Der Berg ruft wieder! Das Bergrennen Mickhausen ist zurück

Das Bergrennen Mickhausen ist zurück! Nach einjähriger Pause röhren heuer am ersten Oktober-Wochenende wieder die Motoren am legendären Mickhauser Berg. Veranstalter der Motorsport-Großveranstaltung ist erneut der Automobil Sport Club (ASC) Bobingen, der die Unterbrechung dazu genutzt hat, sein Orga-Team neu aufzustellen. Nach dem Rückzug von Organisationschef Günter Hetzer und seinem Stellvertreter Robert Andratzek hat diese Aufgabe ein „Dreigestirn“ übernommen. Neuer Orga-Leiter ist mit Hinrich Groeneveld ein ausgewiesener Rennsportfachmann mit langjähriger Erfahrung in der Organisation hochkarätiger Motorsportevents. Ihm zur Seite stehen ASC-Vorsitzender Michael Kanth und der aktive Rennfahrer und Berg-Cup-Sportleiter Wolfgang Glas aus dem nahen Scherstetten.

Es ist das einzigartige Flair mit hautnahen Begegnungen im Fahrerlager, dem Klang der Motoren und dem Geruch von Benzin und Reifengummi, das die kleine Staudengemeinde Mickhausen alljährlich im Herbst zum Mekka für die Freunde des Motorsports macht. Am ersten Oktober-Wochenende ist es wieder soweit: beim Internationalen 38. ADAC-Bergrennen Mickhausen am 5. und 6. Oktober kämpfen die rund 180 erwarteten Fahrer in ihren PS-strotzenden Boliden im 2,2 Kilometer langen Kurvenlabyrinth von Münster hinauf nach Birkach wieder um Hundertstelsekunden. Die vom ASC Bobingen auf höchstem (Sicherheits-)Niveau organisierte Motorsportveranstaltung zählt seit Jahren zu den renommiertesten Bergrennen in ganz Europa. Bei der Neuauflage des 1964 erstmals durchgeführten Bergrennens wird nach den Regularien des Deutschen Motosportbundes (DMSB) der letzte Lauf der diesjährigen Deutschen und der Luxemburger Bergmeisterschaft ausgetragen. Neu im Rennprogramm ist heuer erstmals ein eigener E-Mobil-Cup für Elektro-Serienfahrzeuge, 15 Startplätze sind dafür reserviert.

Wenn das Wetter mitspielt, dann werden am Rennwochenende bis zu 20.000 Zuschauer an der malerischen Rennstrecke im Herzen der Stauden erwartet. Sie bilden eine grandiose Kulisse für das mittlerweile größte Sportevent im Augsburger Land. Der neue Orga-Leiter Hinrich Groeneveld und das Heer der unermüdlichen ehrenamtlichen Helfer jedenfalls haben auch im Vorfeld der 38. Auflage des Bergrennens Mickhausen keine Mühen gescheut, den Zuschauern wieder packenden Motorsport „zum Anfassen“ zu bieten. Bei den Fahrern und ihren Teams, die aus ganz Deutschland und den angrenzenden europäischen Nachbarländern in den Stauden erwartet werden, genießt das Bergrennen Mickhausen einen hohen Stellenwert. Sprichwörtlich und in Fahrerkreisen weit gerühmt ist die Gastfreundschaft, die der großen internationalen Rennfahrerfamilie vor allem in Münster alljährlich entgegen schlägt. Der ganze Ort wird ein Wochenende lang zum Fahrerlager umfunktioniert, das auch den Zuschauern offen steht – „Hautkontakt“ mit Fahrern, Mechanikern und Rennfahrzeugen inklusive. Ihre Garagen, Hofeinfahrten und Scheunen überlassen die Münsterer bereitwillig dem Tross der Rennfahrer.

Doch zurück an die Rennstrecke: Die Zuschauer können entlang der gesamten Strecke hautnah mit dabei sein: im Startbereich, auf der großen Wiese vor dem Wald, im spektakulären „Tierhold-Karussell“ oder im „Regal-S“ bei der Kapelle. Auf einigen Großbildleinwänden werden die Rennen zusätzlich wieder live übertragen. Selbstredend, dass an allen Renntagen entlang der Strecke für die Verpflegung der Zuschauer wieder bestens gesorgt ist. Im Festzelt am neuen Standort im Vorstartbereich gibt es – bei jeweils freiem Eintritt – am Freitagabend musikalische Unterhaltung und am Samstagabend eine interessante Fahrerpräsentation mit Live-Interviews und packenden Videos. Die Siegerehrung am späten Sonntagnachmittag findet ebenfalls im Festzelt statt.

Seit vielen Jahren fährt Bernd Wohlschlager in Mickhausen eines der Renntaxis. Hierbei wird von Ihm ein Ford Escort WRC aus dem Jahr 1997 pilotiert. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um das Ex-Einsatzfahrzeug von Armin Schwarz. In diesem Jahr darf der ASC Bobingen als weiteren Renntaxi-Chauffeur Armin Schwarz selbst mit seinem Lancia Stratos Gruppe 4 Rallyeauto mit einem 6-Zylinder Ferrari Motor aus dem Jahr 1972 begrüßen. Armin Schwarz begann seine Profikarriere Ende der 80er Jahre. In den Jahren 1987 und 1988 wurde Schwarz Deutscher Rallye-Meister. Ab 1988 nahm er an der Rallye-Weltmeisterschaft teil. Seinen größten Erfolg verzeichnete er 1991 mit dem Gewinn der Rallye Spanien. Außerdem wurde er 1996 Europameister. Schwarz fuhr zuletzt für Škoda in der Rallye-Weltmeisterschaft und beendete seine Karriere in der Rallye-WM zum Ende der Saison 2005.

Viele weitere Informationen rund um’s Bergrennen Mickhausen gibt’s im Internet unter www.bergrennen-mickhausen.com und auf www.facebook.com/bergrennenmickhausen . Das Tool der Online-Nennung, wo sich die ersten Rennfahrer schon eingeschrieben haben, ist ebenfalls bereits geöffnet: https://www.tw-sportsoft.de/ADAC_Bergrennen_Mickhausen_2019

Text: Walter Kleber

Über Thomas Bubel 402 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.