KW Berg-Cup und NSU-Bergpokal glänzen mit Top-Einschreibeergebnis!

Schon die nackten Zahlen sprechen für sich. Denn mit insgesamt 148 Fahrerinnen und Fahrern sowie 125 Autos wurde das sehr gute Vorjahresresultat überboten. So richtig interessant wird es aber erst dann wenn man die Zusammensetzung dieses gigantischen Feldes näher betrachtet. Neben den schon lange bekannten Größen sind darin hochkarätige Zugänge und Rückkehrer ebenso zu finden wie völlig neue Team-Konstellationen. Gleich verdreifacht haben sich die spektakulären E2-Silhouetten-Renner. Neben dem Silver Car S2 G Evo von Ralf Kroll werden in der neuen Saison auch Hauke Weber und Lukas Boric (beide TracKing RC 01) in KW Berg-Cup Beklebung unterwegs sein. Total verstärkt präsentiert sich die Klasse E1/FS über 3000 Kubikzentimeter, in der jetzt mit Jochen Stoll (Porsche 911 Cup) und Bernhard Permetinger im mächtigen BMW Z4 nach GT3-Reglement zu finden sind. Aber das ist noch nicht alles. Der Österreicher Stefan Hetzenauer bringt einen bärenstarken Subaru Impreza WRX STI in den KW Berg-Cup, in dem neu auch Christian Handa auf Lancia Delta Integrale mit von der Partie ist.

Mit 41 eingeschriebenen Teilnehmern und 35 Autos bleibt die 2-Liter-Abteilung die stärkste Fraktion des KW Berg-Cups. Für Spannung war sie schon immer gut. Die könnte jetzt neue Dimensionen erreichen. Thomas Strasser und Hansi Eller haben auf Toms Minichberger Scirocco 16V zusammengespannt, Lars Heisel (Opel Böhm Kadett 16V) meldet sich nach vielversprechenden Tests in 2019 zurück und, last, but not least, wechselt Erwin Buck mit seinem VW Spiess Scirocco 16V aus der 1600erKlasse zu den 2-Litern. Apropos, Stichwort 1,6-Liter: Stefan Faulhaber hat sich auf dem Minichberger Kadett 16V zusammen mit Patrick Orth angemeldet, Sarp Bilen rüstet technisch auf und zu dem Citroen AX Kit Car von Manfred Schulte gesellt sich jetzt ein zweites, das von seinem Junior Benedikt pilotiert wird. Mit 18 Rennfahrzeugen ist auch die 1400er-Abteilung gewachsen. In ihr haben sich viele neue Teams formiert. Unter anderen sind dies Sophia und Stefan Faulhaber im VW Minichberger Polo sowie Nico Müller und Stefan Winkler (Polo 16V). Mit neuem Teampartner geht Armin Ebenhöh in die Saison 2020. Er hat sich Youngster Tobias Mayer mit ins Cockpit seines Minichberger Scirocco 16V geholt. Auch die früheren 1150er-Überflieger Jürgen Schneider / Dominik Schlott geben jetzt im Schneider Polo 16V bei den 1,4-Litern Gas. Nach 15 Jahren „Berg-Pause“ kehrt Harald Leikeim zurück, bewegt einen VW Polo JWRC 6N. Kürzer war die Abwesenheit von Uwe und Markus Werner, die sich auf dem Ford Fiesta BDA eingeschrieben haben. Und auch die Auszeit von Frank Duscher (VW Polo 1) neigt sich nun dem Ende zu. Klein, aber fein ist 2020 die 1150er-Klasse, in der jetzt auch der Schweizer Beat Zimmermann auf dem ex-Tobi-Mayer Polo 86C zuhause ist. An Zahl zugelegt hat ebenfalls das NSU-Bergpokal-Starterfeld. Alexander Follmann und Jörg Höber bereichern die Truppe der luftgekühlten Heckmotor-Renner, in der es mit Thomas Krystofiak und Neueinsteiger Christian Hindmarsh aktuell auch ein Team mehr gibt.

Nach dem Umstieg von Robert Maslonka zu den 1600ern der Gruppe A/F/CTC ist die 1,4-Liter-Abteilung der Division I des KW Berg-Cups National verwaist. Dies dürfte den acht 1600er-Piloten neue Chancen in Sachen Divisionssieg erschließen. In Sachen Teilnehmerzahl sind sie jetzt den 2-Litern überlegen, bei denen Slalom Spezialist Ralf Orth einen neuen Berg-Anlauf startet. Am Lenkrad seines BMW Gerent E30 320iS wird er sich mit Junior Patrick abwechseln. Auch in den beiden Renault Wiebe Megane Coupés sind nun Co-Piloten am Werk. Markus Goldbach vertraut dabei auf Björn und Kevin Veit auf Lisa Wiebe. Mit dieser kurzen Momentaufnahme haben wir natürlich noch längst nicht alle Neuerungen und Änderungen in den KW Berg-Cups und im NSU-Bergpokal vorgestellt. Dies werden wir aber rechtzeitig vor dem Start der 33. KW Berg-Cup Saison nachholen.

Das Organisationsteam des Berg-Cup e.V. ist mit dem Einschreibeergebnis vollauf zufrieden. „Es zeigt, dass das Konzept unserer drei Rennserien sowie die Richtung unserer Arbeit stimmt. Wie sonst wäre das rege Interesse und der große Zuspruch seitens der Aktiven zu erklären?“ ist sich die Mannschaft hinter den Kulissen sicher.

von Uli Kohl

Über Thomas Bubel 427 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.