Boxengeflüster 10/2020: Wussten Sie schon dass…?

DASS der ehemalige Classic-Berg-Cup Aktive und CBC-Vorstand Michael Thier der Mann hinter der FHR, der „Fahrergemeinschaft Historischer Rennsport“ auf der Rundstrecke ist. Von 2002 bis 2008 war der Hüne aus Bonn mit einem Volvo Amazon und Kremer-Porsche 911 bei vielen Bergrennen am Start. Damals begeistere ihn der historische Motorsport dermaßen, dass Thier einen eigenen Verlag gründete und zwischen 2009 und 2014 das Hochglanzmagazin „Powerslide – Historischer Motorsport“ zu einem großen Erfolg führte. Danach gab es weitere Hefte unter dem Namen „Curbs“. Inzwischen hat sich Michael Thier einen Namen als Serienbetreiber historischer Fahrzeugklassen gemacht und zu jedem größeren historischen Event in Deutschland oder dem benachbarten Ausland, steht auch oftmals mindestens eine Rennserie aus seiner FHR mit am Start. Ab dem kommenden Jahr gehören auch die Tourenwagen-Classics mit zu seinem Repertoire. Kürzlich wurde ihm die Ehre zu Teil Gast sein zu dürfen, in der schon zu einem Kult geworden YouTube-Reihe „Alte Schule – Die goldene Ära des Automobils“ von Karsten Arndt. Zur Sprache kamen dabei auch seine Jahre am Berg. Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=J0AdWSbWWHc

DASS Walkenhorst Motorsport im Regen von Südafrika triumphierte. Vom Uphöfener Berg bis Südafrika – das norddeutsche Walkenhorst Motorsport Team, langjähriger Partner des Int. Osnabrücker Bergrennens, ist buchstäblich rund um den Globus unterwegs. Beim Saisonfinale der Intercontinental GT Challenge vor den Toren von Johannesburg gewannen Sheldon van der Linde, Nick Catsburg und Augusto Farfus im BMW M6 GT3 nach einem dramatischen Regen-Finish das „Kyalami 9 Hour“-Rennen. „Wir haben gehofft, dass etwas Verrücktes passiert“, sagte Catsburg. Mit dem Meller Walkenhorst Team hatten Farfus und er bereits bei den 8 Stunden von Indianapolis (USA) gesiegt und sicherten sich nun den Fahrertitel der Serie. Dabei hatte ihre zweite komplette Saison in der Intercontinental GT Challenge für die Walkenhorst-Piloten mit einem Abenteuer begonnen: Beim ersten Lauf in Bathurst (Australien) beendete eine unglückliche Kollision mit einem Känguru ihr Rennen abrupt. Nach dem perfekten Rennen in Indianapolis schieden sie auf der dritten Station der Welttournee in Spa Francorchamps (Belgien) erneut vorzeitig aus. Mit dem Sieg in Südafrika fand die schwierige Saison nun aber ein mehr als versöhnliches Ende. Und schon ist der Blick wieder nach vorn gerichtet: „Am Ende den Titel zu gewinnen gibt allen einen großen Schub für die Vorbereitung auf 2021“, erklärte Teammanager Niclas Königbauer. Die Fans daheim am Uphöfener Berg dürfen also hoffen, dass Teamchef Henry Walkenhorst auch beim 53. Int. Osnabrücker Bergrennen am 21./22. August 2021 wieder mit einigen spektakulären BMW GT-Fahrzeugen am Start ist.

DASS der Roßtaler Frank Taubert, der vielen Bergrennsportfreunden als Formel 3 und Formel 3000-Pilot aus den 1980er und 90er Jahren bekannte Franke, seit über 10 Jahren hobbymäßig dem Motorrad-Rennsport frönt. Mit einer umgebauten Suzuki GSX-R hat er immer noch seinen Spaß bei so genannten Gummitagen und Testtagen. Seine Dosis Adrenalin schöpft er nun bei seinen Starts mit seiner Rennmaschine. Durch einen Umzug muss er sich jetzt von einigen Trophäen und Pokalen aus seiner Bergrennzeit trennen und möchte diese an Fans, zu einem kleinen Obolus abtreten. Wer Interesse hat sollte sich melden unter taubert.frank@t-online.de

Über Thomas Bubel 642 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.