Boxengeflüster 06/2022: Wussten Sie schon dass…?

27. August 2022

DASS am Rande des Int. Osnabrücker Bergrennen Anfang August ein Wiedersehen von Berg-Veteranen der 1980er und 90er Jahre zustande kam. Auf Einladung des MSC Osnabrück fand der vierfache Deutsche Automobil Bergmeister dieser Dekade Horst Fendrich, wieder einmal den Weg zu einem Bergrennen. Der Zotzenbacher ist aber auch gelegentlich beim Bergrennen in Eichenbühl anzutreffen. In Borgloh gab es ein Wiedersehen mit den damaligen Weggefährten Gerd Kauff und Uwe Lang. Unser Foto zeigt, eingerahmt von Fendrich und Kauff den BiD-Chronisten Thomas Bubel, der diese Zeit als junger Fotograf und ab 1996 als „Schreiberling“ für MOTORSPORT aktuell miterlebte. DASS der ehemalige Formel 1-Pilot René Arnoux mit seinem damaligen Renault RS10 F1 beim 60. Bergrennen Marchampt, Lauf zur Französischen Bergmeisterschaft, Jubiläumsgast war. Der französische F1-Fahrer mit 7 Grand-Prix Siegen in den Jahren von 1978 und 1989, der von Sponsoren eingeladen wurde, war sogar vom 22. bis 24. Juli mit dem legendären Renault RS10 aus dem Renault Sport-Museum bei Demonstrationsfahrten auf der Bergrennstrecke im Beaujolais zu sehen. DASS das Ibergrennen im Heilbad Heiligenstadt übrigens schon zu DDR-Zeiten dreimal stattfand. Einen bedauerlichen tödlichen Unfall 1977 nahm die DDR-Regierung zum Anlass, weitere Austragungen zu verbieten. Der wahre Grund aber dürfte gewesen sein, dass Heiligenstadt kaum 5 km von der damaligen deutsch-deutschen Grenze entfernt lag und die vielen Zuschauer im Grenzgebiet der Regierung ein Dorn im Auge waren. Seit Mitte der 1990er Jahre wird das Rennen nun wieder kontinuierlich durchgeführt. DASS der britische Sportjournalist Tristan Shale-Hester berichtet, dass es bei den ersten Bergrennen im Vereinigten Königreich Anfang des 20. Jahrhunderts darum gegangen sei, welches Fahrzeug und welcher Fahrer es auf einer steilen Bergstrecke am weitesten aufwärts schaffte. Die Anwohner waren nicht begeistert, dass diese Wettbewerbe auf öffentlichen Straßen stattfanden, und so mussten private Strecken gefunden werden. In Shelsley Walsh nahe Birmingham stellte ein autobegeisterter Landwirt 1905 die Zufahrt zu seinem Hof zur Verfügung. Shelsley Walsh ist heute das älteste Bergrennen, das kontinuierlich auf der ursprünglichen Strecke ausgetragen wurde, und noch heute liegt im Ziel ein landwirtschaftlicher Betrieb. DASS die Sicherheitsausrüstung der Aktiven immer auf dem neuesten Stand sein muss. So ist beispielsweise auch die feuerfeste Kleidung jeweils nur bis zum aufgedruckten Datum zugelassen und muss danach ersetzt werden. „Die Schuhe sind aber abgelaufen“, erklärte ein technischer Kommissar einem Fahrer einmal beim Blick auf das überschrittene Gültigkeitsdatum. Abgelaufene Schuhe? Der Fahrer erschrak und versprach sogleich: „Kein Problem, ich lasse sie nächste Woche neu besohlen!“

Einzigartige Zuschauerbrücke fürs Bergrennen Eichenbühl steht

26. August 2022

Deutschlands erste Fußgängerbrücke bei einem Bergrennen der Neuzeit, wird in der Zukunft für mehr Sicherheit und Komfort der motorsportbegeisterten Besucher des Eichenbühler Bergrennens sorgen. Ermöglicht hat dies der Veranstalter des Rennens, der Motorsportclub Erftal, der mit seiner Idee ein Nadelöhr im Zuschauerstrom nun beseitigte. Wie ältere Motorsportfreude wissen, existierte bereits in den 1970er Jahren ein ähnliches Bauwerk bei diesem traditionsreichen Bergrennen. Mit einem Kran und dank vieler fleißiger Helfer wurde die Zuschauerbrücke am Donnerstagabend, 18.08.2022 errichtet. Der MSC Erftal bedankte sich anschließend bei einer kleinen Feier herzlich bei allen, die mitgewirkt haben. Danach segnete und weihte Pastoralreferent Hermann Gömmel die Brücke. Er sprach auch einen Segen für ein sicheres Bergrennen 2022 und für alle, die daran mitwirken. Abschließend konnte der Abend gemütlich ausklingen. Der finanzielle Rahmen von 25.000 Euro für das Bauwerk konnte dank einiger Sponsoren eingehalten werden. Zuschauerbrücken sind bei Bergrennen höchst selten. Beim Schweizer Bergrennen am Gurnigel gehört eine Zuschauerüberweg schon sehr lange zum Erscheinungsbild des Schweizer Meisterschaftslaufs und auch beim slowakischen EM-Lauf von Dobsina kommt seit wenigen Jahren eine Brücke für die Rennbesucher zum Einsatz. Am 10. und 11. September 2022 kann dann auch beim Bergrennen Eichenbühl eine Brücke seiner Bestimmung übergeben werden. Foto: MSC Erftal

Ein Wochenende der Superlative um das F3-Team Patrick Rahn

16. August 2022

Die Saison in der Deutschen Berg-Meisterschaft bog mit dem 54. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen fulminant auf die Zielgerade ein, auf der noch drei Stationen liegen. Nach einer kleiner Sommerpause war auch das Formula 3 Motorsport-Team Patrick Rahn bei seinem Heimrennen selbstverständlich mit von der Partie, um nicht zu sagen Party. Denn diese gab es an diesem herrlichen Sommerwochenende dann auch in mehrfacher Hinsicht. Schon am Donnerstag von Training und Rennen lud der MSC Osnabrück zur stimmungsvollen Welcomeparty, danach feierten die rund 30.000 Zuschauer dieses glanzvolle Event und den Rennsport auf den vollbesetzten Zuschauerwiesen am Uphöfer Berg und zum guten Schluss hatte Patrick Rahn und seine Truppe einen erfolgreichen und befriedigenden Renntag zu begießen. Aber der Reihe nach! Wie schon seit Jahren, fand sich im Osnabrücker Land erneut ein internationales Spitzenfeld ein. Mit Pieter Zeelie war gar ein Pilot aus Südafrika angereist. Patrick konzentrierte sich zunächst auf „sein Ding“, und näherte sich in den drei Trainingsläufen der diesmal anvisierten magischen Minutengrenze. Zu diesem Zeitpunkt spürte der Detmolder bereits das Material und Mensch bestens vorbereitet sind. Nach der Nachtruhe brannte Patrick Rahn auf den Renntag, ebenfalls mit drei Läufen. Gleich bei der ersten Auffahrt stimmten Brems- und Einlenkpunkte präzise und mit 59,515 Sekunden war gleich der Knoten geplatzt. Im zweiten Run erreichte der Dallara  F306 OPC Spiess sogar minimal flotter das Ziel nach 2.030 Metern. Auch im finalen Durchgang stand keine Eins vor den Sekundenziffern im Timing. Demnach ist Rang vier in der Formelklasse bis 2-Liter, hinter dem Schweizer Burgermeister und den beiden Franzosen Allais und Guth, aber vor sämtlicher deutscher Konkurrenz, als vollen Erfolg zu werten. „Als bester der DBM-Klassenwertung ist dies ein weiterer Hammer, nach dem Ibergrennen. Und das auf dieser wirklichen Mut-Strecke von Osnabrück“, bilanzierte Rahn. „Die Veranstaltung war absolut top, mit riesiger Zuschauerresonanz und einer phänomenalen Stimmung. Die Organisatoren haben allen Beteiligten ein wundervolles Wochenende beschert. Nach der letzten Zeit durch die Umstände mit Corona, genau das, was die Leute und auch unser Team wieder glücklich macht. Dank der guten Betreuung durch meine Teammittglieder hatte ich immer den Kopf frei und konnte mich aufs wesentliche konzentrieren. Dennoch möchte ich meine Leistungen noch nach oben ausbauen“. Daher freut sich das gesamte Team-Rahn und schon jetzt auf die kommenden Rennen in diesem Herbst und ein wenig schon auf die Saison 2023.

Ein Faible für historische Rennwagen: Stephan Collisi

15. August 2022

Der bayerische Unternehmer Stephan Collisi hat sich den historischen Rennwagen verschrieben. „Ich liebe diese alten Autos, und ich fände es schade, sie nur im Museum zu sehen. Denn dafür sind sie nicht gebaut worden.“ Als er sich mit 17, 18 Jahren ernsthaft für Autos zu interessieren beginnt, sitzt er bald im ersten eigenen Rennwagen. Mit der Zeit werden die Autos größer: „Auf der Rundstrecke bin ich u.a. Formel 5000 gefahren. Das sind Formel-1-Chassis aus den 1960er Jahren mit einem Chevy-Motor. Ich hatte auch Can-Am-Autos, großvolumige zweisitzige Rennsportwagen mit bis zu 9,5 l Hubraum und um die 1000 PS.“ Jetzt fährt er mit seinem weißen Behnke Condor mit dem BMW-M10-Vierzylinder und rund 200 PS jedes Jahr ein Dutzend Bergrennen im In- und Ausland. Als Präsident der Interessengemeinschaft Rennsportfahrzeuge e.V. setzt er sich für die Belange seiner Fahrerkollegen ein. Aktuell baut er zudem einen weiteren Condor auf, mit dem er auf der Rundstrecke fahren will. Der Behnke Condor ist ein legendärer offener zweisitziger Rennwagen, dem Lotus aus England nachempfunden. Der Münchner Lotus-Importeur Peter Behnke baute davon bis 1974 insgesamt 17 Exemplare. Seine beiden Söhne firmieren heute als „Team Behnke Motorsport“, auf das auch Stephan Collisi vertraut: „Mit der Familie Behnke bin ich gut befreundet, und bei ihren Fahrzeugen habe ich meine motorsportliche Heimat gefunden. Ein besonderer Dank geht an Peter Behnke senior. Er unterstützt mich immer noch regelmäßig, und ich glaube, er freut sich sehr, dass jemand die Fahrzeuge, die er damals gebaut hat, noch so hochhält.“ Collisi legt auch selbst Hand an: „Ich habe bei mir zu Hause eine eigene Werkstatt.“ Bei Rennen ist er sein eigener Mechaniker. „Auch wenn ich mit den Behnkes zusammen bin, schraube ich an dem Auto eigentlich alles allein. Und egal wie gut man es vorbereitet, es bleibt eine Herausforderung, ein Auto mit einer so filigranen und schon älteren Technik über ein Wochenende am Laufen zu halten.“ Seine Familie begleitet ihn selten, doch das könnte sich bald ändern: „Meine Söhne sind jetzt 14 und 11 und haben den Spaß am Schrauben entdeckt. In diesem Sommer kommen sie zu ein paar Rennen mit.“ Abseits der Rennstrecke ist Collisi leidenschaftlicher Klavierspieler, und um seine Mitte zu bewahren, praktiziert er Tai Chi. Das gibt ihm wiederum Energie für seine Ziele im Rennsport: Seine Vorjahreszeiten stetig zu verbessern und in der deutschen Bergmeisterschaft möglichst weit vorn zu sein. Neben Gesamtsiegen in der historischen Berg-Europameisterschaft und der historischen Wertung der österreichischen Bergmeisterschaft hat er viele […]

Keine Chance gegen Merli – Glanzvolles Event in Osnabrück

8. August 2022

Europameister Christian Merli machte mit seinen Gegnern beim aktuell größten Bergrennen Deutschlands, 54. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen kurzen Prozess. Nach einem spannenden Duell unter den Herausforderern errang Eric Berguerand den zweiten Platz. Bester Deutscher auf Gesamtrang 5 war der aktuelle EM-Dritte Alexander Hin. Ein schönen Einstand in der „Königsklasse“ lieferte Georg Lang im V8-Osella, mit meist 55er Zeiten und Gesamtrang acht ab. Nach den drei Trainingsläufen auf der 2030 Meter kurzen Strecke bei Borgloh vor den Toren Osnabrücks schien die Ausgangslage noch offen, wenngleich Christian Merli (Foto oben) bereits die Bestzeiten vorgelegt hatte. Der diesjährige Schweizer Rekordsieger Eric Berguerand haderte jedoch noch mit seinem Auto, weil er eine kleinere Reifendimensionen ausprobierte und den Lola-Cosworth dadurch nicht mehr wie gewohnt spürte. Auch Marcel Steiner kam im LobArt mit Helftec-Honda-Turbomotor nicht auf die gewünschten Zeiten. Der Berner war aber immerhin Zweitschnellster unter einem Dutzend großer Dreiliter-Rennsportwagen aus der Gruppe E2. Rekordfahrt und Dreher mit Happyend Gleich im ersten Rennlauf am Sonntagmorgen, den er wegen verschmutzter Piste zweimal antreten durfte (angewärmte Reifen waren sicher kein Nachteil), realisierte der Italiener als erster Fahrer bei dem seit 1968 zum 54. Mal ausgetragenen Bergrennen in Norddeutschland mit 49,817 (Schnitt 145,71 km/h) eine Zeit von unter 50 Sekunden. Damit hängte der dreifache Europameister mit seinem optimalen Osella FA30 mit Zytek-V8-LRM-Motor alle Gegner gleich um zwei Sekunden und mehr ab. Nach 50,154 im zweiten Durchgang war sein vierter Tagessieg in Osnabrück nach 2016, 2017 und 2019 – jeweils in Rekordzeit – schon vor dem finalen Sprint klar. In diesem brachte Merli das Kunststück fertig, sich wegen Schaltproblemen in einer von Leitplanken und Reifenstapeln begrenzten Kurve zu drehen, ohne dabei anzuschlagen. Berguerand holt Trainingsrückstand auf Den zweiten Platz nahm nach dem ersten Lauf Eric Berguerand und nach dem zweiten Lauf Marcel Steiner ein, allerdings trennte sie nur eine Zehntelsekunde. Der Franzose Sébastien Petit (Foto Mitte), alter und nun neuer Gesamtsieger im FIA Hill Climb Cup, witterte wie der Schweizer Meister ebenfalls noch seine Chance auf den Ehrenplatz hinter Merli. Alle drei drehten im dritten Rennlauf auf, verbesserten sich dabei aber unterschiedlich gut. So kam es, dass zuerst Petit Steiner vom zweiten Platz und dem ersten bei den Sportwagen verdrängte, ehe Berguerand mit 50,998 als Zweitschnellster des Tages auch den zweiten Gesamtrang übernahm. Eric Berguerand: «Mir hatte der komplette Samstag gefehlt, weil ich den Wagen wieder auf die großen Räder umbaute. Erst im dritten Rennlauf war ich dann dort, wo ich […]

ROK CUP GERMANY beim Bergrennen Osnabrück zu Gast

3. August 2022

Vom 05.-07. August startet das beliebte Int. Bergrennen Osnabrück in seine 54. Auflage und die Rennkart-Serie ROK CUP GERMANY ist mit dabei. In Zusammenarbeit mit dem Veranstalter MSC Osnabrück e.V. wurde Pomoter ALENI-EVENT sich schnell einig, so kann das Angebot von unserem BiD-Werbepartner ALENI-EVENT und ALENI-RACING vor Ort begutachtet werden. „Wir werden den ROK CUP GERMANY inkl. KCK Talents-Cup powered by RWE mit unserem Infopoint (inkl. Kaffeebar) präsentieren und den Besuchern und Interessierten Rede und Antwort zu unserer Kartsport Nachwuchsrennserie stehen“, sagt Alexander Geier. „Ganz besonders freuen wir uns, dass unser KCK TalentsCup Rookie Martin Nemeth ebenfalls vor Ort sein wird um sein ROK-MINI Rennkart und sein Hobby vorzustellen. Neben unserer Rennserie werden wir auch unser umfangreiches Sortiment an Carbon- und GFK-Teilen für Rennfahrzeuge (www.aleni-racing.de) ausstellen und präsentieren“. Mit dabei ist auch der Tillett-Carbon-Sitz, der von Partner PointRacing zur Verfügung gestellt wurde. Besonders interessant ist auch, dass die Rennfahrer und Besucher für Bestellungen vor Ort (außer auf Rennsitze) einen Preisnachlass in Höhe von 5% bis 1.000 € Umsatz und sogar 10 % bei Bestellungen über 1.000 € erhalten. „Wenn wir Euer Interesse geweckt haben, dann tragt euch den Termin für das Berg-Highlight in der Borgloher Schweiz fest in eurem Kalender ein, Tickets können im Online-Shop des Veranstalters, zu erreichen unter www.msc-osnabrueck.com, erworben werden“.

Patrik Zajelsnik siegt in der Rhön mit Streckenrekord

1. August 2022

Für ein Wochenende pulsierte das Herz der deutschen Bergrennsportszene im beschaulichen Rhöndorf Hausen. Dabei waren die Gastgeber wie gewohnt Feuer und Flamme für den Motorsport zum Anfassen und wie Bürgermeister Fridolin Link meinte, „sind wir mit unseren Gästen alle eine Familie. In Abwesenheit des bisherigen Streckenrekordhalters Alexander Hin, der zweitgleich einen EM-Lauf in Polen bestritt holte sich er Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik erstmals dem Gesamtsieg beim Hauenstein-Bergrennen und verbesserte den Streckenrekord in seinem Norma M20 FC auf 1,37,29 Minuten. Insider waren gespannt, wie der fünfmalige Hausenstein-Champion Uwe Lang bei seiner Premiere in Alexander Hins Osella PS 30 bei der 51. Auflage des Hauenstein-Bergrennens abschneiden würde. „Dieses Ding fährt sich ganz anders als mein PA 20“, erkannte Uwe Lang schon nach dem ersten Lauf. Dem folgte die Pikanterie in Lauf zwei, denn der Schweinfurter rollte gleich nach der Jopp-Kurve aus unerklärlichen Gründen aus. Just in dem Moment als Uwe Lang talwärts rollte, verkündete Streckensprecher Uli Kohl den Streckenrekord von Zajelsnik. Damit war die Chance auf das Gesamtsieger-Podest dahin, doch gelang Uwe Lang später wenigstens noch eine persönliche Hauenstein-Bestzeit. Die Ehre des Rennsportteams Lang retteten sein Sohn Georg Lang und der von den Langs betreute Stefan Armbruster. Georg Lang im Tatuus Fr 2000 verfehlte als Gesamt-Vierter in persönlicher Bestzeit das Podest nur knapp und glänzte auch als Klassenzweiter. Der Breisgauer Stefan Armbruster sicherte sich im Osella PA 30 den Gesamtplatz zwei bei seiner Hauenstein-Premiere. Eine beachtliche Leistung zeigte der Hausener Sascha Markert (Foto Mitte), der erstmals in einem Formelfreien-Renner an die Startlinie fuhr. In seinem van Diemen mit Motorradmotor und Kettenantrieb wurde er Klassensechster und der 24-Jährige, belegte Gesamtrang 15 im großen Fahrerfeld und erreichte sofort sein Ziel, unter der Zwei-Minuten-Marke zu bleiben. In der Tourenwagen-Wertung gelang dem Salzburger Bernhard Permitinger (Foto unten) ein glänzender „Berg-Einstand“ mit dem BMW Z4 GT3. Mit Hilfe des zweifachen Berg-Europameisters und BMW Ingenieur Jörg Weidinger, konnte der mächtige Bayer perfekt auf den Berg angepasste werden. Das Nachsehen hatten der Schweizer Martin Bürki im BMW M3 GT3 und KW Berg-Cup Tagessieger Erwin Buck im VW Spiess Scirocco 16V. In der Deutschen Bergmeisterschaft blieben die Abstände und Zwischenplatzierungen an der Spitze unverändert, da der Führende Robert Maslonka (VW Polo G60) und dritte Michael Bodenmüller (Opel Kadett C 16V) in Hausen nicht das Ziel sahen und der Zweite, Alexander Hin ja in der EBM im Einsatz war. Im DMSB-Berg-Cup der Rennsportfahrzeuge übernahm Georg Lang mit seinem Formel Renault Evo die […]

Wie wird man eigentlich Rennfahrer?

31. Juli 2022

Der Motorsport hat in Deutschland eine große Tradition. Das betrifft nicht nur die Formel 1 oder die DTM, sondern ebenfalls Motorsportdisziplinen wie Bergrennen. Hier braucht es abseits von starken Nerven ebenfalls ein Höchstmaß Konzentration. Doch wie werden Interessierte überhaupt Rennfahrer, um an Rennen und speziell an Bergrennen teilnehmen zu können? Voraussetzungen für das Leben als Rennfahrer Wer schon immer ein Faible für PS, schnelle Boliden und rasante Strecken hatte, der kommt bei Bergrennen voll auf seine Kosten. Schließlich bietet sich hier eine große Variation an Rennwagen und Piloten, die versuchen, in besten Zeiten kurvenreiche, anspruchsvolle Straßen bis zum Gipfel zu erklimmen. Wer allerdings selbst in den Motorsport einsteigen will, muss sich nicht nur über seine Ambitionen im Klaren sein, sondern braucht auch die passende Grundlage. Erst einmal ist es wichtig, entspannt an diese Thematik heranzugehen. In jedem Fall ist der Rennsport etwas komplett anderes, als wenn mit dem Sportwetten.de Bonus an den Rennen partizipiert wird. Zwar kann auch bei dem Platzieren von Wetten auf den Motorsport ein hohes Maß an Nervenkitzel erreicht werden; das ist aber keinesfalls vergleichbar mit dem Level, das im Motorsport herrscht. Dennoch sind Sportwetten eine gute Möglichkeit, um das Gefühl und die Emotionen rund um den Lieblingssport zu steigern. Schließlich wird hier gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Wird das Ganze mit einem Bonus garniert, gelingt auch Anfängern ein guter Einstieg. Grundsätzlich es ist weniger kompliziert, an Rennen teilzunehmen, als gemeinhin angenommen wird. Im Grunde braucht es dafür erst einmal nur ein Rennauto, das fähig ist, in die Konkurrenz zu anderen zutreten. Auch das eigentliche Fahren ist für viele nicht die große Herausforderung. Darüber hinaus sind noch das passende Equipment und eine entsprechende Rennlizenz nötig. Autos, mit denen Interessierte vor allem an Bergrennen teilnehmen können, finden sich mitunter viele. Zudem ist es möglich, sich Fahrzeuge für solch ein Vorhaben ebenso zu mieten. Vielleicht stellt ein Freund oder ein Familienmitglied einen PS-starken Wagen zur Verfügung? Die passende Rennlizenz Wer in den Rennsport einsteigen möchte, muss wissen, dass der Besitz des Führerscheins nicht ausreicht, um an einem Rennen teilzunehmen. Hierfür wird eine extra Rennlizenz benötigt. Für diese ist allerdings im Gegensatz zu vielen Videospielen keine extra Fahrprüfungen nötig. Einzig ein wenig Kleingeld – um die 200 Euro – sowie ein für den deutschen Motorsportbund ausgefüllter Antrag auf eine H-Lizenz. Eingereicht werden muss dieser zusammen mit einem ärztlichen Attest, auf welchem ein Arzt die Renntauglichkeit des zukünftigen Rennfahrers bestätigen […]

Präsident des VfL Osnabrück startet beim Bergrennen

24. Juli 2022

Im Rahmen der Partnerschaft zwischen dem VfL Osnabrück und dem 54. Int. Osnabrücker Bergrennen geht der Präsident des Fußball-Drittligaclubs, Holger Elixmann, am 6./7. August im 9. E-Mobil-Berg-Cup mit einem Ford Mustang Mach-E der Rahenbrock-Gruppe an den Start. Beim 9. E-Mobil-Berg-Cup um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück messen sich 24 Pilotinnen und Piloten mit ihren Elektro- bzw. Hybridfahrzeugen im Gleichmäßigkeitswettbewerb. Erstmals ist in diesem Jahr Holger Elixmann dabei. „Ich werde mich hier einmal in einer ganz anderen Disziplin ausprobieren“, sagt der Präsident des VfL Osnabrück bei einem Ortstermin an der Strecke in Hilter-Borgloh. „Wie ich bereits von anderen Teams gehört habe, treten dort teilweise sehr versierte langjährige Rennfahrer an. Insofern habe ich zunächst sehr bescheidene Ziele – ganz anders als der VfL in der 3. Liga. Dadurch, dass es bei den umweltfreundlichen E-Fahrzeugen um Gleichmäßigkeit geht, sind die Unterschiede in der Erfahrung möglicherweise nicht ganz so offensichtlich.“ „Hier werden zwei Aushängeschilder der Region verknüpft, die jeweils in der Region über ein starkes Netzwerk und eine hohe Anziehungskraft für Sportfans verfügen“, sagt VfL-Geschäftsführer Dr. Michael Welling. „Da bietet sich eine gemeinsame Kooperation geradezu an.“ Und diese Aktion ist nicht die einzige: Beim jüngsten VfL-Fanfest etwa war der Rennsimulator des MSC Osnabrück geradezu umlagert. „Wir freuen uns sehr, dass der VfL Osnabrück so prominent bei unserer Veranstaltung vertreten sein wird“, erklärt Organisationsleiter Bernd Stegmann. Ein langjähriger Bergrennen-Partner stellt das Fahrzeug für den VfL-Präsidenten: „Der Mustang Mach-E ist das erste vollelektrische SUV von Ford“, erläutert Marc Kappler von der Rahenbrock-Gruppe bei der Vorstellung des gemeinsamen Projekts. Der leistungsstarke Tourenwagen beschleunigt in 3,7 sec auf 100 km/h. Den zukunftsgerichteten Antriebsformen kommt am Uphöfener Berg ein großer Stellenwert zu. Beim E-Mobil-Berg-Cup geht es darum, möglichst nah an eine vorgegebene Zeit heranzufahren. Außerdem fighten am 6. und 7. August auf der 2,030 km langen Kultstrecke zwischen Hilter-Borgloh und Bissendorf-Holte über 150 top-getunte Rennfahrzeuge aus rund 15 Nationen mit bis zu 1.500 PS um Punkte und Platzierungen in mehreren Meisterschaften, u.a. im großen diesjährigen Finale zum europäischen Prädikat des FIA Int. Hill Climb Cup 2022. Ob der Streckenrekord von 50,055 sec dabei wohl unterboten wird? Abseits der Rennstrecke erwartet die großen und kleinen Gäste ein attraktives Unterhaltungs- und Familienprogramm. Samstag, 6. August: 8:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr Training Sonntag, 7. August: 8:00 Uhr bis ca. 17:30 Uhr Rennläufe

Rennsportteam Lang dominiert die nationale Bergrennszene

16. Juli 2022

Das Rennsportteam Lang dominiert heuer absolut die Bergrennsport-Szene, denn alle Siege der bisher vier absolvierten Rennen in der Deutschen Bergrennmeisterschaft gingen auf das Konto des Schweinfurter Teams. Der vom Team Lang betreute Alexander Hin legte eine furiose Serie von drei Siegen in Folge hin und pulverisierte dabei jeweils die Streckenrekorde. Der Titelverteidiger wurde nur in Homburg von einem technischen Defekt an seinem Osella PA 30 ausgebremst, dann stand sein Teamkollege Stefan Armbruster parat und siegte ebenfalls in einem Osella PA 30. Das Team Lang war mit dem Titel von Alexander Hin schon vergangenes Jahr das Maß der Dinge in Deutschland und er kündigte für dieses Jahr an: „heuer will ich es wissen“. Die Ansage bedeutete, dass er auch europäisch angreifen wollte. Der Breisgauer konnte bislang dem scheinbar unschlagbaren Titelträger Christian Merli noch nicht gefährlich werden, schlug sich aber richtig gut mit einem Siegerpodiumsplatz in Portugal. Aktuell rangiert Alexander Hin auf Rang drei der Europameisterschaft und ist dem zweitplatzierten Tschechen Ptr Trnka dicht auf den Fersen. „Der Alex geht die Sache heuer viel professioneller an“, attestiert Uwe Lang seinem besten Pferd im Stall. Das ging so weit, dass Hin wegen verschiedener Reglements in der DM und EM sich sogar einen zweiten FA 30 zulegte und sich zudem bei EM-Läufen noch vom Team Merli betreuen lässt. In Deutschland kommt niemand am 53-jährigen Alexander Hin vorbei und das Team Lang schreibt reihenweise dicke Schlagzeilen. Hin führte lange in der DM, ehe er wegen dem Homburg-Ausfall auf Platz zwei abrutschte. „Ich fahre heuer alle Rennen mit relativ kurzer Anreise“, schildert der vierfache DM-Chamnpion Uwe Lang sein Comeback. „Es macht schon Spaß“, sagt der Teamchef, unter dessen Fittichen alle Fahrer im Team Erfolge feiern. Im Zwischenstand der DMSB-Automobil-Bergcups für Sportwagen lautet das aktuelle Ranking: 1. Alexander Hin, 2. Georg Lang, 3. Uwe Lang, 4. Stefan Armbruster. Diese Vierfach-Dominanz gibt es herausragendes Zeugnis für die Arbeit der Sennfelder, die in Abersfeld ein Firmengebäude für seinen Rennstall hingestellt hat. „Der Uwe ist unser Teamchef, Renningenieur uns Strategiechef“, sagt Georg Lang ehrfürchtig über seinen Vater. Georg Lang stand als Pilot seiner Tatuus Formel 3-Renners zuletzt als Dritter auf dem Gesamtsieger-Podium neben Stefan Armbruster und Alexander Hins Sohn, der 19-jährige Benjamin Noll, durfte in seinem Tatuus Formel Renault mit Rang fünf die beste Platzierung seiner noch jungen Karriere feiern. Georg Lang liefert sich heuer in seiner Klasse ein Duell mit dem ehemaligen DM-Champion Frank Debruyne und hat mit jetzt […]

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