Bergrennen Mickhausen zukünftig im Sommer? – ASC Bobingen stellt erste Weichen

20. Oktober 2020

Nach der Corona-bedingten Absage der diesjährigen Veranstaltung und einem beträchtlichen finanziellen Defizit des Rennens im vergangenen Jahr 2019 stand die Zukunft des ADAC-Bergrennens Mickhausen bei der Mitgliederversammlung des Automobil Sport Clubs (ASC) Bobingen erwartungsgemäß im Mittelpunkt. Nahezu einstimmig (bei lediglich zwei Enthaltungen) sprachen sich die Mitglieder in einer Grundsatzabstimmung dafür aus, Organisationsleiter Hinrich Groeneveld bis zur nächsten Versammlung im Frühjahr mit der Ausarbeitung eines tragfähigen Konzeptes zu beauftragen. Es soll vor allem eine klare finanzielle Absicherung und alle großen organisatorischen Kernpunkte abdecken. Zudem sollen alle kostspieligen Ausgaben auf den Prüfstand. Auf der Basis dieses Konzeptes wird die Mitgliederversammlung im März dann final entscheiden, ob der ASC Bobingen das Bergrennen 2021 wieder als Veranstalter schultert. Um keine Meldefristen zu versäumen, soll die Traditionsveranstaltung am Mickhauser Berg aber schon jetzt im Rennkalender 2021 verankert werden. Der wiedergewählte Vorsitzende Michael Kanth hatte vor der Diskussion vor einem gewagten finanziellen Abenteuer für den traditionsreichen Motorsportclub mit seiner fast 70-jährigen Geschichte gewarnt. Ein weiteres Defizit könne der Verein nicht verkraften, ohne an den Rand einer Insolvenz zu schlittern. Zudem sei es künftig nicht mehr vertretbar, vor einem Rennen ohne eine entsprechende vertragliche Absicherung für enorme Kostenpakete in Vorleistung zu gehen. Das Minus in der Kasse nach dem Bergrennen 2019 lag im unteren fünfstelligen Bereich. Neben einem verregneten Trainingstag am Samstag, der viele Zuschauer von einem Besuch der Rennstrecke von Münster hinauf nach Birkach abgehalten hatte, trug auch das erstmals in Eigenregie des Vereins betriebene Gastronomiezelt im Fahrerlager zum Defizit bei. Michael Kanth: „Ein enormer Kostenfaktor, den wir leider unterschätzt haben. Aufgrund des schlechten Wetters kamen einfach zu wenig zahlende Zuschauer – insgesamt lediglich nur rund 4800 an beiden Tagen.“ Die Akzeptanz der Motorsportveranstaltung in den Staudenorten Mickhausen, Münster und Birkach sei nach wie vor ungebrochen, berichtete Wolfgang Glas (Foto Mitte). Neben seiner Mitarbeit im Orgateam nimmt der schnelle Malermeister aus Scherstetten das Kurvenlabyrinth alljährlich als aktiver Rennfahrer selber unter die Räder. Sprichwörtlich in Fahrerkreisen sei nach wie vor die Gastfreundschaft der Menschen in Münster, die ihren ganzen Ort am Rennwochenende in ein einziges großes Fahrerlager verwandelten und dafür ihre Garagen, Höfe und Scheunen größtenteils unentgeltlich dem „Rennzirkus“ zur Verfügung stellten. Auch Mirko Kujath, der neugewählte Bürgermeister von Mickhausen, habe bereits mit dem ASC Bobingen Kontakt aufgenommen und seine uneingeschränkte Unterstützung zugesagt. Sei das Bergrennen Mickhausen doch seit seinem Beginn in den 1960er Jahren ein Aushängeschild der Staudengemeinde, das an einem schönen Rennwochenende bis zu 20.000 […]

DM-Aus 2020 – Bergrennen Mickhausen sagt ab

10. Mai 2020

Das Fünkchen Hoffnung auf eine stark reduzierte Saison in der Deutschen Bergmeisterschaft im Herbst, hat sich nun zerschlagen. Mit der Absage des ADAC Bergrennen Mickhausen vom ersten Oktoberwochenende, wird es erstmals nach dem zweiten Weltkrieg keinen Bergmeister in Deutschland geben. Somit steht einzig uns allein das Bergrennen Eichenbühl (11.-13. September) noch zur Disposition und auch das oberösterreichische Bergrennen von St. Agatha, das ebenfalls in diesem Jahr zur Berg DM zählen sollte, ist aktuell noch offen. „Wir haben die Durchführung des Bergrennens Mickhausen 2020 so lange wie möglich offen gehalten. Die Hoffnung, dass die Corona-Krise doch noch Möglichkeiten für die Durchführung eröffnet, starb zuletzt“, sagt ASC-Organisationslseiter Hinrich Groeneveld. „Heute kann jedoch noch niemand mit Sicherheit sagen, ob eine Großveranstaltung, wie das Bergrennen Mickhausen, im Oktober genehmigungsfähig ist. Auf dieser Grundlage können wir keine Verträge abschließen und in finanzielle Vorleistung gehen. Gleichermaßen müssen wir der Situation unserer zahlreichen Sponsoren Rechnung tragen. Viele von ihnen wurden von der Krise so konkret betroffen, dass sie wirklich andere Sorgen als das Bergrennen haben. Wir müssen einsehen, eine solide Finanzierung unserer Veranstaltung ist so nicht möglich“. Schweren Herzens haben sich die Verantwortlichen des ASC Bobingen deshalb entschlossen, das Bergrennen Mickhausen 2020 abzusagen. „Wir bedanken uns beim DMSB, dass unsere bereits gezahlten Anmeldegebühren nicht verloren gehen und uns für 2021 angerechnet werden. Gleichzeitig bedanken wir uns bei allen Helfern für die schon jetzt geleistete Arbeit und Unterstützung für die nun abgesagte Veranstaltung. Im nächsten Jahr wollen wir durchstarten. Lasst uns 2021 mit frischem Schwung wieder ein großartiges Bergrennen auf die Beine stellen!“

Der Berg ruft wieder! Das Bergrennen Mickhausen ist zurück

16. August 2019

Das Bergrennen Mickhausen ist zurück! Nach einjähriger Pause röhren heuer am ersten Oktober-Wochenende wieder die Motoren am legendären Mickhauser Berg. Veranstalter der Motorsport-Großveranstaltung ist erneut der Automobil Sport Club (ASC) Bobingen, der die Unterbrechung dazu genutzt hat, sein Orga-Team neu aufzustellen. Nach dem Rückzug von Organisationschef Günter Hetzer und seinem Stellvertreter Robert Andratzek hat diese Aufgabe ein „Dreigestirn“ übernommen. Neuer Orga-Leiter ist mit Hinrich Groeneveld ein ausgewiesener Rennsportfachmann mit langjähriger Erfahrung in der Organisation hochkarätiger Motorsportevents. Ihm zur Seite stehen ASC-Vorsitzender Michael Kanth und der aktive Rennfahrer und Berg-Cup-Sportleiter Wolfgang Glas aus dem nahen Scherstetten. Es ist das einzigartige Flair mit hautnahen Begegnungen im Fahrerlager, dem Klang der Motoren und dem Geruch von Benzin und Reifengummi, das die kleine Staudengemeinde Mickhausen alljährlich im Herbst zum Mekka für die Freunde des Motorsports macht. Am ersten Oktober-Wochenende ist es wieder soweit: beim Internationalen 38. ADAC-Bergrennen Mickhausen am 5. und 6. Oktober kämpfen die rund 180 erwarteten Fahrer in ihren PS-strotzenden Boliden im 2,2 Kilometer langen Kurvenlabyrinth von Münster hinauf nach Birkach wieder um Hundertstelsekunden. Die vom ASC Bobingen auf höchstem (Sicherheits-)Niveau organisierte Motorsportveranstaltung zählt seit Jahren zu den renommiertesten Bergrennen in ganz Europa. Bei der Neuauflage des 1964 erstmals durchgeführten Bergrennens wird nach den Regularien des Deutschen Motosportbundes (DMSB) der letzte Lauf der diesjährigen Deutschen und der Luxemburger Bergmeisterschaft ausgetragen. Neu im Rennprogramm ist heuer erstmals ein eigener E-Mobil-Cup für Elektro-Serienfahrzeuge, 15 Startplätze sind dafür reserviert. Wenn das Wetter mitspielt, dann werden am Rennwochenende bis zu 20.000 Zuschauer an der malerischen Rennstrecke im Herzen der Stauden erwartet. Sie bilden eine grandiose Kulisse für das mittlerweile größte Sportevent im Augsburger Land. Der neue Orga-Leiter Hinrich Groeneveld und das Heer der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer jedenfalls haben auch im Vorfeld der 38. Auflage des Bergrennens Mickhausen keine Mühen gescheut, den Zuschauern wieder packenden Motorsport „zum Anfassen“ zu bieten. Bei den Fahrern und ihren Teams, die aus ganz Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern in den Stauden erwartet werden, genießt das Bergrennen Mickhausen einen hohen Stellenwert. Sprichwörtlich und in Fahrerkreisen weit gerühmt ist die Gastfreundschaft, die der großen internationalen Rennfahrerfamilie vor allem in Münster alljährlich entgegen schlägt. Der ganze Ort wird ein Wochenende lang zum Fahrerlager umfunktioniert, das auch den Zuschauern offen steht – „Hautkontakt“ mit Fahrern, Mechanikern und Rennfahrzeugen inklusive. Ihre Garagen, Hofeinfahrten und Scheunen überlassen die Münsterer bereitwillig dem Tross der Rennfahrer. Doch zurück an die Rennstrecke: Die Zuschauer können entlang der gesamten Strecke […]

Bergrennen Mickhausen – Weiter gehts mit neuer Orgaleitung

25. September 2018

Zur bislang 37ten und letzten Ausgabe des Mickhausener Bergrennens vom Oktober 2017 hatte der langjährige Organisationsleiter Günter Hetzer seinen Entschluss bekannt gegeben, sein Amt niederzulegen. Andere verdiente Mitglieder des ASC Bobingen zogen sich ebenfalls aus dem Orga-Team zurück, sodass es in diesem Herbst kein ADAC Bergrennen Mickhausen gibt. Nachdem aber das Bergrennen nicht aufgegeben werden soll, mussten die vakanten Posten neu besetzt werden. Inzwischen wurde ein neues Team zusammengestellt. Unter der Federführung des 1. Vorsitzender des Vereins Michael Kanth, Hinrich Groeneveld und dem in der Bergszene, als Sportleiter des KW Berg-Cup sehr bekannten Wolfgang Glas ist der ASC Bobingen nun wieder dabei das Bergrennen für 2019 vorzubereiten. Hinrich Groeneveld ist beim ASC kein Unbekannter. Vor vielen Jahren war er bereits Mitglied, bevor es ihn beruflich weiter weg von Bobingen verschlug. Beim Bergrennen 2017 war er als Anwärter zum Leiter der Streckensicherung tätig und bekam so Einblicke in die Organisation der Veranstaltung. Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des ADAC Südbayern wurde der 59jährige in den Vorstandsrat gewählt. Wie das Trio einhellig beteuert, sind bereits erste Vorbereitungen für 2019 angelaufen. „Um die Veranstaltung in bewährter Qualität durchführen zu können, ist leider die schöpferische Pause in diesem Jahr nötig. Jetzt sind wir jedoch mit frischer Energie und Tatendrang dabei, das Rennen für das nächste Jahr perfekt zu organisieren. Die Vorbereitungen dazu sind schon in vollem Gange“. Um dies alles zu schaffen, hoffen die Drei auch weiterhin auf vielfältige Unterstützung aus den Reihen des eigenen Vereins und natürlich von allen Fahrern und Teams der Bergrenn-Gemeinschaft. Als Termin für das 38. ADAC Bergrennen Mickhausen festgelegt und bereits beim DMSB beantragt wurde das Wochenende vom 04. – 06. Oktober 2019.