Große Vorfreude auf das Rossfeldrennen – Herbstliches Oldtimer-Highlight in Berchtesgaden

Nur noch wenige Tage heißt es Geduld haben, dann steht vom 23.-25. September 2016 die Roßfeld-Panoramastraße in den Bergen zwischen Salzburg und Berchtesgaden wieder ganz im Zeichen alter, schöner und vor allem schneller Rennwagen. Mit ihrer bereits vierten Auflage hat die kleine, aber feine Motorsport-Veranstaltung längst Kult-Charakter erlangt – und zwar weit über die Classic-Szene hinaus. Denn nicht nur für Oldtimer-Fans aus ganz Europa sowie für nicht weniger als vier bedeutende Autohersteller ist das Revival der legendären Berg-Europameisterschaftsläufe der 1960er- und 1970er-Jahre ein absolutes Muss. Dank ihres sozialen Hintergrunds und dem guten Zweck ist das Roßfeldrennen jedes Jahr aufs Neue ein Fest für die gesamte Familie. Eine Woche vor dem Start ist nun die endgültige Starterliste verfügbar.

Die finale Starterliste umfasst 147 der seltensten und wertvollsten Rennfahrzeuge der Welt, 7 Vorkriegsmotorräder und 24 historische Busse. Mindestens ebenso hochkarätig wie das edle Blech sind die prominenten Namen neben Walter Röhrl unter den Teilnehmern. Hans-Joachim Stuck (Porsche 356 Carrera GT), Christian Geistdörfer (Ford Capri 2600 RS), Harald Demuth (Audi Sport Quattro S1), Eberhard Mahle (Porsche 911), Rudi Lins (Porsche 718 W-RS), Herbert Linge, sowie Hans Clausecker im Porsche 914/6 GT der O.N.S. Sicherheitsstaffel machen das letzte September-Wochenende zu einem Fixtermin für Fans des historischen Motorsports.

Die spektakulären Fahrzeuge des Walter Röhrl
Beeindruckend ist auch die Fahrzeug-Liste für den Themenschwerpunkt „Die Fahrzeuge des Walter Röhrl“: Als langjähriger Botschafter des Roßfeldrennens wird Walter Röhrl heuer nicht weniger als sechs verschiedene Fahrzeuge pilotieren, die für seine unvergleichbare Karriere besonders bedeutsam waren: Den legendären Audi Sport Quattro S1 von 1985, den Fiat 131 aus dem WM-Jahr 1981, den Opel Ascona 400 mit dem er die Weltmeisterschaft 1982 gewann, den Ford Capri 2600 RS mit dem er 1972 bei der Olympiarallye seinen internationalen Durchbruch schaffte, sowie einen Porsche 911 mit dem er 1981 um ein Haar die Rallye San Remo gewonnen hätte. Last, but not least, wird Röhrl auch in jenem originalen Opel Ascona A Platz nehmen, mit dem er 1975 bei der Akropolis-Rallye triumphierte – damals sein erster WM-Sieg überhaupt und auch der erste für Opel. „Angesichts der vielen tollen Autos habe ich das Gefühl, wieder 30 Jahre jünger zu sein“, freut sich Walter Röhrl selbst bereits auf ein Wiedersehen mit den wichtigsten Fahrzeugen seiner Karriere. „Eine tolle Idee, so etwas auf die Beine zu stellen! Ich bin mir sicher, es wird für alle beteiligten ein Wahnsinns-Erlebnis – für mich am allermeisten.“

Legendäre USA-Audis als Stars der Fahrzeug-Ausstellung
Die insgesamt rund 20 Boliden umfassende Ausstellung im Fahrerlager wird unter anderem ergänzt durch das 720 PS-Monster Audi 90 Quattro IMSA GTO aus 1989, den Audi Quattro 200 Trans Am aus 1988 oder den Schnitzer-BMW 2002 Turbo Gruppe 5, mit dem er 1977 an einem Lauf zur Deutschen Rennsport Meisterschaft am Norisring teilgenommen hat.

Best of Volkswagen Classic
Vom Denzel 1300 aus dem Jahr 1957 bis zum Rallye-Golf von 1990 reicht die Fahrzeugpalette, die Volkswagen Classic in diesem Jahr aufs Roßfeld schickt. Für die Infos von der Strecke ist der originale Polizei-Käfer aus dem Jahr 1964 zuständig. Natürlich wird in diesem Jahr auch das 40-jährige Jubiläum des Golf GTI gefeiert, der 1977 auch am Roßfeld von mehreren Fahrern eingesetzt worden ist. Einer der „jungen Wilden“ von damals, Georg Memminger, ist damals wie heute mit einem GTI am Start.

Wundervolle Raritäten
Auch Zuffenhausen ist 2016 stark in den Berchtesgadener Bergen vertreten: Die Liste der Porsche-Boliden reicht vom 718 RS 60 Spyder aus dem Jahr 1960, über den 911 RSR von 1973 bis zum 924 Carrera GTS „Monnet“ im Rahmen der Röhrl-Ausstellung. Abgerundet wird der Auftritt erneut vom Opel Blitz-Servicefahrzeug. Ein wahres Gustostückerl ist eine von nur fünf jemals gebauten Corvette Grand Sport aus dem Jahr 1963 – eine echte Sensation!

Wichtige Informationen für Zuschauer
Der Vorverkauf der Tickets läuft noch bis Donnerstag, den 22. September 2016 auf der Webseite von Ticket Scharf. Am Freitag, dem 23. September, werden die Eintrittskarten im Rahmen der Fahrzeugpräsentation am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden ebenfalls noch zum Vorverkaufs-Preis angeboten. Selbiges gilt auch für die vergünstigten Familientickets, die es an den Tageskassen nicht gibt.

Bequem anreisen mit dem Bus
Neben den beliebten Oldtimer-Bussen, die vom Fahrerlager aus über die Strecke fahren, spielen natürlich auch wieder die RVO-Busse eine wichtige Rolle. Wichtig: Wie schon in den vergangenen beiden Jahren fahren die Zubringer-Busse vom Bahnhof-Berchtesgaden (bzw. vom Salinen-Parkplatz aus) direkt über den Obersalzberg zum Fahrerlager. Stichwort Anreise: Aufgrund von Wartungsarbeiten fällt der Zugverkehr zwischen Freilassing und Berchtesgaden während des Roßfeldrennens leider aus – es wird jedoch ein Schienenersatzverkehr angeboten.

Anreise per Pkw, Parkplätze
Wer mit dem eigenen Pkw anreist, kann bei der Auffahrt Unterau Richtung Oberau/Roßfeld fahren und erreicht über die Mautstelle Nord die Parkplätze am Roßfeld. Wenn diese Kapazitäten erschöpft sind, stehen noch  Parkplätze in der Oberau zur Verfügung. Von diesen Parkplätzen kann man entweder zu Fuß den Zielbereich am Ahornkaser erreichen oder die Bus-Ringlinie benutzen. Diese Busse bringen Sie in das Fahrerlager und an die Strecke zu den Zuschauerpunkten. Parkgebühr pro Tag: € 2,00. In den RVO-Bussen kann jeweils ein Rollstuhlfahrer mitfahren.

www.rossfeldrennen.de

Über Thomas Bubel 302 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.