Bergrennen: Geschichte und Traditionen

Zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften widmen der Formel 1, Rennen in Le Mans und Indianapolis, Rallyes in Schweden und Monte Carlo große Aufmerksamkeit. Die Formel 3 sowie Karting, Rallyecross- und Rundstreckenrennen sind auch sehr populär. Es gibt aber auch solche Wettbewerbe, die einem breiten Kreis von Sportfreunden fast unbekannt sind. Man kann das auch mit der Glücksspielbranche vergleichen: Alle kennen traditionelle Casinos in  Baden-Baden oder Las Vegas, aber nur echte Kenner und Schätzer des Glücksspiels genießen die Spiele in Online Casinos, wie z.B. NetBet. Einer von solchen wenig bekannten Sportarten ist Bergrennen.

Der Gewinner ist derjenige, der auf einer Bergstraße vom Start bis zum Ziel am schnellsten fährt. Darüber hinaus treten Sportler nur gegen die Zeit an – der Start erfolgt im Abstand von 30 Sekunden. Vielleicht behindert dieser Mangel an sichtbarem Kampf die Popularität des Bergrennens. Ansonsten ist es schwierig zu erklären, warum solche Wettbewerbe mit einer reichen und interessanten Geschichte und guten Traditionen in der Welt des Motorsports relativ wenig bekannt sind. Und auch in diesem Fall könnten wir zu unserem Vergleich mit der Glücksspielbranche zurückkehren. Viele denken, dass das Spiel in herkömmlichen Casinos spannend ist, vergessen aber, dass Online Casinos wie NetBet den Spielern eine einzigartige Möglichkeit zur Verfügung stellen, Gewinne von zu Hause aus zu erzielen, d.h. beim Kaffeetrinken und beim Hören der Lieblingsmusik.

Für Bergrennen gibt es keine permanenten Rennstrecken – die Natur selbst hat wunderschöne Strecken für diese Sportart geformt. Was die Tradition betrifft, so gibt es nur wenige Motorsportarten, die mit Bergrennen mithalten können. Das Debüt der Bergrennen (der Wettbewerb in La Turbie) fand 1897 in Frankreich statt, nur drei Jahre nach dem ersten Wettbewerb in der Geschichte des Automobilwettbewerbs. Dann, um die Jahrhundertwende, wurden Bergrennen weithin anerkannt. Bis 1903 fanden in Europa mehrere traditionelle Wettbewerbe statt – Gayon, Chateau Thierry, Dourdan und Mont Ventoux in Frankreich, Semmering in Österreich, Monte Chenisio in Italien. In diesen Jahren machte der Motorsport seine ersten Schritte.

Diese Sportart erreichte ihren Höhepunkt in der Zeit zwischen den Weltkriegen. In Europa gab es damals mehrere Dutzend solcher Wettbewerbe. Die bekanntesten von ihnen wurden nicht nur von vielen Amateuren gesammelt, sondern auch von Grand-Prix-Rennfahrern auf den modernsten Rennwagen dieser Zeit. Auf den Bergstraßen Frankreichs, Deutschlands (Schauinsland bei Freiburg), Italiens, Österreichs, der Schweiz, der Tschechoslowakei brillierten Albert Divo, Luis Chiron, Akile Varzi, Hans Stuck und Rudolf Caracciola mit ihren Talenten. Zehntausende von Zuschauern versammelten sich auf den Strecken in den Alpen, Pyrenäen, Apenninen und im Schwarzwald, angezogen von den höchsten Fähigkeiten der Bergkönige und der wunderschönen Naturlandschaft, die diese einzigartigen Autowettbewerbe ermöglichte.

Anfang der 1920er Jahre gelang es dem herausragenden Franzosen René Thoma, auf den kurvenreichen „Bergschlangen“ hinter dem Lenkrad des riesigen Delage mit einem 10,5-Pit-Motor zu gewinnen. Gerade mit diesem Auto stellte er den Geschwindigkeitsweltrekord auf. Für einen weiteren großen Rennfahrer dieser Jahre, Rudolf Caracciola, galten die Geschwindigkeitsfahrten als eine Eintrittskarte in die Spitzengesellschaft des Motorsports.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewannen die Bergrennen wieder an Fahrt. Einer der ersten Automobilwettbewerbe im befriedeten Europa im November 1945 war der Aufstieg auf einen Hügel in Neapel. Doch schon bald stellten die Weltmeisterschaften in der Formel 1, Prototypen des Rennsports, Bergrennen in den Schatten. Die offizielle Berg-Europameisterschaft wurde erst 1957 ins Leben gerufen. Der Bergrennsport war damals, in den 50-60er Jahren, viel beliebter als heute. Die Werksteams von Porsche, Ferrari, Abarth, Alfa Romeo und BMW kämpften um den Sieg in der Europameisterschaft. Namen berühmter Rennfahrer, auch aus der Formel 1 zogen die Zuschauer an.

Über Thomas Bubel 479 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.