Boxengeflüster 08/2018: Wussten Sie schon dass…?

DASS das Revival des ehemaligen Bergpreis Schwäbische Alb in Neuffen in diesem Jahr über 7.000 Zuschauer verfolgten. Am Sonntag den 02. September 2018 trafen sich in der pittoresken Altstadt von Neuffen 75 Fahrer historischer Rennfahrzeuge. In drei Fahrerlagern, die im Ortskern verteilt waren, wurden die Boliden aufgestellt. Sehr viele Fahrzeuge die noch direkt an den Neuffener Bergrennen in den 60er, 70er und frühen 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts teilgenommen hatten oder Fahrzeuge aus diesem Zeitraum waren dabei. Selbst einige Aktive von damals waren vor Ort. Nach der Präsentation der insgesamt vier Fahrzeugkategorien, gingen alle Fahrzeuge für rund eine Viertel-Stunde auf einen innerstädtischen Rundkurs von über einem Kilometer Länge. Klar, dass auch einige bekannte Aktive aus der heutigen und damaligen Bergrennszene sich mit ihren Fahrzeugen, die Ehre gaben. Dies waren Egidio Pisano, Andreas Kokor, Erwin Buck, Thomas Conrad, Werner Weiss, Werner Kieser und die „Ford-Verrückte“ Familie Werner. Dazu gesellten sich die Berglegenden von einst, mit ex-Europameister Eberhard Mahle, Rennwagenbauer Kurt Brixner, Lokalmatador Helmut Henzler oder der frühere Formel 2-Bergpilot und spätere Schumacher-Mentor und Formel 3-Teambesitzer Klaus Trella. Ziel des Veranstalters, der IG Bergpreis Schwäbische Alb, ist es 2019 mit diesem Event an den früheren Originalschauplatz, der Neuffener Steige zu wechseln. Hier erwartet die Liebhaber klassischer und historischer Fahrzeuge eine Strecke von 4,2 km mit 18 Kurven und einer Höhendifferenz von 280 Metern.

DASS der „Dicke“ von und mit Holger Hovemann, nach dem Motorschaden zum diesjährigen Saisonstart beim Bergpreis Schottenring, in 2018 nicht mehr an den Start gehen kann. Da die Ersatzteilbeschaffung, inklusive einigen Sonderanfertigungen der benötigten Motorteile länger dauerte als gedacht. Der Nordbadener und seine Norddeutsche Mannschaft nutzen die Zwangspause für aerodynamische Änderungen am Opel Kadett C GT-R V8 und dem Bau von Ersatzkarosserieteilen. Ziel ist es, dieses Jahr noch auf den Prüfstand zu gehen und auf einem geeigneten Gelände einen Test zu fahren, damit das Team sich in aller Ruhe auf die Saison 2019 vorbereiten kann. Über Winter plant das Team weiter den Aufbau eines zweiten Motors.

DASS am 12. August, anlässlich des 113. Jahrestages des allerersten Shelsley Walsh Bergrennens in England, das Jaguar Formel E Team beim Lauf zur Britischen Bergmeisterschaft mit am Start war.  Jaguars Stammpilot, der Neuseeländer Mitsch Evans stelle dabei einen brandneuen Elektro-Rekord in 30,46 Sekunden auf. Auf einer rutschigen Strecke, die nach morgendlichen Regen nicht optimal war, verbesserte Evans den bisherigen Rekord um 6,84 Sekunden, unter anderem auch dank des enormen Drehmoments in der Startphase. Bei optimal trockenen Bedingungen, ist laut Jaguar mühelos eine Verbesserung von weiteren 2,5 Sekunden möglich. Erheblich schneller sind aber immer noch die reinrassigen Bergrennfahrzeuge, denn der absolute Streckenrekord auf der nur 914 Meter langen Strecke, hält immer noch Martin Groves mit seinem Gould GR55 NME in sagenhaften 22,58 Sekunden.

DASS der Odenwälder Sven Koob am ersten Sonntag im September zum Gesamtsieg beim heimischen Zotzenbacher Bergslalom fuhr. Der ehemalige Berg-Cup-Pilot vom IMS Schlierbachtal ging in der Freestyleklasse mit seinem grün-roten Fiat Uno an den Start. Nach Rang 45 im Vorjahr leistete sich Koob diesmal keine Pylonenfehler. Christian Graßmann sen. vom AC Nittenau wurde im BMW M3 (2:25,86) Zweiter vor KW Berg-Cup´ler Stefan Faulhaber (2:26,60) im Opel Kadett C Coupé Minichberger. Die Plätze sechs und sieben gingen mit Achim Kreim und Alexander Wolk ebenfalls an bekannte Bergrennsportler. Die Veranstaltergemeinschaft MSC Überwald, IMS Schlierbachtal, MSC Rodenstein, MSC Erbach und MSF Zotzenbach, hatte mehr als 200 Helfer an den beiden Tagen im Einsatz. Die Crew Knüttel – AVON und Michelin Renndienst stellte erneut eine Halle für die Auswertung und Siegerehrung zur Verfügung. 48 Motorsportler nahmen an der Gleichmäßigkeitsprüfung am Samstag und 111 am Bergslalom am Sonntag teil.

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Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.