Erwin Buck als KW Berg-Cup Gesamtsieger zum Masters

Beim grandiosen Berg-Finale in St. Agatha (Oberösterreich) reicht dem VW Spiess-Scirocco-Piloten Erwin Buck der zweite Klassenplatz zu seinem ersten Titelgewinn. Die Teams Jürgen Plumm / Lars Bröker (Mitsubishi Lancer Evo 9) und Armin Ebenhöh / Tobias Mayer (VW Minichberger-Scirocco 16V) fahren auf die Gesamt-Ränge zwei und drei.

Das Finale der 33. KW Berg-Saison war grandios. Der MSC Rottenegg, Veranstalter des „NOBLEND Automobil Bergrennen Esthofen – St. Agatha“ (24.-26.09.), hat sein Ziel zu 100 Prozent erreicht. So, wie es Organisations-Chef Markus Altenstrasser bei der zuvor stattgefundenen Pressekonferenz benannt hatte: „Nach dem Passieren der Eingangskontrollen soll unsere Veranstaltung für alle ein Event zum Wohlfühlen sein. Familiär und freundlich, gepaart mit Action und spannendem Sport.“ Zu diesem Paket passten das Kaiserwetter und die gigantische Zuschauerkulisse hervorragend. Im Rahmen der Rückführungen durften sich die Fans sogar die 3,2-Kilometer-Piste mit den Rennautos teilen. Mehr an Nähe und Emotionen geht nicht, es sind Gänsehaut erzeugende Momente. Diese dürften die Erfolgreichen im 180-Starter-Feld, zu dem der KW Berg-Cup inklusive NSU-Bergpokal 52 Autos beigesteuert hatte, noch eine Spur intensiver genossen haben.

Allen voran natürlich die eingangs genannte Podestbesetzung der Gesamtwertung. Die – wie alle Teilnehmer – großen Bergrennsport zelebriert haben. „Wir sind hier um zu gewinnen“ hatte Erwin Buck vor dem Rennen seine Marschrichtung ausgegeben. Was in seiner Klasse der verbesserten Tourenwagen bis 2000 Kubik mit ihren 34 Startern äußerst schwierig ist. Am Ende war es ein sicherer zweiter Rang, mit dem der 51-jährige selbständige Maler- und Lackierermeister von der Schwäbischen Alb seinen ersten KW Berg-Cup Top-Erfolg absicherte und in knapp zwei Wochen beim FiA Hillclimb Masters seine Rennserie vertreten wird. Jürgen Plumm und Armin Ebenhöh stürmten in ihren Klassen jeweils zum Sieg. Am Ende der aus drei „Fastest Lap“ Sprintwettbewerben auf Rundstrecken sowie den Bergrennen Osnabrück, Oberhallau (CH) und St. Agatha bestehenden 33. KW Berg-Cup Saison sicherte sich Marcel Gapp (BMW M3 E36) Rang vier im Gesamt-Ranking vor dem Team Thomas Strasser und Hansi Eller auf VW Minichberger-Scirocco 16V, mit dem Thomas den St. Agatha-2-Liter-Klassenerfolg holte. Die Sonderwertung KW 8V-Trophy sicherte sich Norbert Wimmer (BMW 2002), den NSU-Bergpokal gewann Uwe Schindler vor Thomas Krystofiak und Christian Hindmarsh sowie Volker Angelberger, der zudem die NSU-Bergpokal Klassik-Wertung für sich entschied.

Ganz hervorragend haben KW Berg-Cup Teilnehmer auch in den DMSB-Prädikaten abgeschnitten. Armin Ebenhöh errang nach 2015 und 2018 zum dritten Mal den Titel des Deutschen Automobil-Bergmeisters knapp vor Erwin Buck und Jürgen Plumm. Der DMSB-Berg-Cup der Tourenwagen war die Angelegenheit von Erwin Buck.

Die Verantwortlichen des Berg-Cup e.V. sind froh, unter den gegebenen Umständen jetzt nach gelungenem Abschluss auf eine Saison mit sechs Rennen zurückblicken zu können. „Das konnten wir nur mit der Unterstützung unserer vielen Partner stemmen, bei denen wir uns ganz herzlich bedanken“ sind sie sich bewusst. Die Berg-Familie ist nun nach St. Agatha heiß auf die nächste Saison, an der bereits gearbeitet wird.

Text: Uli Kohl

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Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.