Olaf Niemöller: Nach 15 Jahren Comeback im Formel-Renner

Im Jahr 2020 steht den am Bergrennsport Interessierten ein weiteres Comeback ins Haus. Genau wie Harald Leikeim, der in der KW Berg-Cup-Einschreibeliste auftauchte, plant auch der aus dem Osnabrücker Land kommende Olaf Niemöller nach 15 Jahren Abstinenz den Wiedereinstieg in den Bergrennsport. Niemöller pilotierte in den Jahren 2004 und 2005 einen BMW 320 16V in der Gruppe H, bis ihm die Homburger Zielkurve zum Verhängnis wurde und der lila-weiße Bolide irreparable war. In all den vergangene Jahren traf man den mittlerweile 49-jährigen aus Bad Laer immer mal wieder im Fahrerlager eines Bergrennens, meist bei seinem Heimrennen in der Borgloher Schweiz, sprich beim Osnabrücker ADAC Bergrennen. Nun wagt sich Niemöller in die Gruppe der Rennsportfahrzeuge,  mit einem Auto aus der früheren ADAC Formel Junior, nämlich einem Formel BMW FB2.

Der kleine Rennwagen stammt aus dem Baujahr 2006, vom französischen Hersteller Mygale und wird von einem BMW K 1200 RS Motorrad-Motor mit vier Zylindern und 16V-Technik angetrieben. Aus 1171 ccm Hubraum entwickelt das Triebwerk 140 PS, bei einem Fahrzeuggewicht von 465 kg. Nach massiven Umbauten von einem Rundstreckensetup auf ein Bergsetup und diversen Erneuerungen wie Tank, Feuerlöscher usw. sind in diesen Jahre einige Einstellfahrten am Bilster-Berg, sowie auf weiteren Rundstrecken in Deutschland und Holland geplant. „Wenn die ersten Testfahrten versprechend verlaufen und nichts größeres kaputt geht, werde ich noch das ein oder andere Bergrennen in Deutschland, so ab Mitte der Saison bestreiten“, plant Niemöller zunächst einmal.

Über Thomas Bubel 427 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.