Buchverstellung: Der Bergkönig Sepp Greger

Er hat als privater Rennfahrer drei Jahrzehnte den Bergsport maßgeblich geprägt, wurde zu einer wichtigen Symbolfigur von Porsche und ließ sich als „Bergkönig“ feiern: Sepp Greger, dreimaliger Europa-Bergmeister und dreimaliger Deutscher Meister am Berg. Anlässlich des 100sten Geburtstags von Sepp Greger wurden sein Leben und seine Rennkarriere aufgearbeitet und in einem Buch zusammengefasst. Entstanden ist ein Kaleidoskop von Geschichten aus dem Motorsport, umrahmt von Erinnerungen seiner Rennfahrerkollegen wie Jürgen Barth, Toni Fischhaber, Hans Herrmann, Herbert Linge, Rudi Lins, Eberhard Mahle, Prinz Leopold von Bayern, Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck. Gemeinsam ist den Zeitzeugen die Achtung vor den sportlichen Leistungen des sympathischen und ehrgeizigen, verdient geehrten und hoch dekorierten Bergkönigs: Er hat nicht viel Worte draus gemacht. Der hat sich in sein Auto gesetzt, ist den Berg hochg’fahren und hat gewonnen. Vielleicht hat er grad amal g’sagt: ‚Gell, da schaugst!’. Mit einem Blick hinter die Kulissen des Bergrennsports und einem seltenen Fundus an Bildern, vor allem aus den 1950erund 1960er-Jahren, kann man amüsiert und mit leichter Wehmut den großen Jahren des Bergrennsports frönen und in das Leben des legendären Bergrennfahrers Sepp Greger eintauchen.

Sepp Greger, eine Kultfigur des Motorennsports der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre, gilt als Ausnahmetalent und König der Bergrennen. Man könnte ihn mit Augenzwinkern auch als „hemdsärmeligen“ Typen bezeichnen, ohne Starallüren, gesellig und ehrgeizig. Lange fährt er im Karohemd, mit Lederhelm und ohne Sicherheitsgurt. Mehr als vier Jahrzehnte startet Greger bei Bergrennen, Rallyes und Rundstrecken, und wird in dieser Zeit zu einer der wichtigen Symbolfiguren von Porsche. 1915 in sehr arme Verhältnisse hineingeboren, muss Sepp Greger früh aus dem Haus, um im Allgäu als Hirtenbub zu arbeiten. Nach dem Krieg gründet er in Obermenzing unter freiem Himmel einen Kfz-Reparaturbetrieb, gleichzeitig entdeckt er die Liebe zum Rennsport. Im CCG-Käfer, mit Transporter-Bremsen und Porsche-Motor, macht er die ersten Renn-Erfahrungen, später wechselt er zu verschiedenen Porsche-Modellen, die er selbst weiterentwickelt. Die Bilanz seiner fast 40-jährigen Rennkarriere: 1200 Starts, 600 Siege und 900 Pokale. Die größten Erfolge: Zwei Klassensiege in der Rallye Monte Carlo, dreimal Bergmeister-Europameister und dreimal Deutscher Meister am Berg.

Zur Legende wird auch die Greger-Racing-Show. 1972 hat Sepp Greger das Großereignis ins Leben gerufen. 20 Jahre lang folgen ihm die bekanntesten Rennfahrer mit ihren Boliden nach München in die Olympiahalle. Was Rang und Namen hat, ist mit dabei. Ob Lauda, Röhrl oder Stuck: Die Show ist das Highlight am Ende der Rennsaison, und wenn man als Rennfahrer in die Greger-Racing-Show eingeladen wird, dann weiß man: Man ist wer! Lassen Sie sich begeistern von Sepp Gregers Leben, seinem Werdegang als Rennfahrer, seinen Erfolgen und Abenteuern vor dem historischen Kontext des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche großartige Fotografien sowie Geschichten aus dem Motorsport und Erinnerungen von namhaften Weggefährten (wie Prinz Leopold von Bayern, Walter Röhrl, Hans-Joachim Stuck … aber auch Münchens Altoberbürgermeister Georg Kronawitter) lassen die damalige Zeit und die Atmosphäre auf und an den Rennstrecken wieder lebendig werden.

Autorin des Buchs „Der Bergkönig Sepp Greger – Eine Rennfahrerlegende“ ist Maria Weininger, die seit 15 Jahren als freie Journalistin tätig ist. Schwerpunkt ist die Berichterstattung in der Tagespresse, Öffentlichkeitsarbeit und Biografiearbeit. Im Kontext der Biografiearbeit sind von der Autorin mehrere Biografien und historische Abhandlungen veröffentlicht worden. Die wichtigsten Fakten zum Buch: 200 Seiten, 215 x 285 mm, fadengeheftetes Hardcover, 250 Farb- und S/W-Fotos, Neuerscheinung aus dem September 2016. Preis: 29,90 €, ISBN 978-3-8313-2304-3. Zu bestellen unter http://www.wartberg-verlag.de/programm/titel/1183-sepp-greger-der-bergkoenig-eine-rennfahrerlegende.html

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Über Thomas Bubel 302 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.