Kevin Ferner übernimmt Vorsitz der DMSB-Berg AG

Der Heiligenstädter Kevin Ferner hat vor wenigen Tagen die Spitze im DMSB Fachausschuss Bergrennen übernommen und löst damit seinen thüringischen Weggefährten Marcus Malsch an der sportpolitischen Spitze des Deutschen Bergrennsports ab. Marcus Malsch, der Mann von der RSG Altensteiner-Oberland und CDU-Landtagsabgeordnete, war seit dem Jahr 2007 Vorsitzender des seit Januar 2022 wieder zur Arbeitsgemeinschaft Bergrennen (AG-Berg) umbenannten Gremiums des nationalen Motorsport-Dachverbands.

Marcus Malsch engagierte sich in den vergangen 15 Jahren in hohem Maße für den deutschen Bergrennsport und wurde auch in die FiA Hill Climb Commission berufen, dazu führte er seinen Heimatverein RSG Altensteiner-Oberland aus dem Nichts zu einem renommierten Veranstalter in der Berg-Europameisterschaft und Deutschen Bergmeisterschaft. Nun musste der 44-jährige gelernte Bankkaufmann Tribut zollen und hat sich zum Jahreswechsel entschieden aufzuhören, weil ihm durch seinen Job in der Politik schlichtweg die Zeit fehlt.

Der ebenfalls 44-jährige Kevin Ferner ist seit rund 25 Jahren im Geschäft und trotz seines noch relativ jungen Alters sehr erfahren. Als ehemaliger Rennleiter seines heimischen I-Bergrennens, zwischen 2005 und 2010 aktiver Rennfahrer, Dozent der DMSB-Akademie, FiA-Observer und nicht zuletzt großer Fan des Bergrennsports, übernimmt er in einer schwierigen Phase die Geschicke um den deutschen Bergrennsport, wo die AG-Bergrennen auf Grund der Reformen beim DMSB, wohl nur noch dieses Jahr bestehen wird. Ab 2023 wird die Disziplin dann an einen Delegationsempfänger übergeben. Dieser führt dann unter anderem die Arbeit der AG Bergrennen fort.

Das größte Thema auf der „to-do-Liste“ des Kevin Kerner wird in dieser Saison der Performance Faktor sein. „Unser Ziel ist es den PF in 2023 in Deutschland einzuführen“, betont der Eichsfelder. „Vorher gilt es aber den PF nochmals genau zu prüfen und zu validieren – dazu wurde die verpflichtende Angabe des PF mit jeder Nennung für ein Bergrennen, welches zur DBM gehört, für die Saison 2022 eingeführt. Unsere europäischen Nachbarn wie Polen, Slowenien, Tschechien und Österreich sind uns hier schon einen Schritt voraus. Wir stehen in sehr gutem Austausch und können hier und da von den bereits gemachten Erfahrungen der Anderen profitieren. So werden z.B. mit Einführung des PF keine Fahrzeuggruppen „sterben“. Sie bleiben nach wie vor als Grundlage (technisches Reglement) bestehen. In meinen Augen ein ganz wichtiger Punkt“.

Als weiteren Punkt hat sich Ferner die Steigerung des Bekanntheitsgrades von den Bergrennen in Deutschland auf der Agenda geschrieben. Auch sind die Auftritte unter Schwarz-Rot-Gold bei den FiA Hill Climb Masters noch sehr ausbaufähig. „Es gibt hierzu von einigen Aktiven, Insidern und Fans sehr gute Ideen über die man nachdenken muss“.

Foto: Herni Schwirtz (ACL-Luxemburg)

Über Thomas Bubel 717 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.