Faggiolis Schachzug – Vorzeitiges EM-Endspiel in Ilirska Bistrica

Mit einem ungewöhnlichen Schachzug sucht Titelverteidiger Simone Faggioli am kommenden Wochenende die Titelentscheidung in der diesjährigen Europa-Bergmeisterschaft. Vor dem vorletzten Saisonrennen im slowenischen Ilirska Bistrica liegt der Florentinische Champion gleichauf mit seinem Landsmann Christian Merli, der am Ende bei Punktgleichheit den Titel davon tragen würde. Da beide Rivalen in unterschiedlichen Gruppen dominieren und am Ende  wohl auch punktgleich wären, sucht Faggioli nun die direkte Konfrontation und startet in der Gruppe E2-SS (Single Seater). Sein E2-SC Sportwagen vom Typ Norma M20 FC Zytek V8  tauscht er gegen einen Osella FA 30 aus seinem eigenen Team ein, der auf Pirelli-Reifen rollen wird. Seit dem Jahr 2013 steuerte Faggioli einen solchen Rennwagen nicht mehr bei einem Rennen.

Norma Auto Concept-Chef Norbert Santos steht hinter seinem Fahrer und dem kurzzeitigen Markenwechsel. „Wir haben vollstes Verständnis für die Haltung von Simone. Das EM-Reglement ist so, dass der schnellste und erfolgreichste Fahrer, mit dem besten Auto, nicht zwangsläufig Europameister wird. Simone hat keine andere Wahl, als diesen Versuch zu wagen. Die gesamte Norma-Mannschaft unterstützt Simone bei dieser Prüfung und hofft das er beim EM-Finale Mitte September in Buzet, im bewährten Norma erneut den EM-Titel der Kategorie II, für sich und sein Team sowie die Marke Norma sicherstellen kann“.

Über Thomas Bubel 302 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.