Berechtige Hoffnung auf sechs Bergrennen und eine kompakte Meisterschaft

20. April 2021

Nach wie vor ist die Ungewissheit in den Reihen der DBM-Veranstalter groß. Welche und wie viele Bergrennen als Läufe der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft 2021 stattfinden können, ist weiter nicht absehbar. Dennoch gibt es einige ermutigende Ansätze und sechs Organisatorenteams sind sogar positiv gestimmt, ihre Bergrennen in diesem Jahr auch unter Coronabedingungen durführen zu können. Hierbei handelt es sich jedoch um Momentaufnahmen. Wohin die Reise für die Rennteams, im wahrsten Sinne des Wortes geht, wird sich zeigen. Das vom DMSB kürzlich anberaumte Online-Veranstaltermeeting brachte einen aktuellen Überblick über den Status der einzelnen DBM-Veranstaltungen. Wie wir bereits wissen, wurden die Bergrennen von Schotten, Eschdorf, Wolsfeld und Homburg vorsorglich abgesagt, oder um ein weiteres Jahr verschoben, was besser klingt. Voraussichtlich ebenfalls ein weiteres Jahr aussetzen wird laut MSC Rhön, deren Hauenstein Bergrennen. Die finale Entscheidung will man bis Mitte Mai fällen. Der EMSC Bitburg prüft derzeit die Option auf dem Bitburger Flugplatzgelände eine entsprechende Sprintveranstaltung durchzuführen und hält den DMSB auf dem Laufenden. Saisonstart, könnte somit in Thüringen beim ADAC Glasbachrennen (11.-13. Juni) sein. Laut RSG Altensteiner Oberland kann die Veranstaltung nach heutigem Stand durchgeführt werden, womöglich aber ohne FIA-Europameisterschaftsprädikat, da die Gebühren derzeit für den Verein nicht finanzierbar sind. 14 Tage später kann das ADAC Ibergrennen in Mitten von Heiligenstadt nach jetzigem Stand genauso durchgeführt werden. Gleiche Statements ließen die Veranstalter der Bergrennen von Osnabrück, Eichenbühl, St. Agatha und Mickhausen verlauten. Bei den drei Letztgenannten liegt von den zuständigen Genehmigungsbehörden aber noch keine Aussage vor. Vorläufige Termine der Läufe der Deutschen Bergmeisterschaft / DMSB Berg Cups (Tourenwagen und Sportwagen) 2021: 12./13. Juni 2021 – ADAC Glasbachrennen 26./27. Juni 2021 – ADAC Ibergrennen-Heiligenstadt 31.07./01. August 2021 – ADAC Hauenstein Bergrennen ? 21./22. August 2021 – Osnabrücker ADAC Bergrennen 11./12. September 2021 – Bergrennen Eichenbühl 25./26. September 2021 – Auto-Bergrennen St. Agatha (A) 02./03. Oktober 2021 – ADAC Bergrennen Mickhausen Stand: 15. April 2021

Wolsfelder Bergrennen streckt für 2021 ebenfalls die Waffen

10. April 2021

Mit der erneuten Absage des 58. ADAC/EMSC Wolsfelder Bergrennen 2021 müssen die Freunde des Bergrennsport in der Osterwoche, nach der fast zeitgleichen Absage des Homburger Bergrennens, die zweite Hiobsbotschaft innerhalb kürzester Zeit verdauen. Wie der EMSC Bitburg mitteilt, lässt die Corona-Pandemie dem Eifel-Motorsport-Club leider keine andere Wahl, da unter den momentanen Bedingungen eine Veranstaltung dieser Größenordnung und mit vielen Fahrern und tausenden Besuchern aus dem In- und Ausland aus wirtschaftlichen, sportlichen und gesundheitlichen Gründen nicht kalkulierbar ist. Man machte sich die Entscheidung nicht leicht, da es auch für die Eifel-Mosel-Hunsrück-Region ein bedeutendes Ereignis ist. Ein weiteres Mal bestätigt sich der Umstand, dass ohne Zuschauer ein Bergrennen finanziell nicht durchführbar und auch nicht denkbar ist. „Das Wolsfelder Bergrennen wird es auch in Zukunft geben“, bekräftig EMSC-Präsident Christoph Schackmann. „Unser Team des EMSC Bitburg, das Dorf und die Dorfgemeinschaft Wolsfeld, alle Helfer und natürlich auch unsere langjährigen Sponsoren möchten das traditionsreiche Wolsfelder Bergrennen auch zukünftig weiterhin unterstützen und am Leben halten. Wir werden gemeinschaftlich alles dafür tun, um am 5./6 Juni 2022 die 58. Auflage des Wolsfelder Bergrennens und natürlich auch darüber hinaus durchzuführen. Unser Rennen hat sich in den letzten Jahren einer immer steigenden Popularität bei Fahrern aus dem Inland, aber auch aus dem Ausland erfreuen dürfen. So starteten beim letzten Rennen über 200 (!) Fahrer aus 9 Nationen. Gleiches gilt für die Zuschauerzahlen, die immer weiter gestiegen sind und viele Fans aus nah und fern in unser kleines Eifelörtchen gelockt haben. Sofern die Pandemie unter Kontrolle ist, worauf wir setzen, wird es Pfingsten 2022 und darüber hinaus das alljährliche Wolsfelder Bergrennen geben, wir sind weiterhin hochmotiviert und bedanken uns bereits jetzt für die Treue!“

Auch kein 47. Homburger Bergrennen in diesem Juli – Hoffnungen ruhen auf 2022

5. April 2021

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie findet die ursprünglich im Jahr 2020 abgesagte und für den 10./11. Juli 2021 neu angesetzte 47. Auflage des Homburger ADAC Bergrennen in diesem Jahr erneut nicht statt. Der Homburger Automobilclub sieht sich außer Stande die traditionsreiche Motorsport-Veranstaltung unter den aktuell geltenden Corona-Schutzmaßnahmen durchzuführen und setzt all seine Hoffnungen auf einen neuen Termin im Juli 2022. Gut drei Monate vor dem beim Deutschen Motorsport Bund (DMSB) angemeldeten Rennwochenende auf der Käshofer Straße, ziehen die Verantwortlichen im Organisationskomitee des saarpfälzischen Rennsportklassikers die Reißleine. Unter den Veranstaltervereinen der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft und des KW Berg-Cups, geht man aktuell mit den „Leidensgenossen“ des MSC Rund um Schotten und der Union des Pilotes Luxemburg konform, die ihre Bergrennen ebenfalls für das laufende Jahr schon gestrichen haben. Es ist stark damit zu rechnen, dass in Kürze weite Veranstalter, gerade aus den Monaten Mai bis August, das Handtuch werfen. Mehrere Veranstalter auf Herbstterminen haben noch etwas mehr Zeit zur Entscheidungsfindung als die Homburger und die Hoffnung indes noch nicht aufgegeben. „Eine solche Großveranstaltung mit vielen tausend Menschen ist in der aktuellen Lage nicht zu verantworten“, betont der 1. Vorsitzende des Homburger ADAC Ortsclubs Andreas Herl. „Die Entscheidung zur Absage wurde in der Vorstandschaft einvernehmlich getroffen. Zählt man eins und eins zusammen, macht es keinen Sinn an der Veranstaltung für dieses Jahr festzuhalten, zumal der Status des Rennens international ist“, so der Pirmasenser Unternehmer weiter. Eine Verlegung in den Herbst kommt für die HAC ´ler nicht in Frage. Eigentlich wären in diesen Frühlingstagen die Vorbereitungen im stillen Kämmerlein der Hauptverantwortlichen bereits angelaufen, die wichtigsten Sponsorenverträge unter Dach und Fach oder das Werbematerial kurz vor der Fertigstellung. „Das alles haben wir aus der vorherrschenden, großen Unsicherheit heraus sein lassen und kein Geld investiert, das nachher verloren ist“, sagt Organisationsleiter Sascha Ressmann. „Und da sind wir schon beim wesentlichsten Punkt, der Finanzierung. Ohne zahlenden Zuschauer läuft am Käshofer Berg nichts, außerdem macht es allen Beteiligten keinen Spaß vor leeren Hängen zu agieren. Selbst mit einem Zuschauerkontingent von 1000 Personen kommen wir nicht über die Runden“. Auf ausländische Teilnehmer gerade aus dem grenznahen Frankreich und Luxemburg, die das Salz in der Suppe bilden, müsste man wohl ebenfalls verzichten. Dazu kommen umfangreiche zusätzliche Aufgaben im Rahmen eines Hygienekonzepts. „Viele von uns engagieren sich alljährlich an der Grenze des ehrenamtlich leistbaren“, sagt Rennleiter Jürgen Guckert. „Da unser Helferstamm begrenzt ist, wären weitere zusätzliche Aufgaben im Rahmen von Covid-19 Schutzmaßnahmen, […]

Bergpreis Schottenring erneut abgesagt – Keine Verschiebung ins Spätjahr

16. März 2021

In seiner letzten virtuellen Vorstandssitzung haben sich die Dame und Herren Vorstandsmitglieder des MSC Rund um Schotten mit der Durchführung des 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring befasst. Es wurde hier schnell klar, auch aufgrund der Rückmeldungen seitens der Behörden und der aktuell geltenden Schutzverordnungen, dass eine Veranstaltung im Zeitraum vom 23.-25. April 2021 nicht durchführbar sein wird. Damit fällt der Auftakt zur Bergrenn-Saison in Deutschland ein zweites Mal in Folge der Corona-Pandemie zum Opfer. „Wir haben seitens des Vereins in den vergangenen Monaten viel dafür getan, um den Bergpreis irgendwie möglich zu machen, so sicher als möglich und trotzdem zugänglich für Fans“, kommentiert MSC-Vorstandsmitglied Timo Neumann den Beschluss seines Clubs. „Dazu haben wir ein umfassendes Hygienekonzept erstellt, dass von Anfang an genau auf diese Punkte abgezielt haben, aber auch flexibel in der Gestaltung waren, um umgehend auf neue Punkte zu reagieren. Jedoch haben wir uns, auch in den stattgefundenen virtuellen Veranstaltertagungen klar positioniert, dass wir unter keinen Umständen eine Veranstaltung ohne Zuschauer machen werden, da dies finanziell für unseren Verein nicht tragbar wäre“. Diese Haltung haben die Schottener nach außen transparent, nicht zuletzt auch sehr ausführlich in einem Video dokumentiert und „ja, wir hatten auch durchaus eine sicher nicht ganz unberechtigte Hoffnung, bis vor kurzem“. „Uns tut die erneute Absage in der Seele weh, gerade weil wir wirklich voller Hoffnung waren und endlich wieder loslegen wollten“, so Neumann weiter. „Für uns alle im Sport bleibt nun zu hoffen, dass sich in den kommenden Wochen und Monaten die Lage bessert. Bezüglich der bei uns „geparkten“ Nenngelder aus 2020 und der weiteren Vorgehensweise werden wir uns Anfang April 2021 per Mail an die betreffenden Teilnehmer-/innen wenden. Da mit Sicherheit die Frage nach einer Durchführung des Bergpreises später im Jahr kommt, diese können wir heute beantworten, dass dies nicht passieren wird. Wir setzen den Fokus von vorne herein auf 2022, da vermutlich im 2. Halbjahr dann auch wieder Bergrennen stattfinden werden, dadurch auch die Einstellfahrten eher nicht gebraucht werden und sich das Ganze dann kaum für uns rechnen würde“. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring wurde von den Verantwortlichen bereits auf den 22.-24. April 2022 terminiert.

International weitere Absagen und Verschiebungen

7. März 2021

In Österreich gab es leider in den letzten Tagen weitere Absagen von Berg-Veranstaltungen. So entschied sich das EMSI Motorsport Team vorzeitig den geplanten Berg-ÖM und langjährigen KW Berg-Cup Lauf in St. Anton an der Jeßnitz vorzeitig abzusagen. Auch der Pailix Motorsportclub zog in der vergangenen Woche die Konsequenzen und sagte den Bergrallyecuplauf am Pöllauberg vorzeitig ab. Schweren Herzens entschied man sich zu diesen Schritten, da ohne Zuschauer finanziell und organisatorisch die Rennen nicht zu bewältigen sind. In Frankreich gab es zwischenzeitlich gleich mehrere Änderungen. Der Saison-Auftakt soll nun Anfang Mai mit dem Rennen Teurses d’Hébécrevon, unweit der Atlantikküste erfolgen. Der für Ende April geplante Lauf im ostfranzösischen Abreschviller, der jedes auch zahlreiche Deutsche und Schweizer Bergpiloten anzieht, wurde in den Herbst verschoben und soll nun am dritten Septemberwochenende von 18.-19.09. 2021 über die Bühne gehen. Die bereits zuvor verschobenen Rennen Bagnols – Sabran und am Col St. Pierre stehen nun ebenfalls wieder im Kalender. Ersteres am 24.-25. Juli 2021, womit gleich drei Meisterschaftsrennen in diesem Monat am Programm stehen und zweitens lediglich unter Vorbehalt am 09.-10. Oktober 2021, an dem Wochenende wo auch in Portugal das FiA Hillclimb Masters stattfinden soll. von Hillclimbfans / Thomas Bubel

Ausgabe 2021 des Eschdorfer European Hill Race findet nicht statt

8. Februar 2021

Die Union des Pilotes, Veranstalter des Automobil-Bergrennens in Eschdorf/Luxemburg, bedauert mitteilen zu müssen, dass sie die Entscheidung treffen musste, die 32. Ausgabe, die am Wochenende des 30. April bis 2. Mai 2021 hätte stattfinden sollen, wegen der Corona-Krise auch dieses Jahr nicht auszutragen. Können wir sicher sein, dass die Entwicklung der sanitären Lage es Anfang Mai erlauben würde, das Rennen überhaupt stattfinden zu lassen? Wäre es wirklich denkbar, unter bestmöglichen gesundheitlichen Sicherheitsbedingungen ein internationales Teilnehmerfeld von fast 200 Fahrern und je nach Witterungsbedingungen bis zu mehr als 4.000 Zuschauern zu empfangen, davon rund die Hälfte aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, England oder der Schweiz anreisend? Wäre es auch nur irgendwie vorstellbar, bei einer solchen Veranstaltung im Freien gegebenenfalls den Zutritt für Zuschauer zu begrenzen oder gar ganz zu verbieten, umso mehr die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern in normalen Jahren etwa die Hälfte der Veranstaltungskosten decken? Ist es unseren treuen, von der Pandemie ohnehin wirtschaftlich gebeutelten Sponsoren zumutbar, finanziell und/oder logistisch in eine Veranstaltung zu investieren, deren Durchführbarkeit derzeit niemand garantieren könnte und auch nicht, welchen Werbefallout sie sich je nach Anfang Mai eventuell geltenden Beschränkungen erwarten könnten? Eine Vielzahl an Fragen, welche die Verantwortlichen der Union de Pilotes rund um ihren Präsidenten Alain Pier bereits seit Wochen beschäftigten, Fragen, die es zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich ist zu beantworten, auf die es aber auch in einem, in zwei Monaten wohl keine definitiven Antworten geben wird. Doch um eine Veranstaltung solchen Ausmaßes auf die Beine zu stellen ist eine gewisse Planungssicherheit nötig, um den Arbeits- und Zeitaufwand eines eher kleinen Kreises von Ehrenamtlichen sowie die finanziellen Einsätze zu rechtfertigen, wobei derzeit die Durchführbarkeit ohnehin eher einer Lotterie mit höchst unwahrscheinlichem Treffer gleicht. Zumal die örtlichen Begebenheiten mit einem Teil des Fahrerlagers inmitten des Dorfes in direkter Nähe zu den Anrainern beim derzeitigen Stand der Pandemie eine zusätzliche Schwierigkeit darstellen. Genau wie im Vorjahr sieht sich die Union des Pilotes somit gezwungen, rechtzeitig die Notbremse zu ziehen bevor sie blindlings die ersten Veranstaltungskosten eingeht: „Unsere finanziellen Reserven erlauben uns nicht, das Risiko einer Ausgabe unter Ausschluss der Öffentlichkeit oder gar einer kurzfristigen Absage eingehen zu können. Zudem stehen verschiedene unserer ohnehin raren freiwilligen Helfer uns aufgrund der sanitären Lage derzeit weniger zur Verfügung, was die Organisationsarbeit nicht vereinfachen würde. So haben wir nun also schweren Herzens innerhalb des Veranstalterstabs die einstimmige Entscheidung treffen müssen, die für das erste Mai-Wochenende geplante 2021er Ausgabe […]

Erste Absage 2021 – Auch dieses Jahr kein Rechbergrennen

7. Februar 2021

Die erste Hiobsbotschaft für alle Motorsportbegeisterten rund um den Bergrennsport kommt aus Österreich. Da aufgrund der „Corona-Situation“ nach wie vor keine Planungssicherheit gegeben ist, sieht sich der MSC Mürztal mit seinem Organisationsteam um Jakob Schrittwieser dazu gezwungen, das legendäre Rechbergrennen, das für den 24./25.04. vorgesehen war, vorzeitig abzusagen. Die Vorbereitungen für eines der alljährlich größten Highlights im internationalen Bergrennkalender hätten bereits jetzt beginnen müssen. Der für Ende April geplante 2. Lauf zur Berg-Europameisterschaft 2021, wird somit nach 2020 erneut nicht zur Austragung kommen. Allgemein sieht es derzeit nicht gerade rosig für Motorsportevents mit Zuschauern aus, es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, wann uns die nächsten Absagen ins Haus flattert. Offiziell muss die Absage des Rechbergrennens noch von der FIA bestätigt werden, was aber eine Formalität sein dürfte. Mit seinem Motorradbergrennen von Landshaag, welches ebenfalls für April geplant war, wird der MSC Rottenegg (auch Veranstalter des Auto-Bergrennen St. Agatha), auf den vorsorglich eingerichteten Ersatztermin ausweichen. Dieses Event soll nun am 05.-06. Juni 2021 über die Bühne gehen.

70. Trento-Bondone wird 2020 nicht durchgeführt

18. Juni 2020

Das traditionsreiche Bergrennen Trento-Bondone, das für das erste Juli-Wochenende auf dem Programm wäre, ist definitiv abgesagt worden. Der norditalienische Veranstalter hoffte bis zuletzt, für die 70. Auflage dieses Bergrenn-Klassikers alle nötigen Genehmigungen zu erhalten. Über 200 Piloten hatten ihre Teilnahme bereits zugesichert. Vom Regierungskommissariat kam schlussendlich der negative Bescheid. „Die Enttäuschung ist so groß und wir können diese nicht verbergen“, lässt der Präsidenten der Scuderia Trentina Fiorenzo Dalmeri wissen. „Wir arbeiten seit vielen Wochen hinter den Kulissen um den Traum des Neustarts der Bergrennen in Italien hin zu bekommen, der jetzt geplatzt ist. Am vergangenen Donnerstag haben wir die Nachricht erhalten, dass das Bergrennen Trento-Bondone 2020 nicht stattfinden darf. Das Covid-Virus hat gewonnen und unser Sport und die Region Trentino haben verloren. Eines der ältesten Bergzeitfahrrennen der Welt wird in diesem Jahr in der Box bleiben, wie es schon einige Male seit seiner Geburt passiert ist.“ Die Organisatoren waren sogar bereit die Herausforderung anzunehmen die Veranstaltung hinter verschlossenen Türen, also ohne Zuschauer durchzuführen und damit auf eine wichtige Finanzierungsquelle zu verzichteten. Zwischenzeitlich meldete sich auch Europameister Simone Faggioli zu Wort. „Wenn ich über die Absage nachdenke, muss ich sagen dass ich sehr, sehr verbittert bin, weil nichts dem Ablauf von Trento-Bondone entgegensteht. Es wäre eine sehr wichtige positive Botschaft des Neustarts in Italien gewesen, eine Demonstration für alle, wie Engagement, Wille und Entschlossenheit die Grundlage sind, um den Motorsport weiterleben zu lassen. Vor allem bedaure ich die großartige aber vergebliche Arbeit, die die Scuderia unter der Führung von Fiorenzo Dalmeri geleistet hat. Zweitens denke ich auch an die Wirtschaft, an Hotels und Restaurants, die sich um die Veranstaltung drehen. Ich bitte alle Organisatoren von Bergrennen am Ball zu bleiben und weiterhin daran zu arbeiten dass Veranstaltungen durchgeführt werden können. Wir Piloten und mit uns alle Unternehmen, die auch dank der Szene des Bergrennsports arbeiten und leben, werden startbereit sein, das Gaspedal nach unten zu drücken.“

17. ADAC Bergpreis Schottenring wird auf das Jahr 2021 verlegt

9. Juni 2020

Am vergangenen Montagabend hat der Vorstand des MSC Rund um Schotten die Entscheidung getroffen, den 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring nicht im Jahr 2020 auszutragen, sondern auf das kommende Jahr 2021 zu verlegen. Im zeitigen Frühjahr, zu Beginn der Coronakriese hatten die Hessen es mit einer Verlegung in den Herbst versucht, mussten jedoch nun der aktuellen Situation Tribut zollen. „Die Gründe liegen darin, dass vermutlich nicht sehr viele Fahrerinnen und Fahrer Lizenzen gezogen haben und ohne Fans, was ja durchaus im diesem Jahr noch länger als August der Fall sein kann, das ganze aus finanzieller Sicht nicht durchführbar ist, so Vorstands- und Organisationsmitglied Timo Neumann. “ Aber alles, was wir in diesem Jahr vorhatten, nehmen wir mit ins kommende Jahr 2021 und hoffen auf ein pickepackevolles Starterfeld im kommenden April“. Die noch in der Online-Meldeliste stehenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden von der Rennleitung in den kommenden Tagen bezüglich Erstattung von Nenngeldern bzw. alternativer Vorgehensweisen angeschrieben. Der 17. Int. ADAC Bergpreis Schottenring, wieder als reines Tourenwagen-Rennen und mit Testtag am Freitag, wird neu terminiert für den Zeitraum 23.-25. April 2021.

Damals vor Corona: FIA-Preisverleihung 2019 – EBM-Aus für 2020

1. Juni 2020

Auch die beiden FiA-Prädikate mit der Europa-Bergmeisterschaft und dem FiA International Hill Climb Cup fallen 2020 der Corona-Pandemie zum Opfer. Der ursprüngliche Kalender für die Europameisterschaft umfasste von Mitte April bis Mitte September 12 Veranstaltungen in ebenso vielen Ländern. Neun der zwölf Runden wurden bereits im Vorfeld der Sitzung der Hill Climb Commission am 26. Mai offiziell abgesagt, ohne dass die betroffenen Organisatoren beabsichtigten oder die Möglichkeit hatten, ihre Veranstaltung auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Beim International Hill Climb Cup waren bereits drei der fünf Veranstaltungen abgesagt worden. Es bleibt die Vorfreude auf die Saison 2021 – und die Gelegenheit für einen Rückblick auf den festlichen Saisonabschluss 2019. Einmal im Jahr tauschen die Fahrer des europäischen Rennzirkus Helm und Overall gegen Anzug und Krawatte: zur feierlichen Preisverleihung für die Europa-Bergmeisterschaft und den FIA Int. Hill Climb Cup. Zum Saisonabschluss für die beiden höchsten Berg-Prädikate in Europa versammelten sich im November 2019 Fahrer, Offizielle und Veranstalter im norditalienischen Trient, der Heimat des Traditionsrennens am Monte Bondone. Vor dem Palazzo della Regione im Stadtzentrum begrüßten sie der Osella FA 30 von Christian Merli und der Norma M20 FC von Simone Faggioli. Die beiden Europameister waren schon am Nachmittag mit ihren Lkws vorgefahren und hatten ihre Rennautos vor dem Eingang geparkt, um der Feier den gebührenden Rahmen zu verleihen. Der originale Trientiner Bergsteigerchor vertrat die lokalen Farben und stimmte die Gäste mit „La Montanara“ auf den Abend ein. Bei Puccinis Opernschlager „Nessun dorma“ sang dann so mancher Fahrer im Saal wohl in Gedanken die strahlende Schlusszeile mit: „Vincerò – Ich werde siegen!“ Die Preisverleihung für die Sieger des Jahres begann mit der Pokalvergabe für den FIA Int. Hill Climb Cup. Dabei erklang gleich zweimal die slowakische Nationalhymne: In der Kategorie 1 wurde der Slowake Peter Ambruz (Mitsubishi Lancer Evo IX) als Sieger geehrt, nachdem zuvor schon seine Frau Anna Ambruz (Honda Civic Type R) mit dem Ladies Cup ausgezeichnet worden war. Die blau-silberne Trophäe für den Sieg in der Kategorie 2 nahm der Franzose Sébastien Petit (Norma M20 FC) in Empfang. Viele dachten in diesem Moment an Petits schweren Unfall im Europameisterschaftslauf im portugiesischen Falperra im Mai 2019 zurück. Welch ein Happy End! Die Stars des Abends waren natürlich die beiden Top-Fahrer aus Italien. Mit jeweils derselben Punktzahl wurden Christian Merli und Simone Faggioli zu verdienten Europameistern gekürt. Den dritten Platz belegte der Österreicher Christoph Lampert, der mit seinem Osella FA 30 […]

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