Rekord-Anmeldungen für das 50. Jubiläum von Abreschviller

Nach zwei aufeinander folgenden Absagen aufgrund der Covid-Gesundheitskrise steht das Bergrennen Abreschviller – Saint Quirin im Kalender der französischen Bergmeisterschaften. Die Veranstaltung in Lothringen (zwischen Strasbourg und Saarbrücken) feiert dieses Jahr das 50. Jubiläum und stellt einen Rekord bei der Zahl der Anmeldungen auf.

Das Lothringer-Treffen der Französischen Bergmeisterschaft hat die Besonderheit, eine der kürzesten Strecken der Saison anzubieten und gleichzeitig eine der intensivsten zu sein. Die erreichten Geschwindigkeiten lassen nicht die geringste Unachtsamkeit zu, und die geringste Abweichung von der Idealline kann dazu führen, dass die Position eines Fahrers in der Wertung erheblich absinkt. Eine weitere Besonderheit ist, dass sich die „Cocca“, die Organisationsstruktur vor Ort, seit vielen Jahren dafür einsetzt, besonderen Wert auf den besonderen Empfang von allen Wettbewerbern zu legen. Und natürlich werden anlässlich der 50. Ausgabe an diesem Wochenende von Samstag, dem 30. April und Sonntag, dem 1. Mai, viele Aktivitäten zur Zufriedenheit von Fahrern und Zuschauern stattfinden.

Seitens der Teilnehmer haben wiederum die Organisatoren Grund zur Begeisterung. Mit 186 Teilnehmern auf der Meldeliste stellte die Veranstaltung im Departement Mosel einen Rekord auf. Zumal sich bei dieser 50. Ausgabe Quantität mit Qualität reimt. Unter den Anwärtern auf den Sieg finden wir den Gewinner der ersten beiden Rennen der Saison, Billy Richchen. Der Elsässer, der seinen Nova Proto NP-01 in Bagnols-Sabran und auf den Hängen des Col Saint-Pierre eingesetzt hat, wird versuchen, dasselbe auf der kurzen Strecke von Abreschviller zu tun. Die ersten beiden Begegnungen der Saison boten den Fans großartige Aufeinandertreffen, und wenn Billy Ritchen das letzte Wort hatte, sah er sich zweimal der Bedrohung durch Damien Chamberod gegenüber, der seinen Norma M20 FC hinter dem Sieger platzierte. Es besteht kein Zweifel, dass die Isérois daran interessiert sein wird, noch einen Schritt weiter zu gehen, um die oberste Stufe des Podiums zu erreichen. Es wird auch notwendig sein, denjenigen zu berücksichtigen, der in Sabran und Saint-Jean-du-Gard Dritter wurde, Sébastien Petit. Der zweifache französische Meister wird einen brandneuen Nova-Proto einsetzen, der über einen neuen Turbomotor verfügen wird.

Immer noch auf der Seite der E2-SC/3-Klasse werden dürfen die Fans die Leistung von Cyrille Frantz verfolgen. Der Franc-Comtois entwickelt seinen Osella PA 30 weiter und verbessert gleichzeitig seine Zeiten. Ungeduldig warten die Insider auf den Start von Fabien Bourgeons Revolt 3P0, der in dieser Saison von einem neuen 1750-cm3-Turbomotor angetrieben wird. Leider ist der TracKing-Erfinder noch nicht soweit, hat sich aber für das Wochenende den Osella PA 30 des Deutschen Alexander hin geliehen, um den Punkteabstand in der Meisterschaft nicht zu groß werden zu lassen. Es wird auch notwendig sein, Anthony Le Beller zu folgen, der, nachdem er kürzlich mit einem Norma 2 Liter bei den regionalen Bergrennen von Thèreval und Bournezeau gewonnen hat, seine Saison in der Meisterschaft mit einem Norma M20 FC beginnt, der in E2-SC/3 eingesetzt ist . Patrik und Alexander Zajelsnik werden ebenso dabei sein wie Cédric Lansard, der besonders zu Beginn der Saison mit seinem Norma M20 FC, den er in der E2-SC/3B, einer Klasse von Autos mit begrenzten Turbos, einsetzt.

In der Klasse E2-SC/2 ist der Revolt 2P0 der vierfachen französischen Meisterin Cindy Gudet nach der kurzfristigen Absage leider doch nicht am Start. Außerdem gibt es den Nova Proto NP-01 des jungen Belgiers Corentin Starck, derzeit Sechster in der Sportmeisterschaft. Fabien Frantz wird mit seinem Osella PA 2000, Pascual Perez mit seinem Norma M20 FC und der Luxemburger Champion Canio Marchione mit seinem Osella PA21 am Start sein. In der Klasse E2-SC/1 wird der junge Axel Petit keine Konkurrenz haben, aber wie in Sabran und Col Saint-Pierre den Pokal für den besten jungen Fahrer in der Sportkategorie anstreben.

Der Drittplatzierte der Meisterschaft, Kevin Petit, wird am Steuer seines Norma M20 FC in CN+ Version erneut auf ein hervorragendes Ergebnis in der Gesamtwertung aus sein. Sein Ziel wird es sein, seine Position zu festigen. Der Kampf in der 3-Liter-Klasse könnte sich mit der Anwesenheit von drei Protagonisten verschärfen. Tatsächlich finden wir in Abreschviller den Norma von Olivier Berror, den von Sylvain Dodille, der dort an der Meisterschaft teilnimmt, und den Osella PA 20 von Gilles Lombardo. Etienne Pernot ist der große Favorit in einer CN/2-Klasse, in der er am Steuer seiner Norma mit Jean-Jacques Louvet, Thibaut Mangin, Olivier Jeanroy und Lokalmatador Régis Christoph, der sich für einen Tatuus PY12 entschieden hat, antreten muss.

Wenn man sich das GTTS/4-Feld aus dem Lager der Tourenwagen und GT ansieht, kann man nur staunen. Nicht weniger als elf Konkurrenten sind in dieser Klasse mit Prestige-Autos gemeldet. An der Spitze der Liste finden sich die Co-Spitzenreiter der Meisterschaft, nämlich Ronald Garcès und Yannick Poinsignon. Der Sieger von Sabran, Titelverteidiger Ronald Garcès, wird versuchen, seinen Lamborghini Huracan ST erneut nach vorne zu schieben. Yannick Poinsignon, der in diesem Jahr den Col Saint-Pierre auf seiner Liste hat, will seinen BMW M3 E92 auf Platz eins platzieren.

Philippe Schmitter wird mit seinem Silhouette Renault RS 01 dabei sein. Ein weiterer Silhouetten-Wagen wird die Strecke in Abreschviller in Angriff nehmen, Pierre Beals Volvo TC10 S60. Vincent Lagache wird einen großartigen Ferrari 430 Evo einsetzen. Besonders wachsam muss man aber bei den sechs Porsche sein, die um die ersten Plätze kämpfen werden. An ihren Lenkrädern finden wir Fahrer des Kalibers von Nicolas Werver, achtmaliger französischer Meister, Paul Reutter, der bei den ersten beiden Rennen der Saison auf dem Podium stand, der Schweizer Frédéric Neff oder sogar Philippe Marion, Jean-Marc Gandolfo oder Loic Cordier aus Belgien. Es erklärt sich von selbst zu sagen, dass die Wetten auf Seiten dieser GTTS/4-Klasse noch nie so offen waren. Wir erwarten mit Spannung die erste direkte Konfrontation zwischen dem Opel Astra TCR von Cyril Andrey und dem Audi RS3 LMS von Stéphane Garcia, der seine Saison in der Meisterschaft beginnt, nachdem er sich kürzlich bei zwei regionalen Events ausgezeichnet hatte. Simon Coinchelin komplettiert mit seinem Porsche 997 Cup das Feld dieser GTTS/3-Klasse. Die Top GT-Piloten könnten sich auch in die GTTS einmischen. Wir denken insbesondere an die Alpine A110 GT4 von Francis Dosières und Anthony Dubois. Abwesend am Col Saint-Pierre sollte Frédéric Santarelli mit seinem Porsche 911 Turbo nach Abreschviller zurückkehren.

Nicht weniger als zwölf Léon Supercopa werden die Klasse A/5 in Lothringen beleben. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der Sieger der Gruppe A aus dieser Klasse kommen wird. Fortsetzung folgt daher; Sarah Bernard-Louvet und Nicolas Granier, die ihr Duell in den ersten beiden Rennen der Saison fortsetzen. Besonders aufmerksam schauen wir uns die ersten Runden mit ihrem Supercopa MK2 der amtierenden französischen Meisterin Aurore Dodille an.

Deutsche Teilnehmer laut Lizenz:
Manfred Schulte (Citroen AX)
Egidio Pisano (VW Golf)
Michael Gorges (BMW Compakt)
Thomas Conrad (CRS Renault)
Dino Gebhard (Norma M20)
Bastian Voss (Formel Renault)
Gerd Kauff (Dallara)

Infos zum Rennen: https://www.cfm-challenge.com/abreschviller-st-quirin

Über Thomas Bubel 740 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.