Absicherungsarbeiten am Rechberg angelaufen

Nicht mehr ganz neun Wochen sind es noch hin, bis zum zweiten Lauf der diesjährigen Berg-Europameisterschaft am Rechberg in Österreich. Die FiA in Paris hat vor kurzem das neue Sicherheitskonzept des Veranstalters StAMK Zv. Mürztal abgesegnet. Nun haben neben den administrativen auch bereits die praktischen Arbeiten direkt an der Rennstrecke begonnen.

Unter der Leitung des Präsidenten des Organisationskomitees Ehrenfried Seitinger legte der Vizebürgermeister von Fladnitz höchstpersönlich zusammen mit der bewährten Truppe einiger Tulwitzer, Hand an die vorderste Reihe von Bäumen entlang der Zielgeraden, um eine potenziellen Gefahrenquelle zu entschärfen. Obwohl noch Schnee am Rechberg liegt, können die Vorbereitungsarbeiten nicht warten.

Um das neue Sicherheitskonzept umsetzen zu können, wird die Bergrennstrecke zum Schutz der Aktiven wie auch des Publikums mit 1.700 Metern Leitschienen sowie 300 Tonnen Betonleitwänden (dies ergibt etwa 300 Laufmeter) gesichert werden. Der Aufwand ist enorm aber notwendig, um das höchste Berg-Prädikat des Weltmotorsportverbandes FIA weiterhin zu erhalten. „Saftey first“ ist das Motto der Organisatoren.

Wichtige Maßnahmen, welche bei der letzten Begehung von Fahrervertretern angesprochen und auch bei der FIA gemeldet wurden, werden nun umgesetzt. Zur Reduktion der Geschwindigkeit in der „Spiegelkurve“ wird eine zusätzliche, zweite Schikane installiert, um die Sicherheit vor dem besagten Kurvenbereich zu erhöhen. „Dies ist die einzig mögliche Reaktion auf Kritikpunkte von Seiten der Fahrervertreter und Fahrer an die OSK und FIA, welche aufgrund der hohen Geschwindigkeit Maßnahmen zu ihrem Schutz forderten“, stellten die Organisatoren fest. „Die neue Schikane stellt während und vor der Veranstaltung einen unglaublichen organisatorischen Aufwand dar und ist auch nicht unbedingt unsere präferierte Lösung, aber tatsächlich die einzige durchführbare Möglichkeit. Diese Passage als neue Challenge wird auch sicher die Option auf tolle Fotos und spektakuläre Szenen für Zuschauer und Presse liefern, wenn die Fahrer von 180 km/h (das sind 50 m/sec.) auf etwa 60 km/h verzögern, die dreiteilige Schikane passieren um danach wieder auf 200 km/h zu beschleunigen“. In diesem Sinne freuen sich alle Beteiligten bereits sehr auf das Frühlingserwachen und arbeiten gemeinsam weiter am guten Gelingen des Rechbergrennens 2016.

Über Thomas Bubel 301 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.