Interview Ralf Kroll: Die Einführung der CM-Rennwagen ist weiter auf dem Vormarsch

Nach dem enormen Interesse an unserem November-Artikel über die Zulassung der ersten CM-Fahrzeuge durch den DMSB, hat sich „Bergrennen in Deutschland“ vorgenommen an diesem interessanten Thema dran zu bleiben und führte kürzlich ein Interview mit dem Ziehvater dieser in Deutschland neuen Rennwagenkategorie Ralf Kroll.

BiD: Deine Bemühungen für die „CM-Autos“ eine Zulassung am Deutschen Berg zu bekommen, waren jetzt schlussendlich von Erfolg gekrönt. Wie gingen die Verhandlungen vonstatten und wer hat Dich dabei unterstützt?
Ralf Kroll: Begonnen hat es 2012, als ich mich mit dem damaligen DMSB Fachausschuss Berg über die CM Fahrzeuge unterhalten habe. Konkreter wurde es im Winter 2013 mit dem neu formierten Fachausschuss, die von den CM Fahrzeugen sehr angetan waren. Eine Unterstützung seitens des Fachausschusses wurde mir für das Vorhaben signalisiert. Im Sommer 2013 besuchte ich den EM Lauf von Mont Dore in Zentralfrankreich, alle CM Hersteller waren mit Ihren Fahrzeuge vertreten. Zuvor hatte ich mit dem Hersteller Silver-Car in Spanien Kontakt aufgenommen. Silver-Car hat für mich sehr viel Potential, das war schon damals mein Eindruck. Ich nutzte die Gelegenheit und schaute mir die Fahrzeuge von den verschiedenen Herstellern  näher an, und durfte auch mal im ein oder anderen CM probesitzen. Ich schaute dabei, ob es zu mir passen könnte und ein Wohlfühleffekt aufkommt.
Im Frühjahr 2014 bekam ich die Möglichkeit, dass Meisterschaftsauto von Frankreich zu kaufen. Der Silver-Car S2 lief bis dahin nur fünf Rennen und hatte Vollausstattung. Die Gespräche mit dem Fachausschussvorsitzenden Marcus Malsch und Rüdiger Julius–Bernhart wurden intensiver, weil ich den S2 kaufen wollte. Im Juni 2014 habe ich den S2 beim französischen Silver-Car Händler abgeholt und nach Spanien ins Werk für einen Check gebracht. Im Vorfeld hatte ich schon den Technischen DMSB-Kommissar Christian Schleicher wegen eines Wagenpass kontaktiert, denn das Ibergrennen war als das erste Rennen mit dem S2 geplant. Dann gab es leichte Probleme, weil es für Deutschland noch kein nationales CM Reglement gab und ein paar Dinge nicht den DMSB Bedingungen bzw. Regularien entsprachen.

BiD: Die Zulassung für den DMSB-Bereich zu bekommen, war dann doch komplizierter als gedacht?
Ralf Kroll: Ich ging damals davon aus, da Silver-Car für den S2 eine nationale spanische und französische Homologation und ein Zertifikat für den Gitterrohrahmen hatte, dass es keine Probleme gibt. In Europa und Übersee, wurden Silver-Car Fahrzeuge seit 2006 verkauft und im nationalen  Motorsport ohne Zulassungsprobleme eingesetzt. Dem war dann leider nicht so, und es mussten mehrere Dinge abgeklärt und besprochen werden. Christian Schleicher hat sich dann zum Wohle des Sports bereiterklärt, das französische CM Reglement in seiner Freizeit ins Deutsche zu übersetzen, dafür bin ich Ihm heute noch dankbar. Auch Rüdiger Julius-Bernhart schaute nach verschiedenen Möglichkeiten unter Rücksprache mit Marcus Malsch und dem DMSB, was man machen kann oder muss. So was kann nicht von heute auf morgen geschehen, weil jeder einen Job und Privatleben hat  und dafür seine Freizeit opfern muss. Auch hier ein großes Dankeschön.
Von fast allen Veranstaltern bekam ich trotzdem grünes Licht mit meinen S2 zu Demofahrten bzw. in der GLP-Gleichmäßigkeitswertung bei den DM-Veranstaltungen starten. Die Organisatoren stuften meinen S2 als eine Bereicherung am Berg ein, und gaben mir so diese Möglichkeit das Fahrzeugkonzept der Öffentlichkeit vorzustellen, wofür ich auch sehr dankbar bin. Bei der DMSB-Veranstaltertagung 2015 wurde von den Veranstaltern einstimmig für die CM Fahrzeuge plädiert. Für die Saison 2015 wurde das E1 Reglement sowieso überarbeitet, dadurch konnte die CM-Geschichte, vorerst in dieser Gruppe unterkommen.
In der Zwischenzeit hatte auch ex-Berg-Cup Gewinner Andreas Kuster mit mir Kontakt aufgenommen. Er ist von den CM Fahrzeugen schon länger überzeugt als ich. Wir führten viele fruchtbare Telefonate darüber, wie und was man alles unternehmen könnte, um die CM Fahrzeuge besser zu etablieren. Dabei entstand eine tolle Freundschaft. Andreas  führte auch viele Telefonate mit Rüdiger Julius-Bernhart, um etwas zu bewegen. Wir waren dann schon zu zweit, die die Kosten nicht gescheut haben, ein CM Fahrzeug an den Deutschen Berg zu bringen. Beim 2015ner Europameisterschaftslauf  am Glasbach arrangierte Rüdiger Julius-Bernhart vor Ort eine Besichtigung meines Siver Car S2 für DMSB Sportdirektor Michael Günther. Daraufhin bekam ich im September einen Termin beim DMSB in Frankfurt. DMSB-Technikleiter Dieter Fürst, verfasste über meinem damaligen blauen Silver-Car S2 eine Stellungnahme bzw. Technische Bewertung. Diese wurde ist im Anschluss Dokumentiert und ausgewertet.

BiD: Mit der „to do-Liste“ bist Du dann zu den Leuten von Silver-Car gegangen?
Ja, im vergangen Jahr war es dann soweit, das Silver-Car Werk in Spanien hat mir einen S2 nach den Änderungsvorschlägen des DMSB gebaut und einem DMSB Wagenpasses stand somit nichts mehr im Wege. Es war sicher ein langer Weg, der sich aber für mich gelohnt hat, weil ich großen Fahrspaß mit dem Silver-Car S2 habe. Ohne den Rückhalt vieler Leute, dem Fachausschuss Berg, Veranstaltern, Presse usw., auch die, die ich nicht alle namentlich erwähnt habe, wäre dies nicht möglich gewesen. Einen großes Dankeschön dafür, von mir.

BiD: Was waren Deine Beweggründe den Schritt zu wagen, den Gruppe E1/H-Tourenwagen den Rücken zu kehren und sich dem Thema „CM“ anzunehmen?
Ralf Kroll: Der größte Grund, sich ein CM Fahrzeug zuzulegen, waren die Kosten und der Zeitaufwand. Wenn man in den vorderen Rängen mit einem E1/H Tourenwagen mitfahren will, verbraucht man einiges an Geld und Zeit. Aufhören mit dem Motorsport wollte ich nicht, und suchte nach einer nicht so Zeitaufwändigen und kostengünstigen Alternative. So stieß ich auf die CM Fahrzeuge mit überschaubarer Technik und günstigen Motorradmotor. Reifenkosten für eine Saison sind günstiger, auch eine Revision von Motor oder Getriebe sind bezahlbar, für ca. 2.500-3.000€ bekommt man einen gebrauchten Motorradmotor mit wenig Laufleistung. Auch die Motorenentwicklung für mehr Leistung ist nicht so teuer, weil nicht viel geändert werden darf und muss. Die Leistungsunterschiede betragen vielleicht 15 PS, je nach Motorradmotorhersteller. Kommt beispielweise nach ein paar Jahren ein neu entwickelter Motor auf den Markt, so holt man sich ein Unfallmotorrad und baut den Motor in den CM um und hat wieder aktuelle Technik, für wenig Geld.

BiD: Was sind die fahrerischen Unterschiede zwischen einem E1-VW Golf und einem, von einem Motorradmotor angetriebenen Silver-Car?
Ralf Kroll: Ein Unterschied ist schon mal das Antriebskonzept, von Front- auf Heckantrieb.Seit 1986, als ich mit dem Motorsport begann, habe ich nur frontgetriebene Wagen im Motorsport bewegt und reichlich Erfahrungen gesammelt. Der Silver-Car S2 hat Heckantrieb und ist leichter als der Golf, den ich in der 2L-Klasse gefahren habe. Die Umstellung habe ich mir schlimmer vorgestellt, denn wenn beim Frontantrieb das Heck kommt, gibt man meistens Gas um einem Dreher entgegen zu wirken. Dies dachte ich als Handicap von meinen Reaktionen, die ich mir mit dem Frontantrieb über die Jahre angeeignet hatte. Doch das war nicht so schlimm. Die Linie, die man mit einem Heckantrieb optimal fährt, die muss ich noch ein wenig lernen bzw. umdenken oder finden.
Schon bei der Auswahl, welches CM-Fahrzeug als mein Favorit wird, studierte ich viele Videos im Internet von CM Fahrzeuge. Für mich ist der Silver-Car S2 der beste beherrschbare CM, der einen gutmütigen Grenzbereich hat, und sich auch in diesem Bereich noch fahren lässt, wenn man es nicht übertreibt. Wie bei allem eben. Der S2 hat ein ausgewogenes Fahrverhalten, dadurch kann ich auch schnellere Zeiten fahren, als früher mit meinem VW Golf, obwohl der Topspeed dem gegenüber langsamer ist. Auf der Bremse und in den Kurven ist man einfach schneller und das ist dass, was mehr Spaß macht. Beim motorradfahren machen die Kurven auch mehr Spaß, als auf der Gerade schnell zu fahren. Der Motorensound ist auch was für Drehzahljunkies und macht einfach nur süchtig.

BiD: Was sind die Hauptunterschiede zwischen Deinem im letzten Jahr verkauften Berg-Cup Golf und dem Silver-Car, wenn es darum geht das jeweilige Rennfahrzeug auf einen Rennwochenende vorzubereiten, sei es zuhause oder vor Ort im Fahrerlager?
Ralf Kroll: Beim zeitlichen Aufwand kommt es natürlich immer auf jeden selber an, wie man den Sport sieht und betreiben möchte. Das Reifen säubern und abziehen ist geblieben. Es geht schneller als beim Golf, weil die Reifen schmaler sind. Bei einem Fronttriebler gibt es immer das Problem, dass der Abrieb von den vorderen Antriebsrädern, von den Hinteren aufgesammelt wird, was bei dem CM-Konzept schon mal ausscheidet. Ansonsten habe ich mehr Zeit für andere, angenehmere Dinge, denn die überschaubare Technik ist, mit nur wenigen Handgriffen überall zugänglich. Eine Topspeed-Übersetzung wechsele ich gemütlich in 30 Minuten, wobei das Öl ablassen und wieder einfüllen fast am längsten braucht. Der S2 braucht an und für sich deutlich weniger Wartung und Pflege als der Golf, weil er einfacher Aufgebaut ist. Es ist ja eher ein Rennwagen, als ein Tourenwagen. Nach jedem Rennen wird bei mir der S2 genauso gereinigt wie der Golf, nur dass ich schneller und einfacher an alles ran komme.

BiD: Wie viele helfende Hände sind für ein Rennwochenende am Berg nötig um das Fahrzeug im Fahrerlager auf die Läufe vorzubereiten?
Ralf Kroll: In Spanien und Frankreich findet man viele ältere Rennfahrer, die einen CM fahren, weil es einfache, überschaubare und kostengünstige Technik ist, und Sie den Spaß, wie ich auch am Motorsport haben. Es ist natürlich immer hilfreich, wenn dir ein paar Mechaniker oder die Partnerin zur Seite stehen, aber im Prinzip kann ich alles alleine prima bewältigen.

BiD: Wenn ich mich jetzt, als bereits aktiver Fahrer oder Einsteiger am Berg, entschlossen habe in diese Klasse umzusteigen oder mit einem Fahrzeugwechsel liebäugele, sollte ich was wissen?
Ralf Kroll: Aktuell gibt es nur zwei Hersteller, die vom DMSB einen Wagenpass ausgestellt bekommen, das ist der Tracking01 und der Silver-Car S2 mit dem geänderten Gitterrohrrahmen und kleinen anderen Änderungen. Wenn man nicht das Geld für einen nagelneuen S2 zur Verfügung hat oder ausgeben möchte, gibt es auch eine Auswahl an gebrauchen Fahrzeugen auf dem Markt. Auch einen älteren S2 kann man sich gebraucht kaufen. Es gibt hier die Möglichkeit, einen neuen Gitterrohrrahmen, der den Anforderungen des DMSB entspricht, zu kaufen und umzubauen. Über mich als offiziellen Silver-Car Händler kann man diesen kaufen. Selbst darf man die Änderungen jedoch nicht durchführen. Dies darf nur der Hersteller des Fahrzeuges.
Bei einem Wagenpassantrag eines Silver-Car S2 benötigt man dann eine Beglaubigung von mir. Ohne diese Beglaubigung bekommt man keinen DMSB Wagenpass ausgestellt. BRC, ein weiterer spanischer Hersteller, ist gerade dabei ein CM-Fahrzeug nach FIA Vorgaben zu bauen, das damit in Deutschland die DMSB Zulassung auch bekommen kann. Mit den neuen EF 10 und EF 13-Modellen verfügt Silver Car seit 2016 über Renner mit FIA-Zulassung. Für den Hersteller Speed Car wird aktuell geprüft, ob und welche Änderungen für eine DMSB Zulassung nötig sind. Einen gebrauchten CM im Ausland kaufen und ohne Änderungen in Deutschland zu fahren, ist derzeit nur mit dem französischen Tracking01 möglich. Ein solches Auto wurde durch den Konstrukteur selbst, beim letzten Bergrennen von Mickhausen auf den dritten Gesamtrang pilotiert. Bei einem gebrauchten Silver-Car S2 muss man dann noch Änderungen wie oben schon beschrieben durchführen, weitere Informationen kann man bei mir nachfragen. Neue Fahrzeuge gibt es nur von Silver-Car S2 und den Tracking01 zu kaufen, für die wie oben beschrieben ein DMSB Wagenpass ausgestellt wird.

BiD: Geld und Kosten sind ja immer ein nicht zu vernachlässigender Faktor im Motorsport. Wo liegen in etwa die Anschaffungskosten für ein derartiges Fahrzeug, auch im Vergleich zu den etablierten Rennern?
Ralf Kroll: Die Anschaffungskosten für ein Silver-Car S2G, neu als Basisfahrzeug, belaufen sich auf  47.600 € (incl. MwSt) ab Werk in Spanien. Weitere Optionen wie kettenloser Antrieb, Paddle-Shift, Datenaufzeichnung usw. kann man sich dazu bestellen oder nachrüsten. Bei Interesse kann man mich unter www.rak-performance.de  kontaktieren. Den Preis für ein Tracking01 muss man beim Hersteller Bourgeon Concept anfragen.

BiD: Was muss man an Unterhalts- und Ersatzteilkosten im Rennbudget einplanen?
Ralf Kroll: Die Reifen sind etwas günstiger, als bei den meisten E1/H Tourenwagen. Es kommt natürlich auch darauf an, wie expliziert man den Sport betreibt. Mit meinem Golf habe ich sechs Slik für eine Saison gebraucht, andere Fahrer in der Klasse wechselten jedes zweite Rennen die Reifen. Das hat jeder selber in der Hand, wie viel Budget man in Puncto Reifen für eine Saison verbraucht. Die Kosten während der Saison sind klein, wenn man mit der Kupplung sorgfältig umgeht, hält diese einige Saisons. Kostenpunkt bei einem Wechsel der Kupplung; keine 200 € Material. Sollte der Motor oder das Getriebe mal den Geist aufgeben, so bekommt man für ca. 2.500 – 3.000 € einen gebrauchten Motor mit wenig Kilometern auf der Uhr, wo alles wieder neuwertig ist.
Der Suzuki GSXr 1000-Motor und Getriebe ist sehr robust und langlebig und macht wenig Probleme. Da braucht man für einen E1/H Tourenwagen wesentlich mehr Geld, mit dem man ähnliche Zeiten, wie mit einem CM Renner auf den Asphalt legen kann. Sollte mal ein Ausflug, ungewollt neben der Strecke enden, so sind die Ersatzteile auch recht günstig. So kostet ein Dreieckslenker keine 150 €, oder ein vorder- bzw. hinteres  GFK-Karosserieteil je ca.1.500€, ab Werk. Einen geänderten Gitterrohrrahmen bekommt man neu und unlackiert für 5.150 € ab Werk. Auch viele Ersatzteile sind bis auf den geänderten Gitterrohrrahmen meist im Werk vorrätig und innerhalb einer Woche lieferbar. Das Silver-Car Werk befindet sich in Peralta, im Norden Spaniens, in der Nähe der französischen Grenze.
Wenn man sich einen CM anschaffen möchte, muss man am Anfang schon etwas ausgeben, jedoch sind die Kosten danach klein und überschaubar. Ich kenne einige Rennfahrerkollegen, die sich einen E1/H Tourenwagen gekauft hatten und beispielsweise nach einem Motorschaden einige Zeit nicht mehr fahren konnten, oder vor einer fälligen Motorrevision aus finanziellen Gründen aufgehört, und das Fahrzeug verkauft haben. Meist sind in anderen Gruppen unvorhergesehene Kosten um ein vielfaches höher, die vorher bedacht wurden. Sicher ist jedoch, dass Motorsport, egal wie man es betreibt, nicht günstig ist.

BiD: Die Resonanz auf unseren Artikel „DMSB gibt grünes Licht für die ersten CM-Renner in Deutschland“, von Mitte November, war ausgesprochen groß. Hast Du zwischenzeitlich Anfragen von Interessenten beantworten dürfen und gibt es konkrete Pläne, die Anlass zur Hoffnung geben, dass wir bald mehr spektakulären Rennwagen der Marken Silver-Car, TracKing, BRC und Co auf den hiesigen Bergrennstrecken sehen dürfen?
Ralf Kroll: In der Tat, nach dem Artikel auf „Bergrennen in Deutschland“ habe ich auch einen größeren Zugriff auf meiner Internetseite feststellen können, und zwischenzeitlich auch ein paar Anfragen und Telefongespräche verzeichnen können. Wie es bei Tracking aussieht, kann ich nicht sagen. BRC muss sein Fahrzeug erst mal auf den Deutschen Markt bringen, dies könnte im Sommer soweit sein. Ist aber ohne Gewähr. Das Interesse ist groß und man kann gespannt sein auf die kommende Saison. Vielleicht gibt es die eine oder andere Überraschung, wenn plötzlich ein Rennkollege oder Kollegin mit einem CM am deutschen Berg auftaucht.

BiD: Was erhoffst Du Dir für die nahe und mittelfristige  Zukunft, dieser neuen Fahrzeugspezies am Berg und wie sehen Deine persönlichen Planungen für die kommende Saison 2017 aus?
Ralf Kroll: Da die CM Fahrzeuge schon seit über 10 Jahren im Ausland, bei den Fahrern und Zuschauern bestens ankommen, so denke und hoffe ich, das diese Welle auch zu uns kommen wird. Ich bin überzeugt, dass wir in Zukunft immer mehr von diesen Fahrzeugen an Deutschlands Bergen zu sehen bekommen. Und der eine oder andere CM-Vertreter aus dem Ausland wird bei uns in Deutschland zu Gast sein. Kontakte nach Belgien, Frankreich, Österreich und in die Schweiz wurden schon gepflegt. Ich selbst werde, soweit alles nach Plan läuft, fast alle Bergrennen in Deutschland bestreiten, außer die jenigen, die in unseren Sommerurlaub fallen. Beim Bergpreis in Schotten werde ich beginnen, darauf freue ich mich schon jetzt!

BiD: Vielen Dank für das ausführliche Gespräch und viel Erfolg bei Deinen weiteren Bemühungen um diese so spektakuläre Rennfahrzeuggruppe und nicht zuletzt für Deine persönliche Rennsaison 2017!

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Über Thomas Bubel 279 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.