David Hauser Favorit beim Homburger Bergrennen an diesem Wochenende

Im Titelkampf um die Luxemburger Bergmeisterkrone und somit auf dem Weg zur Qualifikation zum “FIA Hill Climb Masters” Anfang Oktober in Tschechien geht David Hauser dieses Wochenende an den Start des 5. Meisterschaftslaufs in Homburg (D)auf der “Käshofer Strasse”, ein Rennen, das ebenfalls zur deutschen Bergmeisterschaft sowie zum bekannten “KW Berg-Cup” gewertet wird: “In Gedanken werde ich dieses Wochenende vor allem bei meinem Groβvater Jean sein, der selbst in den 50er und 60er Jahren des vergangenen Jahrtausends im Autosport aktiv war und sozusagen das Rennvirus in die Familie gebracht hat.”

Nachdem er dieses Rennen 2012 in seiner ersten Saison im Dallara GP2 gewinnen konnte, wobei seine schnellste Laufzeit bei 1.07,344 min. für die 2,6 km lag und so damals seinen erst zweiten Gesamtsieg zwei Monate nach jenem in Eschdorf feiern konnte, darf David Hauser bei seiner erst zweiten Teilnahme auf dieser eher atypischen Strecke mit vor allem dem im Bergrennsport ungewohnten Bergabstart recht zuversichtlich ins Rennen gehen, zumal er bei seinen beiden letzten Rennstarts in Eschdorf und Wolsfeld (D) jeweils den Gesamtsieger stellte, was ihm zugleich derzeit die klare Meisterschaftsführung mit 246,4 Punkten vor Léon Linden (179,5) und Titelverteidiger Roland Braquet (126,3) einbringt. Doch das eigenwillige deutsche Wertungssystem mit der Addition aller Rennläufe (deren 3 am Sonntag ab 8.30 Uhr vorgesehen sind) ist immer wieder für Überraschungen gut, insbesondere bei eventuell wechselshaften Witterungsbedingungen oder gar technischen Problemen oder einem Fahrfehler in einem der Rennläufe. Eine zusätzliche Herausforderung für David Hauser wird es sein, den seit drei Jahren von seinem Landsmann Guy Demuth (Osella-Zytek Fa30) in 1.06,914 gehaltenen Streckenrekord zu unterbieten.

Die wichtigsten Gegner von David Hauser und dessen Dallara-Mécachrome GP2 V8) im Kampf um den Gesamtsieg werden die beiden Schweizer Simon Hugentobler (Reynard-Judd 97D) und Philippe Guélat (Lola-Cosworth T94/50-ex-Nicolas Schatz), sowie der Franzose Daniel Allais (Reynard-Judd 97D) sein, doch neben diesen drei F3000-Fahrern muss man vor allem auch den vierfachen deutschen Meister Uwe Lang (Osella-BMW Pa20 3L), den Franzosen Anthony Loeuilleux (Tatuus-Honda Formula Master), sowie die Formel 3-Meute beachten, die vom Briten Paul Buckingham (Dallara-Mercedes F305-ex-Gary Hauser) und dem zweifachen deutschen Meister Frank Debruyne (Dallara-Opel Spiess F303) angeführt wird. Bei den Touren- und GT-Wagen seien vor allem Holger Hovemann (D) im bulligen Opel Kadett C GT/R mit V8-Motor, die Schweizer René Ruch (Ferrrai 355 GT) und Herbert Schmid (Porsche 996 GT3), die Deutschen Norbert Handa (Lancia Delta Integrale), Rüdiger Bernhard (Vater von 24h Le Mans 2010-Gesamtsieger und Porsche-Werkspilot Timo) im Porsche 911 GT3 Cup, sowie die Luxemburger Nico Schlling und Charel Valentiny (beide Subaru Impreza), Cédric Schilling (Mitsubishi Lancer) oder noch Canio Marchione (VW Scirocco) erwähnt. Zu bemerken ebenfalls, dass auf dem Gelände der Brauerei Karslberg Zuschauerparkplätze zur Verfügung stehen, welche per Shuttle-Busse mit der naheliegenden Strecke verbunden sind.

Text: Patrick Weber

Über Thomas Bubel 302 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.