Erstes Bergmonstertreffen des Jahres in Eschdorf

Am ersten Mai-Wochenende (05./06.05.) wird das „European Hill Race“ bereits zum 29. Mal in Eschdorf im Herzen Luxemburgs ausgetragen. Und auch wenn es zwischenzeitlich im Organisationsteam einige Veränderungen gab, dem motorsportlichen Highlight des Luxemburger Sports steht auch diesmal nichts im Weg. In unserer ersten Vorschau auf das Rennwochenende vom 05. bis 07. Mai wollen wird das imposante Tourenwagen-Starterfeld näher beleuchten.

Seit 2004, also nunmehr 13 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken dp Porsche 935 II die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird besonders vor dem Schweizer Romeo Nüssli, Vierter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2016 und Gesamtsieger im letzten Oktober beim legendären ADAC Bergrennen Mickhausen auf der Hut sein müssen, der erstmals in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth an den Start bringt.

Genau wie man auch den deutschen Tourenwagen-Bergmeister 2010 und 2002 Norbert Handa im monsterhaften Lancia Delta Integrale oder auch dessen Landsmann Mario Fuchs (Mitsubishi Lancer), 2015 Gesamtsechster im Eschdorfer Regenrennen, nicht unterschätzen darf. Genau wie den bulligen und spektakulären Opel Kadett V8 5.7L von Holger Hovemann (D) oder noch die drei Porsche Cup des Belgiers Yanick Bodson, Goldmedaillen-Gewinner beim FIA Masters 2014 auf der gleichen Strecke, des Schweizer Vize-Bergmeisters Fréderic Neff und des Franzosen Anthony Dubois. Eine Porsche-Meute, zu der sich auch noch die neue Einsatzwaffe des sechsfachen französischen Bergmeisters 2010, 2012-2016 Nicolas Werver gesellen dürfte, unter der Bedingung dass die seit einiger Zeit mit Ungeduld erwarteten Teile für die Fertigstellung des Porsche 997 GT2 endlich noch rechtzeitig eintreffen werden.

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Ein „Bergmonster“-Feld mit PS zuhauf, so etwa jene 850, die sich unter der Motorhaube des Audi Quattro S1 des Briten Keith Edwards verstecken. Oder dem Ferrari 458 GT, den Eschdorf-Stammgast René Ruch erstmals mit aus der Schweiz bringt. Und auch die Subaru Impreza des Luxemburger Bergmeisters 2015 Nico Schilling und des Luxemburger Vize-Bergmeisters 2016 Charel Valentiny, den Mitsubishi Lancer des Belgiers Martin Bach (ex-Hans Schori-ex-Toni Büeler), des jungen Luxemburgers Cédric Schilling und des Tourenwagen-Europabergmeisters 2010 Roland Wanek (D), dem Audi 80 Quattro des Briten Keith Murray, dem Lotus Esprit V8 von Andrä Schrörs (D) oder noch die originellen Lamera Cup (mit 5-Zylindermotor aus dem Ford Focus RS) des ETCC-Super1600-Europameisters 2014 Gilles Bruckner  und Renault Mégane II Trophy des vom Genfer See anreisenden Franzosen Fred Waroquier. Zu besonderen Publikumslieblingen dürften sich aber auch die beiden niedlichen TracKing mit Suzuki-Motorradmotor und im „Miniatur“-DTM-Look (Mercedes bzw. Audi) des Österreichers Lukas Boric und des Schweizers Jéremy Noirat entwickeln, genau wie der knuddelige Fiat 500 des Belgiers Bart De Saedeleer. In dieser „CM-Klasse“ im Rahmen der Gruppe E2-SH wird auch der Deutsche Ralf Kroll mit seinem SivlerCar auf starke Konkurrenz treffen.

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Doch selbstverständlich wird auch die von den beiden herrlichen Renault Laguna Williams BTCC von Björn und Peter Wiebe angeführte Meute des «KW Berg-Cup», die dem Eschdorfer Bergrennen bereits seit 1989 die Treue hält, erneut mit ihren zahlreichen hochgezüchteten VW Golf, Polo, Corrado und Scirocco, Opel Kadett, Corsa und Ascona, Fiat 127, Citroën AX Kitcar, BMW 3er und 2002tii Alpina, Renault Clio , Ford Escort usw. die Herzen ihrer zahlreichen Fans höherschlagen lassen. Wobei in den meisten Hubraumklassen des KW Berg-Cups zahlreiche zusätzliche Gaststarter und Lokalmatadore versuchen, die Dominanz der deutschen und österreichischen Fahrer wie Armin Ebenhöh (deutscher Bergmeister 2015), Hansi Eller, André Stelberg, Patrick Orth, Franz Weissdorn, Tom Strasser und Co zu brechen, wie etwa der Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister 2016 Canio Marchione, dessen knallroter VW Scirocco über Winter von 1,6 auf 2 Liter hochgerüstet wurde, der Italo-Schwabe Egidio Pisano im VW Minichberger Golf 16V oder noch der belgische Tourenwagen-Bergmeister 2016 Stéphane Emond (BMW M3 E36) und sein „Vize“ Fabrizio Casciaro im soundstarken Honda Civic. Kurzum, einmal mehr verspricht allein das Tourenwagen-Teilnehmerfeld des «European Hill Race» in Eschdorf viel Spannung und noch mehr Spektakel. Ein motorsportliches Highlight, das man nicht verpassen sollte! Laufende Infos unter www.hillrace.net

von Patrick Weber