Boxengeflüster 01/2021: Wussten Sie schon dass…?

DASS in der Einschreibelsite für die Saison 2021 der populären Tourenwagen Classics erneut ex-Bergpilot Markus Wüstefeld zusammen mit DTM und Berg-Haudegen Roland Asch zu finden ist. „Es hat mir so viel Spaß gemacht in 2020, dass ich gerne wiederkomme“, so der Publikumsliebling Asch. „Mit dem Mercedes 190 Klasse 1 verbinde ich eine der schönsten Motorsport Momente“ so der 70 Jährige Routinier aus Ammerbuch. Roland und Markus bilden ein perfektes Team, das zu den schnellsten im Feld gehört, wie sie schon eindrucksvoll am Lausitzring, in Assen oder am Nürburgring letztes Jahr gezeigt haben. Bei Wüstefeld Motorsport ist Roland gut aufgehoben. Das solide Familienunternehmen hat sowohl bei Bergmeisterschaften als auch auf der Rundstrecke stets gepunktet und zählt wie Roland zu den Publikumslieblingen im Fahrerlager.

DASS beim ersten Lauf im neuen ADAC SimRacing Cup in Zandvoort das MSC Osnabrück-Team zwei Sprintrennen à 30 Minuten zu bestreiten hat. Dabei starteten Fabian Koors, Marius Hassheider und Dennis Leißing nicht auf dem echten Dünenkurs, sondern am Simulator im heimischen Wohnzimmer bzw. an einem der neuen Geräte des MSC Osnabrück. Die insgesamt 28 Fahrer in der neuen virtuellen Rennserie sind mit einem Audi RS3 LMS der TCR-Klasse unterwegs. Nach dem Qualifying erlebten die drei Osnabrücker im ersten Rennen bereits einige harte Positionskämpfe. Im zweiten Rennen erwischte Leißing einen perfekten Start und kam dank konstant schneller Rundenzeiten mit mehr als 16 Sekunden Vorsprung als Erster ins Ziel. Hassheider machte zuerst einige Positionen gut, wurde aber nach einem kleinen Ausflug über den Curb ins Grün nach hinten durchgereicht und erkämpfte sich schließlich Platz 11. Koors musste nach einer Kollision zur Reparatur in die Box und fiel ans Ende des Feldes zurück. Er kämpfte sich bis auf Platz 13 vor, doch nach einer weiteren Kollision kam er am Ende leider nicht über Platz 19 hinaus. Damit lagen Leißing, Hassheider und Koors nach dem ersten Lauf auf den Plätzen 2, 10 und 19 der Meisterschaftswertung. Ihr Fazit: „Alles in allem sind wir mit den ersten beiden Rennen mehr als zufrieden. Wir müssen uns in die neue Serie und in das Thema SimRacing doch erst einmal einfinden.“ Die übrigen Läufe führen sie nach Imola, auf den Nürburgring und nach Zolder. Die Rennen werden alle im Livestream auf YouTube übertragen und professionell kommentiert. Hier der Link zur offiziellen Website der Rennserie: https://adac-simracing-cup.de

DASS dem Bergrenn-Fan seit frühster Jugend, heutigen Aktiven am Berg und Besitzer des früheren Triebstein-Formel 3, Daniel Null, Ende letzten Jahres ein Stück Bergrenngeschichte anvertraut wurde. Das riesige Archiv des im Jahr 2008 verstorbenen Journalisten, Fotografen, Rennleiters und selbst aktiven Bergpiloten, Jürgen Hug, liegt nun in den Händen des Lippers. Den umfangreichen Fundus nutzten Erich Rostek und Dieter Korrenschild zwischen 2004 und 2012 für die bekannte Buchreihe „Deutscher Automobil-Bergrennsport“. Erich Rostek, die Formel 3-Berglegende der 1980er Jahre, ist sich sicher, dass das umfangreiche Material für die Zukunft nun in guten Händen ist. Daniel Null wird sich jetzt Stück für Stück an die Arbeit machen die Fotos, Programmhefte und Ergebnislisten aus den 1970er, 80er und 90er Jahren zu digitalisieren und für die Nachwelt zu erhalten.

DASS ein Auto kann nie genug PS haben kann! Das ist die Devise des Unternehmers und begeisterten Rennpiloten Hans-Jürgen Erdbrügger. Beim geplanten 53. Int. Osnabrücker Bergrennen im August 2021 will er es den Motorsportfans mit zwei speziellen Automobil-Highlights beweisen. Nach Rallye-Erfahrungen mit einem Porsche 914/6 GT und einem Lancia Delta Integrale EVO Gruppe A wollte Erdbrügger eine Steigerung. So ließ er sich den seltenen Audi S1 E2 mit vielen Originalteilen neu aufbauen, und am Uphöfener Berg wird er die 600 PS im Wettbewerb in Szene setzen. Für das Demo-Programm bringt er außerdem ein besonderes Schmuckstück mit: einen originalgetreuen Nachbau des Audi, mit dem die Motorsportlegende Walter Röhrl das wohl bekannteste Bergrennen der Welt, Pikes Peak in den USA, bestritten hat. Er hat ca. 650 PS und besticht durch ein beeindruckendes Flügelwerk vorn und hinten. Beide Fahrzeuge beschleunigen in sensationellen 2,6 Sekunden auf 100 km/h. Seit Erdbrügger sich vor acht Jahren allmählich aus dem Arbeitsleben zurückzog, ist er auf vielen Rennstrecken Europas unterwegs. Mit einem Porsche 911 RS von 1975 fährt er in der Youngtimer Trophy und in der FHR Serie. Im Februar 2021 wird er in Ascari/Spanien einen Lamborghini Huracan aus der Super-Trofeo-Rennserie an den Start bringen. Besonders stolz ist er auf einen Lola T165, ein „Gocart für große Jungs“, wie er sagt, mit 800 PS aus 8 l Hubraum bei 780 kg Gewicht. Seine erklärte Lieblingsstrecke ist Spa Francorchamps. Und ab 2021 sicher auch der Uphöfener Berg!

DASS die erste Registrierungsrunde für das FiA Hillclimb Masters 2021 in Portugal eröffnet wurde. Die nationalen ASNs sind angehalten ab sofort ihren Team-Kapitäne zu melden, die beim Masters und dem damit verbundenen Nationenpreis die Delegationen anführen werden. In der Vergangenheit war dies für Deutschland jeweils DMSB Fachausschussmitglied Christoph Schackmann vom EMSC Bitburg. Drei verschiedene Nationen haben sich bislang diesen begehrten Wanderpokal geteilt: Italien (Eschdorf 2014), die Slowakei (Ecce Homo 2016) und Luxemburg (Gubbio 2018). Angesichts der aktuell geschlossenen Grenzen und dem Einreiseverbot ins coronageplagte Portugal, kann man an die Durchführung des Mastern im Oktober nicht so recht glauben.

DASS das alljährliche Eisrennen auf dem zugefrorenen Livigno-See vom italienischen Lokalmatador und Berg-EM Piloten Andrea Bormolini gewonnen wurde. Am zweiten Samstag des neuen Jahres 2021 siegte erneut ein Vertreter der Bormolini-Familie in einem Skoda Fabia für die BB Racing-Farben. Er setzte sich gegen den amtierenden italienischen Meister Ivan Carmellino durch, der mit dem Fiat Punto Proto Zweiter wurde.

DASS der Bürgermeister der Gemeinde Hasbergen im Osnabrücker Land, Holger Elixmann, nicht nur ein anerkannter Verwaltungschef ist. Bekannt und weit über die Grenzen seiner Kommune hinweg ist er für sein ehrenamtliches und mediales Engagement beliebt und geschätzt. Als Organisator des traditionellen Hallenfußballturniers „Hüggel Cup“, als Kommentator des Liveradios des VfL Osnabrück und als Moderator des in der Region bekannten YouTube-Senders „Hüggel TV“. Natürlich zählt Holger Elixmann schon seit Jahren auch zum Netzwerk des Int. Osnabrücker Bergrennens und wenn es sein Terminkalender erlaubt, ist er bei den regelmäßigen Netzwerktreffen und natürlich beim Saisonhöhepunkt im August am „Uphöfener Berg“ gerne dabei. Seine Einladung, einmal für ein ausführliches Interview zum Thema Bergrennen, alternative Antriebe, eigene automobilsportliche Erfolge und ehrenamtliches Engagement im MSC Osnabrück zur Verfügung zu stehen, kamen Michael Starke, langjähriger Teilnehmer, Automobilkaufmann und Unterstützer in der Organisation sowie Organisationsleiter Bernd Stegmann sehr gerne nach. Da es ungewöhnlich viel „Stoff“ zu besprechen gab, wurden gleich zwei Folgen mit zahlreichen spannenden Themen aufgezeichnet und im Netz hochgeladen. Die beiden Folgen stehen unter den folgenden Links für jedermann zur Verfügung:
https://www.youtube.com/watch?v=Apej2iD8uNk
https://www.youtube.com/watch?v=J3AOE2HFWHM

Über Thomas Bubel 613 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.