Coronapause auf Käshofer Straße und Holzweg – Bergrennen Homburg und Iberg auf 2021 verschoben

19. April 2020

Eine nie dagewesene Welle an Veranstaltungsabsagen rollt weiter durch die Republik. Nun haben sich zwei weitere Clubs zu Wort gemeldet und sehen sich außer Stande ihre Bergrennen etatmäßig auszurichten. Das seit 1974 ununterbrochen stattfindende Homburger ADAC Bergrennen, kommt in diesem Sommer nicht zustande. „Wir haben lange gehofft, doch jetzt ist die Zeit gekommen, unser beliebtes Rennsportereignis 2020 abzusagen“, erklärt Organisationsleiter Sascha Ressmann vom veranstaltenden Homburger Automobilclub. „Die durch die Corona-Pandemie erforderlichen Einschränkungen machen eine für alle Beteiligten gefahrlose und unbeschwerte Austragung des Bergrennens Mitte Juli nicht möglich. Dazu kommt, dass nicht abzusehen ist, ob unsere Teilnehmer und Gäste aus ganz Deutschland, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Österreich und der Schweiz überhaupt zu uns kommen könnten. Die Absage trifft uns hart aber nicht unvorbereitet, ist aber in der aktuellen Lage die richtige Entscheidung.“ Vom 10.-12. Juli 2020 sollte in der Saarpfalz zwischen dem saarländischen Homburg und dem westpfälzischen Käshofen die 47. Ausgabe des Bergrennens stattfinden. Doch der Wertungslauf zur Deutschen und Luxemburger Bergmeisterschaft, zum KW Berg-Cup und weiteren Prädikaten wird seine Tore frühestens Mitte Juli 2021 wieder öffnen. „Eine Verschiebung unserer reinen Outdoor-Veranstaltung in den Herbst ist keine Option, da wir für einen erfolgreichen Ablauf auch auf ein ordentliches Sommerwetter angewiesen sind. Des Weiteren befindet sich ja das Veranstaltungsgelände mitten im Wald, wir müssten im Herbst mit Laubfall rechnen sodass die Rennstrecke und Zuschauerwege rutschig werden. Wir bündeln nun unsere Kräfte und werden zeitig mit den Vorbereitungen für das Jahr 2021 beginnen“. Langstreckenweltmeister und Le Mans-Sieger Timo Bernhard, von Kindesbeinen an Mitglied des Homburger Automobilclubs, steht auch weiterhin hinter seinem Heimrennen. „Wichtig ist, dass es das Rennen in 2021 wieder gibt. Wenn es mir irgend möglich ist, bin ich am Start“. Der vom Profisport zurückgetretene Porsche-Werksfahrer und GT-Masters Team-Eigner hatte seine Teilnahme am diesjährigen Bergrennen bereits frühzeitig zugesichert und plante erstmals am Karlsberg mit dem „dicken“ Porsche GT3-R aus der GT-Masters Saison 2018 zu fahren. Dazu visierte er eine Teilnahme innerhalb des deutschen Teams beim FiA Hill Climb Masters in Portugal an, dass mittlerweile ebenfalls um ein Jahr verschoben wurde. Auf Grund der Thüringer Verordnung zur Verlängerung und Änderung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 vom 18. April 2020 musste nur auch der MC Heilbad Heiligenstadt, sein ADAC Ibergrennen 2020 absagen. Das 25. Int. ADAC Ibergrennen findet nun am 26. und 27. Juni 2021 statt. „Es ist nicht so als hätten wir alles versucht“, sagt Organisationsleiter Sascha Herz. „Ans […]

Der Nächste bitte – kein Hauenstein-Bergrennen 2020

17. April 2020

Nun musste auch der MSC Rhön, mit seinem ADAC Hauenstein-Bergrennen der aktuellen Lage, mit dem von der Bundesregierung ausgesprochenen Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende August diesen Jahres, Tribut zollen. Seit 1970 ist es dem MSC Rhön jedes Jahr gelungen, sein beliebtes Bergrennen zu veranstalten. „Leider ist es uns auch aufgrund der jüngst getroffenen Entscheidung der Bundesregierung im Zusammenhang der COVID-19 Pandemie nicht mehr möglich, das Hauenstein Bergrennen vom 24.-26. Juli 2020 durchzuführen“, verlautete es Abend des 16. April über die Kanäle. „Wir hoffen natürlich dass sich die aktuelle Lage bald verbessert, und würden uns riesig freuen, Euch alle wieder zum 51. Hauenstein Bergrennen 2021 gesund und munter begrüßen zu dürfen“, so die Worte der Organisationsleitung. Weitere Absagen von Läufen zur Deutschen Automobil Bergmeisterschaft die sich in besagtem Zeitkorridor befinden, werden für die nächsten Tage erwartet. Somit verbleiben rechnerisch lediglich die Bergrennen in Eichenbühl und St. Agatha im September, wobei das letztgenannte Rennen in Oberösterreich sicherlich anderen Kriterien unterliegt, sowie das ADAC Bergrennen Mickhausen Anfang Oktober.

Berg-Urgesteine: Fotostory Franz Weissdorn

10. April 2020

Franz Weissdorn ist Sinnbild für einen „hemdsärmeligen“ aber sehr erfolgreichen Bergrennsport. Der mittlerweile 67-jährige Niederbayer prägt noch immer die Szene hierzulande. Der Pionier in Sachen Motorrad-Zylinderkopftechnik begann 1970 mit dem Motorsport. Seit dem Jahr 1980 ist kaum ein Bergrennen vergangen, ohne das „Mister Berg-Cup“ am Start gestanden hatte. Insgesamt 8 Mal gewann Weissdorn die Division I des heutigen KW Berg-Cup, inbegriffen hier vier Gesamtsiege. 2002 sammelte er den DMSB Berg-Pokal hinzu. Seit dem Rückzug aus dem von ihm gegründeten Autohaus Weissdorn im Jahr 2010, ist das Feuer in ihm aber nicht erloschen. Mit seiner Firma Weissdorn Racing ist er Zulieferer für viele Fahrerkollegen und entwickelt und baut unterschiedliche Komponenten der Motortechnik und Aerodynamik.          

Positives Signal: DMSB beginnt mit Kalenderplanungen für zweite Jahreshälfte

1. April 2020

Niemand kann derzeit absehen, wie sich die Corona-Pandemie in den nächsten Wochen und Monaten auf das öffentliche Leben in Deutschland auswirken wird. Dennoch versucht der DMSB, eine Perspektive für die Zeit nach dem Verbot öffentlicher Veranstaltungen zu entwickeln. „Vom Motorsport hängen in Deutschland Tausende von Arbeitsplätzen ab”, weiß DMSB-Präsidiumsmitglied Dr. Gerd Ennser. „Fahrer, Teams, Mechaniker, Ingenieure, Rennstreckenbetreiber – überall herrscht derzeit große Unsicherheit. Um möglichst schnell nach dem Ende der völlig berechtigten staatlichen Verbote wieder startklar zu sein, haben wir nun einen Stufenplan entwickelt, den wir regelmäßig prüfen und immer wieder an die aktuellen Gegebenheiten anpassen.” Konkret wird ab Anfang April ein Online-Portal eröffnet, dass die Planung von Prädikatsveranstaltungen – also zum Beispiel die 38 Deutschen Meisterschaften vom Rallyesport bis zum Motocross – für die Zeit nach dem 1. Juni vorsieht. Über den Veranstalterzugang von mein.dmsb.de können Termine und Ersatztermine für Prädikatsveranstaltungen benannt und mit Planungen anderer Veranstalter abgeglichen werden. So sieht der ausrichtende Club, der möglicherweise eine Veranstaltung von Anfang Mai in die zweite Jahreshälfte verschieben muss, welches Datum in seiner Disziplin noch frei ist und ob andere Veranstalter möglicherweise den gleichen Termin belegen wollen. „Wenn wir dann irgendwann wieder mit Motorsport beginnen können, dann werden sich Hunderte von Veranstaltungen auf viel weniger Wochenenden verteilen müssen”, so Dr. Ennser. „Wir wollen den veranstaltenden Clubs über unser Portal mein.dmsb.de die Möglichkeit geben, Engpässe zu vermeiden. Dabei sind wir natürlich nicht naiv: Auch wir wissen nicht, ob der 1. Juni nicht viel zu optimistisch gewählt ist. Aber untätig abzuwarten und erst mit Planungen zu beginnen, wenn tatsächlich feststeht, wann es weitergeht, wäre fahrlässig. Wir sehen uns da in der Verantwortung gegenüber den aktiven Sportlern und der gesamten Motorsportbranche.” Daher sollen die Kalenderplanungen regelmäßig überprüft werden. Mit zweimonatigem Vorlauf wird zunächst für den 1. Juni als Stichtag geplant. Anfang Mai wird die Gesamtsituation vom Präsidium des DMSB neu bewertet und der Re-Start der Saison gegebenenfalls auf den 1. Juli – oder noch später – verschoben. Dr. Gerd Ennser: „Dieser Stufenplan ist natürlich nicht ideal, aber er gibt allen Beteiligten ein wenig mehr Planungssicherheit. Natürlich entscheiden nicht wir, wann die ersten Rennen wieder stattfinden können, dafür sind die Behörden zuständig. Aber wir entscheiden, wie gewissenhaft und professionell der DMSB und alle Beteiligten sich auf diesen Tag vorbereiten. Sicher ist: Es wird auch nach der Corona-Pandemie Auto- und Motorradveranstaltungen geben, und für diesen Tag wollen wir für den deutschen Motorsport die bestmöglichen Voraussetzungen schaffen.”

58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen wird abgesagt

24. März 2020

„Die Corona-Pandemie geht auch an uns nicht spurlos vorüber. Deshalb haben wir uns entschlossen unsere diesjährige Veranstaltung abzusagen“, gibt Christoph Schackmann als Präsident des EMSC Bitburg, in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt. Jährlich besuchen uns viele Zuschauer aus dem In- und Ausland das Wolsfelder ADAC  Bergrennen, welches zur Deutschen- und Luxemburger Meisterschaft zählt. Für diese und auch die ca. 200 Teilnehmer mit ihren Teams sowie ca.100 weiteren Helfer aus ganz Deutschland kann der EMSC aus gesundheitlichen, sportlichen und auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten die Veranstaltung nicht durchführen. „Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht, da es auch für die hiesige Region ein nicht unbedeutendes Event ist“, betont Schackmann weiter. „Die wirtschaftliche Lage ist nicht abschätzbar und selbst unsere Sponsoren könnten Ihre Unterstützung wohl nicht mehr gewährleisten. Damit ist die Situation auch für uns nicht kalkulierbar“. Aus diesen ganzen Gründen hat sich der EMSC letztendlich dann darauf verständigt die Veranstaltung nicht durchzuführen und das Jahr 2020 für einige Änderungen und neue Entwicklungen für Pfingsten 2021 zu nutzen. „Wir bedauern diese Entscheidung aus tiefstem Herzen und würden uns freuen, wenn ihr uns trotzdem treu bleibt und wir uns in 2021 gesund wiedersehen“.

Homburger Bergrennen – Vollbremsung oder Durchstarten?

23. März 2020

Nach den halbwegs überstanden finanziellen Sorgen und der teilweisen Umbesetzung im Vorstand war man beim Homburger Automobilclub noch vor wenigen Tage guter Dinge, was die Zukunft des Vereins und der 47. Ausgabe des Homburger ADAC Bergrennens auf der Käshofer Straße angeht. Die motorsportliche Traditionsveranstaltung ist für das Wochenende 11. und 12. Juli 2020 bei Behörden und Sportbünden angemeldet, hängt aber angesichts der aktuellen Corona-Pandemie in der Luft. Bis spätestens Ende April muss entschieden werden ob das Homburger Bergrennen Mitte Juli 2020 wirklich stattfinden kann. Die hinter den Kulissen bereits angelaufenen ersten Vorbereitungen für den Wertungslauf zur Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft, dem KW Berg-Cup und weiteren Prädikaten wurden erst einmal auf Eis gelegt. “Bis zu einem gewissen Punkt können wir noch abwarten, wie sich die Lage entwickelt“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Da wir aber mit erheblichen finanziellen Mitteln in Vorlage gehen müssen und nicht absehbar ist diese mit einer auf jeden Fall stattfinden Veranstaltung wieder erwirtschaften zu können, gibt es einen Zeitpunkt, wo die Existenz des Rennens und auch des gesamten Vereins auf dem Spiel steht“. Auch der erst im vergangenen Herbst an die Spitze gewählte 1. Vorsitzende und ex-Rennfahrer Andreas Herl verfolgt die dynamische Entwicklung um COVID-19 mit Sorge. „Mit der Ausgangsbeschränkung im Saarland stellt sich im Moment die Frage sowieso nicht, aber als seriöser Club können es nicht verantworten, unsere Fans sowie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alljährlich aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland zu uns kommen, mit einem unnötigen Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus zu konfrontieren und in alle Himmelsrichtungen zu verbreiten. Nicht zu vergessen sind in diesem Zusammenhang unsere rund 180 Helferinnen und Helfer, die Funktionäre des Deutschen Motorsport-Bundes und auch die Bevölkerung der Kreisstadt Homburg und unsere Mitmenschen im Zielort Käshofen“. Rennleiter Jürgen Guckert stellt sich die Frage, „ist es überhaupt möglich, in dieser wirtschaftlich bedrohlichen Zeit von Sponsoren und Werbepartnern die benötigten Zusagen zu erhalten? Können andere Werbepartner ihr bereits zugesichertes Engagement halten? Ich kann mir vorstellen das sehr viele Unternehmen und Firmen gerade andere Probleme haben und teilweise sogar ums Überleben kämpfen.“ Der Coronavirus macht aktuell so gut wie alle globalen, nationalen und regionalen Sportveranstaltungen zu Nichte. Ein Blick über die Saar-Pfalz-Region hinaus verheißt dabei nichts Gutes. „Im hessischen Vogelbergkreis ist der 17. Internationale ADAC Bergpreis Schottenring, der vom 24. bis 26. April als Auftakt der Berg-Saison hierzulande stattfinden sollte, bereits abgesagt und auf ein unbestimmtes Datum verschoben worden“, weiß HAC-Pressesprecher und Szenekenner […]

Berg-Urgesteine – Fotostory Sepp Koller

20. März 2020

Josef „Sepp“ Koller ist unter den Bergrennfahrern eine Ausnahmeerscheinung. Im Alter von 86 Jahren nimmt der Seniorchef eines Autohauses im bayrischen Bad Gögging noch regelmäßig an Veranstaltungen der Deutschen Bergmeisterschaft teil und hat sich auch für die Saison 2020 (wenn sie denn irgendwann starten kann) mit der Startnummer 281 in den KW Berg-Cup eingeschrieben. Unglaublich, dass der pensionierte KfZ-Meister meinst allein, mit seinen Lieferwagen mit Hänger und Rennwagen darauf, sich zu den Bergrennen aufmacht. In den Fahrerlagern bekommt er dann Gesellschaft von vielen Kollegen und Freunden. Er begann im Jahr 1963 mit dem Rallyesport und wechselte aber zügig zum Bergrennsport. Fast 57 Jahre Motorsporterfahrung bringt Sepp Koller zusammen. Fahrzeug-Modelle und Marken aus seinem Autohaus pilotierte er stets auch auf den Rennpisten. In den Anfangsjahren waren es hauptsächlich Fiat-Fabrikate.

Ibergrennen – Austragung ist noch offen

17. März 2020

Ob das Heiligenstädter Ibergrennen Ende Juni auch wirklich stattfinden kann, soll bis Ostern entschieden werden. Der Coronavirus macht nicht nur aktuell vielen globalen und regionalen Sportveranstaltungen einen Strich durch die Rechnung, sondern erschwert den Verantwortlichen auch die Planungen für anstehende Events – wie das Heiligenstädter Ibergrennen, das am 27. und 28. Juni stattfinden soll. „Bis jetzt steht der Termin noch“, berichtet Pressesprecher Jörg Hübsch. Die Verantwortlichen des Ausrichters Motorsportclub MC Heilbad Heiligenstadt um Organisations-Leiter Sascha Herz wollen laut Pressesprecher Jörg Hübsch bis etwa Mitte April abwarten. „Ich denke, dass wir uns um die Osterzeit mit der Rennleitung und dem Vorstand damit auseinandersetzen müssen, ob das Ibergrennen stattfinden wird oder nicht“, erklärt Hübsch. Ein Blick in die anderen Bundesländer verheißt jedoch nicht unbedingt Gutes. „Im hessischen Schotten im Vogelbergkreis ist der 17. Internationale ADAC Bergpreis Schottenring, der am 24. bis 26. April stattfinden soll, bereits abgesagt und auf ein unbestimmtes Datum verschoben worden“, weiß Hübsch. „Dass das 25. Internationalen ADAC Glasbachrennen am 13. und 14. Juni in Steinbach bei Bad Liebenstein abgesagt wurde, konnten wir heute erfahren“, verrät der Pressesprecher: „Da diese Veranstaltung nun auch nicht stattfinden, muss man sich überlegen, ob Meisterschaftsläufe, bei denen die Punkte über das Jahr gesammelt werden, überhaupt noch Sinn machen.“ Nichts genaues weiß man also noch nicht, oder, um es mit den Worten von Hübsch auszudrücken: „Es ist alles – wie auch im derzeitigen Leben – noch offen.“ Beim traditionellen Heiligenstädter Ibergrennen, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum feiert, gehen Jahr für Jahr nationale und internationale Spitzenfahrer in der Kurstadt ins Rennen. Im vergangenen Jahr verfolgten knapp 6000 Zuschauer an zwei Tagen die Trainings- und Wertungsläufe. Gewinner Alexander Hin stellte dabei einen neuen Streckenrekord auf. von Christian Roeben

Int. ADAC Glasbachrennen abgesagt – Jubiläumsveranstaltung auf 2021 verschoben

16. März 2020

Am vergangenen Freitagabend trafen sich die Mitglieder der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. zu Ihrer alljährlichen Jahreshauptversammlung. Schwerpunktthema hierbei war die Abwägung, unter welchen Umständen und mit welchen Risiken eine Durchführung des diesjährigen Internationalen Glasbachrennens im Rahmen der Deutschen, Europäischen und der luxemburgischen Meisterschaft sichergestellt werden kann. Neben den Teilnehmern aus Deutschland zählten bisher auch über 65 Teams aus 14 Nationen außerhalb Deutschlands zum Starterfeld. Auch unter den benötigten 350 ehrenamtlichen Helfern kommt ein maßgeblicher Anteil aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Zuschaueranalyse aus den vergangenen Jahren zeigt neben den einheimischen Fans ebenfalls eine hohe Besucherzahl aus den benachbarten Bundesländern und dem europäischen Ausland. Da die Vorbereitungen neben der Planung auch den vertraglich gebundenen Einsatz finanzieller Mittel in nicht unerheblicher Höhe beinhaltet und derzeit nicht abschätzbar ist, ob überhaupt die Durchführung der Veranstaltung möglich ist und damit notwendige Einnahmen zur Gegenfinanzierung erzielt werden können, sprachen sich die Mitglieder einstimmig für die Verschiebung des Jubiläumsrennens in das Jahr 2021 aus – in diesem Jahr wird sich also kein Rad am Rennsteig drehen. Diese Entscheidung fiel den Mitgliedern der Rennsportgemeinschaft Altensteiner Oberland e.V. nicht leicht, ist aber nach Abwägung der wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Faktoren in der aktuellen Situation unumgänglich. Man verständigte sich darauf, dass das Jahr 2020 zur Vorbereitung und Weiterentwicklung der zur Durchführung notwendigen Infrastruktur genutzt werden soll.

Werkstatt-Report #38: Ein 3-Liter PRC für Christian Triebstein

15. März 2020

Es gibt auch noch hoffnungsvolle und erfreuliche Nachrichten aus der hiesigen Bergrennszene. Der Nordhesse Christian Triebstein wird zukünftig in der 3-Liter Klasse der Sportwagen-Gruppe E2-SC antreten, und somit zum Kontrahent von Alexander Hin in seinem Osella mutieren. Nachdem der Besitzer einer KfZ-Werkstatt in Habichtswald seinen Dallara F302 Opel Formel 3, der ihn zur Vize-Meisterschaft im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzeuge 2019 trug, im vergangen November an den Lipper Daniel Null verkaufte, konnte sich Triebstein seinem lang ersehnten Umstieg in ein 3-Liter Fahrzeug widmen. Als Grundstock für dieses Projekt diente ein PRC FPR 12-Modell, wie es Alexander Hin im ersten Drittel der Saison 2019 fuhr und später beim Bergrennen St. Ursanne in der Schweiz, bei einem Highspeed-Crash schwer beschädigte. Damals schlug in diesen „Flyweigth-Chassis“ ein 2-Liter Honda-Herz  von Minichberger. Zukünftig wird an dessen Stelle ein knapp unter 500 PS starker Nissan-V6-Motor aus der Worldseries seinen Dienst tun. Am Fuße des Ibergs, bei Sascha Herz in Heilbad Heiligenstadt wurde in den vergangenen Wochen eifrig an Aufbau eines PRC-Chassis gearbeitet. Angeliefert wurde lediglich das Chassis samt Vorderachse. Mit seiner neuen Firma Drive Solutions GmbH wird der Organisationsleiter des Ibergrennens erneut mindestens drei Rennsportfahrzeuge in der Deutschen Bergmeisterschaft einsetzten – wenn dies wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht möglich sein sollte, dann eben wieder im Jahr 2021. Vor wenigen Tagen stand der Sportprototyp aus Vorarlberg erstmals auf allen vier Rädern. Das Soundstarke V6-Aggregart fand zwischenzeitlich seinen Platz, neben den vielen neuen Einzelteilen, am und im Auto. „Die Hardware ist somit fertiggestellt und der Motor ist bereits im Stand gelaufen“, berichtet Sascha Herz. „Ich hoffe dass die Grenzen nach Österreich offen bleiben und wir den Wagen in der kommenden Woche zu Pedrazza-Racing-Cars nach Hard bringen können, wo das Bodywork neu angefertigt wird. Wir versprechen uns einiges mit der neuen Chassis-Motor-Kombination, zumal der PRC FPR 12 aktuell das leichteste E2-SC Chassis auf dem Markt ist. Nach der kompletten Fertigstellung wird der Rennsportwagen an den neuen Besitzer Christian Triebstein übergeben.“ Herz Motorsport, respektive Drive Solution verfolgte über den Winter weitere Kundenprojekte, die aber noch ein Geheimnis bleiben sollen. Zusätzlich wurde ein Dallara F316 Formel 3 angekauft. Ob und ab wann die Rennen in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2020 laufen, kann in der aktuellen Pandemie-Lage niemand sagen, doch wenn es los geht bringt Sascha Herz dem Rheinhessen Gerd Kauff im großen Dallara T12 Worldseries und den erst 23jährigen Kai Felix Lanig im kleinen Formel BMW mit an den […]

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