Passion historische Gruppe C Sportwagen – Werner Frenz hütet ein Stück Berg-DM Geschichte

Im August diesen Jahres ergab sich die Gelegenheit für „Bergrennen in Deutschland“ zu einer Visite bei Werner Frenz, dem Sohn der Deutschen Berg-Legende aus den 1980er und 90er Jahren Willy Frenz. Werner wuchs in dieser Dekade als junger Bub in den Fahrerlagern der Deutschen Bergmeisterschaft auf, fuhr später mit einem Formel 3 im väterlichen Team und widmet sich inzwischen seit vielen Jahren dem historischen Rennsport mit klassischen Gruppe C-Rennsportwagen zum Oldtimer Grand-Prix und ähnlichen Veranstaltungen.

Der Liebe wegen, hat der inzwischen 50-jährige, die Heimat Mönchengladbach verlassen und lebt in Koblenz, wo auch in einem Hinterhof, eine von außen unscheinbare Halle steht, voll mit Erinnerungen, Exponaten und natürlich einigen wunderschönen klassischer Rennwagen, die sich Frenz mit seinem Schwiegervater, auch ein passionierter Oldtimerracer, teilt. Die Erinnerung an seinen im Februar 2010 verstorbenen Vater, hält der Fachanwalt für Arbeitsrecht, quasi in einem Privatmuseum fest. Zahlreiche Utensilien, kistenweise Zeitungsauschnitte und Fotos sind hier gelagert oder prangen an den Wänden. „Bergrennen in Deutschland“ war es vergönnt bei einem netten Plausch über die glorreichen 1980er Jahre im Deutschen Bergrennsport zu sinnieren. Aus besagter Foto-Schatzkiste tauchten auch einige frühe Werke des Autors Thomas Bubel auf und natürlich des unvergessenen Rennleiter, Fotografen und MSa-Schreiberling Jürgen Hug.

Einige „Baustellen“ , wie ein Osella PA 20/21 oder der 1984er Formel Ford 2000 seiner Frau, verlangen nach Fürsorge. Aber auch die Zeit von Werner Frenz ist begrenzt, obwohl er am liebsten täglich an seinen Schätzen schrauben würde. Ab und an zieht es den Rheinländer auch als Zuschauer zu einem Bergrennen, wo ihn doch noch viele Freunde aus vergangen Tagen gerne begrüßen. Der Kontakt zu einigen langjähren Bergspezialisten ist nie abgerissen, auch bedingt durch die Suche nach Teilen zum Wiederaufbau und der Restaurierung diverse Rennwagen. Die wunderschöne gelbe Lola T296 BMW seines Vaters besitzt derweil Martin Hörter, ein befreundeter Unternehmer aus dem nahen Ransbach-Baumbach. In dessen Halle hat auch der hellblaue Osella PA 20S BMW von Martin Krisam jun. eine neue Bleibe gefunden. Auch ein früheres Gesamtsieger-Fahrzeug der Bergmeisterschaft. Den zuletzt von Willy Frenz pilotierten Osella PA5, der noch aus den 1970er stammt, setzt Werner häufig bei diversen Historic-Veranstaltungen auf der Rundstrecke ein und genießt es seine Raritäten auf vier Rädern am Laufen zu halten und standesgemäß zu bewegen.

Über Thomas Bubel 745 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.