Guy Demuth Zweiter in Polen – Ärger in der GT3

Bei der 10. Auflage des Limanowa Bergrennens südlich von Krakau in Polen, stieg erneut Christian Merli auf die oberste Stufe des Podiums. Es war der neunte der zwölf Veranstaltungen, die für die Europa-Bergmeisterschaft 2018 gewertet werden und der sechster Saisonsieg für den Osella-Piloten. Merlis EM-Zwischenbilanz fällt bis zum jetzigen Zeitpunkt so gut aus, wie noch nie. Der Mann aus der Region Trento gewann den fünften EM-Lauf in Folge. Hinzu kommt, dass er in Polen, wo er in den letzten drei Jahren gewonnen hatte, den achten Streckenrekord bricht. Mit Respektabstand auf Rang zwei war der Luxemburger Guy Demuth erneut sehr erfolgreich. Die „Rundreise“ von Luxemburg nach Slowenien und von dort nach Polen, führt den mehrfachen Luxemburger Meister am Berg auf der Rundstrecke und im Slalom bereits am kommenden Wochenende weiter nach Osnabrück, wo auch zum engeren Favoritenkreis zählt. In Limanowa konnte Demuth das EM-Urgestein Fausto Bormolini (Reynard Cosworth) hauchdünn auf Rang drei verweisen.

Zu einem Eklat ist es bereits in der Slowakei in der Gruppe GT3 gekommen. McLaren-Pilot Jan Milon sagte seine Teilnahme in Polen kurzfristig ab, nachdem er bei der FiA einen Protest gegen seinen französischen Markenkollegen Pierre Courroye einreichte und dieser abgewiesen wurde. Courroye führte bis letzte Woche in der EM-Wertung der Touren- und GT-Wagen. Gegenstand der Anschuldigungen war das Getriebe in Courroyes McLaren das nicht dem GT3-Reglement entsprechen soll. Bereits in der Vergangenheit waren GT3-Getriebe Streitpunkt in der Berg-Europameisterschaft. Courroye gewann zwar in Polen seine Gruppe, da jedoch Milon als „dritter Mann“ fehlte, gab es nur halbe Punkte für den jungen Mann aus Frankreich.