Hin zu Rang fünf beim ÖM und KW Berg-Cup Lauf in St. Anton

Wie schon so oft war die Berg-ÖM und KW Berg-Cup-Veranstaltung in St. Anton/J. vom Emsi Motorsport Team exzellent organisiert. Vom Rennleiterteam angefangen bis hin zu den Streckenposten war man jeder Situation gewachsen und so verlief sowohl das Training als auch das Rennen in einem ungewöhnlich flotten Tempo. Die anspruchsvolle Strecke in St. Anton/J. forderte die Piloten wieder bis aufs äußerste, jedoch blieben zum Glück gröbere Zwischenfälle aus. Und so war es noch vor 15 Uhr (!), als der 3. Rennlauf von Hermann Waldy jun. erfolgreich beendet wurde. Da auch die Siegerehrung zeitig angesetzt war, war eine grandiose Stimmung im Festzelt vorhanden. Zudem hatte auch der Wettergott ein einsehen, denn das ganze Wochenende ging trocken und auch bei angenehmen Temperaturen über die Bühne.

Im Kampf um den Gesamtsieg war der niederösterreichische Lokalmatador Karl Schagerl voll in seinem Element. Mit einer wirklich beeindruckenden Performance am Steuer seines VW Golf Rallye TFSI-R konnte er sich gegen die starke Konkurrenz aller Fahrzeugkategorien durchsetzen und einen vollen Erfolg fixieren. Dabei konnte er bei seinem Heimrennen bereits in Rennlauf 1 einen neuen Tourenwagenstreckenrekord aufstellen und so den Grundstein für den späteren Gesamtsieg in St. Anton/J. legen. In Lauf 2 legte der Purgstaller am Steuer des weiß-blauen Boliden nochmals nach, steigerte sich um weitere 0,2sec. und unterbot somit seinen eigenen Rekord aus dem Vorjahr um über 1 Sekunde. Auf dem zweiten Gesamtrang war nach einer äußerst dramatischen Entscheidung der Kärntner Hermann Waldy jun. zu finden, der mit seinem Tatuus Formel Master S2000 eine herausragende Leistung ablieferte und dabei mit seiner beherzten Fahrweise mit dem noch ungewohnten Fahrzeug immer besser zu Recht kommt. Im entscheidenden 3. Rennlauf konnte er sich nochmals entscheidend steigern und so dieses eindrucksvolle Ergebnis realisieren. Damit konnte er sich um gerade einmal 0,04sec. (!) gegen seinen Kärntner Landsmann Bernhard Gradischnig durchsetzen. Dieser lieferte aber am Steuer seines Norma M20F Nissan eines seiner bisher besten Rennen ab. Damit stand am Ende des Wochenendes noch der letzte Platz am Podium zu Buche, womit er ein weiteres eindrucksvolles Ergebnis mit diesem Boliden realisieren konnte. Rang Vier ging im Gesamtklassement an einen weiteren niederösterreichischen Lokalmatador. Andreas Stollnberger lieferte mit seinem Dallara F302 eine erneut exzellente Leistung ab, und diese wurde mit diesem großartigen Resultat belohnt. Dabei konnte der ex-Staatsmeister mit seiner beherzten Fahrweise begeistern und sich so eindrucksvoll in Szene setzen. Die Top5 im Gesamtklassement beim diesjährigen Bergrennen St. Anton/J. komplettierte der Deutsche Alexander Hin, der mit seinem 2l PRC FPR 12 Honda immer besser zu Recht kommt. Dabei konnte er sich grandios in Szene setzen und sich von Lauf zu Lauf steigern, womit er sich dem Viertplatzierten nach 3 gewerteten Rennläufen um gerade einmal 0,2sec. geschlagen geben musste. „ Ein großartiges Wochenende mit dem ersten Platz in der Klasse und dem 5. Gesamtrang können wir bei unserem erst dritten Bergrennen sehr zufrieden sein“, freute sich PRC-Teamchef Emanuel Pedrazza. „Es ist noch Luft nach oben und nun heißt es weiterarbeiten an den richtigen Schrauben drehen, dann geht es mit Sicherheit noch schneller“.

Rang Sechs ging nach Oberösterreich an Ferdinand Madrian, der im Norma M20FC NME eine ebenfalls starke Leistung ablieferte, und das obwohl man ein wenig mit der Technik zu kämpfen hatte. Trotzdem stand schlussendlich ein Spitzenresultat für ihn zu Buche. Dahinter ging der siebente Gesamtrang an den zweitschnellsten Tourenwagenpiloten an diesem Wochenende mit Werner Karl. Der Audi S2 R Quattro Pilot ist weiterhin klar die zweite Macht bei den ÖM-Tourenwagen mit seinem einmalig klingenden Boliden. Dabei konnte er mit starken Zeiten schlussendlich ein exzellentes Ergebnis bei diesem Rennen erzielen.

Die Top8 komplettierte der Vorarlberger Peter Amann, der mit seinem Osella PA2000 Evo jedoch kein allzu gutes Rennwochenende erlebte. Dabei haderte man nicht nur mit technischen Problemen, sondern auch mit der Streckencharakteristik. Trotzdem machte man das Beste aus der Situation und am Ende stand beim ersten Antreten in St. Anton/J. gleich ein Topergebnis zu Buche. Rang Neun ging Gesamt an den Tiroler Thomas Strasser, der im VW Minichberger Scirocco 16V bester Vertreter des Deutschen KW Berg-Cups einkam, das mit gewaltigen Zeiten in der 2l E1-Klasse. Dabei knackte Strasser sogar die 1:20min. Schallmauer im 2. Rennlauf. Die Top 10 im Gesamtklassement komplettierte der Veronese Franco Berto im wunderschönen Tatuus FA010 Abarth, der sich von Lauf zu Lauf steigern konnte und in der ersten vollen  Saison mit dem Turbo-Formelrennwagen erneut einen Schritt nach vorne machte. Damit stand am Ende des Wochenendes für den Piloten aus dem bekannten Urlaubsort Bardolino, auch in der Klasse mit Rang Drei ein Spitzenresultat fest.

Die im KW Berg-Cup eingeschriebenen Starter überzeugten voll und ganz nur in der E1-Klasse bis 1400 ccm. Armin Ebenhöh (VW Scirocco), Tobias Mayer (VW Polo) und Nils Abb (VW Polo) dominierten hier über die Einheimischen auf den Rängen eins bis drei. Bis 1600 ccm ging es äußerst eng im Klassement zu. Stefan Faulhaber hatte hier nur um Haaresbreite das Nachsehen gegen die Österreicher Warmuth und Schneider. In der Klasse bis 2-Liter dominierten die Österreicher. Bester Deutscher waren hier die 8V-Vertreter Michael Rauch (Opel Kadett C) und Norbert Wimmer (BMW 2002) auf den Rängen sechs und sieben. Und in der Klasse über 2000 ccm gelang dem jungen Marcel Gapp der Sprung auf Rang drei und seinem Salzburger KW-Berg-Cup Kollegen Bernhard Permetinger (BMW M3).

von Hillclimbfans und Bergrennen in Deutschland