Karriere im Motorsport – Das sind die Bergrenn-Legenden

Eine Karriere im Motorsport ist der Traum vieler. Während der Einstieg in den Motorsport zwar alles andere als einfach ist, haben es dennoch bereits einige Größen zu wahren Erfolgen im Motorsport geschafft. Formel 1 ist die Königsdisziplin des Motorsports, die bereits eine Vielzahl internationaler Rennfahrer mit übertrefflichen Erfolgen und Millionenbeträgen auf dem Konto hervorgebracht hat. Doch auch wenn die Formel 1 weltweit mehr Bekanntheit genießt, darf natürlich auch der Bergrennsport nicht vernachlässigt werden. Mit einer Geschichte des Sports, die ihren Ursprung bereits Ende des 19. Jahrhunderts feierte, wurden auch in der Bergdiziplin bereits einige Bergmeister-Legenden hervorgebracht, die bis heute Ruhm und Ansehen genießen und dem ein oder anderen den Wunsch nach einer Karriere im Bergrennsport weiter verstärken.

Formel 1 macht’s vor

Geht es um die Karriere im Motorsport, kann die Formel 1 wohl nicht ausgelassen werden. Als bekanntester Motorsport wurden hier bereits eine Vielzahl an Rennfahrerlegenden hervorgebracht, die in dieser Aufzählung nicht völlig unerwähnt bleiben sollten. Beginnen wir in der heutigen Zeit. Der britische Rennfahrer Lewis Hamilton ist momentan auf Platz eins der Bestenliste der Formel 1, bereits vier Mal konnte er sich den WM-Titel holen. Er gehört somit nicht nur zu den Top 10 Verdienern der Sport-Superstars, sondern soll sogar mit seinen jungen 33 Jahren bereits jetzt zu den besten Fahrern der Geschichte des Sports gehören. Wenn das mal nicht ein Vorbild im Rennsport ist. Geht man in der Zeit etwas zurück, gehören Größen wie der Österreicher Niki Lauda, der drei WM-Titel ergatterte, zwei davon nach seinem furchtbaren Crash auf dem alten Nürburgring, ebenfalls dazu, sowie auch der argentinische Formel-1-Fahrer Juan Manuel Fangio, der von vielen als größter Rennfahrer aller Zeiten angesehen wird. Er trat nicht nur bei 51 Formel-1-Grand-Prix an, sondern holte sich auch bei insgesamt sieben WM-Teilnahmen fünf WM-Titel.

Doch kommen wir zu unserem eigentlichen Lieblingssport, dem Bergrennsport. Auch hier gibt es einige Legenden, die eine Erwähnung verdient haben.

Der Bergkönig: Hans Stuck

Wohl die Bergrennsportlegende schlechthin ist der deutsch-österreichische Rennfahrer Hans Stuck (Vater des heutigen DMSB-Präsidenten Hans-Joachim Stuck), der als „Der Bergkönig“ zu seiner Zeit in die Geschichte des Sports einging. Die 1900 in Warschau geborene Legende begann 1925 seine Karriere im Bergrennsport und gewann direkt im ersten Jahr sein erstes Rennen. Ende der 1920er erklomm er den Berg in einem Austro Daimler und holte sich mit ihm einen Sieg nach dem anderen nachhause. Er fuhr u.a. auch mit Mercedes und Porsche Rennen und gewann den Grand Prix in Deutschland und der Schweiz. Seine wahre Herzdisziplin war allerdings schon immer der Bergrennsport, hier holte er sich einen Titel nach dem anderen, er galt als ewiger Bergmeister und war lange Zeit scheinbar unbesiegbar. 1978 verstorben, gehört er bis heute zu den besten Bergrennfahrern aller Zeiten.

Der Berglöwe: Herbert Stenger

Herbert Stenger war ebenfalls ein deutscher Bergrennfahrer, der als sogenannter „Berglöwe“ in die Geschichte des Bergrennsports einging. 1948 geboren machte er 1966 seine ersten Erfolge im Motorsport, hier jedoch zunächst in erster Linie in Rallye- und Slalom-Turnieren, das Rallye-Fahrzeug hatte er sogar zu dieser Zeit selbst angefertigt. In den 70ern arbeitete er mit Mechanikern zusammen und baute sich einen Ford Capri auf, mit denen er die Bergrennen antrat, woraufhin er sich eine Vielzahl an Siegen auf deutschem und österreichischem Boden einfuhr. Später nahm er sich der europäischen Konkurrenz an und gewann insgesamt sieben FIA-Europameisterschaften und zehn Deutsche Bergmeistertitel.

Die Kämpfernatur: Hermann Waldy Senior

Er gehört zu den erfolgreichsten Bergrennfahrern Österreichs und schaffte es zwischen 2004 und 2016 sieben Mal die österreichische Bergstaatsmeisterschaft im Formel 3000 für sich zu entscheiden: Hermann Waldy Senior. Bereits seit 1968 war er dem Motorsport verfallen, in den 1980er Jahren startete er im Bergrennsport durch, woraufhin er sich zahlreiche nationale und internationale Meistertitel und Gesamtsiege holte. Dem beliebten Bergrennfahrer aus Kärnten wurde es jedoch in keiner Weise leicht gemacht. Er erkrankte an Krebs und kämpfte sich mit seiner Kämpfernatur sogar nach einer inkompletten Querschnittslähmung Anfang 2017 zurück in den Fahrersitz, bevor er im September 2017 seiner Erkrankung erlag.

 

Über Thomas Bubel 266 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.