Boxengeflüster 08/2019: Wussten Sie schon dass…?

16. September 2019

DASS das Comeback des bis Anfang Oktober nochimmer amtierenden DMSB Berg-Cup Champion für Sportwagen 2018 und Deutschen Vize-Bergmeisters 2017 Frank Debruyne kein gutes Ende nahm. Beim Bergrennen Eichenbühl saß der Badener erstmals am Berg in seinem neuen Projekt, einem Formel 3 vom Typ Dallara F316 (Foto oben), also einem sehr modernen und erst drei Jahre alten Chassis. Im vergangenen Herbst hatte Debruyne mit den Arbeiten begonnen, nachdem er seinen altgedienten Dallara F303 nach Irland verkaufte. Sein neues Renngerät musste aus vielen Teilen erst zusammengesetzt werden. Ein Test auf der französischen Rundstrecke Anneau du Rhin verlief kürzlich vielversprechende. Doch am Eichenbühler Berg drehte sich der Neurieder bereits am Trainingstag mit dem Heck in die Leitplanken und verzichtete danach auf weitere Starts und geht noch einmal in heimischer Werkstatt in Klausur. DASS dem neuen Schweizer Vize-Bergmeister Marcel Steiner bei seinem Heim-Bergrennen am Gurnigel ein großes Missgeschick unterlief. Nachdem die „Legenden“ ihren ersten Show-Lauf im Anschluss an das reguläre Rennfeld absolviert hatten, besuchte Marcel kurz seinen Vater Heinz Steiner im Zielraum. Er wollte erfahren, welche Eindrücke er von seiner ersten Fahrt nach 20 Jahren im Martini Mk 77 BMW hatte. Als Marcel bemerkte, dass die Rückführung bereits im Gange war, rannte er zu seinem LobArt zurück. Nur stand dieser nicht mehr wie vorher am selben Platz, sondern etwa 20 Meter weiter unten hinter Absperrgittern – in der Seite eines PKWs. Die „autonome Fahrt“ hinterließ einigen Schaden vom Frontsplitter bis zum Heckflügel. Doch der größte Schaden entstand an Monika Fahrni, der Lebensgefährtin eines Rennfahrerkollegen, in Form eines Beinbruchs, der am Montag operiert wurde. Marcel Steiner und BiD wünschen gute und schnelle Besserung, liebe Moni! Den sympathischen Schweizer werden wir nach dem Abschluss der Schweizer Meisterschaft noch bei den Rennen in St. Agatha und Mickhausen erleben. DASS bei der ADAC Rallye Deutschland, dem Rallye-Weltmeisterschaftslauf im nördlichen Saarland, an der Mosel und dem Truppenübungsplatz Baumholder wieder ein wenig „der Geist des Bergrennsports“ dabei war. Teil von Wertungsprüfungen waren die ehemaligen Bergrennstrecken Fell-Thomm (Trierer Bergrennen) und des Teufelskopf-Bergrennens von Reichweiler (bei Kusel). Zudem mischten auch in der Organisation, aus dem Bergrennsport bekannte Personen mit. Einer der Umweltbeauftragten war Christoph Schackmann (EMSC Bitburg). Helmut Weyer der frühere Organisationsleiter des letztmals im Jahr 2011 ausgetragenen Trierer ADAC Bergrennens, fungierte wie in den Vorjahren als Abschnittsleiter der Mosel-WP´s. Hans-Peter Baehr, aus dem Organisationsteam ehemaligen des Potzberg-Rennens, das der MSC Potzberg bis in die 1990er Jahre veranstaltete und heutige Leiter des […]

DM-Kalender 2020 mit Fragezeichen – Masters möglicherweise in Deutschland

10. September 2019

Am frühen Samstagabend, gleich nach den Trainingsläufen des Eichenbühler Bergrennens, trafen sich Vertreter der Clubs und Vereine aus den Reihen der Berg DM-Veranstalter zur üblichen Sitzung im Feuerwehrhaus unweit des Renngeländes. Geleitet wurde die Besprechung vom Fachausschussvorsitzenden Marcus Malsch und dem DMSB-Delegierten Christoph Schackmann. Für den KW Berg-Cup war Uli Kohl mit von der Partie. Von der Luxemburger Union des Pilotes war leider niemand anwesend, eine Abordnung des MSC Osnabrück ließ sich entschuldigen. Das wichtigste Thema des Abends war die Abstimmung des Terminkalenders 2020, der wie sich herausstellte zum aktuellen Zeitpunkt noch voller Fragezeichen steckt. Dies hängt hauptsächlich mit dem FiA Hillclimb Masters zusammen, das im Oktober 2020 erstmals in Deutschland stattfinden könnte. Marcus Malsch und seine RSG Altensteiner Oberland haben sich bei der FiA in Paris für das nur alle zwei Jahre stattfindenden „Race of Champions der Berge“ angetragen. Ob die Deutsche Bergfamilie der Gastgeber der besten Bergpiloten aller Herren Länder sein wird, entscheidet sich erst am 6. November diesen Jahres im Rahmen des FiA World Motor Sport Council. Beginnen wird die 2020er Runde der DMSB Prädikate ganz sicher mit dem Bergpreis Schottenring (24.- 26. April), als reines Tourenwagen-Bergrennen. Unbestätigt ist der 02./03. Mai für das Eschdorfer Hillrace in Luxemburg. Save ist auch der übliche Pfingsttermin des Wolsfelder Bergrennens am 31. Mai und 01. Juni. Ob dann am 13./14. Juni das ADAC Glasbachrennen folgt, hängt von der Vergabe des Masters ab. „Wir werden nur eine Veranstaltung in 2020 ausrichten“, stellte Malsch heraus. „Bekommen wird das Hillclimb Masters zugesprochen, wird es im Juni keinen EM, DM und KW Berg-Cup Lauf am Rennsteig geben“. Der von der FiA und der RSG angestrebt Termine für das Masters ist das Wochenende 2.-4. Oktober, just am üblichen und vom ASC Bobingen anvisierten Datum für das ADAC Bergrennen Mickhausen. Kommt das Masters nach Thüringen, müsste das Rennen in der Nähe von Augsburg von ihrem Termin weichen. Eine Verschiebung auf das zweite Oktober-Wochenende haben die Verantwortlichen des ASC Bobingen bereits ausgeschlossen. Hier sucht man momentan eine Lösung, für den Fall der Fälle. Ende Juni, genau am 27. und 28. steigt die 25. Auflage des ADAC Ibergrennens von Heilbad Heiligenstadt. Im Juli soll danach das unter Helfermangel leidende Homburger Bergrennen am 11./12. 07. stattfinden. Analog der Vorjahre plant der MSC Rhön für das Wochenende 25./26. Juli das 51. Hauenstein Bergrennen ein, bevor es am darauf folgenden Samstag und Sonntag beim Osnabrücker Bergrennen (01./02. August) wieder international zugeht. […]

Ende gut alles gut für Hin – Eller und Orth holen erste Titel

9. September 2019

Am ersten Herbstwochenende des Jahres und ausgerechnet zum 52. Bergrennen Eichenbühl, dem vorletzten Lauf der Deutschen Bergmeisterschaft 2019, drehte das Wetter zwischen Spessart und Odenwald  von spätsommerlich in den Herbstmodus. Beide Veranstaltungstage begannen feucht, wobei es am Renntag anfangs ganz schön schüttete und so für Extraspannung gesorgt war. Zum zweiten Mal richtete die Traditionsveranstaltung der noch junge MSC Erftal aus und Rennleiter Steffen Hofer fällte stets die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeitpunkt. Der frische Wind ist also weiter spürbar! Zum Leitwesen der vielen einheimischen Fans, mussten einige „Heim-Ascaris“  vorzeitig die Segel streichen. Nils Abb braucht nach einem Überschlag an der „Klinge“ eine neue Polo-Karosse und für Holger Hovemann steht erneut eine kostspielige Motorinstandsetzung ins Haus, nachdem das 5,7-Liter V8-Triebwerk seines Opel Kadett C GT/R bereits im letzten Training „fest ging“. Zuvor konnte der Odenwälder die fünfte Trainingszeit des 180er Feldes setzten und war für den Renntag bester Dinge. Der Top-Favorit auf den Gesamtsieg Alexander Hin, deckte derweil schon am Samstag seine Karten auf, mit zwei bärenstarken 1:11er Zeiten, einmal knapp unter und über dem Streckenrekord (1:11,523 min) von Patrik Zajelsnik aus dem Jahr 2014. Doch nach dem ersten Rennlauf am verregneten und kühlen Sonntagmorgen, kam die Ernüchterung für den Schwarzwälder. Der feuerrote Osella PA 30 „war unfahrbar und viel zu hart“, kommentierte Hin seine nur achtschnellste Fahrzeit. Nach Lauf 1 führte überraschend Thomas Conrad im 2-Liter Sportwagen und dem „Mann der Stunde“, dem Österreicher Lucas Boric im kleinen und quirligen TracKing RC01 mit Motorradmotor. „Uns fehlen noch die Erfahrungswerte den Osella auch im Regen perfekt abzustimmen“.  Doch die Stunde des Alex Hin sollte noch kommen, denn die dunklen Wolken verzogen sich und die 3.050 Meter lange Piste Richtung Umpfenbach trocknet zögerlich ab. Schon wieder nahezu beste Bedingungen herrschten ab Ende zweiten Durchgangs bis zum Rennende und Alexander Hin überflügelte mit seinem V8-Boliden in einer Zeit von 1:11,640 min den gesamten Spitzenpulk. Bevor die nächste Regenfront Unterfranken erreichte, tilgte Hin auch offiziell Zajelsniks Rekordmarke und verwirklichte doch noch den erträumten vierten Gesamtsieg der Saison, vor Conrad und Formel 3-Mann Mathieu Wolpert. Rang vier belegte Christian Triebstein und fünfter Lucas Boric (Foto Mitte). Im Kampf um die Deutschen Bergmeisterschaft ließ sich Hans-Peter Eller (VW Scirocco 16V) nicht aus der Ruhe bringen. Mehr als souverän kam der Mitarbeiter im Tuningbetrieb von E1-2 Liter Pilot Mario Minichberger zum Klassensieg in der 1400er E1-Klasse und steht vorzeitig als neuer Deutscher Titelträger fest, dass zudem mit […]

Alexander Hin vor der Titelverteidigung in Eichenbühl

3. September 2019

Der Motorsportclub Erftal hat angerichtet für das 52. Bergrennen in Eichenbühl und über 200 Starter aus dem In- und Ausland wetteifern um Zeiten und Platzierungen. Eine Frage schient schon vorab geklärt, die nach dem Gesamtsieger. Denn das haushohe Favorit Alexander Hin kann sich nur selbst schlagen oder ein technisches Problem bremst ihn aus wie beim Osnabrücker Bergrennen. Das durchgescheuerte Kabel ist als Ursache identifiziert und der Schweinfurter Uwe Lang hat mit seinem Rennteam Alexander Hin seinen Osella PA 30 perfekt vorbereitet. Alexander Hin hatte im Vorjahr seinen zweiten Gesamtsieg nach dem Jahr 2004 in Eichenbühl gefeiert, damals jeweils in einem Reynard-Formel 3000-Renner. Schon 2018 fuhr er bis auf eine halbe Sekunde an den Streckenrekord heran, den Patrick Zajelsnik seit dem Jahr 2014 mit 1:11,52 Minuten hält. Da der Osella PA 30 ziemlich das Beste ist, was heutzutage im Bergrennsport zu haben ist, „will ich natürlich den Streckenrekord angreifen“, sagt Alexander Hin, der solche Ankündigungen heuer schon mehrmals in die tat umgesetzt hat. Hinter ihm streitet sich die Armada der Formel 3-Piloten um die zwei weiteren Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest. Das Quartett Christian Triebstein, Mathieu Wolpert, Robert Meiers und der Schweinfurter Georg Lang macht sich berechtigte Hoffnungen auf Spitzenplatzierungen, eine ähnliche Kragenweite haben der CRS-Pilot Thomas Conrad und Klaus Hoffmann vom AMC Kitzingen in seinem Opel Astra V8, der einst in der DTM seinen Dienst tat. Auf der 3,05 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsstrecke mit bis zu 250 Km/h in der Spitze fallen Vorentscheidungen in der Deutschen Meisterschaft und den Berg-Cups des DMSB und dem KW-Berg-Cup. Im Tourenwagen-Segment kommen die Fahrer zweier PS-Monster für die Spitzenposition in Betracht, der Österreicher Herbert Stolz im Porsche 935 DPII mit geschätzten 800 PS und Odenwälder Lokalmatador Holger Hovemann im Opel Kadett GT/V8 mit 700 PS. In der Deutschen Bergmeisterschaft führt Scirocco-Pilot Hans-Peter Eller mit 162 Punkten, ihm können auf dem Weg zum Titel nur theoretisch noch Rüdiger Zahn, Christian Triebstein und Kai Neu gefährlich werden. Im DMSB-Sportwagen-Berg-Cup liegt Christian Triebstein mit 116 Punkten an der Spitze, vor Georg Lang und Alexander Hin. Derweil dürfte bei Patrick Orth nichts mehr anbrennen auf dem Weg zum Triumph im DMSB-Tourenwagen-Berg-Cup, hier liegt der BMW-Pilot fast uneinholbar vorne. Aus Sicht der heimischen Fans stehen die Eichenbühler Nils Abb (VW Schneider-Polo), Sophia Faulhaber (Honda Civic Typ R) und Christof Hörnig (Renault Clio) sowie weitere Fahrer des MSC Erftal im Blickpunkt. Gleiches gilt auch für den Mainbernheimer Christian Handa im Lancia Delta […]

Eller und Orth können den Sack vorzeitig zu machen

28. August 2019

Das Ende der Berg-Saison 2019 erscheint bereits am Horizont. Mit dem Bergrennen im unterfränkischen Eichenbühl in gut einer Woche und dem Finale Anfang Oktober im bayerischen Schwabenland von Mickhausen, wird es Ernst um die Vergabe der Titel in den drei DMSB-Meisterschaften. In zwei von drei Championaten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, die Meister vorzeitig feiern zu können. Im obersten Bergprädikat, der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, hat Hansi Eller alle Trümpfe selbst in der Hand. Mit seinem bisherigen Durchmarsch in der 1400er Klasse der Gruppe E1 benötigt der Staufener nur noch eine Top-Platzierung in seiner Klasse und könnte in Eichenbühl den Deutschen Meistertitel zementieren. Theoretisch müsste Eller dann in Mickhausen nicht mehr antreten oder kann sich in den Stauden einen Totalausfall, dank des Streichresultats leisten. Die Vizemeisterschaft vor Augen hat der Rheinhesse Rüdiger Zahn im kleinen Citroen AX GTI aus der Klasse bis 1400 ccm der Gruppe N. Ihn noch auf Rang 3 zu verweisen, dürfte für Formel 3 Pilot Christian Triebstein ein schwieriges Unterfangen werden. Hier hat es Zahn einfacher die Klassensiege zu holen. Mit Mathieu Wolpert, Georg Lang und Frank Debruyne im erstmals von ihm eingesetzten neuen Dallara F316, hat Triebstein alle Hände voll zu tun, um die nötigen Zähler, auch im DMSB Berg-Cup für Sportwagen und Formelfahrzuge einzufahren. Mit zwei Klassensiegen in der Gruppe F bis 2 Liter kann der Homburger Kai Neu mit seinem Ford Focus ST sogar noch DM-Platz Drei auf den letzten Metern entern. Patrick Orth vom MSV Osann-Monzel hat sich im DMSB Berg-Cup für Tourenwagen, der nach den Platzierungen in der Division, sprich Tourenwagen-Gesamtwertung gepunktet wird, ebenfalls einen schönes Punktepolster herausgefahren. Dem jungen 2-Liter BMW-Piloten aus der Südeifel genügt in Eichenbühl ein dritter Platz in der Division, um schon ein Rennen vor Schluss den Titel sicher zu haben. Der aktuell Zweitplatzierte Stefan Faulhaber im Opel Kadett 1600 ccm, müsste dagegen zwei Mal die Division gewinnen und Orth Junior sogar einmal ausfallen. Unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich. Faktisch steht Patrick Orth vor seinem ersten großen Titelgewinn. Wie der aktuell Dritte Erwin Buck (VW Scirocco 16V) und Vierte Björn Wiebe (Renault), haben alle Protagonisten bereits Nuller eingefahren, sodass Streichresultate nicht mehr anfallen und mit eingerechnet werden müssen. Im Kampf um den Vize-Titel liegt Faulhaber drei Zähler vor Buck. Spannung bis zum Schluss ist hier angesagt. Wie schon angesprochen liegt Formel 3 Mann Christian Triebstein in der DM und im Berg-Cup für Rennsportwagen aussichtsreich im Rennen. Vor dem Renn-Wochenende beim […]

Der Berg ruft wieder! Das Bergrennen Mickhausen ist zurück

16. August 2019

Das Bergrennen Mickhausen ist zurück! Nach einjähriger Pause röhren heuer am ersten Oktober-Wochenende wieder die Motoren am legendären Mickhauser Berg. Veranstalter der Motorsport-Großveranstaltung ist erneut der Automobil Sport Club (ASC) Bobingen, der die Unterbrechung dazu genutzt hat, sein Orga-Team neu aufzustellen. Nach dem Rückzug von Organisationschef Günter Hetzer und seinem Stellvertreter Robert Andratzek hat diese Aufgabe ein „Dreigestirn“ übernommen. Neuer Orga-Leiter ist mit Hinrich Groeneveld ein ausgewiesener Rennsportfachmann mit langjähriger Erfahrung in der Organisation hochkarätiger Motorsportevents. Ihm zur Seite stehen ASC-Vorsitzender Michael Kanth und der aktive Rennfahrer und Berg-Cup-Sportleiter Wolfgang Glas aus dem nahen Scherstetten. Es ist das einzigartige Flair mit hautnahen Begegnungen im Fahrerlager, dem Klang der Motoren und dem Geruch von Benzin und Reifengummi, das die kleine Staudengemeinde Mickhausen alljährlich im Herbst zum Mekka für die Freunde des Motorsports macht. Am ersten Oktober-Wochenende ist es wieder soweit: beim Internationalen 38. ADAC-Bergrennen Mickhausen am 5. und 6. Oktober kämpfen die rund 180 erwarteten Fahrer in ihren PS-strotzenden Boliden im 2,2 Kilometer langen Kurvenlabyrinth von Münster hinauf nach Birkach wieder um Hundertstelsekunden. Die vom ASC Bobingen auf höchstem (Sicherheits-)Niveau organisierte Motorsportveranstaltung zählt seit Jahren zu den renommiertesten Bergrennen in ganz Europa. Bei der Neuauflage des 1964 erstmals durchgeführten Bergrennens wird nach den Regularien des Deutschen Motosportbundes (DMSB) der letzte Lauf der diesjährigen Deutschen und der Luxemburger Bergmeisterschaft ausgetragen. Neu im Rennprogramm ist heuer erstmals ein eigener E-Mobil-Cup für Elektro-Serienfahrzeuge, 15 Startplätze sind dafür reserviert. Wenn das Wetter mitspielt, dann werden am Rennwochenende bis zu 20.000 Zuschauer an der malerischen Rennstrecke im Herzen der Stauden erwartet. Sie bilden eine grandiose Kulisse für das mittlerweile größte Sportevent im Augsburger Land. Der neue Orga-Leiter Hinrich Groeneveld und das Heer der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer jedenfalls haben auch im Vorfeld der 38. Auflage des Bergrennens Mickhausen keine Mühen gescheut, den Zuschauern wieder packenden Motorsport „zum Anfassen“ zu bieten. Bei den Fahrern und ihren Teams, die aus ganz Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern in den Stauden erwartet werden, genießt das Bergrennen Mickhausen einen hohen Stellenwert. Sprichwörtlich und in Fahrerkreisen weit gerühmt ist die Gastfreundschaft, die der großen internationalen Rennfahrerfamilie vor allem in Münster alljährlich entgegen schlägt. Der ganze Ort wird ein Wochenende lang zum Fahrerlager umfunktioniert, das auch den Zuschauern offen steht – „Hautkontakt“ mit Fahrern, Mechanikern und Rennfahrzeugen inklusive. Ihre Garagen, Hofeinfahrten und Scheunen überlassen die Münsterer bereitwillig dem Tross der Rennfahrer. Doch zurück an die Rennstrecke: Die Zuschauer können entlang der gesamten Strecke […]

Erfolgreiches Heimrennen für Patrick Rahn dank Helfer mit Herz

10. August 2019

Pünktlich zum Höhepunkt seiner ersten Saison in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft, dem Heimspiel beim Osnabrücker ADAC Bergrennen, durfte Patrick Rahn und sein Team die eingeschobene Familienzeit beenden, denn am 23. Juli kam Töchterchen Lucie zur Welt, was ansich schon der größte Erfolg des Jahres bedeutet. Mutter und Kind sind wohlauf und somit bekam Patrick die „Freigabe“ wieder mit seinem Formel 3 Rennwagen ins Geschehen einzugreifen. In Borgloh, vor den Toren der Friedensstadt, traf das junge Team von der Lippe auf ein internationales Spitzenfeld, wie es in diesem Jahr noch bei keinem anderen Bergrennen in Europa zusammenfand. Die Trauben hingen diesmal also besonders hoch, doch um es vorweg zu nehmen, am Ende reichte es zu einem fantastischen 5. Platz in der Klasse und zu Rang 14 in der Gesamtwertung. „Da hier in der Borgloher Schweiz die „Creme de la Creme“ aus ganz Europa antrat bin ich stolz darauf drittschnellster Deutscher gewesen zu sein“. Einige Unwägbarkeiten waren aber dennoch im Spiel. Aber der Reihe nach. Am Samstag hieß es zu den Trainingsläufen die recht kurze aber sehr tückische Strecke kennenlernen. Respekt ist da von Nöten, denn die jährliche Unfallquote auf dieser Strecke ist hoch. Patrick tastete sich in den vier Durchgängen an die magische Minutengrenze heran, und knackte sie auch. Der Renntag begann mit Stress. „Das Auto war komplett fertig vorbereitet und wir wollten zum Vorstart. Beim starten des Dallara hat sich dann aber der Anlasser verabschiedet und wir versuchten das Fahrzeug anzuschieben, was aber aufgrund der extremen Verdichtung nicht gelang“, berichtet der Teamchef und Pilot in Personalunion. Der 1. Rennlauf fiel damit ins Wasser. Dank der sehr kompetenten und schnellen Hilfe von Mitkonkurrent Sascha Herz, konnte mit ein paar vorhandenen Ersatzteilen der Anlasser durch seine Profi-Erfahrung im Bereich der Formel 3 Technik wieder instandgesetzt werden. Gottlob wertete man diesmal nach den FIA-Regularien, wo die schnellsten zwei aus vier Zeiten in die Endwertung einfließen. Der 2. Rennlauf konnte somit kommen. „Hier gelang mir eine gute Zeit von 58,51 Sekunden. Das Auto lief klasse. Im 3. Rennlauf wollte ich nochmal nachlegen und war auf einem guten Weg. Mit den grünen Sektorenzeiten wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit eine 57er Zeit geworden. Leider habe ich aber die lange Rechtskurve am Maisfeld kurz vor der Einfahrt in den Wald zu schnell gefahren, sodass das Heck völlig unvorhergesehen ausbrach und ich mich gedrehte habe. Nur durch eine sofortige Vollbremsung konnte ich einen Einschlag in den sich nähernden […]

Berg DM und DMSB Cups in der Endphase – Klassen und Gruppenreport aus Osnabrück

5. August 2019

Mit dem 52. Bergrennen von Osnabrück, das 15 km von der Innenstadt entfernt, vor den Toren der Friedensstadt in leicht hügeligen und schon sehr ländlich geprägten Borgloh zu finden ist, biegt die Deutsche Automobil Bergmeisterschaft so langsam auf die diesjährige Zielgerade ein. Anfang September in Eichenbühl und vier Wochen später beim Bergrennen Mickhausen, werden die deutschen Titelträger im Freistaat Bayern fest gemacht. Der KW Berg-Cup vergibt seine Punkte zusätzlich noch im Schweizerischen Oberhallau und in St. Agatha in Oberösterreich. Das Bergrennen am Teutoburger Wald war am ersten August-Wochenende ein Austragungsort der Superlative und bot ganz großen Sport. Am Abend des Renntags sprach man aus den Reihen des MSC Osnabrück von einem neuen Zuschauerrekord. Erste Schätzungen belaufen sich auf über 30.000 Zuschauer über beide Tage. Und die Rennsportfans, die teilweise sogar als Dänemark und den Niederlanden anreisten, erlebten eine perfekte Organisation von Bernd Stegmann, Streckensicherungsleiter Holger Maes und Rennleiter Michael Schrey, samt ihren vielen Helferlein. Diese Veranstaltungen sucht aktuell international ihresgleichen. In diesem Jahr passte wirklich alles. Der sportliche Wert, die grandiose Atmosphäre lenkte man großartig und das Wetter spielte dazu in optimaler Weise mit. Für die Bergrennsportfans in der Ferne gab es das Spektakel in einem superpofessionellen Livestream sogar frei Haus und kostenlos! In der Gesamtwertung gab es für die Deutschen beim einzigen FIA Hillclimb Cup-Lauf in der Bundesrepublik nicht viel zu holen. Die Übermacht der Meister aller Herren Länder war zu groß. Im Training war die Deutsche Speerspitze Alexander Hin, mit der achtschnellsten Zeit gut bei der Musik, doch am Renntag spielte die Elektronik des roten Osella PA30 verrückt und die Fehlersuche vor Ort blieb erfolglos. Auch Christian Triebstein hatte sich das Wochenende in der Borgloher Schweiz etwas anders vorgestellt. Noch gehandikapt von einer Operation an der Leiste rutschte der Nordhesse mit dem Dallara Opel gleich im ersten Training von der Strecke und war den ganzen restlichen Tag mit der Reparatur des Formel 3 beschäftigt. Ohne Trainingszeit drückten die Sportkommissare ein Auge zu und der aktuell weiterhin Führende im DMSB Berg-Cup für Rennsportfahrzuge, wurde zu den Rennläufen zugelassen. Am Ende gelang ihm lediglich Schadensbegrenzung mit Gesamtrang 17. Georg Lang (11. als bester Deutscher), Thomas Conrad (14.) und Neuling Patrick Rahn (15.) musste Triebstein diesmal ziehen lassen. Im DMSB Berg-Cup verpasste Alexander Hin durch sein Ausscheiden das Aufschließen zu Triebstein. Georg Lang im MSW F3 übernahm somit den zweiten Ranglistenplatz von Hin. Mit Luft nach oben wie unten hat sich […]

Glanzleistungen der Schweizer in Osnabrück – Protest gegen Zajelsnik

5. August 2019

Mit dem zweiten Gesamtrang schlug sich Marcel Steiner beim Bergrennen Osnabrück ebenso glänzend wie der neue Tourenwagen-Rekordhalter Ronnie Bratschi und F3000-Junior Robin Faustini. Joël Volluz erlitt einen Unfall. Von den besten Rennsportwagenpiloten aus Europa fehlten nur Multichampion Simone Faggioli, Frankreichs Meister Geoffrey Schatz und der Schweizer Eric Berguerand (hatte wegen seines verletzten Vaters abgesagt). Entsprechend hoch waren Niveau und Spannung beim 52. Int. ADAC Bergrennen Osnabrück. Dank seiner Bemühungen um solvente Sponsoren konnte der Veranstalter MSC Osnabrück das bisher bestbesetzte Bergrennen in diesem Jahr präsentieren. Nur im ersten Rennlauf ließ Europameister Christian Merli im Osella FA30 (Foto oben) dem mit neuen Reifen gestarteten Patrik Zalesnjk auf einem Norma-Mugen um vier Hundertstel den Vortritt. Danach zog der bald 47-jährige Südtiroler alle Register und fuhr mit 50,055 eine neue Rekordzeit für die 2030 Meter kurze Strecke. Hätte er in der Zielkurve wegen einer verdreckten Stelle nicht kurz vom Gas müssen, wäre die erste 49er-Zeit Tatsache. Auch in den zwei weiteren Läufen war Merli der Schnellste, sodass er sich in der Addition der zwei besten Zeiten den dritten Tagessieg nach 2016 und 2017 holte. In zwei Wochen dürfen sich die Schweizer Fans auf Merlis Start beim EM-Lauf in St-Ursanne und auf das Duell mit Landsmann Simone Faggioli freuen. Im Training noch um ein paar Hundertstel vor Zajelsnik und Vorjahressieger Sébastien Petit in einem Norma-Mugen gelegen, behauptete der Schweizer Meister Marcel Steiner mit seinem LobArt-Mugen (Foto Mitte) in allen Rennläufen den dritten Rang, womit er durchaus zufrieden war. Marcel Steiner: «Das Podium unser Ziel. In diesem Klassefeld hätte ich genauso gut nur Sechster oder Achter werden können. Meine erste Zeit von 50,615 war super. Schade, kam nicht noch eine zweite unter 51 Sekunden.» Der fällige Protest: Fast mehr Kribbeln als beim Fahren hatte Steiner, weil er schon vor Abschluss der Veranstaltung bei den FIA-Kommissären einen schriftlichen Protest gegen den V8-Motor im Sportwagen von Zajelsnik deponierte. Dessen Topspeedwerte waren hier wie schon anderswo dermaßen gut, dass hinter den Kulissen schon lange Unmut herrschte. Steiner Motorsport musste dafür tief in die Tasche greifen. Weil Zajelsnik die Unterschrift unter die Kenntnisnahme des Protest verweigerte, wurde er spätabends aus der Wertung genommen (separater Bericht folgt). Unfall von Volluz: Joël Volluz vermochte mit seinem Osella FA30 zwar nicht direkt ins Duell um das Gesamtsiegerpodium einzugreifen, sah aber die Chance, den zweifachen französischen Bergmeister Petit noch von Rang 4 zu verdrängen. Markenkollege Christoph Lampert, der mit dem schmalen Leitplankenkanal nicht […]

Alexander Hin reißt Uwe Langs Rekord hin

30. Juli 2019

Egal in welches Auto sich Alexander Hin setzt, er weiß alles aus seinen Rennern herauszuholen, was er auch beim 50.Hauenstein-Bergrennen in Hausen in der Rhön bewies. Er hat erst seit drei Monaten einen Osella PA 30 und fährt seitdem von Gesamtsieg zu Gesamtsieg und bricht dabei alle Streckenrekorde in Deutschland. Beim Jubiläumsrennen in der Hochrhön verbesserte er im ersten Rennlauf  vor mehreren Tausend Motorsportfans den Streckenrekord des fünfmaligen Siegers Uwe Lang um einige Zehntelsekunden. Im letzten Durchgang pulverisierte er auf der 4,2 Kilometer langen Strecke mit der Jopp-Kurve und der Jopp-Schikane  förmlich seine eigene Bestmarke auf jetzt geltende 1:38,77 Minuten. „Das war noch nicht die letzte Rille“, verriet der Elzacher Hausbau-Unternehmer nach seiner erst Auffahrt im Biosphärenreservat. Alexander Hin hat sich die Dienste des Equipements und des technischen Supports des Teams von Uwe Lang gesichert und beide Partner ergänzen sich kongenial und professionell. Uwe Langs Sohn Georg Lang mischte in seinem Formel 3-Renner aus dem Hause Weidler vorne mit. Georg Lang und andere Piloten haderten aber mit Rennleiter Klaus Höhn, weil er die Mittagspause relativ bald angesetzt hatte und die Piloten der Rennsportfahrzeuge den zweiten Lauf erst nach einem Schauer auf Regenreifen bestreiten mussten. So drehte Herbert Stolz verärgert ab und lud seinen Porsche 925 DP II unvermittelt auf und machte sich vorzeitig auf die heimreise. Am Ende belegte Georg Lang den Gesamtrang fünf, hinter Thomas Conrad (Dettenhausen), die weiteren Plätze auf dem Gesamtsiegerpodest (Foto unten) neben Alexander Hin errangen Vorjahressieger Mathieu Wolpert (2., Bad Herrenalb) und Christian Triebstein (3., Habichtswald). Auf dem Gesamtrang sechs platzierte sich Holger Hovemann in seinem 700 PS starken V8 Motor unter der Haube seines Opel Kadett. Der Kadett-Treter aus Buchen-Böddigheim markierte dabei einen neuen Tourenwagen-Streckenrekord von 1:46,90 Minuten. Im Feld der 180 Fahrer hatte der veranstaltende MSC Rhön elf Eisen im Feuer und die Jungs wie Johannes Wetzel aus Rüdenschwinden sichtlich ihren Spaß und mischten munter im Feld der Gleichmäßigkeitsfahrer (GLP) mit. Der Sieg unter allen GLP-Teilnehmern holte sich Axel Reß aus Wülfershausen, womit der Pokal in Unterfranken blieb. Der Deutsche Berg-Trophäenmeister der Jahr 1992 und 1993 strahlte nach seinem Schnapszahl-Auftritt, ist er doch 66 Jahr alt und fährt seit stolzen 44 Jahren im deutschen  Bergrennzirkus mit. Den Damenpokal in Hausen sicherte sich zum wiederholten Male die Golf –Fahrerin Sabine Röck (Leutkirch). Das Feld der 180 Fahrer aus dem In- und Ausland bot bildschöne Renner wie den Lancia Delta Integrale HF des Mainbernheimers Christian […]

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