Doppelerfolg für Schatz beim Auftakt in Frankreich

Geoffrey Schatz, der bereits am Samstag das erste Rennen der diesjährigen französischen Bergmeisterschaft auf den Mont-Dore im französischen Zentralmassiv gewann, hat es auch am Sonntag geschafft und das Rennen auf der ehemaligen EM-Strecke gewonnen. Auch wenn zu Beginn des Nachmittags schwere Wolken drohten, verschonte der Regen diese 60. Ausgabe. Wie am Tag zuvor mussten sich die Teilnehmer mit sengenden Temperaturen auseinandersetzen. Schwierige Bedingungen, die Geoffrey Schatz nicht daran hinderten, erneut mit dem aus 2017 von Christian Merli aufgestellten Streckenrekord zu flirten. Der Bruder von Nicolas Schatz fuhr im Norma M20 FC mit Oreca-Turbomotor um 3 Zehntel an die geltende Rekordmarke heran. Geoffrey Schatz festigte so mit zwei Siegen seine Position als Tabellenführer in der Meisterschaft „Sport“.

Einen Achtungserfolg erzielte Fabien Bourgeon mit seinem neuen „Baby“. Obwohl der durch die TracKing-Renner bekannt gewordene Konstrukteur und Pilot, ein kleiner Ausrutscher daran hinderte den ersten Lauf in Ziel zu bringen, platzierte er seinen brandneuen Revolt 3P0-Eigenbau (Foto oben) auf dem dritten Platz. Weniger als 8 Zehntel lag Bourgeon am Ende hinter Sébastien Petit, der mit dem brandneuen Allrad-Turbo Nova Proto NP01 mehr und mehr seine Erfahrung umsetzten kann. David Meillon, der am Samstag von einem Kraftstoffdruckproblem eingebremst war, belegte immerhin noch den vierten Platz in seinem Norma V8-4 Liter.

Der französische Tourenwagen und GT-Bergmeister von 2017, Pierre Courroye, ist in dieser Saison der Favorit auf der Suche nach einem neuen Titelträger in der Kategorie „Produktion“. Klar ist nach diesem Wochenende, dass der junge McLaren-Pilot sein ganzes Können einsetzen muss, um sich den Titel zu sichern. Die Konkurrenz ist sehr real und personalisiert hauptsächlich von Ronald Garcès. Der bislang nur Insidern bekannte Südfranzose auf seinem Audi R8 LMS (Foto unten) verpasste nur um 7 Zehntel den Sieg. Das Duell zwischen Courroye und Garcès ist also eröffnet und findet am ersten Septemberwochenende in Turckheim seine Fortsetzung. Der Drittplatzierte in dieser Produktionsrangliste ist der Porsche 997 GT2, den Steve Compain von Nicolas Werver mietet. Philippe Schmitter (Renault R.S. 01) belegte den vierten Platz, während die GTTS-Gruppe von Christian Schmitter (Porsche 997 GT3 R) vervollständigt wird.

An beiden Tagen dominierte Anthony Dubois die GT Sport Gruppe, indem er seiner Alpine GT4 auf den fünften Rang der Tourenwagen-Gesamtwertung platzierte. In seiner Kategorie liegt er vor Sylvain Caroff im Ginetta und Philippe Marions im Porsche 997 GT2.

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Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.