Wieder reichlich Bergmonster zum Jubiläum in Eschdorf

Seit 2004, also nunmehr 14 Jahren, hält der in Deutschland lizenzierte Österreicher Herbert Stolz in 54,40 sec. den Eschdorfer Streckenrekord für “geschlossene” Tourenwagen & GranTurismo, und einmal mehr wird der Mann im bärenstarken Porsche 935 DPII die Messlatte hochlegen. Doch der deutsche Tourenwagen-Bergmeister 2006 und 2013 wird auf eine ganze Meute von hochmotivierten Gegnern treffen, deren Fahrzeuge ebenfalls weit über 600 und teilweise sogar 700 PS leisten.

Nennen wir beispielsweise den Schweizer Romeo Nüssli, Dritter der Schweizer Tourenwagen-Bergmeisterschaft 2017 und Gesamtsieger beim legendären Mickhausener Bergrennen 2016 (D), der im Vorjahr bei seinem erstmaligen Start in Eschdorf den PS-starken ex-Gabat-Ford Escort Cosworth zum Tourenwagen-Gesamtsieg trieb. Oder auch und ganz besonders dessen Landsmann Ronnie Bratschi, zweifacher Sieger des Internationalen FIA-Bergpokals 2015 und 2016, der im Laufe der vergangenen Monate einen komplett neuen Mitsubishi Lancer Evo 8 EGMO mit spektakulärer Aerodynamik aufgebaut hat. Oder Thomas Kessler als dritten schnellen Eidgenossen im Bunde, der im Mitsubishi Lancer bei der verregneten 2015-Ausgabe des Eschdorfer Bergrennens den ausgezeichneten 7. Gesamtrang belegt hatte.

Aus Frankreich möchten der sechsfache Tourenwagen-Bergmeister 2010, 2012-2016 Nicolas Werver im wunderschönen, knallgelben Porsche 997 GT2, Vize-Bergmeister 2016 Philippe Schmitter-Frey im extrem spektakulären Renault RS.01 mit 3,7 Liter-Turbomotor oder noch die aus den Vogesen anreisenden Gebrüder Yannick (zweifacher Vize-Bergmeister 2011 und 2012) und Christophe Poinsignon (BMW M3 E92 bzw. Simca CG Turbo) das Feld der „Autos mit Dach“ ordentlich aufmischen, genau wie der zweifache deutsche Bergmeister 2002 und 2010 Norbert Handa (Lancia Delta Integrale) sowie der mehrfache KW Berg-Cup-Gesamtsieger Holger Hovemann im bulligen Opel Kadett C Coupé mit 5.7 Liter-V8-Motor.

Aus eidgenössischer Sicht gilt es neben den bereits erwähnten Bratschi, Nüssli und Kessler natürlich auch den Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2017 Frédéric Neff im Porsche 997 GT-R, René Ruch, treuer Eschdorf-Gast im Ferrari F355 GT, den sehr schnellen Michel Zemp im Seat Leon TCR Mk3, sowie die beiden Mitsubishi Lancer von Arnaud Murcia und Cédric Milliquet zu beachten. Nicht zu vergessen der belgische Bergmeister 2017 Martin Bach, dessen knallgelber Mitsubishi als Ur-„Bergmonster“ diese Bezeichnung einst ins Leben rief. Oder noch die Luxemburger Mannschaft Schilling Performance mit dem Bergmeister 2015 Nico Schilling und Vize-Bergmeister 2016 und 2017 Charles Valentiny (beide Subaru Impreza WRX STi) sowie Cédric Schilling im neu aufgebauten Mitsubishi Lancer, der belgische Bergmeister 2014 und 2016 Stéphane Emond (BMW M3 3.2L) sowie der Lamera Cup mit Ford Focus RS-Motor des Luxemburgers Gilles Bruckner. Im Feld der insgesamt 6 Porsche sei auch noch der Cayman Cup des Franzosen Fred Santarelli erwähnt.

Besonders beliebt beim Publikum sind auch die kleinen soundstarken „CM“-Fahrzeuge, jene speziell für Bergrennen konzipierten Renner mit Ein-Liter-Motorradmotoren, wie die Silver Car des Deutschen Ralf Kroll und des Belgiers Adrien Marchal oder der Speed Car des jungen Elsässers Loïc Hebinger. Doch selbstverständlich wird auch die vom neuen, bildschönen VW Corrado von Hansi Eller angeführte Meute des «KW Berg-Cup», die dem Eschdorfer Bergrennen bereits seit 1989 die Treue hält, erneut mit ihren zahlreichen hochgezüchteten VW Golf, Polo, Corrado und Scirocco, Opel Kadett und Ascona, Fiat 127, Citroën AX Kitcar, BMW 3er und 2002, Renault Clio und Mégane, Ford Escort RS BDA, Audi 80 Quattro usw. die Herzen ihrer zahlreichen Fans höherschlagen lassen. Wobei in den meisten Hubraumklassen des KW Berg-Cups zahlreiche zusätzliche Gaststarter und Lokalmatadore versuchen, die Dominanz der deutschen und österreichischen Fahrer wie Armin Ebenhöh (Deutscher Bergmeister 2015), Franz Weissdorn, Mario Minichberger und Co zu durchbrechen, wie etwa der Luxemburger Tourenwagen-Bergmeister 2016 und 2017 Canio Marchione im für ihn neuen ex-Rottenberger/Weidinger-BMW 320 STW, der Italo-Schwabe Egidio Pisano im VW Golf oder noch der belgische Tourenwagen-Bergmeister 2013 Eric Schwilden im Peugeot 205 GTi.

Alle Infos zum Teilnehmerfeld der Jubiläumsausgabe des Eschdorfer Bergrennens gibt es auch auf der Facebook-Seite „European Hill RaceEschdorf – Lux 5/6 May 2018 „30th Edition““ oder unter www.hillrace.lu. Kurzum, einmal mehr verspricht das Teilnehmerfeld des «European Hill Race» in Eschdorf viel Spannung und noch mehr Spektakel. Ein motorsportliches Highlight, das man auf keinen Fall verpassen darf!

Über Thomas Bubel 196 Artikel
Thomas Bubel ist Jahrgang 1966, verheiratet und hat zwei Kinder. Er berichtet seit 20 Jahren in Wort und Bild über Bergrennen. Seit 1991 ist er Pressesprecher seines Heimatvereins Homburger Automomobilclub und des Homburger ADAC Bergrennens. Seit 11 Jahren betreibt der freie Journalist und Fotograf "Bergrennen in Deutschland", die Webseite für alle am Berg.