Boxengeflüster 05/2017: Wussten Sie schon dass…?

DASS der ehemalige Golf Diesel Berg-Cup Pilot und langjährige Mechaniker von Walter Struckmann, Manfred Pape bei den ersten beiden Bergrennen des Jahres mit seinem neuen Projekt auftauchte. Manfred erwarb vor ca. einem Jahr den original Castrol VW Scirocco 1 der Gruppe2, den er 1979 als Mitarbeiter der Firma Müller Tuning in Atteln selbst aufgebaut hatte. Schade war das Walter Struckmann den Scirocco 1779 im Rundstreckenpokal für nur die eine Saison laufen ließ. Anschließend stand das Fahrzeug fast 30 Jahre in der Nähe von Paderborn, bei Manfreds damaligem Chef von „Müller Tuning“ Heinz-Dieter Müller in der Garage, bis Manfred das Auto ohne Motor und Getriebe erwarb. Beim Berg-Cup Piloten Lutz Hesse wurde Manfred Pape dann fündig und konnte einen 1600 ccm 8V Motor erstehen, mit dem er dem Scirocco wieder Leben einhauchte und ein Herz einsetze. Selbst der Käfig musste erneuert werden, da früher Alu-Käfige gefahren wurden. Dieses tolle Auto soll nun komplett überholt auf in 2017 noch einige Male auf die Berg-Pisten gehen. Manfred in der 8V-Wertung des KW Berg-Cup oder in der CTC-Klasse einige Veranstaltungen fahren.

DASS umfangreiche Bauarbeiten am riesigen Trinkwasserreservoir am Ortsrand von Eschdorf, viele von KW Berg-Cup-Teams angestammte Fahrerlagerplätze verschlangen. Die Bauarbeiten sind auf drei bis vier Jahre veranschlagt. Gleich neben dem Hochbehälter wird ein neues Wasserwerk zur Trinkwasseraufbereitung entstehen, wo Rohwasser aus der Sauertalsperre unterhalb von Eschdorf aufbereiten wird. Von Eschdorf aus wird das „Drenkwaasser“ über fast 50 km bis in die Stadt Luxemburg gepumpt und versorgt dort die Bevölkerung.

DASS das Indoor-Autorennen auf der Hallenkartbahn „Race Inn“ im schweizerischen Roggwil, nach vierjähriger Pause, von einer Badewanne gewonnen wurde. Hannes Roth fuhr am 1. April mit seinem verlängerten Kartrahmen mit 1000-Kubik Suzuki-Motorradtriebwerk und skurriler Badewannen-Silhouette die schnellste Rundenzeit und schlug dabei einige Bergspezialisten. Auf dem engen Kurs ließ erneut auch Marcel Steiner seinen sonst stillgelegten Martini Mk77 BMW-Sportwagen fliegen. Mit Top-Speedwerten knapp unter 100 km/h wuchtete sich der Schweizer- und Deutsche Meister auf Rang zwei. Mit von der Partie waren auch Werner Rohr (Toyota Corolla) und Denis Wolf (Renault Clio Cup).

DASS der Formel-3000 Debütant von Eschdorf, der erst 19jährige Schweizer Robin Faustini beim deutschen Berg-EM Lauf, dem ADAC Glasbachrennen vom 09. bis 11. Juni, vom aktuellen Vize-Europameister Christian Merli eine hoffentlich nicht nur einmalige Chance erhält. Der Sohn des Berg-SM Dritte von 2016 Simon Hugentobler, darf den Osella PA21 JRB aus Merlis Team, der von einem 1000-Kubik BMW-Motorradmotor flink angetrieben wird, pilotieren. Weitere Einsätze mit dem ex-Frantz, ex-Chamberord-Reynard 92D Ford-Cosworth sind ebenfalls geplant. Sein Schweizer Debüt am Berg wird Faustini am 2. Juli auf seiner Heimstrecke in Reitnau geben. Möglicherweise wird man den „F3000-Berg-Lehrling“ auch noch bei weiteren ein bis zwei Bergrennen in Deutschland sehen können.

DASS orange die neue Trendfarbe im KW Berg-Cup ist! Zum Durchbruch dieses wunderschönen Farbtons verhalfen in der Vergangenheit Silvia und Armin Ebenhöh mit ihren unigehaltenen VW-Tourenwagen. Da musste Berg-Cup Neueinsteiger Tobias Mayer, der ebenfalls zum Ebenhöh-Clan gehört mit seinem VW Polo 8V farblich gesehen mitziehen. Auch Rückkehrer Erwin Buck hat seinen traditionell orange gehaltenen VW Scirocco 8V nach 14 Jahren wieder aus der Garage geholt und auch der junge Rhöner Dominik Schlott wird in Kürze mit seinem orange VW Polo 8V ins Renngeschehen eingreifen können. Die Auflistung könnte fortsetzten mit den Rennern von Klaus Streiberger, Dirk Preisser u.s.w. Dazu kommen noch die NSU-Treter Wolfgang Schwalbe, Horst Fleischer und Leo Rabus, die auf diese Farbe schwören. Fototechnisch gesehen alle mal besser als weiß!

DASS der Rheinhesse Ralf Altenhofen, in den vergangen Jahren mit seinem VW Golf 1 fester Bestandteil der GLPberg-Szene, den Wechsel in den Bergrennsport auf Bestzeit anvisiert. Zusammen mit den Homburger Ford-Spezialisten Kai und Uwe Neu entsteht derzeit ein Ford Focus RS für die Gruppe F, Klasse über 2000 ccm Hubraum. Der Schwimmbadbauer aus Bodenheim bei Mainz hofft auf die ersten Rennkilometer beim Wolsfelder ADAC Bergrennen Anfang Juni.

Über Thomas Bubel 240 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.