Angleich der Lizenzvoraussetzungen an das FIA-Reglement

17. Januar 2022

Als ob es nicht ohnehin schon schwer genug ist mit den neuen FIA-Lizenzbestimmungen, setzte die FiA in Paris nun ein weiteres Detail um, das potentiell neue und langjährige Teilnehmer an der Deutschen Bergmeisterschaft in der Division II (Formel- und Sportwagen) betrifft und die nationale Sonderregelung für Formel-Fahrzeuge bis 2000 ccm Hubraum aushebelt. Die Lizenzvoraussetzungen für die Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft 2022 und den DMSB-Automobil-Berg-Cup 2022 mussten „leider“ an die neuen FIA-Lizenzbestimmungen angepasst werden. Leider, weil so der Zugang zu den Gruppen CN, D und E2 der Kategorie II erschwert wird und generell eine ITC-R Lizenz benötigt wird und nicht wie bislang eine ITD-R für Fahrzeuge der Kategorie II bis 2.000 ccm Hubraum. Fahrer benötigen ab dieser Saison für die Teilnahme in der Division II (Rennsportfahrzeuge) in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft und im DMSB Automobil-Berg-Cup eine Internationale Lizenz Stufe C Road (ITC-R). Damit entfällt die bisherige Regelung, bei der eine Internationale D-Lizenz für die Teilnahme in der Division 2 bis 2.000 ccm möglich war. Für historische Fahrzeuge gemäß FIA Anhang K des ISG ist die Internationale Lizenz Stufe D Road (ITD-R) in der Division 2 ausreichend. Bei Problemen mit dem notwendigen Lizenzupgrade, wird gebeten den zuständigen DMSB-Koordinator Alexander Geier per E-Mail unter ageierdmsb.de oder telefonisch unter 069/63300717 zu kontaktieren. Die Änderungen können in den Prädikatsbestimmungen zur Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft 2022 und dem DMSB-Automobil-Berg-Cup 2022 nachgelesen werden. Fotos: Tibor Szabosi, Henri Schwirtz

FIA Performancefactor bei Bergrennen in Deutschland

16. Januar 2022

Wie der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) aktuell auf seiner Webseite publiziert, plant der Dachverband für den Motorsport in Deutschland zur Saison 2023 den FIA Performancefaktor (Pf) als Wertungsgrundlage in der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft inkl. DMSB-Automobil-Berg-Cup in der Division 1 (Tourenwagen) einzuführen. Dazu wird bereits ab der kommenden Saison 2022, parallel zur regulären Meisterschafts- bzw. Cup-Wertung der DMSB-Berg-Prädikate eine „Schattenwertung“ für den neuen Wertungsmodus Pf durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Wertung werden auf der DMSB-Homepage regelmäßig veröffentlicht, so dass sich die Teilnehmer einen besseren Überblick über den neuen Wertungsmodus innerhalb der Division 1 verschaffen können. Um die neue Wertung durchführen zu können, müssen alle Fahrer der Division 1 mit der Abgabe der Online-Nennung zu einer DMSB-genehmigten Bergveranstaltung in dieser Saison die Pf ID und das Pf Datenblatt für das eingesetzte Fahrzeug einreichen. Detaillierte Informationen stehen via DMSB-Homepage zum Download zur Verfügung. https://www.dmsb.de/de/automobilsport/bergrennen/file/282515 Fotos: Henri Schwirtz, Tibor Szabosi

Sponsoring und Marketing – auch im kleinen Rahmen wirksam

11. Januar 2022

Die Begeisterung für den Rennsport begleitet viele Nutzer unserer Webseite über die Bergrennen hinweg. In Freizeit und Alltag wird gerne über das aufregende Hobby gesprochen und sich mit Gleichgesinnten ausgetauscht. Um Interesse für die Vereinsarbeit zu wecken oder das notwendige Kleingeld für Termine und Rennteilnahmen einzunehmen, sind Sponsoring und Marketing nicht fortzudenken. Hier können bereits kleine Maßnahmen dazu beitragen, Lust am Rennsport und eigenen Teams und Fahrzeugen zu wecken. Marketing für Ihr Hobby langfristig planen Die Faszination Bergrennen ist als Outdoor-Veranstaltung mit High-Speed und einer großen Community ungebrochen. Mit einem Blick auf zukünftig anstehende Termine wissen Sie, wo Sie als Zuschauer oder Teilnehmer Ihre Begeisterung an diesem einzigartigen Sport ausleben können. Natürlich sind Anfahrten und Teilnahmen mit Kosten verbunden, die sich kaum aus dem eigenen Vermögen heraus decken lassen. Sponsoring ist wie in professionellen Rennserien wie der Formel 1 fester Bestandteil der Branche. Allerdings müssen sich die Bemühungen im Marketing nicht auf die Suche nach Werbepartnern beschränken. Zum Marketing kann auch das Verteilen von Werbeartikeln oder die Einbindung von Werbeträgern ins eigene Alltagsleben gehören. Um eine kluge Werbestrategie zu realisieren, ist eine langfristige Planung ratsam. Die Erfolge von Werbeartikeln oder spannendem Content in Social-Media sollte über Wochen und Monate hinweg geplant werden. So lässt sich eine echte Verbindung zu Zuschauern, Fans und Unternehmen aufbauen, die mit einem Markenaufbau aus der freien Wirtschaft vergleichbar ist. Wie Firmen Ihr Sponsoring vor Ort stärken Natürlich müssen Marketing und Finanzierung von Events nicht alleine von Teilnehmern und Teams ausgehen. Für Firmen bietet das Werben bei Berg-Cup und -Meisterschaft ein großes Potenzial, mit einer vielfältigen Zielgruppe in Kontakt zu treten. Auch hier gilt: Das klassische Sponsoring alleine erfüllt einen wertvollen Zweck vor Ort, dürfte jedoch langfristig nur wenige Spuren hinterlassen. Da Bergrennen eine Veranstaltung vor Ort sind, lohnt ein Nachdenken über klassische Werbeartikel, die vor Ort verteilt werden können. Beispielsweise können Firmen Stofftaschen bedrucken lassen, die zum praktischen Begleiter vor Ort werden. Das Auffüllen der Taschen mit kleinen Werbepräsenten ist natürlich möglich. Wichtig ist, dass der Werbeartikel mit nach Hause genommen wird und so weit über die Zeit eines einzelnen Events hinauswirkt. Gerade für Firmen mit einem regionalen Charakter ist das Verteilen der Werbegeschenke effektiv und eine sinnvolle Maßnahme, mit der sich eine starke Marketingpräsenz im Internet fortführen lässt. Qualität der Werbegeschenke als wichtiger Faktor Für welche Produkte oder Dienstleistungen auch geworben werden soll, das Werbegeschenk sollte von gehobener Qualität sein. Im Falle von Stofftaschen sollte sichergestellt werden, […]

Union des Pilotes meldet kein Bergrennen für 2022 an

28. Dezember 2021

Im bald beginnenden neuen Jahr 2022 wird es kein Bergrennen im Großherzogtum Luxemburg geben. Die Organisatoren des European Hill Race Eschdorf, habe darauf verzichten unten den aktuellen Umständen ihr Bergrennen bei der Luxemburger Motorsportbehörde ACL Sport für die Saison 2022 anzumelden. Dem entsprechend, wird es somit keinen Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und zum KW Berg-Cup auf der ultraschnellen Sprintstrecke aus dem Heiderscheider Grund hinauf ins Herzen Eschdorfs geben. Der angestammte Termin Anfang Mai, lässt in der aktuellen Pandemie den Männer und Frauen der Union des Pilotes Luxemburg wenig Spielraum, mit den zwingend Notwendigen ersten Vorbereitungen abzuwarten. Zudem hatte man noch kein ideales Datum gefunden. „In der Tat, die Probleme sind erstens, das die Organisatoren des in der Region stattfinden französischen Bergrennens von Abreschviller zwischenzeitlich unseren angestammten Termin besetzt haben, dazu kommen weitere Bergrennen in diesem Zeitraum, beispielsweise in der Berg EM. Weiter hat sich die Gemeinde noch nicht geäußert ob man das Rennen in Pandemiezeiten im Ort überhaupt haben möchte“, sagt Rennleitungsmitglied Alain Rommes. „Platzmangel durch verschieden Neubauten im Ortsbereich von Eschdorf erschweren die Sache weiter und die Marschalls vom Nürburgring, die wir in der Vergangenheit zur Streckensicherung eingesetzt hatten, haben bereits einen vollen Terminkalender. Dazu kommt die ganze große Unsicherheit mit dem Virus und einem Hygienekonzept. Weiter sind nicht alle unsere Helfer und Vereinsmitglieder vollständig geimpft“. Es sind und bleiben vorerst schwere Zeiten für den Bergrennsport in Deutschland und Luxemburg. Um diese gesamte Problematik herum, erscheint im Januar ein großer Artikel in der „Auto Motor und Sport“.

Berg-Legenden: Foto-Story Martin Kleiner

28. Dezember 2021

„Der Bär aus dem Kinzigtal“, wie ihn der selige Streckensprecher Hannes Martin zu titulieren pflegte, begann 1973 mit dem Motorsport, bei lokalen Slaloms mit einem NSU TT. Ab 1977 mutierte der damalige Außendienstmitarbeiter und spätere Autoteile Händler zum Bergspezialisten, mit ersten Erfolgen auf einem Simca Rallye II. Anschließend blieb der Schwarzwälder immer dem VAG-Konzern treu mit diversen Audi 50 und VW  Polo-Modellen. Geschichte schrieb Martin Kleiner im Jahr 1987, als einer der Initiatoren und Ideengeber zur Gründung des Gruppe H Berg-Cups. 10 Jahre lang leistet er, neben seiner aktiven Rennkarriere Pionier- und Aufbauarbeit im Berg-Cup und durfte sich in „seiner“ Meisterschaft zwei Mal als Gesamtsieger feiern lassen. Der mittlerweile „Mittsechziger“ hat sich zwischenzeitlich aus dem aktiven Motorsport zurückgezogen. Nach unseren Aufzeichnungen fuhr e in der Saison 2014 seine bislang letzten Bergrennen.  

Keine EM-Wertung 2022 – Glasbach-Macher fühlen sich im Stich gelassen

18. Dezember 2021

Erstmals seit 10 Jahren, wird kein stattfindendes deutsches Bergrennen zur FiA Berg-Europameisterschaft zählen. Nach dem Ende des Trierer ADAC Bergrennens im Jahr 2011 und der Aufbauphase des EM-Nachfolgers Glasbachrennen, fühlen sich die Mannen der RSG Altensteiner-Oberland seit geraumer Zeit von den Dachverbänden DMSB und ADAC Hessen-Thüringen im Regen stehen gelassen und haben auf die Beantragung des höchsten FiA-Bergprädikats verzichtet, sodass Merli, Faggioli, Bratschi und Co in 2022 nicht am Rennsteig Station machen werden. Wie es scheint, macht sich eine Gleichgültigkeit gegenüber dem nationalen Bergrennsport in Deutschland breit. In der Coronakriese hat es die noch neun deutschen Bergrennen, bedingt durch ihre Finanzierungsart und die typisch, geografischen Rahmenbedingungen vor Ort, bereits hart getroffen. Auch die Dachverbände lassen den Bergrennsport links liegen. Bestes Beispiel dafür, ist das Dessinteresse des Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) am Internationalen FiA Hillclimb Masters im vergangen Oktober. Auch wird die so ursprüngliche Motorsportdisziplin Bergrennen bei der laufenden Gremienreform (alle Fachausschüsse werden sukzessive aufgelöst, Disziplinen werden nach extern delegiert) nicht gut wegkommen. „Funkverkehr“ mit seinem ADAC-Gau, nur in eine Richtung, beklagt die Rennsportgemeinschaft seit eineinhalb Jahren. Ohne eine Unterstützung, gleich in welcher Art und Weise, sieht sich RSG-Macher Marcus Malsch (Foto: Mitte) nicht in der Lage mit seinen Vereinsmitgliederinnen und Mitgliedern ein kostspieliges FiA-Prädikat zu stemmen. „Wir können das Risiko alleine nicht eingehen und haben auch zuerst eine Verantwortung unseres eigenen Vereins gegenüber. Auch die Tatsache, dass die Rennsportgemeinschaft jeden einzelnen der vergangen Monate dafür gekämpft hat, die aus eigenem Engagement in die Bergrennstrecke getätigten Investitionen (Doppelleitplanken, Befestigungen, Verkabelung, Sicherheitsmaßnahmen) für die Zukunft zu sichern und bald wieder zum Einsatz zu bringen, blieb unbeachtet.  Dies trug demotivierend für die Durchführung einer FiA-Veranstaltung in 2022 bei. Durch die bereits vor zwei Jahren tiefgründig analysierte Budgetplanung hinsichtlich der Durchführung eines Internationalen FiA Prädikates und die bis heute ausstehende Entscheidung des ADAC Dachverbandes, wie man diese finanziell und organisatorisch zu stemmende Herausforderung gemeinsam bewältigen kann, hat sich der Vorstand dazu entschlossen das höchste FiA Prädikat für 2022 nicht zu beantragen. Nicht zuletzt die durch die FiA und den DMSB geforderte Terminanmeldung, welche bereits mit einer Sonderfrist versehen war, machten eine Entscheidung schon zum 1. November 2021 notwendig“. Dennoch plant man in Bad Liebenstein und seinem Ortsteil Steinbach auf eine Bergrennveranstaltung am 11./12. Juni 2022 hin. Zu Austragung kommen Wertungsläufe der Deutschen Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cup. Erstmals erwartet man am Schloss Altenstein die Garde der Österreichischen Berg-Staatsmeisterschaft. Wegen einer Terminhäufung hat unterdessen […]

Steigende Beliebtheit für Motorsport – warum Rennsport in Deutschland immer mehr Fans gewinnt!

14. Dezember 2021

Während populäre Sportarten wie Fußball, Handball oder Basketball immer mehr Zuschauer verloren haben, konnte der Motorsport im gleichen Zeitraum ein erhebliches Fan-Wachstum verbuchen. Viele Sport-Fans sind von den Sportarten aus dem Mainstream abgerückt und haben sich dem Motorsport zugewendet. Das Tal der Tränen und rückläufigen Verkaufszahlen bei den Tickets für verschiedene Motorsport-Events scheint damit überwunden zu sein. Doch warum sind Motorsportklassen wie die Formel-1 oder die MotoGP derzeit so im Aufwind? Hier spielen gleich mehrere Faktoren eine große Rolle. Eine junge und nachrückende Fan-Basis, viele Neu-Fans und Liebhaber von Autos werden von dem qualmenden Asphalt und den kernigen Motorengeräuschen magischen angezogen. Wir haben ein Blick auf die Entwicklung des Motorsports in Deutschland geworfen und verraten Ihnen, warum der Motorsport in den letzten Jahren deutlich mehr Fans begeistern kann. So erhalten Sie hier eine Übersicht von verschiedenen Faktoren, welche für die neue Begeisterungswelle im Motorsport verantwortlich sind. Wettangebot für den Motorsport ist deutlich gewachsen Ein Grund für die steigende Beliebtheit des Motorsports ist ohne Frage das größere Wettangebot im Internet. So gelingt es heutzutage Fans der Formel-1 oder MotoGP auch Wetten auf verschiedene Renn-Events zu platzieren. Mit der Neobet App für iOS und Android ist es dabei sogar möglich ganz bequem per Smartphone auf eine Vielzahl von Wettangeboten für den Motorsport zurückzugreifen. Der Nervenkitzel für Fans, die während dem Rennen nicht nur mit ihrem Idol mitfiebern, sondern auch auf das Eintreffen ihre Wettprognose hoffen, ist beim Motorsport einmalig. So erleben Fans, die an den TV-Geräten oder mobilen Endgeräten in der Zuschauerrolle dabei sind, mit einer platzierten Wette noch ein zusätzliches Abenteuer. Der Wettmarkt hat sich vor allem im Internet für den Motorsport geöffnet und kann mit vielerlei Wettoptionen mittlerweile auch viele Sport-Fans begeistern, die eigentlich ihre Interessen auf andere sportliche Veranstaltungen gelegt haben. Motorsport so beliebt wie schon viele Jahre nicht Nach der Ära von Michael Schumacher musste der Motorsport in Deutschland vor allem bei der Formel-1 mit sinkendem Interesse zurechtkommen. Die sinkenden Zuschauerzahlen waren ein echtes Problem für den Motorsport, da auch die Übertragungen für die TV-Sender nun deutlich schlechter bezahlt wurden. Der fehlende Erlös hat dem Rennsport schwer zu schaffen gemacht. Mit den Hoffnungsträgern Sebastian Vettel und Nico Rosberg hat die höchste Motorsportklasse der Welt auch in Deutschland wieder an Popularität gewonnen. Nicht zuletzt, da beide deutschen Formel-1-Piloten zum Weltmeister wurden, stand der Motorsport wieder öfter in den Schlagzeilen. Durch neue Regeln und Innovationen konnte die Formel-1 ebenfalls für ein […]

Deutsche Bergmeisterschaft wird wieder international

13. Dezember 2021

Mit der Anpassung des DMSB Berg-Reglements für 2022, das kürzlich auf der DMSB-Webseite veröffentlicht wurde, trägt das Deutsche ASN erneut den aktuellen Lebensumstände in der Pandemie Rechnung und öffnet die Deutschen Bergprädikate; Deutsche Automobil-Berg-Meisterschaft und die beiden DMSB-Automobil-Berg-Cups (Div.1 – Tourenwagen und GT / Div.2 – Rennsportfahrzeuge) zusätzlich für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus anderen Nationen deren Motorsport-Föderationen der FiA angeschlossen sind. Sprich, ab der kommenden Saison bekommen auch alle ausländischen Starterinnen und Starter Meisterschaftspunkte bei allen Bergrennen in Deutschland und den beiden Auslandsrennen in Eschdorf und St. Agatha. Nach weit über 30 Jahren, öffnet sich die Berg DM wieder für Ausländer. Zuletzt Mitte der 1980er Jahre gab es eine Internationale Deutsche Bergmeisterschaft, die zwei Mal der Österreicher Walter Pedrazza mit seinen Formel 2-Rennwagen gewinnen konnte. Neben dem Vorarlberger Pedrazza, zog es damals regelmäßig ausländische Top-Fahrer, wie Michel Arbeit, Christian Debias (beide Frankreich), Werner Wenk (Schweiz) oder die Österreicher Karl Hasenbichler und Paul Steindl (unser Foto in Homburg) nach Deutschland, allesamt aus der Formel 2-Klasse. Bei dem aktuellen DMSB-Berg-Reglement, das in der Meisterschaft die Besten aller Hubraumklassen in allen Fahrzeuggruppen belohnt, ist wohl eher nicht damit zu rechnen, dass internationale Spitzenfahrer vom Schlage eines Sebastien Petit oder des Schweizer Jungstars Robin Faustini sich um die Deutschen Bergkrone bewerben. Aber, Leuten wie beispielsweise dem Tiroler Thomas Strasser oder dem Salzburger Bernhard Permetinger steht nun die Berg-DM offen. Man hofft so Teilnehmer aus den angrenzenden Regionen Benelux, Ostfrankreich, Schweiz, Österreich oder Tschechien nach Deutschland zu locken. In der Division 1 müssen nationale Lizenzen der Stufe A vorgelegt werden. In der Gruppe E2-SH gelten höherwertige Lizenzen. Bei den Rennsportfahrzeugen der Division 2 wird weiter eine internationale Lizenz Stufe C (bis 2000 ccm weiterhin auch in Stufe D) verlangt. Genaueres ist den entsprechend hinterlegten Reglements zu entnehmen, unter https://www.dmsb.de/de/automobilsport/bergrennen

Die Win-Win-Situation für das Team Lang und Alexander Hin

10. Dezember 2021

Der Schweinfurter Uwe Lang war als vierfacher Deutscher Bergmeister ein Meister seins Fachs, jetzt fungiert als Teamchef seines Motorsportteams Lang und dirigiert seinen Sohn Georg Lang und den Elzacher Alexander Hin in die Erfolgsspur. „Der Uwe ist unser Teamchef, Renningenieur und Strategiechef“, sagt Georg Lang schmunzelnd über seinen Vater, der sich mit einer Firmenhalle im Schonunger Ortsteil Abersfeld beste Voraussetzungen für sein Nebenerwerbs-Engagement geschaffen hat. Obwohl es in Osnabrück anno 2021 nur ein einziges Rennen zur Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft auf deutschem Boden gegeben hat, bestritt das Team Lang dieses Jahr zumindest sechs Rennen – und das mit Erfolg. Alexander Hin gewann das zweithöchste Championat in Deutschland, den DMSB-Automobil-Berg-Cup für Sportwagen und direkt hinter ihm holte sich Georg Lang die Vizemeisterschaft. Das war für den Breisgauer Hin freilich nur eine Pflichtaufgabe, pilotiert er doch mit dem Osella PA 30, der nur 580 Kilogramm wiegt und 520 PS aus einem Zytek-V8-Aggregat schöpft, den mit Abstand besten Boliden eines deutschen Fahrers. „Uns fehlt wegen den Corona-Beschränkungen die Fahrpraxis“, begründet Uwe Lang die Strategie, heuer fünf Rennen in Nachbarländern bestritten zu haben. „Das österreichische Rennen in St. Agatha war für mich das wichtigste und schönste Rennen anno 2021“, resümiert Alexander Hin. Der 52-Jährige fuhr in Agatha Gesamtrang zwei heraus – und das pro Lauf nur 1,5 Sekunden hinter dem italienischen Europameister Christian Merli. Nicht nur deshalb will der Hausbau-Profi Hin kommendes Jahr neben dem deutschen Rennkalender auch bei mehreren Läufen zur Europa-Bergmeisterschaft mitmischen. „Wenn ich nur in Deutschland fahre, habe ich keine Gegner, das bringt mich nicht weiter“, sagt Alexander Hin und richtet deswegen seinen Blick auf das kontinentale Championat. In zwei bis drei Jahren will Hin voll bei der EM angreifen, bis dahin will er beruflich die Weichen stellen, dank der Kompetenz von Uwe Lang mit dem Fahrwerk und Aerodynamik Fortschritte machen und mit Erfahrungen auf neuen Strecken auf dem Kontinent. „Ich muss dann raus aus der Komfortzone, mich noch mehr mit Fliehkräften auseinandersetzen und an die Grenzen gehen“, weiß Hin um seine Aufgabe. Noch mehr Geschmack auf höhere Sphären machte ihm das FIA Hill Climb Masters 2021 im portugiesischen Braga vor geschätzten 100.000 Rennsportfans. Dort faszinierte ihn der heiße Kampf um Zehntelsekunden auf höchstem Niveau. „Alex muss noch mehr Konstanz gewinnen“, lautet die Hausaufgabe von Teamchef Uwe Lang. Die Konstellation des Teams Lang mit Vollservice und der potente Pilot Alexander Hin passt wunderbar, „das ergibt für alle eine Win-Win-Situation“, konstatiert Georg Lang. Im […]

Berg-Legenden: Foto-Story Siegfried Rost

8. Dezember 2021

Siegfried Rost, auch genannt „Siggi“, wurde am 21.12.1941 in Ostpreußen geboren, und kann auf eine über 35-jährige Motorsportkarriere zurückblicken, in der er sich gut 30 Jahre lang nur dem Bergrennsport verschrieben hatte. Rost zählt nicht nur zu den erfolgreichsten und bekanntesten Motorsportler seiner Heimatstadt Solingen, sondern er feierte auch zahlreiche Erfolge bei diversen, deutschen Berg-Meisterschaftsläufen, bei denen des ADAC – Gaus „Nordrhein“ und bei nationalen bzw. internationalen Slalom-Meisterschaften. Seine jahrelange Karriere als Motorsportler startete „Siggi“ Rost im Jahre 1971 bei diversen Orientierungsfahrten. Dann, 1975, der entscheidende Wechsel der Motorsportart hin zum Bergrennsport, dem „Siggi“ bis zu seinem Ende der Motorsportlaufbahn, also 33 Jahre lang, die Stange halten sollte. Immer noch auf NSU TT fahrend, errang er 1976 seine 1. Gau-Meisterschaft des ADAC[1]Nordrhein. Die nächsten Jahre sollte es ruhig werden um Siegfried Rost, denn der legt von 1977-1983 eine motorsportliche „Kreativpause“ ein. Doch dann im Jahre 1984, durch einen Bekannten angespornt, loderte in ihm, die eigentlich nie erloschene „Motorsportflamme“ wieder auf, und er meldete sich mit einem geliehenen VW Scirocco GTI im Rennsport am Berg und auf der Rundstrecke zurück! Fahrzeugwechsel – 1987 wechselte Siegfried Rost sein erfolgreiches Fahrzeug, und stieg auf den legendären, roten VW Golf GTI 16V um, mit dem er schon direkt im 1. Jahr u.a. den Gesamtsieg beim ADAC – Schloßbergrennen in Gernsbach einfuhr. Jürgen Hug, selbst ein bekannter Bergrennfahrer und Motorsportkolumnist, titulierte Siegfried Rost in den 1990er-Jahren, mal in einem seiner Rennsportberichte als „der grandiose Rost“, überzeugt von Rosts´ unheimlich präzisen und grandios erfolgreichen Fahrweise, und das im schon gesetzteren Alter des Solingers. Aus dieser Zeit stammen seine größten Erfolge im Gruppe H Berg-Cup. Zum Titel hat knapp nie gereicht, aber zu zwei Vize-Meisterschaften und zwei dritten Plätzen in den Jahresendwertungen. Die Jahre 2002-2006, lässt es der mittlerweile damals 60-jährige Routinier dann bedeutend ruhiger angehen, und nimmt nur noch an einigen, besonderen Bergrennen in der Gruppe „H“ des Berg-Cups teil. Dann, im September 2008, beendet Siegfried Rost seine Motorsportkarriere nach nun mehr 37 Jahren endgültig, und fährt sein letztes Bergrennen beim Classic – Berg Cup in Eichenbühl, mit einem Audi 50 seines Sohns Olaf! Text: Andreas Seidel  

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