Boxengeflüster 08/2019: Wussten Sie schon dass…?

DASS das Comeback des bis Anfang Oktober nochimmer amtierenden DMSB Berg-Cup Champion für Sportwagen 2018 und Deutschen Vize-Bergmeisters 2017 Frank Debruyne kein gutes Ende nahm. Beim Bergrennen Eichenbühl saß der Badener erstmals am Berg in seinem neuen Projekt, einem Formel 3 vom Typ Dallara F316 (Foto oben), also einem sehr modernen und erst drei Jahre alten Chassis. Im vergangenen Herbst hatte Debruyne mit den Arbeiten begonnen, nachdem er seinen altgedienten Dallara F303 nach Irland verkaufte. Sein neues Renngerät musste aus vielen Teilen erst zusammengesetzt werden. Ein Test auf der französischen Rundstrecke Anneau du Rhin verlief kürzlich vielversprechende. Doch am Eichenbühler Berg drehte sich der Neurieder bereits am Trainingstag mit dem Heck in die Leitplanken und verzichtete danach auf weitere Starts und geht noch einmal in heimischer Werkstatt in Klausur.

DASS dem neuen Schweizer Vize-Bergmeister Marcel Steiner bei seinem Heim-Bergrennen am Gurnigel ein großes Missgeschick unterlief. Nachdem die „Legenden“ ihren ersten Show-Lauf im Anschluss an das reguläre Rennfeld absolviert hatten, besuchte Marcel kurz seinen Vater Heinz Steiner im Zielraum. Er wollte erfahren, welche Eindrücke er von seiner ersten Fahrt nach 20 Jahren im Martini Mk 77 BMW hatte. Als Marcel bemerkte, dass die Rückführung bereits im Gange war, rannte er zu seinem LobArt zurück. Nur stand dieser nicht mehr wie vorher am selben Platz, sondern etwa 20 Meter weiter unten hinter Absperrgittern – in der Seite eines PKWs. Die „autonome Fahrt“ hinterließ einigen Schaden vom Frontsplitter bis zum Heckflügel. Doch der größte Schaden entstand an Monika Fahrni, der Lebensgefährtin eines Rennfahrerkollegen, in Form eines Beinbruchs, der am Montag operiert wurde. Marcel Steiner und BiD wünschen gute und schnelle Besserung, liebe Moni! Den sympathischen Schweizer werden wir nach dem Abschluss der Schweizer Meisterschaft noch bei den Rennen in St. Agatha und Mickhausen erleben.

DASS bei der ADAC Rallye Deutschland, dem Rallye-Weltmeisterschaftslauf im nördlichen Saarland, an der Mosel und dem Truppenübungsplatz Baumholder wieder ein wenig „der Geist des Bergrennsports“ dabei war. Teil von Wertungsprüfungen waren die ehemaligen Bergrennstrecken Fell-Thomm (Trierer Bergrennen) und des Teufelskopf-Bergrennens von Reichweiler (bei Kusel). Zudem mischten auch in der Organisation, aus dem Bergrennsport bekannte Personen mit. Einer der Umweltbeauftragten war Christoph Schackmann (EMSC Bitburg). Helmut Weyer der frühere Organisationsleiter des letztmals im Jahr 2011 ausgetragenen Trierer ADAC Bergrennens, fungierte wie in den Vorjahren als Abschnittsleiter der Mosel-WP´s. Hans-Peter Baehr, aus dem Organisationsteam ehemaligen des Potzberg-Rennens, das der MSC Potzberg bis in die 1990er Jahre veranstaltete und heutige Leiter des Streckensicherung beim Homburger ADAC Bergrennen, inspizierte vor den WRC-Boliden mit „Dreifach Null“ alle Wertungsprüfungen in letzter Minute noch einmal auf ihre Sicherheit. Mit einem Großaufgebot war auch das Safety Car Team FRW-Motorsport von und mit Roman Hässeler im Einsatz, dass auch bei den meisten Läufen zur Deutschen Bergmeisterschaft zugegen ist.

DASS Daisy nicht mehr da ist! Der Formel 3 mit der Bezeichnung MSW HS-001, den Georg Lang genau vor einem Jahr, zum Bergrennen Eichenbühl von einem Sponsor zur Verfügung gestellt wurde, und mit dem der junge Schweinfurter eine bislang ausgezeichnete Saison hinlegte, fand kürzlich und schneller als erwartet einen Käufer, sodass Lang Junior wieder seine „Renate“ hervorholen musste. Der Umstieg in den betagteren Tatuus Formel Renault misslang jedoch, denn zwei Ausrutscher ließen Georg ohne DM-Zähler die Heimreise antreten.

DASS der Live-Stream beim diesjährigen 52. Int. Osnabrücker Bergrennen ein Riesenerfolg war.  Nicht nur die Anzahl der am 3./4. August schien rekordverdächtig. Der zum zweiten Mal in der Geschichte der Veranstaltung realisierte Live-Stream übertraf alle Erwartungen: Etwas mehr als 136.000 Nutzer wurden über die verschiedenen Kanäle (Homepage, Facebook, YouTube) registriert, eine auch vom Veranstalter nicht für möglich gehaltene Resonanz. Damit wurde das schon hervorragende Vorjahresergebnis um das 2,5fache übertroffen. Die TV-Produktionsfirma Ü-tec hatte insgesamt 7 Kameras positioniert. Damit wurde eine Übertragung auf hohem TV-Niveau präsentiert, die von allen Seiten höchstes Lob fand. In Zusammenarbeit mit berg-zeitnahme.de konnten die Nutzer direkt die aktuellen Zeiten verfolgen und die Werbepartner kamen auf keinen Fall zu kurz, zumal auch das „Bild-im-Bild“ Prinzip zum Einsatz kam, was eine durchgehende Live-Übertragung garantierte. Zu dem Erfolg beigetragen haben auch eine Reihe von Partnern des Int. Osnabrücker Bergrennens, die den Live-Stream über ihre eigenen Kanäle verlinkt oder direkt eingebunden haben, darunter auch die Webseite „Bergrennen in Deutschland“. So soll es möglichst auch in Zukunft weitergehen.

DASS des Osnabrücker Bergrennen in diesem Jahr eine phantastische mediale Resonanz beim Automobilweltverband FIA erreichte. Dass ein Bergrennen einmal auf der Titelseite seiner Homepage sowie des Facebook-Auftrittes, des YouTube Channels sowie bei Twitter und Instagram so prominent platziert würde, hätte man sich bis Dato kaum vorstellen können. In diesem Jahr waren anscheinend nicht nur die vor Ort anwesenden Vertreter der FIA, sondern auch die Verantwortlichen der Medienkanäle in Paris und Genf restlos beeindruckt. Wenige Tage nach der Veranstaltung waren sämtliche Kanäle der FIA mit attraktiven Videos und Fotos vom „Uphöfener Berg“ gefüllt und alleine die Rekordfahrt von Christian Merli hatte innerhalb von weniger als drei Tagen über 100.000 Aufrufe zu verzeichnen – grandios! Dort, wo ansonsten vornehmlich Aufnahmen von der Formel 1 oder der Rallye-WM zu finden sind, waren hier diesmal tolle Fotos und Videos vom 52. Int. Osnabrücker Bergrennen zu finden.

Über Thomas Bubel 385 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.