Boxengeflüster 02/2019: Wussten Sie schon dass…?

DASS die Firma Seitz KG Pumentechnik aus Rutesheim bei Stuttgart, für die Saison 2019 zum dritten Mal in Folge die „race and fun Challenge“ zur Belebung der 2-Liter Formel-Rennwagenklasse, ausgeschrieben wird. Unter dem Motto „first fun – second win“, erhält der jeweilige Zweitplatzierte eines jeden Berg DM-Laufs, ein Preisgeld von 333€. Franz Seitz möchte mit seiner ungewöhnlichen Idee, weiter den Formel-Rennsport am Berg fördern. Diesmal ist die Teilnahme an der Challenge jedoch den Mitgliedern der IG Rennsportfahrzeuge vorbehalten. Da Franz Seitz im vergangen Jahr seine geplanten Rennteilnahmen mit dem 3 Liter-Reynard-Volvo aus geschäftlichen Gründen (im heißen und trockenen Sommer 2018 war die Nachfrage nach Pumpen sehr groß) absagen musste, wurden erst am Ende des Jahres die Geldpreise ausgeschüttet. So erhielten Frank Debruyne und Christian Triebstein jeweils, mit um einen Euro aufgerundete 1.000€. Mathieu Wolpert und Georg Lang wurden mit jeweils 500€ bedacht. Einen neuen Anlauf wird Franz Seitz mit seinem Reynard beim Hillrace in Eschdorf nehmen, zuvor ist noch ein Test auf einer französischen Rundstrecke geplant.

DASS der neapolitanische Gentleman Driver Piero Nappi sich auf eine neue Herausforderung in der Italienischen Bergmeisterschaft (CIVM) freut, obwohl er seine Karriere bereits im Jahr 2006 offiziell für beendet erklärte. Der 63-Jährige, der zu seinem ersten internationalen Renneinsatz 1977 beim Sportwagen WM-Lauf in Mugello kam, startet am Berg wieder für seinen Heimatclub Scuderia Vesuvio, wo er zu den Gründungsmitgliedern zählt. In den 1980er und 90er Jahren fuhr Nappi Rennen in der legendären Formel 2-Europameisterschaft und auch bei den 24h von Le Mans. Da der Rennsportvirus immer noch in Nappis Körper sein Unwesen treibt, wird er am 14. April in Kalabrien beim Bergrennen Luzzi – Sambucina in die Saison starten. In der Königsklasse der E2-SC Zweisitzer bis 3000 ccm Hubraum, wird Piero einen Osella PA 30 mit LRM-Motor pilotieren, der auf einem Judd-Motorblock basiert. Dazu kommen die neusten Aerodynamik-Updates aus dem Osella-Werk, sowie Reifen von AVON.

DASS auf die Drehzahljunkies in der bevorstehenden Saison wieder ein genussvolles Höhrerlebnis  wartet. Sliver Car-Importeur Ralf Kroll arbeitet aktuell mit Hochdruck daran im Silver Car S2 G EVO den neuen Suzuki GSX r 1000 L7 Motor einzusetzen. Hier einige Eckdaten des Motors: Hubraum 999ccm, Leistung ca. 202 PS bei 13.200U/min, maximale Drehzahl 14.500 U/min, Drehmoment 118nM bei 10.800U/min. Somit werden dem Neckar-Odenwälder im neuen Einsatzfahrzeug 1000 U/min mehr Drehzahl als in 2018 zur Verfügung stehen.

DASS die YouTube-Videoaufrufe des Norwegers Vidar Jodahl rekordverdächtig durch die Decke schossen. Als der sympathische Norweger Vidar Jodahl im vergangenen Jahr erstmals mit dem blauen BMW E 30 M3 zum Int. Osnabrücker Bergrennen kam, ahnten nur wenige, welche Begeisterung damit ausgelöst wurde. Über 1.000 PS und dann der außergewöhnliche Fahrstil mit spektakulären Drifts versetzte schon die Zuschauer vor Ort in Begeisterungsstürme. Dieser Auftritt fand dann im Internet und den sozialen Netzwerken eine Fortsetzung seinesgleichen. Allein das Video des französischen Videofilmers „Rudy CourseDeCote“ erreichte bis heute über phantastische zwei Millionen Aufrufe. Weitere Videos von Vidar Jodahl am „Uphöfener Berg“ liegen bereits im Bereich von mehreren einhunderttausend Aufrufen. So freuen sich viele Automobilsportfreunde in Deutschland schon heute, den blauen BMW mit Vidar Jodahl erneut am 3./4. August 2019 beim 52. Int. Osnabrücker Bergrennen live in Action zu sehen.

DASS für den Helmstedter Günter Miethke vor wenigen Tagen die Zeit mit seinem Norma M20 Honda 2-Liter Sportwagen zu Ende ging. Die Garage des Fahrlehrers ist aktuell verwaist, und wird es auch bis auf unabsehbare Zeit bleiben. Vor sieben Jahren stieg Miethe vom VW Käfer „Krabbeltier“ in die Gruppe E2-SC um und erfüllte sich damit einen Traum. Das Auto ist bereits verkauft und wird der deutschen Bergszene erhalten bleiben. Mehr kann und will Miethke nicht verraten. Wann und mit welchem Auto der Niedersachse an den Berg zurückkehrt ist also offen. Auf jeden Fall soll es wieder ein Tourenwagen werden. Nun heißt es erst einmal Abstand gewinnen. Aber, Ideen sind schon gereift und ein neuer Job in der Organisation des ADAC Ibergrennens in Heiligenstadt zugesagt. Man wird also, im wahrsten Sinne des Wortes, wieder von Günther Miethke hören!

DASS der Österreicher Herbert Pregartner seinen Gesamtsieg vom Bergpreis Schottenring 2018 nicht verteidigen wird. Der Fahrsicherheitsinstruktor hat seinen Porsche 911 GT2, wie BiD-Leser wissen, bereits im vergangen Juli verkaufen können. Pregartner Motorsport wechselte zwischenzeitlich in den SIM-Racing-Bereich. Mit einem Formel 1 Rennsimulator in Originalgröße ist Herbert Pregartner in ganz Österreich auf zahlreichen Messen und Veranstaltungen vertreten. Der Simulator mit Pneumatiktechnik sorgt für Beschleunigungs- und Seitenkräfte von bis zu 3g. Drei LCD-Monitore für die perfekte Simulation garantieren ein Feeling wie auf der echten Formel 1 Rennstrecke.