verlegt […]

Boxengeflüster 05/2018: Wussten Sie schon dass…?

27. Mai 2018

DASS das letzte April-Wochenende beim Bergpreis Schottenring für das Flik-Familienteam erst im positiven, dann leider auch im negativen ein besonderes Rennwochenende war. Erstmals stellte sich das Team aus Papa Thomas und Tochter Bea Flik mit einer einheitlichen Fahrzeugfarbgebung an beiden Renntourenwagen in den Stammfarben Schwarz-Orange dem Starter. Den Aufzeichnungen des Teams aus dem nördlichen Schwarzwald nach, fuhr Thomas Flik in Hessen sein genau 300. Bergrennen seiner Karriere, denn seit Mitte der 1980er Jahre ließen die Fliks kaum ein Bergrennen in Deutschland aus. Doch einheitliche Outfit von Renault Clio und Megane sollte lediglich den Trainingstag überstehen. Am Renntag verunfallte Bea im Megane an der gleichen Stelle wo Thomas vor ein paar Jahren seinen ersten Clio zerstört hatte, mit dem gleichen Resultat – Totalschaden. Eine Woche später in Eschdorf sah man Bea noch mit Halskrause im Fahrerlager. Aktuell muss die Bankangestellte noch einige Termine bei den Physiotherapeuten absolvieren und ist danach wieder fit. Vom Renault Megane ist so gut wie nichts mehr zu gebrauchen und Bea wird in der restlichen Saison erst einmal pausieren. Ende September, nach dem letzten Rennen von Thomas Flik, will man sich entscheiden wie es weiter geht. DASS Norbert Heisterkamp in diesem Jahr sein 10-Jähriges am „Uphöfener Berg“ feiern darf. Er gehört längst zum festen Inventar des Int. Osnabrücker Bergrennens und seine Beliebtheit bei den zahlreichen Fans ist von Jahr zu Jahr weiter gestiegen: Der Schauspieler, Comedian und ehemalige Stuntman, bekannt aus vielen TV- und Kinoproduktionen Norbert Heisterkamp feiert in diesem Jahr seinen 10. Auftritt am Berg. Mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen war er in den vergangenen Jahren dabei. Seit dem vergangenen Jahr ist er für das Haus Beresa mit einem AMG Mercedes Benz GT unterwegs. Einige Fans werden wieder das besondere Vergnügen haben, mit dem sehr sympathischen Fernsehstar eine Taxifahrt auf dem Beifahrersitz auf der Rennstrecke am 4./5. August im Rahmen des 51. Int. Osnabrücker Bergrennens erleben zu dürfen. Für einen guten Zweck werden ein paar Mitfahrten vor Ort am Pressestand vergeben und jeder der bisher in den Genuss einer Mitfahrt mit Norbert kommen konnte, wollte vor Begeisterung gar nicht mehr aussteigen. Für alle großen und kleinen Fans wird Norbert wieder für Foto- und Autogrammwünsche gerne zur Verfügung stehen und für beste Stimmung im Fahrerlager sorgen. DASS der DMSB auf seiner Webseite und in der App sein Angebot zum Saisonstart erweiterte und in den News nun aktuell Renn- und Zwischenberichte von allen Motorsportarten aus dem DMSB-Bereich den Usern, gleich […]

Emotionen pur nach Conrads erstem Gesamtsieg

23. Mai 2018

Das Wolsfelder Bergrennen kann man durchaus mit dem Fußball DFB-Pokal vergleichen – es gelten eigene Gesetze, denn die Charakteristik der Bergrennstrecke von Wolsfeld ist einzigartig im Kalender der Deutschen Bergmeisterschaft, des KW Berg-Cup und der gastierenden Luxemburger Bergmeisterschaft. Nach der breiten und extrem schnellen Luxemburger Piste von Eschdorf wechselte man zum Pfingstwochenende die wenigen Kilometer herüber ins beschauliche Wolsfeld vor den Toren der Bierstadt Bitburg. Die charismatische Bergrennstrecke in der Südeifel mit seinen schmalen, engen, welligen und winkligen Abschnitten erinnert eher an eine Rallyepiste, und viel PS unter Motorhaube sind hier eher hinderlich. Man wundert sich dass hier die WM-Helden der Rallye Deutschland noch nicht aufgetaucht sind. Das Wetter zur 56. Ausgabe des Bergklassikers spiele im Großen und Ganzen gut mit, nur am Trainingstag dem Pfingstsonntag beließ man es bei einsetzendem Regen, kurz nach dem Ende des zweiten Laufs dabei. Frank Debruyne vom pfälzischen CR-Racingteam reiste als Leader im DMSB Berg-Cup für Rennwagen und als Vierter in der Deutschen Bergmeisterschaft in die südliche Eifel. Im Gepäck hatte er wie immer seinen AST-Dallara F303 Formel 3. Der Badische Formel 3-Spezialist war von den „Buchmachern“ zum Favoriten auf den Gesamtsieg erkoren worden, doch im Laufe des Trainings meldete auch Sportwagenpilot Thomas Conrad seine Ansprüche an. Die beiden Rivalen hielten sich dennoch vornehm zurück und zogen nicht alle Asse aus dem Ärmel. Am Renntag sollte die Hatz erst richtig beginnen. Nach einem Motorschaden in Eschdorf wurde Conrads 2-Liter Eigenbau-Sportwagen vom Typ CRS MTK 55/7 mit Renault-Triebwerk erst in letzter Minute fertig und das Team aus Schwaben war gespannt ob alles halten würde. Dies bewahrheitete sich und schnell war klar – es geht noch mehr! Mit einer tollen Performance fuhr Thomas Conrad am Pfingstmontag zum ersten Tagessieg seiner Karriere. In allen drei Durchgängen setzte Conrad knapp die Bestzeit vor Frank Debruyne, der in der Summenwertung nach drei Durchläufen nur 0,7 Sekunden Rückstand hatte und wie im Vorjahr hauchdünn seinen ersten Gesamtsieg verpasste. „Ich gönne natürlich Thomas den Sieg, aber hätte selbstverständlich lieber selbst das goldene Bit-Fass für den Gesamtsieg mit nach Hause genommen“, resümierte ehrlich heraus Frank Debruyne fair bei der Siegerehrung. Sichtlich gerührt nahm Thomas Conrad sein erstes Fässchen, das es traditionell in Wolsfeld für den Gesamtsieger gibt entgegen. Nebenbei gewannen Conrad und Debruyne die 2-Liter-Klassen bei den Sport- und Formelwagen souverän, und kassierte dafür anständig Punkte in der Bergmeisterschaft. Sehr zufrieden mit dem erreichten dritten Podiumsrang zeigte sich der junge Georg Lang, […]

Mitte Juni brüllen die Motoren am Heiligenstädter Iberg

11. Mai 2018

„Der Berg ruft“, ein Film aus den Dreißigern des vergangenen Jahrhunderts zur Erstbesteigung des Matterhorns. Auch südlich der Stadt Heilbad Heiligenstadt ruft ein bewaldeter Höhenrücken aus knapp 470 Meter allen Motorsportbegeisterten zu. Dass auch in diesem Jahr ein Bergrennen am Heiligenstädter Iberg stattfindet, ist -obwohl schon eine Tradition der letzten Jahre- keine Selbstläufer. Die kräftezehrenden Wochen vorm Wettstreit um Meter und Sekunden hinterließen in den vergangen Jahren ihre Spuren. Hermann Ludolph ist nicht nur Vorsitzender des Motorsportsclubs Heilbad Heiligenstadt e. V., er war zugleich bis vergangenes Jahr Organisationsleiter des Ibergrennens. Beides gebündelt in einer Person und der Herausforderung allen Rennteams und den Zuschauern ein eindrucksvolles Wochenende im Eichsfeld zu bieten, war kaum noch zu stemmen. Hermann Ludolph stellte die Funktion des Organisationsleiters der bisher alljährlichen Rennveranstaltung im Sommer 2017 zur Verfügung. Manche nennen es „Krisensitzung“, wir vom MC Heilbad Heiligenstadt nannten es „Neuorientierung“. In einem waren sich Rennleitung und Vorstand bald einig – das Ibergrennen im Stadtwald darf nicht sterben. Noch am gleichen Abend im Juli wurde im Forsthaus Kellner ein neues Orga-Team unter der Leitung des Heiligenstädters Sascha Herz aus der Taufe gehoben. Eine Herausforderung, dass sich das junge vierköpfige Team nun stellen muss. Begleitet von der Rennleitung, dem Vorstand und vielen Mitgliedern des Heiligenstädter Motorsportsclubs bleiben sie auf diesem Weg nicht allein. Einem bekannten deutschen Soulsänger folgend: „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer“.Die heiße Phase in Vorbereitung des Events am Berg läuft. „Klein Monaco“, wie die Rennveranstaltung in Motorsportkreisen mancherorts genannt wird, rüstet sich der Herausforderung. Der Vergleich mit dem Fürstentum an der Côte d’Azur ist ehrenwert, aber auch Ansporn diesen schmeichelnden Ruf nicht zu verspielen. Kommenden Monat ist es soweit. Am 16. und 17. Juni 2018 zieht Benzingeruch den Iberg hinauf. Bei einer Steigung bis zu 10 Prozent und einer Streckenlänge von 2050 Meter geht es durch die Kurven. 195 km/h bis zur ersten Kurve, die mancher Bolide nahe der 250 km/h steigert, faszinierten in den letzten Jahren tausende Zuschauer. Stellvertretend für die Fahrerinnen und Fahrer sei der Österreicher Herbert Pregartner vom MSC Rottenegg genannt. Sein Porsche 911 GT2 R ziert das diesjährige Motiv zum 23. Ibergrennen. Mehrere hundert Pferdestärken zaubert sein 6 Zylinder Boxermotor auf die Straße und verhalf Pregartner im vergangen Jahr den Iberg in weniger als einer Minute hinaufzueilen. von Jörg Hübsch

Harte Prüfung für Berg DM-Teams in Luxemburg

8. Mai 2018

Zum Auftakt seiner Saisonrunde war die Deutsche Automobil-Bergmeisterschaft zu Gast in Eschdorf im Herzen Luxemburgs. Die Deutschen Bergspezialisten trafen an gleicher Stelle, wo im Jahr 2014 das erste FiA Hillclimb Masters der Geschichte stattfand, auf eine geballte internationale Elite der Bergszene, die man sonst nur noch bei einem Berg-Europameisterschaftslauf zu Gesicht bekommt. Zur 30. Jubiläumsveranstaltung gelang es der Union des Pilotes Luxemburg die Top-Fahrer aus Frankreich, Belgien, Deutschland und der Schweiz in das Ardennendorf zu locken und erneut ein spitzenmäßiges Rennwochenende zu organisieren. Einen dem entsprechend schweren Stand hatten die Deutschen im Gesamtklassement, sieht man einmal vom Deutsch-Slowenen Patric Zajelsnik ab. In den jeweiligen Hubraumklassen und Gruppen, in der die Punkte zur Berg DM ausgefahren werden, fiel die Bilanz nach der letzten Zieldurchfahrt positiver aus. Gegen die Praxis bei den Bergrennen in Deutschland, wo alle Läufe in der Addition gewertet werden, verfährt man in Luxemburg nach dem „Französischen Modell“, allein den schnellsten von drei Durchgängen zu werten. Gerade beim vorherrschenden „Kaiserwetter“ des vergangenen Wochenendes, mit gleichbleibenden Bedingungen, garantierte dieser Wertungsmodus den rund 4.000 Fans an der nur 1,85 km kurzen Sprintstrecke, Spannung bis zur letzten Sekunde. Im ersten Lauf am Morgen, zeigte sich der amtierende französische Meister Sebastien Petit im Norma M20 FC Mugen V8-Sportwagen (Foto oben) am ausgeschlafensten und stellte gleich einen neuen Streckenrekord, in 48, 260 Sekunden auf. Der junge Freiburger Patrik Zajelsnik, auf einem baugleichen Auto, präsentierte sich in blendender Frühform und verpasste auf dem zweiten Tagesrang nur um 57/100 Sekunden die Bestzeit von Petit. Bemerkenswert ist, dass Patriks Vater und Teamchef Josef Zajelsnik bei der Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens vor genau 30 Jahren ebenfalls zweiter der Gesamtwertung in einem Ralt BMW Formel 2 war. Das Podium komplettierte der Belgier Jelle de Coninck in einem turbobefeuerten Norma-Sportwagen. Der schnellste Pilot mit DMSB-Lizenz saß in einen Dallara-Opel F303 Formel 3, und hieß Frank Debruyne auf Gesamtrang 19. Die Favoriten auf den diesjährigen nationalen Berg-Meistertitel kommen aus den Teilnehmerstarken Tourenwagen-Gruppen A/F und E1 sowie bei den Rennsportwagen aus den 2-Literklassen der Formel- und Sportwagen – das ist schon sicher. In der Gruppe A/F war es der junge Franke Markus Fink im Citroen C2 VTS, der die 1600 ccm Klasse gewinnen konnte. In der seit Jahren hart umkämpften 2-Literklasse, war es die Überraschung des Tages, den Seriensieger aus dem Vorjahr Kai Neu im Ford Focus ST, nur auf Rang drei einlaufen zu sehen. Es siegte Slalom-Ass Ralf Orth im BMW […]

Zweiter Schotten-Sieg und neuer Streckenrekord für Pregartner

1. Mai 2018

Das Wetter ist bei Openair-Veranstaltungen immer ein zentrales Thema, auch beim alljährlichen ADAC Bergpreis Schottenring. Ohne Übertreibung, stimmte beim „kleinen Jubiläum“ zur 15. Auflage als Auftakt zum DMSB-Berg-Cup, dem KW- Bergcup inklusive NSU- Bergpokal vor rund 2.500 Zuschauern alles. Der veranstaltende MSC Rund um Schotten konnte sich bei besten Wetterbedingungen sowohl über ein qualitativ hochwertiges, als auch volles Starterfeld und gute Stimmung freuen. Auch das Verhältnis zur Bevölkerung des Schottener Stadtteils Rudingshainer bezeichnete die im nordrhein-westfälischen Solingen wohnende Rennleiterin Sabine Fischer, die auch wieder an Pfingsten beim Wolsfelder Bergrennen die Fäden in Händen hält, als hervorragend. Eine optimale Bühne also für die Favoriten auf den Sieg der Rennwertung, die beiden Österreicher Herbert Pregartner (Sieger 2016) Herbert Stolz (Sieger 2013 und 17) jeweils im Porsche, dem Odenwälder Holger Hovemann im Opel Kadett und dem nach seinem Debüt letztes Jahr Vorjahreszweiten und noch Sieglosen Norbert Handa aus der Nähe von Würzburg im Lancia Delta Intergrale. Nachdem Hovemann seinen rund 700 PS starken Hecktriebler am Samstagabend nach den Trainingsläufen wegen Motorschaden abstellen musste, wurde in den vier Wertungsläufen am Sonntag aus dem Vierkampf ein Dreikampf um die Krone. „Es hat nicht sollen sein“, sagte ein enttäuschter Holger Hovemann. „Das Auto fühlte sich so gut an und Motor lief wie nie zuvor, einfach brachial, bis er dann ohne Vorankündigung kaputt ging“. Am Sonntag in der Früh legte Pregartner im 911 GT2 R mit 1:16,691 min. auf der bekannten 3033 Meter langen Strecke von Rudingshain über die Serpentinen Richtung Götzen deutlich vor und distanzierte sowohl Handa als auch Stolz im Allrad-935 DP 2 um fast vier Sekunden. Im zweiten Lauf konterte Handa minimal, konnte Pregartner letztlich aber nicht wirklich Paroli bieten. Der Österreicher legte mit seinem rund 900 PS- Boliden in den letzten beiden Durchgängen nach, stellte beim Finale mit 1:16,113 min. einen neuen Streckenrekord auf und holte sich mit 5:07 Minuten Fahrzeit seinen zweiten Sieg nach 2016. Handa wurde mit 5:13 erneut Zweiter und muss seine Siegambitionen in Schotten auf 2019 verschieben. Mit 5:22 komplettierte der etwas farblos agierende Herbert Stolz mit Rang drei unter 77 Fahrern, 69 in Wertung, das Siegerpodest. Darauf hatten die heimischen, mittelhessischen Fahrer keine Chance. Die besten Aussichten auf vordere Plätze hatte der Ober Mörlener KW Berg-Cup Neuling Stefan Bodin, der einen Porsche 944 GTR steuerte. Doch seine Fahrt endete im Training am Samstagnachmittag in der sogenannten Bachkurve, der ersten Serpentine oberhalb von Rudingshain in der Leitplanke. „Ich war nach […]

Wieder reichlich Bergmonster zum Jubiläum in Eschdorf

28. April 2018

Seit 2004, also nunmehr 14 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 DPII die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird auf eine ganze Meute von hochmotivierten Gegnern treffen, deren Fahrzeuge ebenfalls weit über 600 und teilweise sogar 700 PS leisten. Nennen wir beispielsweise den Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der im Vorjahr bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb. Oder auch und ganz besonders dessen Landsmann Ronnie Bratschi, zweifacher Sieger des Internationalen FIA-Bergpokals 2015 und 2016, der im Laufe der vergangenen Monate einen komplett neuen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO mit spektakulärer Aerodynamik aufgebaut hat. Oder Thomas Kessler als dritten schnellen Eidgenossen im Bunde, der im Mitsubishi Lancer bei der verregneten 2015-Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens den ausgezeichneten 7. Gesamtrang belegt hatte. Aus Frankreich möchten der sechsfache Tourenwagen-Bergmeister 2010, 2012-2016 Nicolas Werver im wunderschönen, knallgelben Porsche 997 GT2, Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter-Frey im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor oder noch die aus den Vogesen anreisenden Gebrüder Yannick (zweifacher Vize-Bergmeister 2011 und 2012) und Christophe Poinsignon (BMW M3 E92 bzw. Simca CG Turbo) das Feld der „Autos mit Dach“ ordentlich aufmischen, genau wie der zweifache deutsche Bergmeister 2002 und 2010 Norbert Handa (Lancia Delta Integrale) sowie der mehrfache KW Berg-Cup-Gesamtsieger Holger Hovemann im bulligen Opel Kadett C Coupé mit 5.7 Liter-V8-Motor. Aus eidgenössischer Sicht gilt es neben den bereits erwähnten Bratschi, Nüssli und Kessler natürlich auch den Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 Frédéric Neff im Porsche 997 GT-R, René Ruch, treuer Eschdorf-Gast im Ferrari F355 GT, den sehr schnellen Michel Zemp im Seat Leon TCR Mk3, sowie die beiden Mitsubishi Lancer von Arnaud Murcia und Cédric Milliquet zu beachten. Nicht zu vergessen der belgische Bergmeister 2017 Martin Bach, dessen knallgelber Mitsubishi als Ur-„Bergmonster“ diese Bezeichnung einst ins Leben rief. Oder noch die Luxemburger Mannschaft Schilling Performance mit dem Bergmeister 2015 Nico Schilling und Vize-Bergmeister 2016 und 2017 Charles Valentiny (beide Subaru Impreza WRX STi) sowie Cédric Schilling im neu aufgebauten Mitsubishi Lancer, der belgische Bergmeister 2014 und 2016 Stéphane Emond (BMW M3 3.2L) sowie der Lamera Cup mit Ford Focus RS-Motor des Luxemburgers Gilles Bruckner. Im Feld der insgesamt 6 Porsche sei auch noch der Cayman Cup […]

Handa, Hovemann, Pregartner und Stolz – Vierkampf am Schottenring?

25. April 2018

Zumindest an der Spitze des Bergpreises Schottenrings als Auftakt zum Deutschen DMSB-Berg-Cup für Tourenwagen und des KW Berg Cup, herrschten letztes Jahr Formel 1- Zustände beim Kampf um den Sieg. Nach vier Wertungsläufen auf der 3.033 Meter langen Strecke vom Schottener Stadtteil Rudingshain, über die Serpentinen und durch das Waldstück der Poppenstruth auf die Zielgerade Richtung Götzen, trennten den Sieger Herbert Stolz aus Österreich im Porsche 935 dp II gerade einmal 0,887 Sekunden zum Zweitplatzierten Norbert Handa aus der Nähe von Würzburg im Lancia Delta Integrale. Ein Herzschlagfinale, das der Innsbrucker nach 2:2 Laufsiegen gegen Handa zur Freude der Zuschauer erst auf den letzten Metern für sich entscheiden konnte und damit den Rest des Feldes deutlich distanzierte. Dem Franken blieb lediglich, mit knapp 218 km/h im ersten Durchgang, die schnellste Zieldurchfahrt des Tages. Ob es dieses Jahr oberhalb von Schotten erneut so spannend um den Sieg zugehen wird, entscheidet sich am letzten Sonntag im April. Seit 2015 peilen die deutschen Bergasse am Fuße des Hoherodskopfes ihre ersten Saisonpunkte an. Seitdem steht es nach dem Debüt mit Opelfahrer Holger Hovemann aus dem Odenwald und den beiden Porsche- Fahrern Herbert Pregartner (2016) und Herbert Stolz (2017) aus Österreich 2:1 für den Stuttgarter Sportwagenhersteller. Außenseiterchancen müssen auf jeden Fall auch Ralf Kroll mit seinem rennwagenartigen und flinken Silver Car S2 aus der Gruppe E2-SH der Silhouettenfahrzeuge eingeräumt werden. Der dritte der Gesamtwertung aus dem Vorjahr kommt ebenfalls aus dem Odenwald nach Schotten angereist. Man darf gespannt sein, wer sich mit welcher Marke als vierter Sieger in die Annalen des 15. ADAC Bergpreises eintragen lassen darf, bei dem mehr als 130 Fahrzeuge in der Renn- und auch Sollzeitwertung (GLP) vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten erwartet werden. Die größten Chancen auf einen Spitzenplatz aus lokaler, mittelhessischer Sicht dürfte der Ober- Mörlener Stefan Bodin im Porsche 944 GTR haben, der letztes Jahr am Schottenring erstmals in der Sollzeitwertung dabei war. Für Friedhelm Gürtzgen aus Ehringshausen im BMW Compact 318i und Maurice Moufang aus Schotten im BMW M3 ist der Klassiker ebenfalls kein Neuland und wollen in ihrer Klasse vorne dabei sein. Gleichmäßigkeit ist Trumph in der Sollzeitwertung. Aus heimischer Sicht dabei sind Louisa Kröll aus Büdingen im VW Polo, Erwin Schmidt aus Grebenhain im Renault R 5 Turbo, Jürgen Fechter aus Gründau im VW Scirocco, Marcel Schnabel aus Ulrichstein im BMW 318is, Michele Carotenuto aus Buseck im Opel Kadett C Coupe, Edgar Lampas aus Nidda […]

Topfeld zum Eschdorf-Jubiläum mit 190 Fahrzeugen am Start

24. April 2018

Anfang September 1988 gewann der Franzose Hervé Bayard im Martini-BMW Mk32 Formel 2 die Erstausgabe des Eschdorfer Bergrennens mit 20 Hundertsteln Vorsprung auf Jozef Zajelsnik im Ralt Rt20 BMW. Knapp 30 Jahre später organisiert die Union des Pilotes nun am Wochenende des 5./6. Mai zum 30. Mal ihr traditionelles «European Hill Race», Lauf zur Luxemburger und zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum «KW-Berg-Cup» und dem NSU-Bergpokal. Einmal mehr wird sich also in dem kleinen Ardennerdörfchen Eschdorf zwischen Wiltz und Ettelbrück im Norden Luxemburgs alles um den Motorsport, PS und hochdrehende Power drehen. Sehr zur Freude der voraussichtlich erneut zahlreichen Zuschauer, die nicht nur aus Luxemburg, sondern vor allem auch Belgien, Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, ja sogar der Schweiz und England anreisen werden, genießt das European Hill Race doch bis weit über die Grenzen Luxemburgs einen ausgezeichneten Ruf bei den Rennsportfreaks und zählt somit ohne Übertreibung zu den zehn meistbesuchten Sportveranstaltungen des Großherzogtums. Eines der qualitativ besten Startfelder, das Eschdorf je sah, mit knapp 190 Fahrer aus Deutschland, Belgien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, Grossbritannien, Slowenien und natürlich Luxemburg hat sich zur Jubiläumsausgabe eingeschrieben, um in den Kampf der einzelnen Wertungen zum Gesamtsieg, zu Gruppen- und Hubraumklassensiegen, Damen-Pokal oder noch der Junioren-Wertung für U25-Fahrer zu ziehen. Drei Trainingsläufe sind am Samstag ab 9.15 Uhr vorgesehen, drei Rennläufe (so es keine zu großen Zeitverzögerungen wegen zu zahlreichen Ausrutschern geben möge) am Sonntag ab 8.30 Uhr. Zu bemerken auch, dass die komplette Strecke von 1,850 km seit zwei Jahren über neuen Belag verfügt. Nach sieben Vize-Bergmeistertiteln 2004, 2006-2010, 2012, 2015 und 2016 konnte sich Sébastien Petit im Vorjahr endlich den französischen Bergmeistertitel sichern. Die Saison 2018 begann er mit einem wahren Highlight, als er am Col St Pierre (F) zum Auftakt der Berg-EM seit langen Jahren der erste Fahrer war, der die Phalanx der italienischen Bergtenöre schlagen konnte. In Eschdorf nun möchte Petit im Norma M20 FC mit 3 Liter-V8-Mugen-Honda-Motor nach seinen beiden dritten Plätzen 2014 und 2015 diesmal nach zwei Jahren Abwesenheit erstmals zum Sieg fahren. Der Eschdorf-Sieger 2013, vierfache Schweizer Bergmeister 2010, 2011, 2012 und 2017 sowie deutsche Bergmeister 2008 Marcel Steiner seinerseits konnte am österreichischen Rechberg beim zweiten EM-Lauf Platz 3 direkt vor Seb Petit belegen, sein LobArt-Mugen Honda scheint nun ausgereift, um ganz vorne mitzufahren. Ob wohl nach den Siegen von Vater Heinz in den Jahren 1995 und 1996 vielleicht nun dieses Jahr auch für Marcel zum zweiten Mal in Eschdorf […]

Rechtsstreit am Schleizer Dreieck beigelegt

10. April 2018

Der über den Zeitraum vom 14 Jahren andauernde Rechtsstreit um die traditionsreiche Naturrennstrecke „Schleizer Dreieck“ und die Anzahl von Motorsportveranstaltungen die darauf stattfinden dürfen, ist beigelegt. Man einigte sich auf jährlich maximal zwölf Renn- und Trainingstage an höchstens vier Wochenenden inklusive Streckensperrung. Der Anwohner des Renngeländes Bernd Reiße, die Interessengemeinschaft Oberböhmsdorf, die Betreibergesellschaft „Schleizer Dreieck“ mit der Stadt Schleiz als Hauptgesellschafterin, waren die Beteiligten Parteien. Der Schleizer Ortsteil Oberböhmsdorf als direkt betroffene Ortschaft sowie die beiden Motorsportklubs MSC und AMC Schleizer Dreieck,  unterzeichneten am vergangenen Montagnachmittag im Schleizer Rathaus eine außergerichtliche Vereinbarung. Damit ist das im Jahr 2012 zu Gunsten des Hauptbeschwerdeführers Bernd Reiße entschiedene Klageverfahren gegen die Genehmigung des Landesverwaltungsamtes vom April 2007 und das Berufungsverfahren endgültig vom Tisch. Dieser Rechtsstreit war einer der Gründe dafür, dass das Bergrennen „Schleizer Dreieck“ im Jahr 2010 bis auf weiteres, letztmalig stattfand. Auf einen Acht-Punkte-Plan einigten sich die beteiligten Parteien. Dieser gestattet jährlich maximal 12 Renn- und Trainingstage an höchstens vier Wochenenden, inklusiver einer Sperrung der gesamten Rennstrecke. An einem zusätzlichen Samstag können auf Teilstrecken weitere Veranstaltungen stattfinden, die sich gleichzeitig über einen Zeitraum von maximal sechs Stunden erstrecken. Dann sind aber für den öffentlichen Verkehr entweder die B2 oder die K552 offen zu halten. Das Ende der Vereinbarung ist offen. Eine Kündigung ist von beiden Seiten für die nächsten zehn Jahre ausgeschlossen. Ob in naher Zukunft wieder ein Bergrennen auf dem Schleizer Dreieck stattfinden kann ist dennoch ungewiss. Schaut man auf den Terminkalender der Betreibergesellschaft, sind die vier vereinbarten Rennwochenenden bereits mit Veranstaltungen, wie z.B. die Deutsche Motorrad-Meisterschaft (IDM) belegt. Erst bei einem Ausscheiden eines Veranstalters könnte man wieder ein Bergrennen auf die Beine stellen. Das Bergrennen wurde von 1997 bis 2010 gemeinsam vom ADAC Ortsclub Naila und dem MSC Schleizer Dreieck organisiert.

1 2 3 4 11