Ansehnliche Weiterentwicklung in Schotten

Einen Monat noch bleiben die Bergrennstrecken in Mitteleuropa verwaist. Aber mit einem Dreifachschlag wird der Bergrennsport die Fans und Aktiven am 23./24. April in unseren Breiten, in seinen Bann ziehen. Neben dem Rechbergrennen (EM) in Österreich und dem Bergrennen von Abreschviller in Ostfrankreich, läutet der MSC Rund um Schotten in fünf Wochen die Deutsche Bergrennsaison mit dem 13. ADAC Bergpreis Schottenring ein.

Der aktuell 367 Mitglieder umfassende MSC Rund um Schotten ist also der erste Gastgeber für die Pilotinnen und Piloten der Deutschen Bergmeisterschaft, des KW Berg-Cup und einiger GLP-Serien im Jahr 2016. Durch das Stutzen der Berg DM auf nur noch eine einzige, gemeinsame Meisterschaft für Tourenwagen und Rennsportfahrzeuge und dadurch resultierend, einen einzigen Landesmeistertitel, steht das reine Tourenwagen-Bergrennen im Vogelsbergkreis in diesem Jahr ohne DM-Prädikat da. Hier offenbart sich bereits der erste große Nachteil, des vom DMSB verjüngten Bergreglements.

Die Organisatoren um den MSC-Vorsitzenden Wolfgang Wagner-Sachs hoffen auf zahlreiche Rennteams, die vom 22. bis 24. April 2016 oberhalb der Rennstadt Schotten, im Ortsteil Rudingshain gastieren werden. Zahlreiche Neuerungen und  Aufwertungen sollen der Veranstaltung, und nicht zuletzt den Teilnehmern und Zuschauern zu Gute kommen. Mit den Einstellfahren (Nennung 60€) am Freitag ab 13 Uhr bietet der MSC Rund um Schotten den Teilnehmern des Bergrennens, nach der langen Winterpause eine optimale Möglichkeit sich wieder mit ihrem Renngerät vertraut zu machen und etwaige Änderungen der Technik oder Aerodynamik auf Herz und Nieren zu prüfen. Nach den Einstellfahrten starten am Samstag ab 9 Uhr die ersten offiziellen Trainingsfahrten auf der rund 3 Kilometer langen Strecke von Rudingshain über den Abschnitt Poppenstruth Richtung Götzen. Der erste Rennlauf beginnt am Sonntag ebenfalls um 9 Uhr.

Einen großen Fortschritt wird es in der Infrastruktur und im Umfeld des Bergpreis geben. Wie „BiD“ bereits vor Wochen berichtete, ist das Dorfgemeinschaftshaus Rudingshain in der Ortsmitte neuer Mittelpunkt und Hauptquartier der Veranstaltung, wo bereits am Donnerstag die erste Dokumentenabnahme möglich sein wird. Weiter wurde an der Stellschaube Stromversorgung gedreht, die Webseite neu gestaltet und das bekannte Zeitnahme-Team Stoll verpflichte, das auch Live-Timing ermöglichen wird. Eine zusätzliche Bewirtung wird den Zuschauerplatz an der Kurzanbindung „Poppenstruht“ noch attraktiver machen und auch für die Pressevertreter wird es eigene Parkplätze geben. Mittlerweile sind die Ausschreibungs- und Nennunterlagen für die Aktiven unter www.schottenring.de greifbar und somit kann jeder seine Einschreibung frühzeitig auf den Weg bringen.

Über Thomas Bubel 301 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.